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50 Antworten in diesem Thema

#31 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 19 Juni 2024 - 13:59

 Ich habe dann nach ein paar Seiten abgebrochen. 

Das war die bessere Wahl.


 In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                                          : Aktuelle Projekte und neue Veröffentlichungen :                                                'Gleich' ist der Tod des kleinen Mannes.


#32 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 19 Juni 2024 - 22:37

„Die Tür in den Sommer“ (Ulf Fildebrandt)

Tom ist schwer erkrankt und hat voraussichtlich nur noch zwei Monate zu leben. Der junge Vater nutzt eine Zeitmaschine um in Jahrestakten seine Tochter für jeweils einen Tag zu besuchen.

Diese Geschichte objektiv zu beurteilen, fällt mir schwer - dafür spricht sie den Papa in mir viel zu sehr an. Das ganze Gefühlskarussell von Tom ist für mich absolut nachvollziehbar: Einerseits der Wunsch, die Tochter aufwachsen zu sehen; andererseits die Schuldgefühle, die Vaterrolle nicht ausfüllen zu können.

Vom strukturellen Aufbau erinnert mich die Geschichte mit ihren zeitlich versetzten Abschnitten an George Pals Adaption von „The Time Machine“ und Daniel Keyes‘ „Flowers for Algernon“. Natürlich hätte die Geschichte genug Potenzial für eine Novelle oder einen Roman, aber um das erwähnte „Flowers for Algernon“ heranzuziehen: Nach meiner Ansicht hat das Mehr an Seiten bei Keyes nicht unbedingt einen Mehrwert gebracht und ich gebe der KG-Variante von „Algernon“ den Vorzug. Bei „Die Tür in den Sommer“ ist der Vergleich zu einer nur potenziellen, aber nicht existenten Romanfassung natürlich spekulativ, aber da mir nichts gefehlt hat, empfinde ich Ausarbeitung und Länge als absolut passend.

Zum Twist: Den ersten Wendepunkt habe ich vermutet, den zweiten nicht. Ein sehr befriedigendes Ende.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 21 Juni 2024 - 06:57.

„Alien Contagium: Erstkontakt-Geschichten“: https://eridanusverlag.de | "En passant - Die Reisen des Sherlock Holmes": https://burgenweltverlag.de

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#33 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 19 Juni 2024 - 23:24

„Engelsrache“ (Horst Dieter Radke)

Weitgehend objektive Wertung: Radke gewinnt der Thematik des scheinbar gebrochenen Sklaven nichts Neues ab. Sprachlich ganz okay, unnötiger Infodump, vorhersehbare Auflösung.
Subjektiv: Die Geschichte ist nicht nur unterdurchschnittlich, sondern schlecht. Dieses sehr bescheidene, erzählerische Niveau bin ich bei NOVA nicht gewohnt.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 19 Juni 2024 - 23:24.

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#34 Frank Lauenroth

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Geschrieben 20 Juni 2024 - 07:45

„Engelsrache“ (Horst Dieter Radke)

Subjektiv: Die Geschichte ist nicht nur unterdurchschnittlich, sondern schlecht. Dieses sehr bescheidene, erzählerische Niveau bin ich bei NOVA nicht gewohnt.

Ja, das hat mich auch gewundert. 

Sehen wir es positiv: Von nun an kann es nur bergauf gehen  :ph34r:


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#35 Frank Lauenroth

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Geschrieben 20 Juni 2024 - 11:47

V. A. Kramer: Population: One

 

Das ist mal so ganz was anderes. Der Blick aus der Sicht einer Kreatur, die wir nicht einmal annähernd verstehen können, die eigene Werte und Motivationen kennt und mit deren Folgen wir (die Menschen) uns mit unserem kleinen Verständnis vom Universum auseinandersetzen müssen. DAS kann SF. Hat mir sehr gefallen.

[Das Bild von Frank G. Gerigk passt wie die berühmte Faust. Top!]

 

Hintergrund zu metallischem Wasserstoff: https://www.spektrum...serstoff/826597


Bearbeitet von Frank Lauenroth, 20 Juni 2024 - 12:03.

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#36 Carsten

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Geschrieben 20 Juni 2024 - 12:39

Ich habe gestern Abend Frank Lauenroths Geschichte: Kadaver gelesen.
Hat mir sehr gut gefallen! 

Eine faszinierende Idee, insbesondere weil hier kein typisches, postapokalyptisches Szenario nach der Alien-Invasion geschildert wird.
Wollte ich klugscheißen, würde ich vielleicht sagen, dass man Frank Lauenroth hier den Thriller-Autor anmerkt, denn das ist alles sehr flott, packend und spannend geschrieben. 

Einzig das Ende wirkt etwas gerafft.

Spoiler

Aber gut, darum ist es ja eine Geschichte und nicht die Realität. Da darf das schon mal sein. :-)


Bearbeitet von Carsten, 20 Juni 2024 - 12:56.

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#37 Frank Lauenroth

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Geschrieben 20 Juni 2024 - 12:42

Danke Dir.  ^_^


Bearbeitet von Frank Lauenroth, 20 Juni 2024 - 13:00.

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#38 Carsten

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Geschrieben 20 Juni 2024 - 12:51

Danke Dir.  ^_^

 

Spoiler?

Sorry, ganz vergessen. My bad. 

So, jetzt aber gefixt. :-) 


Bearbeitet von Carsten, 20 Juni 2024 - 12:57.

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#39 Frank Lauenroth

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Geschrieben 20 Juni 2024 - 14:46

Janika Rehak: Iggy B. Wellington

 

"Dann mach was gegen das Bienensterben" ist der Kernsatz. Ein witziges und zugleich tiefgründiges Plädoyer für die Bienen und gegen das, was wir mit ihnen anstellen. Relativ kurz und richtig gut. Bislang mein Favorit.

[Das Bild von Uli Bendick fängt alles ein, was die Geschichte ausmacht. Schön.]


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#40 ChristophGrimm

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Geschrieben 20 Juni 2024 - 23:34

„Population: One“ (V. A. Kramer)

Mit dieser Geschichte kann ich leider wenig anfangen. Die Stärke liegt ganz klar in der Konzeption eines (gewaltigen) Wesens, das sich völlig von uns unterscheidet. Sprachlich gut, knackig kurz, schöner Perspektivenwechsel zu uns … aber die Geschichte gibt mir einfach nichts.

„Iggy B. Wellington“ (Janika Rehak)

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Das wichtige Thema des Bienensterbens wird zwar nur am Rande behandelt, aber die gut ausbalancierte Mischung aus schrägem Humor und Menschlichkeit macht „Iggy B. Wellington“ zu einem Lesevergnügen. Die Dialoggestaltung, gewürzt mit dem Innenleben des Protagonisten, ist erstklassig.

„Angriff auf Grünland“ (J. A. Hagen)

Hier konnte mich der Humor leider nicht abholen. Natürlich fußen die Zeichnungen von Grünland und Teutonien auf der Absurdität des gegenwärtig gut zu beobachtenden, engstirnigen Lagerdenkens. Der Humor ist mir allerdings zu flach und plakativ. Zugegeben, bei der wiederholt gestellten Frage nach der Außenkommunikation bei plötzlichen Todesfällen hochrangiger Persönlichkeiten in Teutonien habe ich geschmunzelt.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 21 Juni 2024 - 06:55.

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#41 J. A. Hagen

J. A. Hagen

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Geschrieben 21 Juni 2024 - 16:23

Horst-Dieter Radke: Engelsrache

 

Eine konventionelle Geschichte, die allerdings konsequent auf das Ende zusteuert. Der Schurke ist komplett verkommen, was in den ersten Sätzen deutlich wird, und die Hauptfigur will sich aus einer Zwangslage herauswinden. Aus meiner Sicht ist die Handlung solide umgesetzt, dennoch hätte ich die Hauptfigur gerne mehr Hindernisse überwinden sehen. Mir geht das zu glatt.

Spoiler

 


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#42 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

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Geschrieben 21 Juni 2024 - 16:42

J. A. Hagen: Angriff auf Grünland

 

Folgenden Satz bitte mit dem rollenden R eines Massenmörders von vor 80 Jahren lesen: "Wir verfügen über eine mächtige Armee mit kraftstoffgetriebenen Fahr- und Flugzeugen, während die Grünlinge darauf hoffen müssen, dass die Sonne scheint." Und schon hat man einen ungefähren Eindruck der Richtung dieser ... Persiflage. Bei der Gegenüberstellung der beiden verfeindeten Lager musste ich ob einiger guter Ideen einige Male schmunzeln. Leider hechelt dann die Geschichte einem Ende der Marke 'und jetzt schnell zusammenfassen, was sonst noch passierte" entgegen und verliert auf den letzten Metern merklich. Insgesamt aber eine interessante Abwechslung.

[Das Bild von Detlef Klewer zeigt Oberst Sigurd "Doppelblitz" Rödel kurz vor dem Beginn der Vorwärtsverteidigung. Passend.] 


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#43 ChristophGrimm

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Geschrieben 22 Juni 2024 - 09:21

„Kadaver“ (Frank Lauenroth)

Mit der Ankunft eines Alienraumschiffes sind die Menschen der Erde nicht mehr in der Lage, Farben wahrzunehmen. Seit einem Jahrzehnt ruht das Schiff. In das Innere des „Kadavers“ konnte bislang nicht vorgedrungen werden. Als die Forscherin Beth ihre Tochter zu einer vermeintlich ungefährlichen Begutachtung mitnimmt, kommt es plötzlich zu einer Reaktion: Maddy wird durch eine plötzlich auftretende Öffnung in das Schiffsinnere gezogen …

Ich muss Carsten weiter oben im Thread zustimmen: Man merkt Frank Lauenroth den Thrillerautor an. Nach einem ruhigen, aber sehr gefällig zu lesenden Start, der die notwendige Exposition geschickt durch eine Alltagssituation liefert, zieht die Geschichte rasant das Erzähltempo an und bleibt spannend bis zum Schluss. Die Mutter/Tochterbeziehung von Beth und Maddy ist sehr schön gezeichnet; „Ruby“ ist ein faszinierender Charakter.
Zwar kann die Rückkehr der Farbwahrnehmung vermutet werden, aber mir gefällt besonders, dass der Ausgang bis zum Schluss für mich unvorhersehbar blieb.
Sense-of-Wonder-SF at it‘s best.

„Das Lethe-Quantum“ (Carsten Schmitt)

Der Weg zu einer relativen Unsterblichkeit wurde gefunden: Eine vollständige Übertragung der Persönlichkeit in einen Klonkörper - und einige Tage, sich selbst von sich zu verabschieden, sofern man es wünscht. Vollständig? Nicht ganz: Ein Promille-Anteil an Verlust ist unumgänglich. Für Daniel war das bislang kaum einen Gedanken wert - bis ihn ein nostalgisches Gespräch mit seiner sterbenden „Vorgängerversion“ nachdenklich stimmt …

Vermutlich ist es unvermeidbar, sich während des Lesens zu fragen, was man selbst bereits vergessen hat. (Anekdote: Unweigerlich musste ich auch an eine Unerreichbare aus Jugendtagen denken - mir geht es leider wie Daniel. Faszinierend, wenn ich darüber nachdenke, wie lange ich sie schüchtern angehimmelt habe, ohne mich heute an die Farbe ihrer Augen zu erinnern).
Es stellt sich durchaus die Frage, ob der Gegenwert der relativen Unsterblichkeit einen geringen Verlust wert ist, oder ob es nicht doch ein zu hoher Preis ist. Wenn nicht, stellt sich die Frage wieviel geringer Verlust gerade noch akzeptabel wäre.
Der letzte Satz, wie es für eine erstklassige Kurzgeschichte sein sollte, macht die Beantwortung dieser Fragen noch einmal schwerer.
Rein handwerklich: Durch die Kursivsetzung des einen „Ich“ (inkl. Pronomen) konnte ich beide Daniels gut auseinanderhalten. Sprachlich sehr elegant, gewürzt mit netten Zukunftsdetails (bspw. der unbeirrt verkehrskonform fahrende BMW).

Da ich ja weiß, dass ihr beide fleißig mitlest: Chapeau. Alleine diese beiden Geschichten waren es wert, die Ausgabe anzuschaffen :).

An das DSFP-Komitee (wenn mal wieder) und die KLP-Nominierungsberechtigten: Dringende Leseempfehlung!

Bearbeitet von ChristophGrimm, 22 Juni 2024 - 13:19.

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#44 Carsten

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Geschrieben 22 Juni 2024 - 10:49

Da ich ja weiß, dass ihr beide fleißig mitlest: Chapeau. Alleine diese beiden Geschichten waren es wert, die Ausgabe anzuschaffen :).

An das DSFP-Komitee (wenn mal wieder) und die KLP-Nominierungsberechtigten: Dringende Leseempfehlung!

Vielen Dank für die Blumen! :-) Freut mich, dass dir meine Geschichte gefallen hat. Was die Nominierungen betrifft, ist es aber wohl so, dass "Das Lethe-Quantum" aus formalen Gründen weder für den KLP noch den DSFP in Betracht kommt. Aber es gibt schließlich genug andere gute Geschichten. :-)


Bearbeitet von Carsten, 22 Juni 2024 - 11:04.

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#45 Frank Lauenroth

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Geschrieben 22 Juni 2024 - 13:06

Da ich ja weiß, dass ihr beide fleißig mitlest: Chapeau. Alleine diese beiden Geschichten waren es wert, die Ausgabe anzuschaffen :).

An das DSFP-Komitee (wenn mal wieder) und die KLP-Nominierungsberechtigten: Dringende Leseempfehlung!

 

So etwas lese ich natürlich besonders gerne. Also, dass meine Story dich erreicht hat.  :D  Danke für Deine Kritik!

 

Und Carstens KG nehme ich mir für heute Abend vor! Dringend!!


Bearbeitet von Frank Lauenroth, 22 Juni 2024 - 13:07.

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#46 Frank Lauenroth

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Geschrieben 22 Juni 2024 - 21:23

Carsten Schmitt: Das Lethe-Quantum

 

Ja, das ist eine großartige Geschichte!

Eindrucksvoll wird in der KG geschildert, wie sich ein Klon von seinem sterbenden Vorgängerklon verabschiedet. Und wie sie beide sich gemeinsam zu erinnern versuchen ... an eine vermeintliche Nebensächlichkeit, die doch so wichtig ist.

Ich hatte (wie Chris) auch sofort das Gesicht meiner Jungendliebe vor Augen. Nur konnte ich mich sofort an Sabines Augenfarbe erinnern. Ist das Bestätigung genug, dass ich kein Klon bin?   :blink:

[Das Bild von Mario Franke zeigt ein Gesicht und doch zwei. Sehr passend, coole Idee..]


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#47 ChristophGrimm

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Geschrieben 23 Juni 2024 - 09:49

„Die Vermessung des Raums“ (Moritz Boltz)

Ein Vater und sein Sohn treiben mit ihrem Raumschiff. Der Sauerstoff wird in absehbarer Zeit zur Neige gehen, die Chance auf Rettung ist gering.

Ich gestehe, dass ich weder mit Lovecraft noch dem ganzen Cthulu-/Große Alten/Kosmische Götter-Kram je viel anfangen konnte. Deshalb gibt mir auch diese Geschichte auf der Handlungsebene wenig. Mich verwundert die distanzierte Art der Erzählung, die weder dem Vater noch dem Jungen einen Namen gibt, auch wenn die Dialoggestaltung sehr natürlich ausgefallen ist. Generell vermisse ich die emotionale Beteiligung, die in dieser Ausnahmesituation auftreten sollte.

„Die Luft fängt uns auf“ (Rajiv Moté)

Die sehr kurze Geschichte, die auf der Handlungsebene nur aus dem Spielplatzbesuch einer Oma und ihrer Enkelin besteht, beansprucht den Phantastikmuskel: Das Luftgemisch in der Atmosphäre hat sich in wenigen Jahrzehnten derart stark verändert, dass ein Fall in der Luft eher wie das Gleiten einer Feder - oder das Schwimmen durch Wasser - anmutet. Den Kindern und jungen Erwachsenen scheint dies kaum Probleme zu bereiten, die Älteren haben es mit dem Atmen schwer.
Ich lese diese Geschichte als fantasievolle Fabel über Veränderung bzw. die Angst vor Veränderungen und den Mut, sich ihnen zu stellen.

FAZIT Stories:

Das mich nicht jede Geschichte erreicht, setze ich bei Anthologien / Literaturzeitschriften voraus.
Für mich gab es drei Highlights, viel Gutklassiges/Solides und nur ein Ausfall. Aus subjektiver Sicht ein guter Schnitt.
Objektiv halte ich fest, dass NOVA seinen Ruf als anspruchsvolles Storymagazin, das Wert auf die inhaltliche und handwerkliche Güte legt, erneut unter Beweis gestellt hat.

Bearbeitet von ChristophGrimm, 23 Juni 2024 - 10:05.

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#48 Frank Lauenroth

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Geschrieben 24 Juni 2024 - 08:17

Moritz Boltz: Die Vermessung des Raums

 

M. E. hätte es Cthulhu nicht gebraucht, um diese der-Sauerstoff-wird-knapp-Geschichte zu erzählen.

Die Geschichte ist leider zu distanziert erzählt. Ich habe es nicht geschafft. mit Vater und Sohn angesichts des nahenden Todes mitzuleiden. Hier wurde Potential verschenkt.

[Das Bild von Ralf Schoofs gönnt sich 2 Seiten, nur den Zusammenhang zur Geschichte kann ich nicht erkennen.]


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#49 Frank Lauenroth

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Geschrieben 24 Juni 2024 - 09:13

Rajiv Moté: Die Luft fängt uns auf

 

Wenn eine Erzählung den Titel Kurz(!<-)geschichte verdient hat, dann diese.

Eigentlich ist es eher eine Fingerübung, ein gekonntes Entwerfen einer Welt mit veränderten Umständen. Das ist gut gelungen, unterhält auch auf der kurzen Strecke, nur eine echte Story ist nicht enthalten.

[Das Bild von Chris Schlicht zeigt die Aspekte dieses Weltenentwurfs von oben, was gut zum Titel passt.]

 

 

Noch 2 Bild-Nachträge, bevor ich zum Fazit komme.

 

Zu meiner Story Kadaver Kadaver hat Gerd Frey eine Illustration beigesteuert, die das Szenario (kurz vor dem Ende] ziemlich gut einfängt. Der Autor fühlt sich verstanden.

Das Titelbild von Victoria Sack gefällt mir noch besser. Der funktional metallische Aufbau mit dem shiny Look des Einhorns in einem kleinen Park einer vielleicht zukünftigen Megacity ist ein sehr schönes Spiel mit visuellen und inhaltlichen Kontrasten.

 

Fazit zum Story-Teil (natürlich subjektiv!):

mehrere Highlights, einige solide Erzählungen, eine eher schwache KG und ein ziemlicher Totalausfall, das alles spricht für eine überdurchschnittliche Ausgabe. Hab ich gerne gelesen! 

Ein Lob ans Team NOVA! Weiter so!


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#50 Carsten

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Geschrieben 25 Juni 2024 - 09:49

Janika Rehak: Iggy B. Wellington

Großartig. Die Story ist stimmig und "rund". Lustig und gleichzeitg traurig, sehr gut erzählt. Wirklich schön!

 

J. A. Hagen: Angriff auf Grünland

Eine nicht gerade subtile Satire. Derlei ist nicht unbedingt mein Lieblingsgenre, aber das ist meine Sache. Trotzdem kompetent erzählt, wenn es auch hier am Ende alles recht schnell geht. 

Wichtig aber, dass sich jemand noch traut, auch die "gute" Seite ein bisschen durch den Kakao zu ziehen. Heutzutage will mir scheinen, dass alle die nicht zu 100% auf "Parteilinie" sind, entweder "Nazis!!11!" oder "LINKSGRÜNVERSIFFTEGUTEMENSCHEN!1!" sind. Sinn für Humor, Ambiguität und Grauschattierungen, sowie die Fähigkeit über sich selbst zu lachen, sind nicht mehr gefragt. (Ich persönlich mag weder Blockwarte noch Politkommissare, aber das führt jetzt weg vom Thema.) 
 


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#51 Carsten

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Geschrieben 28 Juni 2024 - 12:29

Die Vermessung des Raums von Moritz Boltz:
Da schließe ich mich mal meinen Vorrednern nicht an. Ich mochte die Story, und glaube auch nicht, dass "Cthulhu" hier so wirklich wortwörtlich verstanden werden muss. Als Symbol habe ich nichts dagegen, zumal HPL in seiner "Endausbaustufe" seine Geschichten ohnehin als Science Fiction verstanden haben wollte. Die "Götter" des Cthulhu-Mythos sind ja keine solchen im Sinne irdischer Pantheons, sondern Wesenheiten aus dem Kosmos, die so fremd sind, dass wir Menschen sie vielleicht einfach nicht anders beschreiben können als gottgleich. 

Im Sinne des "kosmischen Horrors", also der absoluten Gleichgültigkeit des Kosmos gegenüber Wünschen, Ängsten und Nöten des Menschen, der völligen Bedeutungslosigkeit des Menschen, passt das hier schon gut, finde ich. 

Die Luft fängt uns auf von Rajiv Moté

Eine schöne kleine, Vignette, eine Stimmungsbild. Ich stimme Frank zu; eine "echte" Story ist nicht enthalten, aber das stört mich hier gar nicht. Es ist ein Blick in diese Welt, ich kann mir viel dazu denken.

Mein Fazit
Eine lesenswerte Ausgabe!


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Auch mit einem oder mehreren dieser Stichwörter versehen: NOVA, Sciencefiction, Speculative Fiction, Kurzgeschichten, Essays, Phantastische Grafik, NOVA 34, Anthologie, Literaturzeitschrift

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