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311 Antworten in diesem Thema

#271 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 25 März 2026 - 14:19

Dann bin ich gespannt, wie dir mein Stil gefällt. Ich schreibe und veröffentliche schon seit 36 Jahren und inzwischen sind es mehr als 130 Erzählungen. Eigentlich könnte ich ja bald in den Ruhestand gehen. ;-) Nur macht mir das Schreiben viel zu viel Spaß.

 Kurzgeschichten finde ich gar nicht verkehrt. Habe sicherlich zwei Dutzend in den letzten anderthalb Jahren geschrieben. Zweimal wurden Romane daraus, weil ich das Thema vertiefen musste. Auch mein aktuelles Manuskript ist so ein Ausschreibungstext, der plötzlich 40 Seiten hatte. Mal sehen, vielleicht mache ich auch irgendwann mal so einen Sammelband mit meinen Lieblingen. Thematisch wäre das eine Mischung aus Sci Fi, Horror und skurriler Fantasy.  


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#272 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 26 März 2026 - 06:19

 Kurzgeschichten finde ich gar nicht verkehrt. Habe sicherlich zwei Dutzend in den letzten anderthalb Jahren geschrieben. Zweimal wurden Romane daraus, weil ich das Thema vertiefen musste. Auch mein aktuelles Manuskript ist so ein Ausschreibungstext, der plötzlich 40 Seiten hatte. Mal sehen, vielleicht mache ich auch irgendwann mal so einen Sammelband mit meinen Lieblingen. Thematisch wäre das eine Mischung aus Sci Fi, Horror und skurriler Fantasy.  

 

Das klingt gut.



#273 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 26 März 2026 - 11:22

Hier geht es ja rund, sehr interessanter Austausch. Ich bin ja eine dieser unliebsamen Personen, die Kurzgeschichten regelmäßig rezensiert und auch dann, wenn sie mir nicht gefallen haben. Das Echo ist entweder nicht vorhanden oder eher negativ. Aber: Ich halte es für wichtig und darum mache ich es weiter. Und: Mit der Nominierung meines Blogs für den KLP letztes Jahr wurde auch deutlich, dass Leute meine Arbeit schätzen. Allen recht machen kann man es eh nie.

 

Ich lese recht viele Kurzgeschichten, allerdings habe ich dein Buch auch nicht gekauft, Uwe, weil ich fast alle Texte darin schon kenne. Bei Kurzgeschichten fällt mir auch immer wieder auf, dass ich Mischungen mit KGs verschiedener Autor*innen lieber mag als Bände einer Person.

 

Auch ich schreibe ja gerne Kurzgeschichten und habe immer mal wieder Schwierigkeiten, Veröffentlichungsorte zu finden. Ich möchte meine Texte nicht einem Umfeld zu sehen, das diskriminierende Stimmen verbreitet oder das mich schon in der Anspreche diskriminiert und da bleibt leider nicht so viel übrig.


Bearbeitet von Jol Rosenberg, 26 März 2026 - 11:29.

Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

 

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#274 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 26 März 2026 - 13:36

Deutsche SF-Kurzgeschichten haben schon seit langer Zeit ein Henne-Ei-Problem. Wenig Leser, wenig Autoren, wenig Aufmerksamkeit, wenig Interesse, wenig Verkäufe, wenig Rezensionen, und in der Folge wenig Quantität und Qualität. Das ist auch wirklich keine Neuigkeit.

 

Wir verzeichnen für das FFM - und das zahlt ja sogar etwas Honorar - in den letzten 6 Monaten NULL qualitativ und inhaltlich bedingungslos brauchbare Einsendungen. (Für die neue Ausgabe haben wir übrigens einen Text von Uwe "akquiriert", den er mir unter uns zum Lesen gegeben hatte.)

 

Ich sehe da auch keine Chance auf Besserung, zumal es an Nachwuchs fehlt, der frischen Wind reinbringt. Jüngere Leute bevorzugen eben ganz andere Medien - erfolgreiche "Kurzgeschichten" werden heute visuell erzählt, sind maximal 60 Sekunden lang und werden bei Tiktok oder Instagram gepostet. Dort haben sie dann tausende oder abertausende Views und können sogar durch Merchandise oder Werbeeinnahmen Kohle generieren. Beispiel:  ddr-mondbasis.de

 

Ich merke, dass mir diese Art des Sprechens über Einsendungen aufstößt. Ich bin ja eine der Personen, von der ein Text bei euch liegt und so davon zu erfahren, dass er euch nicht taugt, fühlt sich unschön an. Gleichzeitig kenne ich es, mich als Herausgeberx durch seitenweise für mich unpassende oder mir nicht gefallende Texte zu wühlen, was echt frustrierend sein kann. Aber: Mein Geschmack und meine Idee von einer Publikation ist mein Geschmack und meine Idee. Ich habe Respekt vor den Personen, die mir ihre Arbeit anvertraut haben, auch wenn die Texte mich nicht in jedem Fall überzeugen. Ich hatte richtig gute Texte - aber sie passten nicht zu meiner Idee für die Antho.
Und auch das FFM veröffentlichte Texte, die ich nicht nur nicht gut, sondern richtig schlecht fand. Ich erinnere mich sogar an einen Text (eine Übersetzung), bei dem es mir an grundlegendem Handwerk zu mangeln schien. Ihr habt ihn veröffentlicht und wart ganz offensichtlich anderer Meinung. Das kann doch entwertungsfrei nebeneinander stehen bleiben.


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#275 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 26 März 2026 - 14:36

Hach, ich lese es immer wieder gerne, wenn am Nachwuchs in egal welchem Zusammenhang verzweifelt und pauschalisiert wird ;)

 

5000 Jahre Kritik an Jugendlichen – Eine sichere Konstante in Gesellschaft und Arbeitswelt

  

Offensichtlich gibt es nach wie vor neue Stimmen, die etwas zu sagen haben – auch abseits von TikTok-Reels und YT-Shorts. Wird es sicher auch noch geben, wenn ich das Durchschnittsalter dieses Forums erreicht habe ;). Wo die sich herumtreiben und warum diese nicht/vereinzelt beim FFM, Nova, c't oder auch bei mir einreichen, müsste man vielleicht mal in Erfahrung bringen. 

Wäre jedenfalls sinnvoller, als immer die Schreibkumpane zu fragen.

 

Aber mal ein Anstoß an die Runde der Herausgebenden: Wenn ihr bei einer Einsendung mit Blick in die Vita feststellt, dass die Person jung ist und/oder keine besonders gefüllte Bibliographie hat, und ihr aus qualitativen Gründen absagen müsst - die hochgetragene Nase runter und freundlich-konstruktiv bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann etwas Besseres zurückkommt, ist gegeben. 


SF/Fantasy-Literaturzeitschrift: https://weltenportalmagazin.de | SF hautnah: https://eridanusverlag.de | Meine Welt der Worte: https://christophgrimm.com

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#276 Mammut

Mammut

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Geschrieben 26 März 2026 - 14:54

Aber mal ein Anstoß an die Runde der Herausgebenden: Wenn ihr bei einer Einsendung mit Blick in die Vita feststellt, dass die Person jung ist und/oder keine besonders gefüllte Bibliographie hat, und ihr aus qualitativen Gründen absagen müsst - die hochgetragene Nase runter und freundlich-konstruktiv bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann etwas Besseres zurückkommt, ist gegeben. 

 

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Bei Zwielicht haben es einige mehrfach versucht und man sieht oft eine positive Entwicklung bei den Geschichten. Wir haben regelmäßig Neuzugänge bei Zwielicht, manche von denen haben bisher sogar wenig veröffentlicht. Da mich aber das mal genauer interessiert hat: Ich habe jetzt auf die Schnelle in Zwielicht niemand gefunden, der nach den 90ern geboren wurde.

Ich bin auch der Meinung, der Respekt gebietet, den Einsendenden ein Feedback zu ihrer Geschichte zu geben. 

Allerdings gebe ich zu, wir haben für Zwielicht nicht so viele Einsendungen. Da hast du ja schon ganz andere Erfahrungen gemacht.


Bearbeitet von Mammut, 26 März 2026 - 15:58.


#277 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 26 März 2026 - 14:55

Ich habe auch in den sechs Monaten vor Januar 2026 beim ffm einen Text eingereicht, offenbar ist der hier auch mit gemeint.

Nun, die Redaktion muss selbst wissen, wie sie mit den Autory umgeht, die aus ihrer Sicht nicht zu den Top Autory gehören

Podcast: Literatunnat

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#278 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 26 März 2026 - 15:21

Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Bei Zwielicht haben es einige mehrfach versucht und man sieht oft eine positive Entwicklung bei den Geschichten. Wir haben regelmäßig Neuzugänge bei Zwielicht, manche von denen haben bisher sogar wenig veröffentlicht. Da mich aber das mal genauer interessiert hat: Ich habe jetzt auf die Schnelle in Zwielicht niemand gefunden, der vor den 90ern geboren wurde.

Ich bin auch der Meinung, der Respekt gebietet, den Einsendenden ein Feedback zu ihrer Geschichte zu geben. 

Allerdings gebe ich zu, wir haben für Zwielicht nicht so viele Einsendungen. Da hast du ja schon ganz andere Erfahrungen gemacht.

 

Du hast also nur Einsendungen von jungen Leuten?

 

Bei mir war es ziemlich gemischt, wobei ich ja nur von den Autorys, deren Texte ich genommen habe, die Bios gelesen habe. Bei einigen war ein intensives Lektorat nötig, das fand ich aber gerade bei Erstveröffentlichungen völlig okay.
Aber ich finde, dass die Queer*Welten zuverlässig zeigen, dass es eine ganze Menge frischen Wind in der Szene gibt. Die Frage ist vielleicht, welcher Wind gesucht wird und wo und wie die Leute angesprochen werden können, die das Gesuchte schreiben.


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#279 Mammut

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    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 26 März 2026 - 16:02

Ich habe es korrigiert. Sollte nach und nicht vor heißen.

 

Die meisten Einsendungen sind von älteren Personen und die jüngsten, die wir veröffentlicht haben sind aus den 90ern. Wir hatten auch schon Einsendungen von Personen, geboren in den 00ern, da hat es aber bisher niemand ins Buch geschafft.



#280 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 26 März 2026 - 19:43

Man kann nicht oft genug erwähnen, wie wichtig es ist, das die letzten verbliebenen Sci Fi Magazine die Fahne hochhalten und dabei auch konsequent auf Qualität achten. Als neuer Autor (Januar 2025 das erste Mal überhaupt etwas geschrieben) ist man natürlich neugierig, was "angesagt" ist. Ich habe von Nova über FFM, Weltenportal und Exodus letztes Jahr alles gekauft und gelesen. Meine Erfahrung war, das mich ein gutes Drittel der veröffentlichten Geschichten eher verstört als unterhalten haben. Das soll nichts über die Qualität der Magazine oder der Storys aussagen. Ich fand auch "Quality Land 1" oder "Ich bin viele"  von Taylor unlesbar. Ich zweifelte an meinem Geschmack. Dann erwischte ich  Bücher wie Athos, Ecce machina oder Maschinen wie ich und ich merkte, das es einzig der persönliche Anspruch ist, der Qualität definiert.  Gerade beim Weltenportal Magazin hatte ich den Eindruck, dass bei der Auswahl der Geschichten der Unterhaltungswert dem "intellektuellem" Anspruch untergeordnet wurde. Ich betrachte das in etwa so, wie ich spanische Fachliteratur zum Thema Quantenphysik einordne: Es hat seine Berechtigung, brauche ich aber nicht bezahlen.  


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#281 Gerd

Gerd

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Geschrieben 26 März 2026 - 21:04

Ich habe auch in den sechs Monaten vor Januar 2026 beim ffm einen Text eingereicht, offenbar ist der hier auch mit gemeint.

Nun, die Redaktion muss selbst wissen, wie sie mit den Autory umgeht, die aus ihrer Sicht nicht zu den Top Autory gehören

Bevor es hier wieder einen der Stürme im Schnapsgläschen gibt, für die die "Szene" ja immer mal wieder gut ist:

 

Der von Jol zitierte Uwe-Post-Post ist von Januar 2025!

 

Ich denke, man kann von Schnappatmung jetzt auch wieder zum normalen Atmen übergehen. :wink2:


Sudden moroseness. One hop too far.

#282 Mammut

Mammut

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Geschrieben 26 März 2026 - 21:22

Man kann nicht oft genug erwähnen, wie wichtig es ist, das die letzten verbliebenen Sci Fi Magazine die Fahne hochhalten und dabei auch konsequent auf Qualität achten. Als neuer Autor (Januar 2025 das erste Mal überhaupt etwas geschrieben) ist man natürlich neugierig, was "angesagt" ist. Ich habe von Nova über FFM, Weltenportal und Exodus letztes Jahr alles gekauft und gelesen. Meine Erfahrung war, das mich ein gutes Drittel der veröffentlichten Geschichten eher verstört als unterhalten haben. Das soll nichts über die Qualität der Magazine oder der Storys aussagen. 

 

Wäre ja mal interessant zu erfahren, was deine Highlights aus dem Jahrgang 2025 waren. Zum Weltenportal finde ich deine Meinung interessant. Mir schien gerade Ausgabe 6 war eher ein Schritt weg von purer Unterhaltung zu intellektuellen Anspruch (im Vergleich zu den vorherigen Ausgaben zumindest).



#283 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 26 März 2026 - 21:47

Wäre ja mal interessant zu erfahren, was deine Highlights aus dem Jahrgang 2025 waren. Zum Weltenportal finde ich deine Meinung interessant. Mir schien gerade Ausgabe 6 war eher ein Schritt weg von purer Unterhaltung zu intellektuellen Anspruch (im Vergleich zu den vorherigen Ausgaben zumindest).

Highlights aus dem Jahrgang 2025? Bücher wie Athos, Ecce machina oder Maschinen wie ich. 

Zum Weltenportal lese ich es so, dass wir einer Meinung sind. 


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#284 ChristophGrimm

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    Illuminaut

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Geschrieben 26 März 2026 - 21:49

Man kann nicht oft genug erwähnen, wie wichtig es ist, das die letzten verbliebenen Sci Fi Magazine die Fahne hochhalten und dabei auch konsequent auf Qualität achten. Als neuer Autor (Januar 2025 das erste Mal überhaupt etwas geschrieben) ist man natürlich neugierig, was "angesagt" ist. Ich habe von Nova über FFM, Weltenportal und Exodus letztes Jahr alles gekauft und gelesen. Meine Erfahrung war, das mich ein gutes Drittel der veröffentlichten Geschichten eher verstört als unterhalten haben. Das soll nichts über die Qualität der Magazine oder der Storys aussagen. Ich fand auch "Quality Land 1" oder "Ich bin viele"  von Taylor unlesbar. Ich zweifelte an meinem Geschmack. Dann erwischte ich  Bücher wie Athos, Ecce machina oder Maschinen wie ich und ich merkte, das es einzig der persönliche Anspruch ist, der Qualität definiert.  Gerade beim Weltenportal Magazin hatte ich den Eindruck, dass bei der Auswahl der Geschichten der Unterhaltungswert dem "intellektuellem" Anspruch untergeordnet wurde. Ich betrachte das in etwa so, wie ich spanische Fachliteratur zum Thema Quantenphysik einordne: Es hat seine Berechtigung, brauche ich aber nicht bezahlen.  

 

Ich habe "Weltenportal" bewusst breit aufgestellt. Das betrifft zum einen die verschiedenen Genre, zum anderen auch den Ton der Geschichten.

 

Auch wenn es im ersten Moment seltsam klingen mag, aber ich habe durch den halbjährlichen Takt der Magazinerstellung nur bedingt Einfluss auf die einzelne Ausgabe. Meistens balancieren Sarah und ich mit eigenen Beiträgen nur ein bisschen aus.

Es hängt viel davon ab, wer uns welche Story in einem bestimmten Zeitraum zur Verfügung stellt und wen ich in eben diesem Zeitraum für Interviews, Artikel, Essays und Besprechungen gewinnen kann – dadurch wird es manchmal verkopfter und manchmal leichtfüßiger. Gleichfalls wird eine Ausgabe etwas Phantastik-lastiger (aktuelle Ausgabe 7) oder hat einen SF-Fokus (kommende Ausgabe 8). 


Bearbeitet von ChristophGrimm, 26 März 2026 - 22:01.

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#285 Mammut

Mammut

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Geschrieben 26 März 2026 - 22:48

[quote name="Michael Fallik" post="471705" timestamp="1774558066"]Highlights aus dem Jahrgang 2025? Bücher wie Athos, Ecce machina oder Maschinen wie ich. 

Ich meinte von den Kurzgeschichtenbänden: Welche Kurzgeschichten fandest du stark?

Athos ist nicht von 2025, oder?

#286 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 27 März 2026 - 05:28

Es ist doch alles eine Frage des Geschmacks. Manche mögen humorvolle Geschichten, andere stehen wiederum auf mehr intellektuellen Anspruch. Und ob nur alte Hasen gute Geschichten erzählen können, glaube ich nicht; die haben nur mehr Erfahrung darin, wie man sie umsetzt. Ist es nicht eher so, dass immer weniger Menschen lesen? Und wer nicht liest, kommt auch nicht auf die Idee, selbst zu schreiben. Da stimme ich Uwe Post zu einhundert Prozent zu:

 

 

Deutsche SF-Kurzgeschichten haben schon seit langer Zeit ein Henne-Ei-Problem. Wenig Leser, wenig Autoren, wenig Aufmerksamkeit, wenig Interesse, wenig Verkäufe, wenig Rezensionen, und in der Folge wenig Quantität und Qualität. Das ist auch wirklich keine Neuigkeit.

Ich muss übrigens zu meiner Schande eingestehen, dass ich noch keine Ausgabe vom Weltenportal und Queer*welten gelesen habe.

 

 

Ich lese recht viele Kurzgeschichten, allerdings habe ich dein Buch auch nicht gekauft, Uwe, weil ich fast alle Texte darin schon kenne. Bei Kurzgeschichten fällt mir auch immer wieder auf, dass ich Mischungen mit KGs verschiedener Autor*innen lieber mag als Bände einer Person.

Gab es denn Rezensionen zu meinen Geschichten? Ich habe nichts gelesen.

 

 

 

Ich habe von Nova über FFM, Weltenportal und Exodus letztes Jahr alles gekauft und gelesen. Meine Erfahrung war, das mich ein gutes Drittel der veröffentlichten Geschichten eher verstört als unterhalten haben.

Woran lag das? Am Schreibstil oder dem Thema?


 



#287 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 27 März 2026 - 07:31

[quote name="Michael Fallik" post="471705" timestamp="1774558066"]Highlights aus dem Jahrgang 2025? Bücher wie Athos, Ecce machina oder Maschinen wie ich. 

Ich meinte von den Kurzgeschichtenbänden: Welche Kurzgeschichten fandest du stark?

Athos ist nicht von 2025, oder?

Welche Kurzgeschichten fandest du stark? Du meinst, welche ich nicht dazu zähle? Den Ball fange in an dieser Stelle nicht auf. Ich, denke, davon sollte sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Weil, wie geschrieben, Qualität ist subjektiv. ChristophGrimm hat es klar gemacht, es gibt thematische Schwankungen, die nicht immer beeinflussbar sind. Wer Kurzgeschichten-Sammlungen erwirbt, die ein breites Spektrum abbilden, wird dort je nach Vorlieben auch Geschichten finden, die er nicht mag. Das habe ich für mich festgestellt, aber ich sehe darin keinen Anlass, das im einzelnen zu bewerten und damit  anderen Autoren einen Stempel aufzudrücken. 


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#288 Mammut

Mammut

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Geschrieben 27 März 2026 - 09:23

Welche Kurzgeschichten fandest du stark? Du meinst, welche ich nicht dazu zähle? Den Ball fange in an dieser Stelle nicht auf. Ich, denke, davon sollte sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Weil, wie geschrieben, Qualität ist subjektiv. ChristophGrimm hat es klar gemacht, es gibt thematische Schwankungen, die nicht immer beeinflussbar sind. Wer Kurzgeschichten-Sammlungen erwirbt, die ein breites Spektrum abbilden, wird dort je nach Vorlieben auch Geschichten finden, die er nicht mag. Das habe ich für mich festgestellt, aber ich sehe darin keinen Anlass, das im einzelnen zu bewerten und damit  anderen Autoren einen Stempel aufzudrücken. 

 

Okay, wenn du dich nicht traust, kein Problem. Mich hätte das nur interessiert, es ist immer spannend, was andere gut finden. 



#289 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 27 März 2026 - 12:02

Danke für den Hinweis darauf, dass der Beitrag alt war. Das passiert immer wieder, wenn die Forensoftware bei "neue Beiträge" zu alten Posts springt und ich das nicht prüfe.

 

@Uwe, mein Blog ist doch alles andere als neu. Ich habe Geschichten von dir rezensiert, manches liegt hier auch noch auf dem Stapel. Dass wer nicht liest, nicht schreibt, halte ich für eine verkürzte Aussage. Meine Erfahrung mit Jugendlichen und Kindern ist, dass sehr viel mehr von ihnen selbst schreiben als wirklich viel lesen. Und auch unter erwachsenen Autor*innen lesen nur manche.

 

@Michael: Findest du, dass Aussagen, was mir warum gefällt oder nicht gefällt stets Stempel aufdrücken? Ich hoffe doch nicht. Schon gar nicht hoffe ich, dass ich mit Rezensionen Autor*innen abstempele. Es gibt so einige, wo ich manche Geschichten richtig mag und andere nicht.


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#290 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 27 März 2026 - 13:53

Danke für den Hinweis darauf, dass der Beitrag alt war. Das passiert immer wieder, wenn die Forensoftware bei "neue Beiträge" zu alten Posts springt und ich das nicht prüfe.

 

@Uwe, mein Blog ist doch alles andere als neu. Ich habe Geschichten von dir rezensiert, manches liegt hier auch noch auf dem Stapel. Dass wer nicht liest, nicht schreibt, halte ich für eine verkürzte Aussage. Meine Erfahrung mit Jugendlichen und Kindern ist, dass sehr viel mehr von ihnen selbst schreiben als wirklich viel lesen. Und auch unter erwachsenen Autor*innen lesen nur manche.

 

@Michael: Findest du, dass Aussagen, was mir warum gefällt oder nicht gefällt stets Stempel aufdrücken? Ich hoffe doch nicht. Schon gar nicht hoffe ich, dass ich mit Rezensionen Autor*innen abstempele. Es gibt so einige, wo ich manche Geschichten richtig mag und andere nicht.

Nononono, dass hat nix mit dir zu tun oder überhaupt mit Rezensionen. Ich versuche nur mein loses Mundwerk zu bändigen und den Ball flach zu halten. Das Mammut als Verleger einen Neuling dazu animiert, deutlich zu werden im Sci Fi Forum, irritiert mich. Das ist meine heimliche Utopie, das meine gut begründete Weigerung nicht als feige angesehen wird sondern als Besonnenheit.  


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#291 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 27 März 2026 - 19:54

Ich muss übrigens zu meiner Schande eingestehen, dass ich noch keine Ausgabe vom Weltenportal und Queer*welten gelesen habe.

 

Also, eine Geschichte aus dem Weltenportal hast du gelesen. Das weiß ich mit absoluter Sicherheit ;-)

 

Ich kann beide Zeitschriften durchaus bis sehr empfehlen, wobei sie durchaus spürbare Fluktuationen haben, was die Qualität betrifft. Die Weltenportal Nr. 6 war für mich bisher der Höhepunkt. Sie kam sogar bei meinen Arbeitskollegen (größtenteils Nichtlesern) gut an. Die 7er habe ich leider noch nicht fertig gelesen (da grätschte Moritz Boltz mit seinem ausgesprochen guten Roman dazwischen und ich bin gerade in Romanstimmung gewesen), aber generell werden wir wohl die meisten zustimmen, dass das Niveau der Weltenportal stark zugenommen hat.

 

Einen Blick solltest du vielleicht auch in die Zwielicht werfen, denn gerade wenn man es ein bisschen rauer mag, ist das eine wirklich gute Zeitschrift. Und nein, das sage ich nicht, weil da auch Stories von mir mit drin sind. Julia A. Jorges, Charline Winter, Yvonne Tunnat und einige andere haben da wirklich gutes Material geliefert.


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"


#292 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 27 März 2026 - 20:26

Einen Blick solltest du vielleicht auch in die Zwielicht werfen, 

Stimmt, das Zwielicht sollte auch erwähnt werden. Gibt es eigentlich noch andere Horror Magazine in Deutschland? Werden übersetzte Storys in Amerika angenommen oder gibt es da auch Strafzölle? 


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#293 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 27 März 2026 - 21:19

Gibt es auch in der Zwielicht. Ehrlich gesagt bin ich nur durch sie auf die Arbeiten von Algernon Blackwood aufmerksam geworden.


"Part Five: Boobytrap the stalemate button!"


#294 Mammut

Mammut

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Geschrieben 27 März 2026 - 22:18

Stimmt, das Zwielicht sollte auch erwähnt werden. Gibt es eigentlich noch andere Horror Magazine in Deutschland? Werden übersetzte Storys in Amerika angenommen oder gibt es da auch Strafzölle?


Zwielicht bringt auch Übersetzungen von britischen, amerikanischen, kanadischen und französischen Autoren, je nach Ausgabe.

Die jährlich erscheinenden Anthologien und Magazine erfassen wir für den Vincent Preis. Hier das Jahr 2025:
https://vincent-prei...ngenmagazi.html

Storyssammlungen wurden extra erfasst.
Die Listen gibt es für alle Jahre ab 2008 falls es jemand interessiert. Auch für Romane und Kurzgeschichten jeweils des Genres Horror und unheimliche Phantastik. 2025 erschienen mindestens 318 Kurzgeschichten und 68 Romane, aber eher mehr. Ist mühsam allea zu finden, das ist bei SF aber nicht anders.

#295 lapismont

lapismont

    Linksgrünversifft

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Geschrieben 27 März 2026 - 23:01

Danke für den Hinweis darauf, dass der Beitrag alt war. Das passiert immer wieder, wenn die Forensoftware bei "neue Beiträge" zu alten Posts springt und ich das nicht prüfe.

 

Das verwirrt mich auch oft, besonders wenn ich denke: Okay, jetzt schreibst du das dazu! Und beim Runterscrollen seh ich mich dann das oder das Gegenteil schon geantwortet zu haben.

 

Momentan les ich ich KGs nicht so gern, leider jedoch mehr als Romane. Das letzte Weltenportal war toll, gerade aus SF-Sicht, bei den Queer*Welten finden sich immer spannende Experimente, wofür Nova mal bzw. kurzzeitig stand.

Als reiner Konsument wünsche ich mir natürlich das eine EierlegendeWollmilchMagazin in dem die heißesten SF-Texte präsentiert werden. 


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#296 Maxmilian Wust

Maxmilian Wust

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Geschrieben 28 März 2026 - 01:06

Was ich vielleicht noch als Faktor mit hinzufügen würde, ist schlicht der Faktor Liebe, Seele oder Spirit – nennt es wie ihr wollt.

 

Ich finde, eine Kurzgeschichte kann immens davon zehren, wenn man merkt, dass in sie wirklich hineingeblutet wurde. Das hat für mich schon mittelmäßige Stories gut gemacht, und so manche "nur" gute exzellent. Und klar, jetzt wird man wahrscheinlich sagen, dass das jeder Autor und Autorin tut – insbesondere die schlechten. Aber ich denke wir alle hier können literarischer zwischen "Hat Feuer gefangen" und ehrlicher, organischer Ambition unterscheiden.

 

Im Bereich der Zeichnerei erkennt man das meist an den Augen und Blick. Zeichner mit Herz können immens viel mit lediglich damit transportieren, selbst wenn die Proportionen nicht stimmen, der Rest wackelig ist und die Schatten keine Plastizität annehmen. Aber ja, auch einfach schön gesetzte Lichtlinien (mit dunkler Zone nach dem Absetzen) sind meist ein guter Indikator für Seelenarbeit.

 

In der Literatur ... da ist es ein bisschen komplizierter. Aber aus meiner Sicht genauso angenehm.


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#297 Uwe Hermann

Uwe Hermann

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Geschrieben 28 März 2026 - 07:28

Dass wer nicht liest, nicht schreibt, halte ich für eine verkürzte Aussage. Meine Erfahrung mit Jugendlichen und Kindern ist, dass sehr viel mehr von ihnen selbst schreiben als wirklich viel lesen. Und auch unter erwachsenen Autor*innen lesen nur manche.

 

Aber meinst du nicht, dass man nur zum Schreiben kommt, wenn man auch gerne selbst liest? Wer zuvor kein Buch angefasst hat, bleibt doch wahrscheinlich eher bei anderen Medien. Das ist zumindest meine Erfahrung.

@Max: Ich meinte das komplette Magazin. ;-) 
 



#298 ChristophGrimm

ChristophGrimm

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Geschrieben 28 März 2026 - 07:39

Das verwirrt mich auch oft, besonders wenn ich denke: Okay, jetzt schreibst du das dazu! Und beim Runterscrollen seh ich mich dann das oder das Gegenteil schon geantwortet zu haben.

 

Momentan les ich ich KGs nicht so gern, leider jedoch mehr als Romane. Das letzte Weltenportal war toll, gerade aus SF-Sicht, bei den Queer*Welten finden sich immer spannende Experimente, wofür Nova mal bzw. kurzzeitig stand.

Als reiner Konsument wünsche ich mir natürlich das eine EierlegendeWollmilchMagazin in dem die heißesten SF-Texte präsentiert werden. 

 

Als reiner Konsument habe ich mir bei den alljährlichen Bekanntgaben des DSFP und des KLP nicht zum ersten Mal gewünscht, es gäbe ein deutsches Äquivalent zu den amerikanischen "Year's Best SF" und "The Year's Best Science Fiction" Anthologien - aber ich schätze, *der Markt* ist einfach nicht ergiebig genug, damit eine derartige Sammlung angegangen wird. 


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#299 Michael Fallik

Michael Fallik

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Geschrieben 28 März 2026 - 08:26

Was ich vielleicht noch als Faktor mit hinzufügen würde, ist schlicht der Faktor Liebe, Seele oder Spirit – nennt es wie ihr wollt.

 

Ich finde, eine Kurzgeschichte kann immens davon zehren, wenn man merkt, dass in sie wirklich hineingeblutet wurde. Das hat für mich schon mittelmäßige Stories gut gemacht, und so manche "nur" gute exzellent. Und klar, jetzt wird man wahrscheinlich sagen, dass das jeder Autor und Autorin tut – insbesondere die schlechten. Aber ich denke wir alle hier können literarischer zwischen "Hat Feuer gefangen" und ehrlicher, organischer Ambition unterscheiden.

 

Im Bereich der Zeichnerei erkennt man das meist an den Augen und Blick. Zeichner mit Herz können immens viel mit lediglich damit transportieren, selbst wenn die Proportionen nicht stimmen, der Rest wackelig ist und die Schatten keine Plastizität annehmen. Aber ja, auch einfach schön gesetzte Lichtlinien (mit dunkler Zone nach dem Absetzen) sind meist ein guter Indikator für Seelenarbeit.

 

In der Literatur ... da ist es ein bisschen komplizierter. Aber aus meiner Sicht genauso angenehm.

 

Ein sehr interessanter Post. Vor allem den zweiten Absatz möchte ich herausheben. Es ist bei kurzen Storys sehr schwierig, ihnen eine Seele zu geben. Die Gratwanderung zwischen dem gewolltem, bei dem der Leser spürt, dass er an die Hand genommen wird, das er mit seinen Erwartungen bedient wird, und den Geschichten, die den aufmerksamen  Leser sofort vergessen lassen, das es der Autor xy ist, dass es gleich gruselig, rührselig oder romantisch wird, diese unsichtbare Grenze ist zu überschreiten. Sie ist gut gesichert, es bedarf keiner Legitimation, keiner Kontrolle durch grimmig dreinschauende Wächter.

Es braucht viel Erfahrung, Mut und vielleicht auch ein Defizit, ein Mangel an Respekt oder eine zehrende Einsamkeit. Die Lebensgeschichten guter Autoren, nicht unbedingt der zeitgenössischen, sind oft von einschneidenden Erlebnissen oder Tragik geprägt. Mir fällt Philip K. Dick ein, der seine Wohnung nie verließ, der in jungen Jahren seine geliebte Schwester verlor und sich dafür verantwortlich fühlte.  

Um wieder in die Realität und damit zu deinem Beitrag zurückzukehren: Ein erster Schritt ist die Erkenntnis. Deswegen finde ich deine Gedanken dazu so treffend.  


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#300 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 28 März 2026 - 09:15

Aber meinst du nicht, dass man nur zum Schreiben kommt, wenn man auch gerne selbst liest? Wer zuvor kein Buch angefasst hat, bleibt doch wahrscheinlich eher bei anderen Medien. Das ist zumindest meine Erfahrung.

@Max: Ich meinte das komplette Magazin. ;-) 
 

Ich kann mich nur wiederholen: Meiner Erfahrung nach ist die Antwort klar nein. Ich kenne so viele Autor*innen, die gar nicht gern oder viel lesen, sich selbst aber für schreibende Genies halten. Sie haben in der und für die Schule gelesen und lesen heute vielleicht ein Buch pro Jahr. Aber das wars.

 

Was ich vielleicht noch als Faktor mit hinzufügen würde, ist schlicht der Faktor Liebe, Seele oder Spirit – nennt es wie ihr wollt.

 

Ich finde, eine Kurzgeschichte kann immens davon zehren, wenn man merkt, dass in sie wirklich hineingeblutet wurde. Das hat für mich schon mittelmäßige Stories gut gemacht, und so manche "nur" gute exzellent. Und klar, jetzt wird man wahrscheinlich sagen, dass das jeder Autor und Autorin tut – insbesondere die schlechten. Aber ich denke wir alle hier können literarischer zwischen "Hat Feuer gefangen" und ehrlicher, organischer Ambition unterscheiden.

 

Im Bereich der Zeichnerei erkennt man das meist an den Augen und Blick. Zeichner mit Herz können immens viel mit lediglich damit transportieren, selbst wenn die Proportionen nicht stimmen, der Rest wackelig ist und die Schatten keine Plastizität annehmen. Aber ja, auch einfach schön gesetzte Lichtlinien (mit dunkler Zone nach dem Absetzen) sind meist ein guter Indikator für Seelenarbeit.

 

In der Literatur ... da ist es ein bisschen komplizierter. Aber aus meiner Sicht genauso angenehm.

 

Ich finde das enorm kompliziert. Weil es aus meinem Blick auch damit zusammenhängt, wie viel und was für eine Verbindung eine Person zu sich selbst hat. Die "Seele" in den Text zu gießen ist Handwerk, aber wer mit wem eine Wellenlänge findet - das ist Geschmack und Sympathie und Einlassen. Und wie viel von mir kann und darf gezeigt werden? Wer kann und darf was sehen oder lesen? Hinzu kommen noch die verschiedenen Lebenswelten und unhinterfragten Diskriminierungen. Mir fällt immer wieder auf, wie häufig sich gerade männlich sozialisierte Schreibende hier auf Texte verstorbener Männer als Vorbilder berufen. Texte die, wenn ich sie heute lese, sprachlich und in den Nuancen oft schön sind, die aber eine Lebenswelt zeigen, in der beispielsweise die Entwertung von Frauen und PoC (meist schlicht durch ihr Nicht-Vorkommen außer in dienenden Rollen) völlig unhinterfragt mitläuft. Daneben finde ich gerade in der SF viel unterkühlt oder mehr oder weniger unterschwellig von Wut oder Entwertung geprägt. Nachdem ich vierzig Jahre lang fast nur solche Texte gelesen habe, habe ich da heute wenig Lust darauf. Ich mag mich nicht mehr darauf einlassen. Andersherum ist aufgrund von Sozialisation die Emotionalität weiblich sozialisierter Personen eine andere und sie liegt mir oft näher. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel, aber ich glaube, wir neigen dazu zu meinen, jemand habe mehr Seele in einen Text gegossen, wenn uns die Seele näher ist oder mehr mit uns vibed. Und wollen wir uns auf den Schmerz von Personen einlassen, die wir täglich diskriminieren? Da wird meiner Erfahrung nach viel lächerlich gemacht, abgewertet und als nicht wertvoll beiseite geschoben.


Ernsthafte Textarbeit gefällig? https://www.federteufel.de/

 

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