Eine kleine Nachbemerkung meinerseits:
Wie aus Svens Artikel hervorgeht, hat er im Zuge seines Schreibseminars an der Ruhr-Universität Bochum (mit Dr. Markus Tillmann) die Ausschreibung zur
Smartokratie, für die wir letztendlich auch seine Einsendung anonym ausgewählt haben, mit Interesse verfolgt. Er bat mich darum, ihm meine Eindrücke zu schildern – und nicht einen davon hat ihn überrascht.
Einige dieser Eindrücke habe ich auch im Thread zur
Smartokratie wiedergegeben, was auf geteiltes Echo stieß. Manche fanden sie interessant und baten nach Ablehnung der Kurzgeschichte um ein Feedback (*), andere empfanden die Äußerungen als unangemessen. Mein Anliegen – ohne irgendjemanden persönlich anzugreifen oder spezielle Geschichten vorführen zu wollen – darzulegen, worin meine Probleme mit einem Teil (!) der Einsendungen bestand, ist also gründlich nach hinten losgegangen. Es erschien und erscheint mir auch jetzt noch ehrlicher, als nichtssagend zum Schluss ein AGG-konformes "Wir mussten uns schweren Herzens gegen viele Texte entscheiden" zu bringen. Nach meiner Auffassung bringt das niemandem etwas.
Dennoch ist mir natürlich bewusst, dass niemand uns Texte geschickt hat, um uns zu ärgern. Ich weiß, wie viel Mühe und Herzblut in Geschichten steckt. Und vor allem weiß ich auch, dass – allen objektiven Bewertungskriterien zum Trotz – ein Mensch schlussendlich subjektiv entscheidet. Deshalb auch meine letzten Postings im
Smartokratie Thread, um den entstandenen Eindruck etwas geradezurücken.
Und doch ... mir bleibt nichts anderes übrig, als aus Herausgebersicht Svens Artikel vollumfänglich beizupflichten.
Er kann es aber auch besser – viel besser – ausdrücken, als ich es vermag.
Der Blog, den Sven begleitend zu dem Seminar führt:
Phantastische Schreibwerkstatt
(*) das habe ich auf Rückfrage noch nie verweigert. Ich empfand das von jeher als
Rückzahlung für all das konstruktive Feedback, das mir selbst gewährt wurde.
Bearbeitet von ChristophGrimm, vor 37 Minuten.