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#toosexyforkurdlaßwitz

klp sexismus kurd laßwitz

96 Antworten in diesem Thema

#1 Olaf K.

Olaf K.

    Nochkeinnaut

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Geschrieben 29 März 2025 - 12:15

Dieses Cover ist vom Vorauswahlgremium des Kurd Laßwitz Preises als extrem sexistisch abgelehnt worden.

 

 

post-6939-0-55250200-1743247174_thumb.jp (ich hätte gerne eine größere Ansicht hochgeladen, aber die Angabe der URL hat mal wieder Probleme bereitet) Kuxtu also hier: www.fantastica-kemmler.de

 

 

Das hat mich ziemlich überrascht und zunächst einmal sehr amüsiert.

 

In meinem persönlichen sozialen Umfeld herrschte darüber auch großes Unverständnis, was mich nun dazu bewogen hat, die Sache doch einfach mal zur Diskussion freizugeben. (Um das klarzustellen: Beim KLP würde man niemanden öffentlich derart brandmarken, das tue ich jetzt selbst.)

 

Ist das wahr? Ist dieses Bild sexistisch? Mit solchen Vorwürfen ist man ja heutzutage sehr schnell bei der Hand. Weiß man noch, was Sexismus eigentlich ist?

 

Schauen wir uns das Bild gemeinsam an. Man sieht nackte Haut, das stimmt. Aber sind dort große Augen zu sehen? Ein Schmollmund oder sinnlich geöffnete Lippen? Sieht man Brüste oder die Scham? Nichts dergleichen. Noch zurückhaltender könnte man Nacktheit gar nicht darstellen, darauf habe ich auch sehr geachtet, denn ich möchte eigentlich schon Kunst machen und eben keinen Schund. Auch räkelt sich die Frau nicht lasziv. (Selbst wenn: sollte die Bildaussage das Erfordern, wäre es immer noch nicht sexistisch) Das Geschehen wird eindeutig aus der Sicht der Frau geschildert, womit sie das Subjekt ist und nicht das Objekt. In der Tradition der Abendländischen Kunst stehen die Farben Rot und Purpur für die Macht. Diese Farben sind hier der Frau zugeordnet. Nun gut, so viel Kunstkenntnis muss man nicht haben, aber ich finde, wenn man sich anmaßt, Urteile über ein Kunstwerk zu fällen, sollte man wenigstens so viel Sachverstand besitzen, dass man in einem Bild Subjekt und Objekt identifizieren kann. So schwer ist das nicht. Mir schien es immer eher so, als ließe die Frau jemanden antanzen. Interessant finde ich auch, dass sich die Frau der Welt ganz offen und verletzlich zeigt, während der vermeintlich starke Mann (falls das in dem Astronautenanzug einer ist) das Bedürfnis zu haben scheint, sich mit einer Art Rüstung von der Umwelt komplett abschotten zu müssen. Wenn also Sexismus, dann geht er eindeutig in die andere Richtung.

 

Ob der/die/das Raumfahrende ein Heimkehrer ist, ein Besucher oder gar ein Eindringling, lässt sich an dem Bild nicht ablesen. Ein gutes Bild stellt eine Frage, aber gibt nicht die Antwort. Eine Beschreibung, die behauptet, dass die Frau dem heimkehrenden Astronauten nur als Triebobjekt dient [sic!], entstammt also tatsächlich nur der Phantasie des Sittenwächters. Das Bild gibt dazu keine Auskunft. Einer der Vorwürfe lautete tatsächlich, dass die Frau in diesem Bild „entpersonifiziert“ und „degradiert“ wird. Echt jetzt?

 

Wie kommt man zu so einer Einschätzung? Wegen dem bisschen nackter Haut? Natürlich ist es das Bestreben der Verantwortlichen, Schaden von der Institution KLP abzuwenden, ich habe aber die Befürchtung, dass hier unreflektiert ein Pawlowscher Reflex ausgelöst worden ist. Auch Wokeness kann toxisch sein, die Gesellschaft vergiften und am Ende der Sache schaden. Übertreibt die Gesellschaft es gerade und verliert sich in toxischer Wokeness? Vielleicht bewegen wir uns gerade sehenden Auges auf eine neue viktorianische Prüderie zu, auf eine regelrechte Lustfeindlichkeit?

 

Bei Exodus habe ich immer sehr darauf geachtet, dass die Texte, die wir auswählen, nicht frauenfeindlich sind. René Moreau weiß ein Lied davon zu singen. Ich war manchmal ganz schön penetrant. Deshalb verletzt mich dieses Urteil eigentlich schon, denn es trifft den Falschen. Aber natürlich muss ein Werk ganz allein für sich selbst sprechen, unabhängig davon, wer es gemacht hat.

 

So, jetzt bist du gefragt! Wie siehst du das? Ist dieses Bild sexistisch? Welche Meinung du auch immer vertrittst, bitte schreibt ohne Schaum vorm Mund. ;)

 

Angehängte Grafiken

  • Irgendwo ist 150px 1.jpg

Bearbeitet von Olaf K., 29 März 2025 - 12:24.


#2 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 29 März 2025 - 12:40

Hm, zum Thema es gäbe keine sexistischen Illustrationen in der Exodus oder in den Anthologien der Exodus gab es mal eine durchaus gegenteilige Diskussion beim Metropolcon.

Ich persönlich verstehe wirklich nicht, warum die Frau auf dem Cover nackt ist

Vermutlich bin ich toxisch woke

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#3 rostig

rostig

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Geschrieben 29 März 2025 - 12:47

Mich erinnert die Dame an die nackte Maya von Goya, nur dass der sich getraut hat, sie von vorne abzubilden. Das war damals eine Provokation, heute ist es museale Kunst. Die Nackheit der Frau bezieht sich auf die verführerische Funktion der Agentin im Buch (laut Klappentext) und hat damit eine relevante Funktion (was für sehr viele andere Cover nicht zutrifft). Daher halte ich die Einschätzung als sexistisch für überzogen.



#4 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 29 März 2025 - 12:48

Danke für die Einordnung, rostig

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#5 Udo Klotz

Udo Klotz

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Geschrieben 29 März 2025 - 13:14

Das Vorauswahlgremium des KLP hat bei keinem anderen Bild oder Werk so eindeutig und massiv reagiert wie bei diesem Bild, es hat die meisten "Vetos" gesammelt, alle mit der Begründung, es sei eindeutig sexistisch. Es war also keine Einzelmeinung.

Ich habe Olaf auf seine Anfrage hin die Begründungen anonymisiert weitergegeben. Darin wurde mehrfach mokiert, dass es dazu keine passende Szene im Roman gebe, das man die Frau zum Objekt mache, vor allem hat es wohl alle an Werbebilder erinnert, an "sex sells".

Es gab auch die Rückmeldung, dass die Nominierung solcher Bilder dem KLP schaden würde, weil der Preis solche überkommenen Rollenbilder und Werbebotschaften nicht unterstützen sollte.

 

Ich denke, letzteres ist der eigentliche Punkt. Es geht nicht darum, ob man Nacktheit nicht zeigen darf, sondern wie. Daher ist es egal, ob die Frau von vorne oder hinten gezeigt wird. Es geht auch nicht um aufreizende Gesten, denn dann wäre der Vorwurf gewesen, es sei pornografisch. Sondern es geht um alte Klischees, die sexistisch sind. Dass es "natürlich" die Frau ist, die nackt ist. Nicht der Mann. Hätte das Bild so viel Widerspruch erzeugt, wenn der Mann nackt und die Frau angezogen wäre? Wohl nicht. Was, wenn die Rollen vertauscht wären, ein Mann liegt nackt auf dem Diwan, und eine Astronautin nähert sich ihm? Das wäre vielleicht sogar als Bruch von Klischees oder Kritik an sexistischer Werbung begriffen worden. Aber so folgen der Bildaufbau und die Rollenverteilung leider den alten Mustern, mit denen die Werbung viele Jahrzehnte gearbeitet hat.

 

Ja, man kann, wie Olaf, viel interpretieren: Den Raumanzug als Rüstung, die Nacktheit als mutige Offenheit. Das kann man aber auch in die andere Richtung treiben. Der Diwan erinnert an alte Sandalenfilme, wo halbnackte Dienerinnen auf römische Senatoren warteten. Oder die Symbolik, dass der Mann steht und die Frau liegt. So eine Collage erlaubt immer viele Interpretationen. Aber die naheliegende - weil wir alle mit vielen ähnlichen Werbebildern aufgewachsen sind - ist eben "sex sells". Wie gesagt, es wäre einfach gewesen, das zu durchbrechen, aber das wurde nicht getan.


Udo

#6 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben 29 März 2025 - 13:40

Ich weiß nicht, warum es Olaf überrascht, dass dieses Cover als sexistisch eingeordnet wird. Die nackte Dame erwartet den Astronauten (m/w/d) nackt auf dem Diwan. Warum wohl?

 

Es ist wahrscheinlich ein unmögliches Unterfangen, die verführerische Agentin des Klappentextes erotisch im Cover einzufangen, ohne dass es jemand sexistisch findet, aber das Cover fordert den Vorwurf schon heraus.



#7 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 29 März 2025 - 13:47

Ohne das Buch zu kennen, ist für mich jetzt nicht erkennbar, ob im Astronautenanzug Mann, Frau oder Non-Binär steckt. Auf den ersten Blick wirkt es auf mich aber, als würde da die willige (?) weibliche Belohnung auf den Helden/Abenteuerer warten. SF in der sexistischen Tradition von Covern aus den 1950ern/60ern oder den Pulp-Magazin-Covern davor. Ich habe überhaupt nichts gegen freizügige und erotische Kunst (ersteres muss nicht letzteres bedingen), aber für mich ist das hier ein klassisches Beispiel von Male Gaze. Wir sehen einen nackten, weiblichen Körper in erotischer Pose, während der vermutliche Mann sogar bis über die ohren komplett angezogen ist. Und darüber noch ein fliegender Dildo. ;)



#8 Mammut

Mammut

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Geschrieben 29 März 2025 - 13:47

Hier kann man das Bild besser erkennen:

Irgendwo ist immer gestern | Michael Steinmann | Softcover | ISBN 978-3-949995-08-8 | ISBN 9783949995088

 

Ich interpretiere das Bild so: Die nackte Frau mit dem Cocktail samt Diwan, Mosaikfußboden und Vorhang, links die Säule, verkörpern die Vergangenheit, die sich die Zukunft (das Weltall) ansehen in Form eines Astronauten und einer Rakete. Wozu das Meer samt Brandung und der nächtliche Sternenhimmel dienen, ist mir nicht klar.

Für mich wirkt das Bild gestückelt und nicht sonderlich zusammenpassend, ist alles andere als harmonisch.

 

Aus meiner Sicht genauso wenig preiswürdig (also herausragend als Science Fiction Grafik) wie der größte Teil der nominierten Bilder dieses Jahr und der letzten Jahre.

Warum man sowas aber ausschließen muss, erschließt sich mir nicht. Da scheint mir das Vorauswahlgremium einseitig falsch Prioritäten zu setzten, Vorschriften für Kunst aufzubauen. Für mich ist die Meinung diese Gremiums nicht nachvollziehbar und widerspricht dem liberalen Geist der heutigen Zeit (oder war der Zeit vor heute?).



#9 Udo Klotz

Udo Klotz

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Geschrieben 29 März 2025 - 14:05

Meines Erachtens hat ein Vorauswahlgremium schon die Aufgabe zu verhindern, dass rassistische, sexistische oder anders diskriminierende Werke mit einem Preis ausgezeichnet werden.

 

Es geht auch nicht um Vorschriften für Kunst. Niemand schreibt einem Künstler vor, was er zu malen hat oder was er nicht zeichnen darf. Es geht um das Aufzeigen von Diskriminierung. Und darum, dass man Werken, die mit ihrer "Meinung" etwas unterstützen, das Opfer erzeugt, nicht auch noch für Preise nominieren sollte.


Udo

#10 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 29 März 2025 - 14:16

Das ist doch Quatsch. Man hat Abstimmungsberechtigte, und wenn da genügend ein Werk für preiswürdig erachten, sollte es schon mehr als trifftige Gründe geben, einem Werk die Zulassung zur Nominierung zu untersagen.

Wenn das Bild hier darunter fällt, jetzt mal im ernst, dann fällt mir nichts mehr ein.



#11 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben 29 März 2025 - 14:16

Wenn du schon das Wort "Meinung" hier in Gänsefüßchen setzt, solltest du vielleicht ein "möglicher" vor das Wort Diskriminierung setzen.

 

Selbstverständlich könnt ihr für euren Preis die Kriterien so setzen, wie ihr wollt, aber das als allgemeingültig hinzustellen, finde ich etwas vermessen.

 

(bezieht sich natürlich auf Udo Klotz' Beitrag)


Bearbeitet von Michael Böhnhardt, 29 März 2025 - 14:17.


#12 Udo Klotz

Udo Klotz

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Geschrieben 29 März 2025 - 14:44

Ich denke, wir müssen hier nicht diskutieren, ob Sexismus diskriminierend ist oder nicht. Sondern nur darum, ob Olafs Bild sexistisch ist.

Ich finde aber schon, dass es das Bestreben aller Verantwortlicher sein sollte, dass sie diskriminierende Werke nicht unterstützen, ob als Verleger, Herausgeber oder eben Treuhänder oder Organisatoren. Das Vorauswahlgremium beim KLP wurde geschaffen, damit die Beurteilung von Werken nicht von einem Einzelnen (dem Treuhänder) erfolgt, sondern von einer Mehrheit im Gremium. Und dieses Gremium beurteilt auch diskriminierende Anteile. Natürlich gehen in dem Gremium auch die Meinungen auseinander, ob ein Roman, eine Erzählung oder eine Graphik diskriminierende Abteile hat, da gibt es oft gegensätzliche Stimmen. Und so ist ein Veto beim KLP recht selten.

 

Ich habe oben das Wort Meinung in Anführungszeichen gesetzt, weil Sexismus wie Rassismus und andere Ismen mehr ist als nur eine Meinungsäußerung. Ähnlich wie Hate Speech hat es einen verletzenden Anteil, und daher ist das Argument der Meinungsfreiheit in solchen Fällen nicht ausreichend, weil es nur einen Teil der Botschaft betrifft. So, wie eine Morddrohung zwar auch eine Meinungsäußerung ist, aber vor allem einen jurisitischen Aspekt hat, ist Rassismus oder Sexismus eine Meinungsäußerung mit einem gesellschaftlich relevanten Kontext, und den sollte man nicht unterschlagen. Und Literaturpreise stehen vor allem im gesellschaftlich relevanten Kontext.


Udo

#13 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben 29 März 2025 - 14:52

Selbstverständlich ist Sexismus diskriminierend. Das steckt schon in der Definition des Wortes drin.

 

Das Bild ist nicht sexistisch. Und ich kann inzwischen sehr gut verstehen, warum der Künstler über diesen Vorwurf von euch etwas sauer ist.



#14 Christian Hornstein

Christian Hornstein

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Geschrieben 29 März 2025 - 14:59

Ich finde solche Fragestellungen spannend. Natürlich ähnelt die Darstellung manchen Bildern, in denen Frauen als unterlegene Wesen dargestellt werden, aber auch solchen, in denen Frauen als anmutig, natürlich oder gar selbstbewusste Charaktere (je nach Gesichtsausdruck und Gestus) erscheinen. Daher ist es nachvollziehbar, dass Menschen bei der Betrachtung dieses Bildes solche Assoziationen haben, vor allem wenn sie in eine bestimmte Richtung sensibilisiert sind.

Ob das Szenario des Covers eine sexistische Botschaft nahelegt, kann ich nicht beurteilen, ohne den Roman gelesen zu haben, denn es handelt sich um eine Illustration, also ein Bild, das nicht für sich allein steht. Falls, wie oben erwähnt, es im Roman um eine Agentin geht, deren Aufgabe es ist (auch sexuell?) zu verführen, könnte sich das Bild darauf beziehen, vielleicht sogar auf eine fragwürdige Frauenrolle, von der die Agentin Gebrauch macht, um ihr Ziel zu erreichen.

Wenn sich die Figur allerdings in dieser Rolle erschöpft, könnte der Roman selbst sexistische Züge haben. Das Bild würde diesen Umstand lediglich spiegeln. Erschöpft die Figur sich in dieser Rolle aber nicht und bricht sogar mit diesen Zügen, wäre das Cover unbeabsichtigt einseitig und tendenziell sexistisch. In dem Fall hätte man beim Entwurf zu kurz gedacht.

In jedem Fall nutzt das Bild mit der so Daliegenden ein Klischee, jedoch auf ungeschickte Weise. Die Position sieht nicht lasziv aus, sondern unnatürlich, mitten in einer uneindeutigen Bewegung eingefangen, wie ein Schnappschuss, ohne dass die Motivation der Bewegung deutlich würde. Die linke Hand scheint sogar zur Faust geballt. Wenn es also um das Andeuten von Verführung ginge, wäre der Bezug misslungen.

Eine solche Szene würde ich nur dann zum Aufhänger für einen ganzen Roman machen, wenn sie eine zentrale Bedeutung für das Thema, die Handlung und Figuren des Romans hat. Vielleicht ist das hier so, aber so schnell fällt mir nicht ein, wie es gehen könnte. Es keimt der Verdacht in mir auf, es könnte eine zu starke Fokussierung auf einen Aspekt gegeben haben.

Die aufgeworfene Grundsatzfrage, ob diskriminierende Kunst diskriminiert werden sollte, habe ich für mich immer mit anderen Fragen versucht zu beantworten: Sollte es toleriert werden, dass ein Kunstwerk Gewalt in verherrlichender Weise darstellt? Sollte es toleriert werden, dass ein Kunstwerk Meme verbreitet, die zersetzend auf den Geist einer Gesellschaft wirken? Natürlich nicht. Wenn ein Werk eindeutig der Unterdrückung von Frauen das Wort redet, so sollten wir dieses Werk nicht tolerieren.

Wie gesagt, ich kenne den Roman nicht. Ich befürchte, dass das Bild aus Ungeschicklichkeit akzidentell sexistisch wirkt, aber eben auf eine klischeehafte, alberne Weise. Soweit meine Gedanken dazu.


Bearbeitet von Christian Hornstein, 29 März 2025 - 15:01.


#15 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben 29 März 2025 - 15:07

Zu der Wirkung eines Kunstwerkes gehört der Betrachter dazu.

 

Wir haben hier im Thread sehr verschiedene Interpretationen dazu gelesen, was dieses Bild darstellt.

 

Selbstverständlich wird es Menschen geben, die dieses Bild für sich auf eine Weise interpretieren, die einem nicht gefällt.

 

Es wird unmöglich sein, ein Kunstwerk zu schaffen, das einigermaßen interessant ist, bei dem das nicht möglich sein wird. Ist es also die offizielle Zielsetzung des KLP, nur Werke zuzulassen, die absolut todsicher keimfrei sind?



#16 Michael Tillmann

Michael Tillmann

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Geschrieben 29 März 2025 - 15:10

Bester Olaf,

 

ist das da im Raumanzug nicht Klara?

 

Ich habe mich gerade extra für Dich hier angemeldet, um Dir zu sagen: Du brauchst Dir keine Sorgen machen! Das "Zeitalter" der Wokeness stirbt gerade dahin. 

 

Niemand kann das mehr ertragen. Alle, die ich kenne, verdrehen nur noch die Augen bezüglich dieser ganzen political correctness und Hypermoralität.

 

Mir müssen gegen die neue Spießigkeit kämpfen. Woodstock & Co. darf nicht umsonst gewesen sein.

 

Mein nächstes Buch wird den Untertitel tragen "Anti-Wokeness-Phantastik" tragen. Und es wird alle Trigger enthalten, die man sich nur denken kann.

 

QUOTE SAXON:

 

"Never surrender

When you're up against the wall
Never surrender
Stand up, fight them all"

 

Grüße

Michael


Bearbeitet von Michael Tillmann, 29 März 2025 - 15:11.


#17 Pogopuschel

Pogopuschel

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Geschrieben 29 März 2025 - 15:44


Ich habe mich gerade extra für Dich hier angemeldet, um Dir zu sagen: Du brauchst Dir keine Sorgen machen! Das "Zeitalter" der Wokeness stirbt gerade dahin.

Stimmt, Empathie wird ja jetzt als die große Bedrohung angesehen. Humanismus, Mitmenschlichkeit, Mitgefühl, Bewusstsein für Ungerechtigkeiten gegnüber marginalisierten Menschen*, der Schutz von benachteiligten Menschen, der Schutz vor Diskriminierung, vor Hass und Hetze, das alles zählt jetzt nichts mehr. Rechte von Frauen, von Minderheiten befinden sich wieder auf dem Rückzug. Sexismus, Diskriminierung, Rassismus liegen wieder im Trend und die Ewigestrigen, die Sexisten und Rassisten frohlocken.

 

*und nichts anderes bedeutet Wokeness



#18 Michael Böhnhardt

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Geschrieben 29 März 2025 - 15:53

*und nichts anderes bedeutet Wokeness

Nein, das bedeutet Wokeness offenkundig nicht. Es bedeutet Zensur und Ausschluss von allem, was eventuell einen falschen Eindruck hervorrufen könnte.

 

Die Behauptung, das jeder, der woke Übertreibungen ablehnt, automatisch ein Rassist und Sexist ist, ist eine perfide Unterstellung.



#19 Michael Tillmann

Michael Tillmann

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Geschrieben 29 März 2025 - 15:57

Stimmt, Empathie wird ja jetzt als die große Bedrohung angesehen. Humanismus, Mitmenschlichkeit, Mitgefühl, Bewusstsein für Ungerechtigkeiten gegnüber marginalisierten Menschen*, der Schutz von benachteiligten Menschen, der Schutz vor Diskriminierung, vor Hass und Hetze, das alles zählt jetzt nichts mehr. Rechte von Frauen, von Minderheiten befinden sich wieder auf dem Rückzug. Sexismus, Diskriminierung, Rassismus liegen wieder im Trend und die Ewigestrigen, die Sexisten und Rassisten frohlocken.

 

*und nichts anderes bedeutet Wokeness

 

Die menschliche Gesellschaft ist ein Pendel. Wenn das Pendel zu sehr in die eine Richtung geht, dann geht es hinterher zu sehr in die andere Richtung. 

 

Etwas mehr Gleichmut würde helfen, um einen für alle tragbaren Mittelweg zu finden. Das wäre das Ziel.

 

Ist es aber ein Mittelweg, wenn man sofort die große Keulen Sexismus, Diskriminierung, Rassismus herausholt? Vielleicht mal nee Nummer kleiner mit der Diskussion anfangen?

 

PS: Du glaubst also nicht, daß Klara im Raumanzug steckt?


Bearbeitet von Michael Tillmann, 29 März 2025 - 16:07.


#20 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

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Geschrieben 29 März 2025 - 16:01

Stimmt, Empathie wird ja jetzt als die große Bedrohung angesehen. Humanismus, Mitmenschlichkeit, Mitgefühl, Bewusstsein für Ungerechtigkeiten gegnüber marginalisierten Menschen*, der Schutz von benachteiligten Menschen, der Schutz vor Diskriminierung, vor Hass und Hetze, das alles zählt jetzt nichts mehr. Rechte von Frauen, von Minderheiten befinden sich wieder auf dem Rückzug. Sexismus, Diskriminierung, Rassismus liegen wieder im Trend und die Ewigestrigen, die Sexisten und Rassisten frohlocken.

*und nichts anderes bedeutet Wokeness


Ja

Das was er gesagt hat

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#21 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben 29 März 2025 - 16:02

Ich stelle ja immer gerne die Wieso-Weshalb-Warum-Frage, weil man so dem Kern der Sache näher kommt als durch allgemeines Geschimpfe.

 

Diese Frage wäre, ob man absichtlich Leute vor den Kopf stoßen will, die Abbildungen wie die auf dem Cover anstößig finden, ob es einem einfach egal ist, oder ob es einen sehr guten Grund gibt, genau diese Szene zu zeigen. Dass es Personen gibt, die so ein Cover als sexistisch empfinden, sollte nun wirklich niemanden wundern. Ob es einem gefällt oder nicht. Als Verlag möchte man ja letztlich ein Buch verkaufen und das Cover ist eines der Kaufargumente, folglich wird man sich ja Gedanken darüber gemacht haben.

 

Wie ihr seht, komme ich komplett ohne den Begriff "Wokeness" oder eine Ausweitung des Themas auf zig Problemfelder der Gesellschaft aus - könntet ihr vielleicht auch mal probieren, entspannt ungemein!  :happy:


Bearbeitet von Uwe Post, 29 März 2025 - 16:03.

Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktueller Roman: ERRUNGENSCHAFT FREIGESCHALTET ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de

#22 Udo Klotz

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Geschrieben 29 März 2025 - 16:03

Der KLP wurde geschaffen, um deutschsprachige SF zu promoten, indem die besten Werke des Jahres heausgehoben werden.

Wenn also ein Werk, dass Diskriminierung verherrlicht, zur Wahl gestellt wird, würde damit diese Diskriminierung auch mit promotet. Das ist es, was die Vorauswahl verhindern soll.

 

Wie ich oben zu erklären versucht habe, geht es nicht darum, Werke auszuschließen, wo man vielleicht einen vagen Verdacht hat, oder sich ein Einzelner daran stört. Sondern nur solche Werke, bei denen ein Konsens besteht, dass sie diskriminierend wirken.

Wir sind meilenweit davon entfernt, nach "todsicher keimfreien" Werken zu suchen. Die gibt es auch praktisch fast gar nicht, dafür sind zu viele Ismen noch viel zu stark strukturell verankert. Aber wir wollen eindeutige Werke nicht unterstützen. Und in diesem Fall wurde das Werk als "eindeutig sexistisch" beurteilt, durch ein Gremium von 14 Personen.

Es geht hier auch um einen Mittelweg. Niemand will "keimfrei", aber unkritisch alles abnicken, wäre ebenfalls ein Extrem, das hier nicht sinnvoll ist.


Udo

#23 Michael Böhnhardt

Michael Böhnhardt

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Geschrieben 29 März 2025 - 16:12

Dann war es auf jeden Fall mal sehr erhellend, was für dieses Gremium eindeutig sexistisch und diskriminierend ist.



#24 Jacqueline

Jacqueline

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Geschrieben 29 März 2025 - 16:26

Witzigerweise habe ich gestern auf Facebook auf ein ähnliches Bild mit "Männer und ihre feuchten Träume" geantwortet. Hier mal ein Link:
https://www.facebook...530105853956113

Hier nochmal der Link zu besagtem Cover:

https://lesewuth.de/irgendwo/

 

Auf den ersten Blick sind die Bilder ähnlich. Doch beim genaueren Betrachten und einer Analyse eben nicht. Das PR-Bild mit der Blondine am Strand habe ich durchaus als sexistisch empfunden. Wahrscheinlich auch in dem Kontext, dass es in einer Perry-Rhodan-Gruppe gepostet wurde, nichts wirklich mit PR zu tun hat und sich da über 200 Männer dran aufgegeilt haben. Zudem hat die Frau einen typischen sexy Körper mit schmaler Taille und ausladendem Becken. Es wird auf dem Bild besonders der sandige Po und die einladende Lücke zwischen den Beinen hervorgehoben. Der Rest des Körpers liegt im Schatten.

 

Bei Olafs Bild sehe ich das anders. Die Frau hat keinen exakt perfekten Körper, die Beine sind geschlossen, der Pferdeschwanz wirkt modern, selbstbewusst und nicht übertrieben erotisch aufreizend. Zudem geht die Schrift auch quer über den Po. Die Frau macht zudem eine Bewegung hin zu dem ankommenden humanoiden Wesen und ist nicht passives Objekt. Da ich selber male, Kunst LK hatte und mich auch öfters mit Kunst beschäftige, erinnerte sie mich an alte Gemälde (auch durch den Diwan und den Vorhang), nur eben modernisiert.

Zudem sehe ich das Bild im Kontext zum Künstler. Ich kenne Olaf persönlich und nicht nur über Exodus. Ich weiß, dass er mit Pinsel und Farbe auf Leinwände malt und dass er auch Akte malt und zeichnet (von beiderlei Geschlecht). Deshalb wäre ich da nie auf Sexismus gekommen. Ob das Cover zum Inhalt des Buches passt, kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht gelesen habe.

 

Was ist überhaupt Sexismus? Die BPB sagt dazu: "Sexismus ist eine Art von Diskriminierung. Sexismus bedeutet die Benachteiligung, Abwertung, Verletzung und Unterdrückung einer Person oder einer Gruppe aufgrund des Geschlechts. Sexismus ist auch die Vorstellung, dass Geschlechter eine Ordnung oder Reihenfolge haben. Zum Beispiel die Vorstellung, dass Männer mehr wert sind als Frauen."

 

Ich sehe das jetzt in diesem Bild nicht. Wenn jedoch jede Nacktdarstellung Sexismus ist, muss man sich fragen, wo denn dann die Freiheit der Kunst bleibt. Ist Aktmalerei denn per se Sexismus? Ich denke, man muss das immer im Kontext sehen.

 

Ich kann das Vorauswahlkremium zwar verstehen, dass es keine rassistischen oder sexistischen Werke zum Preis zulassen will. Aber es ist eine sehr schwierige Sache, solche Werke herauszufiltern. Wie beurteilt man Kunst? Wie interpretiert man sie? Wer interpretiert sie? Ich kann Olaf als Künstler durchaus verstehen, wenn er sich fehlinterpretiert und verletzt fühlt. Vielleicht sollte man vorher den Kontakt zum Künstler suchen und seine Intention anhören und mit der eigenen Interpretation abgleichen. Kunst ist subjektiv und man kann sie auch fehlinterpretieren.


Bearbeitet von Jacqueline, 29 März 2025 - 16:31.

Mit Worten Welten erschaffen *** Willkommen auf meiner Homepage

#25 Olaf K.

Olaf K.

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Geschrieben 29 März 2025 - 16:41

Ja, danke Jacqueline, dass endlich mal jemand der Frage nachgeht, was Sexismus eigentlich ist. Ist das Bild geeignet, Frauen herabzuwürdigen? Meine Einleitung, was in einem Bild Objekt und Subjekt ist, scheint auch nicht ganz angekommen zu sein.

 

Wenn Kräfte wie die AfD oder Leute wie Trump gegen Wokeness vorgehen, gefällt mir das gar nicht, denn in ihrem Kern ist sie gut. Mein Punkt ist allerdings, dass aus Wokeness längst eine Art Selbstläufer geworden ist, eine Art religiöser Überzeugung, die ihrerseits mit Hass und Unterdrückung gegen Andersgläubige vorgeht. Mh ... bin ich überhaupt ein Andersgläubiger? Ich habe gelernt: offenbar ja.



#26 Udo Klotz

Udo Klotz

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Geschrieben 29 März 2025 - 17:00

Ich will nochmal betonen, dass das Vorauswahlgremium es nicht so plakativ gesehen hat, wie es hier teilweise dargestellt wird - zumindest lese ich das aus den Begründungen der Gremiumsmitglieder, die ein Veto ausgesprochen haben, heraus.

Es ging nie um Nacktheit per se, sondern immer um die Implikationen, welche die Bildkonfiguration auslöst.

Ich würde auch niemals Olaf einen bewussten Sexismus unterstellen, und vermutlich die Gremiumsmitglieder, die ihn kennen, auch nicht.

Aber die Frage bleibt, warum in diesem Bild die Mechanismen der sexistischen Werbung unreflektiert dargestellt werden. Zwar nicht so eindeutig wie in dem von Jacqueline verlinkten Bild zu PR, aber es fehlt jegliche ironische Brechung dieser Mechanismen. Wie gesagt, wir würden diese Diskussion nicht führen, hätte Olaf die Rolle des Raumfahrers und der Nackten vertauscht.


Udo

#27 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 29 März 2025 - 18:24

Was ich mich ja frage, Olaf, wie stehst du denn dazu? Zu deinen eigenen Fragen:

 

 

 

Ist das wahr? Ist dieses Bild sexistisch? Mit solchen Vorwürfen ist man ja heutzutage sehr schnell bei der Hand. Weiß man noch, was Sexismus eigentlich ist?

 

Ansonsten frage ich mich, was das für ein Pendel ist, das zu weit in Richtung Gleichberechtigung und Menschenwürde ausschlagen kann. Kann es zu viel Gleichwürdigkeit geben? Zu viel Menschlichkeit?

 

Ja, vielleicht ist es unbequem, wenn ich Kunst hergestellt habe und mich Personen darauf hinweisen, dass sie diskriminierend war. Ist mir letztes Jahr passiert. Es tut weh, besonders, wenn ich das nicht beabsichtigt habe. Aber dann zu schreiben, dass das Gegenüber nicht wüsste, was Diskriminierung ist ... das hat dann schon sehr vom Tisch-Wischendes, nicht Lernwilliges.

 

Aber angesichts des Thread-Titels geht es hier wohl auch nur um Werbung durch Provozierung eines Shitstorms.


Bearbeitet von Jol Rosenberg, 29 März 2025 - 18:25.

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#28 Michael Tillmann

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Geschrieben 29 März 2025 - 18:30

Das Pendel schlägt zu weit aus, wenn Künstler eine eigene Schere im Kopf haben.

#29 Jol Rosenberg

Jol Rosenberg

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Geschrieben 29 März 2025 - 18:58

Warum?

 

Also klar, es gibt sowas wie Kunstfreiheit (und die gibt es wirklich, das Buch mit dem Cover ist erschienen), aber muss/sollte ein Preis verletzende Werke küren?


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#30 Michael Tillmann

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Geschrieben 29 März 2025 - 19:09

Warum?
 
Also klar, es gibt sowas wie Kunstfreiheit (und die gibt es wirklich, das Buch mit dem Cover ist erschienen), aber muss/sollte ein Preis verletzende Werke küren?


Ich finde wirklich nicht, daß Olaf jemand verletzt hat.



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