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SF-Roman schreiben und dafür bezahlt werden

Ausschreibung Jobangebot Öffentlicher Dienst

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10 Antworten in diesem Thema

#1 Naut

Naut

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Geschrieben Heute, 06:22

Die Cyberagentur, eine Bundeseinrichtung zur Erforschung von Sicherheit in Informationsdiensten, möchte für mindestens ein Jahr jemanden einstellen, um einen SF-Roman zu ihren Themen zu schreiben.
Ein Jahr gibt es Zeit, um in der Einrichtung zu arbeiten und zu forschen und dabei den Roman zu schreiben. Bezahlt wird nach TVÖD.
Der wird dann bei einem größeren Verlag veröffentlicht.

https://www.golem.de...607-211386.html

Hätte ich nicht schon einen Job, ich würde das machen. :)
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#2 Frank Lauenroth

Frank Lauenroth

    ThrillerAutor

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Geschrieben Heute, 07:09

Einschränkung: "Für die Bewerbung fordert die Agentur ein abgeschlossenes Studium in einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fach."

 

Bin raus.  :blink:


In memoriam Michael Szameit / Christian Weis / Alfred Kruse / Rico Gehrke                                     


#3 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben Heute, 07:38

Einschränkung: "Für die Bewerbung fordert die Agentur ein abgeschlossenes Studium in einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Fach."

Bin raus. :blink:

Diese Info ist falsch: In der originalen Stellenausschreibung steht, dass es ein Studium in einer Geistes-, Sozial- oder Natutwissenschaft sein darf. Also bist Du noch im Rennen? :)

Hier die originale Ausschreibung (leider kein Deep-Link, die zweite ist es):
https://www.cyberage...tellenangebote/

Bearbeitet von Naut, Heute, 07:57.

Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#4 Uwe Post

Uwe Post

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Geschrieben Heute, 08:26

Die haben entweder zuviel Geld, von dem sie nicht wissen wie sie es ausgeben sollen, oder einen beklagendwerten Mangel an eigener Fantasie.

Bekanntlich sind Cybersicherheits-Romane spätestens 5 Minuten nach Manuskriptfertigstellung schon wieder überholt...


Bearbeitet von Uwe Post, Heute, 08:29.

Herausgeber Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) ||| Aktuelles Buch: KI - KOMISCHE INTELLIGENZ (mit Uwe Hermann) ||| edition-übermorgen.de ||| uwepost.de ||| deutsche-science-fiction.de


#5 ClaireLarsen

ClaireLarsen

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Geschrieben Heute, 09:09

Schreiben für den Staat. Verteidigungs- und Innenministerium hängen in dieser Cyberagentur mit drin. Aus eigener Erfahrung darf wohl bezweifelt werden, ob man da "frei" schreiben kann ...

#6 Naut

Naut

    Semantomorph

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Geschrieben Heute, 09:49

Von "frei" ist in der Anzeige auch nicht die Rede, es ist ja eine klare Auftragsarbeit bzw. sogar Anstellung.

Welche eigene Erfahrung habt Ihr denn mit dem Verteidigungsministerium oder dem Innenministerium?
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#7 ClaireLarsen

ClaireLarsen

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Geschrieben Heute, 10:01

Lars hat redaktionell für die Bundeswehr geschrieben. Man muss eben wissen, auf was man sich einlässt. Da geht es dann weniger um zu produzierende Propaganda, wie man wahrscheinlich bald aus einschlägigen Kreisen hören wird, aber das ist dennoch alles so behördlich, wie es nur geht, und Behörden kann man nun einiges nachsagen, aber gewiss keinen Mut. Von daher wird es bei Bedarf mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit subtile oder weniger subtile Eingriffe in das Manuskript geben, weil wieder irgendein Entscheidungsträger Bammel hat, dass ihm was auf die Füße fallen könnte. Eine kontroverse Auseinandersetzung mit dem Thema (die eigentlich Grundvoraussetzung für einen Roman ist, der sich selbst ernst nimmt) ist unter diesen Voraussetzungen kaum möglich. Wer damit leben kann: Go for it! Der Verdienst ist ordentlich. Vor allem für Schriftsteller.

Bearbeitet von ClaireLarsen, vor 21 Minuten.


#8 Naut

Naut

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Geschrieben Heute, 10:05

Danke für diese ehrlichen Einsichten! Ich finde das sehr wertvoll im Hinblick darauf, was jemand dort erwarten könnte.
Liest gerade: Zafón - Der dunkle Wächter

#9 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben Heute, 10:09

Hört sich ja spannend an. Aber wer die Stelle annimmt, müsste für ein Jahr nach Halle an der Saale umziehen. Und ja, letztlich ist das eine Ausschreibung für einen literarischen Werbetexter. Kann natürlich eine gute Übung sein, und ein junger Autor könnte die Stelle nutzen, um bekannt zu werden.

Wer frei schreiben will, muss schon eine Stelle als Stadtschreiber ergattern. 


  • (Buch) gerade am lesen:wechselt ständig

#10 Stephan

Stephan

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Geschrieben vor 41 Minuten

Als Werbemaßnahme scheint die Idee sich eine Art Institutisschriftsteller*in anzustellen ja gut zu funktionieren.

 

Klingt zwar auf dem ersten Blick wie aus der Zeit gefallen, einen Hofdichter zu suchen, aber die Tatsache, dass die Message in den Netzwerken rumgeht (Heise, Social Media etc. pp) spricht für das Vorhaben. Zumindest habe ich dadurch von der Existenz dieser Einrichtung überhaupt erst erfahren.


Mein Blog über Science Fiction: www.ostinspace.blog  :)

  • (Buch) gerade am lesen:"Mythen, Monster und Manien" von Ian Watson
  • (Buch) als nächstes geplant:"ZOI" von Jane Mondrup
  • • (Buch) Neuerwerbung: "Athos 2643" von Nils Westerboer

#11 ClaireLarsen

ClaireLarsen

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Geschrieben vor 4 Minuten

Sehr gern, Naut! Letztlich wurde es hier bereits passend als Werbemaßnahme beschrieben. Das bmvg leidet ebenso wie der Rest der Bundeswehr unter Personalmangel, auch und vor allem im Bereich Cyber. Irgendeine Projektgruppe wird sich gefunden haben, um dem entgegenzuwirken. Scripted-Reality-Formate bei YouTube sprechen nicht die Zielgruppe an, also versucht man es mit einem Roman. Uwe Post liegt mit seinen Gedanken also gar nicht so falsch. Ob man dadurch jedoch qualifizierten Nachwuchs ranholt, der sich nach der Lektüre für den öffentlichen Dienst und gegen freie Marktwirtschaft entscheidet? Na ja ...



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