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J.G. Ballard - The Drowned World

J.G. Ballard The Drowned World Lesezirkel Klassiker

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Umfrage: J.G. Ballard - The Drowned World (1 Mitglieder haben bereits abgestimmt)

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Stil und Sprache fand ich:

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Story und Plot fand ich:

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Figuren und Charakterisierung fand ich:

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Setting und Hintergrund fand ich:

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Grundidee und Thema fand ich:

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Das Buch ist meiner Meinung nach (Mehrfachauswahl möglich):

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#1 Trace

Trace

    Cyberpunk-o-Naut

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Geschrieben 29 Mai 2024 - 20:53

Irgendwann ab dem 3. Juni, genaues Datum wird noch ausgehandelt, wird hier

The Drowned World von J.G. Ballard

gelesen und darüber diskutiert.

Ich wünsche allen viel Spaß.

 

---

 

The Drowned World auch erschien als:

Karneval der Alligatoren

Paradies der Sonne

Die Flut

 

(Danke an @Mammut für den Hinweis)



#2 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 03 Juni 2024 - 19:05

Ich lese Karneval der Alligatoren. Das Buch hat 148 Seiten.
Es beginnt sehr stimmungsvoll. London ist abgesoffen und von Dschungel überwachsen. Es sind 50 Grad und die Hauptperson lebt im 8. Stock des Ritz, das Wasser geht bis zum siebten.
Sehr schön, die apokalyptische Stimmung ist sehr gut eingefangen.

#3 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 03 Juni 2024 - 21:24

Ich lese "Die Flut", die Neuübersetzung aus dem Diaphanes-Verlag.

 

Diese apokalyptische Stimmung ist sehr schön beschrieben - bildgewaltig.

 

Das Hotel - die Mischung aus Luxus und Verfall.

Die Lagune mit den mutierten Insekten, Tieren und Pflanzen.

Fast idyllisch, aber nur fast.



#4 Mammut

Mammut

    DerErnstFall Michael Schmidt

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Geschrieben 04 Juni 2024 - 09:11

Leguane geben der Szenerie eine leicht unheimliche Note. Dieser Zwang nach Routine, die langsam verloren geht, das Zeitgefühl,das abhanden kommt, der Wahnsinn, der einsickert. Das hat wirklich etwas Gruseliges.

#5 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 04 Juni 2024 - 09:14

Da ich beide Ausgaben des Buches habe - Karneval der Alligatoren und die Flut - habe, stellte ich beim Vergleichen große Unterschiede fest. Deswegen habe ich jetzt auch die Originalausgabe. Hier ein Vergleich:

 

THE DROWNED WORLD

Chapter Two: The Coming of the Iguana

Screeching like a dispossessed banshee, a large hammer-nosed bat soared straight out of one of the narrow inlets off the creek and swerved straight towards the cutter.
 
DIE FLUT
Zweites Kapitel: Die Wiederkehr der Leguane
Wehklagend wie eine aufgescheuchte Todesfee schoss aus einem der beiden schmalen Seitenarme des Wasserlaufs eine große Hammerkopf-Fledermaus hervor und steuerte direkt auf den Kutter zu.
 
KARNEVAL DER ALLIGATOREN
2:
Kreischend strich eine riesige, hammernasige Fledermaus aus der Bucht jenseits des Flüßchens geradewegs auf den Kutter zu.
 
 

Hat jemand "Paradiese der Sonne"?

Dann könnte man feststellen wie Joachim Körber diesen Satz übersetzt hat.


Bearbeitet von Susanne11, 04 Juni 2024 - 09:15.


#6 Rezensionsnerdista

Rezensionsnerdista

    Yvonne

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Geschrieben 04 Juni 2024 - 09:18

Da ich beide Ausgaben des Buches habe - Karneval der Alligatoren und die Flut - habe, stellte ich beim Vergleichen große Unterschiede fest. Deswegen habe ich jetzt auch die Originalausgabe. Hier ein Vergleich:

 

THE DROWNED WORLD

Chapter Two: The Coming of the Iguana

Screeching like a dispossessed banshee, a large hammer-nosed bat soared straight out of one of the narrow inlets off the creek and swerved straight towards the cutter.
 
DIE FLUT
Zweites Kapitel: Die Wiederkehr der Leguane
Wehklagend wie eine aufgescheuchte Todesfee schoss aus einem der beiden schmalen Seitenarme des Wasserlaufs eine große Hammerkopf-Fledermaus hervor und steuerte direkt auf den Kutter zu.
 
KARNEVAL DER ALLIGATOREN
2:
Kreischend strich eine riesige, hammernasige Fledermaus aus der Bucht jenseits des Flüßchens geradewegs auf den Kutter zu.
 
 

Hat jemand "Paradiese der Sonne"?

Dann könnte man feststellen wie Joachim Körber diesen Satz übersetzt hat.

 

 

Gefällt mir, die Übersetzung in Die Flut. Das Ebook kostet ja 17 Euro, daher hadere ich noch (hatte nicht mitgewählt und kann jetzt machen was ich will). Auf englisch sind es nur 7 Euro, aber dann brauche ich natürlich länger zum Lesen.


Podcast: Literatunnat

  • (Buch) gerade am lesen:meistens viele
  • • (Film) gerade gesehen: The Whale, Everything everywhere at once, Zurück in die Zukunft III

#7 Mammut

Mammut

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Geschrieben 04 Juni 2024 - 09:22

Danke Susanne. Dieses Komprimierte meiner Übersetzung gefällt mir eigentlich gut.

Yvonne, du hast ja kein Zeitdruck.

#8 Spring - Brauner

Spring - Brauner

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Geschrieben 04 Juni 2024 - 17:57

"Karneval der Alligatoren" wurde übrigens 2008 vom NDR zu einem Hörspiel vertont. 



#9 klox

klox

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Geschrieben 04 Juni 2024 - 21:02

Hat jemand "Paradiese der Sonne"?

Dann könnte man feststellen wie Joachim Körber diesen Satz übersetzt hat.

 

J.G. Ballard, Paradiese der Sonne, Übersetzung Joachim Körber:
Eine riesige, hammernasige Fledermaus, die wie eine vertriebene Banshee heulte, kaum aus einem der Nebenläufe des Flusses.

 

Das Banshee hier nicht übersetzt wurde ist schade. Anhand dieses Satzes würde ich sagen die anderen beiden Übersetzungen sind genauer (Die Flut), bzw. verständlicher (Karneval der Alligatoren)



#10 Fermentarius

Fermentarius

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Geschrieben 04 Juni 2024 - 21:53

Ich finde es immer wieder spannend, wie schwer es ist, einen so farbig geschriebenen englischen Satz zu übersetzen. Im deutschen klingen Partizipien immer etwas schräg, deshalb werden die Sätze oft umständlich, wenn man sie in Nebensätze auslagert. Wenn man die genauen Bedeutungen der Worte berücksichtigt, weichen alle drei Übersetzungen vom Original ab. Beispiele:

Screeching - kreischend

dispossessed banshee - ausgetriebene Todesfee (im Sinne einer Teufelsaustreibung)

soar - aufsteigen

swerve - kurven

Weil Banshee im Deutschen wenig bekannt ist, würde ich es als "Dämon" übersetzen. Es dient ja nur zur Veranschaulichung des Kreischens.

Eine genaue Übersetzung würde also lauten:

"Mit dem Gekreische eines ausgetriebenen Dämons (oder Teufels) stieg eine Hammernasenfledermaus geradewegs aus einem der schmalen Nebenläufe des Flusses auf und kurvte direkt auf den Kutter zu."

Wenn ich allerdings für eine Übersetzung nicht mehr als 20 Euro pro Seite bekomme, würde ich auch nicht so lange darüber nachdenken, wie sich jeder einzelne Satz optimal übersetzen lässt. Ich habe mich vor einiger Zeit mit einer Übersetzerin unterhalten und erfahren, dass 20 Euro schon ein guter Tarif ist, jedenfalls bei Übersetzungen aus dem Englischen. Grundsätzlich sind alle drei Übersetzungen durchaus brauchbar, nur eben nicht besonders genau.



#11 lapismont

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Geschrieben 05 Juni 2024 - 05:39

Wobei ich nicht weiß, wie ein ausgetriebener Dämon kreischt. Muss ja auch noch zur Fledermaus passen. Mir würde infernalisch als Zusammenfassung reichen.


Überlicht und Beamen wird von Elfen verhindert.
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  • (Buch) gerade am lesen: Cheon Seon-ran – Tausend Arten von Blau

#12 Susanne11

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Geschrieben 05 Juni 2024 - 05:44

Eine Banshee ist ein irischer Geist oder eine Fee, deren Schrei einen baldigen Tod ankündigt.


Bearbeitet von Susanne11, 05 Juni 2024 - 05:45.


#13 Susanne11

Susanne11

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Geschrieben 05 Juni 2024 - 06:01

Mir gefällt diese barocke Beschreibung.

 

Ebenso wie die Welt, die er beschreibt und wie sich alles entwickelt hat. 
 

Die Polkappen sind geschmolzen. Die Meeresfläche machen nur noch die Hälfte der Erdoberfläche aus. Eine abgesoffene Welt.

 

Die Protagonisten versuchen durch eher sinnlose Tätigkeiten ihre psychische Gesundheit zu erhalten. Gesundheit hier im Sinne von Anpassung an Normen, die nicht mehr gültig sind.

 

 



#14 Mammut

Mammut

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Geschrieben 05 Juni 2024 - 10:55

Der erste Teil, bevor Riggs und seine Truppen abreisen, könnte man als Normalität bezeichnen. Alles ist irgendwie noch geregelt und hat einen Rahmen, wenn auch gerade Kerans, auch Beatrice, Anzeichen von Verfall zeigen, der sich im Laufe des ersten Teils verstärkt und in der Flucht gen Süden des eines Mannes eskaliert.

#15 Helli-S

Helli-S

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Geschrieben 05 Juni 2024 - 13:38

Ich bin in Kapitel 4, sie suchen nach dem Hubschrauberpiloten.

 

Der Weltenbau leuchtet mir nicht ganz ein - einerseits ist es ziemlich überflutet, andererseits hat die Wasserfläche deutlich abgenommen? Auch scheinen mir die Temperaturangaben übertrieben, bei 80°C am Äquator könnten da nur noch thermophile Mikroorganismen überstehen. Komisch, das hat mich beim ersten Lesen vor vielen Jahren gar nicht gestört.

 

Die Hauptfigur bedient hier ein typisches Klischee des blonden, blauäugigen Helden. Das hätte aus heutiger Sicht nicht sein müssen. Die Lady kommt mir auch sehr damenhaft und ansonsten unselbstständig vor.

 

Das ist aber nicht der wichtige Punkt. Ähnlich wie Bradbury erzählt Ballard hier großartig.


Viele Grüße, Helli

 

 

 

Immer cool bleiben.


#16 Mammut

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Geschrieben 06 Juni 2024 - 13:00

Im Roman wird es in der Spitze bis 60 Grad heiß. Passenderweise bin ich heute auf diesen Link gestoßen:
https://www.telepoli...rt-9746965.html

#17 Susanne11

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Geschrieben 06 Juni 2024 - 16:35

Psychologie der Neuronik - sehr spannender Erklärungsansatz



#18 Susanne11

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Geschrieben 07 Juni 2024 - 12:40

Kapitel 4 und 5

Die Beschreibung der Welt ist überwältigend – bildgewaltig. Da komm ich mit meiner visuellen Vorstellungskraft kaum nach. Außerdem geht ein starker Sog von den Bildern aus. Es zieht mich förmlich hinein. Sehr suggestiv.

 

Die menschliche Reaktion auf diese Umgebung - sehr gut nachvollziehbar.



#19 Mammut

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Geschrieben 07 Juni 2024 - 20:39

Im zweiten Teil, nachdem Riggs und seine Mannen abgereist sind, kommen die Freibeuter und die Geschichte hat was von einer Theateraufführung. Es wird skurriler und wie ich finde sehr unterhaltsam.

#20 Susanne11

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Geschrieben 09 Juni 2024 - 08:00

Im zweiten Teil, nachdem Riggs und seine Mannen abgereist sind, kommen die Freibeuter und die Geschichte hat was von einer Theateraufführung. Es wird skurriler und wie ich finde sehr unterhaltsam.

 

Ich finde es auch äußerst unterhaltsam.

 

Mir fallen gewisse Ähnlichkeiten mit „Der Dürre“ auf.

Die Vertreter der sozialen Normen sind weg. Die Protagonisten zeigen ihre ganz eigenen Reaktionen auf die Situation. Strangman mit exotischer Selbst-Inszenierung. Die anderen reisen in kollektiv/unbewusste Regionen.

 

Bis jetzt gefällt mir der Roman sehr. Vor allem die sprachgewaltige Darstellung der Landschaft - irgendwie das falsche Wort, aber mir fällt gerade kein besseres ein. Jedenfalls haben die Beschreibungen eine starke suggestive Kraft.

 

Bin im 9. Kapitel.


Bearbeitet von Susanne11, 09 Juni 2024 - 08:12.


#21 Susanne11

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Geschrieben 13 Juni 2024 - 07:10

Bin in Kapitel 14 angekommen.

 

Es geht auch um das exzessive Ausleben eines mythologisch-archetypischen Musters.

 

Männliches und Weibliches Prinzip – Yin und Yang

 

Die Sonne als männliches Prinzip und Wasser als klassisch weibliches Prinzip.

 

Strangman (und seine Mannen) verkörpern das rein männliche Prinzip im Extrem – Aggression und Gewalt

 

Kerans, Beatrice und Bodkins verkörpern das rein weibliche Prinzip im Extrem – die Auflösung im unbewussten Rausch. 

 

Das ausgleichende Prinzip erscheint in Gestalt von Riggs als Rationalität und Nützlichkeitsdenken.

 

Gefällt mir.



#22 Mammut

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Geschrieben 13 Juni 2024 - 08:07

Man könnte auch sagen, es ist der Gegensatz zwischen Geist und Körperlichkeit. Die Freibeuter mit ihren weltlichen Interessen und dort die drei, die sich in der Szenerie verlieren und der Spiritualität hingeben.

#23 Susanne11

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Geschrieben 14 Juni 2024 - 08:13

Bin fertig. Mir gefällt der Roman sehr. Aber er entzieht sich einer abschließenden Beurteilung. Ich muss das erst mal etwas ruhen lassen, um die Wirkung besser verstehen zu können. Da ist etwas sehr tiefgehendes und nicht rationales in mir angesprochen. Ich meine nicht "irrational", sondern "nicht-rational".

 

Ich habe hier noch ein dünnes Heftchen aus der "Edition Dryade" mit zwei Essays von Ballard liegen - Zeit, Erinnerung und innerer Raum -. Das werde ich jetzt lesen.



#24 Mammut

Mammut

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Geschrieben 14 Juni 2024 - 08:56

Ja, der Roman, ich bin auch durch, vermittelt ein bestimmtes Gefühl, etwas nicht direkt greifbares, das Ende ist ein wenig komisch, aber eigentlich folgerichtig.

#25 Helli-S

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Geschrieben 14 Juni 2024 - 20:07

Ich bin auch durch. Mir kommt es vor, als ob bei allen Personen im Buch durch die extremen äußeren Umstände die Logik ausgesetzt hat. Aus ihrer Sicht handeln sie folgerichtig, und doch empfinde ich den Großteil der Handlungen als irrational. Die Exzesse der Matrosen, Strangmans egomane Jagd nach den Trophäen, die tussihafte Selbstverliebtheit von Beatrice, der Drang, nach Süden zu ziehen, all das ist doch nichts anderes als verrückt.

 

Diese Verrücktheiten folgerichtig erscheinen zu lassen, macht die große Stärke des Buches aus. Die vielen Lücken in der Logik sind dann auch wieder folgerichtig.


Viele Grüße, Helli

 

 

 

Immer cool bleiben.


#26 Susanne11

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Geschrieben 17 Juni 2024 - 08:30

Ja, der Roman, ich bin auch durch, vermittelt ein bestimmtes Gefühl, etwas nicht direkt greifbares, das Ende ist ein wenig komisch, aber eigentlich folgerichtig.

 

Das Ende mündet ein in die Auflösung der Individualität der Individuen. Hardmann brach zuerst nach Süden auf und an ihm kann man sehen was Kerans erwartet. Auch aufgrund seiner Verletzung hat er keine Überlebenschancen.

 

Kann man das Selbstzerstörung nennen?

 

An manchen Stellen habe ich die Assoziation mit einem langsamen Besäufnis, einem Versinken im Alkoholrausch. Wenn man sich dabei genügend Zeit lässt, dann sinkt man langsam immer tiefer in den Rausch und zum Schluss verliert man das Bewußtsein, die Individualität verschwindet - Blackout.

 

Auch in DIE DÜRRE löst sich Ransom von den anderen Menschen und bricht ins Unbekannte auf. Aber sein Aufbruch mutet optimistischer an - es hat begonnen zu regnen und die Aussichten darauf, was er erleben wird, sind nicht aussichtslos.


Bearbeitet von Susanne11, 17 Juni 2024 - 12:34.


#27 Susanne11

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Geschrieben 17 Juni 2024 - 08:50

Aus: ZEIT, ERINNERUNG UND INNERER RAUM - Essay von Ballard

 

Inwieweit bilden (gemeinsam mit den emotionalen Erlebnissen) die Landschaften unserer Kindheit den unentrinnbaren Hintergrund für all unser Schreiben? Ganz sicher sind meine frühesten Erinnerungen jene an Shanghai während des langen, jährlich wiederkehrenden Flutsommers, als die Straßen der Stadt zwei oder drei Fuß tief unter schlammig braunem Wasser lagen, und in welchem die umliegenden Landstriche – im Mittelpunkt des Überflutungsplateuas des Yangtse – beinah ununterbrochene Spiegel versunkener Reisefelder und Bewässerungskanäle waren, die sich nur träge im heißen Sonnenlicht regten. In der Rückschau scheint es mir, dass das Bild (welches das Herzstück von „The Drownes World“ bildet) einer unermesslichen, halb überschwemmten, von tropischer Vegetation überwucherten Stadt in irgendeiner Weise die Verschmelzung meiner Kindheitserinnerungen aus Shanghau und den Erinnerungen meiner letzten zehn Jahre in London darstellt.





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