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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Zine-Report 2026 – 4: Martin Ruf

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 06 April 2026 · 155 Aufrufe
Martin Ruf, P.D. Watt, Whitetrain

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„Zine“-Report ist eigentlich falsch. Der Umfang ist wie bei einem Zine, aber es handelt sich hier um sog. Chapbooks. Die beiden hier sind aus der Reihe Whitetrain Underground, herausgebracht von Tobias Reckermann.
Das erste hat 37 Seiten und enthält drei Erzählungen von ...
Martin Ruf: „Qualitas Occulta“
Martin hatte es mir zugesandt, weil er wollte, dass ich weiß, mit wem ich es zu tun habe. Nun, darüber war ich sehr froh, denn ich hatte durchaus schon ein Auge draufgeworfen und konnte mich bisher nicht dazu durchringen. Und jetzt ist es so, dass Martin in Sachen ETA. Hoffmann etwas für den NEUEN STERN geschrieben hat und wir Kontakt zueinander bekamen. – Ich habe das keineswegs bereut und es mit großem Interesse – aber auch mit vielen Rätseln im Nachhinein – gelesen.
Wir tauchen ein in eine Herbst- und Winter-Welt, mit viel Nebel und vielen Geheimnissen und rätselhaften Erscheinungen. Alle konnte ich nicht dekodieren, muss ich gestehen.
In „Die verloreneren Kinder des Doktor Dapertutto“ finden wir uns in der Psychiatrie in Asylum wieder. Ha, ein „bekannter“ Ort, will ich meinen. Dorthin lädt der Ich-Erzähler immer mal wieder ein paar „Verwirrte“ ein, die sich für richtige Literatur interessieren, weil sie dort mit ihm darüber diskutieren können. So auch der Dr. mit dem komischen Namen. Der hat aber eine Familientragödie, die ihn traumatisiert hat, mit sich herumzuschleppen – oder ist es dann doch nicht eher so, dass er überhaupt nicht selbst, als lebendige Person, kommt?
„Braunhoffers Kutschen“ sind auch nicht klarer. Hier wird die Aufmerksamkeit auf rätselhafte Manifestationen, auf Artefakte gelenkt, die auf einmal da sind und deren Gegenwart durchaus lebensverlängernd wirken (oder?).
Wer hingegen die „Austernfischer“ sieht, weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat.
Kleine Weird-Fiction-Perlen, mysteriöse, metaphorische, nebelverhangene Offenbarungen, für mich nicht wirklich erklärbar, aber desto faszinierender.
Der zweite Band wurde von Martin Ruf ins Deutsche übertragen:
D. P. Watt: „Ophelia“
Das Bändchen (Chapbook) mit 27 Seiten enthält eine Short Story von und ein Interview mit dem Autor, geführt von Martin Ruf. Das Interview wird u.a. mit den Worten eingeleitet, dass der Autor so „zwischen E.T.A. Hoffmann, Nabokov und Ligotti“ angesiedelt wäre. Ja, kann ich bestätigen, vor allem was Ligotti anbelangt. Wobei diese Geschichte aus meiner Sicht auch was von Virginia Woolf hat. Der Ich-Erzähler, der seine unsterbliche Geliebte („unsterblich“ wörtlich gemeint?) anbetet, Ophelia, scheint ein mythisches Wesen zu sein, das mit ihr durch die Zeiten und irdischen Welten streift, immer auf der Suche nach dem Phantastischen. Es beginnt im deutschen Märchen-Milieu und durchstreift die europäische Geschichte der Neuzeit. Wozu? Ja, das vermag ich dann auch wieder nicht so richtig zu sagen. Die kurze Geschichte ist auf jeden Fall ein wunderschöner Wort-Rausch, sehr stimmungsvoll, eher Fantasy, denn Horror (nein, eigentlich kein Horror, Weird schon, da ja, aber mehr auf dem Niveau von Lord Dunsany).
Den Hauptteil des Heftes füllt das Interview, das sehr interessant ist und in dem Watt viel über sich und seine Liebe zur deutschen Literatur und Philosophie verrät, die sich in seinem literarischen Schaffen niederschlägt.




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Zine-Report 2026 – 3. PARADISE 127

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 01 April 2026 · 193 Aufrufe

Offener Leserbrief zum TCE-Fanzine PARADISE 127 (Doppelheft), Dezember 2025

 

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Die Leute vom TCE haben sich und allen, die es wollen, zum Jahresende 2025 noch mal richtig was gegönnt: ein Doppelheft. Das sind 212 + die Farbcover-Seiten. Gefüllt mit sehr viel Fannischem und Informativem und Schönem. Außerdem sind sie 32 Jahre alt geworden. Dazu gratuliere ich herzlich! So, mal sehen, was ich da alles in dieser Ausgabe finden kann.
Im Zine wird den Leserbriefen immer viel Platz eingeräumt. In dem von Andy Schmid freut sich sein Autor über den Western-Artikel aus der 126 und betont die Nähe zur SF. Das macht er anhand von Beispielen fest, in denen beide Genres gemixt werden.

 

Ich hatte ja auch mal so eine Western-Phase, und ich denke, das geht vielen SF-Fans so, denn beide Genres haben – zumindest was einen Teil der SF anbelangt – einiges gemeinsam. Beide sind ja in den 40ern filmisch durch diese Serials populär geworden, und fernzukünftige Weltraum-Erzählungen heißen ja auch nicht umsonst space operas, abgeleitet von horse operas. Die Begegnung der Erkunder, Frontier, Eroberter mit „dem Fremden“ ist bei beiden Genres eine Quelle der Exotik, leider auch oftmals von Voreingenommenheit und der Grund für fiktive kriegerische, gewaltsame Auseinandersetzungen.
Aktuell sind es Serien, wie „The English“ und „American Primeval“, die mich faszinieren – die kommen aber ohne Außerirdische aus, obwohl manche Figuren so anmuten.

 

In ihrem LoC schreibt Sabine über einen Historienvielschreiber, der offen zugibt, nach „Schema F“ zu schreiben. Ich danke für die Warnung. Wobei er wohl auch meinte, dass sein Publikum gar nicht will, dass er anders schreibt. Ein entsprechender Versuch schlug wohl fehl. Ja, das führt dann langsam zu einer Frage über, die in dem ersten der beiden Hefte etwas im Mittelpunkt steht, nämlich nach dem Wert oder Unwert von KI-Kunst. Ich denke mal, Werke, die nicht wirklich „von Herzen und Verstand“ des Autors kommen, sondern nach einem vorgegebenen (fremden oder eigenen) Fahrplan abgearbeitet werden, lassen sich am leichtesten von KIs simulieren. Ketzerisch denke ich da gleich an Exposé-Autoren bei Heftromanserien: Ist das nicht mit einem Prompt für eine KI vergleichbar? Wobei ich den ausführenden Autor*innen nix unterstellen möchte und gern glaube, dass es da individuelle Unterschiede und Ausprägungen gibt; es noch nicht egal ist, wer was schreibt.
Das mit dem KI-Schreib-Experiment von Michelle Stern habe ich mit großem Interesse gelesen. Und etwas mit angehaltenem Atem: Eine Profiautorin setzt sich dieser Job-Killer-Maschine aus. Ich kann da noch immer nicht über meinen Schatten springen und bin sehr skeptisch. Wahrscheinlich wird diese Schreib-KI immer besser, und was passiert dann mit unseren geliebten Autor*innen? Noch ist es nicht so weit, dass die Dinger komplette – sinnvolle! und gute! – Romane schreiben können. Aber bald?
Die Aufsätze von Euch über KI-Kunst sind durchaus interessant gewesen, aber haben meine Fragen auch nicht beantworten können. Die meisten sind ja unentschieden, wenn ich das mal so zusammenfassen darf. – Hier wollte ich – ungefragt – auch meinen Senf dazugeben; aber ich habe ja auch keine richtigen Antworten und irgendwie lähmt mich diese Diskussion auch. Falls es eine gehörige Masse an Lesenden geben wird, die solche „Literatur“ von seelenlosen KIs goutieren kann, dann wird es sie geben. Ich hoffe nur, dass richtige Literatur nach wie vor geschrieben wird, weil ihre Autor*innen einfach nicht anders können. Da ist es ja fast tröstlich, dass die meisten Literaturschaffenden ohnehin nicht davon leben können, somit der Grund wegfällt, damit aufzuhören.
Christian Jäkels Szenarien, die er in seinem Beitrag beschreibt, fand ich sehr interessant und auch die darauffolgende, „illustrierende“ Story. Die war echt klasse! Hat mir sehr gefallen. Vor dem Hintergrund interstellaren Bergbaus müssen Entscheidungen im Konfliktfeld Mensch – KI gefällt werden, was zu einer recht spannenden Handlung führt.
Auch die Geschichte von Götz Roderer über einen Urheberrechtsstreit, den eine KI ausfechten wird, fand ich recht gut; toll geschrieben, alle Achtung!
Sabines/Narranias Kolumne war wieder toll, auch wenn ich gar nicht alles verstanden habe (?) – ich weiß nicht, wer dieser „Dämon“ ist…
Danke auch für die fakten- und umfangreiche Vorstellung der Boje-Jugend-SF-Bücher von Alexander Röder. Sind ja tolle Namen darunter.

 

In den Heften sind viele Con- u.a. Veranstaltungsberichte. Mitunter etwas ausufernd, finde ich, aber allesamt schon sehr interessant und für mich bereichernd – konnte immer was Neues erfahren.
Csaba widmet sich der Nachwuchsfrage für das SF‑Fandom. Die kenne ich, diese Frage. Die hatten wir uns auch schon in unserm Club in Halle gestellt. Damals, in den 90ern, gab es auch einen Anflug von Aktionismus diesbezüglich. Hat aber nichts gebracht, wurde eingestellt. Die Nachwuchsfrage stellt sich ja auch in unterschiedlichem Maße: Wie kann man Jugendliche für SF-Literatur gewinnen, und: Kann man generell neue Leute dafür interessieren? Die müssen ja nicht unbedingt „jung“ sein. Also, wenn man mich fragt (tut natürlich niemand), dann würde ich sagen: SF ist heute ja nicht gerade unpopulär, halt nur nicht unbedingt in Form von Literatur. Und was jüngere Generationen als meine (60+) anbelangt, so kann ich konstatieren, dass es sehr wohl neue Namen, neue Leute gibt. Die machen ihr Ding, gern auch anders als wir ollen Veteranen. Ich finde, die SF, auch das SF-Fandom, stirbt gerade nicht aus. – Keine Ahnung, warum ich das hier schreibe, vielleicht um mir zu rechtfertigen, dass ich/wir da nicht mehr aktiv sind. – Wobei, auch ohne viel zu unternehmen z. B. die Zahl der Leute, die unseren SF-Stammtisch in Halle besuchen, stetig wächst. Mittlerweile müssen wir überlegen, wie wir mit dem „Ansturm“ (na gut, Anstürmchen) umgehen…
Noch etwas, was (eine zweifelhafte) Hoffnung macht: Wir leben ja in Zeiten gesellschaftlichen Rückschritts, und da könnte es sein, dass es mehr Leute gibt, die sich nach Fortschritt, Innovationen und einer lebenswerten Zukunft sehnen; könnte das Interesse an SF-Welten erhöhen (auch jenseits von Weltraumkrieg und Horrorszenarien). Okay, das klingt dann auch etwas zynisch…

 

Heft 2 (Schwerpunkt Horror) beginnt mit einem richtig tollen E.-A.-Poe-House-of-Usher-Artikel von Toloceste, die wohl im „richtigen Leben“ Englischlehrerin ist und das Thema für Schüler aufbereitet hat. So einen Englischunterricht hätte ich mir damals auch gewünscht! – Nur der kulturkämpferische Beginn mit einem Seitenhieb auf die „Vernunftdiktatur der Aufklärung“ ließ mich aufhorchen. Na ja, vieles hat ja so viele verschiedene Seiten, sicher auch die Aufklärung. Aber jetzt, wo sie Stück um Stück zurückgedrängt wird und damit Platz macht für, aus meiner bescheidenen Sicht, nix Gutes, könnte man die doch eher hochhalten. Aber das ist ein weites Feld.

 

Die folgenden Dracula- und Frankenstein-Artikel sind erfrischend subjektiv und persönlich. Gut so, hat mir gefallen, schöne Plauderei. Ich staune ja auch etwas, dass diese angestaubten Themen immer noch so gefeiert werden. Mir hatte die Del-Toro-Verfilmung auf Netflix nicht viel gebracht, aber sie wird ja gelobt und bekommt Preise. Muss wohl was dran sein.
Die Verrisse zu „Rembetis“ und „Forbidden World“ lasen sich erfrischend. Ebenso der lange, aber dennoch informative Bericht über die Eschbach-Lesung von Lumpazie.
Zum Schluss arbeiten sich Alexander Röder und Sabine Seyfarth, getrennt voneinander, an den beiden Cyberpunk-Romanen von Markus K. Korb ab. Das Ergebnis ist nicht überragende Begeisterung: Zu viel Zitatgewitter, zu viel hektische Action, zu wenig Personality der Figuren. Ohne die Bücher selbst gelesen zu haben, kann ich das nachvollziehen. Meine letzte Cyberpunk-Erfahrung hatte ich kürzlich mit Roman(heften) von M. H. Steinmetz, deren Lektüre ich sogar abgebrochen habe, weil sie mich nur konfus gemacht hat. Für dieses Action-Dauerfeuer bin ich wohl nicht mehr bereit. Aber Dank für die Rezis, so weiß ich nun also Bescheid.
Ja, langer Text geworden – soll ja im Blog für Aufklärung sorgen, sie in meinem Blog vorstellen, und gleichzeitig hoffe ich, dass sie – falls sie als LoC im nächsten PARA abgedruckt werden – die EdeN nicht langweilen.




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Zine-Report 2026 – 2: Kai Ellermann: DKK 671

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Meine Empfehlung 15 März 2026 · 338 Aufrufe

Offener Leserbrief an das …
Dezentralisierte Kadaverkollektiv

Im Rahmen meiner Zine-2026-Challange ist dies der 2. Beitrag und der (angeblich?) 671. Ausgabe des „Fachmagazins für stille und laute Subkultur“ gewidmet.
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Das „Kollektiv“ wurde gerade erweitert: David Staege kam nun – offiziell und vollumfänglich – hinzu. Er war ja schon länger mit Beiträgen dabei, aber nun wird er in den Reigen der Redaktion aufgenommen. Gratulation!
Die Ausgabe vom November 2025 ist – so wie ich das Zine bisher kennen lernen durfte – gewohnt unterhaltsam, auch wenn ich wieder bei vielen Beiträgen nur staunend und mundaufreißend dasitzen kann: Was es alles gibt!
Danke für die Anpassung der Schriftgröße. Heuer ist alles lesbar. Klasse! (Das letzte Mal sind ein par Schrift-Teile arg klein ausgefallen; man hat sofort reagiert.) Dass nunmehr ein paar Kolumnen kopfrum eingeklebt wurden, ist vielleicht ein Mittel, die Aufmerksamt der Leserschaft zu erhöhen. Durchaus amüsant, aber es wirkt auf mich auch etwas leseflussstörend. Ist aber okay.
Gern gelesen habe ich wieder die Con-Berichte, auch gerade, weil die vorgestellten Veranstaltungen an mir komplett vorüber gegangen wären. Diesmal sind es Rollenspiel-Treffen. Auch hier gilt: Was es alles gibt! Und weil die Sachen doch eher untergrundmäßig und fast im Verborgenden ablaufen, bittet die Redaktion darum, ihnen mitzuteilen, wenn solcher Art Veranstaltungen anberaumt werden, sich bei ihnen zu melden. Dann würde überlegt, ob man hinfahren und berichten kann. Oder ist es auch so gemeint, dass man, wenn man selbst so eine Veranstaltung besucht hat, darüber für das Zine berichtet?
Schwerpunkt liegt hier bei Rollenspiel und Konzerten abseits des Mainstreams – wenn ich die Musiktipps im Heft und Berichte in vorherigen Ausgaben betrachte, geht’s da vor allem um Punk, Alternativ- und Prog-Rock etc. Ich denke, über das letzte Helene-Fischer-Konzert wird nicht berichtet (oder? Als Gag vielleicht?).
Richtige Short Stories sind auch enthalten! DAS hat mich sehr gefreut! Schon kurios, was Dinosaurier und Igel im Einzelhandel erleben können und was „vier junge Männer“ so alles in ihren Glückskeksen finden und an den Bahngleisen des Hauptbahnhofs Hannover erleben können. Trockener Humor und absurde Realitätsverzerrungen.
Danke auch für die umfangreiche Vorstellung von Sulatron-Records, die ihre Pforten geschlossen haben und daher vieles aus ihrem Sortiment (Psychedelic-Space-Kraut-Electronic-Jam-Rock) preisreduziert loswerden – ja, wohl – müssen. Trauriger Anlass, aber interessanter Überblick!
Also, ich habe mich wieder sehr wohlgefühlt in diesen bunten Schwarz-Weiß-Seiten.

 

Kontakt zum Hg.: totaldesaster@web.de




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Zine-Report 2026 – 1: Jörg Herbig: Glibberesk

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Meine Empfehlung 14 März 2026 · 328 Aufrufe
Jörg Herbig

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In guter alter Tradition, mittlerweile, tausche ich gern den NEUEN STERN gegen andere Fanzines. Sofern die Macher*innen anderer Fanzines sich darauf einlassen; sofern es überhaupt noch andere Fanzines gibt. Ja, doch, es gibt sie! Hier z.B.: der unermüdliche Jörg Herbig! Immer, wenn man meint, ach, da kommt doch wohl nichts mehr, kommt er mit einem neuen Werk um die Ecke.
Seit geraumer Zeit baut er einen eigenen Kosmos auf, der sich um die fiktive Stadt Ploogfurt dreht. In dem neuen kleinen Heftchen erklärt er (erstmalig?), wie dieser Ort zu seinem Namen kommt. Für den Herbig-Fan, zu dem ich längst geworden bin, ist das schon mal die halbe Miete.
In dem Vorwort bringt der Autor auch ein paar Leserstimmen zu seinen bisherigen Ploogfurt-Werken. Darin wird u.a. der Schauer-Charakter betont.
Nun, ich bin mir nicht sicher, ob das – zumindest für dieses Heft – nicht auf die falsche Fährte lockt. Wenn es Grusel und Schauer enthält, so werden diese aus meiner Sicht erfolgreich von bizarrer Wort-Akrobatik überdeckt. Ein paar Worte kann ich nicht mal richtig dechiffrieren; womöglich einem Dialekt entlehnt?
Jedenfalls wird man gezwungen, konzentriert zu lesen – und dann hat man durchaus seinen Spaß, seine Erkenntnisse, seine Aha!-Erlebnisse dabei. Weitestgehend geht es um einen Werwolf, der aber – das müsste ich vielleicht durch wiederholte Lektüre noch herauszulesen versuchen – für etwas steht. Horrorgefühle kamen bei mir nicht auf, aber das mag nichts zu bedeuten; vielleicht bin ich schon zu abgebrüht?
Es werden aktuelle politische, gesellschaftliche Fragen aufgegriffen; alles beantwortende Antworten gibt es aber nicht.
Ich weiß nicht, wie Jörg sein Heft verteilt; sollte jemand aufgrund meiner Worte hier neugierig geworden sein, so vermittle ich gern den Kontakt.




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Sehnsucht nach Bleiwenheim

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 01 Juli 2022 · 2.572 Aufrufe
Katzmarz, Ellen Norten

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„Rückkehr nach Bleiwenheim“
(Arbeitstitel), erscheint demnächst, hg. V. Ellen Norten und Andreas Fieberg

 

Hubert Katzmarz, der in Phantastik-Fankreisen sicher nicht unbekannte Herausgeber (daedalus) und Autor, ist viel zu früh verstorben. Was hätte er noch alles machen, schreiben können? Einige Texte hat er begonnen, aber nicht fertig stellen können.
Aber wie lebt ein Schriftsteller weiter, wenn nicht in den Gedanken an ihn, in seinen Texten und dadurch, dass man ihn weiterhin liest? Dafür sorgen seine ehemalige Frau, Ellen Norten, und sein einstiger Mitstreiter, Andreas Fieberg. Sie bereiten eine Anthologie vor, die Texte von Hubert aufgreifen, vollenden und die in Andenken an ihn geschrieben wurden, seine Ideen aufgreifen und fortführen. Darunter sind illustre Namen, allesamt bekannt in der Phantastikszene.
Warum ich das schreibe, wo diese Anthologie noch gar nicht erschienen ist? Einfach, weil sie mich jetzt schon gepackt hat – ich darf nämlich ein paar Zeichnungen / Illustrationen dem Buch hinzufügen.
Es ist vor allem eine Erzählung von Hubert Katzmarz, die Anlass für die neuerliche Anthologie bot: „Willkommen in Bleiwenheim“, mit der der Medusenblut-Band, „Nachtwanderung“ von 2004 endete. Eine letzte Geschichte des Autors.
Sie wird auch noch mal in dem neuen Band enthalten sein, als Auftakt und Anknüpfungspunt; ich habe sie auch als erstes (noch einmal) gelesen – und war sofort verzaubert, gefangen in dieser Stadt, die wohl irgendwie an der Grenze zwischen unserer und einer anderen Welt ist. Wo? Weiß keiner. Man kann dann gern auch in einigen Geschichten lesen, wie erfolgreich die Suche nach Bleiwenheim sein wird. Und ob es überhaupt so gut ist, diese Stadt zu finden.
Bleiwenheim ist ein Ort des kosmischen Grauens – wobei, stopp, das kann in auf die falsche Fährte führen. Mit HPL und tentakligen Weltall-Monstern haben Bleiwenheim und Hubert Katzmarz nichts am Hut. Okay, das musste ich erst lernen, denn eine meiner Zeichnungen enthielt genau so ein tentakliges Zitat – und musste korrigiert werden. Hab ich aber gern gemacht – auch, weil es nicht wirklich sehr schwierig war, diesen „Fehler“ zu korrigieren.
Aber es hat was von kosmischer Größe, Bleiwenheim ist ein Grenzort, oder wie anders soll man solche wundervollen Sätze verstehen – ich wage mal zu zitieren, nur einen Fetzen, nicht den ganzen wundervollen Absatz: „...schloß die Augen, träumte von Sternen, die in dunklen Himmelspfützen hockten und der Sonne das Blut aussogen, Kameraden der Nacht…“
Auch wenn der Rahmen scheinbar eng vorgegeben ist, sind die Ergebnisse der Einlassungen der Autoren & Autorinnen doch sehr vielfältig. Ein paar werden mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben, denn sie haben quasi die Sehnsucht nach Bleiwenheim in mir entfacht. Klingt pathetisch? Soll es auch.
Ich verrate mal noch nicht mehr, auch nicht, wer da alles mitmacht; aber wie gesagt: Sind keine Unbekannten.
Gut, ich muss weitermachen, bin mittenmang beim Zeichnen; im Herbst wird das Werk wohl erscheinen, bei p.machinery. Bleibt wachsam, haltet Ausschau – nach Bleiwenheim.




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Kurz zum neuen FUTURE & FICTION Magazine. Deutsche Ausgabe 01/Feb22

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 05 Mai 2022 · 1.288 Aufrufe
Future&Fiction, Steinmüller
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Meine zusammengefasste, total subjektive, kurze Meinung zum neuen SF-Magazine.
Hier im Forum wird es vorgestellt und auch ein bisschen diskutiert:
Ankündigung: Future Fiction Magazine (deutsche Ausgabe) - Kurzgeschichten, Anthologien & Magazine - SF-Netzwerk (scifinet.org)

Vorab war ich echt gespannt und hocherfreut! Ein neues SF-Magazin, das sich zudem den „Fragen der Zeit“ widmet. Mit europäischer Ausrichtung, und gar nicht teuer. Ich war sogleich Fan - der Idee.
Das Heft hat mich erst einmal optisch enttäuscht: Dieses book-on-demand-Produkt, obwohl so mies nicht, wie manch andere Produkte aus der Fabrik. Die Autorennamen zogen mich natürlich auch an: McDonald! Robert Corvus! Steinmüllers!
Aber dann der weitläufige Satz, die Seitenenden sind so zerfasert. Na ja, das kenne ich aus unserem NEUEN STERN auch, und ich kämpfe da immer mit - als Laie ohne richtiges Satz-Programm, aber hier enden ja teilweise nicht mal die Kolumnen auf einer Seite gleichmäßig.
Aber das sind Äußerlichkeiten! Und wenn mir die nicht gefallen, könnte ich das nächste Mal ja zum eBook greifen.

Die erste Story von Banga Fusco-Purpurea, „Algenbiographie“: Eine mexikanische Klangkünstlerin erzählt biografische Fragmente einer unter Depressionen leidenden Exobiologin? Ist die erste Story überhaupt eine Story? Oder der Versuch, die eigene Biografie und die Verarbeitung biografischer Fragen (Mutter-Tochter-Beziehung) mit der Idee einer Jupitermond-Expedition zu verknüpfen, die auf der Suche nach dem, was Leben ist (Übrigens total schöner Gedanke: Leben = „aktive Materie“ - war das die Idee von DeepL?)?
Ich weiß nicht, ob mir die Story wirklich gefallen hat. Auf jeden Fall war ich erstaunt, wie flüssig sie sich liest; dass hier ein Übersetzungsprogramm dran war, merke ich jedenfalls nicht. Was ich gut finde! Aber ich war dran, hat mich gefesselt und ich konnte viel lernen. Die Reigen der Assoziationen sprach mich an. Aber ist das überhaupt eine Story?

A&KH Steinmüller postulieren in ihrem Beitrag „Fallende Sterne“ die kommende anti-technologische Revolution in Form der totalen Abschaltung aller drahtlosen Datenübertragung. Das tut der Gesundheit gut, meinen pensionierte Aluhutträger im Altersheim.
Den Beitrag fand ich gut, wenn er mich auch in einer Frage etwas ratlos zurücklässt. Dass die exzessive Smartphone-Nutzung nüchtern betrachtet in unserer Realität auch dystopische Züge aufweist, sei unbestritten. Ich grüble aber noch darüber nach, wie die Steinmüllers ihre Story meinten: Satire oder nicht?

F. Verso postuliert und fordert in seinem Essay einen „Sense Of Wander“ - aktiv den Blick außerhalb der englisch-sprachigen SF zu richten. Denn dort kann man fündig werden†¦ und dann erklärt er, was wir dort suchen sollen und finden werden.
Wie schon Forums-Kollege lapismont meinte: Die Diskussion ist alt. (Auch wenn das nicht hilfreich ist, aber die literarische Mangelwirtschaft im Osten Deutschlands hat dazu geführt, dass dort - zumindest verhältnismäßig - viel in die nicht englischsprachigen Gefilde geschaut wurde; was aber für die interessierten Leser*innen mitunter auch nichts nützte, da sie nicht an die Bücklingsware rankamen; aber okay, das führt uns nur weg†¦)
Interessant fand ich den Gedanken, dass wir 2 Wellen der Eroberung des SF-Marktes durch englischsprachige Produkte erlebten, 1. aus USA und GB und 2. aus Kanada und Australien. Habe ich das richtig verstanden? Ich glaube, so richtig viel kommt doch von dort bei uns gar nicht an, oder?
Bei der Betrachtung der Film-Situation, die der Autor anspricht und die großen Player benennt, hat er meiner Meinung nach die Streamingdienste vergessen, die mittlerweile recht viel außerhalb der USA produzieren. Da ist das (auch SF&F-) Angebot durchaus internationaler geworden.
Aber unterm Strich kann ich ihm nur zustimmen.

„Moksha-Quest“ von Lvanya Lakshminarayan - eine Story von einer Autorin, die ich (wer noch?) überhaupt nicht kannte. Und dafür ist das Mag ja echt gut! Das wünsche ich mir! Also: Danke!
Allerdings brauchte ich zwei Anläufe, um in die Story reinzukommen. Zunächst war ich skeptisch, da sie von DeepL übersetzt wurde. Ob das was taugt? Na ja, muss gestehen: Bin beeindruckt. Es funktioniert. Stil und Wortwahl etc. haben mich überzeugt. Dabei sind ja auch „Fachwörter“ dabei, die sich vielleicht nicht so leicht übertragen ließen?
Aber dann das Sujet: Die Autorin ist Spieleentwicklerin in Indien; nach der Story kann man sie im Interview noch etwas besser kennenlernen. Nun sind aber PC-Spiele etc. nicht so mein Ding. Diese „Spiele-Sprache“ (Karmapunkte usw.) macht das Ganze für mich irrelevant. - Aber genau das ist ein Fehler, den ich schnell merkte. Denn es geht darum, dass ein Spiel mit humanistischem Anliegen mehr sein soll, als nur ein Spiel, es soll die Realität - Indien der nahen Zukunft („nach den Jahren der Pandemie“) mit seinen Kasten und Hierarchien, in denen die Protagonistin, eine begnadete virtuelle Spielerin, einem Job nachgeht, der so gar nicht humanistisch ist: hat was mit Immobilien zu tun - also, das Spiel soll in die Realität fließen und sie positiv verändern.
Das geht nicht ohne Widersprüche; geht es überhaupt? - Also, kann man echt gut lesen, hat mir sehr gut gefallen! Auch das mit dem virtuellen Spiel†¦

Robert Corvus hat auch eine Story beigetragen. Das freut mich! Und hat sie mir gefallen, die Story „Transfiguration“? Ja - und ein bisschen auch: nicht ganz. Das Thema ist natürlich sehr aktuell und wird kontrovers diskutiert. Und ich habe dazu auch eine Meinung, eher eine, die in der KI-Entwicklung eine Chance sieht.
In der Story geht es um die Frage, ob eine KI künstlerisch kreativ sein kann. Die Antwort, die der Autor gibt, verrate ich natürlich nicht. - Was ich nicht verstehe, ist die Personenaufstellung in der Story. Ich will ja nix hier verraten, was den eigenen Lesegenuss mindern könnte. Aber dann musste ich im einschlägigen Forum doch die Frage stellen, weil ich wissen will, warum er seine beiden Figuren so angelegt hat - dass man sie (ich) beide nicht mögen kann.
Der Autor hat sich auf meine Frage eingelassen. Kann man ab hier lesen.

Zu guter Letzt eine Story des bekannten Ian McDonald: „Die List“. Zuerst dachte ich: ach, ja, wieder so ein leicht rotzig erzählte Geschichte über das Kleinkunstgewerbe, über verkrachte Zauberkunststücke-Vorführer - die hier aber irgendwas mit einer KI am laufen haben. Aber das, was angekündigt wurde, wurde es dann auch: ein spannender End-Kampf zwischen Magier und Maschine.
Will man ja auch gern wissen: Wie funktioniert der Zaubertrick. Ja, will man das wirklich? Oder was macht so ein Magier auf der Bühne mit einem? Zaubert er oder verzaubert ein Einen? - Zunächst: DAS ist es, was die „Maschine“ (KI) wohl nie kapieren wird, und außerdem lässt sie sich am Ende wohl doch austricksen? Wer weiß? Wer es wissen will, mag die Story lesen, die ist nämlich echt gut.
Also, Heft hat mir dann doch ziemlich gut gefallen und so kann ich mich auf die neue Ausgabe im Sommer freuen.


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Fanzine-Report 4: BWA Dezember 2021

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 16 Januar 2022 · 1.273 Aufrufe
BWA
Fanzine-Report 4: BWA Dezember 2021

Das wird hier ein „offener Leserbrief“ - damit versuche ich einfach mal 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: 1. Ein Blog-Eintrag zu meiner kleinen Reihe der Fanzine-Reports und 2. ein LoC an die BWA-Redaktion zu schreiben.
Ich selbst war diesbezüglich gerade etwas unzuverlässig. Uwe Lammers, Chef bei BWA, hat uns eine sehr ausführliche Lesermeinung zu unserem NEUEN STERN, der Bradbury und Jeschke gewidmet war, geschrieben. Und ich? Habe den nicht in den NEUEN STERN aufgenommen. Ich kann mich da hinter einer Entscheidung unseres Redaktionskollektivs verstecken. Aber es ist ja noch nicht das Ende aller Tage†¦
Sollten meine Worte nicht in die BWA einfließen, wäre das also kein Beinbruch.
Vor mir liegt ja bereits ein kleiner Stoß Hefte aus dem letzten Jahr. Ich konzentriere mich aber auf die letzte Ausgabe aus 2021, die 459.
Na, hat mir wieder Spaß gemacht. Ein Vorteil der BWA gegenüber unserem Zine ist ja der Platz, der Leserbriefen eingeräumt wird. Natürlich muss man feststellen, dass es immer „dieselben Verdächtigen“ sind, die sich hier äußern. Zum Beispiel Gerd Maximovič. Und wieder bin ich hier als „Ordentlicher Herausgeber“ (so heißt das nun mal) der APA F.A.N. ein bisschen neidisch, denn auch wenn Gerd ähnlich wie in F.A.N. „sein Ding“ durchzieht, so ist der Beitrag hier in der BWA 459 für mich sehr viel interessanter gewesen als seine Beiträge bei „uns“. Es geht ihm um das „kosmologische Prinzip“, bzw. darum, dass es nunmehr wackelt, da neue Erkenntnisse dieses Weltbild in Frage stellen. Das fand ich absolut interessant!
Sabine Seyfarth schreibt auch unermüdlich Leserbriefe. Ihre sind mitunter sehr persönlich; was zur Zeit von viel Trauer um ihren Liebsten geprägt ist. Aber sie schaut über den schwarzen Rand hinweg und nimmt Bezug auf die Beiträge der Autoren und Autorinnen der vorherigen Ausgabe. u.a. zu Uwe Lammers Editorial aus der 458, in er auf Superhelden-Filme etc. eingeht und auf eine Quelle der Superhelden-Idee: Nietzsches „Übermenschen“.
Ich sehe es übrigens ähnlich wie Sabine, dass dieses Dauer-Feuer aus allen Rohren der Filmschmieden in Sachen Superhelden schon ziemlich nervt. SF im Film ist seit Jahren sehr präsent, aber im Grunde reduziert sie sich größtenteils auf diese Superheldensachen. Dazu kommen noch ein paar andre Franchise-Beiträge, die immer wieder aufgekocht werden. (Ja, klar, es gibt noch genügend anderes Material und der SF-Fan braucht wirklich nicht zu klagen; im Bereich Film und Serien werden wir da schon sehr verwöhnt.)
Ich möchte Sabine auch zustimmen, dass Nietzsches Übermensch nur sehr mittelbar mit den Superhelden der Comic- und Filmwelt von heute zu tun hat. Die Superhelden zeichnen sich in erster Linie durch körperliche, physikalische Besonderheiten aus (die sie meist den Normalsterblichen haushoch überlegen machen), wohingegen Nietzsches Übermensch eher eine Art neues Denken darüber, was ein Mensch ist, darstellt. Nietzsche ging es um geistige Weiterentwicklung (zur Überwindung der ewigen Wiederkehr und des drohenden Nihilismus und Dekadenz) †¦ aber das schreibt Sabine ja.
Doch wenn ich das, was ich mal zum Thema las, richtig erinnere, sind erste „Supermenschen“-Geschichten, auch Superman selbst, durchaus auch von Nietzsche beeinflusst gewesen. Ein interessantes Beispiel ist „Odd John“ von Olaf Stapledon (was ich auch mal wieder lesen müsste!). Die Zwiespältigkeit des Daseins solcher Übermenschen wird da schon stark thematisiert: Die besonderen Fähigkeiten werden von den Normalos als Gefahr und Fremdsein wahrgenommen und abgelehnt. Na ja, die X-Men können davon ja ein Lied singen†¦
Noch ein Gedanke von Sabine, den sie als Beispiel dafür nennt, dass ihr bestimmte SF-Filme nicht so zusagen: das mit den Signalen, die von der Erde ausgesendet werden, und a priori gefährlich sind. Na ja, liebe Sabine, das ist durchaus eine - rabenschwarze, wenig optimistische - Idee, die erklärt, warum „wir“ noch keinen Kontakt zu anderen Wesen aus dem All haben, warum es so still ist im „Dunklen Wald“. Die berühmte Trisolaris-Trilogie aus China erläutert genau das sehr ausführlich und eindringlich, wie ich finde. Der Rat, den jede weiterentwickelte Zivilisation beherzigen sollte, lautet: Verhalte Dich ruhig, ziehe keine Aufmerksamkeit auf Dich, knips das Licht aus.
Auch ein Plus der BWA ist die Aktualität. So finden sich zwei Meinungen zum aktuellen Super-Film (nein, keine Superhelden, aber doch super!): „Dune“. Beide Meinungen stoßen aber ins gleiche Horn - und ich war echt erleichtert. Ich bin auch Fan des Films (schon 4-mal gesehen) und kann es aktuell immer noch schwer ertragen, wenn da was kritisiert wird. Aber beide - Sabine und Michael Baumgartner - finden den Film hervorragend und loben ihn. Gut so!
Ich habe immer noch so das Gefühl, wenn ich an den Film denke, an etwas Bedeutendem teilgehabt zu haben. Und das, obwohl ich zuvor gar kein Dune-Fan war! Den Lynch-Film fand ich nicht übel, aber er hat mich nicht so dolle gefesselt. An das Buch kam ich gar nicht so ran bis dato. Da ist erst mal der enorme Umfang der Gesamt-Story; wenn man die Story in Gänze aufnehmen will, muss man sich durch sehr viele Seiten hindurchlesen. Und es gibt genügend Stimmen, die meinen, dass die Bücher nicht unbedingt besser oder spannender werden mit der Zeit.
Außerdem hat mich die Prämisse: Ferne Zukunft, aber religiös und feudalistisch geprägte Zivilisation, die trotz der Rückständigkeit eine ganze Galaxie umfasst, abgestoßen.
Das hat sich mit dem neuen Film geändert, nun fand ich auch den Roman großartig (Neuübersetzung von Jakob Schmidt) und ich „schlucke“ jetzt die vormals für mich bitteren Pillen - und verstehe auch mehr, warum das so funktioniert, wie Herbert es erfunden hat.
Der Leserbrief von Michael Baumgartner war auch sehr schön - speziell für mich, denn er bespricht darin den NEUEN STERN - die LEM-Ausgabe. Vielen Dank für die guten Worte, Michael!
Und er bedauert, dass er da auch gern mitgemacht hätte. Hmm, ja, lieber Michael, ich muss da an meiner Kommunikation arbeiten und vielleicht so Themen, die wir vorhaben, bekannt geben. Ich / wir sind auf jeden Fall immer sehr an Beiträgen von versierten Leuten interessiert!!!
Aber weiter im Text. Angelika Herzog rezensiert - sehr kurz zu Michael Sullivan. Aber irgendwie hatte ich den Eindruck, da fehlt was (?) - Sie schreibt: „Bevor ich loslege:“ (S. 35) aber dann kommt gar nichts, oder?
Ach, noch eine Film-Rezi, auch sehr aktuell - zu „Ghostbusters Legacy“ - ich war ja skeptisch, weil so ein Reboot aus er letzten Zeit diesbezüglich eine ziemliche Gurke war. Aber DER Film scheint ja wirklich gelungen. Steht dank der Review hier jetzt auf meiner „Musste sehen Liste“.
BWA hat 76 Seiten. Wow! Und viel Inhalt, alle Achtung. Noch viele schöne Rezis, zu einem Jack-Vance-Klassiker, zu einem mir bisher nicht mal aufgefallenen Buch von Natasha Pulley (Der Uhrmacher in der Filigree Street) und einen band aus einem Zyklus von Anthony Ryan, besprochen von Angelika Herzog - sehr interessant! (obwohl ich so eine Einzelrezi zu einem Band aus einem Zyklus eher suboptimal finde) - und einen Doc-Savage-Roman, gelesen von Uwe. Hach, solche Rezis lese ich gern, denn ich werde eher weniger in den Genuss dieser Lektüre kommen, weiß aber so, was da läuft. Dazu wieder eine Perry-Rhodan-Neo-Rezi von Claudia Höfs. Na, in solchen kleinen Dosen kann ich PR ganz gut goutieren.
Highlights der Ausgabe waren dann aber Sabines Report zum letzten PentaCon. Danke, Sabine. Ich selbst war ja auch da, habe es aber nicht für unser Zine geschafft, etwas Adäquates zu verfassen. Aber vielleicht gelingt es mir ja, immer mal wieder was einfließen zu lassen. Es ist schon so, dass man erst weiß, was einem fehlt, wenn es nicht mehr da ist.
Und Ekkehardt Brux sinniert über den Namen „Lucy“ in Popkultur, Archäologie und Raumfahrt etc. - kommt dann aber auf Troja zu sprechen; die Wendung habe ich nicht so ganz nachvollziehen zu können. Aber seine Wissens- Potpourris gefallen mir auch immer.
Die Story von Michael Baumgartner war ja interessant. Ein bisschen schräg, das Ganze; setzt die Flüchtlingsproblematik in ein seltsames Licht, in mehrfacher Hinsicht. Na, ich verrate mal nix, aber - war schon etwas schräg (aber saisonal angebunden - Weihnachten und mit Yeti).
Uwe steuert wieder was aus seinem riesigen Oki-Stanwer-Universum bei; hach, nee, schaffe ich keinen Einstieg, sorry. (Obwohl ich davon diesmal sogar schon was kannte, glaube ich, oder Uwe - da war doch mal so eine Illustration mit dem Skelett-Typen†¦ )
Also, Ihr seht: Man kann viel finden und sich gut mit dem Fanzine aus dem Süden unterhalten. Ich kann†™s empfehlen.




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Fanzine-Report 3 - 3 x Fanzine als Erinnerungsspeicher

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 13 Januar 2022 · 1.364 Aufrufe
Jörg Herbig
Fanzine-Report 3 - 3 x Fanzine als Erinnerungsspeicher

als da wären:
Zum Ersten: Jörg Herbigs „KNÖ!“
Jörg Herbig ist Horror- und Phantastik-Fan, also zumindest in einem seiner Leben. Weil er das ist, haben wir auch unseren lockeren Kontakt. Aber Jörg kann auch anders, nämlich Punk! Ob ich ihn als solchen auch kennen gelernt hätte?
Jedenfalls widmete er seine neueste Publikation seinem Punk-Dasein. Er war und ist noch Mitglied der Formation UNGUNST. Kennt ihr nicht? Ich auch nicht, d.h., jetzt schon. Die gibt es aber schon ein Weilchen und ist so independent und underground, dass ich sie allein wohl eher nicht entdeckt hätte.
Zugegebenermaßen ist das auch nicht meine Art der musikalischen Fluchtwelten. Für Jörg aber ist es schon ein großes Ding, und das kommt auch gut in seinen Texten rüber, die ihn und uns Leser an die Zeiten in den Clubs und Übungsräumen erinnern sollen.
Die Texte sind durchnummeriert - was ein bisschen wie ein Manifest wirkt - und in Strophenform gesetzt - was wie eine lange Ballade wirkt. Aber keine Bange, sind nicht gereimt. Diese Form wirkt aber: Man sieht genauer hin.
Für mich war das dann auch ein guter Grund im Netz nach der Band zu suchen; und man findet auch was. Insgesamt ein interessantes Teil - und für mich als Jörg-Herbig-Komplett-Sammler ein Muss.
(24 Seiten; DIN A 5, Kontakt: Kann ich gen vermitteln; ich weiß gar nicht, ob Jörg noch hefte hat, an wen er sie so rausgibt, oder ob überhaupt†¦)
Knö? - Steht im Heft.

 

Zum Zweiten: TERRAsse. Das Begleitheft zum PentaCon 2021
Das kleine Zine ist das †¦, ach, steht ja im Titel. Man kann es daher als Erinnerung an den Con, den letzten PentaCon zu Dresden, der Anfang November 2021 im Kulturzentrum „Palitzschhof“ stattfand, betrachten. An den Con erinnere ich mich gerne, denn er war gut - besser als ich zuvor dachte. Warum? Na ja, es haben sich bestimmte Dinge eingeschliffen, die zu wenig Überraschung bei mancher Ausgabe dieses Cons führte. Aber diesmal waren es recht viele Besucher und Besucherinnen, die Themen waren vielseitig und die Referenten und -innen auch: jung und älter, weiblich, männlich. Nun, soll hier kein Con-Report werden. Danach war ich jedenfalls echt traurig, dass es nun aufhörte und es keinen PentaCon mehr geben wird.
Das Heft dazu ist nicht sehr umfangreich. Es wird durch 2 Texte dominiert. Zum einen eine Rezi zu einem fiktiven Buch, die Karlheinz Steinmüller verfasste; ganz im Sinne Lems. Darin nimmt er Bezug zu seinem Referat, das er auf dem Con gehalten hat. Er befasst sich mit der Möglichkeit des Sterbens. Na ja, kein listiges Thema, wie es scheinen mag. Aber wer die Vorträge von KHS auf diversen Cons kennt, weiß, dass es wieder unterhaltsam war. Der Text ist es auch!
Der 2. stammt von Wolfgang Köhler. Die Story „Das zweite Ich“ beginnt in der Studentenzeit in Dresden in der DDR. Also ein direkter Bezug zum Ort des Con-Geschehens, zu Dresden und dem hiesigen SF-Club. Na gut, dachte ich, das wird so ein Traditions-Ding.
Aber es wurde noch spannend, denn am Ende dreht es sich um eine ganz besondere Form der Alien-Kontaktaufnahme. Hat mir gefallen.
Eriks Simon und Clubchef Ralf P. Krämer unterhalten noch mit Kürzest-Texten. Ach ja, und eine Zeichnung von mir wurde auch genutzt; da bin ich jetzt mal stolz drauf.
(24 DIN A 5 Seiten, Kontakt: ralf-p-kraemer[ at ]t-online.de

 

Zum Dritten: SF-Notizen #798. Bundesdeutsche Fandomania Teil 5
Weiß gar nicht, ob ich alle 4 vorherigen Teile auch (gelesen) habe, einige auf jeden Fall. Daher war ich sehr erfreut, als Kurt S. Denkena mir anbot, diesen 5. Teil mal wieder gegen einen NEUEN STERN zu tauschen. Wer KSD und das Fanzine NEUER STERN kennt, ahnt vielleicht, welche Ausgabe er sich wünschte: Klar, die mit und über Edgar Rice Burroughs. Übrigens: Die ist nunmehr vergriffen; also, nur falls Fragen kommen.
Wir lesen in den SF-Notizen über die SF-Notizen von 1984/85 und über die SF Times aus dem gleichen Zeitraum, die damals ihr 25. Bestehen feierte. (wow!) Also, das ist dann mal auf jeden Fall pure Erinnerungsarbeit.
MannOhMann, war ja janz scheeen wat los bei Euch da drüben! Es ist von einer Parteigründung die Rede (im Perry Rhodan-Umfeld), von kleinen und größeren Palastrevolutionen, die aber wahrscheinliche außerhalb des Fandoms niemanden interessierten.
Aber das ist nur eine Seite, diese Politik, andererseits lese ich sehr viel von Dingen, die damals erstmalig im Fandom da waren, bzw. besprochen wurden. Ist schon faszinierend.
Die SF-Notizen sind echt zu empfehlen. Kontakt Kurt.Denkena[ at ]superkabel.de




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Fanzine-Report, 2. bunTES Abenteuer 2020 - Nr. 49 & 50

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 12 Januar 2022 · 1.076 Aufrufe
Ingo Scharnewski, Scharnewski und 2 weitere...
Fanzine-Report, 2. bunTES Abenteuer 2020 - Nr. 49 & 50 2.1. „Der dreieckige Sarg“ von Ingo Scharnewski
Im Sommer 2019 hatte sich in mir die Idee manifestiert, alles von Ingo Scharnewski zu lesen - alles, was im Erfurter TES-Verlag von Gerd-Michael Rose erschienen ist. Wie ich damals feststellte, ist das dann wohl wirklich (fast) alles, was von dem Autor erschienen ist.
Damit hat TES ja so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal, oder? Mir haben die Geschichten von Ingo Scharnewski weitestgehend gut und sehr gut gefallen. Ich habe diese kleine Lese-Challenge jedenfalls nicht bereut.
In der 50. Ausgabe der Heftreihe des Verlages liegt wiederum ein Scharnewski-Titel vor. Ich bleibe da am Ball.
Doch diesmal war es kein 100%iger Genuss. Der Autor nutzt das Podium, um eine Reiseerzählung loszuwerden. Also, ich denke mal, dass er hier eigene, persönliche Erlebnisse zumindest verarbeitet hat. Das liest sich halt wie ein bewusst persönlich gehaltener Reise-Bericht, also, wo man war, was man gegessen hat, wen man traf, was man sich an Sehenswürdigkeiten ansah etc. - Ach so: Wir sind in der Schweiz.
Der Protagonist und sein Freund sind Bibliophile und stöbern gern in Antiquariaten. Da finden sie ein altes Auftragsbuch eines Sarg-Tischlers. Ein Eintrag macht sie stutzig, denn er beschreibt einen „dreieckigen Sarg“. Für wen sollte der denn sein?
Sie recherchieren und kommen auf die Spur einer Legende, Sage, einer volkstümlichen Überlieferung aus dem 19. Jahrhundert. Diese Geschichte gehört in die Sparte „wahre Wunder“, oder dergleichen. Also, ein Bericht über ein phantastisches Ereignis, das so nach wissenschaftlich-materialistischem Standpunkt nicht stattgefunden haben dürfte.
Dem Autor liegt etwas an solchen Stories, die gern haarscharf an „echter“ Phantastik vorbeischrammen. Den Epilog zu seiner Story nutzt er dann auch, von eigenen Erlebnissen dieser Art (haben was mit Hellsichtigkeit, wahren Träumen etc. zu tun) zu erzählen.
Ja, das kann man staunend zur Kenntnis nehmen, gern auch glauben oder auch nicht. Die Unterhaltung in diesem Text generiert sich direkt aus den beschriebenen Erlebnissen. Ob das alles so stimmt, wer weiß? Es gibt so Dinge, zwischen Himmel & Erde†¦
Mir war der „Reisebericht“ zu ausgedehnt, weil mir zu irrelevant; ich muss nicht erfahren, welche tollen Restaurants man so im Urlaub besucht. Insgesamt fand ich die Story diesmal etwas zu unspannend.
Für meine Scharnewski-Sammlung ist das Heft aber allemal wichtig. Und ich freue mich auf neue Stories in dieser Reihe!

2.2. „Mr. Skelmersdale im Feenreich“ von H. G. Wells
Schon erstaunlich, dass es von dem großen Meister noch nicht alles auf Deutsch gibt. Ich denke mal, dass die drei Stories des Bändchens bisher nicht auf Deutsch vorliegen. Ich habe mich jedenfalls sehr darüber gefreut, denn Wells gehört zu meinen Allzeit-Lieblingen der Literatur, vornehmlich der phantastischen. Na ja und da liegt der Hase im Pfeffer†¦, wie man so schön sagt. Allerdings wäre es auch falsch, Wells auf das Phantastische zu reduzieren.
Die Titelstory hat was Phantastisches; wie der Titel schon andeutet. Sie ist übrigens eher weniger spannend oder überraschend, denn der Titel verrät schon so ziemlich alles - außer eines: Besagter Herr hat nämlich einen ganz besonderen, emotionalen Grund, ungern das Feenreich zu verlassen.
Die beiden folgenden Stories sind eher Ehe-Streit- / Beziehungskisten-Geschichten. Nix Phantastik. Aber die Themen „Liebe“ und „Ehe“ ist dann wohl die verbindenden Elemente der drei Texte.
Vielleicht erwartet man von Wells einfach etwas mehr, und die Stories bleiben etwas unterhalb der Erwartungen. Ist aber Ansichtssache, aber vielleicht der Grund weshalb sie bis dato noch nicht auf Deutsch erschienen sind?
Mir hat das Heft durchaus gefallen, bin dankbar, wieder einmal einen für mich neuen Aspekt bei H. G. Wells entdeckt zu haben.


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Fanzine-Report, 1. „Totenschein“

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 11 Januar 2022 · 1.797 Aufrufe

Fanzine-Report, 1. „Totenschein“ Zum Jahresende 2021 gab es noch mal eine ordentliche Portion Fanzines. Hier im Foto festgehalten. Als Fanzine-Fan will ich die jetzt auch lesen und in lockerer Form vorstellen. Gut, eines davon kam sogar im neuen Jahr an, es ist auch offiziell im Januar 2022 erschienen: „KNÖ!“ von Jörg Herbig. Was sich hinter diesem Titel verbirgt? Also, da bitte ich noch um etwas Geduld.

Heute darf ich ein anderes, nicht weniger interessantes Fanzine vorstellen. Ein Fanzine, das mir durch sein außerordentliches Format auffiel und meine Neugier weckte.
„Totenschein“, ein Gemeinschaftswerk von Carsten Schmitt und Tanja Karmann.
(Hier im Forum wurde ich übrigens drauf aufmerksam gemacht.)
Als Freund durchaus auch gruseliger Unterhaltung sprach es mich auch inhaltlich an. Denn das ist es: eine Art Gespenster-Postille! Nein, nein, keine Nachrichten, dafür richtig angenehme, gute und unterhaltsame Gespenster-Geschichten.
Auf den 8 Seiten je Ausgabe sind insgesamt 2 Stories je Autor/in. Mit der Sylvester-Gruß-Story über ein armes Mädchen, dass versucht, Zeitungen zu verkaufen und dies erst mit der Hilfe eines unheimlichen Fremden auch schafft von Carsten Schmitt hatte ich noch so meine Problemchen; so richtig kapiert, worauf die Story zielt, habe ich nicht, aber mit den beiden Geschichten von Tanja Karmann über ihre Heldin Stefanie, die übersensibel gegenüber Geister- und Gespenstererscheinungen ist, hat sie meine schwarzen Sinne erreicht.
Besagte Stefanie ist es gewohnt, überall dort die Gespenster in den Häuern zu spüren und zu sehen, wo andere, wir Normalos, nichts mitbekommen. Damit muss man halt erst mal umgehen können†¦ Und sie nutzt die Gabe, den unruhigen Geistern zu helfen in ihrer Not.
Die zweite Story von Carsten Schmitt, „Totenpost“, war dann auch eine Wucht! Sie ist quasi im „Stefanie-Universum“ angesiedelt, aber „Heldin“ ist eine Freundin von Stefanie.
Hier geht es um die Postzustellung an Tote. Nun, klar, man kriegt schon schnell mit, wohin der Hase läuft - aber am Ende hatte ich - echt - Gänsehaut!
Die Idee, das Format, der Inhalt - für mich stimmt bei diesem besonderen Fanzine alles, wie ich finde. Na ja, könnte öfter erscheinen und vielleicht auch umfangreicher sein. Und ob sich weitere Autoren / Autorinnen dort einfinden werden? Bitte gern mehr von Stefanie und ihren Freundinnen!


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Meine (etwas späte) Empfehlung: Wiesners Gralprogramm

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung 09 Mai 2021 · 2.336 Aufrufe
Nils Wiesner, Gral und 1 weitere...
Frisch gelesen und noch stark begeistert:

Nils Wiesner: „Das Gralprogramm“
Seit dem 9.8.2019 habe ich das Buch auf meinem SUB liegen. Woher ich das weiß? Na, da hat mir der Autor eine Widmung reingeschrieben. Dann wird's ja Zeit, dass ich es am 9.5.21 endlich mal gelesen habe.
Er, also der Autor, meinte, ich werde „irgendwann“ auch meinen Gral finden. - Echt? Als würde jedermann (frau, diverse Person) „seinen“ Gral finden. Wie denn, gibt es den für alle?
So eine dumme Frage stellte ich mir vor der Lektüre.
Aber erst mal muss ich betonen, dass ich die Lektüre absolut genossen habe. Es handelt sich um ein zügig erzähltes Abenteuer. Ein junger Nichtsnutz aus dem Hier & Heute gerät in ein absurdes PC-Spiel-Programm hinein. Hat wohl was von Ready Player One (aber, wenn ich das mal so schreiben darf, war mit das Gralprogramm näher als die 80er Jahre Games-Hommage, der ich - im Osten aufgewachsen und mit Computer / Video-Spielen erst nach 1990 in Berührung gekommen - nicht viel abgewinnen konnte).
Der Autor nutzt dieses moderne Setting, seinen Leser*innen eine Tour de Force durch die Geschichte der Sagen-, Mythen- und Legendenwelt rund um den heiligen Gral aufzutischen. Das liest sich sehr spannend, mitunter auch arg bösartig, gemein und fast horror-mäßig - vor alle, da man (ich) es gar nicht erwartet hätte. Aber wie das so ist, wenn man in einem Life-Rollen-Spiel einen Folter- und Feuertod findet (um danach aber wieder im nächsten Level aufzuwachen).
Ich betone hier diesen Spiel-Charakter, und der wird im Text auch immer wieder - gesehen durch die Augen des Protagonisten - betont, aber eigentlich käme das alles auch ohne dieses PC-Gaming-Zeug gut aus.
Es ist eine mythische Reise, eine Reise, die zur Selbstfindung beiträgt. Irgendwie mutiert der Roman vom Abenteuer-Spiel mit alten Mythen zum richtig großen „Erziehungsroman“. Wenn ich jetzt nicht zufällig wüsste, dass der Autor an seinem Opus Magnus arbeitet (einem mehrbändigen Werk, in dem es auch um Sagen, Mythen etc. geht), dann würde ich es fast in diesem eher kurzen Roman vermuten. Was er da erzählt ist relevant. Für mich schon immer ein Kriterium für die Qualität eines literarischen Werkes.
Also, wir tauchen erst in die Welt um Artus, Merlin, die Dame vom See und den Fischerkönig ein. Da erhält unser Held seine Aufgabe, nämlich „den“ Gral zu suchen und Unterstützung durch einen Drachen. Also: Alles dabei!
Später sind wir im Hochmittelalter, in Frankreich, bei den Katharern, bzw. ihren katholischen Gegnern und der Inquisition - kein Zuckerschlecken, echt nicht!
Das vierte Level ist im Öden Land angesiedelt - hier ist die Stelle, wo ich den weltliterarischen Bezug nur vermuten kann, da mir a) T.S. Eliot nicht so und b) der Ursprung in der Artus / Grals-Legende nicht mehr geläufig ist. - Notiz an mich: zu b) Nachholen / Wiederholen! In dieser zukünftigen Müll-Welt baut der Autor gleich noch ein Plädoyer für die Freiheit des Individuums und quasi etwas Gesellschafts-Kritik ein. Ob das an Eliot erinnert?
Die letzte Station ist dann wohl - das Paradies? Auf jeden Fall werden ein paar wesentliche Fragen beantwortet. Und ich weiß auch, was die Widmung bedeutet. Insgesamt also eine runde Sache, dieses Buch!
Es erschien in der Edition Solar-X, und ist über die Homepage des Verlages zu bekommen, als ebook auch noch beim großen Player.
10 / 10 Punkte

Eingefügtes Bild

PS. Wer bei meiner ganzen Schwärmerei mehr Inhalt vermisst, den verweise ich gern auf den NEUEN STERN. In der Ausgabe 62 stellt es Peter Schünemann recht ausführlich und in der 55 Bernd Wiese kurz vor. Das will was heißen: In unserem kleinen Heft wird nicht jedes Buch mehrfach rezensiert! ich meine ja nur†¦


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Mein Lieblingsbuch 2021

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung 17 Januar 2021 · 1.680 Aufrufe
Ina Elbracht, Daniel Bechthold und 1 weitere...
Mein Lieblingsbuch 2021 [Bild: Das Buch mit Daumen des Rezensenten und 2 Bildern von Daniel Bechthold (die beiden rechts im Bild, übereinander hängend, das andere ist ein Stückchen Giger)]

Ina Elbracht: „Pentimenti“, illustriert von Daniel Bechthold
Okay, das Jahr ist gelaufen: Ich habe wohl schon mein Lieblingsbuch in 2021 gefunden.
Dabei wollte es anfangs gar nicht so scheinen. Außerdem wird meine Urteilskraft durch etwas „getrübt“, nämlich durch meinen Stolz. Dabei habe ich gar nichts groß getan, außer etwas Platz im Rundbrief an die Freunde des ASFC, dem NEUEN STERN, zu spendieren. In dessen Ausgabe 43 vom Herbst 2018 erschien nämlich eine Short Story der Autorin - besser: des Autorengespanns - gleichen Titels, die der Nucleus dieses Buches darstellt, erschienen 2020 bei Wurdack in der Edition 100. Aber doch, ein bisschen stolz bin ich schon.
Die Short Story findet sich in einem Erzählstrang des Romans wieder, wird natürlich ausführlicher erzählt. Aber am Ende gilt schon - darauf muss man gefasst sein:

„Ich muss mir eingestehen, dass es Dinge gibt, die bei aller Mühe unerklärbar sind und es auch bleiben.“ (S.162)

Das macht gute Unheimliche Phantastik aus, denke ich: Dass man im Unklaren bleibt, weil man mit etwas konfrontiert wird, was den menschlichen Verstand überfordert, oder untergräbt, oder ad absurdum führt. Genau das schafft das Buch!
Dabei fing es fast zu langsam an. Zunächst werden diesmal zwei Paare eingeführt. Zum einen Adam und Eva aus der Short Story, also Adam, den seltsamen Maler und dessen Frau. Das zweite Paar sind Holly und Paul. Beide Paare sind nicht einfach, bzw. schon besonders. Nun wird auch recht ausführlich auf die beiden Paarbeziehungen eingegangen. Das lullte mich ein. Nun, das las sich nicht schlecht, war interessant und die Autorin ist einfach zu gut, um mich auch bei so einem Thema kalt zu lassen, aber hätte ich dann so euphorisch reagiert, würde es so weitergehen?
Beide Paare erleben wir dabei, wie sie in ihre neuen Domizile einziehen. Adam & Eva weit ab vom Schuss, irgendwo im Wald, wo sie ihre Ruhe haben, wo Adam in Ruhe malen und Eva in Ruhe ihre Pflanzen pflegen kann.
Paul & Holly ziehen auch in so eine Einöde. Holly sucht ein Haus, aus dem sie eine Art grusligen Erlebnispark machen kann. Paul will nur das eine. Aber gut, lest selbst.
Fakt ist, dass es nicht bei Beziehungskram bleibt. Ich habe mich da noch immer gefragt, was beide Erzählstränge verbindet. Dann krachte es bei einem Pärchen. Danach las ich fiebrig weiter und wartete nur darauf, dass es bei den anderen auch kracht.
Es kam auch so und noch heftiger. Wow!
Ja, und wie die beiden Paar-Geschichten zusammenhängen, wird natürlich auch erzählt.
Man soll ja Autoren nicht danach fragen, woher sie ihre Ideen haben. Nun, ich würde das in diesem Falle die Autorin auf keinen Fall fragen, denn ich hätte Angst vor der Antwort. Fakt ist, dass sie mich wieder absolut überrascht und gefesselt hat mit ihrer Schreibe!
Der zweite Autor ist aber Daniel mit seinen Bildern. Für sich genommen erscheinen sie spröde und dunkel. Sie versprechen eine finstere Welt, aus denen sie Ausschnitte zu sein scheinen. Erst mit dem Lesen erkennt man, was man da sieht! Das ist tatsächlich eine Offenbarung. Und man kann sich in ihnen, in ihrem Detailreichtum, verlieren, wie in einem Strudel (oh, war das jetzt ein Spoiler?).
Daniels Stil erinnert mich an die Illustrationen phantastischer Werke aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, vornehmlich aus dem deutschsprachigen Raum. Sie könnten auch im ORCHIDEENGARTEN abgedruckt worden sein, in den 20er Jahren. Für mich sind sie eine Wohltat in der Flut computergenerierter scheinbarer Perfektion auf dem Illustrationssektor.

Leser*innen: Lest mehr Elbracht / Bechthold! Ina & Daniel: Schreibt / zeichnet mehr!
11 / 10 Punkte


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Fanzine-Austausch - die Fortsetzung (2)

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 30 Dezember 2020 · 1.333 Aufrufe
BWA
Fanzine-Austausch - die Fortsetzung (2) „Und inzwischen lese ich das BWA Aktuell ja regelmäßig“, schrieb ich im Oktober 2019 noch hier, an andere Stelle.

Irgendwie hatte ich mich an den regelmäßigen Fanzine-Austausch gewöhnt. Na ja, damals stockte der Austausch bereits und wurde mit einer massiven Heft-Lieferung wieder aufgenommen. Danach war dann aber für fast ganz 2020 Ruhe. Leider, möchte ich hinzufügen. Aber nichts ist für die Ewigkeit.
Ich weiß auch gar nicht, warum es erst mal endete. Vielleicht gibt es da so ein Ungleichgewicht. Ja, unser NEUER STERN hat selten so viele Seiten wie BWA. Andererseits wird der Platz schon unterschiedlich genutzt.
Inhaltliche Gründe vielleicht? Wir haben ja weniger Perry bei uns (also, gar keinen, um ehrlich zu sein). Auch schaffen wir es eher selten auf regelmäßig 1 Heft pro Monat, was BWA seit gefühlten Jahrhunderten schafft. Dafür: Alle Achtung! Aber wie ich gern betone: Es soll ja nicht in Arbeit ausarten†¦
Doch kurz vor Weihnachten - vielleicht liegt†™s ja an der besonderen Zeit, wo man gern an andere Menschen denkt, an Geschenke, an Freude bereiten - da meldete sich mein Fanzine-Tauschpartner und ich bekam 2 Hefte zugesandt (für die ich mich bereits revanchiert habe). Freude! Ja, habe mich sehr darüber gefreut!
Gleich mal untern Weihnachtsbaum gesetzt und geschmökert.
BWA ist jetzt schon bei den Nummern 446 und 447 für 11 & 12 / 2020. (Auch das werden wir vom NEUEN STERN niiiiie aufholen!). Beide Hefte mit buntem Covern, aber das seht Ihr ja†¦
Eine erste kleine Überraschung für mich: Eine Autorin kam quasi hier bei den BWAlern dazu, die ich bereits ein bisschen bei „uns“ vermisst habe. Na, vielleicht hat sie hier eine neue Heimat gefunden? (Als Selber-Herausgeber macht man sich natürlich Gedanken, vielleicht sogar Sorgen. Hmm, mag es an der Leserbriefe-Sparte liegen, die wir nicht haben und bei der sie sich dort rege beteiligt? Ja, vielleicht†¦)
Schauen wir mal in die Hefte.
Ein paar Gedanken zu den Äußerlichkeiten: Letzens wurde auf der Facebook-Seite der Clubs vermeldet, dass Corona-bedingt das erste Mal das Heft komplett am PC erstellt wird. Nanu, dachte ich, wird es das sonst nicht? Auf jeden Fall erklärt sich so, dass die Seiten ziemlich unterschiedlich aussehen. Es sind wohl die Zuarbeiten der Autor*innen, die Seite für Seite montiert werden. Durchgehende Seitennummern gibt†™s aber trotzdem. Muss ja doch am Bildschirm zusammengesetzt worden sein, oder?
Die Arbeitsweise erklärt dann auch, warum nach einem Artikel mitunter viel Platz (der Rest der Seite) frei bleiben muss. - Als Selber-Fanzine-Macher fällt mir das halt auf.
Inhaltlich:

Im November...
gefiel mir der Nachruf auf Thomas R.P. Mielke von Karl-Ulrich Burgdorf ganz besonders. Sehr informativ und schön geschrieben! Macht echt Laune, selber mal wieder was von Mielke zu lesen!
Ein paar Sachen, die Leserbriefe zum Teil, aber auch eine Quasi-Fortsetzung eines Artikels zu Terry Goodkind von Angelika Herzog, beziehen sich auf Artikel vorhergehender Hefte. Da fehlte mir der Anschluss. Aber gut. Angelika outet sich als Leserin, die nicht so gerne Endlosserien liest. Da haben wir was gemeinsam! Allerdings ziehe ich schon den Hut, wenn sie nach 10 Teilen eine Serie abbricht, also doch so lange durchgehalten hat. Ich bin ja bei solchen Serien froh, wenn sie verfilmt wurden, wie das ja hier auch der Fall war (Legend of the Seeker) - und an die TV-Serie erinnere ich mich gern!
Uwe Lammers schrieb wieder das Vorwort. Darin erzählt er sehr ausführlich von seinen OSM-Schreib-Abenteuern. Okay, ich denke mal hier muss man schon ein bisschen Fan der Serie sein. Das ist insofern vielleicht ein clubinternes Ding. Seine Rezis waren mir da informativer und die habe ich auch mit großem Vergnügen gelesen. Mir macht es auch nix aus, wenn sie von 2016 sind; ein Aktualitätsfanatiker bin ich auf jeden Fall nicht!
Diesmal war auch recht wenig Perry Rhodan drin. Ein Interview mit Kurt Kobler, das Alexandra Trinley mit ihm führte, über dessen ersten Roman der Perry-Fan-Roman-Serie. Allerdings eine Übernahme aus dem PRFZ-Newsletter.

Und Dezember?
Noch dicker, noch mehr Nachrufe, noch mehr Stories. Das Heft hat satte 80 Seiten. Diesmal gibt es auch 2 Stories, eine von Uwe Lammers, der seine Leser mal wieder in seine schier unendliche Zyklenwelt entführt. Ich muss hier „seine Leser“ betonen, da es mir als Außenstehenden absolut nicht gelang, dort einzutauchen. Allein die zahlreichen Fußnoten haben mir die Lektüre vergällt. Sorry, Uwe. Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann bitte Solo-Geschichten, ohne deinen 30jährigen Schaffensbackground.
Die zweite Story ist von Sabine Seyfarth und ist wie ein Brief an die verstobene Gro0mutter formuliert. Die Autorin (des fiktiven Briefes) macht sich Gedanken über Weihnachten, den Sinn und Zweck des Festes und darüber, ob das nicht abgeschafft gehört. Nun, da es sich um SF handelt, sind das keine gegenwärtigen Gedanken.
Sabine packt da - könnte ich mir vorstellen - Gedanken und Diskussionsergebnisse hinein, die sie als Mensch interessieren, jenseits der Idee zu dieser kleinen Geschichte. Wir kennen die Debatte vielleicht auch aus unserem Erfahrungskreis: Warum feiern wir Nicht-Christen überhaupt noch Weihnachten? Dürfen wir das? Hat das noch Sinn? - Müsste ich mich in einer Abstimmung verhalten, dann wüsste ich schon, auch als Atheist, wo ich das Kreuzchen setze.
Zu 2 Personen gibt es 3 Nachrufe; 2 zu Sean Connery und 1 für den eher unbekannten SF-Autor Richard Lupoff. Der war für mich gleich so gut, dass ich erst mal alle auf Deutsch verfügbaren Romane des Autors bestellt habe. Danke dafür! Mehr brauche ich zu dem Text gar nicht schreiben, oder?
Insgesamt finde ich diese Tradition der etwas ausführlicheren und auch persönlich gehaltenen, trotzdem überaus informativen Nachrufe sehr gut! Na ja, wenn nur die Anlässe nicht wären†¦
Uwe rezensiert wieder einen Cussler, wie auch im Novemberheft. Jedesmalig sind es Kooperationen, die wohl entsprechend Kooperationspartner ausfallen; diesmal wohl besser als letztes Mal.
Seine Rezi zu Bradbury Marschroniken war aber sehr wohltuend, ein Genuss! Vielen Dank dafür, auch wenn es ja ein allgemein bekanntes Werk ist. Aber die persönliche Note, die er da einbringt, macht das Lesen der Rezi zu mehr als einer bloßen Information.
Diesmal ist auch etwas mehr Perry drin, von daher†¦
So, genug um den heißen Brei herumgeschrieben. Wer mehr will, bitte an die SF-Freunde in BW wenden:
http://www.science-f...uerttemberg.de/


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Ina Elbracht: „Der Todesengel“

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung 17 Mai 2020 · 1.960 Aufrufe
Ina Elbracht
Noch ist der Mai nicht zu Ende, aber ich habe schon mal ein Lieblingsbuch in meinem Lektüre-Monat gefunden. Damit will ich mal nicht hinterm Berg halten.

Ina Elbracht: „Der Todesengel“
Ein Grusel-Thriller, Blitz-Verlag, 2020

Eingefügtes Bild

So ein bisschen liege ich gerade auf der Lauer; ich warte auf ein Buch von Ina Elbracht, das bei Wurdack in einer auf 100 Stück limitierten Auflage erscheinen wird und das für Leser & Leserinnen des NEUEN STERNs durchaus eine kleine Überraschung parat hält, denn es ist - ich denke mal, das ist wirklich so, weiß es aber erst, wenn ich es gelesen habe - die lange Fassung der Geschichte, die die Autorin für uns, für den NEUEN STERN, geschrieben hatte, illustriert von Daniel Bechthold: „Pentimenti“, Heft 43. Diese bewerte Kooperation wird in der Langfassung fortgesetzt.
Das Jahr 2020 ist aber das Jahr der Ina Elbracht, denn neben diesem zu erwartenden Buch ist gerade noch eines von ihr erschienen, beim Blitzverlag, in der Reihe „Ein Grusel-Thriller“, die erst aus zwei Büchern besteht.
Ähnlich wie in ihrem „Klunga“ spielt der Roman wieder in Köln und er spielt mit der Kölner Sagenwelt. Ihre Geschichte bezieht sich auf eine Sage aus dem 14. Jahrhundert, eine sog. Wandersage, die wohl ursprünglich aus Flandern kam und auch in anderen Städten, z.B. auch in Magdeburg, eine Ausschmückung erfuhr. Kann man gern in der Wikipedia nachlesen, aber vielleicht erst nach der Lektüre des Romans, dann hat man noch ein paar Aha-Effekte zusätzlich.
Der kurze Roman weist drei Zeit- und Handlungsebenen auf. Die Autorin bringt damit die mittelalterliche Sage in die Neuzeit und Gegenwart.
Es beginnt in einem Bombenkeller am Ende des II. Weltkrieges in Köln, Ein kleines Mädchen hat gerade ihren Vater verloren, doch eine etwas wunderliche „Tante“ kümmert sich rührend um sie.
Natürlich wird der Beginn der Geschichte erzählt, als in Köln die Pest wütete und der Tod allgegenwärtig war.
In der Jetztzeit lernen wir eine erfolglose und mit manchmal unlauteren Mitteln operierende Immobilienmaklerin kennen. Nach einer anhaltenden Pechsträhne scheint sie nun den großen Fisch am Haken zu haben.
Die drei Zeitebenen gehören zusammen, personell - wenn auch nicht wirklich durch die gleiche Person(ein), auch wenn dies erst einmal so scheint. Ist es eine Art Vampirgeschichte? Vielleicht†¦ Die Sagenfigur heißt Richmodis von Aducht; ist sie so etwas wie eine Kölner Elisabeth Báthory? Hmm, vielleicht†¦ Und wer sind diese seltsamen Bediensteten der alten Dame? Tauchen die auch schon im Mittelalter auf? Scheint so†¦ Aber auf alle Fälle gibt es da noch welche, die im und aus dem mysteriösen Untergrund Kölns (den wir ja eigentlich schon aus „Klunga“ gut kennen) agieren: Der Hinkende und der Bucklige. Was können die denn?
Die Geschichte ist nicht nur spannend und einfach mal gut erzählt, sondern auch so ein bisschen ein Plädoyer für Frauen-Power.
Ach nee, ich verrate nichts und empfehle die sehr kurzweilige Lektüre - als Taschenbuch oder, wie ich diesmal, als eBook.
9 / 10 Punkte


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Fanzine-Austausch - die Fortsetzung

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 19 Oktober 2019 · 1.960 Aufrufe

Fanzine-Austausch - die Fortsetzung Das gilt immer noch: Als Macher eines Fanzines (oder Fast-Fanzines, nämlich des „Rundbriefs an die Freunde des ASFC Halle“) bin ich am Austausch mit anderen Fanzine-Machern interessiert. Ich finde Fanzines nämlich immer noch gut, so als Medium des SF-Fandoms (und anderer Sparten).
Die Kolleginnen & Kollegen des SF-Club Baden-Württemberg sind zuverlässig fleißig und rührig in Sachen Fanzine-Machen. Ihr BWA Aktuell ist im September 2019 bereits zum 432. Mal erschienen. Und inzwischen lese ich das BWA Aktuell ja regelmäßig. Also fast regelmäßig. Seit dem Frühjahr war da für mich etwas Ruhe, dann erhielt ich jetzt aber gleich einen ganzen Stapel Hefte.
Na, da kommt doch Freude auf! Dafür geht der NEUE STERN in den Süden Deutschlands (leider kriegen wir das gerade nicht allmonatlich hin - auch 2018 hatten wir das nicht, obwohl dann am Ende tatsächlich 12 Hefte erschienen sind. Mal sehen, wie die Bilanz dieses Jahr ausfällt).

Der April, BWA 427 - eine kurze Vorstellung, ein paar Gedanken
Im Vorwort von Uwe Lammers findet er positive Worte zum neuen Doctor, also zur Doktorin. Das liest man ja sonst eher selten, die Meinungen zeigen mehr mit dem Daumen nach unten. Nicht so bei Uwe. Da ich die Serie noch nicht gesehen habe, hat Uwe mir damit Lust auf sie gemacht. Danke dafür!
Gerd Maximovic greift in seinem LoC ein Thema vom vorherigen Heft auf: Homunkulus. Er macht das historisch, wie man von ihm ja gewohnt ist. War sehr erbaulich und enthielt für mich auch viele neue Hinweise zu diesem Thema. Danke dafür! Nur mit seinen Ableitungen komme ich wieder nicht so klar: Spuren in der Literatur sind m.M.n. noch keine Beweise für die wahre Existenz von Homunkuli. Und eine „Erschaffung aus dem Nichts“ stellt so eine Homunkulus-Herstellung auch nicht dar.
Die Buchrezis verlassen oft den Rahmen eines SF & F - Fanzines. Uwe widmet sich mal wieder der Erotik - also, in Buchform: „Shades Of Grey, 3. Teil“ - Na, ich war ja schon mal erstaunt, dass es da drei Teile gibt.
Seine Rezi über „Pandoras Pakt“ machte mich erst neugierig - Thema ist für mich auch interessant: Alexander der Große, Parallel- bzw. Alternativwelt-Historie - aber dann scheint der Roman an sich nichts zu taugen. Also: Danke für Die Warnung!
Ekkehardt Brux ist auch wieder mit von der Partie, mit einer Rezi zu einem alten Roman von W. D. Rohr. Er nutzt den eher unbedeutenden Roman für Ausführungen zur Rolle von „Amateur-Astronomen“, so will ich sie mal bezeichnen. Wobei ja selbst ein Keppler ein Amateur war, da er seine Brötchen mit etwas anderem verdienen musste. Sehr interessant; vielen Dank!
Sehr schick auch die Rezi von Michael Baumgartner über Sex im 21. Jahrhundert. Nein, nein, auch hier „nur“ als Buch†¦ Aber diesmal ist es sogar SF, auch alte, denn es enthält Klassiker der SF und erschien in den 80ern. Mal sehen, vielleicht kann ich ihn überreden und der Artikel kommt noch mal im NEUEN STERN, der zum Jahresende sich „dem“ Thema widmen will.
Dazu gibt es noch mehr (Perry, inkl. eines Romanauszuges; echt; ich verstand kein Wort als Nicht-Rhodanier, Kurz-Rezis von Angelika Herzog, wie ich sie ähnlich schon aus der APA kenne, sehr erfrischend!) Heft hat 52 Seiten, ist von A4 auf A5 runterkopiert (?) - dadurch ist die Schrift oft ziemlich klein. Aber man kann†™s lesen, geht schon (beim NEUEN STERN bleib ich aber beim 1:1-Ausdruck eines als A5-gesetztes Heft).






Motto

„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 
Arno Schmidt
 
Er weiß nun auch, was er gegen die … lauernde Stupidität, die sich als Realismus ausgibt, zu tun hat: das Bild von Wirklichkeit eingrenzen, sie mit ästhetischem Maß und nur mit diesem messen, den Schritt in surreale Reiche wagen."
(aus: Gunnar Decker: Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie. S. 201)

 

 

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

Angehängtes Bild: Demiurg_g.jpg

© Thomas Hofmann

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

 

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

 

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.

 

 

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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
 Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990
 Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
 Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
  Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
 Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
 Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
 Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
 Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
 Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
 N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
 Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
 Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
 Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
 Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
 Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
 Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
 Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
 Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
 Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
 Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
 Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, KOVD 2020 (Neuauflage)
 Peter Schünemann, "Nachtmahr", Ed. Dunkelgestirn, 2023
 Andreas Fieberg & Ellen Norten (Hrsg.): RÜCKKEHR NACH BLEIWENHEIM, p.machinery, 2023

 "Angst im Empire", hg.v. Reinhard Klein-Arendt, Ed. Dunkelgestirn, 2024
 Jörg Weigand, "ISABELLA. Eine ganz besondere Liebe", p.machinery, 2025

 Thomas Hofmann und Petra Hartmann: "Das intergalaktische Bestiarium", Ed. Dunkelgestirn, 2025

â– 
Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
 Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
 Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
 Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
 Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
 Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
 Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
 Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
 Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001
 Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
 C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
 Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
 Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
 Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
 Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
 G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
 M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
 Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
 Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
 Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
 Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
 Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
 Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
 Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
 Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
 Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
 Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
 Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
 Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
 Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
 Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012
 "Saramees Blut", Atlantis 2012
 M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
 Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
 Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017
 Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
 Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
 IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
 Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Der Traummeister, Memoranda, 2020
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Marslandschaften, Memoranda, 2020
 Fahrenheit 145, Buch zum 15. ElsterCon, 2020
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Pulaster, Memoranda, 2021
♦ (N)IRGENDWO (N)IRGENDWANN. Utopie und Humor. Begleitband zum ElsterCon 2022
♦ Goblin Press. Die frühen Jahre: 1990 - 2004. Eine illustrierte Dokumentation von Uwe Voehl, Lindenstruth 2022
♦ Hubert Katzmarz: Im Garten der Ewigkeit, p.machinery, 2022

 Angela & Karlheinz Steinmüller: Computerdämmerung, Memoranda, 2023

 Andreas Fieberg (Hrsg.): ABSCHIED VON BLEIWENHEIM. In memoriam Hubert Katzmarz MMXXIII, p.machinery, 2023

 Hubert Katzmarz: EIN MEISTERWERK DER WELTLITERATUR, p.machinery, 2023
 

 
Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016
Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018
!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019
!Time Machine 3, April 2020
!Time Machine 4, Januar 2021
Der neue Pegasus Nr. 2, April 2021

!Time Machine 5, Oktober 2021
!Time Machine 6, Januar 2022
!Time Machine 7, Januar 2023

!Time Machine 8, Januar 2024

!Time Machine 9, Februar 2025

!Time Machine 10, Februar 2026 
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Fanzines
aktuell & laufend NEUER STERN, Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte
TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)
TERRAsse zum PentaCon 2019
TERRAsse zum PentaCon 2021
REISSWOLF S5, 2024

SF-Notizen Kalender August 2025 bis Dezember 2026
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CD-Cover
 The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
 Syngularity: The Four Horsemen; 2000
 Gothica: Within A Dream; 2000
 Gothica: Into The Mystic; 2000
 The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
 Gothica, Workbook 1995, 2003

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