Zum Inhalt wechseln


Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



Foto

Book Brothers? Yeah!

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le..., Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 08 Juni 2016 · 2.202 Aufrufe
Roman Israel, Uwe Schimunek und 1 weitere...
Leipzig hat ja reichlich Lesebühnen. Diese hier ist eine kleine, aber sehr feine, die es verdient hätte, noch etwas zu wachsen und daher hier empfohlen werden soll:

Die Book Brothers.


Eingefügtes Bild
Foto: Schirmer.

v.l.n.r.: Benjamin Kindervatter; Roman Israel, Uwe Schimunek.


Sie spielen mit dem Rock†™n†™Roll & Blues, den man vielleicht auch in der Literatur finden kann; werben damit, Literatur für Erwachsene zu fabrizieren und vorzutragen. Nun, so deftig wie vielleicht zu erwarten, wurde es dann gar nicht. Dennoch sehr unterhaltsam, kurzweilig, und mit spitzer Feder formuliert. Mitgemacht haben diesmal sogar vier Leute. Die Book Brother sind: Roman Israel, Benjamin Kindervatter, die ich beide bisher nicht kannte und Uwe Schimunek, den ich recht gut kenne; und als Gast diesmal die „lebende Legende“ Christian von Aster. Ja, so wurde er von der Eingangsmoderation durch Roman Israel angekündigt.
Wow! Jetzt hat er es geschafft, der liebe Christian - er wird als lebende Legende gehandelt. Recht so! Roman Israel erwähnte, dass er von v. Aster hörte, als er noch in Dresden lebte. Ja, „hörte“†¦ Das ist es wohl, was man unter „legendär“ versteht.

Der Abend. 7. Juni 2016. Die Lokation:
Das Café ROBOTNIK in Leipzig-Connewitz ist eines von vielen Orten der gastronomischen Amüsements in diesem Stadtteil. Ein kleiner Ort; richtig viele Leute passen da gar nicht rein; aber wie schon angedeutet: Es hätten ruhig noch ein paar Leutchen kommen können. Die 4 literarischen Streiter ließen sich aber nicht beirren, setzen die Sonnenbrillen ab und lasen in 2 Akten, jeweils 2 Texte. Schön war es für mich ollen SF-Futzi, auch mal was aus dem nichtphantastischen Segment der Literatur serviert zu bekommen. Roman Israel amüsierte seine Zuhörer mit persönlichen Erlebnissen - wie er z.B. an der Grenze Sachsen / Tschechien, also an einem Ende der Welt, die Fahrschule besuchte. Herr Kindervatter klang irgendwie nicht so amüsiert - z.B. darüber, wie ihn seine französische Freundin vor dem Theater warten ließ und er deshalb von einem bekannten Schauspieler angemotzt wurde, der Störungen während seiner Vorführung gar nicht leiden kann. Also, den Zuhörer hat†™s hingegen sehr amüsiert, vom Pech des Autors zu hören.
Uwe verlas eine SF-Story, die er sozusagen spontan einem extra aus Halle angereisten SF-Fan widmete - also, sozusagen; hoffe, ich nehme mir hier nicht zu viel raus, aber er fand es wohl passend, dass er zumindest eine Person im Auditorium wähnte, die von vornherein seine Wahl, ein SF-Story zu lesen, für gut befindet. Hat sie, hat sie J
Dann hatte er noch eine kleine Krimistory parat, in der der Täter via Musik tötet; am Ende spielte Uwe diese Musik ab, und ich lebe komischer Weise immer noch†¦
Christian gab eine mittelalterliche, Fantasy-hafte Bolz-Geschichte und zum Schluss eine Kostprobe seiner Balladen-Kunst zum Besten.
Allesamt sind übrigens sehr gute Interpreten ihrer Texte. Irgendwie erwartet man ja, dass Autoren, Schriftsteller ihre Texte mit Esprit und Verve vortragen, so dass die Lesung auch ein Kunststück für sich ist. Warum eigentlich? Sind ja keine Schauspieler, sondern Schriftsteller, die sicher mit Worten umgehen können, aber eher auf dem Papier. Also, es gibt ja da so Beispiele, na, wollen mal keine Namen nennen†¦ Aber diesen vier Recken zuzuhören war ein Fest. Denke mal, das muss ich noch mal wiederholen; vielleicht im November, wenn die Book Brothers wieder im Robotnik auftreten.


Foto

Heft-iges 5&6

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung 11 November 2015 · 1.676 Aufrufe
TES
Heft-iges 5&6 Auf den Geschmack gekommen, habe ich mir mal die „südamerikanischen“ Ausgaben aus der Reihe „BunTES Abenteuer“ herausgefischt. Es ist beileibe nicht nur SF, was in der Reihe erscheint; ähnlich wie das Vorbild „Das neue Abenteuer“ werden eben alle möglichen abenteuerlichen Stoffe dargeboten.
„Im Auge des Chaac“ entführt Gerd Bedszent den Leser in ausnahmsweise 2 Heften in den Dschungel von Yukatan, und das zum Maya-Weltuntergang 2012. Nun, nach Wilko Müllers Abenteuergeschichte um das „Fräulein Schmidt“, das den Stoff durchaus phantastische aufbereitet und zu dem es in der Heftreihe auch eine Ausgabe gibt, bleibt der Autor hier in der harten, bitteren Realität.
Allerdings lernen wir ein paar der etwas durchgeknallten Esoteriker-Touristen kennen, die anlässlich der Maya-Prophezeiung dem Ort des vermeintlichen, erhofften, befürchteten Geschehens ganz nahe sein wollten. Was sie da wollten? Vom UFO abgeholt werden? Ein Dimensionstor zum Sirius vorfinden? Der Autor lässt sie jedenfalls in keinem vorteilhaften Licht erscheinen. Der Auftritt der Verrückten war aber kein Selbstzweck, eine der Personen wird dem Hautpheld dann noch einmal begegnen.
Neben dieser eher kuriosen Personalie konfrontiert der Autor den Leser aber mit einem wesentlich härteren, unschöneren Thema, nämlich dem Drogenbandenkrieg, der Mexiko fest in seinen Krallen hält.
Der Held der Geschichte ist ein deutscher Journalist, spezialisiert auf Archäologie, der erst vor Ort merkt, dass das alles viel zu viel für ihn ist. Aber er muss da durch, durch den Dschungel, und andere dunkle Wege, verfolgt von seiner verständlichen Angst vor den Gangstern, die nicht nur im kriminellen Drogengeschäft ihre Finger stecken.

Titelbilder von Mario Franke
TES im Netz


Foto

Heft-iges 4: DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 21 Oktober 2015 · 3.081 Aufrufe
Jörg Herbig
Heft-iges 4: DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL

Da ist es! Ja, hat ziemlich lange gedauert. Und dabei bin ich im doppelten Sinne sehr froh, es in den Händen halten zu können. - Warum? Ich darf da mal etwas ausholen†¦
Ich bin bekennender FLEDERMAUS / DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL-Fan, also Fan der kleinen und feinen, kunstvollen, über den Tellerrand des „Nur-Phantastischen“ hinausschauenden Fanzines von Jörg Herbig. Mir macht die Lektüre einfach gute Laune; die Texte sind authentisch, die Herangehensweise unorthodox, die Hefte haben was von Anfang 90er Jahre (ich nehme mal an, auch von 80ern, aber da war ja noch so eine Zaun, er mich von diesen Sachen trennte).
Auf jeden Fall habe ich das jeweils nächste Heft, erst mal Blut geleckt, immer sehnsüchtig erwartet. Umso erfreuter war ich, als mich Jörg eines Tages fragte, ob ich mich nicht mit Zeichnungen beteiligen wollte. Na klar! - Nun, ganz so enthusiastisch war ich gar nicht. Also, mir war das eine große Ehre und ich freute mich über das Angebot. Doch leider verharrte ich zu diesem Zeitpunkt in einer Art mehrjährigen Motivations-Tief. Jörg räumte mir viel Zeit ein, da auch die Zuarbeiten der anderen Beteiligten auf sich warten ließen. Doch ich kam nicht aus dem Mustopf, entsann mich aber der letzten Arbeiten, die ich für ein geplatztes Buchprojekt angefertigt hatte. Diese Projekt (so um 2008) war mit daran schuld, dass ich danach ziemlich die Lust am Zeichnen verloren hatte, gehörte es doch zu einer Reihe groß angekündigter Projekte, die von den Herausgebern dann doch nicht realisiert wurden - das fiel denen ein, als ich mit meinem Teil bereits fertig war. Oh, oh, ich war sauer damals - und hatte dann keine Lust mehr.
Inzwischen hat sich das ja gegeben. Jedenfalls bot ich Jörg diese Zeichnungen an; von denen ich zumindest der Meinung war, dass sie sozusagen einen gewissen Höhepunkt in meinem künstlerischen Hobby-Schaffen darstellten. Also, mir gefielen sie - gefallen sie noch immer.
Zwei von den damaligen Buchillustrationen fanden nun also Platz in dem 3. LACHENDEN TOTENSCHÄDEL, dazu das Motiv für das geplante Cover, das mit ganz wenig Farbe gestaltet wurde - hey, sogar das hat Jörg dann umgesetzt in dem Heft; klasse!
Dazu ein paar Kopf-Skizzen. Kurios - weiß gar nicht, ob Jörg das wusste und bewusst so einsetzte: Diese Skizzen entstanden im Zusammenhang mit einer Story von Markus Korb. Im LACHENDEN TOTENSCHÄDEL nun taucht einer der Köpfe auch wieder bei einem Erlebnisbericht von Markus Korb auf.
Das Heft ist ja recht dünn, aber fein. Ein Schmuckstück, leider mit recht wenigen Texten, die dem Phantastischen und Unheimlichen im realen Leben nachgehen, die von Erlebnissen berichten, die unmittelbar und mittelbar mit Phantastik, Horror, Fantasy zu tun haben. Neben Jörg Herbig haben wir ein Gedicht von Jerk Götterwind (siehe PAUSENFÜLLER) und Texte von Tobias Bachmann und Markus Korb.

 

Referenz
Nachtrag 11.11.15: Hier stand vor kurzem noch der Link zur Homepage von Fledermaus/Der lachende Totenschädel; leider ist sie aus dem Netz verschwunden. Ich kann auch keine andere Kontaktadresse benennen, alles weg... (Was ist da los?)




Foto

Heft-iges 3: Anomalie

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 12 Oktober 2015 · 1.579 Aufrufe
TES, Gerd Frey
Heft-iges 3: Anomalie Jetzt also doch der Mars! Sogar gleich 2 mal. (Nachdem mich das vorherige Heft aus der Reihe BunTES Abenteuer abseits des derzeitigen SF-Mainstreams nicht zum Mars, sondern zum Titan entführte - siehe meine kleine Rezi dazu - aber woher sollte Stanley G. Weinbaum es auch besser wissen, was so 2015 angesagt ist.)
Gerd Frey entführte seine Leser ins All, auf fremde Welten, u.a. 2 mal auf den Mars, der aber hinreichend fremd und exotisch ist. Zum einen verfängt sich der Astronaut in einer Zeitschleife, beim nächsten Mal erleben die Siedler auf dem Mars, wie die Anderen so einen Planeten für sich ur- und nutzbar machen - und müssen lernen, dass Sie sich nicht mit dem Mars begnügen†¦
Die Titelstory spielt zwar schon auf einem fremden Planeten, aber, was viel wichtiger ist, in einem Raumknoten, der wunderbaren Zeitanomalien ausgesetzt ist. Nun, sicher erschien dies etwas beliebig, denn Zeit verläuft dort mal schnell, mal langsam, in jede Richtung. Das zu erforschen scheint schwierig; und wenn dann noch persönliche Bindungen zwischen den Erkundern hineinspielen, wird es erst richtig verrückt. Geht leider nicht gut aus. Interessanter Weise wird auch etwas dystopischer Hintergrund angedeutet, möglicher Weise wäre dies ein Element, das noch ausbaufähig wäre.
Da Gerd auch als Grafiker aktiv ist, hat er das Cover und eine Illustration gleich mitgeliefert.
Unterm Strich: Kurzweilige Raumfahrer-SF-Unterhaltung, macht Laune!

Referenz:
Gerd-Michaels TES


Foto

Heft-iges 2: Auf dem Titan

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 10 Oktober 2015 · 1.970 Aufrufe
TES
Heft-iges 2: Auf dem Titan Alles spricht heutzutage vom Mars. Da gibt es Wasser, einen modernen Robinson, der wie Matt Damon aussieht und sowieso den höchsten Berg aller Welten. Na gut, aber ich las gerade was vom Titan, einem Saturnmond.
Die Story ist uralt: stammt von Stanley G. Weinbaum uns ist nun erstmals auf Deutsch erschienen als BunTES Abenteuer 29, entstanden in einer Zusammenarbeit von Gerd-Michael Rose und Peter Alsdorf, übersetzt von Katrin Geske und Gerd-Michael.
Eigentlich mag ich solche Hefte; habe aber bisher nur ausgewählte gekauft. Wer sich gern auf neue Eindrücke einlassen möchte und da aber nicht gleich dicke Trilogien kaufen will, ist mit dieser tollen Reihe aus Erfurt sehr gut beraten, denke ich. Allerdings ist Weinbaum nicht so ein „neuer Eindruck“. Es gibt ja einige Bücher von ihm auf Deutsch; die Story aber bisher noch nicht.
Erzählt wird eine schöne Aussteiger-Abenteuer-Story, die vor allem durch die Schilderung fremder Lebensformen brilliert. Na, dafür ist Mr. Weinbaum ja bekannt. Macht er hier auch wieder supergut. Beim Plot und den Figuren spart der Autor etwas. Ich fühlte mich dennoch auf diesem kurzen Trip durch das Sonnensystem sehr gut unterhalten. Das Heft ist ein Kleinod, habe es sehr genossen und möchte es empfehlen.

Referenz:
Gerd-Michaels TES


Foto

Heft-iges 1: Pausenfüller

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 10 Oktober 2015 · 1.539 Aufrufe

Heft-iges 1: Pausenfüller He, he, was für ein Name! Und in meinem persönlichen Fall auch sehr passend. Das neue Heft aus dem Hause Jörg Herbig heißt so und verhilft mir, so ganz persönlich, die Zeit zum Erscheinen des neuen Lachenden Totenschädel zu überbrücken.
Nun, das wird dem Heft selbstverständlich nicht gerecht! Es ist kein Pausenfüller - heißt nur so.
Dann war ich sogar überrascht, dass es so plötzlich da war, denn das Heft wurde nicht so heftig vorher beworben, nicht mal groß angekündigt. Und dabei ist es ein Kleinod. Hey, dass es so was noch gibt!
Bin ja Fan von „Artzines“, las gerne FLEURIE z.B. - kennt das noch jemand - das Zine von Eddie M. Angerhuber und Thomas Wagner; z.B. - Der Vergleich hinkt, denn FLEURIE war in erster Linie ein Fanzine phantastischen Inhalts, aber PAUSENFÜLLER erinnerte mich sofort an es, denn die Gestaltung ist sehr ähnlich: also, PAUSENFÜLLER wurde offensichtlich nicht am PC entworfen und gesetzt, nee, da wurden wieder Schere und Kleber zur Hand genommen. Wow! Ja, der Look ist der eines ambitionierten Lieberhaber-Fanzines. Der Satz ist unregelmäßig, die ausgeschnittenen Textblöcke in attraktiv gestalteten Rahmen gesetzt (kann man sicher auch mit dem PC machen, aber ich denke, das ist Handarbeit, oder?).
Im Mittelpunkt steht die bildende Kunst. 2 Künstler werden im Interview vorgestellt. Den einen davon kannte ich sogar schon, bzw. seine Kunst, wer sich dahinter versteckte, wusste ich nicht so richtig. Das war schon mal ein Aha!-Erlebnis.
Die andere Künstlerin hat mich aber noch mehr erstaunt, da sie ein schlimmes Erlebnis in ihrer Biografie verarbeiten muss und dies - den Worten nach - auch großartig bewältigt. Dass sie danach noch auf andere Menschen zugehen kann und auch dazu aufruft, dies zu tun, da nur so sich Türen und Wege eröffnen, erstaunt. Weiß nicht, wie ich so drauf wäre.
Dazu kommen Berichte von Jerk Götterwind und Jörg zu Ausstellungen, documenta z.B., eine die ich auch besucht hatte - aber interessanter Weise andere Ausstellungsorte als er, die war ja über die ganze Stadt verteilt; und ein paar Bilder-Buch-Rezis.
Vielleicht wäre ich nie auf dieses Zine aufmerksam geworden, wenn Jörg nicht auch der Herausgeber des Fanzine Fledermaus und des Lachenden Totenschädels wäre und wir uns sozusagen über diese Schiene - Phantastik / Horror - kennen würden. Wie sicher viele Phantastikfans auch (aber sicher nicht alle) bin ich halt auch an anderer Kultur interessiert, Malerei und Grafik, alt und neu, Theater, gern auch mal Experimentelles. Dass das auch den Herausgeber meines derzeitigen Lieblingsfanzines auf dem phantastischen Sektor fesselt, finde ich auch einfach mal gut. OK - alles Sachen, die mich persönlich angehen, darüber hinaus möchte ich aber das Heft empfehlen (und hoffe, dass es überhaupt noch zu kriegen ist, über die Höhe der Auflage weiß ich nichts); fragen kostet nichts, .... [Nachtrag 27.11.15] würde nix kosten, aber leider ist die Seite aus dem Netz verschwunden...


Foto

Empfehlenswert: Ur-SF aus Frankreich, präsentiert von Harun Raffael

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Meine Empfehlung, Phantastisches Halle & Le... 26 Juni 2015 · 1.908 Aufrufe

Eingefügtes Bild



Am 19. Juni 2015 hielt Harun Raffael seinen Vortrag „Ein Urgetüm der Science Fiction: C.I. Defontenay: 'Star ou psi de Cassiopée - histoire merveilleuse de l'un des mondes de l'espace' (1854)“.
Oh je, dachte ich vorweg, was soll das werden? Ein dermaßen sperriger Titel, so ein olles Zeug. Ob das jemanden interessiert? Nun ja, üppig gefüllt war der Saal im Haus des Buches zu Leipzig sicher nicht; 11 Leutchen kamen aber immerhin. Das klingt nicht viel, fürwahr, ist aber leider oftmals nicht mehr, auch bei namhaften Autoren nicht. Insofern kann man sogar zufrieden sein.
Außerdem haben alle, die nicht kamen, etwas verpasst! So!
Meine anfängliche Skepsis verflog sehr schnell. Zum einen ist Harun ein angenehmer Referent und Zeitgenosse, wenn ich das mal so sagen / schreiben darf. Er erzählte über eine Stunde über das Buch, und es wurde nicht langweilig. Natürlich erzählte er vom Inhalt des Buches so gut wie alles. Das sollte aber keinen Spoiler-Alarm erzeugen, denn - mal Hand aufs Herz - wer würde die alte Schwarte schon lesen wollen?
Harun selbst gab zu, dass er sich die alten SF-Planetenromane aus dem 19. Jahrhundert sozusagen aus Studienzwecken reinzieht. Das Vergnügen ist das des Entdeckers, nicht des Literaten. Obwohl das Buch hier wohl durchaus seine SF-literarischen Höhepunkte hat, wenn der Autor z.B. über die fremde Welt, deren Bewohner, Tiere etc. schreibt; dies alles spricht wohl den berühmten sense of wonder im SF-Fan stark an. Harun meinte, dass sich da sogar gegenwärtige Autoren was abgucken könnten, was phantastische Schilderungen anbelangt.
Das Buch ist sehr vielschichtig. Es ist ein Abenteuerroman, der auf einem fremden Planeten, in einer fernen Vergangenheit spielt. Er ist ein Gesellschaftsentwurf (mit durchaus aus heutiger Sicht bedenklichen Inhalten, wenn es z.B. um die Schilderung des Verhältnisses zwischen den menschenähnlichen Herrschern des Planeten Star, den Stariern, zu ihren untergebenen Sklavenwesen, den Repleux geht. Da kommen wohl die Ansichten eines vom Sklavenhaltersystem Überzeugten, sogar eines Rassisten zum Ausdruck. Allerdings muss man natürlich den Zeitgeist beachten. Darüber hinaus ist der Gesellschaftsentwurf durchaus egalitär, liberal, schöngeistig - bis hin zur Unlogik, wenn eine Gesellschaft im Einklang mit der Natur geschildert wird, die gänzlich auf Industrie und Wissenschaft zu verzichten scheint, aber dennoch über Raumschiffe [ohne Luftversorgung] verfügt...); es ist auch eine Romanze, inkludiert Theaterstücke, ist teilweise in Gedicht/Balladenform geschrieben - und das alles auf knappem Raum.
Harun stellte also den Roman sehr ausführlich vor, ordnete ihn aber auch in die Literatur allgemein und die SF des 19. Jh. im besonderen ein. Sein Fazit war, dass für ihn Jules Verne, auch nachdem er viele Vorläufer und Zeitgenossen kennen gelernt hat, als die große Vaterfigur der SF gilt, denn keiner hat ihm das Wasser reichen können. Aber es gab die unglaublichen, erstaunlichen Ausnahmen, zu denen „Star“ auf jeden Fall gehört, eine gewaltiger Welt- und Zukunftsentwurf (spielt ja in der Vergangenheit aus der Sicht der irdischen Expedition, die ein Buch vom Planeten „Star“ im Tibet fand), die man dann erst wieder in der Mitte des 20. Jh. z.B. in den Werken eins Olaf Stapledon, wiederfand. Leider blieben diese Werke aus dem 19. Jahrhundert ohne Wirkung, gerieten in Vergessenheit.
Der Autor von „Star“ war Landarzt und verstarb im Alter von 36; schon von daher konnte er schon kam nachhaltige Wirkung erzeugen; wer weiß, was noch so aus seiner Feder gekommen wäre?
Dass der Roman nach so langer Zeit in diesem Vortrag seine Wirkung entfaltete, ist allein dem Referenten zuzuschreiben. Wahrscheinlich lässt sich das alte Stück auch nur in dieser Form - sozusagen als Nach-Erzählung - genießen. Das konnte man allerdings alle Mal! Dafür an Harun großen Dank und meine Empfehlung für Cons und SF-Fan-Treffen.
Man kann das Buch aber auch in einer nacherzählten Form auf Englisch lesen, siehe amazon-Link. Ein Hallenser SF-Fan, Bernd Wiese, hat es in seiner „Alten Bücherkiste“ (1) und wird es - hoffentlich - für den NEUEN STERN rezensieren.

(1) Ist mittlerweile eine Sparte im NEUEN STERN, die sich einer recht großen Beliebtheit erfreut. Darin stellt Bernd alte SF vor, meist 2. Hälfte 19. u. 1. Hälfte 20. Jh. Nun ja, vielleicht - gefragt habe ich ihn ja - bereichert diese Sparte in Zukunft auch Harun?!


Referenz
Der Vortrag von Harun ist auch nachzulesen, im Fanzine „World Of Cosmos“ Nr. 77 des Science Fiction Clubs Black Hole Galaxie (SFC BHG)
http://home.arcor.de...les/woc/woc.htm


Foto

Achtung Tipp: Der lachende Totenschädel #2

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke 30 Dezember 2014 · 934 Aufrufe

Menschenskind, fast verpasst: Die 2. Ausgabe des „Lachenden Totenschädels“ zu feiern, noch in diesem Jahr, in dem sie auch erschienen ist! Warum erinnert mich auch niemand daran?
OK, das Heft ist wieder eine Wucht!
Horror, Grusel, wobei die Autoren für sich definieren, was sie darunter verstehen und den Leser in ihre horrible Gefühlswelt mitnehmen. Das ist das Besondere an diesem Horror-Fanzine: Es geht um wahre Erlebnisse, um das unmittelbare Gefühl des Horrors. Damit ist das Heft keine 08/15-Sammlung von Fan-Stories, wie man sie (mittlerweile als Buch-Anthologien) zu Hauf findet.
Es sind sehr unterschiedliche Handschriften versammelt. Für mich sind auch viele neue Namen dabei (neben den altbekannten, wie Uwe Voehl, oder Markus K. Korb), die mitunter auch eher am Rande der „etablierten“ Phantasten-Szene agieren (nun frage man mich bitte nicht, was „etablierte Phantasten-Szene“ ist†¦ na ja, vielleicht die Namen, die man in einschlägigen Horroranthologien immer wieder findet.) - teilweise Musiker, keine Literaten. So wundert es auch nicht, den Horror in einer sturmgepeitschten Liebeserzählung serviert zu bekommen: Horror und Glück in einem. Ja, warum nicht?
Die Texte eint, dass sie sehr persönlich sind; ob alle wirklich authentische Erlebnisse sind, oder doch da und da der Erfindungsgeist nachgeholfen hat? Oftmals sind es Kindheitserinnerungen, oder auch Reiseerlebnisse, die offensichtlich ihre schwarzen, haarsträubenden, gänsehauterzeugenden Spuren in den Seelen hinterließen. Einige wirken aber so authentisch, dass sie genau deshalb ihre Wirkung bei mir nicht verfehlen: Ja, mich gruselte es. Vielen Dank dafür!


Foto

Der Herbst beginnt gut: "Die Saat des Unheils"

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung 11 Oktober 2014 · 1.451 Aufrufe

Eingefügtes Bild

Ian Tregillis: “Saat des Unheils†
Was denn, schon wieder Superhelden? Die könnten einem auch langsam zum Halse raus hängen. -- Doch es gibt ja immer mal wieder so ganz besondere Superheldengeschichten. Ich denke z.B. an Michael Bishops “Graph Geigers Blues†. Das neue Buch aus Festas Deltus-Verlag, von einem im Deutschen bisher eher wenig bekannten Autor aus den USA schlägt auch in diese Kerbe. Zudem wagt er sich in die Geschichte zurück, was ja nicht unproblematisch sein kann: Fantasy im II. Weltkrieg?
Aber Tregillis hat die Kurve gekriegt! - Bin begeistert und verfluche (na ja, nicht wirklich) Deltus, dass man mich so lange auf Teil 2 warten lässt.
Die Nazis haben da so einen verrückten Professor, der zieht Kinder groß, denen er besondere Fähigkeiten entlockt und diese Fähigkeiten mit wissenschaftlichen Methoden und Götterelektonenkraft verstärkt und zu Superkräften werden lässt.
Diese Supermenschen sind den Nazis verfallen, stehen unter ihrem Bann, obwohl sie das irgendwie gar nicht müssten, lassen sich sogar foltern und demütigen. Das Gespinst der persönlichen Beziehungen in der “Göttereletronengruppe† und zu ihren Ziehvätern ist komplex und ambivalent. Insofern macht es sich der Autor und der Autor den Lesern nicht leicht. Aber gut so; keine Schwarzweißmalerei.
Die Briten haben dafür so eine Art Magier, die Kontakt zu einer superbösartigen Überwesen-Art (also, aus Sicht der Menschen sind die böse, an und für sich sind sie den Menschen gegenüber nur gleichgültig eingestellt) herstellen können. Dafür muss ein hoher Blutzoll gezahlt werden; also auch kein einfaches “Dienstverhältnis†.
In diesem ersten Band wird durch die Einflussnahme beider “übernatürlichen† Gruppen der 2. Weltkrieg schon mal sehr stark beeinflusst und dadurch die Geschichte anders geschrieben, als sie uns bekannt ist. Der Krieg ist viel eher zu ende, die Sowjets schon 1941 in Berlin. Auch sie haben Interesse an der Götterelektronengruppe... Damit dürfte es im 2. Band ordentlich spannend weitergehen...
10 / 10 Punkte

(#47 der Leseliste 2014)


Foto

Der lachende Totenschädel

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 17 Mai 2014 · 1.966 Aufrufe
Jörg Herbig

Den Titel lass ich mal als Überschrift für meinen Artikel einfach so stehen; besser gehts nicht.
Der Untertitel lautet: „Unheimliche Erlebnisse - Gruslige Orte - Wissenswertes“. Das machte mich nun doch sehr neugierig. Zudem warb die erste Ausgabe mit illustren Autorennamen: Tobias Bachmann (kannte ich von der Goblin Press und dem Marbug-Con), Rona Walter (die neue Grande Dame des anspruchsvollen fantastischen Horrors, vielleicht eine neue Eddie Angerhuber, allerdings mit mehr schwarzer Romantik), Vincent Voss (in der Szene gefeierter Autor handfesten Horrors nach amerikanischem Vorbild). Diese Namen, neben den von Jörg Herbig, waren mir zumindest bekannt.
Inhalt des Heftes sind nun nicht einfach nur Horror-Geschichten, sondern eher persönliche Erlebnisse. Im Grunde macht das Heft mich neidisch: Solche Artikel, also mit persönlichem Bezug, schweben mir ja für den NEUEN STERN vor - neben Rezensionen, Stories etc. Tatsächlich halte ich diese Idee für eine „Marktlücke“. Nun, im Zeitalter des Selfpublishing und BoD und selbstverlegten eBooks möchte ich das Wort „Markt“ gar nicht schreiben. Für Fanzines gibt es natürlich gar keinen „Markt“. Doch wenn man heutzutage ein Papier-Fanzine erstellt, braucht man etwas, was all die anderen (Webseiten, Anthologien, Kleinverlage, Schreibwerkstätten) nicht haben. Die Informationsseite (Rezensionen, Autoren-Vorstellungen etc.) ist im Netz abgedeckt, lückenlos. Die Möglichkeit, Stories zu publizieren, ist meiner Meinung nach sogar schon bei weitem überfüttert: Keiner kann das alles mehr lesen (und niemanden möchte ich überhaupt zumuten, das alles lesen zu müssen, mir am allerwenigsten, da es mitunter inzwischen eine Zumutung ist, aber das ist ein anderes Feld†¦)
Ich hoffe, Jörg hält dieses Konzept eine gewisse Zeit durch; mich hat er als Leser auf alle Fälle gewonnen! Hier dreht es sich um persönliche Erlebnisse mit den unheimlichen Dingen des Lebens, die nicht immer erklärbar sind, aber erklären, warum wir - Menschen, die sich im Horror suhlen - uns zu den dunklen Gefilden des Lebens hingezogen fühlen (aber eher nur virtuell, möchte ich betonen, im Grunde bin ich ein ziemlicher Feigling).
Schauen wir doch mal ins Heft hinein:
Jerk Götterwind (ich vermute, dies ist ein Künstlername für den Musiker der Formation „Relative Kälte“) begegnete waschechten Rednecks mitten in England, obwohl er den Spuren Robin Hoods folgte.
Herausgeber Jörg dokumentiert, wie er sich im Rausch des Unheimlichen verloren hatte.
Andromeda Nebel (das ist auf alle Fälle ein Pseudo) hat den „Burgruinenblues“. Tobias Bachmann erzählt uns so ganz nebenbei, wie er zum Schreiben von Horror und Phantastik fand während eines jugendlichen England-Urlaubes. Warum Vincent Voss Horror schreibt, kann ich nach seinen Kindheitserlebnissen bei den Großeltern nun auch nachvollziehen†¦
FFM scheint ja ein wahrlich grusel-trächtiger Ort zu sein. Jörg schreibt über entsprechende Stadtführungen und Theaterbesuche.
Rona steuerte den umfangreichsten Beitrag zum Heft bei. „Knarzende Treppenstufen†¦“ ist eine Hommage an die Gothic Literatur, den altehrwürdigen Gruselroman und -Film, an die Schauer-Romantik, in deren Tradition sie sich als Autorin selbst sieht. Zu Recht, denn sie durfte auf diesem Gebiet durchaus schon einige Erfolge feiern.
Für sie ist die Nähe des Gothic zum Märchen wichtig, die ursprünglich oftmals viel schauriger, grusliger sind, als die für die lieben Kleinen aufbereiteten, buntbebilderten Texte. Feen glitzern - bei Rona - nicht.
Das Schauermärchen wurde in der Romantik (nicht die mir Candle-Light-Dinner) aufgehoben und über den Psychothriller in die Gegenwart überführt. Ihr Artikel ist eine wahre Fundgrube, danach kann man sich auch eine Lese- & Guck-Liste erstellen. (Am Rande: Mich freute, dass auch die Southern Gothic erwähnt wird von ihr, z.B. in der Person von William Gay, die ja sonst im Horror-Fandom eher steifmütterlich behandelt wird.)
Also, 50 gut anregende Seiten. Bezug: Jörg Herbig - fledermaus-phantastik@email.de




Foto

D. J. Franzen: „Gottes letzte Kinder“

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013, Meine Empfehlung 10 Februar 2013 · 1.264 Aufrufe

D. J. Franzen: „Gottes letzte Kinder“
D.J.Franzens Armageddon, die Suche nach Eden, Nr. 1

Eingefügtes Bild

Zählt man die „Romantic Thriller“, Mystery-Krimis, viele Thriller, die eher im Krimi-Regal einsortiert wurden, zur Horror-Literatur dazu, erlebt das Genre gerade eine Hochzeit. Als Fan des Genres bin ich von dieser Flut überrollt worden.
Schmonzetten mit liebestollen Vampiren und anderen dunklen Lovern haben für mich einige Topoi und Motive der Horrorliteratur bis auf viele Jahre hinaus regelrecht „verbrannt“. Das bedeutet, dass mir sicher so einige Perlen in der Publikationsflut entgehen.
Fast so schlimm erscheint mir auch die mediale Auswertung des Zombie-Themas. Aber da verhält es sich doch etwas anders. Vergammelte Leichen eignen sich nicht sehr als Liebhaber und Schwerenöter. Natürlich gibt es da auch Ausnahmen und Versuche, aber die kommen mir eher wie satirische Reflexionen vor.
Es sind gerade Zombie-Filme, die mir das Genre (finstere Bedrohungen im Alltag) gerettet haben, angeführt von „28 Days Later“ bis hin zur TV-Serie „Walking Dead“. Unterm Strich finde ich die modernen Zombies im Hauptprogramm des Kinos und Fernsehens um ein Vielfaches besser als die klassischen B-Movie-Kreaturen.
Nun muss es aber so sein, dass auch das Thema ausgereizt wird. Insofern war ich sehr voreingenommen und zurückhaltend, was diese neue Heftromanserie anbelangt, deren ersten Band ich nun gelesen habe.
Die Reihe wird als eBook und auch in gedruckter Form angeboten. Ich las das gedruckte Buch, das in angemessener Form herausgegeben wurde. Ja, „angemessen“ - will heißen, nicht zu viel und nicht zu wenig. Bleiben wir erst einmal beim Äußeren.
Das Buch / Heft umfasst 134 Seiten und ist broschiert, hat also einen biegsamen Kartoneinband. Das Titelbild ist recht einfach, im Grunde füllt eine bedrohlich wirkende, rote Wolke mit schwarzen Silhouetten im Vordergrund das Cover: Menschen rennen vor einer Gruppe angedeuteter Widerwärtigkeit davon. (Diese sparsame Gestaltung setzt sich in den Folgebänden fort; ich vermute mal, dies ist dem Umstand geschuldet, dass Cover bei eBooks eine eher untergeordnet Rolle spielen - es wird niemand durch ein ins Auge fallendes Cover im Buchladen angelockt. Auf jeden Fall kann Lothar Bauer sonst mehr. Andererseits wird eine Reihengestaltung etabliert, die durchaus stimmig wirkt, wenn man sich die Bände mal - wie ich virtuell - nebeneinander legt.)
Satz und Seitenaufbau sind sehr lesefreundlich - großzügig, ich finde es angenehm!
Der Autor hat sich gut 130 Seiten eingeräumt, um den Leser für sich einzunehmen und ggf. für die Serie zu interessieren. Ist ihm das gelungen?
Es beginnt wie in gefühlt 1000 Zombiefilmen: Kurze Szenen, die in die katastrophale Welt einführen, versehen mit Zeitstempeln, so nachrichtenmäßig aufbereitet. Die Erzählweise wirkt „filmisch“,
Nun, dachte ich, werden hier die bekannten Klischees wiedergekäut? - Aber ok, irgendwie muss es ja losgehen...
Interessant ist, dass die Handlung in Deutschland angesiedelt ist und in Köln beginnt. Aber, das darf ich mal vorweg nehmen: Nicht an diese Stadt gewöhnen, denn schon im ersten Band bleibt von ihr nicht so viel übrig.
Auslöser der Zombie-Apokalypse war ein Grippe-Virus; auch hier lehnt sich der Autor an die Erfahrungswelt seiner Leser an. Manche Nachricht über Schweine- u.a. Grippen fühlen sich ja tatsächlich wie Vorboten der Apokalypse an. Nun ja, in den kleinen Halblebewesen steckt ja auch wirklich genug teuflisches Potential. Dies ist allerdings auch keine neue Idee.
Wir lernen eine kleine Gruppe Überlebender kennen. Leute wie Du und ich, die Glück hatten, aber auch genug Biss, um sich gegen die Zombies zu erwehren? (also eher nicht so wie ich...). - Bei der Personalwahl übertreibt es der Autor für meine Begriffe etwas. So ist die junge Dame eine Ex-Porno-Filmdarstellerin. Nun ja, wer’s braucht... Dazu kommt ein Priester, der sehr an den Kumpel von Robin Hood erinnert.
Der Autor schreibt flott, bemüht vielleicht zu viele volkstümliche Alltags-Floskeln. Aber ok, damit holt er die Leser quasi zuhause ab. Mitunter bemüht er - nun ja - lustige Wortspiele und -Vergleiche. Das erinnerte mich etwas an Markus Kastenholz, so nebenbei. Allerdings wirken einige dieser Vergleiche auch unter Umständen leicht unfreiwillig komisch.
Doch dann wird es richtig interessant. Da gibt es eine Gruppe von Kindern, die überlebt hat. Wie das? Sie zeichnet etwas aus, das sie dazu befähigt. Der Leser bekommt auch eine Kostprobe, erschöpfend erklärt wird noch nichts, ist ja der Auftakt einer Serie.
Und noch etwas: Ein Zombie, im Erscheinungsbild einem Komiker in Hausarbeiterkluft ähnelnd, ist kein seelenloses, tumbes Geschöpf, allein fresstriebgeleitet. Er reflektiert seine Umwelt; der Leser darf Teil haben an seinen Gedanken. Und es gibt noch ein Geschöpft, Gabriel, eine Art Zombie-Gott. DAS wird nun wirklich gefährlich. DAS droht spannend zu werden. Zum Schluss des kleinen Romans war ich echt angetan. Alle Achtung, Herr Franzen, hätte ich echt nicht gedacht, hast das Genre für mich gerettet! Daher meine Empfehlung!
..und es geht weiter; bisher (Stand Feb. 2013) sind 6 Bände erschienen bzw. angekündigt, nicht alle wurden von Dirk Franzen geschrieben, auch von Ben B. Black und Dave Nocturn. Weitere Infos findet man auf der Verlags-Seite: verlag.begedia.de.
9 /10 Punkte


Foto

"Es war einmal"... es wird einmal...

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 05 Mai 2012 · 1.009 Aufrufe

Angehängtes Bild: Kap1teil.JPG
© Bild: Thomas Hofmann

"Es war einmal..." wird der neue Roman von Harald Weissen heißen. Nun hat er das erste Kapitel online gestellt. Das Bild ist ein Ausschnitt aus einer Illus von mir zum ersten Kapitel. Ich behaupte mal, das wird eine tubulente Story; am Anfang lässt es der Autor schon mal heftig krachen!

Homepage des Autors

Unter VORSCHAU findet man auch einen Link zum 1, Kapitel.


Foto

---

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 30 Oktober 2011 · 911 Aufrufe

irrelevant


Foto

Tags: Ende, Nacht, eRDe7, sehr, gut!

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung, Subjektive Eindrücke, Leseliste 2011 24 Oktober 2011 · 2.046 Aufrufe
Ralph C. Doege

Ralph Doege: „Ende der Nacht“
Deltus media, Leipzig, 2010

 

Auch wenn ich jetzt in den Verdacht der Schleimerei gerate, zumal der Autor zu den Forianern hier gehört, so muss ich zugeben, dass mich lange nicht mehr eine Story-Sammlung so beeindruckt hat!
Dabei war es für mich völlig unerheblich, dass es sich nicht immer um SF, nicht mal um Phantastik im weitesten Sinne, handelt. Ist ja eher eine Sammlung tragischer Liebesgeschichten. Das Motto zu „Wunden“ scheint mir symptomatisch zu sein für die meisten der Texte: „...Liebe bedeutet... das Bedürfnis, verloren zu sein...“ (S. 193; Zitat von G. Bataille).
Ich kann auch gar nicht sagen, welche Story mir am besten gefallen hat. Vielleicht waren es nur zwei, zu denen ich keinen rechten Zugang fand, und zwar „Alter ego“ - war das überhupt eine Story? Irgendwie ja, aber vielmehr noch ein philosophisches Essay, und „Im Sog“.
Ein paar Worte zu den Erzählungen:
â– „Balkonstaat“ ist eine Dystopie, vielleicht eine Mischung aus Kafka und Bukowski. Das Szenario wird schnell und treffend skizziert. Der totale Kapitalismus herrscht und lässt jedes Privatleben asozial erscheinen. Hier begegnen wir gleich das erste Mal den Qualen der Liebe.
â– „Altes Muster“ spielt in einem Fantasy-Postdoomsday-Leipzig. Autos fahren auf den Straßen, Supermärkte werden geplündert und ein Drache verlangt nach Jungfrauen. Eine seltsame, Aufmerksamkeit heischende Mischung, die aber sehr gut zusammen passt. Kaum zu glauben, das Ganze ist sehr stimmig. Es geht um den Wert von Vertrauen und Liebe in einer korrupten, finsteren Nach-Welt-Gesellschaft, spannend und konsequent erzählt bis zum Schluss.
â– „Im Sog“ ist eine Replik auf eine vergangene Liebe und ein vergangenes Leben, erzählt anhand der Einrichtung eines Hauses, mit dem diese verbunden sind. Schöne, melancholische Grundstimmung.
â– „Nikki oder Jeder stirbt allein“ erzählt von der seltsamen Romantik eines Killer-Pärchens a lá Bonny & Clyde / „Leon - Der Profi“. Der Killer möchte von allen geliebt werden. Der perfekte Mord ist der, bei dem sich das Opfer wohl fühlt. Ein Märchen von den „schönen Bestien“ - alles seelische Zustände, zu denen Normalsterbliche keinen Zugang haben; sicher ist das eine Form falscher Romantik, aber schön!
â– „Julia und die dunklen Spiegel“. Wieder eine Julia (wie in „Altes Muster“), wieder Leipzig. Julia und das männliche Pendant, Julian, (auch in „Altes Muster“) wird uns noch mal begegnen in diesem Band. (Also, Ralph, wer ist Julia?). Es wird der Frage nachgegangen,was Crowleys Magick bewirken kann; für den unglücklich Verliebten bringt es nichts.
â– „Kago Ai oder Das Ende der Nacht“. Großartig! Diese Story entlässt den Leer voller Bilder im Kopf. Der Autor spielt hier wohl auch mit seinen musikalischen Vorlieben und beginnt scheinbar ein Mosaik verschiedener Stories auszubreiten. Sollte dies einem verrückt vorkommen, so ist das sicher beabsichtigt, denn der Schauplatz ist eine psychiatrische Klinik. Es geht dabei auch um Drogen, wieder um eine unerfüllte Liebe, Melancholie und Selbstmord.
â– „Laura und die weiße Spinne“; hey, keine Julia. Und keine lustige Geschichte, denn die „weiße Spinne“ ist Krebs, unter dem ein einsamer Mann leidet, der seine unerfüllte Liebe wohl nur mit Stalking und Spannen seiner Angebeteten ausleben kann. Dann ändert sich aber vieles, um am Ende wieder sehr abrupt und überraschend den Leser zu schocken.
â– „Writer's Cut“. Der Titel ist eine Analogen zu „Director's Cut“ beim Film. Diesmal ist es eine sehr schöne, wenn auch ungewöhnliche Liebesgeschichte. Ungewöhnlich, weil zwischen Mensch und Android. Die Story hat was von Simak oder Bradbury.
â– „Freepolis“ ist ein Verbrecher-Utopia augensicher Couleur, in der der Autor wieder einmal eine vergebliche Liebesgeschichte ansiedelt, die im Bombenhagel endet.
â– „Wunden“ ist fast nur ein Text-Vignette, eine schöne Übung zum Thema Werwolf (und Liebe, natürlich...).
â– „Zwillinge“ gehört meiner Meinung nach zu den überragenden Stories des Bandes! Julia und Julian sind die Zwillinge, die hier im Widerstand zur Moral und Gesellschaft ihre Geschwister-Liebe ausleben wollen und scheitern. Eindrucksvoll und sicher nicht ganz unproblematisch.
â– „Zombie!Music for Zombie!People“. Diese Story erinnert mich an das was Dietmar Dath zu seiner eigenen SF sagte / schrieb, der sich der SF verpflichtet fühlt, aber auch der deutschen Literatur. Das hier könnte so etwas sein, also Phantastik Dath'scher Prägung?
Es ist keine 08/15-Zombie-Story, weder inhaltlich, noch formal. Der Form nach ist es wie der Versuch einer Story, denn der Autor selbst „spielt“ mit. Er schreibt einen Brief, in dem er über seine neue Story schreibt. Dabei führt er einige Szenen aus, aber nicht alle. Mit diesem Trick kann der Plot auf das Mindestmaß reduziert werden, was aber völlig ausreicht. Die Zombies stehen hier wohl, auch wenn das nicht explizit zum Ausdruck gebracht wird, für die an die hohle Konsumwelt Angepassten. Ein Musikprojekt richtiger Menschen versucht sich an die Zielgruppe anzupassen.
So, wie hier Zombies beschrieben und für die Story aufbereitet werden, erinnert es mich eben sehr an Dath, „Alles in Honig“ etwa. Trotzdem sehr originell und ungewöhnlich!
Ich weiß gar nicht, warum in den Autor so lange ignorieren konnte; war ein großer Fehler, den ich jetzt etwas gut gemacht habe. Nunmehr gilt es, die Augen aufzuhalten.
11 / 10 Punkte




Foto

Mit Uwe nach Thüringen

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2011, Meine Empfehlung 11 September 2011 · 2.488 Aufrufe
Subjektive Eindrücke zur Lektüre
Uwe Schimunek: „Das Thüringen-Projekt“
Also, das kam so: Da hat ein von mir sehr geschätzter Autor, Malte S. Sembten, ein Buch in FB vorgestellt: Ralph Doege: „Ende der Nacht“. Nanu! Dachte ich, das Titelbild kennst du doch irgendwo her. Und nun muss ich einfach meine Ignoranz und Unkenntnis der foruminternen Modalitäten eingestehen: Ich wusste schlicht nicht, dass sich hinter eRDe7 der in Leipzig beheimatete Ralph Doege verbirgt.
Letztens hatte ich kurz das Vergnügen, ihn kennen zu lernen. Kein Geringerer als Uwe Schimanek stellte ihn mir einfach so vor nach einer Lesung (von Thomas Wawerka). - Worauf will ich hinaus? Ach ja: Nach der Empfehlung von Malte orderte ich das Buch von Ralph – und, weil das für mich irgendwie zusammen gehört, auch das Buch von Uwe, das schon lange auf meiner Wunschliste in dem bekannten Onlinebuchladen stand.
Jetzt habe ich das Buch von Uwe also gelesen, das mit „eine Liebesnovelle“ untertitelt ist. - So ganz allgemein scheint es mir, dass Autoren wie Uwe, Ralph, aber auch Thomas Wawerka, keine Genregrenzen mehr kennen. Vor der Lektüre weiß man eigentlich gar nicht, worauf man sich einlässt. Hey, das ist großartig! Ich bin sehr gespannt auf das Buch von Ralph Doege und ich war auch sehr angetan von Uwes Buch. - Noch etwas zum gerade laufenden namedroping: In dem Buch stößt der Erzähler auf ein Regal mit Autoren, die mit „D“ anfangen: „Danella, Dath, von Dittfurt, Döblin, Doege...“; Doege wird als magischer Realist dem Leser vorgestellt.
Die „Ds“ sind, so könnte ich mir vorstellen, nicht von Ungefähr genannt worden, oder Uwe? Nun, Danella hat mich irritiert. Aber vielleicht passt Utta Danella (ich denke, sie ist gemeint?) doch in „seine“ Liste, denn das Buch, um das es hier geht, ist auch ein gewagtes Experiment: postapokalyptische SF meets Gartenlaube. Ob das funktioniert? So hundertprozentig bejahen kann ich die Frage nicht. Aber interessant ist das allemal.
Also, in so 400 Jahren ist das Ländchen Thüringen irgendwie … rückständig. Es gibt keine benzinbetriebenen Fahrzeuge mehr, alles läuft über Pedale. Ansonsten sind die Leute eher auf dem kulturellem Niveau des 20 Jh. Die Gesellschaft scheint absichtlich zu stagnieren, der Ball soll nach einem großen Knall flach gehalten werden. Hat ja was, aber...
Es gibt natürlich Konflikte, die sich in einer recht einfachen Liebesgeschichte zwischen einer Professorentochter, einem talentierten, aber armen Studenten und einem Militärbonzen-Jüngelchen entspinnt. Der Ausweg ist die Flucht, am Ende wird dem Leser erklärt, wie die Welt wirklich gestrickt ist. - Genau dieses Ende, das mir zu abrupt und aufgesetzt daher kam, störte mich dann. Auch dass das Studienobjekt des Protags, die Gartenlauben-Autorin Marlitt, so ausführlich präsentiert wurde, obwohl das natürlich wichtig für die ganze Story ist, machte es mir nicht einfach. Doch keine Bange: Man kann sich sehr gut auf dieses Experiment einlassen, denn mit gut 100 Seiten wird man nicht überfordert. Das Ganze ist verrückt, anders, damit vielleicht richtungsweisend.
8 / 10 Punkte






Motto

„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 
Arno Schmidt
 
„Er weiß nun auch, was er gegen die … lauernde Stupidität, die sich als Realismus ausgibt, zu tun hat: das Bild von Wirklichkeit eingrenzen, sie mit ästhetischem Maß und nur mit diesem messen, den Schritt in surreale Reiche wagen."
(aus: Gunnar Decker: Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie. S. 201)

 

 

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

Angehängtes Bild: Demiurg_g.jpg

© Thomas Hofmann

____________

.

Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

 

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

 

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.

 

 

ratte.gif

Neueste Kommentare

Archiv

pforte.jpg
 
Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
♦ Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990
♦ Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
♦ Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
♦  Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
♦ Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
♦ Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
♦ Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
♦ Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
♦ Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
♦ N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase, Solingen, 2001
♦ Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
♦ Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
♦ Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
♦ Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
♦ Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
♦ Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
♦ Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
♦ Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
♦ Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
♦ Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011
♦ A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
♦ Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016
♦ A.G.Wolf: Die weissen Männer, KOVD 2020 (Neuauflage)
♦ Peter Schünemann, "Nachtmahr", Ed. Dunkelgestirn, 2023
♦ Andreas Fieberg & Ellen Norten (Hrsg.): RÜCKKEHR NACH BLEIWENHEIM, p.machinery, 2023

♦ "Angst im Empire", hg.v. Reinhard Klein-Arendt, Ed. Dunkelgestirn, 2024
♦ Jörg Weigand, "ISABELLA. Eine ganz besondere Liebe", p.machinery, 2025

♦ Thomas Hofmann und Petra Hartmann: "Das intergalaktische Bestiarium", Ed. Dunkelgestirn, 2025

â– 
Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
♦ Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
♦ Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
♦ Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
♦ Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
♦ Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
♦ Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
♦ Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
♦ Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001
♦ Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
♦ C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
♦ C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
♦ Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
♦ Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
♦ Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
♦ Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
♦ Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
♦ Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
♦ Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
♦ G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
♦ M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
♦ Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
♦ Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
♦ Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
♦ Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
♦ Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
♦ Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
♦ Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
♦ Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
♦ Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
♦ Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
♦ Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
♦ Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
♦ Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
♦ Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012
♦ "Saramees Blut", Atlantis 2012
♦ M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013
♦ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
♦  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
♦ Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
♦ Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
♦ Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017
♦ Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
♦ Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
♦ IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
♦ Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Der Traummeister, Memoranda, 2020
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Marslandschaften, Memoranda, 2020
♦ Fahrenheit 145, Buch zum 15. ElsterCon, 2020
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Pulaster, Memoranda, 2021
♦ (N)IRGENDWO (N)IRGENDWANN. Utopie und Humor. Begleitband zum ElsterCon 2022
♦ Goblin Press. Die frühen Jahre: 1990 - 2004. Eine illustrierte Dokumentation von Uwe Voehl, Lindenstruth 2022
♦ Hubert Katzmarz: Im Garten der Ewigkeit, p.machinery, 2022

♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Computerdämmerung, Memoranda, 2023

♦ Andreas Fieberg (Hrsg.): ABSCHIED VON BLEIWENHEIM. In memoriam Hubert Katzmarz MMXXIII, p.machinery, 2023

♦ Hubert Katzmarz: EIN MEISTERWERK DER WELTLITERATUR, p.machinery, 2023
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Der vagabundierende Planet, Memoranda, 2026

 
Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016
Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018
!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019
!Time Machine 3, April 2020
!Time Machine 4, Januar 2021
Der neue Pegasus Nr. 2, April 2021

!Time Machine 5, Oktober 2021
!Time Machine 6, Januar 2022
!Time Machine 7, Januar 2023

!Time Machine 8, Januar 2024

!Time Machine 9, Februar 2025

!Time Machine 10, Februar 2026 
â– 
Fanzines
aktuell & laufend NEUER STERN, Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte
TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)
TERRAsse zum PentaCon 2019
TERRAsse zum PentaCon 2021
REISSWOLF S5, 2024

SF-Notizen Kalender August 2025 bis Dezember 2026
â– 
CD-Cover
♦ The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
♦ Syngularity: The Four Horsemen; 2000
♦ Gothica: Within A Dream; 2000
♦ Gothica: Into The Mystic; 2000
♦ The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
♦ Gothica, Workbook 1995, 2003

17 Besucher online

Mitglieder: 0, Gäste: 16, unsichtbare Mitglieder: 0


Bing (1)

Impressum

Thomas Hofmann

Kontakt: 
Telefon: o345 77 64o 72
E-Mail: sub.jekt @ arcor.de

Verantwortlich für den Inhalt

nach § 55 Abs. 2 RStV:
Thomas Hofmann, Kurt-Freund-Str. 1,806130 Halle 

Haftungsausschluss: 

Haftung für Links
Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar. Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.