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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Dresden, wie ich es mag: PentaCon 2015

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 14 September 2015 · 1.520 Aufrufe

Erstaunlich: Es gab mehr Con als ich erwartet hatte. Mehr in vielerlei Hinsicht, mehr Programm, mehr Leutchen, mehr gute Stimmung. So aus der Erinnerung und im Rückblick hat es mir diesmal besser gefallen als vor 2 Jahren. Irgendwie war kein Leerlauf, kam keine müde Stimmung (in mir) auf. Tja, großartig.
Angereist bin ich bereits am Freitag. Lange Zeit überlegte ich, ob ich den Freitag touristisch nutze; aber ich fand keinen richtigen Grund, durch die Stadt zu latschen. Daher setzte ich mich dem Freitagnachmittags-Verkehr aus, hangelte mich dann doch von einer Verkehrsbehinderung zur nächsten (aber so schlimm war es dann auch nicht) und kam superpünktlich am Palitzschhof an.
Ziemlich erstaunt war ich ob des bereits recht gut gefüllten Gastraums; der war, als ich vor 2 Jahren auch am Freitag dort ankam, absolut leer. Das hatte mir damals die Stimmung etwas verhagelt, aber nun: Doll! Erste Gespräche konnten vorsichtig geführt werden. Das Programm begann dann 19 Uhr mit der Begrüßung durch Club-Chef Ralf P. Krämer (RPK) einer Rede des Vorsitzenden der Palitzsch-Gesellschaft, Dr. Thomas Betten, dessen Räumlichkeiten wir ja schließlich nutzen konnten.
Es folgte ein Kurzfilm-Kaleidoskop, Hutschi präsentierte ganz alte SF-Filmchen und welche neueren Datums, erstellt von Filmakademie-Absolventen. Wider (meines) Erwartens war der Saal gut gefüllt, Stühle reichten gerade so - am Freitag wohlgemerkt - und alle Gäste zogen sich die Streifen rein. War ja auch eine kurzweilige Veranstaltung. Mir hat ja persönlich der kleine uralte Frankenstein-Film gefallen: Das Monster ähnelte irgendwie dem Struwwelpeter, war aber durchaus eindrucksvoll - besonders seine Entstehung, die mich wiederum an Szenen aus Clive Bakers Hellraiser erinnerten. (Um den Film zu sehen, muss man aber nicht zum PentaCon, den gibt es auch auf dieser Videoplattform, der berühmten, man suche da nach Frankenstein (1910))

Der Samstag = Hauptkampftag.
Ging früh los, mit Kaffee-Talk und Begrüßung der Leipziger... Ein Berliner, er war aber schon am Freitag da, hatte dann um 10 Uhr seinen Programmpunkt: Hardy Kettlitz referierte über 30 Jahre Sensationen und Skandale im Berliner SF-Club Andymon. Har har, ich werde natürlich davon hier nichts verraten :-) --- Im Ernst: Hardy eröffnete dem gespannt dreinblickenden Auditorium, dass der Untertitel sie lediglich anlocken sollte. Na, wer hätte das gedacht? - Aber trotzdem: Hardy konnte viel und amüsant berichten.
Es folgte der alljährliche Turbo-Vortrag von Dr. Karlheinz Steinmüller. „Alljährlich“? Klingt ja nach: Schon wieder? Aber das denkt niemand, die/der schon mal einen Vortrag von Karlheinz Steinmüller beiwohnte. Das ist IMMER ein Feuerwerk von Ideen und wohlfeilen Formulierungen zu einem knalligen Thema. Kein Ahnung, wo er das immer herzaubert. Diesmal ging es um Sprache. --- ??? --- Das soll spannend sein? - Ich denke mal, das ist es durchaus a priori; aber hier ging es um Sprach-Utopien, um utopische Sprach-Entwürfe. Als Wissenschaftler legte er eine Systematik vor und konzentrierte sich dann auf ein paar Aspekte zum Thema. - Ach, ich hatte keinen Stift zur Hand, denn ein paar Wendungen und Formulierungen waren wieder so, dass man sie hier eigentlich zitieren müsste. ABER: Wer will, kann es teilweise nachlesen, in dem „Begleitheft zum Penta-Con“, der Sonder-TERRAsse (stelle aber gerade fest, dass ein nachträglicher Bezug des Heftes so einfach nicht scheint; finde keine „offizielle“ Bezugsquelle*)
Dann blieb ich gleich zur Lesung von Angela & Karlheinz Steinmüller und Erik Simon aus ihrem gemeinsamen Buch, „Die Wurmloch-Odyssee“, das es aber irgendwie gar nicht richtig gibt. Irgendwie ist die gesamte Auflage †¦ nicht da... Na, vielleicht findet sich ja noch ein Weg, die gedruckten Bücher auch den Lesern anzubieten. Damit war die Lesung natürlich was ganz Besonderes.
Bevor die Laßwitzpreise (deren Verleihung gewohnt gekonnt Udo Klotz moderierte, diesmal begleitet von Ralf Bodemann, der die Laudationes verlas; er vertrat HPN sehr würdig!) vergeben werden konnten, zu deren Verleihung recht viele Preisträger auch anwesend waren, musste Michael Iwoleit noch vorklären, wie es um die SF und die Mainstream-Literatur steht, also, inwieweit sich SF und Mainstream inzwischen angenähert haben. Geklärt werden sollte diese Frage dann am Abend im Podiumsgespräch. Wurde die Frage geklärt? Man darf zweifeln, aber das musste sie auch nicht. Ich fand bemerkenswert, dass Michael Iwoleit am Ende zu dem Fazit kam, dass wir SF-Fans diese Annäherung nicht mitbekämen, weil wir zu sehr im eigenen Dunstkreis blieben. - Ach ich weiß nicht; ich habe schon eher den Eindruck, dass SF-Leser/innen mehr als umgedreht eher mal über den Tellerrand schauen (also die Krimi-Leer/innen sich schwer tun, sobald über dem Roman „SF“ steht, obwohl viele der modernen Krimis und Thriller recht deutliche und viele SF-Elemente haben); aber es ging ihm gar nicht so sehr um die Genre-Autoren, sondern um die immer häufiger auftretenden Fälle, dass sich seriöse, anerkannte, literarische Autoren SF-Elementen bedienen, oder einfach waschechte SF schreiben. Er nannte beispielsweise oftmals David Mitchell (Wolkenatlas) - na ja, gerade bei diesem Roman trägt er meiner Meinung nach Eulen nach Athen, denn der Roman wurde im SF-Fandom durchaus anerkannt und abgefeiert. Ich glaube, dass SF-Fandom ist weit weniger ignorant, als Michael befürchtet.
Nun, alles konnte ich nicht sehen. Auch wenn es nur eine Programmschiene gab, war es so viel, dass ich nicht alles geschafft habe. Die Fans lenken einen ja auch immer so ab :-)

Referenz
Web-Präsenz des Orts des Geschehens
Flyer zum Con
Laßwitzpreisträger 2015

* ) PS: Bei Ralf Krämer kann man das Heft bekommen, erfuhr ich nachträglich, Adresse siehe Flyer; für 1,5+P


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Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte? - Bericht zum Vortrag

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 06 September 2015 · 866 Aufrufe

Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte?

Vortrag von Dr. Maria Fleischhack
4. September 2015, Haus des Buches, Leipzig

Die Referentin entschuldige sich fast, dass ihr Thema so wenig mit SF zu tun habe, da sie ja nun mal von einem SF Club eingeladen wurde. Nun, ich nehme mal an, so eng sehen es die SF-Fans gar nicht, also, ich nehme das mal für mich in Anspruch. Da ich die Leute vom Freundeskreis SF Leipzig kenne, weiß ich, dass es ihnen ähnlich geht. Außerdem waren eine Reihe anderer Leute da, die sich offensichtlich vom Thema angezogen fühlten. Knapp 30 Zuhörer kamen.
Bei Maria Fleischhack handelt es sich mal wieder um so eine Referentin, die man nur antippen braucht, und schon sprudelt es aus ihr heraus, dass es eine wahre Freude ist! Nach ihrem Vortrag reagierte sie ausführlichst auf Fragen. Auch wenn sie längst ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, hat sie offensichtlich keinen Funken Begeisterung eingebüßt. - Insofern soll dies gleich mal eine Empfehlung sein, wenn man noch jemanden sucht für Vorträge - mit Niveau und Pfiff!
OK, also Sherlock. Sie sucht von der literarischen Figur Spuren in der Realität. Das scheint den Sherlockianern allgemein sehr am Herzen zu liegen, im richtigen Leben auf Ihren Helden stoßen zu können. Natürlich kann man Schauplätze besuchen, kann Ihm aber auch in London z.B. begegnen, in der Baker Street, auf U-Bahnhöfen etc. Aber auch in der Schweiz. Und weil sie so viele Artefakte, Orte, Situationen (Aktivitäten der Fans im Netz z.B.) finden kann, steht halt hinter dem Untertitel ihres Vortrages ein Fragezeichen.
Sicher hat sie eher wenig Neues und Überraschendes für echte Sherlockianer berichten können, auch wenn diese sich von ihrer Begeisterung anstecken lassen könnten, aber für S.H.-Laien wie mich gab es sehr viel Überraschendes! Und sogar für den SF-Freund, denn sie kam auch auf Doyles SF-Stories und seinen Hang zum Spiritismus zu sprechen, zeigte aber auch, dass in den S.H.-Stories durchaus SF, zumindest technische, wissenschaftliche Inhalte transportiert wurden. Sie ging soweit, die These zu äußern, dass die Anfänge der modernen Forensik mit Sherlock Holmes einhergingen (entweder von Doyle propagiert, oder zum Teil gar erfunden). Auch andere Neuerungen wurden extrapoliert. Aber gut, im Grunde braucht man als SF-Fan das nicht unbedingt, um Sherlock Holmes genießen zu können, oder?
Die Referentin spickte ihren Vortrag mit vielen Anekdoten (von der Bankangestellten, die die Briefe an Sherlock Holmes, Baker Street 221b beantworten musste; von Dolyes großem Vorbild für Sherlock, Prof. Bell) und erzählte von den Theaterstücken, die eigentlich den Mythos Sherlock Holmes begründeten, und dem Schauspieler William Gillette, dessen Aussehen und Auftreten dann zum Inbegriff für Sherlock wurde (z.B. die gebogene Pfeife, die der Schauspieler deshalb wählte, weil sie ihm beim Sprechen nicht aus dem Mund rutschte und von dem die berühmten Worte stammen, die als das berühmteste Zitat Sherlocks weltbekannt ist, aber das der nie sagte).

PS. Seit Juni d.J. ist sie Präsidentin der Inkling-Gesellschaft... Wow!
Vielleicht war sie ja nicht das letzte Mal im FKSFL zu Besuch.

Referenzen
Info-Blatt 112 des FKSFL
Dr. M. Fleischhauer / Mitarbeiterseite der Uni Leipzig

...mehr von Sherlock Holmes von der Referentin...

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Alte Mythen werfen ihre dunklen Schatten... und etwas (Comic-) Leseliste 08 / 2015

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 28 August 2015 · 1.286 Aufrufe
Attack on Titan;
Der Monat August stand bei mir im Zeichen der Zeichnung - zuerst Mangas gelesen, dann endlich doch mal wieder selbst gezeichnet, und zwar für ein Buch - besser: nach einem Buch (die Bilder werden aber erscheinen) -, das in der Goblin Press erscheinen wird. Wenn es soweit ist, wird sicher noch mehr die Rede davon sein (bei mir und anderswo).


27) Richard Kühle: „Alraune und der Golem“
Dieses Buch, das mir zunächst als Manuskript vorlag, las ich, weil ich etwas dazu zeichnen soll. Man wird sehen, ob und was das wird...
Es handelt sich um einen Roman aus den 20er Jahren, der nach einem Film entstand, oder nach dem der Film entstehen sollte...
Also, ich nehme mal an, wenn der Film je existiert hat, so gibt es keine Kopie mehr davon. Es scheint aber, dass der Film nie existiert hat (siehe hier; mit tollem Bild)
In der Goblin Press wird das Buch nun erscheinen und, soweit bekannt, wird in dem Buch auch was zum Hintergrund stehen. Ich weiß, dass der Herausgeber, Lars Dangel, auf der Strecke recherchierte.
Das Buch ist alt, das merkt man ihm an, in Hinsicht auf Inhalt und Stil. Es ist ein phantastisches Abenteuer, in dem alte Sagen, die jüdische Sage vom Golem, und die von der menschenähnlichen Wurzel Alraune, mit einer Liebesgeschichte verwoben werden. Es werden herrlich düstere Stimmungsbilder erzeugt, man kann sich die Filmbilder dazu recht gut vorstellen.
Raum und Zeit werden nicht genau benannt, beim Lesen ordnete ich es ins 16. Jh. ein. (War für mich ja auch wichtig, um mit der zeichnerischen Darstellung der Protags zurande zu kommen.)
Der „Ton“ ist märchenhaft, wirkt natürlich altbacken, teilweise romantisch, teilweise unheimlich. Sehr interessant und stimmungsvoll; meine Empfehlung (wenn es dann erschienen ist)!
- ohne Wertung -

Comic 10) Hajime Isayama: „Attack on Titan“, Bd. 3
Ich denke mal, ich bleib bei der Serie. Zur Zeit gibt es Bd. 9, aber in Japan schon bei 16. Mal sehen...
Auf alle Fälle darf man sich im 3. Bd. zum nächsten Cliffhanger hangeln. Unser Verwandlungskünstler wider Willen, Eren, steht mit seinen Freunden an der Mauer und soll mit einer Kanone erschossen werden. Puh. Man ist recht drastisch drauf in der Welt hinter der Mauer.
Dass das tatsächlich so ist, wird im Text dann noch mal angedeutet: Da man ja die äußere Mauer aufgeben musste, wurden viele Menschen den Titanen quasi geopfert, da für sie kein Platz mehr da war.
Interessant ist, dass das nur so am Rande erwähnt wird und dass man sich bewusst ist, Schuld auf sich geladen zu haben. Vielleicht spiegelt dies die Art und Weise wider, wie in japan die Mitschuld am II. WK abgehandelt wird? Ist nur so eine Vermutung...
Wir haben hier aber auch so einen General, der halt die Wahl der Mittel dem Ziel (Überleben der Menschheit) unterordnet, sich dessen dramatischer Weise bewusst ist, und dies aber bewusst so durchführt.
Immer wieder werden auch Leute, die in der Armee dienen dabei gezeigt, wie sie im Grunde verzweifeln, sie wissen genau, dass sie keine Chance haben gegen die Titanen und einen wohl blödsinnigen Opfertod sterben. Desertion, aber auch die drastischen Strafen dafür, sehen oft im Fokus der Erzählung.
Held Eren beginnt langsam das Geheimnis um sich und seinen Vater zu erkunden, ganz langsam. Sein Vater hat ihn wohl dazu gebracht, dass er... ach nee, lieber nicht spoilern. Es gibt für einen Folgeband auf jeden Fall noch ein Keller zu erkunden; dazu kam er hier noch nicht.
Hier geht es darum, dass die sturen Kommiss-Köppe begreifen, was Eren sein kann (was er wirklich ist, weiß er selber nicht). Allerdings geht ein erster bewusster Einsatz der „Geheimwaffe“ schief und am Ende wissen wir nicht mal, ob Eren da wieder raus kommt.
Die Zeichnungen scheinen mit teilweise besser geworden zu sein; ein paar großformatige sind dabei, die kommen richtig gut.
10 /10 Punkte (sehr subjektiv; zur Zeit neige ich dazu, die komplette Serie, das ganze Franchise absolut toll zu finden)

Comic 11) Masasumi Kakizaki: „Green Blood“ Bd. 1
Der Mann kann zeichnen, so was von gut!! Habe ich in Bestiarius ja schon festgestellt. Nun also die Westernserie, der 1. Band.
Spielt um 1865, nach dem amerikan. Bürgerkrieg, in New York, in dem berüchtigten Viertel, wo viele Einwanderer strandeten und in der Kriminalität oder Prostitution landeten. Man kennt das aus dem Film „Gangs of New York“. Protags sind zwei Brüder, wobei der ältere ein tragischer Held bzw. Antiheld ist, der sich als Auftragskiller verdingt, um sich und seinen Bruder durchzubringen. Sein jüngerer Bruder konnte sich dagegen seinen guten Charakter bewahren, trotz des ganzen, absolut großartig in Szene gesetzten Grauens. Die Zeichnungen: WOW!!! Er weiß aber auch nichts von den Umtrieben seines Bruders.
Am Ende erleben wir - Cliffhanger - wie der „Grim Reaper“ sich entscheiden muss, zwischen Loyalität zu seiner Geliebten oder zu seinem Auftraggeber. Wahrscheinlich hat er sich rational falsch entschieden... Mal sehen, wie das weitergeht.
9 / 10 Punkte

Comic 12) Roberson, Reynolds: „Feuer und Stein 2. Aliens“
Auf dem Mond LV-426 (der aus Filmen Alien und Aliens) können sich die letzten Siedler nicht mehr gegen die Aliens wehren. Sie fliehen, nehmen aber gefährliches „Gepäck“ mit. D.h., ein Mann versagt vor Angst, warnt nicht seine Mitmenschen, um selber nicht auf dem alienverseuchten Mond zurück gelassen zu werden. Dieses menschliche Versagen zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Story.
Die Siedler gelangen auf den Nachbarmond LV-223, den aus dem Film (und Feuer&Stein-Comic) „Prometheus“. Der ist ja nun nicht mehr gänzlich öde, den Dschungel haben wir ja bereits im Vorgängerband kennen gelernt. Doch ein Überleben scheint so gut wie ausgeschlossen, zumal man ja ausgewachsene hungrige Aliens mitgebracht hat. Die Leute können sich auf keine Strategie einigen, die einen wollen sich verschanzen, die anderen angreifen und die Aliens ausrotten, nur ein Wissenschaftler und Einzelgänger versucht, dem Geheimnis des Mondes auf die Spur zu kommen. Er rätselt herum, was es mit dem schwarzen Schleim auf sich hat. Er kann am längsten überleben. Seine Leute sterben reihum, einige kommen mit dem schwarzen Schleim in Kontakt, was zu speziellen Effekten führt. Am Ende wird unser einsamer Forscher auch entsprechende Erfahrungen machen, aber leider wird vorher abgeblendet. Ein Cliffhanger?
Die Zeichnungen sind Gemäldeskizzen, absolut großartig, der Künstler zieht den für meine Begriffe aufwändigen Stil von A bis Z durch.
Als Bonus gibt es eine einfacher gezeichnete und leider auch sehr viel einfacher erzählte Shortstory. Darin wird im Grunde in Absolutkurzfassung der Anfang vom Film „Aliens“ nacherzählt. Wozu das?
9/10 p

Comic 13) „Attack on Titan 4“
Wir schauen den jungen Rekruten bei der Ausbildung zu; also ist diesmal die Rückblende länger als die gegenwärtige Handlung. Interessant, wie die Motive der jungen Soldaten herausgearbeitet werden, denn von Heroismus ist bei vielen keine Spur, eher Opportunismus, Drückebergerei usw. Das Menschliche ist dem Autor nicht fern, sehr angenehm. Zumal die Sinnlosigkeit einer Nahkampfausbildung Mensch gegen Mensch angesichts der übergroßen Feinde mehr als deutlich zu sein scheint.
Und man traut Eren nach wie vor nicht, auch wenn man anerkennt, dass seine Kraft, sich in einen Titan zu verwandeln, gewisse Vorteile birgt.
9 / 10 p

Comic 14) Christopher Sebela & Ariel Olivetti: „Feuer & Stein 3. AvP“
Wow, wieder ein tolles Album! Jedes Mal ein anderer Stil, diesmal klare, aber sehr farbenprächtig, übergenaue Zeichnungen, ziemlich dynamisch, den Schlachtszenen angemessen.
Wir treffen die Überlebenden aus Band 1 wieder. U.a. die Verräter, die sich aber nicht sehr lange ihres Sieges erfreuen können. Haupt-Protagonisten sind der Wissenschaftler und „sein“ Android, den er mit dem Beschleuniger infizierte und der sofort begann, sich zu verändern. Diese Veränderungen sind dann auch das Hauptthema des ganzen Albums, da auch ein Predator in den Genuss dieses Zeugs kommt, der Wissenschaftler dann auch, der ja damit experimentierte, um seine unheilbare Krankheit zu bekämpfen. Na ja, geht alles ziemlich nach hinten los.
Sind das Ausblicke auf die Prometheus-Fortsetzung? Was die mysterösen Schöpfer da hinterlassen haben, ist ein teuflisches Lebenselixier; meine Herren!!
10 / 10 P


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ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Phantastisches Halle & Le... 23 August 2015 · 986 Aufrufe

ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Am 21. August 2015 trafen sich immerhin 10 Fans der phantastischen Literatur im „Kleinen Salon“ der Gartengaststätte Rosengarten in Halle, um den Meister des Unheimlichen zu ehren.
U.a. las Peter Schünemann eine seiner Stories, die in zu einer in loser Folge erscheinenden Serie von Geschichten gehört, die die Heraufkunft cthulhuiden Schreckens über ein Halle in einer (hoffentlich) alternativ-historischen Welt beschreiben. Sie werden gern auch zu den Halloween-Abenden gelesen und erscheinen - wenn alles gut geht - im NEUEN STERN, oder besser: In einem Erzählungsband des Autors.
Nun ja, war 'ne stimmige Veranstaltung. Um den Eindruck zu vertiefen, widmet sich auch der 14. NEUE STERN teilweise dem Andenken Lovecrafts, der zum Stammtisch verteilt werden konnte.

Inhalt 14
  • 40 Grad, geschwitzt hat Thomas
    Klingt nach einem Resümee des Sommers, ist aber ein Rückblick auf den Beginn des Sommers, das erste heiße Wochenende, an dem der WetzKon II statt fand.
  • Ausritt, Story von Peter Schünemann
    Eine der unheimlichen Stories, in der Peter gekonnt finstere Rituale, Geistererscheinungen und lovecraft'sches Grauen in ein realistisches Ambiente einfügt.
  • Howard Philips Lovecraft, Würdigung v. Peter Schünemann
  • Whitley Strieber, Die Heimsu­chung - Rezi v. Peter
  • LoC von Gerd Maximovic
    Mehr als ein Leserbrief, ein kleiner Essay über Literatur und SF.
  • Aus alten Bücherkisten von Bernd Wiese
    ... Star (Psi cassiopeia) von C. I. Defontenay
    Bernd las nun das Buch, das Harun Raffael vor kurzem (Na ja, war schon im Juni) in Leipzig ausführlich vorstellte. Ich nehme mal an, nun wurde alles über diese vergessene Perle der frühen SF gesagt und geschrieben :happy:
    ... Der Weltuntergang von Rudolph Falb & Charles Blunt
  • Planet der Affen. Zeitenwende 2: Kataklysmus, gelesen v. Thomas Hofmann
    Tja ich kann immer noch nicht lassen - vom Planeten der Affen; erscheint aber auch immer noch gutes Zeug dazu.
  • Über Attack on Titan schwelgt Thomas
    Ein neues Steckenpferd: Japanische Monster-SF in Manga-Form hat es mir nun angetan. Wie es dazu kommen konnte, stelle ich in einem persönlichen Artikel vor. Hier gleich mal vorweg eine Warnung: Könnte sein, dass mich das Thema noch eine Weile beschäftigen wird.
Ansonsten: Na ja, muss zugeben, dass das Heft nicht perfekt geworden ist. Leider haben sich ein paar Fehlerchen eingeschlichen (weniger orthografische, da inzwischen ein Lektorat installiert wurde, eher formelle). Aber was soll's: Es ist ein fannischer Rundbrief, kein Profiwerk. Es kann aber nur immer besser werden.


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Happy Birthday, Mr. Lovecraft!

Geschrieben von T.H. , in Phantastische Grafik 20 August 2015 · 1.215 Aufrufe
HPL, Lovecraft

Angehängtes Bild: love-klein.jpg

 

Cthulhuides Schleimmonsterchen
und ein Besucher aus dem unbekannten Kadath
erstatten dem heiligen H.P.L. ihre Ehrerbietung
und überbringen Grüße zu seinem 125. Geburtstag...

 

Dem schließe ich mich an!




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Im Sommer lesen...

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 02 August 2015 · 941 Aufrufe
Attack on Titan;
Mal wieder festgestellt: Urlaubszeit ist (für mich) KEINE Lesezeit. Bin ja generell kein Viel- & Schnellleser, aber im Sommer wird es immer noch einen Zacken langsamer.
Dafür hat mich gerade ein Fieber ereilt. Siehe weiter unten dazu...

22) Michael Houellebecq: „Unterwerfung“
Interessant, dass die Rezeption des Buches nach seinem Erscheinen sich geändert hat. Zu Recht, wie ich finde. Erst mal wurde Alarm geschlagen, dass das ja antiislamisch / anti-islamistisch ist, dass der Autor immer mehr nach rechts abdriftet, den Rechten Vorschub leistet, Futter gibt - so habe ich das zumindest verstanden. Dann wurde aber klar, nehme an, nachdem man das Buch auch gelesen hatte, dass es dem Autor ja gar nicht um eine Warnung vor den Feinden des Abendlandes (oder so) geht, sondern darum, seinen gutbürgerlichen Mitbürgern den Spiegel vor die Nase zu halten, ihnen zu zeigen, dass es ihnen gar nicht mehr um bürgerliche Rechte und Freiheiten geht und dass sie sich sehr wohl in eine fiktive islamische Gesellschaft integrieren ließen. Die ist allerdings viel moderater als die Terroristen, die die heutigen Schlagzeilen dominieren, vermuten ließen. Na ja, ist halt SF, da darf man das.
Ein Aspekt wird in den Rezensionen (die ich dazu las oder hörte) gar nicht erwähnt: Der Ich-Erzähler ist ja Huysmans-Experte und als solcher erzählt er viel über seine Erkenntnisse zu dem Dekadenz-Autor. Huysmans und seine Zeit, seine Bedeutung, Wirken auf andere etc. nehmen einen sehr großen Teil des Romans ein. Aus reinem Selbstzweck? Eher nicht; ich denke, Houellebecq zieht nicht umsonst den Vergleich zwischen der Dekadenz des ausgehenden 19. Jh. und unserer Gegenwart, der Dekadenz der postmodernen bürgerl. Gesellschaft. Huysmans endete bekannter Maßen im Katholizismus, und wir halt im Islam? Ganz normal, das?
Warnt nun der Autor, oder macht er die Ansage, dass alles nicht so schlimm werden könnte? Ein paar Sachen bleiben im Dunkeln, finde ich. So finden sich die Frauen zu schnell und einhellig in ihre neue Unmündigkeit ein. Ob das wirklich so abginge? Wie schaut es mit „dem Volk“ aus? Die Erzählung konzentriert sich ja auf Universitätspersonal, auf Professoren, denen der Übergang sehr leicht gemacht wird, vornehmlich Männer. Nur die jüdische Freundin des Protagonisten setzt sich frühzeitig nach Israel ab, weil sie Schlimmes kommen sieht.
Was ich tatsächlich köstlich fand, ist, dass H. sehr schön zeigt, wie traditionsbewusste, patriotische, konservative Leute des Westens sich sehr toll für eine islamische Republik mit den entsprechenden mittelalterlichen Gesetzen erwärmen können.H. hat sich da die „Identitären“ angesehen. Die spielen ja für Frankreich eine größere Rolle, zumindest eine größere als in Deutschland.
8 / 10 Punkte

23) Visionarium 5. Träume und Schatten
Da diesmal eine Story von Ralph Doege dabei ist (eine neue: „Leere Häuser“), musste ich mal zugreifen. Habe mir die gedruckte Version gegönnt; eBook geht hier auch. Nun, die Story von Ralph mundete wieder; habe sie gleich 2 x gelesen. Der Inhalt klingt nach der Verarbeitung persönlicher Erlebnisse und Gedanken, über das schwere Nicht-los-lassen-können nach dem Tod enger Familienangehöriger. Ist es eine Geistergeschichte, oder „nur“ ein Psychogramm? Oder beides?, Ja, wohl beides...
An die anderen Stories kam ich nicht so ran. Jeff Strand ist ja so was wie ein Star bei Voodoo Press und diese Story scheint eher zum Subgenre Bizarro Fiction zu gehören; ich denke mal, das trifft es am ehesten: Bizarrer, absurder, überzogener Horror, der (mir) aber fern und unpersönlich bleibt. Enthalten sind noch 2 Stories, die mich aber auch nicht vom Hocker rissen, von Thomas Ballhausen und Paul Finch.
Richtig gut fand ich dann aber noch die Artikel, z.B. die Horror-phantastische Genese des Doc Nachtstrom, also des spiritus rector hinter dem Visionarium-Projekt, der halt über seine persönliche Initiation ins Phantastische schreibt. Der Artikel könnte auch gut in den „Lachenden Totenschädel“ passen.
Ebenso faszinierend fand ich das Interview mit einem ehemaligen Geheimagenten, wobei ich das Gefühl nicht loswerde, dass das fiktiv ist. In das phantast. Heft passt es, weil der Mann auch über Nahtoderfahrungen spricht, aber nicht nur.
7 / 10 Punkte

24) Ilija Trojanow: „Der Weltensammler“ - Hörbuch
- Wiederholung -
Das Hörbuch hatte ich bereits 2013 für mich entdeckt. Und nun hatte ich Sehnsucht nach den Welten des Sir F. Burton, dieses Abenteurers mit der enormen Sprachbegabung und dem noch enormeren kulturellen Einfühlungsvermögens. (Hier http://www.scifinet....erkunftsratsel/ hatte ich schon mal berichtet).
(Ein paar Punkte weniger, das der Aha-Staun-Effekt beim Ersthören weg war) 8 / 10)

25) Roger Willemsen: „Die Enden der Welt“
Auch als Hörbuch; ich denke mal, bei diesem eloquenten Menschen muss Hörbuch sein.
Lange Zeit mochte ich ihn gar nicht; er kam mir zu geleckt, zu stromlinienförmig, sicher auch besserwisserisch vor. Letzteres ist er sicher auch, allerdings hat er seine Erfahrungen gemacht, ist gereist und die Welt und zwar nicht in einer teuer bezahlten Reisegruppen-Komplettversorgung, so die 14 Tage Pauschalurlaub-mäßig. Gegen das Weltbild, das in dieser gutbürgerlichen Distanziertheit entsteht, wettert er auch stark an.
Mir fiel er dann irgendwann als jemand auf, der sich sehr wohl in Widerspruch zum Mainstream, zur allgemein gültigen Meinung setzte, dabei aber so formvollendet spricht, dass man denkt, er liest ein Manuskript ab. Daher wollte ich den Erzähler Willemsen nun auch mal kennen lernen.
Na ja, nicht übel, aber anfangs ging mir die verbale Formvollendung, diese Ausformulierung bis ins letzte Detail erst mal auf den zeiger, musste mich dran gewöhnen. Aber ich fand dann auch emotionalen Zugang zu den Geschichten über die „Enden der Welt“, die natürlich nicht (nur) räumlich gemeint sind.
Mir koch die Blut!“- noch 2 CDs zusammen mit Anke Engelke über „die wunderbare Welt der Querulanten“. Na ja, wenn man mal hören will, wie Leute schimpfen und über was sie sich aufregen können. Absurdes Theater, aber ich reg mich darüber jetzt hier nicht auf!
8 / 10 Punkte

26) G. Hardman, C. Bechko, D. Couceiro: „Planet der Affen. Zeitenwende 2: Kataklysmus“
Ein schöner, dicker Comicband um mein Lieblings-SF-Franchise. Zumindest war es das bis gerade eben noch. Jetzt ist doch ein bisschen die Luft raus bei mir.
Der Comicband ist aber wichtig, wenn man die Saga vollständig haben möchte, er zeigt Hintergründe für das was man in den ersten beiden alten Filmes zu sehen bekommt. Außerdem wird der Mond zerstört. Wenn das nix ist...
(mehr dazu im Neuen Stern, wer möchte); 7 / 10 Punkte

Comic 7) „Attack On Titan“ Band 1 & 2
Wow, es hat mich gepackt, das AOT-Fieber. Irgendwie faszinierende Geschichte: Postapokalyptisch. Menschheit fast von mysteriösen Titanen aufgefressen, Rest der Menschen lebt hinter 50 m hohen Mauern, die aber nach 100 Jahren Frieden von einem noch größeren Titanen eingerissen werden; der Kampf ums Überleben geht erneut los.
10 / 10 Punkte, trotz der eher nicht so tollen Zeichnungen

Ebenso für Band 2 (10/10)
Hier kehrt ein toter Krieger zurück, und die Titanen geben ein neues Rätsel auf; aber es gibt endlich Hoffnung im Kampf gegen den übermächtigen Feind. Zum einen finden die Krieger in ihrer Not eine Taktik, um gegen eine Vielzahl von Titanen zu bestehen, zum anderen scheint es einen Verbündeten zu geben...
Mir kommt es so vor, dass die Zeichnungen besser werden.

Comic 8) Masasumi Kakizaki: „Bestiarius“ Band 1
Ein Zufallsgriff, auf der Suche nach Attack On Titan, Bd. 1, habe ich den wirklich richtig toll gezeichneten Manga entdeckt. Der hat dann auch etwas Überformat, damit die Bilder besser zur Geltung kommen, was ja nicht typisch ist für Mangas.
Ein Japaner schreibt über das alte Rom. Das ist schon mal verwegen, finde ich. Aber warum auch nicht? Wenn ein Ami über das alte Rom schreibt, ist das ja sicher genauso fern seines Erfahrungshorizontes. Historisch authentisch ist das Ganze sicher nicht, dafür rührend, etwas pathetisch und halt ein Augenschmaus. Es geht um 2 Jungen, die als Gladiatoren in römischen Arenen kämpfen - gegen Monster. Die Monster hat Rom fast alles bezwungen, einschließlich der Wywern, der Drachen von Albion und der Minotauren aus Kreta. die beiden Jungen haben jeweils eine sehr enge Beziehung zu Vertretern der Monsterrassen, die über normale Freundschaft hinausgeht. Dafür opfern sie wenn nötig ihr Leben und ihre Freiheit, die sie sich eigentlich erkämpfen könnten in der Arena. Als Widersacher erleben wir 2 Exemplare dekadenten römischen Adels, eine Senatorenfrau und den Kaiser, er hier Domitianus heißt (hieß der nicht richtig Domitian; aber wie im richtigen Leben ist es der Sohn von Vespasian).
In beiden Stories müssen die menschlichen Gladiatoren gegen ihre väterlichen Mentoren, die Monster antreten - und in beiden Fällen finden sie eine (im Grunde die gleiche) Lösung für das Dilemma, die aber Stoff für Fortsetzungen enthält - die kommt dann im Dezember.
Der Autor scheint bekannt dafür zu sein, dass seine Stories etwas mau sind - inhaltlich, aber eben dafür durch den opulenten Zeichenstil glänzen. Na ja, werde ich mal im Auge behalten.
9/ 10 Punkte

Comic 9): Feuer und Stein 1: Prometheus von Paul Tobin und Juan Ferreyara
Der erste von 4 Crossover-Alben (Alien, Predator, Prometheus). Wir haben die Expedition im Auftrag der Company, deren Mitglieder wie immer nicht so richtig wissen, warum sie nun zu diesem öden Mond LV-223 reisen müssen. Angeblich geht es um die Bergung eines abgestürzten Raumschiffes, mit wertvoller Fracht. Nur eine Person weiß mehr, rückt aber erst mit der Wahrheit raus, als die Exkrementenhaufen am dampfen sind.
Wir haben ein paar taffe Damen, aber keine Ripley; wir haben ein paar Haudegen, die aber im entscheidenden Moment kneifen. Ein Android ist auch mit dabei, aber er ist nicht böse, wird aber von einem Biologen mit der schwarzen Pampe infiziert, die man überall findet. Klar, das geht nicht gut. Nicht nur die mörderischen Aliens sind das Problem, oftmals sind es Inkompetenz, Verrat und Hybris, die den Menschen im Weg stehen und ihnen einen schnellen, blutigen Abgang bescheren. Schön ist, dass man zu Beginn nicht gleich ahnt, wer hier wie tickt. Da gibt es personelle Überraschungen.
Die Handlung setzt nach dem Film „Prometheus“ ein. Es geht um den Spiritus Rector der Prometheus-Expedition (Film) und darum, was er wollte, nämlich den Ursprung des Lebens auf der Erde ergründen. Auf dem Planten hat sich ein Dschungel gebildet, voller alienesker Kreaturen. Ein Konstrukteur (so ein riesenhafter, unterkühlter Typ, den man in „Alien“ schon als Space Jockey kennen lernte, allerdings nur versteinert) geistert auch auf dem Mond herum, sammelt tote Aliens ein. was er da macht, welche Rolle er spielt, wird noch nicht erklärt; insofern ist man nach dem Comic auch nicht klüger, als nach dem Film.
Der Zeichner konnte richtig Gas geben; ich beneide ihn ein wenig darum! - Ach ja, die Zeichnungen: Spitze! Teilweise richtige kleine Gemälde, viele Panels, die über zwei DIN A Seiten gehen.


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Empfehlenswert: Ur-SF aus Frankreich, präsentiert von Harun Raffael

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Meine Empfehlung, Phantastisches Halle & Le... 26 Juni 2015 · 1.103 Aufrufe

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Am 19. Juni 2015 hielt Harun Raffael seinen Vortrag „Ein Urgetüm der Science Fiction: C.I. Defontenay: 'Star ou psi de Cassiopée - histoire merveilleuse de l'un des mondes de l'espace' (1854)“.
Oh je, dachte ich vorweg, was soll das werden? Ein dermaßen sperriger Titel, so ein olles Zeug. Ob das jemanden interessiert? Nun ja, üppig gefüllt war der Saal im Haus des Buches zu Leipzig sicher nicht; 11 Leutchen kamen aber immerhin. Das klingt nicht viel, fürwahr, ist aber leider oftmals nicht mehr, auch bei namhaften Autoren nicht. Insofern kann man sogar zufrieden sein.
Außerdem haben alle, die nicht kamen, etwas verpasst! So!
Meine anfängliche Skepsis verflog sehr schnell. Zum einen ist Harun ein angenehmer Referent und Zeitgenosse, wenn ich das mal so sagen / schreiben darf. Er erzählte über eine Stunde über das Buch, und es wurde nicht langweilig. Natürlich erzählte er vom Inhalt des Buches so gut wie alles. Das sollte aber keinen Spoiler-Alarm erzeugen, denn - mal Hand aufs Herz - wer würde die alte Schwarte schon lesen wollen?
Harun selbst gab zu, dass er sich die alten SF-Planetenromane aus dem 19. Jahrhundert sozusagen aus Studienzwecken reinzieht. Das Vergnügen ist das des Entdeckers, nicht des Literaten. Obwohl das Buch hier wohl durchaus seine SF-literarischen Höhepunkte hat, wenn der Autor z.B. über die fremde Welt, deren Bewohner, Tiere etc. schreibt; dies alles spricht wohl den berühmten sense of wonder im SF-Fan stark an. Harun meinte, dass sich da sogar gegenwärtige Autoren was abgucken könnten, was phantastische Schilderungen anbelangt.
Das Buch ist sehr vielschichtig. Es ist ein Abenteuerroman, der auf einem fremden Planeten, in einer fernen Vergangenheit spielt. Er ist ein Gesellschaftsentwurf (mit durchaus aus heutiger Sicht bedenklichen Inhalten, wenn es z.B. um die Schilderung des Verhältnisses zwischen den menschenähnlichen Herrschern des Planeten Star, den Stariern, zu ihren untergebenen Sklavenwesen, den Repleux geht. Da kommen wohl die Ansichten eines vom Sklavenhaltersystem Überzeugten, sogar eines Rassisten zum Ausdruck. Allerdings muss man natürlich den Zeitgeist beachten. Darüber hinaus ist der Gesellschaftsentwurf durchaus egalitär, liberal, schöngeistig - bis hin zur Unlogik, wenn eine Gesellschaft im Einklang mit der Natur geschildert wird, die gänzlich auf Industrie und Wissenschaft zu verzichten scheint, aber dennoch über Raumschiffe [ohne Luftversorgung] verfügt...); es ist auch eine Romanze, inkludiert Theaterstücke, ist teilweise in Gedicht/Balladenform geschrieben - und das alles auf knappem Raum.
Harun stellte also den Roman sehr ausführlich vor, ordnete ihn aber auch in die Literatur allgemein und die SF des 19. Jh. im besonderen ein. Sein Fazit war, dass für ihn Jules Verne, auch nachdem er viele Vorläufer und Zeitgenossen kennen gelernt hat, als die große Vaterfigur der SF gilt, denn keiner hat ihm das Wasser reichen können. Aber es gab die unglaublichen, erstaunlichen Ausnahmen, zu denen „Star“ auf jeden Fall gehört, eine gewaltiger Welt- und Zukunftsentwurf (spielt ja in der Vergangenheit aus der Sicht der irdischen Expedition, die ein Buch vom Planeten „Star“ im Tibet fand), die man dann erst wieder in der Mitte des 20. Jh. z.B. in den Werken eins Olaf Stapledon, wiederfand. Leider blieben diese Werke aus dem 19. Jahrhundert ohne Wirkung, gerieten in Vergessenheit.
Der Autor von „Star“ war Landarzt und verstarb im Alter von 36; schon von daher konnte er schon kam nachhaltige Wirkung erzeugen; wer weiß, was noch so aus seiner Feder gekommen wäre?
Dass der Roman nach so langer Zeit in diesem Vortrag seine Wirkung entfaltete, ist allein dem Referenten zuzuschreiben. Wahrscheinlich lässt sich das alte Stück auch nur in dieser Form - sozusagen als Nach-Erzählung - genießen. Das konnte man allerdings alle Mal! Dafür an Harun großen Dank und meine Empfehlung für Cons und SF-Fan-Treffen.
Man kann das Buch aber auch in einer nacherzählten Form auf Englisch lesen, siehe amazon-Link. Ein Hallenser SF-Fan, Bernd Wiese, hat es in seiner „Alten Bücherkiste“ (1) und wird es - hoffentlich - für den NEUEN STERN rezensieren.

(1) Ist mittlerweile eine Sparte im NEUEN STERN, die sich einer recht großen Beliebtheit erfreut. Darin stellt Bernd alte SF vor, meist 2. Hälfte 19. u. 1. Hälfte 20. Jh. Nun ja, vielleicht - gefragt habe ich ihn ja - bereichert diese Sparte in Zukunft auch Harun?!


Referenz
Der Vortrag von Harun ist auch nachzulesen, im Fanzine „World Of Cosmos“ Nr. 77 des Science Fiction Clubs Black Hole Galaxie (SFC BHG)
http://home.arcor.de...les/woc/woc.htm


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Die APA, neu und alt

Geschrieben von T.H. , in FAN 21 Juni 2015 · 1.363 Aufrufe
APA, FAN, F.A.N. und 1 weitere...
FAN 110 ist bei mir angekommen.

Was FAN sein soll? Die Frage stellte ich mir auch schon mal 1995. Aber warum jetzt wieder? Na ja, das kam so:

FAN ist ja eine Sammlung der Beiträge (quasi Ego-Zines) der Mitglieder der Amateur Press Assoziation „Futurian Amateur News“ - kurz FAN. Ein „Ordentlicher Herausgeber“ - OH - bündelt die Beiträge und verschickt sie an die Mitglieder und Warteleistler - UND an Interessenten!!!!
Deshalb nerve ich hier mal... Also, wer Interesse hat, nur melden, denn nachdem nun Armin Möhle die OH-schaft abgegeben hat, übernehme ich. Mal sehen, ob ich das auch so gut wie er hinbekomme.

Ich hatte ja schon mal - früher. War schon mal der OH. Und auch damals hatte ich eben schon mal geworben für das Medium.
Nehme mal an, das wird heutzutage nicht einfacher, bei Internet, Foren, FB... Mal sehen, wie es weiter geht, ein Versuch ist es Wert.
Gerade in der Hektik der Netz-Welt ist so ein Diskussionsforum, das im 3-Monate-Takt funktioniert, erholsam; kann es zumindest sein. Es gibt genug Platz für ausführliche Gedanken. Man kann sich Zeit nehmen, kann Erwiderungen im Affekt vermeiden, auch Ideen vorstellen und zur Diskussion anbieten, braucht sich nicht, dem Netz geschuldet, kurz zu fassen (echt mal: Wer liest schon lange Texte am Bildschirm... na ja, die Tablets machen es mitunter einfacher, dennoch...)

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Das Bild hatte ich hier in den Phantastischen Ansichten schon mal (2012); ist Teil des TiBi zur 100. Ausgabe, das ich machen durfte.

Habe ich also in Erinnerungen gekramt. Und im SOLAR-X vom Januar 1995 stieß ich auf das hier:

F. A. N. - Futurian Amateur News
Eine deutschsprachige APA (Amateur Press Assoziation)
Kurz vorgestellt von Thomas Hofmann

Was hat die zahnmedizinische Versorgung mit Science Fiction zu tun? Gab es vernunftbegabte Raubsaurier? Welche Musik hört ein Liebhaber der Romane Malzbergs? Was haben Gustav Meyrink, Frank Tovey, Murray Leinstner und ein "Pionier der deutschen Raumschifffahrt" gemein? Nichts? Doch, sie alle sind Gegenstand in einem Fanzine, das gar keines ist!
Die APA als Diskussionsforum der Science Fiction Fans ist so alt wie das Genre selbst; schon der Meister der schwarzen Phantasie, Lovecraft, schrieb in einer APA mit. In ihr tobte er sich ideell aus, diskutierte mit anderen Mitgliedern dieser seltsamen Form eines Fanzines seine und andere Theorien und tauschte Gedanken aus. Genau das geschieht in dieser deutschsprachigen APA noch immer. Die Mitglieder verfassen ihre eigenen Zines, schreiben über Dinge, die sie bewegen, wobei dies nicht nur die SF sein muß, aus deren Fandom die APA eigentlich stammt, schicken ihre Beiträge in erforderlicher Stückzahl zum Ordentlichen Herausgeber, der alle Beiträge bündelt und die so fertiggestellte APA an die Mitglieder und Interessierten schickt, woraufhin diese sich ans Werk machen können, den Diskussionsfaden aufzugreifen und weiterzuspinnen.
Zum BärCon im Herbst 1991 wurde F.A.N. aus dem Reich der Scheintoten zurückgeholt - von zwei Mitgliedern F.A.N.s, die bereits in den 80er Jahren dabei waren - um erneut ein Podium für verbalen Streit, angeregte Diskussionen und ambitionierte Beiträge, die vielleicht in "normale" Fanzines nicht hineinpassen würden, zu liefern.
Worin liegt nun der Vorteil einer APA? Leserbriefe kann ich doch auch zu anderen Fanzines schicken! Doch kann ich nie gewiß sein, ob sie auch unzensiert abgedruckt werden; auf eine Reaktion darauf habe ich erst Recht keine Garantie. In der APA ist dies aber grundlegender Inhalt. Der Aufwand für den Fanzinegestalter bleibt dabei in einem verträglichen Rahmen, ist wesentlich geringer als bei einem eigenen, selbständigen Fanzine.
Natürlich gibt es Spielregeln, so sollte jedes Mitglied pro Jahr wenigstens acht Seiten beitragen, jeder Interessierte (auf der Warteliste) zwei Leserbriefe pro Jahr schreiben.
Was bisher im wiederbelebten F.A.N. diskutiert wurde, bestimmten allein die Mitglieder: Gewalt in den Medien, SF und Religion, "persönliche Vergangenheitsbewältigung" (klar, bleibt bei einem Ost-West-Gemisch nicht aus), prähistorische Vernunft (reine Spekulation), satirische Beiträge, Musik und SF, viel Persönliches (Menschliches, Allzumenschliches), Conberichte, Grafiken und und und...
Die Form der Beiträge variiert vorn maschinegeschriebenen "Brief an alle" bis zum durchgestylten, computerlayouteten Egozine; von einer "Zwei-Seiten-Anregung" bis zum "52-Seiten-Tagebuchauszug", vom saloppen Plauderton bis zum engagierten Essay, für jeden ist Platz!
Zur Zeit sind noch Plätze frei auf diesem Schlachtfeld der Worte, Interessierte sind immer willkommen! Lust bekommen?


Tja, inhaltlich könnte ich heute etwas anderes schreiben, bin aber erstaunt, denn vieles stimmt nach wie vor. Auch das mit den freien Plätzen :bighlaugh:


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Die Frühjahrs-Sterne | Inhaltsverzeichnisse des Rundbriefs

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern 19 Juni 2015 · 883 Aufrufe
Aus der alten Bücherkiste und 2 weitere...
In flotter Folge (also, für meine Verhältnisse) erschien vor Kurzem (1. Juni) der 3. NEUE STERN des Jahres; ich glaube, den Freundes des ASFC hat's gefreut.
Wie ich Gesprächen z.B. in Berlin zum 30. Jahrestagstreffen der Andymonianer erfuhr, erfreut sich besonders die Sparte "Aus der alten Bücherkiste" große Beliebtheit. Darin stellt Bernd Wiese alte SF und Phantastik vor, zumeist aus der 1. Hälfte des 20. Jahrhundert, oder älter.

Sollte jemand neugierig geworden sein, bitte kurze PN; ansonsten ist dieser Eintrag hier er einer für's Archiv. (Ach ja, Archiv: Um das Wiederfinden leichter zu machen, hat der Neue Stern jetzt auch Nummern)

Neuer Stern 12
(alt-persich)
Frühjahr 2015, 36+4 Seiten
Hallo in die Runde! von Thomas Hofmann
Im roten Turm, Story von Peter Schünemann
Spiegel im Spiegel, von Sabine Seyfarth
Tripoden, Essay von Arnold Reisner
Eric Flint & Ryk E. Spoor: Boundary / Threshold / Portal, Rezension von Wilko Müller jr.
Ramsey Campbell: Die Offenbarungen des Glaaki, Rezi von Peter Schünemann
Nikolaj Djatschenko, kurz befragt von Thomas Hofmann
Aus der alten Bücherkiste von Bernd Wiese
...Silvester 2999 von Arno Hoffmann
...Der blaue Strahl von L. H. Desberry
...Der erschossene Storch von Karl Ettlinger
...Das Problem der Befahrung des Weltraums von Hermann Noordung
Dort.Con-Bericht von Sabine Seyfarth
Uwe Schimunek: Stars für den Stern
Magnus 1 Der Blaue Tod, Rezi von Sabine Seyfarth
Magnus 2 Das chinesische Mysterium, Rezi von Sabine
Andromedanebel von Iwan Jefremov, Essay von Arnold Reisner
Die Midgard-Saga. Niflheim von Alexandra Bauer, Rezi v. Sabine
Kaiser von Europa. Ein Zukunftsroman v. Wolfram Fragner, Rezi. v. Bernd

Elen vinya 13
(Elbisch)
Früh-Sommer 2015, 24+4 Seiten
45 Grad - Thomas Hofmann
Ahmed Khaled Towfik: Utopia, Rezension v. Thomas
!Xaver, Fanzine-Rezi v. Thomas
Schlaue Füchse in Halle. Christiane Gref: Die Seelenwärter, Rezi. v. Sabine Seyfahrt
Der Phönix ist wieder da. Ann-Kathrin Karschnick: Phoenix. Erbe des Feuers, Rezi v. Sabine
Aus alten Bücherkisten von Bernd Wiese
...Morells Milliarden, von Hellmuth Unger
...Die vierte Waffe, von Wilhelm Hansen
...Die Eier des Basilisken, merkwürdige Geschichten von Karl Hans Strobl
...Der Kaiser wieder in Deutschland, von Onno zum Berg
...Das Tal der Träume von Gilbert Collins
Ned Beauman: „Flieg, Hitler, flieg“, Rezi. v. Thomas
„Edge of Tomorrow“, Ein subjektiver Lektüre / Seh-Erlebnisbericht von Thomas Hofmann


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...fast nur Andeutungen; Leseliste Mai 2015

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 30 Mai 2015 · 1.113 Aufrufe
Dietmar Dath
16) Boddy Giovinazzo: „Cracktown“
Übersetzt von Dietmar Dath. Ich gebe zu, das war auch der Grund, weshalb ich zu dem Buch griff. Leider hat sich meine Erwartungshaltung nicht erfüllt. Ja, das Buch ist recht kompromisslos geschrieben, schildert den Sumpf des Drogenmissbrauchs usw. Aber es hat mich nicht gepackt, richtig kalt gelassen. Es kommt auch keine LMAA-Stimmung auf - könnte man ja denken, wenn so Typen rumhängen und entweder nur Blödsinn machen oder eben Drogen einnehmen. Ja, ist alles sehr schlimm und dreckig und... aber es ließ mich kalt.
6 / 10 Punkte

17) Elmar Schenkel: „Reisen in die ferne Nähe“
Wieder mal ein Buch von meinem „Lieblings-Anglisten“. Wer sich erinnert: Hatte ihn kennen gelernt im Zusammenhang mit der „Alchemisten-Anthologie“. Dann als Referent für den Freundeskreis SF Leipzig zum Thema H.G. Wells eingeladen und seitdem immer mal wieder dabei beobachtet, wie er zu phantastischen Themen referiert, oder halt seine Bücher vorstellt.
Das hier ist nicht das neueste. Ich habe auch ein Weilchen gebraucht, es zu lesen, so ca. 1 Jahr. - ??? - Ja, kann man machen. Denn es enthält kurze Reiseberichte. Wie der Titel andeutet, diesmal nicht über Reisen nach Indien, Russland oder ähnlich weit entferne Gebiete, sondern ins Sächsische, Thüringische, Sachsen-Anhaltinische. Herr Schenkel sieht aber eventuell immer etwas mehr als der 08/15-Tourist. Und er hat eben auch die Brille des Literaten und Phantasten auf. Das macht das / Buch eben auch für den Genre-Enthusiasten interessant. Ich habe es genossen.
Punkte 8 /10 Punkte

18) Jasper Fforde: „Grau“
Hörbuch, gelesen von Oliver Rohrbeck
Wieder so ein Autor, von dem ich dachte, das sei ein „Geheimtipp“, den müsse sich man sich unbedingt...
Nun ja, „Geheimtipp“ ist er längst nicht mehr. Aber so dolle überzeugend fand ich das Buch „Grau“ dann auch nicht.
Ist wieder mal so eine Coming In Age-Reifeprüfungs-Geschichte. Dazu irgendwie dystopisch - oder doch utopisch? OK; da fängt es schon an, das macht die Sache interessant.
Die neue Welt ist seltsam. Warum es dazu kam, bleibt offen. Die Leute der Zukunft interessiert dies auch nur am Rande. Es gab da mal was Katastrophales, was die alte menschl. Gesellschaft hinwegfegte. Nun ist sind die Menschen streng in Kasten eingeteilt, die sich nach dem farblichen Spektrum ihrer Wahrnehmung einteilen. - Klingt komisch, oder? Ich hatte anfangs große Probleme, das irgendwie ernst zu nehmen. Erst dachte ich, dass soll so eine Art überzogener Satire werden, die aufzeigt, dass die Unterschiede, die wir Menschen zwischen uns ziehen (u.a. ja auch Hautfarben) völliger Blödsinn sind.Doch dazu war der Ton nicht „lustig“, ironisch oder sarkastisch genug. Nee, der Autor meint das Ernst. Und am Ende hatte ich mich daran gewöhnt und eingehört. Es is eine sehr interessante Welt,die auch funktioniert. Der Autor hat sie sehr gut durchdacht, kein Frag.
Die in Farben (bzw. ihre Wahrnehmung) eingeteilte Welt ist streng hierarchisch. Sie ist statisch; Veränderungen gibt es seit 500 Jahren nicht. Das resultiert wohl aus der Erfahrung der Katastrophe, wo halt eine gewaltige Veränderung eintrat.
Man ist irgendwo im 19. Jahrhundert angelangt, Ressourcen sind knapp und man geht mit ihnen auch sehr streng sparsam um.
Es gibt auch ein Strafensystem, dessen ganze Konsequenz aber niemanden bewusst ist. Dies ist das große Geheimnis des Buches, das gelüftet wird, allerdings hat dieses Lüften keinen Einfluss auf die Gesellschaft. Insofern ist das Buch konsequent, auch wenn es kein happy end gibt.
Unterm Strich ist mir das ganze zu konstruiert, die eigentliche Story über die heranwachsenden, die die Grenzen ihres Seins, Lebens ihrer Welt begreifen und mehr oder weniger akzeptieren lernen müssen, ist zu oft schon erzählt worden, als dass man (ich) sie in dieser Form noch mal bräuchte. Aber es gibt ja immer wieder neue Generationen und vielleicht wird das hier so eine Art Klassiker, wer weiß?
6 / 10 Punkte

19) Ahmed Khaled Towfik: „Utopia“
Der Titel des Romans ist eine Provokation. Dabei steht er sogar für etwas, was es im Roman tatsächlich gibt: Ein Utopia der Reichen - in Ägypten. Ist es eine Insel der Seligkeit? Ein gesellschaftlicher Endzustand, die Verwirklichung einer menschlichen Wunschvorstellung?
OK, den Rest dazu gibt's im Neuen Stern 13
9 / 10 Punkte

20) Hiroshi Sakurazaka:“All you need is kill“
Das Buch zum Film... nee... Das Buch, das dem Film „Edge of Tomorrow“ als Grundlage diente. Der Film hat recht viel vom Buch übernommen, ist aber keine 1:1-Umsetzung. Lasse mich auch im NEUEN STERN 13 recht ausführlich aus. Das Buch schließt konsequenter und weniger versöhnlich aus als der Film. Die Mimics sind nicht so schrubbelig wie im Film, werden als aufrecht gehende Froschleichen mit Schwanz beschrieben. Im Wesen sind es aber biologische Maschinen, die von Nanobots erzeugt werden, die im Auftrag einer Alien-Rasse die Erde in ihrem Sinne terraformen sollen (wie nennt man das: exoterraformen?).
Mich hat das Light Novel total überzeugt.
10 / 10 Punkte

21) Ned Beauman: „Flieg, Hitler, flieg“
Hörbuch, gelesen von Oliver Korritke
Was für ein Buch! So ein Buch, dass ich es schon zum zweiten Mal hörte - meine Worte, die nach dem ersten Hören fand, kann man gern auf noch einmal nachlesen, auf der Leseliste Juni 2011.)
10 / 10 Punkte (Juni 2011 waren es noch 8 / 10 Punkte. Nun ist so eine Punktevergabe rein subjektiv und stimmungsabhängig und einem Reifeprozess unterworfen; hier hat mir das Teil wohl sogar heute noch besser als damals gefallen; könnte stimmen, kommt mir tatsächlich so vor.)


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HUGO AWARD - die ersten Jahre, in Leipzig

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke, Ich war dabei..., Phantastisches Halle & Le... 28 Mai 2015 · 1.340 Aufrufe

22. Mai 2015, Haus des Buches Leipzig

Vortrag: Hardy Kettlitz stellt sein neues Buch vor, der Hugo, die ersten Jahre, 1953 - 1984
Vor gut 20 Leutchen konnte Hardy im Rahmen der monatlichen Veranstaltungen des Freundeskreises SF Leipzig sein neues Buch vorstellen, das im Imprint MEMORANDA im Golkonda Verlag dieses Jahr erschien. Er machte das in gewohnt eloquenter Art und Weise, Lichtbild-unterstützt. Dabei kam er aber nicht dazu, wirklich den gesamten Zeitraum vorzustellen, dazu reichte die Zeit bei Weitem nicht.
Auf die Sad Puppie-Affäre, die die gegenwärtige Hugo-Preisverleihung überschattet, wollte er anfangs gar nicht eingehen. Aber wie es so kommen kann: Am Ende ging es nur noch darum. Er meinte sogar, dass er kaum Lust verspürt, die Hugo-Preisträger nach 2015 noch zu verfolgen, wenn er sieht, welche Leute sich da zu profilieren suchen. Na, ich kann†™s ihm nicht verdenken.
Ob nun immer die ersten Preisträger - gerade in den literarischen Rubriken - wirklich die allerbesten warne, die den Preis verdient haben, sie dahingestellt. Er wies gern daraufhin, auch die Zweit- und Drittplatzierten sich anzuschauen, zumal der Stimmenabstand zwischen den Plätzen oftmals nicht gravierend war.
Als SF-Fan „kennt“ man ja den Hugo, dennoch darf ich von mir behaupten, einiges für mich Neues erfahren zu haben, bzw. Verschüttetes wieder ausgegraben bekommen zu haben.
Dass der World-Con, auf dem der Hugo ja gekürt wird, ursprünglich auch mit der Weltausstellung verknüpft war, war mir z.B. durchaus nicht geläufig. 1939 gab es den ersten SF-Worl-Con in New York, zeitgleich mit der Weltausstellung, was den anreisenden Fans auch genügend Anlass geben sollte, die Reise auf sich zu nehmen.
Interessant am Rande, dass es auch damals schon politische Zwiste gab, also die Sad-Puppie-Affäre vielleicht gar nicht so ungewöhnlich für das SF-Fandom ist. Frederic Pohl wurde z.B. gar nicht zum Con eingelassen, weil er als „Kommunist“ - Mitglied der Futurians - von den Con-Veranstaltern ausgeschlossen wurde.
Auch dass es einen deutschen Hugo gab, war mir neu. Diese Geschichte ist aber an Peinlichkeit kaum zu überbieten, denn den hat sich der Ur-Vater der westdeutschen SF Walter Ernsting selbst verliehen (verkürzt gesagt).
Und dass es einen Retro-Hugo gibt, für die Jahre, in denen der World-Con keinen Hugo auslobte, war mir neu, also ab 2014 für 1939 z.B.
Dies und noch viel mehr.
PS Es tauchte bei den früheren Preisträgern auch der Name Willy Ley auf. Dies kann man dann sozusagen gleich für einen der folgenden Veranstaltungen des Freundeskreises als Überleitung nehmen, denn Wolfgang Both hat zu ihm einen Vortrag vorbereitet, den er sicher auch bald in Leipzig halten wird. (für mich btw auch deshalb interessant, weil ich über den Namen im Zusammenhang mit dem von mir kürzlich für mich entdeckten S. L. deCamp stolperte; die beiden haben auch etwas zusammengearbeitet†¦)


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...und so sieht's aus...

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern 09 Mai 2015 · 851 Aufrufe

Angehängtes Bild: _werbung12.JPG

Der NEUE STERN, diesmal mit tollen Grafiken von

Nikolaj Djatschenko

Im Heft nenne ich ein paar Links, da der Künstler weit mehr Bilder präsentiert, als dies im Heftchen möglich wäre. Hier die Links:

Eine Galerie seiner Bilder

Für Facebook-Folger

Ein Magazin, zu dem er Bilder beisteuern konnte:
Link zu „Bizarre Fantasy“

Insgesamt 40 Seiten. Hier hatte ich mich schon mal zum Inhalt ausgelassen: click.
(wer es will, bitte eine pn)

PS (9. September 2015)
Wow, "unser" Coverkünstler: Hat er's geschafft?
siehe hier: https://www.talenthouse.com/articles/kung-fu-panda-3-selected-artists-&-talenthouse-picks


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Der kurze Lesemonat April

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 30 April 2015 · 611 Aufrufe

Huch, der April war wohl irgendwie kurz. Nicht viel geschafft an Lektüre.

14) Sibylle Berg: „Der Mann schläft“
Hörbuch, gelesen von Katja Riemann

Wenn es einem schlecht geht, sollte man das Buch nicht lesen, eventuell Sibylle Berg nie lesen. Obwohl, das hier ist ganz besonders depri. So was von.
Oder vielleicht ja gerade dann, wenn es einem schlecht geht: Da sieht man mal, wie mies es anderen geht.
Das Buch ist eine melancholische Absage an die Gattung Mensch, insbesondere an das gesellschaftliche Wesen Mensch. Die Autorin lässt absolut keine Illusion zu, darüber, dass Menschen miteinander leben und glücklich werden könnten, dass Menschen überhaupt ein Interesse aneinander haben könnten, dass es überhaupt irgend etwas gäbe, was Menschen interessant finden sollten oder könnten. Das erzählt sie anhand einer Frau, die entgegen aller depressiv-desillusionierter Weltsicht dann doch „den“ Mann trifft, der ihre Haltung teilt und die sich deshalb nicht gegenseitig auf den Wecker fallen. Aber sie verlieren sich wieder, eher zufällig. Aber was macht das schon, ist nur noch ein Schrittchen näher an den Suizid.
(Jetzt brauche ich eigentlich was, was mich aus dem Loch wieder rausholt.)
9 / 10 Punkte

15) Sergej Lukianenko: „Spektrum“
Habe mich lange dagegen gewehrt, diesen Über-Russen zu lesen. Klingt etwas despektierlich, soll es gar nicht mal. War nur skeptisch, ob 1 Vertreter der sicher viel reichhaltigeren neuen russischen Phantastik so sehr bei uns gepuscht werden muss. Aber wie so oft bei Vorurteilen ist auch das sicher blöd.
Dann hat er aber so viel geschrieben und es ist so viel auf Deutsch erschienen, dass ich mich einfach nicht ran traute. Nun hat eine Bekannte vehement drauf bestanden, dass ich das Buch lese. Konnte mich gar nicht wehren. Und: Muss sagen, habe es nicht bereut!
Anfangs fand ich die Herangehensweise noch etwas seltsam, also die Berichte zum Essen, fast schon Rezepte, dann natürlich der leicht bis heftig durchschimmernde russ. Patriotismus. Das nervte mich schon, gerade jetzt, wo scheinbar so viele in Russland so dolle Stolz auf ihre Heimat sind.
Allerdings war die prorussische Begeisterung in diesem Buch auch gedämpft und angebrochen. Das machte die Sache wieder interessant. Weiß gar nicht, ob das nicht ein wenig ein Zeichen für Minderwertigkeitsgefühle ist, wenn man sich (als Volk, Nation) ständig mit anderen vergleichen muss und in Beziehung setzt? Das macht L. ja: Er schreibt ständig, dass die Russen das und das nicht so machen wie die Europäer oder die Amerikaner. Machen die Amis und die Europäer eher nicht, oder? Kenne ich nicht so.
Das Setting ist sicher nicht so originell: Sternentore, aus alter galaktischer Zeit, Herkunft unbekannt, ein Völkchen, dass diese Tore sozusagen geerbt haben und nun verwalten, bzw. für eigene Zwecke, die etwas bizarr sind, nutzt, aber allen anderen Völkern anderer Planeten die Chance für interstellare Reisen gibt. Dazu ein Privatdetektiv, der gut Geschichten erzählen kann, was die Schließer, also diese neuen Torwächter, von den Reisenden verlangen und halt seine kleinen Fälle weltenweit erledigt.
Der neue Fall ist aber kein kleiner, auch wenn er erst so aussieht: Er soll eine entlaufene Tochter suchen und nach Hause zur Erde, nach Moskau bringen. Na ja, wird ein buntes, gefährliches, philosophische Abenteuer.
Die Bekannte, von der ich eingangs schrieb, meinte, das Buch hat viel von den Strugazkis. Na ja, fand ich erst mal nicht so, am Ende schon. (Am Ende erinnert der Plot sogar an "Picknick am Wegesrand" aka "Die Wunschmaschine". Und die mysteriösen Erschaffer der Tore erinnern schon an die Wanderer der Strugazkis.) Dieses typisch Russische in der Phantastik kultiviert Lukianenko jedenfalls auch. Das ist schön, aber am Ende hat es mich sogar ermüdet. Ich denke mal, der Autor wusste nicht so richtig, wie der diese große Story zu einen konkreten Ende bringen sollte, ohne dies in psychedelischer 2001er Manier zu absolvieren.
Was dem Leser aber so auf den 700 Seiten angeboten wird, ist einfach toll: Die Völker und Gesellschaften und wie die Menschen sich auf den neuen Welten einrichten. Einfach toll, sehr phantasievoll, kurzweilig. Spannend genug ist das Ganze auch, hat mir recht gut gefallen.
8 / 10 Punkte

...noch ein paar Comics genossen, so den zweiten Teil von „Elric. Sturmbringer“ von Julien Blondel, Robin Recht, Didier Poli, Jean Bastide, nach der ComicInvasion in Berlin habe ich mir noch die 3 Hefte „Captain Berlin“ gegönnt und von Rainer Engel erfahren, dass eventuell zum Comicgarten im September in Leipzig der 4. Band erscheint...


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Meine Fresse! - - - Neuer Stern am Himmel sichtbar (keine astronomische Nachricht)

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern 25 April 2015 · 1.005 Aufrufe

Das darf ich jetzt mal loswerden: Unser clubinterner Rundbrief NEUER STERN erlebt bald seine 12. Ausgabe. Und wird richtig fett - also für seine Verhältnisse: 36 Seiten (+ 4 farbige Umschlagseiten). Bin fast ein bisschen stolz drauf...

Inhaltlich gibt es Leckerbissen: Story von Peter Schünemann --- wieder uralte SF-Schinken herausgekramt (also, so richtig alt; ist immer wieder absolut faszinierend, was Bernd Wiese so zu Tage fördert!) --- ein Österreicher liest u.a. "Andomedanebel" von Jefremow: Ob das mal gut geht? :-) --- ich habe einen neuen Illustrator "entdeckt"; nähere Infos kommen hier noch in den Blog, aber später, will mir ja selber nicht die Show klauen... --- eine Theaterrezi gibt es (auch nicht alltäglich, gelle) --- und ein nicht mal so altes, aber wohl zu recht vergessenes Buch (Kaiser von Europa) wird vorgestellt, dass so schlecht ist, dass es schon wieder amüsant sein könnte (gibt es leider auch sehr selten, na ja, lasst Euch überraschen, wenn ihr Euch überraschen lassen wollt)... ---- ... und ein subjektiver schöner Dort.Con-Bericht

OK, wer will, bitte eine PN mit Adresse, verrate dann auch, was Ihr machen müsst, um an das Teil heranzukommen.


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Für Leipziger, für den 10. April

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 06 April 2015 · 742 Aufrufe

Angehängtes Bild: infoblatt109.jpg

Infos? Hier, bitte:
http://www.fksfl.de/

(Zum Buch kurz was hier: http://www.scifinet....finster-nich†¦/ )

Die Lesung wird musikalisch unterstützt von Lena Lehmann.
(zu Frau Lehmann: http://www.fraulehmann.net/ )







Motto

„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 
Arno Schmidt
 
Er weiß nun auch, was er gegen die … lauernde Stupidität, die sich als Realismus ausgibt, zu tun hat: das Bild von Wirklichkeit eingrenzen, sie mit ästhetischem Maß und nur mit diesem messen, den Schritt in surreale Reiche wagen."
(aus: Gunnar Decker: Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie. S. 201)

 

 

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

Angehängtes Bild: Demiurg_g.jpg

© Thomas Hofmann

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

 

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

 

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.

 

 

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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
 Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990
 Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
 Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
  Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
 Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
 Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
 Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
 Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
 Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
 N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
 Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
 Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
 Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
 Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
 Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
 Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
 Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
 Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
 Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
 Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
 Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, KOVD 2020 (Neuauflage)
 Peter Schünemann, "Nachtmahr", Ed. Dunkelgestirn, 2023
 Andreas Fieberg & Ellen Norten (Hrsg.): RÜCKKEHR NACH BLEIWENHEIM, p.machinery, 2023

 "Angst im Empire", hg.v. Reinhard Klein-Arendt, Ed. Dunkelgestirn, 2024
 Jörg Weigand, "ISABELLA. Eine ganz besondere Liebe" p.machinery, 2025

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Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
 Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
 Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
 Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
 Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
 Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
 Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
 Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
 Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001
 Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
 C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
 Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
 Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
 Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
 Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
 G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
 M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
 Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
 Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
 Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
 Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
 Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
 Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
 Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
 Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
 Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
 Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
 Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
 Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
 Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
 Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012
 "Saramees Blut", Atlantis 2012
 M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
 Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
 Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017
 Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
 Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
 IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
 Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Der Traummeister, Memoranda, 2020
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Marslandschaften, Memoranda, 2020
 Fahrenheit 145, Buch zum 15. ElsterCon, 2020
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Pulaster, Memoranda, 2021
♦ (N)IRGENDWO (N)IRGENDWANN. Utopie und Humor. Begleitband zum ElsterCon 2022
♦ Goblin Press. Die frühen Jahre: 1990 - 2004. Eine illustrierte Dokumentation von Uwe Voehl, Lindenstruth 2022
♦ Hubert Katzmarz: Im Garten der Ewigkeit, p.machinery, 2022

 Angela & Karlheinz Steinmüller: Computerdämmerung, Memoranda, 2023

 Andreas Fieberg (Hrsg.): ABSCHIED VON BLEIWENHEIM. In memoriam Hubert Katzmarz MMXXIII, p.machinery, 2023

 Hubert Katzmarz: EIN MEISTERWERK DER WELTLITERATUR, p.machinery, 2023
 

 
Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016
Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018
!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019
!Time Machine 3, April 2020
!Time Machine 4, Januar 2021
Der neue Pegasus Nr. 2, April 2021

!Time Machine 5, Oktober 2021
!Time Machine 6, Januar 2022
!Time Machine 7, Januar 2023

!Time Machine 8, Januar 2024
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Fanzines
aktuell & laufend NEUER STERN, Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte
TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)
TERRAsse zum PentaCon 2019
TERRAsse zum PentaCon 2021
REISSWOLF S5, 2024
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CD-Cover
 The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
 Syngularity: The Four Horsemen; 2000
 Gothica: Within A Dream; 2000
 Gothica: Into The Mystic; 2000
 The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
 Gothica, Workbook 1995, 2003

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