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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Literarischer Herbst in Leipzig 2015

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 23 Oktober 2015 · 1.117 Aufrufe
Literarischer Herbst Leipzig; und 2 weitere...
Letztes Jahr fand ich so gar nichts für mich beim Literarischen Herbst in Leipzig; dieses Jahr schon eher. Na ja, an einer Veranstaltung habe ich sogar einen kleine Aktie dran - als Mit-Illustrator des Buches und Einlassdienst :-) - bei "Leipzig - Visionen gestern und heute".
(Nachtrag 29.2.2016: Link wird nicht mehr unterstützt, wurde auf der Seite des Literarischen Herbstes Leipzig entfernt)

Aber darüberhinaus auch Herrn Schorlemmer zugehört:
Weiß gar nicht mehr, wann es das letzte Mal war, dass ich Atheist mir eine Predigt von Pfarrer Schorlemmer anhörte. Es war auf jeden Fall Weihnachtszeit, im neuen theater zu Halle, der Raum war voll, muss so 15 Jahre her sein.
Friedrich Schorlemmer ist ja nicht nur ein Pfarrer, sondern auch DDR-Bürgerrechtler. Eher ein gemäßigter, der aus seiner christlichen Sicht lieber Erbarmen und Vergeben zeigt, statt Revanche zu fordern. Das scheint ihm auch schon den Vorwurf anderer Ex-DDR-Bürgerrechtler eingetragen zu haben, die SED zu verteidigen. Da kann er nur den Kopf schütteln†¦
Damals war die Weihnachtspredigt mehr ein politisches Referat. Heute nun, anlässlich des Leipziger Buchherbstes, stellt er ein autobiografisches Buch vor, in dem er sein „politisches Leben“ darlegt. Viel Persönliches hat er ausgeblendet, da es ihm nicht so sehr um eine Selbstdarstellung ging.
Er kann nicht anders, das gab er gleich zu Beginn zu: Er kann sich nicht nicht einmischen in der Politik, auch wenn dies die eine oder der andere einem Pfarrer nicht zubilligt. Aber anecken konnte er schon immer gut.
Diesmal ging es also doch eher um ihn, die Person Friedrich Schorlemmer, seine politische Sozialisation. Er sprach viel, brauchte fast keinen Moderator, blieb in seinen Ausführungen aber vor allem in der Vergangenheit. Das fand ich etwas Schade. Nur ein Mal holte er etwas aus, als er die Sprache auf die Ursache für die gegenwärtige Flüchtlingskrise brachte. Doch nur kurz, so als hätte er sich vergaloppiert, kehrte er wieder in den Schoß der Vergangenheit zurück.
Vielleicht hatte ich ein wenig eine falsche Vorstellung vom Abend, aber mir fehlte der Bezug zu heute, seine Gedanken zu den Fragen der Zeit. Ja, ist schon interessant, was er erlebte, z.b. in der Zeit des Prager Frühlings, oder im Hause des Optikers Schorlemmer, und wie man dort mit Stasi-Spitzelei umging. Auch was er zum Leben in der DDR sagte, deren Freund er sicher nicht wahr, der sie dennoch nicht ins Bodenlose verdammen kann; er wünschte sich, dass Leute aus dem „Westen“ mal eine Zeitlang in der DDR gelebt hätten, „ohne zu wissen, dass es mit ihr zu Ende geht!“, ehe sie ihre Urteile fällen.
Unterm Strich: Ein interessanter Abend mit einem äußerst eloquenten Zeitgeist, der für mich nicht alle Lücken füllen und Wünsche erfüllen konnte.


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Heft-iges 4: DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 21 Oktober 2015 · 2.118 Aufrufe
Jörg Herbig
Heft-iges 4: DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL

Da ist es! Ja, hat ziemlich lange gedauert. Und dabei bin ich im doppelten Sinne sehr froh, es in den Händen halten zu können. - Warum? Ich darf da mal etwas ausholen†¦
Ich bin bekennender FLEDERMAUS / DER LACHENDE TOTENSCHÄDEL-Fan, also Fan der kleinen und feinen, kunstvollen, über den Tellerrand des „Nur-Phantastischen“ hinausschauenden Fanzines von Jörg Herbig. Mir macht die Lektüre einfach gute Laune; die Texte sind authentisch, die Herangehensweise unorthodox, die Hefte haben was von Anfang 90er Jahre (ich nehme mal an, auch von 80ern, aber da war ja noch so eine Zaun, er mich von diesen Sachen trennte).
Auf jeden Fall habe ich das jeweils nächste Heft, erst mal Blut geleckt, immer sehnsüchtig erwartet. Umso erfreuter war ich, als mich Jörg eines Tages fragte, ob ich mich nicht mit Zeichnungen beteiligen wollte. Na klar! - Nun, ganz so enthusiastisch war ich gar nicht. Also, mir war das eine große Ehre und ich freute mich über das Angebot. Doch leider verharrte ich zu diesem Zeitpunkt in einer Art mehrjährigen Motivations-Tief. Jörg räumte mir viel Zeit ein, da auch die Zuarbeiten der anderen Beteiligten auf sich warten ließen. Doch ich kam nicht aus dem Mustopf, entsann mich aber der letzten Arbeiten, die ich für ein geplatztes Buchprojekt angefertigt hatte. Diese Projekt (so um 2008) war mit daran schuld, dass ich danach ziemlich die Lust am Zeichnen verloren hatte, gehörte es doch zu einer Reihe groß angekündigter Projekte, die von den Herausgebern dann doch nicht realisiert wurden - das fiel denen ein, als ich mit meinem Teil bereits fertig war. Oh, oh, ich war sauer damals - und hatte dann keine Lust mehr.
Inzwischen hat sich das ja gegeben. Jedenfalls bot ich Jörg diese Zeichnungen an; von denen ich zumindest der Meinung war, dass sie sozusagen einen gewissen Höhepunkt in meinem künstlerischen Hobby-Schaffen darstellten. Also, mir gefielen sie - gefallen sie noch immer.
Zwei von den damaligen Buchillustrationen fanden nun also Platz in dem 3. LACHENDEN TOTENSCHÄDEL, dazu das Motiv für das geplante Cover, das mit ganz wenig Farbe gestaltet wurde - hey, sogar das hat Jörg dann umgesetzt in dem Heft; klasse!
Dazu ein paar Kopf-Skizzen. Kurios - weiß gar nicht, ob Jörg das wusste und bewusst so einsetzte: Diese Skizzen entstanden im Zusammenhang mit einer Story von Markus Korb. Im LACHENDEN TOTENSCHÄDEL nun taucht einer der Köpfe auch wieder bei einem Erlebnisbericht von Markus Korb auf.
Das Heft ist ja recht dünn, aber fein. Ein Schmuckstück, leider mit recht wenigen Texten, die dem Phantastischen und Unheimlichen im realen Leben nachgehen, die von Erlebnissen berichten, die unmittelbar und mittelbar mit Phantastik, Horror, Fantasy zu tun haben. Neben Jörg Herbig haben wir ein Gedicht von Jerk Götterwind (siehe PAUSENFÜLLER) und Texte von Tobias Bachmann und Markus Korb.

 

Referenz
Nachtrag 11.11.15: Hier stand vor kurzem noch der Link zur Homepage von Fledermaus/Der lachende Totenschädel; leider ist sie aus dem Netz verschwunden. Ich kann auch keine andere Kontaktadresse benennen, alles weg... (Was ist da los?)




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Dystopischer Western

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 18 Oktober 2015 · 746 Aufrufe

Dystopischer Western Leseliste (Oktober 2015) - Eintrag 35:

Christian Dörge: „Jericho Hills 3000“
Needlegun Bd. 1

Lang, lang ist's her, dass ich ein Buch von Christian Dörge las. Und obwohl ich schon wusste, dass er auch mal im Grusel/Horror-Heftroman-Sektor tätig war, kannte ich bisher nur seine eher lyrischen und stark verdichteten (hier wohl ein doppelsinniges Wort) Texte, wie in „Flutland“, oder „Lichter von Paris“. Ach und dann erinnere ich mich an Leipzig, wo er einst beim FKSFL zu Gast war, am 26.10.2001 (Hey: Jubiläum, gleich!); interessanter Weise wird er auf der Homepage des FKSFL gar nicht genannt. Dies mag daran liegen, dass dem Webmaster der Seite der Info-Zettel nicht vorlag, den ich mal ausnahmsweise gestaltete. Das kam immer dann vor (oder auch nicht immer, aber mitunter), wenn ich moderierte. O.K., dann kann ich ja mal illustrer Weise das „Infoblatt 33“ hier zeigen und (mich) daraus zitieren: „Sein Ziel war es, Lyrik und Prosa in Einklang zu bringen. Seine Stoffe sind existentialistischer Art, surrealistische Wort-Formungen und phantastische Experimente...“
Hat dies mit dem vorliegenden Opener einer Düster-Western-Endzeit-Saga zu tun? Ja und nein.
Zum einen darf sich der Leser auf eine greifbare - und handgreifliche - stringent erzählte Geschichte freuen. Es ist pulp ficiton - im besten und gefälligen Sinne des Wortes. Die Figuren mögen sich entwickeln, das vermag ich nach dem 1. Band natürlich noch nicht einzuschätzen, aber sie sind Typen, ja, auch Stereotypen. Wobei sie - auch schon wieder klischeehaft - keinem Gut-Böse-Schema entsprechen. Allesamt Raubeine, auch die Dame, ja, die wohl ganz besonders, denn sie darf der Leser schon mal in voller Aktion erleben, ganz schön brutal in ihrer ausgelebten Rache.
Entwickeln, im Sinne der Story, müssen sich die Figuren noch, denn sie verbindet etwas, was der Leser noch nicht ganz durchschaut. Da kommt noch was, und ich bin gespannt darauf!
Aber vom „alten“ Dörge ist auch was da; also von dem „alten“ Dörge, den ich kannte, denn mitunter geht sein Dichterherz mit ihm durch, dass es eine wahre Freude ist. Ohne über die Köpfe seiner Leser hinweg zu schreiben, hat er offensichtlich Freude am Fabulieren und Formulieren. Das macht Spaß! Nur weiter so, wenn ich mir das wünschen darf.
Die ganze Story ist in einer fernen Zukunft angesiedelt. Mit der Erde sieht es nicht gut aus, sie hat vor 1000 Jahren wohl eine Atomkatastrophe hinter sich, die Menschheit war schon mal so gut wie tot, und nun müssen sich unsere Enkel (im metaphorischen Sinne) mit dem verseuchten und strahlenden Erbe herumschlagen. Die Welt ist eine strahlende Wüste, mit Kuppelstädten, einem eher totalitär und rabiat regierenden Direktorium, Inquisitoren, Mutanten und was man sonst noch so von einer düster-dystopischen Zukunft erwarten darf. Dann wird angedeutet, dass da irgendwas mit den Zeitabläufen nicht stimmt...
Der Autor lieferte auch gleich visuelle Umsetzungen seiner Phantasien mit ab, Cover und Innenillus sind Collagen von ihm. Sehr eindrucksvoll. Sie kommen aber nicht gut rüber im kindle; konnte sie aber am Tablet-PC bewundern.
Das erste schmale Bändchen (also, ich nehme mal an, es ist schmal, kann man im eBook-Format schlecht bemessen, aber man braucht ca. 1 Stunde zum lesen) stellt erst mal die Welt (ein bisschen) und die Protags vor (ohne alles zu verraten). Das ist nicht mehr als der Beginn eines (hoffentlich großen) Abenteuers! Also, ich glaube, ich bleibe dabei!
9 / 10 Punkte


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Von Mak Sim zu Maxim Kammerer

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 17 Oktober 2015 · 887 Aufrufe

34) A. & B. Strugazki: „Ein Käfer im Ameisenhaufen“
Es ist von Vorteil, wenn man die Maxim-Kammerer-Trilogie hintereinander weg lesen kann. Kann mich nicht mehr daran erinnern, dass mir die Zusammenhänge nach dem Erstlesen so geläufig waren, da ja zwischen dem Erscheinen (und Lesen) der Bände Zeit verging. Na ja, vielleicht habe ich das aber auch nur vergessen, ist ja schon ein Weilchen her. Auf jeden Fall las ich den 2. Band nun auch fast wie zum ersten Mal. Und wieder war es ein Hochgenuss.
Der Roman hat ein enges Zeitkorsett; die Rahmenhandlung spielt sich innerhalb weniger Tage ab. Maxim Kammerer, nunmehr auf der Erde, 40 Jahre alt, bekommt von demjenigen, der damals auf Saraksch (Die bewohnte Insel) der mysteriöse Wanderer war und sich am Ende als von der Erde entsandter Progressor entpuppte, der ziemlich sauer mit Mak Sims Handeln war, einen Auftrag, denn Maxim ist inzwischen auch Progressor geworden, was am Ende von „die bewohnte Insel“ nur angedeutet wurde. Hier gelingt es den Autoren wieder einmal, in sehr geraffter Form, nur andeutungsweise ein paar Jahrzehnte Handlung zu umreißen. Als Leser hat man den Eindruck, dass man vollauf gut informiert wird - na ja, sofern dies überhaupt zulässig ist, wegen der Geheimhaltung und so - da braucht es jedenfalls keiner 3 weiteren Bände, die das beinhalten könnten, was da geschehen ist. So ändern sich die Zeiten - und Erzählweisen.
Maxim soll also einen Kollegen suchen. Mit Lew Albakin, der unerlaubt auf die Erde zurück kehrte, ohne aus dem Dienst ordentlich entlassen worden zu sein, stimmt irgendwas nicht. Er scheint eine Gefahr zu sein, da er auf Saraksch jemanden angeblich umbrachte, und ein Persönlichkeitsgeheimnis birgt.
Hey, das erinnerte mich - jetzt - natürlich an Bladerunner; ja, die Situation ist sehr ähnlich. Interessanter Weise beschwert sich Albakin irgendwann, dass nur Androiden nicht erlaubt sei, auf die Erde zu kommen, aber er ist doch ein Mensch! - Lag das Thema in der Luft damals, denn das Buch entstand zwischen 1979 und 1980...
Aber es geht nicht um künstliche Menschen. Der Haken liegt woanders. Die mysteriöse Superzivilisation der Wanderer spielt hier eine Rolle. - Ich weiß gar nicht, ob irgendwo schon mal die namentliche Analogie zwischen den Wanderern (als uralte, mysteriöse, allmächtige Zivilisation, die offensichtlich auch in die Geschicke anderer Zivilisationen eingriff und eventuell noch immer eingreift) und dem Wanderer (Tarnname von seiner Exzellenz, Rudolf Sikorsky) behandelt wurde. Das kann doch kein Zufall sein!
Wenn ich schon Vergleiche zu anderen SF-Stoffen ziehe, fällt mir hier natürlich auch Alien ein. Es wird ein „Sarkophag“ gefunden, der befruchtete Eizellen enthält. Dies geschieht auf der Erde; das Artefakt ist so 45.000 Jahre alt. Auch auf einem anderen Planeten fand man so etwas. Was gewinnt, Neugier oder Vorsicht?
Im Grunde drehen die Autoren hier die Situation gegenüber „Ein Gott...“ um; zeigen, wie wir Menschen einer Einflussnahme von außen entgegen treten. Dabei sind diejenigen, die hier handeln, auch diejenigen, die andere, fremde Gesellschaften zu beeinflussen suchen. Das dürfte im Zusammenhang mit dem missionarischen Anspruch der kommunistischen Ideologie der UdSSR eine zwar sicher gut verpackte, aber brisante Frage gewesen sein - aber - mal so nebenbei - auch heute wieder und immer noch hochaktuell
Der Roman war wieder sehr spannend, und offenbarte mehr als „Die bewohnte Insel“, oder auch „Ein Gott...“, von der Situation, in der die menschlichen Welt des Mittags im kosmischen Ganzen sich befindet.
Eine witzige Nebenfigur ist der Kopfler Wepl, der zum Freund Albakins wurde, ein Angehöriger einer durch die Atomstrahlung auf Saraksch entstandenen Art vernunftbegabter Hundeartiger, die Mak Sim damals entdeckte. Der hat sozusagen seinen eigenen Kopf - allerdings auch im wörtlichen Sinne. Der Kopf ist unverhältnismäßig groß. Ich dachte beim Lesen immer an einen Spitz mit großem Kopf. Bis ich auf diese Bilder stieß. O.K., damit ist mein Bild nun geprägt, aber die Zeichnungen sind richtig gut und - ja - das passt zu Wepl!
11 / 10 Punkte


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Heft-iges 3: Anomalie

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 12 Oktober 2015 · 1.087 Aufrufe
TES, Gerd Frey
Heft-iges 3: Anomalie Jetzt also doch der Mars! Sogar gleich 2 mal. (Nachdem mich das vorherige Heft aus der Reihe BunTES Abenteuer abseits des derzeitigen SF-Mainstreams nicht zum Mars, sondern zum Titan entführte - siehe meine kleine Rezi dazu - aber woher sollte Stanley G. Weinbaum es auch besser wissen, was so 2015 angesagt ist.)
Gerd Frey entführte seine Leser ins All, auf fremde Welten, u.a. 2 mal auf den Mars, der aber hinreichend fremd und exotisch ist. Zum einen verfängt sich der Astronaut in einer Zeitschleife, beim nächsten Mal erleben die Siedler auf dem Mars, wie die Anderen so einen Planeten für sich ur- und nutzbar machen - und müssen lernen, dass Sie sich nicht mit dem Mars begnügen†¦
Die Titelstory spielt zwar schon auf einem fremden Planeten, aber, was viel wichtiger ist, in einem Raumknoten, der wunderbaren Zeitanomalien ausgesetzt ist. Nun, sicher erschien dies etwas beliebig, denn Zeit verläuft dort mal schnell, mal langsam, in jede Richtung. Das zu erforschen scheint schwierig; und wenn dann noch persönliche Bindungen zwischen den Erkundern hineinspielen, wird es erst richtig verrückt. Geht leider nicht gut aus. Interessanter Weise wird auch etwas dystopischer Hintergrund angedeutet, möglicher Weise wäre dies ein Element, das noch ausbaufähig wäre.
Da Gerd auch als Grafiker aktiv ist, hat er das Cover und eine Illustration gleich mitgeliefert.
Unterm Strich: Kurzweilige Raumfahrer-SF-Unterhaltung, macht Laune!

Referenz:
Gerd-Michaels TES


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Heft-iges 2: Auf dem Titan

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 10 Oktober 2015 · 1.362 Aufrufe
TES
Heft-iges 2: Auf dem Titan Alles spricht heutzutage vom Mars. Da gibt es Wasser, einen modernen Robinson, der wie Matt Damon aussieht und sowieso den höchsten Berg aller Welten. Na gut, aber ich las gerade was vom Titan, einem Saturnmond.
Die Story ist uralt: stammt von Stanley G. Weinbaum uns ist nun erstmals auf Deutsch erschienen als BunTES Abenteuer 29, entstanden in einer Zusammenarbeit von Gerd-Michael Rose und Peter Alsdorf, übersetzt von Katrin Geske und Gerd-Michael.
Eigentlich mag ich solche Hefte; habe aber bisher nur ausgewählte gekauft. Wer sich gern auf neue Eindrücke einlassen möchte und da aber nicht gleich dicke Trilogien kaufen will, ist mit dieser tollen Reihe aus Erfurt sehr gut beraten, denke ich. Allerdings ist Weinbaum nicht so ein „neuer Eindruck“. Es gibt ja einige Bücher von ihm auf Deutsch; die Story aber bisher noch nicht.
Erzählt wird eine schöne Aussteiger-Abenteuer-Story, die vor allem durch die Schilderung fremder Lebensformen brilliert. Na, dafür ist Mr. Weinbaum ja bekannt. Macht er hier auch wieder supergut. Beim Plot und den Figuren spart der Autor etwas. Ich fühlte mich dennoch auf diesem kurzen Trip durch das Sonnensystem sehr gut unterhalten. Das Heft ist ein Kleinod, habe es sehr genossen und möchte es empfehlen.

Referenz:
Gerd-Michaels TES


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Heft-iges 1: Pausenfüller

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 10 Oktober 2015 · 1.025 Aufrufe

Heft-iges 1: Pausenfüller He, he, was für ein Name! Und in meinem persönlichen Fall auch sehr passend. Das neue Heft aus dem Hause Jörg Herbig heißt so und verhilft mir, so ganz persönlich, die Zeit zum Erscheinen des neuen Lachenden Totenschädel zu überbrücken.
Nun, das wird dem Heft selbstverständlich nicht gerecht! Es ist kein Pausenfüller - heißt nur so.
Dann war ich sogar überrascht, dass es so plötzlich da war, denn das Heft wurde nicht so heftig vorher beworben, nicht mal groß angekündigt. Und dabei ist es ein Kleinod. Hey, dass es so was noch gibt!
Bin ja Fan von „Artzines“, las gerne FLEURIE z.B. - kennt das noch jemand - das Zine von Eddie M. Angerhuber und Thomas Wagner; z.B. - Der Vergleich hinkt, denn FLEURIE war in erster Linie ein Fanzine phantastischen Inhalts, aber PAUSENFÜLLER erinnerte mich sofort an es, denn die Gestaltung ist sehr ähnlich: also, PAUSENFÜLLER wurde offensichtlich nicht am PC entworfen und gesetzt, nee, da wurden wieder Schere und Kleber zur Hand genommen. Wow! Ja, der Look ist der eines ambitionierten Lieberhaber-Fanzines. Der Satz ist unregelmäßig, die ausgeschnittenen Textblöcke in attraktiv gestalteten Rahmen gesetzt (kann man sicher auch mit dem PC machen, aber ich denke, das ist Handarbeit, oder?).
Im Mittelpunkt steht die bildende Kunst. 2 Künstler werden im Interview vorgestellt. Den einen davon kannte ich sogar schon, bzw. seine Kunst, wer sich dahinter versteckte, wusste ich nicht so richtig. Das war schon mal ein Aha!-Erlebnis.
Die andere Künstlerin hat mich aber noch mehr erstaunt, da sie ein schlimmes Erlebnis in ihrer Biografie verarbeiten muss und dies - den Worten nach - auch großartig bewältigt. Dass sie danach noch auf andere Menschen zugehen kann und auch dazu aufruft, dies zu tun, da nur so sich Türen und Wege eröffnen, erstaunt. Weiß nicht, wie ich so drauf wäre.
Dazu kommen Berichte von Jerk Götterwind und Jörg zu Ausstellungen, documenta z.B., eine die ich auch besucht hatte - aber interessanter Weise andere Ausstellungsorte als er, die war ja über die ganze Stadt verteilt; und ein paar Bilder-Buch-Rezis.
Vielleicht wäre ich nie auf dieses Zine aufmerksam geworden, wenn Jörg nicht auch der Herausgeber des Fanzine Fledermaus und des Lachenden Totenschädels wäre und wir uns sozusagen über diese Schiene - Phantastik / Horror - kennen würden. Wie sicher viele Phantastikfans auch (aber sicher nicht alle) bin ich halt auch an anderer Kultur interessiert, Malerei und Grafik, alt und neu, Theater, gern auch mal Experimentelles. Dass das auch den Herausgeber meines derzeitigen Lieblingsfanzines auf dem phantastischen Sektor fesselt, finde ich auch einfach mal gut. OK - alles Sachen, die mich persönlich angehen, darüber hinaus möchte ich aber das Heft empfehlen (und hoffe, dass es überhaupt noch zu kriegen ist, über die Höhe der Auflage weiß ich nichts); fragen kostet nichts, .... [Nachtrag 27.11.15] würde nix kosten, aber leider ist die Seite aus dem Netz verschwunden...


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Massaraksch!

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 06 Oktober 2015 · 1.217 Aufrufe
Strugazki
Keine Bange, der Oktober ist noch nicht vorüber. Dennoch beginne ich mal meine Leseliste hier schon einzufügen, denn es sind ein paar Worte mehr geworden als gewohnt.
Habe nämlich ein neues Hobby: Die Strugazkis

32) A. u. B. Strugazki: „Ein Gott zu sein ist schwer“
Der Entschluss, diesen Roman wieder einmal zu lesen, kam spontan. Ich wollte mich auf den Film von Aleksei German vorbereiten; der steht nämlich in dem Ruf, ohne Kenntnis des Romans (Powest) unverständlich zu sein. Andererseits stehen die Strugazkis schon lange auf meiner Wieder-Lese-Liste. Die Zeit war nun reif...
Natürlich hatte ich das Buch schon mal gelesen, aber in den 80er Jahren. Insofern war die Lektüre fast völlig neu für mich.
Und es hat sich gelohnt! Bin jetzt im Strugazki-Fieber; mache gleich mit der Maxim-Kammerer-Trilogie weiter. Was soll man schreiben? Es ist schon eine ganz eigene Klasse, was die Sturgazkis geschrieben haben, absolut. Dabei ist der Roman recht alt, genau so alt wie ich, wie ich feststellen konnte. Trotz der kommunistischen Zukunfts-Ideale wirkt er aber gar nicht angestaubt oder überholt. Interessanter Weise halten sich die Autoren auch mit einer Lobpreisung der strahlenden, kommunistischen Zukunft zurück. Ganz im Gegenteil: Die Ideale erblassen ja vor dem real-existierenden Fascho-Mittelalter Arkanars. vor allem die Theorie der Historiker über den Feudalismus. - Hmm, kann mich gar nicht mehr daran erinnern, was ich damals drüber gedacht habe, denn das ist ja im Grunde damals „mein“ Thema gewesen, so als Student der Geschichte...
Wie frisch der Roman wirkt; die Fragen, die aufgeworfen werden, sind so aktuell. Wer hätte das gedacht? - Wie soll man sich verhalten in so einer verflixten (will keine schlimmeren Wörter benutzen) Welt? Muss man nicht scheitern mit den besten Absichten, vor den Dilemmata der Welt? Was sind überhaupt „gute Absichten“? Gibt es allgemein gültige?
Und wie die Sturgazkis das machen: Große Sachen werden so nebenbei erwähnt, damit öffnen sie Horizonte im Kopf, lassen sich nicht dazu herab, sie auszuwalzen (und dadurch eventuell am Ende kleinzuschreiben). Ich denke da an die Erwähnung der „Sprinter“, also von irdischen Beobachtern, die eben nicht still halten konnten, und aktiv ins Geschehen auf der fremden Welt eingriffen - uns scheiterten, oder die Geschichte Aratas, des „Berufsmeuterers“ - was für eine Figur, und eben auch so „aktuell“ - ach, ich bin einfach baff und fasziniert.
11 / 10 Punkte

33) Strugazki: „Die bewohnte Insel“
April 2012 habe ich den Film „Dark Planet“ gesehen und kurz darüber geschrieben. Der Film hatte mir damals nicht so dolle gefallen. Damals hatte ich aber bemerkt, dass ich das Buch doch mal wieder lesen müsste. Ja, das müsste ich - nach wie vor; dachte ich mir, als ich kürzlich das andere Buch von den Brüdern Strugazki las, „Ein Gott zu sein ist schwer“, dies in Vorbereitung auf den Film, der nun 3 Stunden lang Zuschauer in ausgewählten Kinos quält. So sagt man zumindest...
Ich hatte die Bücher ja schon alle mal gelesen, vor ziemlich langer Zeit und frage mich nun, warum ich sie nicht viel früher wieder gelesen habe. Welch ein Frevel!
Nun also die Maxim Kammerer-Trilogie. Zur Verfügung stehen mir die DDR-Ausgaben, mit den schönen surrealistischen Covern von Carl Hoffmann, die allerdings nur mit sehr viel gutem Willen passend erscheinen. Aber das kann auf gut so sein, denn sie lenken dadurch nicht ab.
Ein paar subjektive Bemerkungen zur erneuten Lektüre; wirklich nur ein paar Gedanken, keine richtige Rezension.
Ich war von der ersten Zeile an sofort begeistert. Die Strugazkis sind eine Liga für sich, kaum erreichbar; das war mir vielleicht damals, als ich sie das erste Mal las und immer schon etwas neidisch auf „den Westen“, wo es ja die geliebte SF zuhauf gab, aber eben nicht für mich. Nun, inzwischen konnte ich ja dieses Manko ausgleichen - und siehe da: So gut wie diese Russen konnte mich selten ein Autor in Begeisterung versetzen.
Wie schaffen die das? Da ist z.B. die kompakte Erzählweise. Hier im Roman wird die Erzählperspektive immer wieder vertauscht, der Leser sieht das Geschehen aus der Sicht verschiedener Protagonisten, zudem auch zeitlich versetzt - meine damit: Mal erleben wir das Geschehen live mit, mal wird es aus der Erinnerung (oder einer Akte z.B.) rekapituliert; das ermöglicht den Autoren, zu verknappen, zu verdichten.
Ich machte den Fehler und sah mir den o.g. Film, „Dark Planet“, noch einmal an, zudem zu einem Zeitpunkt, als ich noch nicht fertig mit dem Buch war. Jetzt erst erkannte ich, dass der Film ziemlich nahe am Buch war - und dennoch Meilen weit davon entfernt.
Interessanter Weise scheint der Film ähnlich verknappt zu erzählen, d.h., Szenen werden schnell aneinander geknallt dargeboten. Wenn man das Buch gerade gelesen hat, erkennt man sie sofort wieder, keine Frage, aber ohne diesen Hintergrund muss das Ganze zusammenhanglos und zusammen gestückelt erscheinen.
„Meilenweit weg“ will heißen, dass grundlegende Aussagen im Film völlig anders rüber kommen als im Buch, meist simpler, auf ein unqualifiziertes Gut-Böse-Schema reduziert. DAS ärgerte mich dann beim 2. Sehen wirklich. Ich denke allerdings, dass dieses Gefühl, dass hier Szenen aneinander gereiht wurden, ohne nennenswerten Zusammenhang, oder dramaturgische Verknüpfung, liegt auch daran, dass ich ja nur die Kurzfassung des Filmes gesehen habe; die lange, zweiteilige Fassung ist irgendwie schwer zu beschaffen.(1) Weiß aber nicht, ob ich die wirklich sehen will.
Im Buch erzeugen die Autoren Spannung eben auch dadurch, dass sie mal verkürzt, mal sehr ausführlich erzählen, mal den Leser quasi nur in Kenntnis über etwas setzen (was mitunter ziemlich wichtig ist, wird dann fast nur mal so nebenbei gesagt), mal ihn richtig ins Geschehen hineinziehen. Diese abwechslungsreiche Erzählweise hält auch das Leseinteresse wach - und man ist auch gut beraten, wenn man sich konzentriert, denn in Nebensätzen werden sozusagen ganze Welten generiert (oder Kreaturen eingeführt, denen man in anderen Romanen dann auch wieder begegnet).
Die Hexenmeister-Szene im Film fand ich ja recht gelungen, wobei hier die Filmmacher vielleicht sogar zu viel machten, denn wie sie im Buch steht, ist es auch ziemlich eindrucksvoll, aber gut, da haben sie mal was geschafft, was auch im Gedächtnis bleiben wird. - Wobei: Könnte man auch als plakativ bezeichnen: Im Buch „spricht“ der Hexenmeister, ohne seine Lippen zu bewegen, im Film hat man aus ihm ein Kind auf der Schaukel gemacht, das keinen Mund hat.
Warum Fehler, den Film so dazwischen geschoben zu haben? Na, ich brauchte dann für das letzte Viertel des Buches relativ viel Kraft, die Bilder des Filmes aus dem Kopf zu bekommen, denn sie gefielen mir ja nicht. Allerdings schafften es die Autoren dann doch; zumal sie mich mit Szenen belohnten, die im Film nicht vorkamen - und so nebenbei konnte ich gut verfolgen, wie die Filmemacher des tolle Buch simplifizierten, ach, schrecklich...
In meiner Filmrezi bemängelte ich etwas die Wahl des Schauspielers - blonder Schönling - musste aber beim Lesen feststellen, dass der durchaus passte, also, außer dass er blond ist, denn im Roman wird er mit schwarzen Haaren vorgestellt. Aber er ist ein Superheld, der dies zwar nicht herauskehrt, da er sich dessen auch kaum bewusst ist, schließlich fühlt er sich als ganz normaler Mensch, ist aber den Einwohnern des Planeten haushoch physisch, psychisch mental, auch sozusagen gsundheitstechnisch überlegen. Das hilft mächtig seine Nachteile in der Kenntnis des Lebens auf diesem Planeten auszugleichen. Am Ende könnte er durchaus eine Art Gott werden oder sein; ein Revolutions-Gott. Interessanter Weise bleibt ja das Ende offen - Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, wie neugierig ich nun an die Fortsetzung, „Ein Käfer im Ameisenhaufen“, herangehe, denn Mak Sims Aufenthalt auf Saraksch muss ja ein Ende finden.
Inzwischen habe ich das Comic gefunden, das ich in meinem alten Artikel zum Film erwähnte. Allerdings nicht in meinem „Archiv“, sondern im Netz - siehe Referenz unten. Maxim ist dort übrigens wirklich blond, und auch sehr heldenhaft dargestellt; ansonsten ist das Comic mieser, als ich es in Erinnerung habe - dies mag der Grund dafür gewesen sein, dass ich es dann doch nicht aufgehoben habe. Na, wer will, kann ja gucken.
11 / 10 Punkte (für das Buch natürlich)

Referenz:
Meine alte Rezi zu Dark Planet
Der Comic "Die bewohnte Insel" aus Sputnik 1-5/1986

...ach so, was das "Massaraksch!" heißen soll? - das ist das Standard-Schimpfwort der Saraksch-Bewohner; heißt so viel wie "Mist!", oder "Verdammt nochmal!"

(1) Nachtrag: Die lange Version (220 min) gibt es doch zu kaufen, ist in einer Packung mit der kürzeren Kinofassung - hmm, aber doch irgendwie keine Lust drauf...
2. Nachtrag vom 11.3.22: Inzwischen habe ich längst die lange Version gesehen und kann sagen: Nur die sehen! Der Film ist ein ganz anderer in der Langversion, viel besser!


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Mein Buch des Jahres: "Telluria" von Sorokin

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 29 September 2015 · 1.260 Aufrufe
Sorokin;, Telluria;
31) Vladimir Sorokin: „Telluria“
Das Buch ist ein Hammer! Punkt. (Äh: Ausrufezeichen!)
Allerdings ist es ein Sorokin-Buch; sozusagen die Zusammenfassung seines Schaffens der letzten 2 Jahrzehnte (?). Das muss man schon irgendwie mögen, denn obzwar es sehr viel konkreter und fassbarer ist als viele seiner Stories in „Die Herzen der Vier“ z.B., oder als „Ein Monat in Dachau“, so ist es eben kein stringenter Roman, der eine fest umrissene Geschichte erzählt.
Der „Roman“ ist eher ein Kaleidoskop, eine Bestandserfassung einer zukünftigen, zerfallenen Welt. Nicht nur Russlands, auch von Europa und ein bisschen von Asien erfahren die Leser. Dabei knüpft er an seinen Opritschnik / Zuckerkremel-Kosmos an. Wenn „Der Tag des Opritschniks“ noch sehr satirisch ist, erscheinen die Situationsberichte, Anekdoten und kleinen Stories in diesem Band wesentlich ernsthafter, und trotz der mitunter überbordenden Phantasie wirklichkeitsnäher (was Gentechnologie machen wird, beschreibt der Autor auch sehr anschaulich an Beispielen, die ein wenig an einen andern komplexen SF-Roman erinnern: Daths „Abschaffung der Arten“)
Das Buch ist ein tolles Beispiel, wie sich derzeit SF jenseits der SF-Genre-Grenzen entwickelt; Michael Iwoleit wird es freuen :-) Wobei Sorokin hier für sich kein Neuland betreten hat, denn das macht er schon lange, seine ganz spezielle, aber handfeste Phantastik.
Über das Buch kann man viele Rezensionen inzwischen lesen, in den Literatur- und Feuilleton-Sparten renommierter Zeitungen. Im Grunde will ich deshalb auch keine Eulen ausbrüten,oder wie hieß das chinesische Sprichwort?
Ein paar Aspekte möchte ich nur erwähnen, die mir auffielen.
Meine erste Assoziation: Typisch Russisch: Ich erinnere mich an eine Sonderausgabe der Zeitschrift „Sowjetliteratur“ zur Wende-Zeit: „Atlas der Ideologien“; ach ja, hier ist sie: vom Dezember 1989. Darin werden von verschiedenen Autoren der damaligen UdSSR alle möglichen Denkweisen, Weltbilder, Ideologien vorgestellt. Das war damals faszinierend: Da gibt es also in der sowjetischen Bevölkerung verschiedene Ideologien - Mehrzahl! - ??? - Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, frage ich mich: Wo kamen die her? Wo waren die in der Sowjetzeit? Ja, dass es Dissidenten gab, wusste ich ja auch, aber das waren einzelne Personen. Doch hier wird von verbreiteten Denkweisen gesprochen. Also konnte der staatlich verordnete Kommunismus als einzig selig machende Ideologie nicht alles platt machen. - Ein weites Feld, das ich hier nicht erörtern möchte, nur staunend feststellen.
Auch in „Metro 2033“ von Dmitry Glukhovsky wird dieses Motiv aufgegriffen: Das Nebeneinander verschiedener Weltanschauungen, die sie in den einzelnen Metrostationen in eigene Gesellschaften manifestierten. Und nun Sorokin.
Ein 2. Motiv wird deutlich: Der Zerfall Russlands, des russischen Imperiums. Sorokin fasst das direkt zusammen, in dem er zynischer Weise eine Protagonistin die „drei großen Glatzen“ Revue passieren lässt, die jeweils ihren Beitrag zur Vernichtung des Imperiums beitrugen - jetzt darf geraten werden, wer das war :-)
Erst kürzlich las ich ein Buch, eines anderen russ. Autors, der ebenso vom Verfall Russlands in naher Zukunft geschrieben hat: Andrej Rubanov: „Chlorofilija“. Nicht nur der Zerfall Russlands, auch die Rolle Chinas sehen beide Autoren ähnlich. - Ach, und noch was verbindet diese beiden Romane: der Hauptgegenstand des jeweiligen Romans ist ja eine Droge, die das Leben der russischen Menschen der Zukunft durchaus positiv beeinflusst.
In den oben erwähnten Rezensionen zu „Telluria“ wird gern von einer „düsteren Dystopie“ geschrieben. Na ja, sicher: Es gibt einen Rückfall ins Mittelalter, zumindest partiell. Einige Dinge, Umstände erscheinen drastisch, aber weit weniger überzogen als z.B. in „Der Tag des Opritschniks“. Scheinbar kann sich der Autor sogar so was wie normalen Alltag vorstellen.
An einer Stelle fasst er aber die Situation sehr schön zusammen, und da sieht es gar nicht nur so dystopisch aus. Das neue Mittelalter scheint den Menschen gut zu tun, er lebt gesünder, sie eilen keinen Versprechungen (ideolog. oder technolog. Art) hinterher; sie haben sich damit abgefunden, das Paradies auf Erden nicht zu erreichen - und schienen damit besser zu leben. Das ist irgendwie zynisch gemeint - oder auch nicht; ich bin mir da gar nicht so sicher. Auf alle Fälle ist dieses Zukunft gar nicht so düster, halt nur anders.
Sorokin wird nun als der russische Houellebecq tituliert. Nun ja, ich denke schon, dass beide Autoren einiges eint, aber sie doch ziemlich unterschiedlich sind. Beiden ist die explizite Beschreibung von Sexualität wichtig, wobei sich Sorokin hier ziemlich zurück hält, na ja, bis auf bestimmte Szenen; wie z.B. ein Kapitel, in dem Geschlechtsteile ihre Abenteuer und Erlebnisse schildern, was nicht mal metaphorisch gemeint ist, da die Gen- und Biotechnologie so was wohl möglich machen wird...
Worauf der Vergleich jetzt in 1. Linie zielt, ist der Umstand, dass in Sorokins Roman Europa und Russland eine Phase islamistischer Angriffe hinter sich hat. Allerdings werden die islam. Extremisten schon wieder zurück gedrängt, da gibt es sogar moderne Kreuzritter. Diese Umgestaltung Europas ist durchaus sehr weitgehend, die bekannten Staaten existieren zum Teil nicht mehr. Na ja, wenn man so will, kann man „Telluria“ auch ein bisschen als Fortsetzung von „Unterwerfung“ lesen...
Nach einer gewissen Zeit dachte ich mir: Warum gibt es keine Karte der Welt von Telluria? Ha, gibt es natürlich! In Russisch, aber sehr schön gemacht. Und mit Tante Google kann man ja auch die russ. Texte recht gut lesbar machen.
11 / 10 Punkte

Referenz:
Karte v. Telluria


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Gelesen im September 2015

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 29 September 2015 · 1.031 Aufrufe
Attack on Titan;
28) Edward Bernays: „Propaganda“
Nach dem wirklich erhellenden Vortrag von Rainer Mausfeld, „Warum schweigen die Lämmer?“, über die Macht der Beeinflussung musste ich ergänzend dieses Standardwerk für Public Relations mir auch zu Gemüte führen. - Nun, von dem Vortrag hatte ich mehr...
OK, ist wohl so ein erstes Werk, in dem der Autor aus Sicht eines „Propagandisten“, also eines Menschen, der für die Werbung von... tja, eben allen, die Werbung brauchen, also Industrie, Vereine, Parteien - völlig egal... verantwortlich ist und einfach wissen muss, dass Werbung, PR, Propaganda unvermeidlich ist, um in einer modernen Gesellschaft Ziele, Interessen zu artikulieren und durchzusetzen. Nicht mehr, nicht weniger. Aber wirklich „ungeheuerliche“ Dinge konnte ich nicht entdecken.
- Ohne Wertung -

Comic 15) Attack on Titan, Bd.e 5 & 6
Wieder 2 geschafft; na ja, ist ja kein großer Akt, Text ist überschaubar. Die Zeichnungen werden mitunter besser, detaillierter, z.B. in den Stadtansichten. Aber - das habe ich jetzt gelernt - Mangas liest man nicht unbedingt wegen der tollen grafischen Kunst, oder?
In den beiden Bänden werden noch mehr Rätsel um die Titanen aufgehäuft; sie sind (nicht alle) hirnlose, sture Menschenfresser. Es kulminiert in der Begegnung des Außen-Teams mit einem weiblichen Titan; sie ist zumindest gerissen, wenn nicht gar richtig klug, dazu superschnell und damit eine noch größere Gefahr. Sie schient es gezielt auf Armin und natürlich Eren Jäger abgesehen zu haben. Töten will sie sie aber nicht. Tja, Rätsel über Rätsel...
Es bleibt spannend, was ich gar nicht gedacht hätte; denn wie schnell kann sich so eine Srie totlaufen...
wieder 10 / 10 P., da das Fieber noch nicht abgekühlt ist.

29) Shiden Kanzaki: „Black Bullet“ Bd. 1
...und wir bleiben noch etwas in Japan...
Nachdem ich nun gelernt habe, dass es für Manga-Fans auch Romane gibt, die Light Novel, wollte ich neben „All You Need Is Kill“ auch mal schauen, was es sonst noch so gibt; dieser hier schien mir vielversprechend. Und: ist es auch!
(Komischer Weise erinnert das Setting dann etwas an Attack on Titan: Unerklärliche Monster bedrohen die Menschheit, rotten sie fast aus; Rest-Menschheit versucht zu überleben und hat sich erst mal hinter Mauern bzw. hier Monolithen zurück gezogen.)
Die Menschheit ist am A. Ein Virus verwandelt andere Tiere und Menschen in Monstren, die4 Gastrea. Diese haben 2031 die Welt erobert; die Menschheit musste sich hinter Monumenten aus einem komischen Material / Metall zurück ziehen, das einzig dazu in der Lage ist, die Gastrea zu töten und abzuschrecken. Hat also was von Knobloch und Weihwasser. Im Buch heißt das Zeug Baranium, im Film komischer Weise Veranium. Aus diesem schwarzen Metall werden die Black Bullets geschmiedet, die von den Promotern verschossen werden. Das sind junge Wachleute, so was wie Söldner-Polizisten der nahen Zukunft; an deren Seite junge Leute kämpfen, die Initiatoren, die sich aus den „verfluchten Kindern“ rekrutieren. Als die Handlung einsetzt, sind diese Kinder maximal 10 Jahre alt, sie sind nach dem Auftreten der Gastrea geboren und haben den Virus in sich, der aber nicht richtig in ihnen ausgebrochen ist. Aber er verschafft ihnen übermenschliche Eigenschaften - und ist der Grund dafür, dass die anderen Überlebenden in erster Linie Angst vor ihnen haben...
Es geht also um den Kampf dieser besonderen Wachleute gegen die Gastrea und gegen die Vorurteile und Diskriminierung der normalen Gesellschaft, und das, obwohl sie die einzige Chance im Kampf gegen die Monster sind.
Unser Promoter/Imitatorin-Paar ist dann noch ein ganz besonderes. Etwas nervig und - hmm, seltsam - mutet mir die Art ihrer Beziehung an; also das Initiatoren-Mädchen ist etwas sehr frühreif, was ihrem Kampf-Partner allerdings auch nur auf die Nerven geht. Warum das so sein musste? Keine Ahnung. Der Promoter jedenfalls ist auch ein besonderer Mensch, ein Produkt eines Versuches, Supersoldaten herzustellen. Damit ist er einem ebenfalls aus der damaligen Versuchsreihe hervorgegangen, maskierten Superschurken durchaus gewachsen.
Insgesamt handelt es sich um eine schnell erzählte, rasante Abenteurerstory am Rande des Wahnsinns.
7 / 10 Punkte

29) Shiden Kanzaki: „Black Bullet“ Bd. 2
O.K., die Luft ist raus. Es ist nun ein Buch für Jugendliche. Die leicht sexuellen Anspielungen, die Liebelei zwischen den Protags, die relativ einfachen Konfliktstrukturen, all das macht das Buch sicher für Jugendliche attraktiv; ich kann dem jetzt nicht mehr so viel abgewinnen. Na, mein Problem, ansonsten ist es wieder eine schöne, abenteuerliche Story um die beiden Privatwächter die nun zu Leibwächtern der Herrscherin über Tokyo aufgestiegen sind, aber in Intrigen verwickelt werden.
5 / 10 Punkte

30) Peter Reich: „Der Traumvater“
Auf das Buch war ich langer scharf. Es ist schwer, mitunter nur teuer zu kriegen, ich musste drei Tickets bei Tauschticket „bezahlen“ (und konnte es kaum fassen, dass es da zu kriegen war). Und: bereut? Nein, das war es mir Wert, auch wenn ich nach wie vor nicht sagen kann, was nun an der Geschichte dran ist...
Wer hat Angst vor Wilhelm Reich? heißt eine Doku über diesen Psychologen. Und es gibt da diesen Film mit Klaus Maria Brandauer, über die letzten Jahre Reichs. Der Film und das Buch beschreiben den gleichen Zeitraum, die gleichen Umstände in Reichs Leben.
Na ja und dann gibt es da den Titel und das Video von Kate Bush, wo Donald Sutherland mitspielt, ein altes Video (aus der Zeit, als Videos noch eine Bedeutung hatten), das ich lange Zeit - Unwissender - als phantastische Parabel sah.
So ein bisschen scheue ich die Diskussion, daher will ich gar nicht auf den Inhalt groß eingehen und auch nicht auf die Frage, ob Reich (zum Schluss) nur ein Spinner war, sich was zusammen fantasierte oder ob was dran ist an seiner Theorie von der seltsamen Lebensenergie Orgon.
Sein Sohn Peter hat in dem Buch sich lange mit dem Über-Vater beschäftigt, stand sicher lange in seinem Schatten und ist sicher im Grunde sehr verunsichert gewesen. Für meine Begriffe stellt er zu wenig in Frage, was er als Kind erfahren und davon behalten hat in seinem Gedächtnis. Da ist dann auch von UFOS die Rede, aber eben auch von der Verfolgung durch Behörden. Warum, wenn er nur ein Spinner war? Ah, nee, wollte ja nicht...
Das Buch habe ich verschlungen, auch wenn es mir am Ende doch keine Fragen beantwortet hat, daher:
9 / 10 Punkte


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2 x Steampunk gelesen (alter Eintrag ist hochgerutscht)

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 16 September 2015 · 1.224 Aufrufe

(ach herje: Das ist KEIN neuer Eintrag, habe lediglich den Bild-Link erneuert, da der alte nicht mehr funtzte... Aufmerksam wurde ich, weil das 2. hier erwähnte [Hör-] Buch in einem Kommentar zu einem neuen Eintrag (hier) erwähnt wurde.)



Eingefügtes Bild

39) Pax Britannia
Jonathan Green: Unnatural History, Band 1,
Die Welt am Ende des 20. Jh. ist britisch, also, weitestgehend. Queen Victoria lebt immer noch. Das Empire beherrscht nicht nur die Erde, auch den Mond und den Mars. Die Raumfahrt scheint also recht weit entwickelt, dennoch fahren dampfgetriebene Fahrzeuge auf Straßen und Schienen, mitunter sieht man auch noch Pferdegespanne. Saurier gibt es im Londoner Zoo zu bewundern. Entdeckt hat man sie auf diversen Eilanden und Hochplateaus. Roboterdiener und -Polizisten sorgen für Komfort und Sicherheit. Trotzdem gibt es neben Glanz auch Elend. Und es gibt eine Widerstandsbewegung, die Dawinian Dawn†¦ Die agiert aus dem Untergrund heraus. Wobei hier wirklich noch „Untergrund“ gemeint ist, so richtig schöne Bombenproduktionsstätten in der Kanalisation.
Eine Aktion des Widerstands ist eine Explosion einer Hochstraße, die über den Zoo führt. In Folge der Explosion können sich die Raubsaurier befreien und der Leser deren Fressspur durch London verfolgen.
Aber es gibt natürlich einen Helden. Der wird im Klappentext mit James Bond verglichen. Nun, den hatte ich eher nicht im Auge beim Lesen, eher die andere Referenz, die bemüht wird: Indiana Jones. Ulysses Quicksilver ist zwar kein Archäologe, aber - im Dienste der britischen Regierung - auf abenteuerlichen Pfaden rund um den Globus und im Weltall unterwegs.
Wir lernen ihn kennen, als sein Bruder und dessen Anwalt sich gerade dessen Besitz unter den Nagel reißen wollten, weil man davon ausging, dass er tot ist. Is†™a aba nich.
Außerdem hat jemand einen Sicherheitsmann im Britischen Naturkundemuseum umgebracht, ein Labor verwüstet. Ein Wissenschaftler wird vermisst. Da kann der nun gerade wieder auferstandene, also wider Erwarten heimgekehrte, Quicksilver einsteigen. Warum, weiß er zuerst auch nicht, denn so ein Mord an einen Wachmann ist nicht ganz seine Kragenweite. Doch geht†™s da um mehr. Außerdem kann er der charmanten Tochter des Vermissten helfend unter die Arme greifen, Gentleman wie er ist - also doch was von Bond†¦
Man findet auch eine Spur des Wissenschaftlers, eines Evolutions-Biologen. Ähm, „Spur“ ist sogar etwas tiefgestapelt. Doch soll hier mal nicht zu viel verraten werden.
OK, das Buch ist ein Trivialroman. Ich glaube, das habe ich weiter oben schon angedeutet. Es werden Abenteuer aneinander gereiht, die Wendungen sind überraschend, aber dennoch zu erwarten (man muss halt mit dem Schlimmste - Monster oder so - rechnen). Ein paar Dinge sind auch nicht so, wie sie zunächst scheinen. Unser Held tappt da in eine großformatige Intrige hinein.
Pax Britannia ist leichte Abenteuer-Unterhaltung, sehr exotisch, bunt, aber auch voller Stereotype. Ich mag es!
Inzwischen gibt es schon 10 Bände, die meisten wurden von Jonathan Green geschrieben, der sich auch in anderen Serien zu schaffen macht, einige von Al Ewing, eigentlich einem Comic-Autor.
Das fetzt und ich hoffe inständig, dass der Verlag durchhält. Deshalb müsst Ihr das auch kaufen! Und lesen!
8 / 10 Punkte

40) Félix J.Palma: Die Landkarte des Himmels“
Ende des 19. Jh. H.G. Wells bereit sich auf ein Treffen mit einem anderen Schriftsteller vor. Er hat unlängst seinen Roman „Krieg der Welten“ veröffentlicht. Und da erdreistet sich so ein Hilfs-Autor, so ein Wicht, einfach ohne ihn zu fragen, eine Fortsetzung zu schreiben! Dabei verkehrt der Typ auch noch seine, Wells†˜, ursprüngliche Intention. Wells ging es in erster Linie um die Anklage der aus seiner Sicht verabscheuungswürdigen Kolonialpolitik Großbritanniens, der er mit seinen Marsianern einen Spiegel vor die Nase hält. Nur hat das niemand so verstanden. Alle sind nur fasziniert und erschrocken von diesem Horrorstück.
Garrett P. Serviss, der Nachahmer, auch. Er lässt nun aber diesen Amerikaner (kann Wells schon mal gar nicht ab), Thomas Alva Edison, eine Gegeninvasion der Erde auf dem Mars leiten.
Wells ist also auf 180. Serviss hat ihn eingeladen, will sich mit Wells treffen und von Schriftstellerkollege zu Kollege schwatzen, sich wahrscheinlich Lob vom Meister abholen. Wells ist entschlossen, dem mal seine Meinung zu sagen.
Nun gut, geht natürlich anders aus. Wells wird hier auch nicht so als der Durchreißer dargestellt. Ist halt ein Papiertiger, was soll man da erwarten? Auf alle Fälle bekommen Wells und der Leser eine tolle Überraschung serviert, denn Serviss hat Kenntnis von echten Marsianern!
Ein zweiter Erzählstrang wird eröffnet: Eine junge Dame der Gesellschaft im heiratsfähigen Alter kann sich der Avancen junger Männer ihres Standes kaum erwehren. Einer ist besonders hartnäckig, und trifft damit und durch sein Erscheinen so gar nicht den Geschmack der Dame. Er behauptet mal einfach so, ihr jeden Wunsch erfüllen zu können.
Gute Voraussetzungen hat er. Er hat eine Zeitreiseschow installiert, dabei einfach bei Wells abgeguckt - auch ohne ihn zu fragen - das mit den Urheberrechten hat man damals nicht so eng gesehen, was Wells aber doch nicht amüsierte. (Ich denke mal, in Unkenntnis des Vergängers, „Die Landkarte der Zeit“,, dass es wohl nicht nur um eine Zeitreise-Show ging, sondern um eine tatsächliche Zeitreise; jedenfalls gibt es hier in dem Roman eine kleine Replik, in der deutlich wird, dass unserer Show-Master sich einst anders nannte und ihm, seinem alter ego, sogar ein Denkmal gesetzt wurde, dass er sich versonnen betrachtet - wer kann schon sein eigenes Denkmal betrachten?)
Jedenfalls will sie von ihm, dass er ihr eine echte Marsinvasion, wie bei Wells beschrieben, präsentiert. Sie meint, das schafft der Typ nie und ist ihn dann los.
Nun gut, schafft er auch nicht. Doch die Marsianer kommen trotzdem - genauso wie Wells es beschrieb! Eine Sonderabteilung des Yard wird da natürlich auf Wells aufmerksam, weil man natürlich davon ausgeht, dass es kein Zufall ist, dass Wells so genau die tatsächlichen Ereignisse vorweg nahm. Der antike man in black hat übrigens eine Protesenhand und scheint nicht so ganz auf der Höhe zu sein; also Will Smith war da taffer, Tommy Lee Jones sowieso!
Dieser Roman ist --- lang. Nicht langweilig, auch nicht langatmig, doch der Autor lässt sich Zeit. Er schwelgt in der antiken Erzählweise, für meinen Geschmack mitunter zu ausführlich. Hat aber auch sein Gutes: Ich höre das Hörbuch vor allem beim Autofahren. Da ich da nicht immer so 100%ig auf den Inhalt konzentriert sein kann, kommt mir die Ausführlichkeit, die mit entsprechenden Redundanzen einhergeht, sehr zupass.
Aufgelockert wird die Erzählung durch Einschübe von Rückblenden etc. Auch ist der Stil nicht gänzlich so ausufernd, mitunter gibt es harte Schnitte, sogar recht gruslige Einlagen.
Was für beide Romane gilt: Sie sind zur Unterhaltung gedacht, Auf ihre jeweils sehr charmante Art und Weise sind sie auch Hommagen an die Väter der Phantastik, bzw. an den Beginn der modernen Phantastik allgemein. Doch in beiden Romanen stellt man (ich) schnell fest, welchen Zauber der Autor verbreiten möchte, den Zauber der alten Zeit. Wenn sich das Gefühl erst einmal gelegt hat, bleiben doch eher mehr oder weniger spannende Geschichten übrig, die schon etwas an der Banalität entlang schrammen. Wenn ich mich zwischen beiden entscheiden müsste, dann würde ich aber Pax Britannia den Vorzug geben. Pax Britannia ist herrlich überdreht.
7 / 10 Punkte


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Dresden, wie ich es mag: PentaCon 2015

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 14 September 2015 · 1.384 Aufrufe

Erstaunlich: Es gab mehr Con als ich erwartet hatte. Mehr in vielerlei Hinsicht, mehr Programm, mehr Leutchen, mehr gute Stimmung. So aus der Erinnerung und im Rückblick hat es mir diesmal besser gefallen als vor 2 Jahren. Irgendwie war kein Leerlauf, kam keine müde Stimmung (in mir) auf. Tja, großartig.
Angereist bin ich bereits am Freitag. Lange Zeit überlegte ich, ob ich den Freitag touristisch nutze; aber ich fand keinen richtigen Grund, durch die Stadt zu latschen. Daher setzte ich mich dem Freitagnachmittags-Verkehr aus, hangelte mich dann doch von einer Verkehrsbehinderung zur nächsten (aber so schlimm war es dann auch nicht) und kam superpünktlich am Palitzschhof an.
Ziemlich erstaunt war ich ob des bereits recht gut gefüllten Gastraums; der war, als ich vor 2 Jahren auch am Freitag dort ankam, absolut leer. Das hatte mir damals die Stimmung etwas verhagelt, aber nun: Doll! Erste Gespräche konnten vorsichtig geführt werden. Das Programm begann dann 19 Uhr mit der Begrüßung durch Club-Chef Ralf P. Krämer (RPK) einer Rede des Vorsitzenden der Palitzsch-Gesellschaft, Dr. Thomas Betten, dessen Räumlichkeiten wir ja schließlich nutzen konnten.
Es folgte ein Kurzfilm-Kaleidoskop, Hutschi präsentierte ganz alte SF-Filmchen und welche neueren Datums, erstellt von Filmakademie-Absolventen. Wider (meines) Erwartens war der Saal gut gefüllt, Stühle reichten gerade so - am Freitag wohlgemerkt - und alle Gäste zogen sich die Streifen rein. War ja auch eine kurzweilige Veranstaltung. Mir hat ja persönlich der kleine uralte Frankenstein-Film gefallen: Das Monster ähnelte irgendwie dem Struwwelpeter, war aber durchaus eindrucksvoll - besonders seine Entstehung, die mich wiederum an Szenen aus Clive Bakers Hellraiser erinnerten. (Um den Film zu sehen, muss man aber nicht zum PentaCon, den gibt es auch auf dieser Videoplattform, der berühmten, man suche da nach Frankenstein (1910))

Der Samstag = Hauptkampftag.
Ging früh los, mit Kaffee-Talk und Begrüßung der Leipziger... Ein Berliner, er war aber schon am Freitag da, hatte dann um 10 Uhr seinen Programmpunkt: Hardy Kettlitz referierte über 30 Jahre Sensationen und Skandale im Berliner SF-Club Andymon. Har har, ich werde natürlich davon hier nichts verraten :-) --- Im Ernst: Hardy eröffnete dem gespannt dreinblickenden Auditorium, dass der Untertitel sie lediglich anlocken sollte. Na, wer hätte das gedacht? - Aber trotzdem: Hardy konnte viel und amüsant berichten.
Es folgte der alljährliche Turbo-Vortrag von Dr. Karlheinz Steinmüller. „Alljährlich“? Klingt ja nach: Schon wieder? Aber das denkt niemand, die/der schon mal einen Vortrag von Karlheinz Steinmüller beiwohnte. Das ist IMMER ein Feuerwerk von Ideen und wohlfeilen Formulierungen zu einem knalligen Thema. Kein Ahnung, wo er das immer herzaubert. Diesmal ging es um Sprache. --- ??? --- Das soll spannend sein? - Ich denke mal, das ist es durchaus a priori; aber hier ging es um Sprach-Utopien, um utopische Sprach-Entwürfe. Als Wissenschaftler legte er eine Systematik vor und konzentrierte sich dann auf ein paar Aspekte zum Thema. - Ach, ich hatte keinen Stift zur Hand, denn ein paar Wendungen und Formulierungen waren wieder so, dass man sie hier eigentlich zitieren müsste. ABER: Wer will, kann es teilweise nachlesen, in dem „Begleitheft zum Penta-Con“, der Sonder-TERRAsse (stelle aber gerade fest, dass ein nachträglicher Bezug des Heftes so einfach nicht scheint; finde keine „offizielle“ Bezugsquelle*)
Dann blieb ich gleich zur Lesung von Angela & Karlheinz Steinmüller und Erik Simon aus ihrem gemeinsamen Buch, „Die Wurmloch-Odyssee“, das es aber irgendwie gar nicht richtig gibt. Irgendwie ist die gesamte Auflage †¦ nicht da... Na, vielleicht findet sich ja noch ein Weg, die gedruckten Bücher auch den Lesern anzubieten. Damit war die Lesung natürlich was ganz Besonderes.
Bevor die Laßwitzpreise (deren Verleihung gewohnt gekonnt Udo Klotz moderierte, diesmal begleitet von Ralf Bodemann, der die Laudationes verlas; er vertrat HPN sehr würdig!) vergeben werden konnten, zu deren Verleihung recht viele Preisträger auch anwesend waren, musste Michael Iwoleit noch vorklären, wie es um die SF und die Mainstream-Literatur steht, also, inwieweit sich SF und Mainstream inzwischen angenähert haben. Geklärt werden sollte diese Frage dann am Abend im Podiumsgespräch. Wurde die Frage geklärt? Man darf zweifeln, aber das musste sie auch nicht. Ich fand bemerkenswert, dass Michael Iwoleit am Ende zu dem Fazit kam, dass wir SF-Fans diese Annäherung nicht mitbekämen, weil wir zu sehr im eigenen Dunstkreis blieben. - Ach ich weiß nicht; ich habe schon eher den Eindruck, dass SF-Leser/innen mehr als umgedreht eher mal über den Tellerrand schauen (also die Krimi-Leer/innen sich schwer tun, sobald über dem Roman „SF“ steht, obwohl viele der modernen Krimis und Thriller recht deutliche und viele SF-Elemente haben); aber es ging ihm gar nicht so sehr um die Genre-Autoren, sondern um die immer häufiger auftretenden Fälle, dass sich seriöse, anerkannte, literarische Autoren SF-Elementen bedienen, oder einfach waschechte SF schreiben. Er nannte beispielsweise oftmals David Mitchell (Wolkenatlas) - na ja, gerade bei diesem Roman trägt er meiner Meinung nach Eulen nach Athen, denn der Roman wurde im SF-Fandom durchaus anerkannt und abgefeiert. Ich glaube, dass SF-Fandom ist weit weniger ignorant, als Michael befürchtet.
Nun, alles konnte ich nicht sehen. Auch wenn es nur eine Programmschiene gab, war es so viel, dass ich nicht alles geschafft habe. Die Fans lenken einen ja auch immer so ab :-)

Referenz
Web-Präsenz des Orts des Geschehens
Flyer zum Con
Laßwitzpreisträger 2015

* ) PS: Bei Ralf Krämer kann man das Heft bekommen, erfuhr ich nachträglich, Adresse siehe Flyer; für 1,5+P


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Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte? - Bericht zum Vortrag

Geschrieben von T.H. , in Phantastisches Halle & Le... 06 September 2015 · 810 Aufrufe

Sherlock Holmes. Der Mann, der niemals lebte?

Vortrag von Dr. Maria Fleischhack
4. September 2015, Haus des Buches, Leipzig

Die Referentin entschuldige sich fast, dass ihr Thema so wenig mit SF zu tun habe, da sie ja nun mal von einem SF Club eingeladen wurde. Nun, ich nehme mal an, so eng sehen es die SF-Fans gar nicht, also, ich nehme das mal für mich in Anspruch. Da ich die Leute vom Freundeskreis SF Leipzig kenne, weiß ich, dass es ihnen ähnlich geht. Außerdem waren eine Reihe anderer Leute da, die sich offensichtlich vom Thema angezogen fühlten. Knapp 30 Zuhörer kamen.
Bei Maria Fleischhack handelt es sich mal wieder um so eine Referentin, die man nur antippen braucht, und schon sprudelt es aus ihr heraus, dass es eine wahre Freude ist! Nach ihrem Vortrag reagierte sie ausführlichst auf Fragen. Auch wenn sie längst ihr Hobby zum Beruf gemacht hat, hat sie offensichtlich keinen Funken Begeisterung eingebüßt. - Insofern soll dies gleich mal eine Empfehlung sein, wenn man noch jemanden sucht für Vorträge - mit Niveau und Pfiff!
OK, also Sherlock. Sie sucht von der literarischen Figur Spuren in der Realität. Das scheint den Sherlockianern allgemein sehr am Herzen zu liegen, im richtigen Leben auf Ihren Helden stoßen zu können. Natürlich kann man Schauplätze besuchen, kann Ihm aber auch in London z.B. begegnen, in der Baker Street, auf U-Bahnhöfen etc. Aber auch in der Schweiz. Und weil sie so viele Artefakte, Orte, Situationen (Aktivitäten der Fans im Netz z.B.) finden kann, steht halt hinter dem Untertitel ihres Vortrages ein Fragezeichen.
Sicher hat sie eher wenig Neues und Überraschendes für echte Sherlockianer berichten können, auch wenn diese sich von ihrer Begeisterung anstecken lassen könnten, aber für S.H.-Laien wie mich gab es sehr viel Überraschendes! Und sogar für den SF-Freund, denn sie kam auch auf Doyles SF-Stories und seinen Hang zum Spiritismus zu sprechen, zeigte aber auch, dass in den S.H.-Stories durchaus SF, zumindest technische, wissenschaftliche Inhalte transportiert wurden. Sie ging soweit, die These zu äußern, dass die Anfänge der modernen Forensik mit Sherlock Holmes einhergingen (entweder von Doyle propagiert, oder zum Teil gar erfunden). Auch andere Neuerungen wurden extrapoliert. Aber gut, im Grunde braucht man als SF-Fan das nicht unbedingt, um Sherlock Holmes genießen zu können, oder?
Die Referentin spickte ihren Vortrag mit vielen Anekdoten (von der Bankangestellten, die die Briefe an Sherlock Holmes, Baker Street 221b beantworten musste; von Dolyes großem Vorbild für Sherlock, Prof. Bell) und erzählte von den Theaterstücken, die eigentlich den Mythos Sherlock Holmes begründeten, und dem Schauspieler William Gillette, dessen Aussehen und Auftreten dann zum Inbegriff für Sherlock wurde (z.B. die gebogene Pfeife, die der Schauspieler deshalb wählte, weil sie ihm beim Sprechen nicht aus dem Mund rutschte und von dem die berühmten Worte stammen, die als das berühmteste Zitat Sherlocks weltbekannt ist, aber das der nie sagte).

PS. Seit Juni d.J. ist sie Präsidentin der Inkling-Gesellschaft... Wow!
Vielleicht war sie ja nicht das letzte Mal im FKSFL zu Besuch.

Referenzen
Info-Blatt 112 des FKSFL
Dr. M. Fleischhauer / Mitarbeiterseite der Uni Leipzig

...mehr von Sherlock Holmes von der Referentin...

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Alte Mythen werfen ihre dunklen Schatten... und etwas (Comic-) Leseliste 08 / 2015

Geschrieben von T.H. , in Leseliste ab 2013 28 August 2015 · 1.210 Aufrufe
Attack on Titan;
Der Monat August stand bei mir im Zeichen der Zeichnung - zuerst Mangas gelesen, dann endlich doch mal wieder selbst gezeichnet, und zwar für ein Buch - besser: nach einem Buch (die Bilder werden aber erscheinen) -, das in der Goblin Press erscheinen wird. Wenn es soweit ist, wird sicher noch mehr die Rede davon sein (bei mir und anderswo).


27) Richard Kühle: „Alraune und der Golem“
Dieses Buch, das mir zunächst als Manuskript vorlag, las ich, weil ich etwas dazu zeichnen soll. Man wird sehen, ob und was das wird...
Es handelt sich um einen Roman aus den 20er Jahren, der nach einem Film entstand, oder nach dem der Film entstehen sollte...
Also, ich nehme mal an, wenn der Film je existiert hat, so gibt es keine Kopie mehr davon. Es scheint aber, dass der Film nie existiert hat (siehe hier; mit tollem Bild)
In der Goblin Press wird das Buch nun erscheinen und, soweit bekannt, wird in dem Buch auch was zum Hintergrund stehen. Ich weiß, dass der Herausgeber, Lars Dangel, auf der Strecke recherchierte.
Das Buch ist alt, das merkt man ihm an, in Hinsicht auf Inhalt und Stil. Es ist ein phantastisches Abenteuer, in dem alte Sagen, die jüdische Sage vom Golem, und die von der menschenähnlichen Wurzel Alraune, mit einer Liebesgeschichte verwoben werden. Es werden herrlich düstere Stimmungsbilder erzeugt, man kann sich die Filmbilder dazu recht gut vorstellen.
Raum und Zeit werden nicht genau benannt, beim Lesen ordnete ich es ins 16. Jh. ein. (War für mich ja auch wichtig, um mit der zeichnerischen Darstellung der Protags zurande zu kommen.)
Der „Ton“ ist märchenhaft, wirkt natürlich altbacken, teilweise romantisch, teilweise unheimlich. Sehr interessant und stimmungsvoll; meine Empfehlung (wenn es dann erschienen ist)!
- ohne Wertung -

Comic 10) Hajime Isayama: „Attack on Titan“, Bd. 3
Ich denke mal, ich bleib bei der Serie. Zur Zeit gibt es Bd. 9, aber in Japan schon bei 16. Mal sehen...
Auf alle Fälle darf man sich im 3. Bd. zum nächsten Cliffhanger hangeln. Unser Verwandlungskünstler wider Willen, Eren, steht mit seinen Freunden an der Mauer und soll mit einer Kanone erschossen werden. Puh. Man ist recht drastisch drauf in der Welt hinter der Mauer.
Dass das tatsächlich so ist, wird im Text dann noch mal angedeutet: Da man ja die äußere Mauer aufgeben musste, wurden viele Menschen den Titanen quasi geopfert, da für sie kein Platz mehr da war.
Interessant ist, dass das nur so am Rande erwähnt wird und dass man sich bewusst ist, Schuld auf sich geladen zu haben. Vielleicht spiegelt dies die Art und Weise wider, wie in japan die Mitschuld am II. WK abgehandelt wird? Ist nur so eine Vermutung...
Wir haben hier aber auch so einen General, der halt die Wahl der Mittel dem Ziel (Überleben der Menschheit) unterordnet, sich dessen dramatischer Weise bewusst ist, und dies aber bewusst so durchführt.
Immer wieder werden auch Leute, die in der Armee dienen dabei gezeigt, wie sie im Grunde verzweifeln, sie wissen genau, dass sie keine Chance haben gegen die Titanen und einen wohl blödsinnigen Opfertod sterben. Desertion, aber auch die drastischen Strafen dafür, sehen oft im Fokus der Erzählung.
Held Eren beginnt langsam das Geheimnis um sich und seinen Vater zu erkunden, ganz langsam. Sein Vater hat ihn wohl dazu gebracht, dass er... ach nee, lieber nicht spoilern. Es gibt für einen Folgeband auf jeden Fall noch ein Keller zu erkunden; dazu kam er hier noch nicht.
Hier geht es darum, dass die sturen Kommiss-Köppe begreifen, was Eren sein kann (was er wirklich ist, weiß er selber nicht). Allerdings geht ein erster bewusster Einsatz der „Geheimwaffe“ schief und am Ende wissen wir nicht mal, ob Eren da wieder raus kommt.
Die Zeichnungen scheinen mit teilweise besser geworden zu sein; ein paar großformatige sind dabei, die kommen richtig gut.
10 /10 Punkte (sehr subjektiv; zur Zeit neige ich dazu, die komplette Serie, das ganze Franchise absolut toll zu finden)

Comic 11) Masasumi Kakizaki: „Green Blood“ Bd. 1
Der Mann kann zeichnen, so was von gut!! Habe ich in Bestiarius ja schon festgestellt. Nun also die Westernserie, der 1. Band.
Spielt um 1865, nach dem amerikan. Bürgerkrieg, in New York, in dem berüchtigten Viertel, wo viele Einwanderer strandeten und in der Kriminalität oder Prostitution landeten. Man kennt das aus dem Film „Gangs of New York“. Protags sind zwei Brüder, wobei der ältere ein tragischer Held bzw. Antiheld ist, der sich als Auftragskiller verdingt, um sich und seinen Bruder durchzubringen. Sein jüngerer Bruder konnte sich dagegen seinen guten Charakter bewahren, trotz des ganzen, absolut großartig in Szene gesetzten Grauens. Die Zeichnungen: WOW!!! Er weiß aber auch nichts von den Umtrieben seines Bruders.
Am Ende erleben wir - Cliffhanger - wie der „Grim Reaper“ sich entscheiden muss, zwischen Loyalität zu seiner Geliebten oder zu seinem Auftraggeber. Wahrscheinlich hat er sich rational falsch entschieden... Mal sehen, wie das weitergeht.
9 / 10 Punkte

Comic 12) Roberson, Reynolds: „Feuer und Stein 2. Aliens“
Auf dem Mond LV-426 (der aus Filmen Alien und Aliens) können sich die letzten Siedler nicht mehr gegen die Aliens wehren. Sie fliehen, nehmen aber gefährliches „Gepäck“ mit. D.h., ein Mann versagt vor Angst, warnt nicht seine Mitmenschen, um selber nicht auf dem alienverseuchten Mond zurück gelassen zu werden. Dieses menschliche Versagen zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Story.
Die Siedler gelangen auf den Nachbarmond LV-223, den aus dem Film (und Feuer&Stein-Comic) „Prometheus“. Der ist ja nun nicht mehr gänzlich öde, den Dschungel haben wir ja bereits im Vorgängerband kennen gelernt. Doch ein Überleben scheint so gut wie ausgeschlossen, zumal man ja ausgewachsene hungrige Aliens mitgebracht hat. Die Leute können sich auf keine Strategie einigen, die einen wollen sich verschanzen, die anderen angreifen und die Aliens ausrotten, nur ein Wissenschaftler und Einzelgänger versucht, dem Geheimnis des Mondes auf die Spur zu kommen. Er rätselt herum, was es mit dem schwarzen Schleim auf sich hat. Er kann am längsten überleben. Seine Leute sterben reihum, einige kommen mit dem schwarzen Schleim in Kontakt, was zu speziellen Effekten führt. Am Ende wird unser einsamer Forscher auch entsprechende Erfahrungen machen, aber leider wird vorher abgeblendet. Ein Cliffhanger?
Die Zeichnungen sind Gemäldeskizzen, absolut großartig, der Künstler zieht den für meine Begriffe aufwändigen Stil von A bis Z durch.
Als Bonus gibt es eine einfacher gezeichnete und leider auch sehr viel einfacher erzählte Shortstory. Darin wird im Grunde in Absolutkurzfassung der Anfang vom Film „Aliens“ nacherzählt. Wozu das?
9/10 p

Comic 13) „Attack on Titan 4“
Wir schauen den jungen Rekruten bei der Ausbildung zu; also ist diesmal die Rückblende länger als die gegenwärtige Handlung. Interessant, wie die Motive der jungen Soldaten herausgearbeitet werden, denn von Heroismus ist bei vielen keine Spur, eher Opportunismus, Drückebergerei usw. Das Menschliche ist dem Autor nicht fern, sehr angenehm. Zumal die Sinnlosigkeit einer Nahkampfausbildung Mensch gegen Mensch angesichts der übergroßen Feinde mehr als deutlich zu sein scheint.
Und man traut Eren nach wie vor nicht, auch wenn man anerkennt, dass seine Kraft, sich in einen Titan zu verwandeln, gewisse Vorteile birgt.
9 / 10 p

Comic 14) Christopher Sebela & Ariel Olivetti: „Feuer & Stein 3. AvP“
Wow, wieder ein tolles Album! Jedes Mal ein anderer Stil, diesmal klare, aber sehr farbenprächtig, übergenaue Zeichnungen, ziemlich dynamisch, den Schlachtszenen angemessen.
Wir treffen die Überlebenden aus Band 1 wieder. U.a. die Verräter, die sich aber nicht sehr lange ihres Sieges erfreuen können. Haupt-Protagonisten sind der Wissenschaftler und „sein“ Android, den er mit dem Beschleuniger infizierte und der sofort begann, sich zu verändern. Diese Veränderungen sind dann auch das Hauptthema des ganzen Albums, da auch ein Predator in den Genuss dieses Zeugs kommt, der Wissenschaftler dann auch, der ja damit experimentierte, um seine unheilbare Krankheit zu bekämpfen. Na ja, geht alles ziemlich nach hinten los.
Sind das Ausblicke auf die Prometheus-Fortsetzung? Was die mysterösen Schöpfer da hinterlassen haben, ist ein teuflisches Lebenselixier; meine Herren!!
10 / 10 P


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ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Geschrieben von T.H. , in Neuer Stern, Phantastisches Halle & Le... 23 August 2015 · 909 Aufrufe

ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts ASFC feierte 125. Geburtstag Lovecrafts

Am 21. August 2015 trafen sich immerhin 10 Fans der phantastischen Literatur im „Kleinen Salon“ der Gartengaststätte Rosengarten in Halle, um den Meister des Unheimlichen zu ehren.
U.a. las Peter Schünemann eine seiner Stories, die in zu einer in loser Folge erscheinenden Serie von Geschichten gehört, die die Heraufkunft cthulhuiden Schreckens über ein Halle in einer (hoffentlich) alternativ-historischen Welt beschreiben. Sie werden gern auch zu den Halloween-Abenden gelesen und erscheinen - wenn alles gut geht - im NEUEN STERN, oder besser: In einem Erzählungsband des Autors.
Nun ja, war 'ne stimmige Veranstaltung. Um den Eindruck zu vertiefen, widmet sich auch der 14. NEUE STERN teilweise dem Andenken Lovecrafts, der zum Stammtisch verteilt werden konnte.

Inhalt 14
  • 40 Grad, geschwitzt hat Thomas
    Klingt nach einem Resümee des Sommers, ist aber ein Rückblick auf den Beginn des Sommers, das erste heiße Wochenende, an dem der WetzKon II statt fand.
  • Ausritt, Story von Peter Schünemann
    Eine der unheimlichen Stories, in der Peter gekonnt finstere Rituale, Geistererscheinungen und lovecraft'sches Grauen in ein realistisches Ambiente einfügt.
  • Howard Philips Lovecraft, Würdigung v. Peter Schünemann
  • Whitley Strieber, Die Heimsu­chung - Rezi v. Peter
  • LoC von Gerd Maximovic
    Mehr als ein Leserbrief, ein kleiner Essay über Literatur und SF.
  • Aus alten Bücherkisten von Bernd Wiese
    ... Star (Psi cassiopeia) von C. I. Defontenay
    Bernd las nun das Buch, das Harun Raffael vor kurzem (Na ja, war schon im Juni) in Leipzig ausführlich vorstellte. Ich nehme mal an, nun wurde alles über diese vergessene Perle der frühen SF gesagt und geschrieben :happy:
    ... Der Weltuntergang von Rudolph Falb & Charles Blunt
  • Planet der Affen. Zeitenwende 2: Kataklysmus, gelesen v. Thomas Hofmann
    Tja ich kann immer noch nicht lassen - vom Planeten der Affen; erscheint aber auch immer noch gutes Zeug dazu.
  • Über Attack on Titan schwelgt Thomas
    Ein neues Steckenpferd: Japanische Monster-SF in Manga-Form hat es mir nun angetan. Wie es dazu kommen konnte, stelle ich in einem persönlichen Artikel vor. Hier gleich mal vorweg eine Warnung: Könnte sein, dass mich das Thema noch eine Weile beschäftigen wird.
Ansonsten: Na ja, muss zugeben, dass das Heft nicht perfekt geworden ist. Leider haben sich ein paar Fehlerchen eingeschlichen (weniger orthografische, da inzwischen ein Lektorat installiert wurde, eher formelle). Aber was soll's: Es ist ein fannischer Rundbrief, kein Profiwerk. Es kann aber nur immer besser werden.






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Motto

„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 
Arno Schmidt
 
Er weiß nun auch, was er gegen die … lauernde Stupidität, die sich als Realismus ausgibt, zu tun hat: das Bild von Wirklichkeit eingrenzen, sie mit ästhetischem Maß und nur mit diesem messen, den Schritt in surreale Reiche wagen."
(aus: Gunnar Decker: Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie. S. 201)

 

 

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

Angehängtes Bild: Demiurg_g.jpg

© Thomas Hofmann

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

 

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

 

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.

 

 

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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
 Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990
 Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
 Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
  Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
 Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
 Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
 Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
 Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
 Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
 N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
 Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
 Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
 Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
 Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
 Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
 Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
 Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
 Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
 Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
 Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
 Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, KOVD 2020 (Neuauflage)
 Peter Schünemann, "Nachtmahr", Ed. Dunkelgestirn, 2023
 Andreas Fieberg & Ellen Norten (Hrsg.): RÜCKKEHR NACH BLEIWENHEIM, p.machinery, 2023

â– 
Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
 Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
 Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
 Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
 Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
 Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
 Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
 Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
 Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001
 Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
 C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
 Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
 Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
 Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
 Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
 G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
 M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
 Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
 Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
 Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
 Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
 Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
 Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
 Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
 Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
 Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
 Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
 Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
 Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
 Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
 Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012
 "Saramees Blut", Atlantis 2012
 M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
 Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
 Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017
 Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
 Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
 IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
 Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Der Traummeister, Memoranda, 2020
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Marslandschaften, Memoranda, 2020
 Fahrenheit 145, Buch zum 15. ElsterCon, 2020
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Pulaster, Memoranda, 2021
♦ (N)IRGENDWO (N)IRGENDWANN. Utopie und Humor. Begleitband zum ElsterCon 2022
♦ Goblin Press. Die frühen Jahre: 1990 - 2004. Eine illustrierte Dokumentation von Uwe Voehl, Lindenstruth 2022
♦ Hubert Katzmarz: Im Garten der Ewigkeit, p.machinery, 2022

 Angela & Karlheinz Steinmüller: Computerdämmerung, Memoranda, 2023

 Andreas Fieberg (Hrsg.): ABSCHIED VON BLEIWENHEIM. In memoriam Hubert Katzmarz MMXXIII, p.machinery, 2023

 Hubert Katzmarz: EIN MEISTERWERK DER WELTLITERATUR, p.machinery, 2023
 

 
Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016
Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018
!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019
!Time Machine 3, April 2020
!Time Machine 4, Januar 2021
Der neue Pegasus Nr. 2, April 2021

!Time Machine 5, Oktober 2021
!Time Machine 6, Januar 2022
!Time Machine 7, Januar 2023

!Time Machine 8, Januar 2024
â– 
Fanzines
aktuell & laufend NEUER STERN, Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte
TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)
TERRAsse zum PentaCon 2019
TERRAsse zum PentaCon 2021
â– 
CD-Cover
 The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
 Syngularity: The Four Horsemen; 2000
 Gothica: Within A Dream; 2000
 Gothica: Into The Mystic; 2000
 The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
 Gothica, Workbook 1995, 2003

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