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Thomas Hofmanns Phantastische Ansichten



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Die Frg

Geschrieben von T.H. , in News 10 Juni 2012 · 1.395 Aufrufe

Toller Name, nicht wahr?
Dies ist ein Kürzel - für: Fandom Revival Group. Zu finden in Facebook.
Aber ich möchte auch auf die nagelneue Homepage aufmerksam machen:

(Homepage leider nicht mehr online; 15.6.15)

Schwerpunkt sind vor allem die grafischen Arbeiten von Phantastikfans aus den 80er und 90er Jahren; und was aus ihnen wurde. Noch ist die Seite im Aufbau. Ich habe mir auch vorgenommen, etwas beizutragen.

Es gibt aber ein sehr schönes erstes Ergebnis der Gruppe, eine Publikation mit Bildern, Biografien der Künstler und Infos.

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© Bild: Lutz Buchholz


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Von Gelifteten, Gänsen des Kapitols und Cthulhu in Atlantis - gelesen 06 /12 / 1

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2012 09 Juni 2012 · 1.006 Aufrufe

16) David Brin: „Sternenriff“
Auf der Suche nach DER space opera, nach richtig guten Weltraum-SF-Großwerken mit viel Aliens, Raumschlachten, sense of wonder und mit viel Nachholebedarf meinerseits auf diesem Gebiet, probiere ich ein Stückchen UPLIFT-Universum. Zumal dieses Jahr noch ein neues Buch von Brin angekündigt ist, das ich mir zumindest auf meine Wunschliste gesetzt habe.
Ach ja. Wie soll ich es ausdrücken? Es wird wohl vorerst bei diesem kleinen Stück aus dem Riesenzyklus bleiben.
Es ist zwar der erste Band des 2. Zyklus, aber der Einstieg fällt leicht. Was das UPLIFT-Universum ausmacht, wird schnell klar. Das Konzept, dass Brin da entwirft, ist absolut überwältigend und faszinierend. Auch die Vielfalt seiner Aliens und wie greifbar und anschaulich er sie schildert, hat mich fesseln können. Aber dafür fällt meiner Meinung nach der Plot absolut hinten runter. Im Grunde passiert zwar laufend etwas, aber aber die Handlung entwickelt sich sehr langsam.
OK, da sind also die Raumschiffe von 6 verschiedenen Kulturen auf diesem Planeten gestrandet, weil sie mal aus welchen Gründen auch immer aus ihren Kulturen ausbüchsten. Um ihre Spuren zu verwischen, haben sie die Schiffe zerstört und leben auch ansonsten möglichst „unauffällig“ auf diesem Planeten, den sie sich im Sinne des uralten galaktischen Gesetzes unberechtigt aneigneten. Der Planet sollte sich nach der letzten Zivilisation erholen. Die ersten Bewohner haben ihren Leasingvertrag erfüllt und den Planeten verlassen. Spuren von ihnen sind aber immer noch zu finden, was die neuen Bewohner durchaus fasziniert.
Und nun landet ein neues Raumschiff auf dem Planeten. Man vermutete die lang prophezeite Abrechnung seitens der galaktischen Gesetzeshüter. Aber es handelt sich im „Gen-Piraten“.
Am Ende des recht umfänglichen Romans gibt es gar kein Ende, denn was im Deutschen 2, ist im Original 1 Roman.
6 / 10 Punkte

17) Frank W. Haubold: „Götterdämmerung. Die Gänse des Kapitols“
Das Buch - ich habe die Hardcoverausgabe - ist zunächst eine Augenweide: gediegen, mit Lesebändchen, schönes Format.
Es beginnt mit einer Art Prolog, die mich an im Stil an den kürzlich verstorbenen Ray Bradbury erinnerte. Das mag kein Zufall sein, wenn man weiß, dass ihn Frank Haubold zu seinen literarischen Vorlieben zählt.
Das Buch ist nicht sonderlich dick - für eine space opera. Ist ja nur der erste Teil, aber meinem Eindruck nach ist dies auch dem Umstand geschuldet, dass der Autor sich nicht in langen Umschreibungen und Erklärungen verliert. Die Welt ist wie sie ist. Und man kommt im Grunde schon schnell klar.
Wir haben eine waltraumenfahrenden Menschheit in einer ferneren Zukunft. Es gibt Aliens, die aber eher scheu sind (Angels) und aggressive Bio-Raumschiffe, Fahrzeuge, die gleichzeitig Wesenheiten sind und die die Menschenwelten angreifen. Die Menschen leben u.a. gerne auf Habitaten, die an bewohnte Inseln mit Kuppeln im Weltraum erinnern. Diese Städte sind leider ein beliebtes Ziel für Überfälle der Burgons. Und sie scheinen übermächtig und den Menschen überlegen zu sein, bis da eine Art Superwaffe eingesetzt wird, deren Herkunft aber geklärt werden muss.
Am besten haben mir Beginn und Ende gefallen, ich mag diese „bradbury’sche“ Art sehr! Auch die Raumschlacht war großartig. Mit den Figuren bin ich irgendwie nicht warm geworden, ihre Schilderung erschien mir zu distanziert, sie sind nach meinem Eindruck ein wenig Opfer der verknappten Darstellungsweise geworden. Ein paar Versatzstücke erinnern auch an andere SF-Werke, wie z.B. die Bezeichnung „Föderation“ für die Gemeinschaft der Menschenwelten oder diese fliegenden Städte.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es zeigt, dass aus dem sehr guten Story-Erzähler nun ein sehr guter Romancier wird.
8 / 10 Punkte

18 ) Wilko Müller jr.: „Fräulein Schmidt und die Suche nach Atlantis“
Wir erinnern uns: Im Dezember 2012 ging doch nicht die Welt unter. Dafür ist die Antiquariats-Gehilfin, das schicke Fräulein Schmidt keine männermordende Blondine, sondern eine Maya-Göttin. Sie und „ihr“ Antiquar, der stellvertretend für den geneigten Leser staunend ihre Metamorphose miterleben darf, haben einen anderen durchgedrehten Maya-Gott an der Durchsetzung seines Weltuntergangslpans gehindert.
Ist nun alles in Ordnung? Nein, denn es werden Götter - fast - reihenweise gemeuchelt. Da steckt der Gott dahinter, der im ersten Teil schon sein Unwesen trieb. Übrigens ist das mit den Göttern so ähnlich wie in der „Unendlichen Geschichte“ von Michael Ende: So lange Manschen an Götter denken (also nicht nur glauben) gibt es sie. Woher die Spielregeln aber stammen, nach denen die Götter agieren, ist selbst ihnen unklar. Fakt ist - so konnte ich hier lernen - haben sie sie nicht in einer kindlichen Erziehung erlernt, denn sie waren ja nie Kinder...
Gott Thor erscheint in Lederklamotten und tätowiert im Buchladen und will Lovecraft kaufen. Wozu? Weil er weiß, was demnächst zu erwarten ist.
Es geht also in diesem vielschichtigen Universum um Cthulhu, um Atlantis und eine Insel im Schwarzen Meer. Das alles wird rasant und begleitet von kompetenten Erklärungen in mythologischen Fragen erzählt. Selten so was Kurzweiliges gelesen!
„Nicht jeden Tag erklärt einem eine Göttin die Welt!“ (S. 34)
10 / 10 Punkte


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LL* - April, Mai... Nachträge

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2012 31 Mai 2012 · 969 Aufrufe

*) Lese-Liste von mir (na ja, derzeit eher ein Leselistchen)
Bücher angefangen und nicht beendet bisher, dazu ein paar Comics (meine neue Entdeckung: DEADPOOL - cooool!), die Bücher, die ich sogar geschafft habe (mitunter schon hier kurz vorgestellt) in der Übersicht:

13) Martin v. Arndt: „Oktoberplatz oder Meine großen dunklen Pferde“
„Keine Lehrmittelsammlung. Nur meine Geschichte.“ - einige der letzten Worte des Romans und so was wie ein Motto: Der Roman eines Deutschzüngigen über das alte und neue Weißrussland ist nicht dozierend, belehrend, sondern eine Geschichte. Eine Geschichte der sexuellen und/oder Liebesbeziehungen des Erzählers zu seinen Tanten und auch eine Mordgeschichte.
Manchmal hätte ich mir gewünscht, dass das Buch mir mehr über Weißrussland und über Ungarn nach der „Wende“ erzählt, wo es auch zum Teil spielt, hätte gerne mehr erfahren über diese seltsame Welt zwischen Diktatur und diesem wilden Kapitalismus. Gut, dafür wird man aber durch eine sehr schöne direkte Erzählweise beehrt. Liest sich richtig gut, ist spannend, die Figuren sehr interessant. Tolles Buch!
9 / 10 Punkte

14) Iain Banks: „Der Algebraist“
Irgendwann war ich mal Banks-Fan. Dann hat mich anderes abgelenkt und ich habe den Anschluss verloren. Seine Bücher machen es einem aber auch nicht einfach, werden immer umfangreicher. Das hier ist nun bei weitem nicht sein aktuellstes.
Nach dem eher lauen „Die Spur der toten Sonne“ und dem mir als angenehm in Erinnerung gebliebenen „Blicke windwärts“ hat mir dieser hier recht gut gefallen.
Was aber macht Banks hier? Zum einen lässt der Roman etwas an Komplexität vermissen, die man (ich) sonst bei ihm gewohnt bin und oftmals konzentriertes Lesen erfordert. Hier fabuliert er einen eher geradlinige Story mit viel Redundanz daher. Vorteil: Man kann dem Plot gut folgen. Wird aber mitunter etwas lau. Dafür entschädigt er durch ganz tolle Aliens.
Und dann habe ich mich aber gefragt, ob das Ganze eher satirisch gemeint war: Da werden Alien-Gesellschaften konstruiert, die mal schlappe 10 Milliarden Jahre Zivilisation hinter sich haben. Ist so was vorstellbar? Also - „vorstellbar“? Kann man überhaupt einen Hauch von Ahnung davon haben (mit unseren mal großzügig angesetzten 5000 Jahren Zivilisation, von denen wir die meiste Zeit aber auch nur auf dem terranischen Boden herumwerkelten), wie solche Typen ticken, wie sie organisiert sind? Da machte es sich der Autor m.M.n etwas einfach: Mitunter wirken die Dweller, die uralten Bewohner von Gasplaneten, wie übermütige Kinder, die nichts ernst nehmen (was wieder rum glaubwürdig ist, denn: was die schon alles gesehen, erlebt haben..).
Die Kurzlebigeren, also auch die Menschen, haben sich ebenso ziemlich weit entwickelt. Nun befinden sie aber in einer Nachkriegsphase, in der die Wurmlöcher-Portale zerstört wurden und die galaktische Zivilisation dadurch enorm gehemmt wurde. Insgesamt ist diese Zukunftswelt diesmal nicht so fortschrittlich, wie sonst bei Banks. Es gibt auch einen oberbösen Diktator, dessen Auftreten und Darstellung mich auch an eine Satire denken lässt. Schon er Name: Lusiferus, ist ja Programm. Auch wenn er ziemlich gemein und brutal auftritt, hat er was Operettenhaftes, was ich irgendwie nicht ernst nehmen konnte. Nun ja...
Held ist aber ein Mensch, der offiziell Kontakt zu den Dwellern unterhalten darf und zufällig in den Besitz eines großen Geheimnisses und damit in den Fokus aller galaktischen Mächte gerät. Das Geheimnis würde das Wumlochproblem lösen. Der Schlüssel sind natürlich die übermächtigen, albernen Dweller.
Die KIs, die in der Kultur Banks’ eine große Rolle spielen, haben hier einen Krieg verloren und werden von staatlicher, offizieller Seite aus verfolgt. Natürlich gibt es sie noch und das mit dem „Krieg verloren“ liest sich dann auch etwas anders.
Die 800 Seiten machen Laune, hat mich tatsächlich auf den space opera-Pfad geführt.
8 / 10 Punkte

15) James Blish: "Der Tag nach dem jüngsten Gericht“
10 / 10 Punkte


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Wider Erwarten wiederentdeckt: James Blish: "Der Tag..."

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2012 22 Mai 2012 · 1.487 Aufrufe
James Blish
Eine persönliche Vorrede
James Blish? Den Namen verband ich viele Jahre hindurch mit „Raumschiff Enterprise“-Geschichten. Von denen hatte ich um 1990 ein paar gelesen - und war enttäuscht.
Trotzdem hatte der Name, schon vor 1990, bei mir einen mysteriösen, geheimnisvollen Klang: Zum einen wird er in der SF-Sekundärliteratur als einer der Großen der Space Opera geführt; sein „Cities in Flight“ soll ja wegweisend gewesen sein. Noch mehr haben mich aber Titel wie „The Day After Judgement“ und „Black Easter“ fasziniert. Darüber hatte ich in diversen Quellen gelesen, immer wieder mal. Doch hat mich - so hatte ich es zumindest in Erinnerung - lange Zeit der Ruf dieser Bücher dann doch nicht dazu bewegt, sie mir mal zu beschaffen und zu lesen.

Nun aber!
In der Mitte des dünnen Bücherleins stieß ich auf folgende Passage: „Beim Anblick dieser verabscheuungswerten Kreatur erhob ich das Kruzifix, aber es zerschellte in meinen Händen.“ (Heyne-Ausgabe 3390 von 1974, S. 57). --- Ich stutze. Diese Szene kam mir sehr bekannt vor! Aber nicht als Text, sondern als Bild - ein Bild, das ich einst, so um 1990, gezeichnet hatte!
In meiner Sammelmappe wurde ich schnell fündig; ich gebe es hier mal zur Ansicht:
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© Bild: Thomas Hofmann

Das ist sicher nicht genau die Szene aus dem Buch, aber die Inspiration, denke ich, ist eindeutig erkennbar. Komisch ist nur, dass ich überhaupt keine Erinnerung daran habe, was mich zu dem Bild veranlasst hatte; aber dass ich es gezeichnet hatte, daran konnte ich mich gut erinnern.
Nun habe ich lange Zeit alles Mögliche an Informationen, Zeitungsartikeln, Mitschriften zu TV- und Radio-Sendungen etc. gesammelt. Auch zu James Blish hatte ich Einträge erstellt. Ich schlage dort nach und finde dies: Eine Notiz, dass ich das Buch im April 1990 bereits gelesen hatte!

Eingefügtes Bild
© Bild: Thomas Hofmann

Wow, so vergesslich kann man sein? Nichts blieb mir davon haften! --- Zu meiner Verteidigung darf ich allerdings vortragen, dass der April 1990 schon eine besondere Zeit war. Um ehrlich zu sein, kann ich mich nicht daran erinnern, in dieser Zeit überhaupt etwas gelesen zu haben, Zeit und Nerven für solcherlei Lektüre gehabt zu haben.
April 1990: Das war mein allerletzter Monat meines NVA-Grundwehrdienstes. Das war die Zeit des Untergangs der DDR und ich stand kurz davor, aus dem Armeedienst entlassen zu werden, und im „richtigen Leben“ aufzuschlagen - mit neuer Arbeitsstelle (die ich mir während der Armeezeit „besorgen“ musste, da meine alte Arbeitsstelle mich inzwischen gerne „abgegeben“ hatte). War ja insgesamt eine komische Situation, denn die Welt um mich herum hatte sich in der Zeit meines Armeedienstes völlig verändert. Dadurch konnte ich nun auch „West-SF“ lesen, aber dass ich dafür überhaupt Nerven hatte? Na ja, nun weiß ich, was da in mir ablief: Ich hatte eben keine Nerven für SF, habe alles gleich wieder vergessen.

Unter diesen Umständen kann ich fast nichts darüber aussagen, inwieweit mich die erneute Lektüre anders berührte als damals. „Fast“, denn aus meiner damaligen kleinen Notiz kann ich ja doch etwas ablesen: Für mich war das damals also eine Mischung aus Mystik und Hard SF. Würde ich heute nur sehr verkürzt so sehen.
Beim aktuellen Lesen fielen mir ein paar Wörter, Begriffe auf, die ich damals eher noch nicht kannte. Gerade die Begriffe aus dem Bereich der „Schwarzen Magie“ wurden mir erst in den 90er Jahren geläufig, als ich mich den Dunklen Pfaden der Phantastik und anderen populären Kulturformen näherte. Welche Assoziationen hatte ich damals beim Lesen, sind sie mir überhaupt aufgefallen?
Auf alle Fälle habe ich das kleine Büchlein nun an einem Mai-Sonntag in einem Ratz mit Hochgenuss durchgelesen!

Das Buch ist ein feines Kabinettstückchen. Die Apokalypse auf Erden wird durch schwarzmagische Umtriebe provoziert. Dämonen werden beschworen, die gleich mal Städte in Schutt und Asche legen. Das alles wird fast lakonisch erzählt, nicht dramatisch überzogen präsentiert. - Solche Geschichten werden heute so gar nicht mehr erzählt; aber ok, alles zu seiner Zeit.
Neben den experimentierfreudigen Schwarzen Magiern gibt es auch Weiße Magier, ein exklusiver geistlicher Club, Priester, die sich schon zu Zeiten Karls des Großen zurück gezogen ihrer Form der Magie widmeten und nun nach der Schlacht von Armageddon wieder aktiv werden müssen, da sie nicht glauben können, dass Gott tot sei.
Und dann gibt es noch die ganz profanen Militärs, die in ihrem Bunker den 3. Weltkrieg leiten, allerdings unter Widerstand erkennen müssen, dass Wasserstoffbomben nichts gegen tanzende Dämonen ausrichten können.
Je 1 Vertreter dieser Gruppierungen gehen zur Höllenstadt Dis, die nun im Tal des Todes, also im Death Valley, Westküste der USA, aufragt, um jeweils aus ihrer Sicht die Dinge zu klären. Dis ist ein Utopia, das zum Alptraum wurde: So wie in dialektisch-faustischer Manier der Teufel Gutes schuf, so ist hier die strahlende Utopie ein höllischer Ort. Es ist einfach großartig, wie knapp und treffsicher Blish große philosophische Fragen bearbeitet, fast so nebenher!
Das Ganze geht dann übrigens gut aus; wer hätte das gedacht!
10 / 10 Punkte.


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SF-Treffen in Jena, 12. Mai 2012 - Der Beginn...

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 13 Mai 2012 · 1.164 Aufrufe
TES
Der Herausgeber der „BunTES Abenteuer“-Hefte , Gerd-Michael Rose, fasste den Plan. Und nun ist das 1. SF-Treffen in Jena schon wieder Geschichte. Nun, wie es klingt, ist hier was Neues geboren worden. Kann gut sein, dass dies im nächsten Jahr fortgesetzt wird.
Wie es bei Neugeburten so üblich, war das erst mal was Kleines. - Um ehrlich zu sein: Ich bin der Meinung, dass dieses SF-Treffen nicht so unendlich viel größer werden sollte. Allerdings, ein paar mehr Besucher können noch kommen.
So war es eine überaus gemütliche Runde, die sich in einer Jurte auf dem „Camping-SPACE in Jena Ost“ einfand. In der Mitte des Zeltplatzes steht ja noch ein großes Tipi, das wurde dann aber gar nicht benötigt.
Einen Büchertisch gab es sogar. Ein paar Bücher sind über ihn gewandert. Selber habe ich auch 2 Mal zugeschlagen: „Götterdämmerung. Die Gänse des Kapitols“ von Frank W. Haubold und die 2. Fräulein Schmidt-Geschichte, „Fräulein Schmidt und die Suche nach Atlantis“ von Wilko Müller jr. Letzteres ist ja wirklich ganz taufrisch: Vom Dienstag dieser Woche...
Gegen Mittag trudelten die Besucher aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt ein, trotz der eher bescheidenen Wetteraussichten. Die wurden dann allerdings bei weitem übertroffen: Es blieb trocken und die Sonne kam raus, so dass von Eis-Heiligen an diesem Nachmittag gar nichts zu spüren war. Absolutes Kaiserwetter!
Leider war der Bratwurstbrater noch nicht so weit (das müsste im nächsten Jahr besser klappen).
Ab 14 Uhr gab es in Doppelblöcken 3 Leserunden. Jeder Autor hatte so ca. eine halbe Stunde. So aus der Nach-Sicht muss ich sagen, dass das eine optimale Zeit war: Nicht zu kurz, nicht zu lang.
Die Abwechslung ließ keine Langeweile aufkommen. Hier die Lese-Liste:

Frank Haubold. Er las aus seinem neuen Roman und der Laßwitz-Preis-Geschichte. Die bot Einblicke, allerdings wäre sicherlich noch schöner, wenn es ein zusammen hängender und abschließender Text gewesen wäre. Ich bin auf jeden Fall auf seinen Roman dolle gespannt!
Wilko Müller jr. Es gab was aus dem neuen Roman (siehe oben). Der Ausschnitt lässt wieder auf tolle komische Situationen hoffen. Diesmal hat er sich in erster Linie Lovecrafts Cthulhu vorgeknöpft.

Peter Schünemann hatte Manuskriptseiten mitgebracht. Es handelt sich um SF-Stories und -Vignetten. Nun, die ließen sich hervorragend in so einer Runde präsentieren. Ich muss sagen, sein Beitrag hat mir am besten an diesem Tag gefallen. Erscheinen sollen die Texte zum ElsterCon, also auch sehr bald, unter dem Titel „Erddämmerungen“. Herrlich z.B. „Der Waschtag“, eine Humoreske auf die Zuteilungsstiuation und Engpass-Verwaltung der DDR-Wirtschaft, extrapoliert in eine fiktive DDR-Zukunft, die wir nun so nie erleben müssen. Die Lacher waren auf seiner Seite!
Heidrun Jänchen las auch 2 Stories, eine pointierte, die eine ...ähm .. Lösung für das Problem liefert, was man mit den zurück gebliebenen Originalen beim Beamen so machen kann. Die 2. Story bezeichnete sie selbst als melancholisch. War sie auch und zeigte eindrucksvoll die Folgen der Globalisierung und dem damit einhergehenden Aussterben regionaler Traditionen.

Axel Wolf kannte ich bisher gar nicht. Vor der Jurte stand er mir als Lektüreberater freundlich und kompetent zu Seite, auch meinem Sohn, der in den Bücherkisten kramte. Nun erfuhr ich, dass ich von ihm sogar mal was gelesen hatte: In „Der lange Weg zum Blauen Stern“, der Debütanten Anthologie aus dem Verlag Neues Leben, von 1990. Na gut, da habe ich seinen Namen also vergessen... Werde ich mir jetzt aber merken. Er las aus einer Future History. Würde mich mal interessieren, ob man die irgendwie und -wo lesen kann. Zum Vorlesen war das etwas trocken, zumal völlig ohne relevante Figuren und ohne Dialog. Ist das eventuell ein Exposé für einen Roman?
Detlef Köhler las aus seiner „Interstellaren Odyssee“. Diesmal hat er mich auch mehr gepackt durch die Auswahl der Textstellen.

Unterm Strich war es ein gelungenes Unterfangen. Dank an Gerd-Michael und den Campingplatz-Wart!


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"Es war einmal"... es wird einmal...

Geschrieben von T.H. , in Meine Empfehlung 05 Mai 2012 · 747 Aufrufe

Angehängtes Bild: Kap1teil.JPG
© Bild: Thomas Hofmann

"Es war einmal..." wird der neue Roman von Harald Weissen heißen. Nun hat er das erste Kapitel online gestellt. Das Bild ist ein Ausschnitt aus einer Illus von mir zum ersten Kapitel. Ich behaupte mal, das wird eine tubulente Story; am Anfang lässt es der Autor schon mal heftig krachen!

Homepage des Autors

Unter VORSCHAU findet man auch einen Link zum 1, Kapitel.


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Wolfen

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke 21 April 2012 · 720 Aufrufe

Eine Jugenderinnerung: WOLFEN. Den habe ich mal in meiner Jugendzeit, spät, tief in der Nacht, gesehen. Natürlich Schwarz/Weiß. Seitdem nicht mehr. - Also, in meiner Erinnerung war das sehr spät. Und das Schwarz/Weiß hatte zur Folge, dass ich damals dachte, irgend etwas stimmt nicht mit dem Film, denn immer dann, wenn der Zuschauer aus der Sicht des Wolfes die Szene sieht, wird ja eine Verfremdungstechnik angewandt, die in S/W irgendwie nicht so gut kommt.

Der Film ist ja bekannt, vor Kurzem erschien das Buch von Strieber noch mal bei Festa. Daher hier nur mal kurz zusammen gefasst, was mir so durch den Kopf ging.

Der Film stammt aus den frühen 80ern und ich sah ihn auch in den 80ern. Die South Bronx war damals noch wirklich die Bronx. Also ein total herunter gekommenes Viertel von New York, bewohnt von Junkies (so wird es zumindest geschildert). Solche Bilder machten den Ruf dieses Stadtteils, einer Hochburg der Kriminalität, aus. Die Stimmung, die der Film aufbaut, hat etwas Apokalyptisches: Die Ruinen, die vielen Leichen in der Pathologie, der abstumpfende schwarze Humor der Protagonisten, die ihre Depressionen lieber runter spühlen.
Inzwischen ist das weg. Was damals sozusagen Gegenwart war, ist nun längst vergangene Geschichte. Fand ich bemerkenswert.

Was mich überraschte: Als Täter für die bestialischen Morde wurden zunächst internationale Terroristen vermutet. Im Film wird auch dann konkret von so einer Gruppe berichtet (Götterdämmerung), die zunächst als Schuldige ausgemacht wurden. - War mir völlig entfallen. Und ich möchte behaupten, das spielte damals auch keine so große Rolle: Terroristen; Krieg gegen den Terrorismus... Heute ist man da ganz anders sensibilisiert; spielte aber damals wohl auch schon eine Rolle...

Edward James Olmos kann man da in eine seiner ersten Rollen sehen. Nun mag ich ja diesen Schauspieler, spätestens seit BLADERUNNER und MIAMI VICE, und auch in GALACTICA!!! Doch was passiert hier? Er spielt einen jugendlichen Indianer, der bei Hocharbeiten eingesetzt wird und der den Traditionen (echten und angedichteten) teif verwurzelt ist. Was auffällt: Olmos spielt fast immer sehr zurückhaltend, ruhig, irgendwie „buddhistisch“. Und hier: Der Junge Haudrauf, voller Tatendrang und Bewegungsenergie. Ich habe ihn erst gar nicht erkannt!

Ansonsten: Der Film hat ja so seine Längen, ähnelt in der Erzählweise seinen „Zeitgenossen“, wie z.B. von Carpenter. Kann aber trotzdem hinreichend Spannung aufbauen. Solche Filme dreht und erzählt man heute anders. Das hat seinen Charme. Dann hat mir auhc die Aussage gefallen - von den uralten Weisheiten und Traditionen (sinngemäß: Wir sind 10 mal älter als Ihr Christen). Vielleicht ist das Ganze etwas plakativ, kommt aber grundehrlich rüber.


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...jetzt wird's russisch

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke 15 April 2012 · 1.047 Aufrufe
Strugazki

Dark Planet. The Prisoners Of Power. (Obitaemyy ostrov). Part 1 (???) von 2008, mitunter auch unter dem Titel: „The Inhabited Island“ (Die bewohnte Insel)

 

Ein russischer SF-Film, aufwändig, tolle Effekte, nach einem Roman von den Strugazkis? Muss ich sehen!
Habe ihn gesehen. Und nun? - Ein paar Eindrücke:
Nach kurzer Kamerafahrt durch ein deutlich erkennbar am Computer erstelltes Kanalsystem sehen wir den strahlenden, jugendlichen Helden in seinem Raumschiff-Cockpit. Das Raumschiff selbst ähnelt irgendwie einem anderen, komme jetzt nicht drauf (diese Tentakel - hier als Antrieb). - Dies ist übrigens ein grundsätzlicher Eindruck: Man hat sich scheinbar von vielen SF-Filmen inspirieren lassen. Nun, ok, man muss ja nicht dauernd alles neu erfinden...
Nach kurzem Telefonat mit der Oma, die meinte, er solle doch lieber seine Prüfungen an der Uni absolvieren, statt im Kosmos rumzupendeln, wird das Raumschiff von etwas getroffen, stürzt ab und landet hart in der Wüste eines fremden Planeten. Den Absturz aus dem Orbit hat unser Held unangeschnallt überstanden, nachdem er mal kurz auf den Pult geditscht ist; die Frisur sitzt.
Er steigt im Unterhemdchen bekleidet aus, lächelt in die Runde; die Frisur sitzt.
In einem Wald wird er von einem Halbwilden aufgegriffen und abgeführt in so eine Art Gulag, wo schwarzuniformierte Fascho-Typen das Marschieren üben. Ihr Symbol kommt mir doch irgendwie bekannt vor: Klar, das ist eine 1:1-Kopie des Pfeilkreuzes der ungarischen Faschisten. Sie heben aber im orwellschen Sinne nicht die ausgestreckte Hand, sondern die geballte Faust.
Unser Held, Maxim Kammerer aus der Kammerer-Trilogie von den Brüdern Sturgazki, wird hier als blonder, muskelbepackter Sunny-Boy dargestellt. Er lächelt laufend, was mir schnell auf den Zeiger ging. Kämpfen kann er wie ein asiatischer Martial-Arts-Kampfkunstmeister. Wenn ich mal vorgreifen darf: Die Kampf-Choreographie fand ich nicht wirklich gelungen. Sie wirkte auf mich wie ein Abklatsch diverser, einschlägiger Filme aus Fernost. Darauf muss man sicher stehen, um diese unrealistischen Flug-Kampf-Tänze zu mögen.
Maxim Kammerer Superheld? Ja, das zumindest stimmt! Die Menschen der strugazki†™schen Zukunft sind Supermen. Das kommt im Film dann noch mal zur Geltung, als Maxim erschossen wird und dennoch überlebt, weil sein Körper sowas wegsteckt. (Nur den Kopf darf man nicht treffen.) Ach ja, die Frisur sitzt auch danach.
Nach 10 Minuten steckt Maxim mitten drin im Schlamassel, wurde gefangen genommen, hat sich mit einem Gardisten angefreundet, wurde das Lager angegriffen; Krawumm!
Zunächst dachte ich mir, dass diese enorm verkürzte Erzählweise mit dem Vorspann einher geht, in dem Comic-Strip-Szenen „aufgeblättert“ werden. BTW: Kennt jemand noch den Comic aus der Zeitschrift SPUTINIK zum Roman „Die bewohnte Insel“; Mist, habe sie irgendwie wohl mal weggeworfen, Schade eigentlich. Kann mich aber erinnern, dass Maxim dort ähnlich dargestellt wurde.
Also muss man diese Handlung mit all seinen Einkürzungen und daraus resultierenden Unlogiken erklären. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Das ist ja nur die Kurzfassung des Films! Es gibt da wohl eine lange Fassung, doppelt so lang. Hmm, muss ich wohl auch noch sehen...
Um die Zuschauer in diese Welt reinzuholen, werden viele Zitate genutzt, aus der SF-Filmwelt und aus der irdischen Geschichte. Die Stadt, in der der Hauptteil der Handlung spielt, erinnert an „Metropolis“ und „Bladerunner“. Das Interieur in des Staatsanwalts Gemächern sieht russisch-byzantinisch aus, opulent und überladen. Um eine abweisende Atmosphäre zu erzeugen, regnet es auch mal stark, wie in „Bladerunner“, oder auch „Stalker“. Nicht alle Szenen nehmen sich bierernst, mitunter fühlte ich mich auch an die satirische Überhöhung wie etwa in „Brasil“ oder „Das 5. Element“ erinnert.
Als Maxim dann eine Art Super-Bomber zur Verfügung gestellt bekam, fühlte ich mich gar an „Iron Sky“ und die rasselnde Retro-Zahnrad-Ästhetik erinnert. Das mag wohl (auch als Ableger des Steampunks) in der Luft liegen. Kommt sicher gut, auch wenn es auch unlogisch ist: Übermanngroße Zahnräder aus Guss-Eisen treiben ein Luft-/Raumschiff an?
Aber wie schon erwähnt: Warum muss man das Fahrrad immer wieder neu..., na, Ihr wisst schon.
Andererseits: Diese eklektische, einfache assoziative Bildsprache funktionierte nicht immer, meiner Meinung nach. Wenn da dreckige Menschenmassen so eine Mittelaltermarkt-Stimmung erzeugen sollen, in einer supergroßen, supermodernen, Hochhäuserstadt, dann wirkt das unstimmig.
Als Kontrast zum dreckigen Alltag ist dann die holde Unschuld sauber, glatt, ungeschminkt, schlicht und rein. Oh je...
Diese Welt wird von harter Hand regiert; dazu wird eine Atmosphäre der Angst und ständigen Bedrohung geschürt. Das kennt man spätestens seit „1984“. Die Feinde sind dann auch Mutanten und „Ausgeartete“, gegen deren Terror nur der Terror der Garde hilft. Dieses System wurde von den „unbekannten Vätern“ erschaffen nach einem Atomkrieg und durch eine Art Super-Medien-Netz aufrecht erhalten: Per Strahlen werden die Leute flächendeckend beeinflusst.
OK, das ist alles sehr plakativ. Da muss ich wohl tatsächlich „Die bewohnte Insel“ noch mal lesen, um zu sehen, wie sehr man hier die Ideen der Autoren ...verarbeitet hat.
Mich konnte der Film am Ende nicht so recht überzeugen, die Figuren haben mich in keiner Sekunde berührt, die Handlung empfand ich nicht als originell. Die Ausstattung, Effekte, das Geballer, die Kämpfe - all das fand ich zu unorganisch inszeniert. Inhaltlich wird zwar klar, dass das System von einem Erdenmenschen aufgebaut und geleitet wird (Wanderer Rudolf), aber die besondere dramatische Situation, in der sich dieser Superman aus der großartigen, geläuterten (kommunistischen?) Zukunft befindet, der hier mit einer Situation konfrontiert wurde, in der er zum Stalinisten / Faschisten werden lässt. Weil es wohl anders nicht geht? Hmm, muss wohl wirklich das Buch noch mal lesen.
Aber wichtig: Die Frisur sitzt (am Ende lediglich blutverschmiert).




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Nachtrag März 2012 (Hofmanns Leseliste)

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2012 12 April 2012 · 1.230 Aufrufe

Nachtrag: Noch so gelesen (vorlesen lassen) im März...


9) Umberto Eco: „Der Friedhof in Prag“
(Hörbuch, gelesen von Jens Wawrczeck und Gert Heidenreich)
Ich bin enttäuscht. Hätte ich das Buch selbst gelesen, hätte ich es garantiert nicht bis zum Schluss geschafft. Schon das häppchenweise Zuhören brachte mich kurz vor den Abbruch. Es ist langweilig. - Darf man das von so einem Autor sagen?
So nebenbei finde ich interessant, dass gerade derzeit eine Debatte zur Frage durch ein paar Zeitungen gelaufen ist, inwieweit ein Autor (Kracht) mit dem Gedankengut identifizierbar sei, das er in seinem Roman („Imperium“) verwendet und natürlich seinen (historisch verbürgten) Figuren in den Mund und den Kopf legt.
Seltsam finde ich daran, dass auf so einen Gedanken bei Eco niemand kam - bisher (?). Anhand eines fiktiven schizophrenen Fälschers zeigt Eco, wie antisemitische, antifreimaurerische, anti-irgendwas Pamphlete entstanden, wessen Geistes Kind ihre Schöpfer waren, in welchen revolutionären und konterrevolutionären Verbindungen in Italien und Frankreich und Verbindlichkeiten diese steckten. Dabei werden alle bekannten antisemitischen Vorurteile dezidiert auseinander klambüsert. Da ist durchaus interessant, man kann viel lernen und sieht, was Eco alles während seiner Recherchen zur Entstehungsgeschichte antijüdischer Schriften gelernt hat. Dazu ist es eine wilde Tour durch alle möglichen frühen esoterischen Lehren, bis hin zu Geisterbeschwörungen, okkulten Sitzungen und Teufelsanbetern. Aber irgendwann geht das einem tatsächlich auf den Kranz (also mir), irgendwann hat man es dann auch erstanden.
Dass der Protagonist unter einer gespaltenen Persönlichkeit leidet,so sein Tagebuch führt und sich jeweils seinem alter ego aufschreibt, was „der andere“ erlebt und gemacht hat, entfremdet diese Person dem Leser. Trotzdem zeigt der Autor meiner Meinung recht wenig Distanz zu diesem Typen und seinen unflätigen Ideengut. Kracht jedenfalls klingt deutlich ironischer, Eco eher authentisch.
6 / 10 Punkte

10) Roberto Bolaño:“Die Naziliteatur in Amerika“
An „2666“ traute ich mich noch nicht heran. Was, wenn der Autor mir nicht liegt? Dann hätte ich da so einen Ziegelstein umsonst...
Nun, auch dieses deutlich kürzere Werk habe ich nicht zuende gelesen. Es soll ja ein Roman sein, tatsächlich sind es aber kurze und kürzeste Texte, die aneinander gereit und. Vielleicht ergibt sie am Ende ja noch ein größerer Zusammenhang. Doch so für sich genommen sind es kurze fiktive Biografien von erfundenen Autoren Süd- und Nordamerikas, die sich eigentlich alle zu den Nazis hingezogen fühlen sollen. Kann ich bei allen so nicht kennen. Die Texte sind meist trockene Zusammenstellungen weniger, unspektakulär geschilderter Lebensabschnitte und Buchtitelaufzählungen.
Was soll das? Hat sich mir nicht erschlossen.
3 / 10 Punkte


11) F.Paul Wilson: Handyman Jack - Hörbücher LPL Rec., insgesamt 7 Std.
1. „Der letzte Ausweg“ mit „Der lange Weg nach Hause“ und „in der Mangel“, zusätzlich Auszug aus „Der letzte Rakosh“
2. „Schmutzige Tricks“ mit „Zwischenspiel im Drugstore“, „Ein ganz normaler Tag“ und „Familiennotdienst“
Handyman Jack wollte ich schon lange mal kennen lernen. Zum Selberlesen hat es bis dato nicht gereicht, also bat ich Herrn Bierstedt, mir vorzulesen. Der kann das nämlich sehr gut!
Die Stories sind gediegene Kost. Der Held ist als Identifikationsfigur gut geeignet, da er zwar gerne betont, nichts und niemanden verpflichtet zu sein, dann aber doch gegen Unrecht in die Bresche springt.
Von der utopischen Lebensführung des Detektivs bekommt man leider zu wenig mit, finde ich. Er verweigert sich aller staatlicher Kontrolle, indem auf all das verzichtet, was uns zum einen eine soziale Absicherung verspricht, zum anderen aber auch zum „gläsernen Menschen“ macht. Wie man aber ohne Kreditkarte (in den USA), ohne jede Versicherung leben kann (und dann auch noch so gefährliche Jobs ausführt), erschließt sich mir nicht.
Aber es ist spannend, daher kann ich diese Stories nur empfehlen.
8 / 10 Punkte

12) „Luzifer läßt grüßen. Teuflische Geschichten“
Ausführlich im nächsten CTHULHU LIBRIA.Eine Klassikersammlung (Briten und US-Amerikaner), aber keine orginären Phantasten. Trotzdem sehr eindrucksvoll, aufschlussreich (für mich) und faszinierend (allerdings gänzlich ohne Teufel!).
10 / 10 Punkte


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„Ja, dürfen die denn das?“ - das Elend des Rezensenten

Geschrieben von T.H. , in Subjektive Eindrücke 05 April 2012 · 781 Aufrufe

Wer hätte das gedacht, ich jedenfalls nicht – bisher: Die Frage, ob irgend jemand einfach so über ein literarisches Werk eine Meinung formulieren und kund tun darf, steht nun tatsächlich im Raum.

Nachdem ein bis dato eher unbekannter, wenn auch sehr „lauter“ Fantasyautor, dessen Werke er selbst als „phantastische Abenteuerromane“ bezeichnet, sich nicht gerade sachlich gegen Rezensionen seiner Werke wehrte, da diese ihnen, seiner Meinung nach, nicht gerecht wurden. Er fordert gar eine Art akademische Approbation für Rezensenten; nur wer kann, der darf auch.
In seinem konkreten Falle war die „Rezension“ nicht mal eine, nur halt so eine Meinungsbekundung, dass sein Werk nicht gefalle.
Warum ich das betone? Na ja, fühle mich irgendwie ertappt.
In meiner „Karriere“ als Rezensent, vormals vor allem für SOLAR-X, aber auch GOTHIC GRIMOIRE, ALIEN CONTACT u.a. ZInes näherte ich mich den gelesenen Werken zunehmend subjektiv. Das tat ich ganz bewusst, da ich der Meinung war und bin, dass meine Meinung nur eine von vielen ist. Ich befürchte, es gibt gar keine objektive Einschätzung, höchstens in den Gefilden der gehobenen Literaturwissenschaften.
Habe ich da – sozusagen intuitiv – das Urteil des „Rezi-Mafia“-Gegners vorweg genommen?
Inzwischen gibt es für mich kein Betätigungsfeld als Rezensent mehr, den Fanzines weine ich so manche Träne nach, auf den zahlreichen Internet-Plattformen bin ich nie so richtig angekommen. Ich beobachte dort auch eine gewisse Beliebigkeit. Man findet ja beispielsweise schnell etwas zu einem Buch, das einen interessiert. Doch fällt es zunehmend schwerer, Unterschiede in Anspruch und Ausrichtung bei den verschiedenen Rezensionsangeboten auszumachen. Aber das ist wohl in erster Linie mein Problem, da ich mich nicht mehr so eingehend damit beschäftige. Viele fleißige Rezensenten leisten durchaus tolle Arbeit und ich wünsche Ihnen, dass sie viel mehr Aufmerksamkeit erhalten, als ich ihnen zukommen lassen kann!

Selber führe ich mehr oder weniger nur meine Leseliste. Hier, mehr denn je, geht es mir nur um die Wiedergabe weniger, rein subjektive Eindrücke, mehr als Erinnerungsstütze für mich und vielleicht – so hoffe ich – auch für den einen oder die andere, die sich hierhin verirrt und sich davon inspirieren oder gar zu Kommentaren verleiten lässt.

Nach der Attacke des besagten Autors gegen die „Rezi-Mafia“ kommt – so empfinde ich es jedenfalls – ein Wind auf, der den Rezensenten, vornehmlich (aber nicht nur) im Internet, kräftig entgegen bläst. Und langsam frage ich mich, wie das kam und was dahinter steckt.

Beispiel 1: „Occupay The Feuilletons“, initiiert von Thor Kunkel. Kenne ich als Facbook-Gruppe. Hier polemisiert der Autor mit gewohnt spitzer Feder gegen die echte oder vermeintliche Macht des Feuilletons. Da geht es also nicht um kleine Literatur-Bloggs oder Forenbeiträge, die eher schon mal in der Masse untergehen. Das Urteil eines Rezensenten in überregionalen Zeitungen kann ja schon was bewirken...

Beispiel 2: Alban Nikolai Herbst kritisiert in seinem Internet-Tagebuch „Die Dschungel / Anderswelt“ eine unsachliche Kritik eines seiner Bücher in den Kommentarseiten eines großen Internetbuchladens. Hier wird ähnlich wie bei dem oben erwähnten, in seiner Argumentation nicht immer so feinen Autor, auch recht scharf gegen die Unbedarftheit der Besprechung geschrieben. Hier, bei Herbst, der ungleich sachlicher und formvollendeter schreibt, kann ich sogar nachvollziehen, worum es ihm geht. --- Kann so eine Meinungsäußerung dazu führen, das die Existenz des Autors bedroht wird, da man als potentieller Leser vom verrissenen Buch abgeschreckt wird? Auch Herbst schreibt von der „Dummheit von Lesern“ (siehe hier)

Beispiel 3: Michael K. Iwoleit setzt sich in einem Beitrag in der Facebook-Gruppe „Deutsche Science Fiction“, mit einer Rezension seiner Story in NOVA 17 auseinander.
In diesem Beitrag und den folgenden Wortmeldungen kommt Zweifel an der Kompetenz des Rezensenten zum Ausdruck.

Ist diese hier in Fetzen erkennbare Diskussion Teil der gerade tobenden, großen Diskussion über Recht und Unrecht im Internet (die potentielle Verbreitung von schnell geschriebenen, ungefilterten Meinungen im Netz dürfte von ausschlaggebender Bedeutung für dieses Phänomen sein)? Entstehen hier neue „Verschwörungstheorien“? Sind es reale Existenzängste oder nur gekränkte Eitelkeit, die zur Kritik der Kritiker führt?

Was kann ich aus dem schließen?
Als Ost-Mensch war die Möglichkeit, unbehindert meine Meinung über Sachen zu äußern, die mir am Herzen liegen, eine der wirklich großen Errungenschaften der westlichen Freiheit. Irgendwann lernte ich auch, dass mir andererseits nicht jede Meinung, die so geäußert wird, mir auch passt. Und ich lernte, dass Leute, die anderer Meinung sind als ich, deshalb nicht dümmer sind. Wenn mich jemand nicht versteht, muss das nicht bedeuten, das der Andere dümmer ist. - Dann lernte ich noch, dass anderen, gegensätzlichen Meinungen mit Schimpftiraden kaum zu begegnen ist; das verhärtet nur die Fronten.
Was die Literatur anbelangt, tja, da ist Vieles Geschmacks- und Stimmungssache. Demzufolge haben gerade wir kleinen (fannischen – auf die SF-Szene bezogenen) Rezensenten auch das Recht auf Subjektivismus.


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Messeimpressionen III - was bleibt...

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 18 März 2012 · 601 Aufrufe

Was mir sonst noch so auffiel zur Leipziger Buchmesse: Für mich sind eher die Stände der kleinen Verlage interessant. Die „Großen“ bieten ja ohnehin das, was in den Buchläden ausliegt, außerdem ist ihre Form der Präsentation immer die gleiche. Irgendwie einfallslos.
Die „Kleinen“ sind dagegen meist spannender, schon mal, weil sie nicht immer und jedes Mal dabei sind. Einige tauchen auf, verschwinden wieder (hoffentlich nur von der Messe...).
Doch was ist das? Da gehe ich zu solchen Kleinverlagen, da sind ihre Bücher oder Hörbücher im Regal, zum Angucken. OK. Ich werde dort auch gleich angesprochen (bei den Großen niemals), die Vertreter sind echt bemüht um potentielle Leser. Mir ist das immer etwas peinlich, da ich die Erwartungen der Verlagsleute vielleicht nicht erfülle und eben doch nicht ihr Produkt kaufen werde.
Ich frage, sie antworten und dann würde ich gerne etwas als Erinnerungsstütze mitnehmen, ein Prospekt, wenigstens einen Flyer. -- ??? --- Nö, so was gibt es nicht. -- tja...
Der eine hat mir dann erzählt, dass ich ja im Internet nachgucken könne. Die Adresse lautet soundso. Als er merkte, dass ich als Messebesucher vielleicht noch andere Impressionen verinnerlichen will und dann doch nicht mehr am Ende des Tages alles Wort für Wort im Kopf behalten könne, gab er mir eine Visitenkarte. Auf der stand dann auch eine Internetadresse, aber eine andere als er mir nannte. - Zuhause probierte ich die auch aus: Kein Treffer. -- ??? --- Tja...
Irgendwie fand ich dann die Internetseite doch, aber über Umwege. Am liebsten hätte ich den Kollegen noch mal gefragt, warum er bei so einer Messe mitmacht. Schade eigentlich.

Fantasy steht hoch im Kurs auf der Messe. Dumm nur, dass so ein Hauptstand für das Genre in eine enge Gasse gepfercht wurde. Vielleicht ist das ja so eine Schutzmaßnahme gegen Räuber? Mir ist wie nie zuvor die Präsens von Uniformierten und Hinweisen, dass alles gefilmt wird, aufgefallen. Das Klauen auf der Messe artet wohl aus. Auf alle Fälle finde ich solch künstlich erzeugte Enge kontraproduktiv. Mich schreckt das ab. Schade eigentlich.

Angenehm empfand ich, dass das Thema eBooks etwa durch ist. Habe ich zumindest so den Eindruck. Das Medium steht zumindest nicht im Vordergrund, auch wenn die Verlage daran arbeiten, sich um- und einzustellen. Inzwischen, nach anfänglichem Interesse und leicht aufkeimender Begeisterung bei mir dafür merke ich, dass ich wohl doch konservativ bin: Inzwischen erzeugen eBooks bei mir ein Unwohlsein: Soll das gedruckte Buch wirklich aussterben?
Auf der Messe fand ich jedenfalls sehr wenig dazu, weniger als die letzten Male. Dafür hat mich das Hörbuchangebot mehr überzeugt. Da fand ich die Präsentation auch gelungen.

Direkte Inspirationen für meinen SUB fand ich eher wenige (meine Frau hat da mehr rausgeholt). Eigentlich wollte ich hier so eine Liste präsentieren. Das lohnt aber nicht. Auch nach Durchsicht der mitgenommenen Kataloge komme ich nur auf 2 Titel. Na ja...


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Messeimpressionen II - Martin v. Arndt

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 17 März 2012 · 696 Aufrufe
Buchmesse, Martin v. Arndt
16. März 2012
Diese Lesung im Rahmen von „Leipzig liest“ zur Leipziger Buchmesse 2012 war sozusagen das Kontrastprogramm zur Riesenveranstaltung einen Tag zuvor (C. Kracht). Martin von Arndt hat wohl gerade keinen Skandal zu laufen? Na, soweit ich weiß, hatte er das auch noch nie. Ist auch egal. Es waren mal gerade 10 Leutchen da. Alles andere müsste allerdings im Nachhinein fast verwundern. Zur „Leipzig liest“-Zeit laufen parallel vielleicht 50 Veranstaltungen. Da sollen überall Besucher hin. Dann ist der Ort, eine kleine Galerie in der Rosa-Luxemburg-Straße sicher auch nicht der Bringer: Zu weit weg vom Schuss, in einer kalten, breiten Geschäftsstraße, wo sich ein Firma an die andere reiht. Die Seitengasse, in der ich parkte, wollte ich nur schnell verlassen, da sie keinen einladenden Eindruck machte, so im Dunkeln...
Als ich die Galerie betrat, war da... erst mal gar nichts; niemand. Dann schaute eine Dame aus einer Tür, die ich fragen konnte. „Ja, sie seien erst was essen, um halbacht geht es los.“
OK, konnte ich noch Bilder ansehen. Es ging auch wirklich um halbacht los.
Warum wollte ich diesen Autor sehen?
Nun, „kennen gelernt“ hatte ich ihn als Verfasser einer kleinen,geheimnisvollen Erzählung für den allerersten Goblin Press-Band, „Fischaugen im Dämmerlicht“. Dann stieß ich auf ihn als Mitglied der experimentell-avantgardistischen, dunklen Band PRINTED AT BISMARCK’S DEATH. Deren Songs faszinierten mich! Da wollte ich halt wissen: Was macht der sonst noch?
Irgendwie hatte ich dann lange nichts mehr von ihm gehört. Es gibt da eine Homepage von ihm, auf der man auch Stories lesen und sich vorlesen lassen kann. Mittlerweile hat er aber als Autor Fuß gefasst. Zwei Bücher sind von ihm erschienen, die auch gelesen habe. Und nun gibt es ein neues Buch: „Oktoberplatz“.
Er hat seine Fans auf seiner Facebook-Seite Teil haben lassen am Entstehungsprozess. Da ist es ja sozusagen nur konsequent (von mir), wenn ich nun der Präsentation des neuen Werkes beiwohne.
Dem Autor machte es sichtlich Spaß, seine Geschichte zu präsentieren. Sie spielt in Weißrussland von den 70er Jahren bis heute. Was er las, zeigt, dass die Story sehr an den persönlichen Erlebnissen und Empfindungen der Hauptperson gebunden ist. Darüber hinaus lässt der Autor aber Gedanken zur allgemeinen Entwicklung in diesem Land aufblitzen. Zudem lässt er seinen Helden den Sohn eines Ungarn sein (so wie er ja selber einer ist), der auch zu Ungarn eine Beziehung aufbaut, und viel über das Land und die Verhältnisse dort zu sagen hat.
Nun, mir waren diese Passagen die wichtigeren. Von der Lektüre erhoffe ich mir da mehr. Der Autor war wohl recht oft in Minsk, da eine Bekannte dort studiert. Er hat Land und Leute kennen gelernt.
Ich fragte ihn nach seinem Interesse für dieses osteuropäische Land, das nicht unbedingt „normal“ erscheint für einen Südwestdeutschen. Aber das ist er ja nur zur Hälfte. Seine Herkunft hat ihn sich schon immer für den Osten interessieren lassen, für Ungarn, die SU...
Dann fragte ich ihn nach dem Namen seiner Band. Etwas stutzte er, hatte ich den Eindruck; meinte, das ginge ja jetzt ziemlich in die Vergangenheit. Und so nebenbei konnte man erfahren, dass es die Band im Grunde noch gibt, sie wurde nie aufgelöst. Und demnächst wollen er und seine Band-Kollegen wieder ein paar Stücke aufnehmen, die sie den alten Fans Monat für Monat präsentieren wollen, so dass am Ende des nächsten Jahres so etwas wie ein neues Album entstanden sein könnte. Ja, wenn das nicht mit viel Arbeit verbunden wäre, wie er leicht gequält meinte. Also, ich wäre darüber sehr erbaut!


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Messeimpressionen I - Christian Kracht Superstar!

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 16 März 2012 · 1.275 Aufrufe
Buchmesse Leipzig und 2 weitere...
Buchmesse in Leipzig - nix wie hin! Wie jedes Jahr bei mir.
Ist ja irgendwie immer dasselbe, oder? Trotzdem schön, interessant, inspirierend. Nach vier Stunden Messestandablatschen bin ich dann malade.
Aber abends gibt es ja „Leipzig liest“, unheimlich viele Lesungen, Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet. Mich zog es zu Christian Kracht, der mit seinem Neuling, „Imperium“ ein Sturm im Wasserglas des Feuilleton entfachte. Nun, wie es ausschaut, hat den Sturm ein anderer verursacht. Was Krachts Verleger und Schriftstellerkollegen veranlasste, für ihn in die Bresche zu schlagen. Der Betroffene selbst hat da erst mal eine Lesung in Berlin ausfallen lassen (aber vielleicht war er es auch gar nicht, der da was hat ausfallen lassen, weiß nicht).
Daher hatte ich schon Sorge, dass die Lesung hier in Leipzig auch ausfällt, zumal bei einer anderen geplanten Veranstaltung auf der Messe im Veranstaltungsplan ein „abgesagt“ rot prangt.
Hat aber - also, stattgefunden.
Veranstaltungsort war die Bibliotheca Albertina, am 15.03.2012. Ich fuhr bei Zeiten los und war fast eine Stunde zu früh da. Oh je, was soll ich hier so früh, dachte ich mir.
Das Ambiente war schon mal großartig: Ich kannte diese Bibliothek der Universität noch nicht. Ein toller Rahmen für eine Lesung, keine Frage. Die Wegweiser verwiesen in den „Vortragsraum“, der wohl sonst ein Lesesaal ist. Ein Saal! Ich denke mal, der fasst ein paar Hundert Leute. Und obwohl ich viel zu früh da war, waren die besten Plätze schon weg.
Der Saal wurde voll, am Ende reichten die Sitzplätze nicht. Hat also die Sturmwelle die Leute angespült.
Eine Viertelstunde vor Beginn wurde Klassikkitsch eingespielt; habe die Melodie nicht erkannt, getragen, etwas melancholisch-melodramatisches. Dann kam eine Ansage, dass man bitte keine Fotos und Aufnahmen mache.
Dann der Autor, kam auf die Minute. Setzte sich, blieb in Jacke, als wäre er nur mal auf†™n Sprung. Sein Verleger hielt eine Ansprache, in der er noch mal auf die feuilletonistische Sachlage einging - langsam denke ich schon, dass dieses kleine Skandal gar nicht so ungelegen kam - wie es dem Autor dabei geht, hat ja bisher niemand gefragt und er sagt auch nichts dazu.
Dann ein kleiner Vortrag eines Literaturwissenschaftlers, der - ohne sich festzulegen - das Werk des Autors „einordnete“; der Autor und die Zuhörer ließen es über sich ergehen.
Dann las er. Und zwar das Ende des Romans. Schon mal außergewöhnlich. Und er las gut. Ruhig, nicht hastig. Fast schon zu zurückhaltend, entschuldigte sich bei jedem der ganz wenigen Versprecher.
Nun habe ich bis dato das Buch nicht selber gelesen. Nach den Eindrücken, die ich nun vom Buch habe, kann ich unmittelbar die Entrüstung dieses einen Kritikers nicht so recht verstehen. Dass man sich mit einem esoterischen Spinner der deutschen Kolonialzeit auseinander setzt und befasst, macht einen doch hoffentlich nicht verdächtig. Wenn man dies dann auch noch so tut, wie Christian Kracht, verstehe ich es erst recht nicht, denn der Text zeigt meiner Meinung nach deutlich mit seiner sehr schönen, aber oftmals doch arg übertrieben genauen Sprache, die eben sogar am Kitsch schrammt, dass das nur ironisch gemeint sein kann. Ein paar Passagen regten zum Lachen an. - BTW, auch die Idee, das dieser Roman nun den Klassischen Abenteuerroman wiederbelebe, halte ich für unpassend. Das ist kein klassischer Abenteuerroman! Außerdem braucht der gar nicht wiederbelebt zu werden, ist er doch gar nicht ausgestorben.
Eine Stunde dauerte die Veranstaltung etwa, beendet von einer Verbeugung des sehr bescheiden auftretenden Autors.
Als der Applaus abebbte, stürmte ich nach vorne, leicht in Panik: Wenn jetzt 200 Leute vor mir beim Autogrammabholen stehen, komme ich ja nie nach Hause. War dann der zweite, die Schlange baute sich nach mir auf.
Recht euphorisiert und zufrieden fuhr ich wieder zurück nach Halle; freue mich dann schon mal auf die Lektüre.


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Dan Simmons: "Flashback" (März 2012/1)

Geschrieben von T.H. , in Leseliste 2012 11 März 2012 · 609 Aufrufe

8) Dan Simmons: „Flashback“

Das Buch ist eine klassische Dystopie, in der der Autor seine eigenen Ansichten, Ängste, Einstellungen zu gesellschaftlichen und politischen Themen seiner Zeit (der Entstehungszeit des Romans) verarbeitet hat. Insofern fällt dieses Buch sehr aus dem Rahmen dessen, was Simmons sonst schreibt.
Seine Haltung, die er hier zum Ausdruck bringt, lässt ihn mancherorts in der Nähe zur Tea-Party gerückt erscheinen. OK, das ist im Grunde nicht meine Haltung, trotzdem fand ich das Buch sehr gut. - Warum nur?
Simmons greift ein paar aktuelle Themen auf und extrapoliert sie: Die Aggressivität der Islamisten, die politischen Auseinandersetzungen innerhalb der USA, zwischen „links“ und „rechts“, zum Bsp. Allerdings finde ich es als Europäer und Ostdeutscher schon kurios, was Simmons als „sozialistisch“, „links“ etc., ansieht. Wenn in Großbritannien nach dem 2. Weltkrieg die Labour Party in den bürgerlichen Wahlen siegt und große Betriebe verstaatlicht, ist das für ihn (oder zumindest für eine seiner Figuren - gibt es da einen Unterschied?) schon Sozialismus, der unweigerlich zum Niedergang des Landes führen muss. In den USA hat dann also Obama auch so was gemacht (Gesundheitsreform) und die USA in kürzester Zeit in den Ruin getrieben. Nun ja, ist halt eine Meinung. Allerdings hat ja auch nach Simmons der Niedergang Europas unter „sozialistischen“ Vorzeichen offensichtlich immerhin 100 Jahr gedauert, der der USA nicht mal 20...
Unfair fand ich in seiner Bewertung auch, dass der Fakt, dass die Sozialausgaben in den USA nicht durch (Steuer-) Einnahmen gedeckt wurden, den „Obamas“ zugeschoben wurde. Dass die USA über ihre Verhältnisse lebt (Staatsverschuldung) dürfte wohl kaum die Obama-Administration zu verantworten haben, oder?
Die Frage, ob die Einführung sozialer Sicherungssysteme unbedingt als „links“ anzusehen sei, was Simmons im Zusammenhang mit seinem Urteil über Obama ja macht, halte ich für zweifelhaft. Bismarck, der im Kaiserreich Wilhelm II. einige Sozialversicherungen einführte, kann man sicher kaum als „links“ einstufen...
Ich nehme an, Simmons ist da ein „typischer“ Amerikaner, der in zu viel Staat und Fürsorge die Ideale der freien US-Gesellschaft, geprägt von ungehindertem Unternehmergeist und Selbstverantwortung, gefährdet sieht.
Zu diesen Umständen kommen noch - wohl eher USA-typische - Ängste hinzu: vor der neuen Supermacht Japan, die ja auch in den USA schon jetzt Fuß fasst. Der Süden der maroden USA wird bei Simmnons auch von einer mexikanischen Reconquista überrollt. (Nur die tapferen Texaner halten Stand.)
Aber die Hauptursache für den Niedergang ist die Selbstaufgabe der US-Amerikaner, die bei Simmons in der Flucht in eine wahre Volks-Droge - Flashback - kulminiert.
In dem Roman geht es dann auch darum, wo das Zeug herkommt.
Simmons malt schwarz: Ein Weltkalifat beherrscht Asien, Europa und Kanada, bedroht die USA.
Was auch in anderen Romanen Simmons schon eine Rolle spielt, nämlich sein Interesse für Israel und das Schicksal des jüdischen Volkes, (schon in Hyperion, aber auch in Ilium / Olympos -.eventuell noch woanders?) kommt auch hier zur Sprache: Israel wurde durch iranische Atombomben vernichtet. Hier greift der Autor also ganz unmittelbar in die aktuelle Diskussion ein.
Simmons ergreift ganz vehement Partei für das jüdische Volk und seinen Staat. So eine Haltung kann ich auch nachvollziehen.
Doch seine einfachen Schlüsse in Sachen Weltpolitik (Islamische Vorherrschaft in Europa, Feudalismus in Japan, völliger Zerfall Chinas, völliger Zusammenbruch der USA), bilden zwar eine akzeptable Kulisse für eine abenteuerliche Geschichte eines Ex-Polizisten und seines ihn hassenden Sohns, kann ich aber nicht so richtig ernst nehmen. - Vielleicht will ich es aber auch einfach nicht. Doch gerade was den Plot anbelangt, versteht es Simmons wieder hervorragend Spanung aufzubauen. Seine Figuren bleiben einem nicht egal, die ihre Konflikte untereinander und in ihnen ausfechten müssen. Da es auch eine richtige Krimihandlung gibt, wird diese wie in einem klassischen Kriminalroman aufgelöst, so wie man es bei Agatha Christie kennt. Nun, das fand ich etwas aufgesetzt, da man zwar ein paar Zusammenhänge durchaus ahnen konnte, aber die richtige Auflösung kommt durch ein - Artefakt - zustande, so deus ex machina - mäßig.
Den „Gegenroman“ zu Flashback hat ja Elliott Hall geschrieben. Der geht ebenso von ziemlich fundamentalen Veränderungen in den USA aus, kommt aber zu einem völlig anderem Schluss. Irgendwie erschien mit Halls Version stimmiger, schlüssiger. Vor allem auch hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung im Nahen Osten.
Tja, die Zukunft ist offen. Wahrscheinlich ist es heutzutage weitestgehend unmöglich, eine Prognose zu wagen.
8 / 10 Punkte


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„Wenn ich nicht schreiben würde, würde ich verrückt werden.“

Geschrieben von T.H. , in Ich war dabei... 10 März 2012 · 463 Aufrufe

Lesung von Julia Verena Köber aus „Rich Finigon und das Amulett der Blutaugen“
am 9. März 2012, Haus des Buches zu Leipzig.


Eine Woche später.
Zur Eröffnung des Buch- und Kunsthauses Cornelius in Halle, am 3.3., las Julia Köber bereits kurz aus ihrem Erstlingswerk. „Damals“, also vor einer Woche, faszinierte sie mich durch ihre Vortragsweise. Auch wenn so kurz hintereinander Lesungen einer Autorin sicher nicht so sehr zu locken vermögen, wollten wir - die Hallenser SF-Kumpels - mal gemeinschaftlich die Lesung besuchen und damit 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einmal einfach was clubmäßig unternehmen (machen wir vielleicht viel zu selten) und zweitens das Produkt aus dem Verlag, in dem unser Clubchef Wilko arbeitet, unterstützen. Aber ganz im Ernst: Hätte sie nicht zu überzeugen vermocht, ich glaube, ich wäre nicht noch mal gefahren. Hat sie aber: Also, überzeugt.
Sie war gesundheitlich etwas angeschlagen. Geht ja vielen Leuten derzeit so. Trotzdem konnte sie wiederum ihre Zuhörer (ca. 20 Leute) in ihre Welt hineinziehen. Darum geht es ihr primär: Ihre Welt errichten, in die auch eine Flucht möglich ist.
In einer Andeutung bemerkte sie, dass ihr diese Realitätsflucht auch aus einer sehr schweren Krankheit heraus half. Wenn so etwas ein Buch vermag, ist es schon mal sehr viel Wert.
Allerdings „lebte“ das Buch lange Zeit in ihrer Phantasie. Zuerst zeichnete sie eher die Bilder dieser Welt. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass das Buch auch Illustrationen aus ihre Feder enthält.
Dass sie sich mit Bildern, Zeichnungen, Gemälden beschäftigt hat, merkt man ihrer Erzählweise sehr gut an: Sie schreibt sehr anschaulich, quasi bildhaft. Das kommt gut!
Sie hat im Prinzip sieben Bände dieses Werkes im Kopf, bastelt bereits mental an Band vier, auch wenn nun ganz aktuell gerade der zweite erschien und am dritten geschrieben wird.
Man merkt es ihr an, dass sie in dieser Welt regelrecht lebt; auch wenn sie - wie sie vehement betonte - sehr gut und genau zwischen den Welten - der realen Realität (sie arbeite in einem biologischen Labor) und der alternativen fantastischen Welt - unterscheidet.
Ach ja: Vehemenz: Sie wehrte sich vehement im anschließenden Gespräch gegen den H.P.-Vergleich: Es gehe nicht um einen Zauberlehrling und dessen Schulabenteuer, ihr Held ist zwar äußerlich ein Jugendlicher (im ersten Band, später dann wohl auch nicht mehr), aber ansonsten ein uraltes Wesen. Und sie wehrte sich gegen den All Age Fantasy-Vergleich; in dieser Schublade sieht sie sich auch nicht. - Nun, ok, somit dürfte auch mein erster Eindruck widerlegt sein...
Zu ihren literarischen Vorbildern und Inspirationen gehört an ganz erster Stelle Hermann Hesse, aus dessen „Steppenwolf“ sie auch eine langes Zitat vortrug, das die Phantasie als Mittel zur inneren Konfliktbewältigung beschwor. In ihrem Werk sollen gerade auch die philosophischen Anstichen des Klassikers aufgehoben werden, natürlich durch ihre eigene Sicht geprägt. Insofern verspricht sie mehr als nur gute fantasievolle Unterhaltung.
Sie las zwei Passagen, einen dritten Teil trug sie erzählend vor - diese „Erzählung“ mauserte sich zu einer regelrechten Ballade - absolut bemerkenswert.
Unterm Strich: Wieder war ich sehr gefangen von ihrem Vortrag, tief beeindruckt. Alle Achtung!
Zum Ausklang ging es in ein indisches Lokal, gab gutes Essen - auch nicht übel...






Motto

„Die Welt der Kunst & Fantasie ist die wahre, the rest is a nigthmare.“ 
Arno Schmidt
 
Er weiß nun auch, was er gegen die … lauernde Stupidität, die sich als Realismus ausgibt, zu tun hat: das Bild von Wirklichkeit eingrenzen, sie mit ästhetischem Maß und nur mit diesem messen, den Schritt in surreale Reiche wagen."
(aus: Gunnar Decker: Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie. S. 201)

 

 

Thomas Hofmann, ein Phantastik-Fan

Angehängtes Bild: Demiurg_g.jpg

© Thomas Hofmann

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Als Freund der phantastischen Künste artikuliere ich mich seit ca. 1988. Vielleicht kennen einige von Euch meine Zeichnungen. War auch als Rezensent im Fandom unterwegs, einst vor allem im leider nicht mehr existenten Fanzine SOLAR-X, neuerdings im NEUEN STERN (kein Fanzine, nur ein "Rundbrief...")
Dieses Blog soll den geneigten Leser auf Tipps und Termine in Sachen Phantastik aus dem Raum Halle / Leipzig hinweisen. Einer alten SOLAR-X-Tradition folgend möchte ich auch Berichte zu von mir besuchten SF / Phantastik-Veranstaltungen einstellen.
Ich will immer mal wieder auf die Stammtisch-Termine meines Heimat-SF-Clubs, des ANDROMEDA SF CLUB Halle und auf die Veranstaltungen des Freundeskreis SF Leipzig hinweisen.

 

Man wird hier auch die eine oder andere Rezension zur Phantastik aus alten Tagen von mir finden, von denen zumindest ich meine, dass sie nicht völlig dem Vergessen anheim fallen sollen.

 

Mehr als Merkhilfe für mich, aber vielleicht auch als Anregung für den einen oder die andere Leser/in wird hier meine kommentierte Leseliste zu finden sein.

 

 

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Archiv

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Bücher, die weitestgehend von mir illustriert wurden:
 Sagen der Oberlausitz, Nordböhmens und angrenzender Gebiete; Oberlausitzer Verlag A. Nürnberger, 1990
 Sagen der Oberlausitz..., Band II, ebd., 1991
 Oberlausitzer Kochbuch mit historischen Betrachtungen, ebd., 1991
  Märch. d. Bergwelt, ebd., 1991
 Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Solar-X-Prod., 1994
 Das große Dorfhasser-Buch, Aarachne, Wien, 2000
 Christian v. Aster: Nachmieter gesucht, midas 2000
 Von dunklen Kräften und alten Mächten, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2001
 Das große Verwandtenhasserbuch, Aarachne, Wien 2001
 N. Rensmann: Ariane, Bastian, Luzifee und Co., K&C Buchoase,Solingen, 2001
 Felten & Streufert: Gänsehautgeschichten, K&C Buchoase, Solingen, 2001
 Spinnen spinnen. Die Anthologie zu nützlichen Tieren, Aarachne, Wien 2002
 Peter Brandtstätter: Von Schmetterlingen und der Liebe..., Wien, 2002
 Feenmond, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2002
 Ruf der Ferne, Rollenspielbuch, Caedwyn, Hannover 2003
 Frank Haubold: Das Geschenk der Nacht. Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2004
 Das Mirakel, Phantastische Erzählungen, EDFC e.V., Passau, 2007
 Rose Noire, Anthologie im Voodoo-Press, 2009
 Michael Knoke: Das Tal des Grauens, Voodoo-Press, 2010
 Michael Siefener: Die Entdeckung der Nachtseite, Verlag Lindenstruth, 2011
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, VP 2013
 Tobias Bachmann, "Liebesgrüße aus Arkham", Edition CL, 2016
 A.G.Wolf: Die weissen Männer, KOVD 2020 (Neuauflage)
 Peter Schünemann, "Nachtmahr", Ed. Dunkelgestirn, 2023
 Andreas Fieberg & Ellen Norten (Hrsg.): RÜCKKEHR NACH BLEIWENHEIM, p.machinery, 2023

 "Angst im Empire", hg.v. Reinhard Klein-Arendt, Ed. Dunkelgestirn, 2024
 Jörg Weigand, "ISABELLA. Eine ganz besondere Liebe" p.machinery, 2025

â– 
Bücher, an denen ich mich beteiligen durfte:
 Der Abenteuerwald. Phantastische Nachwuchsanthologie, Kreutziger Verlag, 1996
 Das Herz des Sonnenaufgangs, Eine Alien Contact Anthologie, 1996
 Liber XIII und andere unerwünschte Nachlässe, Goblin Press, 1999
 Lichtjahr 7, Freundeskreis SF Leipzig e.V., 1999
 Von kommenden Schrecken, Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2000
 Der Erstkontakt. Stories und Bilder aus dem Perry-Rhodan-Wettbewerb, Berlin, 2001
 Phantastik 2002, Taschenkalender, 2001
 Michael Lohr, Gemurmel aus dem Buch der Drachen, 2001
 Hysterisch funktionieren, Aarachne, Wien. 2002
 C. Bomann: Anthrins Kind, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 C. Bomann, Parchimer Hexengeschichten, Abendstern-Verlag, Parchim, 2002
 Des Todes bleiche Kinder, Abendstern-Verlag, Parchim 2002
 Geschichten von Phönix und Sperling. Buch zum ElsterCon, Leipzig, 2002
 Cover: Wilko Müller jr.: Operation Asfaras, Ed. Solar-X, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 1 für 2002, Shayol, 2003
 Alien Contact Jahrbuch 2 für 2003, Shayol, 2004
 Alien Contact Jahrbuch 3 für 2004, Shayol 2005
 Cover: Carl Grunert: Der Marsspion, DvR, 2005
 G. Arentzen: Christoph Schwarz, Detektiv des Übersinnlichen, Bd. 1 bis 6, Romantruhe, 2005
 M. Borchard: Der Zeitarzt, SF Blues Bd. 4, edfc, 2005
 Cover: Wilko Müller jr. & Renald Mienert: Die Zeitläufer, Ed. Solar-X, 2005
 Cover: Carl Grunert: Im irdischen Jenseits, DvR, 2005
 Cover: Carl Grunert: Zukunfts-Novellen, DvR, 2005
 Markus Kastenholz: Tiamat 1 - Asche zu Asche, VirPriV-Verlag, 2005
 Welt der Geschichten 1, Web-Site-Verlag, Mai 2006
 Cover: Wilko Müller jr.: Mandragora, Ed. Solar-X, 2006
 Kastenholz, Ippensen: Tiamat 2 - Die Stunde Null, VirPriV-Verlag, 2006
 Nocturno 6, VirPriV-Verlag, 2006
 Alien Contact Jahrbuch 4 für 2005, Shayol, 2006
 Welt der Geschichten 2, 2006 (alte Ausgabe; in der Nachauflage von 2008 sind keine Bilder von mir enthalten)
 Welt der Geschichten 3, 2008 (neue Ausgabe)
 Cover: Bernd Rothe & Astrid Pfister (hg.): Gequälte Seelen; Welt der Geschichten Sonderausgabe, 2008
 Robert N. Bloch: Michael Siefener. Eine kommentierte Bibliographie, Verlag Lindenstruth, 2011
 Frank W. Haubold: Der Puppenmacher von Canburg, Edition Lacerta(eBook) und CreateSpace Ind. Pub. Platform, 2012
 "Saramees Blut", Atlantis 2012
 M. Kastenholz: Projekt Hexenhammer, Printausgabe, 2013
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Shayol, 2014
  Richard Kühle: Alraune und der Golem, Goblin-Press, 2015
 Ine Dippmann und Uwe Schimunek: Leipzig mit Kindern, Jaron 2015
 Leipzig - Visionen. Gestern und heute, FKSFL & Edition Solar-X 2015
 Simon & Steinmüller: Die Wurmloch-Odyssee, Memoranda, 2017
 Simon & Steinmüller: Leichter als Vakuum, Memoranda, 2017
 Uwe Lammers, „Mein Freund, der Totenkopf“, Teil 1, 2017
 IF Magazin für angewandte Fantastik # 666, Okt. 2017
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Andymon, Memoranda, 2018
 Ferne Welten, Buch zum 14. ElsterCon, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: SPERA, Memoranda, 2018
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge, Memoranda, 2019
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Der Traummeister, Memoranda, 2020
 Angela & Karlheinz Steinmüller: Marslandschaften, Memoranda, 2020
 Fahrenheit 145, Buch zum 15. ElsterCon, 2020
♦ Angela & Karlheinz Steinmüller: Pulaster, Memoranda, 2021
♦ (N)IRGENDWO (N)IRGENDWANN. Utopie und Humor. Begleitband zum ElsterCon 2022
♦ Goblin Press. Die frühen Jahre: 1990 - 2004. Eine illustrierte Dokumentation von Uwe Voehl, Lindenstruth 2022
♦ Hubert Katzmarz: Im Garten der Ewigkeit, p.machinery, 2022

 Angela & Karlheinz Steinmüller: Computerdämmerung, Memoranda, 2023

 Andreas Fieberg (Hrsg.): ABSCHIED VON BLEIWENHEIM. In memoriam Hubert Katzmarz MMXXIII, p.machinery, 2023

 Hubert Katzmarz: EIN MEISTERWERK DER WELTLITERATUR, p.machinery, 2023
 

 
Magazine und SmallPress
Alien Contact, Kopfgeburten, GOTHIC, The Gothic Grimoire, Vanitas, Tanelorn, Fleurie, Bonsai 6 / Zimmerit 5, 1995, Tumor (Sonderheft 8), Andromeda SF Magazin des SFCD 143 / 144, EXODUS 15 / 16 / 17 / 18 / 19 (mit Galerie v. mir, 2006) / 20 / 21 / 22 / 24 / 25 / 27
einblicke. Zeitschrift der Krebsforschung, August 2005,
Watchtower 8 / 9
Die Ruhrstadt-Zeitung 41
ARCANA 6 (2005)
Andromeda Nachrichten 216, 218 / 219, 220, 222, 223, 224
Nova 16 (2010)
Fantastic Artzine 1, Fantastic Artzine. Halb-Zeit, beide 2012

Nova 22 (2014)
Der lachende Totenschädel, Nr. 3 (10 / 2015)
Cthulhu Libria Neo, BuCon-Ausgabe 10/2015

Cthulhu Libria Neo 1, April 2016
Cthulhu Libria Neo 2, Oktober 2016
Cthulhu Libria Haunted Houses, März 2017
EXODUS 36, Juni 2017

Der lachende Totenschädel Nr. 4, Jan.2018
!Time Machine, Januar 2018
IF #7, März 2018

EXODUS 38, 09 / 2018
!Time Machine 2, Januar 2019
!Time Machine 3, April 2020
!Time Machine 4, Januar 2021
Der neue Pegasus Nr. 2, April 2021

!Time Machine 5, Oktober 2021
!Time Machine 6, Januar 2022
!Time Machine 7, Januar 2023

!Time Machine 8, Januar 2024
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Fanzines
aktuell & laufend NEUER STERN, Solar-X, Fiction Post, Goblin Press Hefte
TERRAsse 27 (zum 60. FörsterCon, April 2019)
TERRAsse zum PentaCon 2019
TERRAsse zum PentaCon 2021
REISSWOLF S5, 2024
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CD-Cover
 The Beat Of Black Wings: Nightfall; 1999
 Syngularity: The Four Horsemen; 2000
 Gothica: Within A Dream; 2000
 Gothica: Into The Mystic; 2000
 The Beat Of Black Wings: Black Love; 2000
 Gothica, Workbook 1995, 2003

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