Reporterslam in Hildesheim: Die Kunst, kleine Buchstaben zu schreiben
Direkt zu meinem Auftritt geht es hier lang:
https://youtu.be/xnJsYm1TVnQ?t=5544
Naja, das war halt mein erster Slam. ;-)
"Sich den jährlichen Motivationsschub abholen" - ein Ausspruch der mit dem Nürnberger Autorentreffen untrennbar verbunden ist. Schon seit 16 Jahren lädt Ursula Schmid-Spreer zum Austausch und Lernen nach Nürnberg ein, und auch an diesem Himmelfahrtstag zog es mich wieder südwärts.
Ich bin schon ziemlich lange mit dabei. Und als Ursula zur Einstimmung ein paar historische Fotos von früheren Treffen an die Wand projizierte und mich mit einer jüngeren Ausgabe meiner Person konfrontierte, da meinte sie in ihrem charmanten Originalton Süd: "A bissel grau geworden ..." Ich stehe dazu. Und offenbar war ich ja nicht die einzige, die mit den Nürnberger Treffen inzwischen alt und weise geworden ist. Schließlich konnte unsere Gastgeberin fröhlich aus ihrem Kontoauszug zitieren. Da hatte doch tatsächlich ein Teilnehmer beim Überweisen des Teilnahmebeitrags unter "Verwendungszweck" eingetragen: "Seniorentreffen". Freud lässt grüßen, Spaß muss sein.
Die Stimme als "intime Visitenkarte"
Kerstin Lange war die erste Referentin des Tages. Sie erzählte uns etwas über die Möglichkeiten der Stimme und darüber, welche Wirkung ein Sprecher erzielen kann. Letzten Endes auch ein wichtiger Punkt für Lesungen, denn wir als Autoren haben die Möglichkeit, unsere Charaktere, die wir selbst geschaffen haben, auch adäquat zu präsentieren: "Ich weiß ja als Autor am besten: Wie ticken meine Figuren?", sagte Kerstin. Und sie wies uns darauf hin: "Jede Stimme ist einzigartig und kann so viel, dass es schade wäre, sie nicht als Werkzeug zu nutzen." Jeder, der sich einmal beim Sprechen beobachtet hat, wird dem Satz zustimmen: "Wenn ich den Hund begrüße, habe ich eine ganz andere Stimme, als wenn ich meinen Mann begrüße", für den die Referentin viel Gelächter erntete. Die Stimme sei gewissermaßen unsere "intime Visitenkarte". Sie gab uns viele Tipps zur Lockerung des Körpers und der Zunge, erklärte, wie man die Lippen lockert und den Körper abklopft, um ihn zu entspannen.
Für Diskussion über Emanzipation sorgte die Erinnerung an Untersuchungen, denen zufolge Frauenstimmen in den vergangenen Jahrzehnten um einiges tiefer geworden seien. Offenbar eine Folge des veränderten Rollenverständnisses und des gewachsenen Selbstbewusstseins der Frauen. Ziemlich typisch fand ich, dass sich offenbar mal wieder keiner über die andere Seite der Emanzipation Gedanken gemacht hat. Ich wollte wissen, ob sich, da sich ja auch das Männerbild in den vergangenen Jahrzehnten enorm gewandelt hat, auch bei den Herren der Schöpfung stimmlich etwas getan hatte. Dazu hatte niemand eine Studie parat. Immerhin erzählte einer der Teilnehmer aus seiner Chorpraxis, dass es inzwischen offenbar schwerer sei, den Bass zu besetzen, Tenöre seien häufiger.
Einen guten Tipp beim Kratzen im Hals konnte ich gleich ausprobieren: "Nicht räuspern", riet Kerstin. Lieber Husten und die Brust abklopfen. Probiere ich demnächst mal aus.
Autobiographisches im Roman
Titus Müller erzählte etwas über Autobiografisches in Romanen. "Wir Autoren neigen zum Gaffen", gab er zu und betonte, dass gerade das eigene Erleben und das Beteiligt-Sein des Autors einer Geschichte erst ihre Würze verleihen. Bei allem Fokus auf dem Plot und der Machart eines Romans, erst dadurch erhalte der Text seine Tiefe. "Lasst uns nicht das Leise-Sein verlernen und das Beobachten, das ruhige Erzählen."
Er erzählte davon, dass in seinen Romanen nicht nur die "lieben" Figuren autobiografischer Herkunft seien, sondern auch die bösen. Notizen machen sei etwas ungeheuer Wichtiges für ihn, und er legte es uns sehr ans Herz. Ein Beispiel: Ein geräuschempfindlicher Kommissar in Titus' aktuellem Roman hat diese Eigenschaft von seinem Autor "geerbt".
Titus ging auch den Autobiographismen in Werken anderer Autoren nach. Unerschöpflich mal wieder Thomas Mann, der in Davos für krank erklärt wurde, als er eigentlich nur seine Frau besuchte - willkommen am Zauberberg. Oder seine einstündige Beobachtung einer Familie auf einer Rheinfahrt, von der er dann die Familie des Hochstaplers Felix Krull mitbrachte.
Recht hat er ja. Ich glaube, keine meiner Figuren kommt aus ohne einen Schuss Petra Hartmann in der Seele. Und meine Fantasy-Romane sind sowieso alle autobiografisch, auch wenn mir das oft keiner glaubt.
Autorenwelt-Büchershop beteiligt Autoren
Verlegerin Sandra Uschtrin, bekannt durch das "Handbuch für Autoren" und die "Federwelt", gab eine kurze Einführung in das Shopsystem der Autorenwelt. Wer auf www.autorenwelt.de seine Bücher einstellt und verlinkt wird an den Einkünften der Autorenwelt beteiligt. Ein gutes Angebot, klingt fair und bietet zusätzliche Prozente zu den Verlagstantiemen. Ich werde mich da demnächst mal hineinlesen.
Wie man Erzähl-Perspektiven verhunzt
Einen Vortrag zum Thema Erzählperspektiven bot schließlich Anja Feldhorst. Sie gewann dem gewohnten Schema von auktorialem und allwissendem, personalem und Ich-Erzähler einige interessante neue Facetten ab und gewann die Herzen aller Dr. Who und Asterix-Fans mit ihren Beispielen. Wir erfuhren viel über die Möglichkeiten, die jede einzelne der Perspektiven bietet, und über ihre Schwächen. Sehr schön auch die Betrachtung der Frage, "was sich mit Perspektiven verhunzen lässt". Viel gelernt.
Robbenhappen und Erotik
Es gab an den Tagen darauf wieder einige Seminare. Ich entschied mich für das Angebot zum Stimmtraining bei Kerstin Lange. Sehr spannend war das "Speed-Dating" zur Vorstellung. Und die Lockerungsübungen für Zunge und Stimmbänder hatten es in sich. Und ich habe geniale Zungenbrecher kennengelernt. Zum Beispiel den hier: "Bei dem alten Lappenschuppen wo die Lappen Schoppen kippen und für ein paar Robbenhappen hübsche Lappenpuppen strippen, bis sich ganze Lappensippen mit den Rippen von den Robben um die hübschen Puppen kloppen, sollst du nie den Schlitten stoppen." Das ist schon die Königsklasse. Einen Witz unabhängig vom Inhalt mal in Verzweiflung und mal erotisch vorzulesen, hat Spaß gemacht und war gar nicht so einfach. Mit Tipps wie "Bauch raus" oder "Hintern fallen lassen" hat sich Kerstin vermutlich nicht unbedingt um meine Figur verdient gemacht, aber der Stimme wird es wohl gut tun.
Nestis-Lesung in der Galerie im Weinlager
Jedenfalls konnte ich das Erlernte am Samstagnachmittag gleich ausprobieren: Ich war zu Gast in der Galerie im Weinlager und durfte dort aus "Nestis und die verschwundene Seepocke" vorlesen. Meine Lesungspartnerin war an diesem Nachmittag Ina Spang, die ihr Bilderbuch "Rhino sucht ein neues Zuhause" vorstellte. Es ging um ein Nashorn, das von den anderen Nashörnern immer gehänselt wurde, weil es ein regenbogenfarbenes Horn trägt. Sehr liebenswert.
Die Lesung war gut besucht, die Kinder und Erwachsenen hatten, glaube ich, viel Spaß an der Sache. Ich trug die ersten beiden Kapitel aus der "Seepocke" vor, erzählte etwas über die furchtbarsten Monster des Meeres und den Besuch im Wrack des alten Piratenschiffs, das sich als wahre Geisterbahn entpuppte.
Es gab Gegrilltes (lecker) und für die Kleinen einen Pool. Schade, dass ich kein Schwimmzeug dabei hatte. Eine Meermädchen-Lesung im Schwimmbecken wäre ja auch mal eine Idee ...Nächstes Mal.
Die Rückfahrt war, nun ja, sagen wir, abenteuerlich. Ich fuhr von Nürnberg über Erfurt und Halle nach Magdeburg, hatte da etwas über anderthalb Stunden Aufenthalt (Dank LeCrobag, 24 Stunden geöffnet, gab es wenigstens etwas zum Beißen in der Zeit), bevor es dann nach Hannover weiter ging. Von Hannover bis Sillium dann im Auto, ich war gegen 4 Uhr zu Hause und bin ins Bett gefallen. Aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall.
Weitere Berichte vom Nürnberger Autorentreffen:
Nürnberger Autorentreffen 2010
Nürnberger Autorentreffen 2011
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Nürnberger Autorentreffen 2018
Nürnberger Autorentreffen 2024
Nürnberger Autorentreffen 2025
Nürnberger Autorentreffen 2026
© Petra Hartmann
Der RSH-Kindertag in Neumünster - ein Tag für Kinder, organisiert von Radio Schleswig Holstein - war ein schönes Erlebnis. Ich war mit zwei Kolleginnen und einem Kollegen dort, und wir haben an einem Informationsstand kräftig Werbung für unsere Bücher gemacht. Es gab gute Gespräche, interessierte Besucher, viele Aktionen für Jungen und Mädchen, drei Lesungen, und viel Musik haben wir auch gehört.
Sarah Drews als Lokalmatadorin
Organisiert hatte unseren Stand Sarah Drews, die praktischerweise nur fünf Minuten vom Festgelände entfernt wohnt. Sarah hatte kurz zuvor ihr neu erschienenes Buch "Magie der Angst" an einem Tisch im Tierpark vorgestellt, und es kamen tatsächlich einige Besucher an den Stand und fragten: "Ach, Sie sind doch die Frau aus dem Tierpark, oder ...?" Also, es war offenbar eine einprägsame Präsentation gewesen. Das Buch mit dem finsteren Kristallkugel-Cover enthält Gruselgeschichten für Kinder und geht ein wenig in Richtung "Gänsehaut", wie sie den jungen Besuchern verriet. Die waren natürlich hochinteressiert.
Als ich ankam, war der Pavillon bereits aufgebaut. (Ich war gegen 5 Uhr in Sillium aufgebrochen und habe mich den größten Teil der Strecke mit 60 Stundenkilometern durch Baustellen schleichen müssen.)
Die andere Petra im Bund, Petra C. Melzer, hatte nicht nur den Pavillon, sondern auch eine Mikrofinalage und ein rosa Einhorn mitgebracht. Ehrlich wahr, ihre Tochter Nicole, alias Einhorn Rosalinde, lief den gnazen Tag über in ihrem rosa Plüsch-Einhorn-Kostüm herum, verteilte unser Werbematerial und Bonbons und ließ sich knuddeln und fotografieren. Hut ab.
Björn Beermann stellte seinen Fantasy-Jugendroman "Mitra" vor, der sehr vielversprechend aussah. Und ich hatte ein Paket voll Nestis-Bücher mit: "Verschwundene Seepocke", "Hafenpiraten", "Verbotene Welle" und Weihnachtssand". Kennt ihr ja. ;-)
Druckfrische Schleifüchse
Außerdem hatte ich zwei große Kisten voller "Schleifüchse" im Kofferraum. Die waren frisch aus der Druckerei gekommen, und die Hildesheimer Verlegerin Monika Fuchs hatte mich gebeten, sie für die Autorin Gea Nicolaisen mitzunehmen. Leider musste Gea am Abend vorher noch kurzfristig absagen, aber ich habe an unserem Stand ganz kräftig Werbung für die Schleifüchse gemacht.
Feuerwehr und Wikingerschach
Es war sehr viel los auf dem Gelände. Gegenüber hatte die Feuerwehr Neumünster einen Stand und stellte die Arbeit der Jugendwehr vor. Die jungen Besucher konnten dort auch mit einem Schlauch ein "brennendes" Haus löschen. Es gab einen Parcours, auf dem die Kinder mit seltsamen Gefährten wie z.B. Pedalos fahren konnten, Riesenseifenblasen, Wikingerschach, Geschicklichkeitsspiele, einen Luftballonwettbewerb und die Möglichkeit, mit einem Ballon aufzusteigen (naja, an einem Kran).
Lesung aus "Nestis und die verschwundene Seepocke"
Auf der Bühne nebenan waren Jonas Monar, Mike Singer und die Lochis zu hören. Und bei uns gab es drei Lesungen: Petra C. Melzer las aus "Feenlied" und "Tobi und das Drachenfeuer" vor, ich las das erste Kapitel von "Nestis und die verschwundene Seepocke" vor. Erstmals mit Ansteckmikrofon. Gar kein schlechtes Lesegefühl.
Was noch? Die Verpflegung war gut. Vielen Dank an Radio Schleswig Holstein für das ganztägige Catering und die Cola-Flatrate. War toll. Sowas ist nicht selbstverständlich.
Das Wetter hat abgesehen von zwei kleinen Regenphasen auch mitgespielt. Allerdings war ich abends nach dem langen Stehen total steifgefroren. Kurz nach 18 Uhr begann der Abbau. Dann der Abschied mit dem festen Vorsatz, beim nächsten Mal wieder mit dabei zu sein. Der Rückweg über die baustellenverseuchte A7. Wiedereintritt in die Silliumer Atmosphäre gegen 2145 Uhr. Und dann nur noch ab in die heiße Badewanne.
© Text: Petra Hartmann
© Foto: Petra C. Melzer
Zum inzwischen 15. Mal lud Ursula Schmid-Spreer Autoren nach Nürnberg ein. Das Treffen an HImmelfahrt gehört für viele Schriftststeller einfach dazu und ist unverzichtbarer Bestandteil des Jahresprogramms, und natürlich zog es auch mich wieder in die Frankenmetropole.
Neu war, dass es eine musikalische Begrüßung durch die Sängerin LeeZa Nail gab. Sie versetzte den Saal des Caritas-Pirckheimer-Hauses gleich zu Beginn auch ohne Mikrofon in positive Schwingungen. Wer länger blieb, konnte sie am Abend darauf auch bei der Lesung in der Galerie im Weinlager hören. Ein guter Einstieg und Ausklang des literarischen Treffens.
Den ersten Teil des Seminars bestritt Verleger Ulrich Wellhöfer, der allen, die es noch nicht wussten, erzählte, welche Leistungen Verlage bringen und welche Entscheidungen für die Publikation und Vermarktung eines Buches getroffen werden müssen. Da ist schon mal die Frage zu klären, ob man nicht lieber auf das Hardcover verzichtet, um das Werk strategisch günstig auf die Stapeltische zu bekommen.
Sehr interessant war seine Betrachtung der "Umwelt" eines Buches. Wellhöfer unterscheidet zwischen Umwelt I, die durch den Verlag und den Autor beeinflussbar ist, und Umwelt II, also Dingen, auf die die Buch-Macher keinen Einflus haben. Die Umwelt I ist gestaltbar, etwa durch Pflege eines guten Kontaktnetzes, durch Veranstaltungen zur Buchpremiere, Lesungen, durch Gespräche mit Buchhändlern, Pressekontakte und mehr. Hier lässt sich einiges anschieben, um ein gutes Verkaufsklima um das Buch herum zu schaffen. Beim Verlag von Ulrich Wellhöfer sind hierzu vor allem Veranstaltungsreihen und Kulturprojekte entstanden; Musik,Kabarett, Rezitationen, Workshops und mehr schaffen eine Verbundenheit zwischen Verlag, Lesungen, Buchhandlungen und der Region. Da nimmt man dann auch gern mal ein Buch mit nach Hause.
Titus Müller, der beim Autorentreffen so unverzichtbar ist wie Gastgeberin Ursula Schmid-Spreer, hatte sich diesmal ein literaturwissenschaftliches, historisches Thema gewählt. Er ging der Frage nach, was heutige Autoren von Thomas Mann lernen können. Ja, das hat schon was, wie im "Zauberberg" anhand weniger kleiner Worte und Gesten die Personen gezeichnet werden. Und ja, man sollte sich den alten Mann mal wieder vornehmen. Ich erinnere mich noch gut an mein Hörbuch des Romans mit dieser penetrant zuklappenden Speisesaaltür. Er hatte schon was drauf. Wenn ich mir sienen Satzbau auch garantiert nicht zu eigen machen werde.
Spannend war das anschließenden Werkstattgespräch zwischen Ulrich Wellhöfer und Titus Müller. Vor allem an der Stelle, an der es um Folgeverträge ging.Verleger Wellhöfer betonte, er wolle seine Autoren nicht knechten und bei Verträgen gleich festlgen, dass die nächsten Werke des Autors auch in seinem Verlag erscheinen müssen. Titus dagegen - als Genreautor und Familienvater, wie er betonte - wäre außerordentlich glücklich, wenn er auch schon Verträge über die nächsten drei Romane in der Tasche hätte. So unterschiedlich kann man das also sehen.
Matthias Matting, bekannt durch die Selfpublisher-Bibel, erzählte in seinem Vortrag etwas über die Möglichkeiten des Selfpublishing und legte sehr beeindruckende Zahlen vor. In Deutschland gibt es inzwischen über 70.000 Selbstveröffentlicher, darunter wesentlich mehr Frauen als Männer. Hauptmedium ist dabei das eBook, der Print-Bereich ist für die meisten eher uninteressant. Rund die Hälfte der Top 100 bei Amazon stammen nicht von Verlagen. Am besten laufen Chicklit, Romantik, Thriller, Fantasy und Krimis, auch Sachbücher verkaufen sich teilweise ganz ordentlich.
Die meisten Autoren veröffentlichen mehr als einen Titel und sind inzwischen schon länger als ein Jahr dabei. Etwa 4 Prozent der SPler verdienen 2000 Euro oder mehr im Monat mit ihren Werken. Naja, da liege ich deutlich drunter. Von Zahlen wie Poppy J. Andersen (1,2 Millionen verkaufte eBooks) kann ich erstmal nur träumen. Aber wir arbeiten dran.
Interessant die Tipps zur Anlage eines eigenen Newsletters. Mit dem Gedanken trage ich mich ja schon länger. Aber warten wir erstmal ab, wie das mit der Datenschutz-Geschichte sich entwickelt ...
Übernachtet habe ich diesmal in der Galerie im Weinlager (Danke, Walther und Kathleen, für die Gastfreundschaft). Dort gab es am Abend darauf noch eine Lesung einiger Teilnehmer. Und wer Ursula Schmid-Spreer kennt, weiß ja, dass jeder, der das Zeitlimit von fünf Minuten überschreitet, gnadenlos erschossen wird. Die Geschichten drehten sich um Mord und LIebe und - dieses Jahr erstaunlich oft - ums Kochen. Wieder eine Menge gelernt. Und die musikalische Begleitung durch Sängerin LeeZa Nail war genauso hörenswert.
Die Rückfahrt verbrachte ich größtenteils zwischen Schlafen und Wachen in einem extrem stickigen und klebrigen Nachtzug-Abteil. Erst als ich feststellte, dass man stehend auf dem Gang wesentlich bessere und frischere Luft bekam, wurde die Reise etwas angenehmer. Ich denke, ich war gegen 7 Uhr zu Hause und fiel in eine tiefen Schlaf.
© Petra Hartmann
Weitere Berichte vom Nürnberger Autorentreffen:
Nürnberger Autorentreffen 2010
Nürnberger Autorentreffen 2011
Nürnberger Autorentreffen 2012
Nürnberger Autorentreffen 2015
Nürnberger Autorentreffen 2016
Nürnberger Autorentreffen 2017
Nürnberger Autorentreffen 2019
Nürnberger Autorentreffen 2024
Nürnberger Autorentreffen 2025
Nürnberger Autorentreffen 2026
Das Wochenende des 27. bis 29. April gehörte dem MarburgCon. Ich war am Con-Sonnabend mit dabei, und diesmal war ich besonders pünktlich von Sillium aufgebrochen. Was bedeutet, dass ich, durch kleine, nicht lebensbedrohliche Staus und Baustellen bedingt, etwa zehn Minuten vor Eröffnung des Bürgerhauses für Besucher in Niederweimar anlangte.
Geübt, wie ich bin, schaffte ich es, meine Bücher und Werbematerialien innerhalb von weniger als fünf Minuten auf meinem Infotischchen auszubreiten. Perfektes Timing. Auch wenn ich dummerweise meine Tischdecke vergessen hatte, auf die ich doch in Homburg noch so stolz war. Egal, ich war nicht der einzige ohne Decke. Und es gab durchaus einige Leute, die deutlich nach mir ankamen.
Es war ein ziemlich herausforderndes Wochenende für mich, da ich quasi einen Bilokations-Akt hinlegen musste. Ich hatte nämlich zwei Lesungstermine für den Conventus Leonis in Braunschweig am Freitag und Sonntag, aber am Samstag musste ich mir Marburg unbedingt gönnen.
Eine ganze Menge alte und neue Bekannte gab es auf dem Con zu treffen. Die Zeit verging wie im Fluge, und natürlich habe ich mal wieder haufenweise Bücher eingekauft oder gegen meine Werke eingetauscht. Beim Verlag Torsten Low beispielsweise handelte ich einen Deal mit Nachwuchsverlegerin Emily aus, Hafenpiraten gegen Irrlichter, guter Tausch. Bei Erik Schreiber erstand ich das Taschenbuch ""Krieg der Schrecken" von Vlad Hernandez und den schönen Hardcover-Band "Salz der Götter" von Katja Bulling, mit dem ich schon seit einigen Jahren liebäugele. Bei der Edition TES fand ich einen schön gebundenen Reprint von Friedrich Jacobsens "Die letzten Menschen", den ich unbedingt mitnehmen musste. Außerdem erhielt ich hier den Band "Heimkehr" mit Lokal-Science-Fiction aus Thüringen. Beim Verlag der Schatten fand ich einen interessanten Band mit dem Titel "Scyomantische Gespräche" (und hatte Gelegenheit, mich mit Bettina Ickelsheimer-Förster über eine gemeinsame Bekannte auszutauschen). Und nebenan bei Michael Schmidt hat mich die Sammlung "Der letzte Turm vor dem Niemandsland" so angelächelt, dass ich einfach zugreifen musste.
Meine nachmittägliche Lesung auf der Kegelbahn hatte ein kleines, aber interessiertes Publikum, das gut mitging und augenscheinlich viel Spaß an der Sache hatte. Ich las aus "Nestis und die verbotene Welle" vor, und wir hatten danach noch eine sehr angeregte Diskussion über Elvis. Zum Abschluss hatte ich, extra zum Horror-Con, eine Geistergeschichte mitgebracht, allerdings eine von der humorvollen Art. Ich denke, die Premiere hat geklappt, hab aber noch eine kleine Stelle zum Nachbessern gefunden. Gut.
Ein besonderes Highlight gab es dieses Jahr im Vorfeld der Preisverleihungungen. Markus Lawo hat echt Gold in der Kehle, eine tolle Gesangseinlage.
An dem Abend wurden der Vincent-Preis für herauragende Veröffentlichungen im Bereich des Horrors und der Marburg-Award für die beste phantastische Kurzgeschichte zum Thema "Ein fataler Fehler" verliehen.
Die Siegerliste des Vincent-Preises sieht folgendermaßen aus:
Roman national:
1. Torsten Scheib: Götterschlacht (Amrûn Verlag)
2. Faye Hell: Tote Götter (Amrûn Verlag)
3. Inhonorus: Fuck You All (Redrum Verlag)
4. Maria Grzeschista: On A Devil's Way (Shadodex - Verlag der Schatten)
5. Uwe Voehl & Malte S. Sembten: Fischmund (Edition CL)
Internationales Literaturwerk
1. H. P. Lovecraft: Die geliebten Toten (Festa Verlag)
2. Christopher Golden: Der Fährmann (Buchheim Verlag)
3. Edward Lee & Elizabeth Steffen: Dahmer ist nicht tot (Festa Verlag)
4. Graham Masterton: Die Schlaflosen (Festa Verlag)
5. Danny King: Das Haus der Monster (Luzifer Verlag)
6. Jeffrey Thomas: Dai-oo-ika (Festa Verlag)
Anthologie:
1. Vanessa Kaiser & Thomas Lohwasser (Hrsg.): 12 Monate Angst (Verlag Torsten Low)
2. Melisa Schwermer (Hrsg.): Horror-Legionen 3 (Amrûn Verlag)
3. Alexander Knörr: Karneval des Todes (Twilight-Line Medien)
4. Bettina Ickelsheimer-Förster: Erdschrecken - Was haben wir getan? (Shadodex - Verlag der Schatten)
5. Bloody Qindie: Letzte Fahrt (Independent Bookworm)
Storysammlung:
1. Markus K. Korb: Spuk! (Amrûn Verlag)
2. Thomas Karg: Fest der Geier (Create Space IPP)
3. Marc Hartkamp: Nachtgeflüster (Twilight-Line Medien)
4. Maria Grzeschista: Dunkle Stunden (Twilight-Line Medien)
5. Maximilian Goldenfeld: Wahneswogen (Shadodex - Verlag der Schatten)
6. Jürgen Höreth: Deputy Dread und andere Geschichten (Amrûn Verlag)
Kurzgeschichte:
1. Faye Hell: Alma Mater (Dark Poems)
2. Julia Annina Jorges: Wo deine Schuld vergeben ist (Zwielicht Classic 12)
3. Tia Berger: Leichenschmaus (Spiegelberg V)
4. Lyakon: Hotel California (Karneval des Todes)
5. Monika Grasl: Der Buscho-Umzug (Karneval des Todes)
6. Mattias Schulz: Der Geist von Dettheim (Magische Kurzgeschichten 4)
7. Iver Niklas Schwarz: Lovemobil (Fleisch 5)
Grafik:
1. Timo Kümmel: Götterschlacht (Amrûn Verlag)
2. Mark Freier: Dark Poems (Arunya Verlag)
3. Arndt Drechsler: Das Snuff-Haus (Festa Verlag)
4. Björn Ian Craig: Zwielicht X (Create Space IPP)
5. Oliver Pflug: Zwielicht Classic 12 (Create Space IPP)
Sonderpreis:
Torsten Low
Beim Marburg-Award gewannen folgende Autoren:
1. Platz: „Schwarze Nebel“ von Sven Haupt
2. Platz: „Ein Regentag“ von Sebastian Schmidt
3. Platz: „Weil nichts enden kann“ von Dr. Piet van der Keylen
Es gab wieder ein Taschenbuch mit den eingereichten Geschichten, das ich natürlich ebenfalls mitgenommen habe. Dieses Jahr ist es besonders dick, und trotzdem passten nicht alle Beiträge hinein. Ein absoluter Teilnehmerrekord von 44 Autoren. Und dabei interessanterweise nur mit einer einzigen richtigen Horror-Gecshichte. Nun, ich bin gepannt. Nächstes Mal will ich unbedingt mitmachen. Nächstes Jahr.
Eine Neuerung gab es zum Abschluss des Cons: ein gemeinsames Pizza-Essen im Bürgerhaus. Hat gut geschmeckt und war nett. Danach war ich dann allerdings auch vollständig geplättet. Den Rückweg nach Sillium legte ich in gerade noch fahrtüchtigem, verantwortbarem Zustand zurück, eine große Tankfüllung mit schwarzem Kaffee für die Pilotin erwies sich als sehr hilfreich. Einem Reh und einem Hasen bin ich begegnet, beides unfallfrei, gut so. Ich glaube, es war 2 Uhr, als ich in Sillium aus dem Auto kletterte. Und nächstes Jahr nehme ich mir endlich ein Zimmer in Marburg.
Wirklich schon sieben Jahre? Verflixt, wir werden alle älter, und die HomBuch ist längst kein kleiner Phantastik-Con mehr, sondern hat sich inzwischen zur Saarländischen Buchmesse gemausert. Ich war mal wieder dabei - und es war erneut ein Ausflug, der sich gelohnt hat. Trotz ewig langer Zugfahrt und massivem Schlafentzug.
Was ist Buchmesse-Logistik? Wenn eine Journalistin aus Gardelegen ihre Schwester aus Arendsee nach Holle schickt, um dort bei den Eltern des Praktikanten eines Hildesheimer Verlags ein Buchpaket abzuholen und nach Sillium zu bringen, das dann am nächsten Morgen mit seiner Autorin via Hannover und Mannheim auf die Fahrt nach Homburg geht. Will sagen: Es war im Vorfeld eine kleine Herausforderung, noch ein Nestis-Buchpaket vom Verlag Monika Fuchs zu bekommen. Dafür erhielt ich auch eine schöne edle Mappe voller Poster mit auf den Weg: Vorderseite Ølpæst-Starschnitt mit dem Bandposter von Nestis' Lieblings-Submarin-Metal-Band, Rückseite der niedliche Narwal vom Hit "Kommt ein Narwal geschwommen" der Girlie-Band Rosa Pups aus dem Kinderprogramm. Sieht beides toll aus.
Mein Timing für den Sonnabendmorgen sah wie gewohnt horrormäßig aus:
1.30 Uhr: Beendigung des Kofferpackens, ab ins Bett.
3 Uhr: Weckerklingeln
3.20 Uhr: Aufhören zu fluchen
4 Uhr: Raus aus dem Bad
4.14: Abfahrt mit dem Auto nach Hannover
5.20: Abfahrt des Zuges, Beginn der Tiefschlafphase, nur kurz unterbrochen durch zombiehaftes Umsteigen in Mannheim und zwei fahrkartenknipsende Zugbegleiter.
10 Uhr: Frühstück mit Puddingbrezel und Riesenkaffee im Homburger Bahnhof.
11.30 Uhr: Zimmerübernahme im Hotel Euler (freundlicherweise schon früher als gedacht)
12 Uhr: Ankunft im Kulturzentrum Saalbau, Beginn der Aufbauarbeiten.
Ein paar Kollegen waren schon da. Gleich beim Reinkommen sah ich den Schmuckstand von Napolde Fairy Pearls mit den wunderschönen, fantastischen Ohrringen und Ketten. Ich ließ dort meinen Meermädchen-Anhänger bewundern, den mir meine Lieblingsschwester extra für Nestis-Lesungen geschenkt hatte, und die fachliche Einschätzung lautete: Jawohl, echter Bernstein.
Ich konnte diesmal - erstmals - meine funkelniegelnagelneue Tischdecke ausbreiten, auf die ich ganz stolz bin, und verteilte meine Bücher, Poster, Leseproben und Infopostkarten darauf. Das sah alles sehr schick aus. Und ich hatte im Laufe der zwei Tage viel Gelegenheit, etwas über die verbotene Welle zu erzählen und gute Gespräche über Nestis zu führen.
Die HomBuch im verflixten siebten Jahr: Naja, so verflixt war das gar nicht. Die Messe ist größer geworden, vor allem am zweiten Tag gab es sehr viele Besucher, sicher auch dem Stargast-Duo Iny Lorentz geschuldet. Und auch der Vorstellung, es sei eine Phantastik-Messe, trat Veranstalter Ulrich Burger gleich zur Eröffnung entgegen: Krimi, Historischer Roman, Liebe, Kinderbuch, Fachliteratur - alles vertreten, was das Leserherz begehrt.
Sehr interessant war das erstmals angebotene Branchentreffen am Samstagabend. Das "Fingerfood", das unseren leeren Mägen die Tränen in die Augen trieb, wurde von Uli dankenswerterweise mit Pizza gestreckt, und wir hatten viel Gelegenheit zum Klönen. Ich erfuhr etwas über literarische "Leichtgewichte" (Buch von Martina Berscheid, Cover Birgit Wilms), über Klangschalen und Didgeridoos und Hutmoden bei Lesungen. Und kam erst recht spät ins Hotel.
Am zweiten Tag war dann der große Augenblick gekommen, und ich konnte mal wieder aus voller Kehle "Rock die Nordsee!" grölen. Ich erzählte ein wenig zur Nestis-Serie, las die ersten beiden Kapitel aus "Nestis und die verbotene Welle" vor und bekam recht freundlichen Applaus. Es gab noch ein paar Nachfragen, unter anderem wollte eine Zuhörerin wissen, woher der Name Nestis kommt. Das war das erste Mal in den zehn Jahren, in denen es das Meermädchen schon gibt. Ich erzählte also ein wenig über die altitalische Wassergöttin Nestis und ihre Rolle bei Empedokles, das hat die Zuhörerin offenbar sehr beeindruckt. Sie fand es auch durchaus nachvollziehbar, dass Nestis* Mutter sich nun wieder ihrem Forschungsprojekt im Mittelmeer widmen muss. "König werden ist keine große Kunst, man wird eben als Kronprinz geboren, und irgendwann ist man dann halt König. Aber meinen Posten als Institutsleiterin habe ich mir hart erarbeitet", hat sie damals gesagt. Ist ja auch so. Es wäre Verschwendung, eine meeresbiologische Koryphäe wie Nestis' Mutter auf dem Nordseethron verrotten zu lassen, wo sie allenfalls mal den Bericht zur Wassertropfenzählungsjahreskonferenz entgegennehmen darf. Naja.
Schade, dass Michaela Knospe dann doch nicht gelesen hat. Ich hätte gern mal in ihre Bücher reingehört. Aber ich respektiere natürlich ihre Entscheidung.
Am zweiten Tag waren durch die Preisverleihung zu Kinderwettbewerb dann auich sehr viele junge Leser auf der Messe. Ich vertreilte fleißig Poster und Postkarten an junge Mädchen, die am liebsten den Narwal mochten, und erzählte den Jungen von der genialen Erfindung des noch weit genialeren Zitteraals Kurzschluss. Hoffe mal, dass es ein Buch für die ganze Familie wird. Ein Kinderbuch, das man nach 20 Jahren noch einmal in die Hand nimmt und dann tausend neue Dinge entdeckt, die einem als Kind gar nicht aufgefallen sind. Eben ein Buch, das mitwächst. Nur falls jemand wissen will, was ich den Besuchern am Stand so erzählt habe ...
Wenig später habe ich die Lesung von Nadine Muriel besucht. Sie stellte das neue Geschichtenweber-Buch vor, die Anthologie "Das Dimensionstor". Die Lesung aus der Rahmenhandlung klang schon mal vielversprechend. Ich bin gespannt.
Ansonsten habe ich mich sehr gut mit Standnachbarin Gabrielle C. J. Couillez unterhalten. Sie schreibt historische Romane und Kinderbücher und veranstaltet Wohnzimmerlesungen, demnächst auch eine mit mir ... Bücherkäufe habe ich auch einige getätigt. Darunter waren der vierte Teil von "Marys Island" aus der Feder von Jonathan Philippi, von dem ich gleich noch als Zugabe seinen neuen Reiseführer über das Saarland bekam. Damit ich mich dann nächstes Jahr noch besser zurecht finde auf dem Weg nach Homburg. Außerdem zwei Büchlein aus der Novellenreihe des UlrichBurger-Verlags, auf die ich mich schon sehr freue.Ja, und dann war die Messe auch schon wieder zu Ende.
Ich räumte also die Reste meines literarischen Angebots wieder in den Koffer und trollte mich langsam in Richtung Heimat. Am Bahnhof gab es noch den üblichen Dönerteller, Eine Zugverspätung ließ mich um meinen Anschlusszug in Mannheim bangen, doch am Ende ging alles glatt. Landung in Hannover um 1.45 Uhr. Zwischenstopp in Sillium eine Stunde später. Auspacken. Ankunft in Gardelegen gegen 4.30 Uhr. Kurze, tiefe Schlafphase. Weckerklingeln um 9 Uhr ... Mehr wollt ihr gar nicht wissen. ;-)
© Petra Hartmann
Danke an Nadine Muriel und Martin Frohmann für die Fotos.
Autorentreffen in Nürnberg - ein absolutes Muss für Schreibende, und wer an Himmelfahrt irgend etwas anderes auf dem Terminplan hat als an der Kult-Veranstaltung von Ursula Schmid-Spreer teilzunehmen, der tut mir herzlich leid.
Auch dieses Jahr hat es mit am Himmelfahrtsdonnerstag wieder in die Frankenmetropole verschlagen. Und wie jedes Jahr nahm ich mir, als der Wecker mich morgens um 3 Uhr - nach nur zweieinhalb Stunden Schlaf - aus dem Bett holte, vor, das nächste Mal einen Tag früher loszufahren. Gegen 4 Uhr kletterte ich ins Auto und erreichte nach einer recht problemslosen Fahrt auf der fast freien A7 nach rund einer Dreiviertelstunde Hannover, bekam dann einen kleinen Herzstillstand, als mein Stamm-Parkhaus gesperrt war, musste etwas herumsuchen, aber fand dann gerade noch rechtzeitig eine neue Bleibe für meinen Wagen. Mit dem schweren Koffer erreichte ich Gleis 4 pünktlich, fiel im ICE nach Fulda in Tiefschlaf, erwischte tatsächlich meinen Anschlusszug und landete gegen 9.30 Uhr, nach einer kleinen Halbschlafphase, halbwegs ausgeruht am Nürnberger Hauptbahnhof. Als ich am Caritas-Pirkheimer-Haus anlangte, waren ein paar Autorenkollegen schon da. Mit netten Gesprächen und Kaffee literweise starteten wir in den Tag. Und es wurde ein volles Programm, dafür hatte Ursula gesorgt.
Phantasie im Schreibprozess
Edgar Bracht, Lektor beim Blessing-Verlag und unter anderem zuständig für Titus Müllers Werke, hatte seinem Beitrag den Titel "Die Phantasie im Schreibprozess" gegeben. Der Mann hat mir vor allem mit einer Bemerkung aus der Seele gesprochen: Er berichtete aus seiner Lektoratserfahrung, dass dank der zahlreichen Schreibratgeber die eingereichten Romane immer weniger Fehler enthalten. "Aber es fehlt das Individuelle." Ja, genau das ist es, das mir in den vergangenen Jahren den Gang in die Buchhandlungen immer mehr verleidet hat. Diese korrekt nach Schreibratgeber gestalteten Musterromane, die alle gleich sind. Und dazu Schwertcover, Axtcover, Gesichtercover und ein "Die ...in "-Titel. (Wenn ich am Nebentisch zwei Jungautorinnen fachsimpeln höre und eine sagt: "Ich bin gerade am zweiten Wendepunkt ...", dann dreht sich mir immer wieder der Magen um.)
"Es gibt Regeln, die man beachten muss", sagte Bracht. "Aber man muss sie nicht 1:1 umsetzen." Er wies auf "Fehler" in Bestellern hin, die eigentlich laut Schreibhandwerksregeln verboten sind, wie beispielsweise die ausschließliche Verwendung der indirekten Rede in "Die Vermessung der Welt". Das macht mir Mut.
Der Trost der Literatur
Eine interessante These des Lektors war, dass Literatur (oder die Oper) vom Leser geliebt wird, weil sie "Trost" gewährt. Das kann durchaus einen tragischen Untergang des Helden mit einschließen. So sei es ein sehr großer Trost, als Liebende und Geliebte gemeinsam zu sterben. "Auf dieser Ebene bietet uns die Oper den größtmöglichen Trost."
Edgar Bracht gab auch Einblicke in den emotionalen Zustand eines Lektors im Vorfeld der Messe beim Studieren der zahlreichen Exposees und Leseproben ("Man lebt in einem Zustand des permanenten Coitus interruptus") und der "Novemberdepression" nach den Tagen in Frankfurt.
Details im Roman
Ein weiteres Thema waren Details im Roman. Wann schildere ich was wie ausführlich? Was muss ich erfinden, was sollte ich recherchieren? Dazu zwei grundsätzliche Hinweise: In Gegenwartsromanen muss man zumindest bei Alltagsgegenständen nicht allzu sehr ins Detail gehen. Kein Leser aus dem 21. Jahrhundert braucht eine Erklärung, was eine Rolltreppe ist oder wie ein Bus aussieht. In historischen Romanen benötigt der Leser viel mehr Details und Informationen, da ihm die Umwelt der Romanhelden eben nicht selbstverständlich ist.
Eine weitere Faustregel: Je unglaublicher etwas ist, desto detailgetreuer und überzeugender müssen die Beschreibungen sein. Wenn in einer Geschichte ein wichtiges Detail frei erfunden ist, muss der Rest und das ganze Drumherum einfach so wasserdicht und lebensecht geschildert sein, dass der Leser den Rest auch glaubt.
Fachleute reden gern über ihr Steckenpferd
Ebenfalls um das Thema Recherche drehte sich das Referat von Titus Müller. Er erzählte, wie er Informationen für seine historischen Romane findet und woher er die vielen Details gewinnt, die einem Roman Authentizität verleihen. "Eigentlich redet jeder gern über sein Steckenpferd", meint Titus. (Womit er zweifellos Recht hat. Fragt mich einfach mal etwas über Theodor Mundt und das Junge Deutschland.) "Aber bevor ich jemanden etwas frage, mache ich erstmal meine Hausaufgaben." Einen Experten, den man nach Allerweltsdingen fragt, die jeder mit drei Klicks aus dem Internet holen kann, könnte man durch dumme Freagen durchaus vergrätzen. Während knifflige Detailfragen einen richtigen Experten sehr viel Spaß machen - und man gewinnt oft einen wertvollen Unterstützer für das Buch.
Auf der Suche nach alten Stadtplänen
Titus ist ist als Verfasser von historischen Romanen nicht auf eine bestimmte Epoche festgelegt. So musste er schon so unterschiedliche Dinge suchen wie einen Stadtplan von Lissabon vor dem Erdbeben im Jahr 1755 oder eine Information darüber, bis wann in Deutschland noch Telefongespräche über das "Fräulein vom Amt" geführt wurden. Oder es gab die Frage zu klären, warum die Kugel einer Vorderladerpistole beim Reiten nicht aus dem Lauf herausrollte.
Titus ist in der Recherche ausgesprochen akribisch und detailversessen. Das ging so weit, dass er seine beiden Hauptfiguren in seinem Titanic-Roman in den beiden einzigen Kabinen unterbrachte, deren Bewohner man später nicht mehr ermitteln konnte. Bewundernswert.
Zwischen Lummerland und Kaufland
Stefan Wendel, der dritte Referent, befasste sich mit der Situation der Kinder- und Jugendliteratur in Deutschland. Er gab seinem Vortrag den Titel "Zwischen Lummerland und Kaufland". Das Interessante an seinem Beruf: Er betätigt sich als Berater für Kinderbuch-Autoren und-Illustratoren. Ich wusste gar nicht, dass es das gibt.
Wendel hatte positive und weniger erfreuliche Neuigkeiten aus der Buchbranche für uns als Autoren. Zunächst das Positive.
1. Die Buchbranche genießt viel Aufmerksamkeit und großes Interesse.
2. Spiegel, Stern und Focus veröffentlichen regelmäßig Bestsellerlisten.
3. Die Umsätze sind gestiegen (erstmals seit drei Jahren).
4. Es gibt ein dichtes Händlernetz und eine gute Logistik.
5. Es gibt eine große Vielfalt an Verlagen.
6. Es gibt eine große Produktvielfalt - vom Pappbilderbuch bis zum Allager.
7. Es gibt vielfältige Verwertungsketten: Hardcover, Taschenbuch, Hörbuch, eBook etc.
8. Es gibt eine große Vielfalt an Programmplätzen. Die Zahl der Neuerscheinungen steigt.
9. Kinder und Jugendliche lesen, allen Unkenrufen zum Trotz, immer noch.
10. Es gibt märchenhafte Autorenkarrieren wie zum Beispiel die von J. K. Rowling, Cornelia Funke oder Jeff Kinney.
Auf der negativen Seite listet er verschlossene Verlagstüren und komplexe Vermittlungsstrukturen auf. Hinzu kommen eine große Überproduktion, die Austauschbarkeit bestimmter Autoren und Bücher, der "Darwinismus" des Marktes. Es gibt eine große Konkurrenz aus dem Ausland ("Ausländische Autoren schreiben per se keine besseren Bücher, sie haben sich aber schon auf ihrem Markt bewährt"). Außerdem möglicherweise schädlich: "der gläserne Markt". Da sich Verlage jederzeit bei der GFK über die exakten Verkaufszahlen eines Autors informieren können, wissen sie auch, wenn ein Buch floppt. "Flunkern war gestern", sagt Wendel. Eventuell sei ein Neustart unter Pseudonym ratsam, wenn sich die ersten Titel als wenig lukrativ erwiesen haben.
Gecastet, gebrieft und bestellt
Noch ein Negativpunkt des Buchmarktes: Es wird gecastet, gebrieft, bestellt - viele der Bücher sind einfach nur noch Auftragswerke. Also: Kein gutes Klima für "Zauberbücher", für die unverwechselbaren, individuellen Meisterwerke, die aus der Masse hervorstechen und neue Wege weisen. Als Beispiele für solche Zauberbücher nannte er "Harry Potter", "Die unendliche Geschichte" und "Tintenherz". "Bestseller entstehen nicht allein durchs Marketing", hält der Autorenberater fest. "Zauberbücher sind Unikate und werden nicht in der GFK-Retorte erzeugt."
Ein paar Tipps vom Autorenberater:
1. Sich von der Muse nicht becircen lassen. "Halten Sie nach dem Musenkuss erstmal inne und stellen Sie ein paar kritische Fragen an Ihr Projekt." Lässt es sich gut pitchen? Hat es Serienpotential? Ist es originell? Gibt es ähnliche Titel?
2. Meist ist es ratsam, das Projekt noch reifen zu lassen. Nichts ungeprüft aus der Hand geben. Testleser fragen.
3. "Mit dem Trojaner durch die Firewall". Der Trojaner ist in diesem Fall ein Exposee. Aber: Viele Exposees laden nicht zum Lesen ein, "weil sie die Anmutung von Medikamentenbeipackzetteln haben".
4. Zielen statt Schrotflinte: Agenten und Verlage gezielt ansprechen, nicht breitgestreute allgemeine Anfrage per Serienmail raushauen.
5. Unabhängig bleiben: Machen Sie sich von Verlagen weder finanziell noch für Ihr Leben abhängig." Und den Spaß am Schreiben sollte man sich auch bewahren.
Soviel zum Vortragsprogramm. Wir haben eine ganze Menge gelernt an diesem Tag und viel Stoff zum Nachdenken bekommen. Dazu gab es ein wunderbares Bunratty Castle Stuffed Pork im "O'Shea's" und abends ein Büffet im "Della Nonna", eine ganze Menge Cola, vielevieleviele Liter Kaffee und eine Menge interessante Gespräche mit den Autorenkollegen.
Lesung im Weinlager
Der Tag danach war ebenfalls spannend. Zehn Teilnehmer des Treffens, darunter meine Wenigkeit, stellten ihre Werke auf einer Lesung beim Kunstverein im Weinlager vor. Das Besondere: Die Lesung war ausgeschrieben mit dem Hinweis: "10 mal 6 - Nur ein Schuss kann sie stoppen". Und das mit dem stoppenden Schuss war tatsächlich wörtlich zu verstehen. Nach sechs Minuten Lesezeit ertönte ein lauter Schuss, und der nächste war dran. Wir waren aber alle recht diszipliniert und hatten ausgiebig Probe gelesen. So schaffte wir es, uns an das Zeitlimit zu halten, ohne "erschossen" zu werden.
Mit dabei waren:
Teresa Junek
Martin Meyer
Dolores Pieschke
Alex Conrad
Gerald Kaliwoda
Waltraud Zuleger
Petra Hartmann
Regina Werner
Mark Jischinski
Merit Stocker
Ich las das erste Kapitel aus "Nestis und die verbotene Welle" vor. Nestis hat eine Scheibe der extrem lauten Submarine-Metal-Band Ølpæst aufgelegt und tanzt zu "Rock die Nordsee!". Was natürlich zu Ärger mit der Meergroßmutter führt ... Die Lesung kam, glaube ich, ganz gut an. Jedenfalls waren die Leute alle neugierig darauf, wann das Buch zu haben ist.
In den Lesepausen spielte Paul Pfeffer Saxophon. Außerdem hatten wir Gelegenheit, die Gemäldeausstellung im Weinlager zu bewundern und konnten sogar einen Blick in die oberen Räume werfen, in dem Bodypainting-Künstler Walter Mattischeck unter anderem eine spezielle Dusche für Regenaufnahmen eingerichtet hat. Außerdem gab es viele Fotos von seinen Kunstwerken zu sehen. Sich vorzustellen, dass die Models, die bemalt werden, sechs Stunden und mehr stillsitzen müssen ... Ein Knochenjob.
Schlaflos im ICE
Ebenfalls ein Knochenjob war dann meine nächtliche Rückfahrt mit der Bahn. Wenn man zweimal davon aufwacht, dass ein bis dahin recht netter Mitreisender einem zwischen die Beine und an den Arm greift, ist das schon etwas seltsam. Als ich dann mit halb geschlossenen Augen und geballter Faust ruhig liegenblieb und auf den nächsten Versuch lauerte, stellte sich dann aber heraus, dass die Sache recht harmlos war. Der arme Kerl hatte seine Brille verloren und tastete sich blind wie ein Maulwurf durchs Abteil. Als wir dann Licht gemacht hatten, entdeckte ich das Ding gefährlich nahe an meinem Fuß. Mann, war der mir dankbar, als ich ihm die Brille wiedergab. Danach konnten wir relativ ungestört schlafen.
Die letzte Lesung der Reise
Der Zug hatte zwar enorme Verspätung, aber das konnte mir egal sein, da ich nicht umsteigen musste. Gegen 7.20 Uhr krabbelte ich in Hannover aus der Bahn, fand mein Auto im Parkhaus wieder und erreichte rund eine Stunde später das heimatliche Sillium, wo meine dreijährige Nichte schon auf mich wartete. Liebenswürdig, wie sie nun mal ist, wollte sie mir zum Einschlafen noch etwas aus einem ihrer Bilderbücher vorlesen. Das war schon okay, nur dass sie immer wieder verlangte, ich solle doch die Augen aufmachen, um mir die dazugehörigen Bilder anzusehen, war manchmal etwas störend. Ich bin dann aber irgendwann doch eingeschlafen. Vielleicht erzählt sie mir irgendwann nochmal, wie die Geschichte ausging ...
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© Petra Hartmann
Der Marburg-Con in Niederweimar gehört zu meinen liebsten Ausflügen in die Welt der Phantastik, und auch am vergangenen Sonnabend war es wieder so weit, dass ich ziemlich früh am Morgen und noch reichlich verschlafen mit meinem kleinen Panda die A7 südwärts zuckelte.
Da ich dieses Jahr keinen Büchertisch zu bestücken hatte und meine Lesung erst um 17 Uhr begann, konnte ich es etwas gelassener angehen. So traf ich gegen 11 Uhr am Bürgerhaus neben der Agip-Tankstelle ein und fand den Raum schon recht gut gefüllt vor. Dass ich dann doch noch eine ganze Menge Signierarbeit bekam, liegt an Gerd-Michael Rose (TES), zu dessen Verlagsprogramm auch die Reihe „BunTES Abenteuer“ gehört, in der mein „Feuervogel“ erschienen ist. Ich setzte also in rund zehn Hefte meinen Namenszug und hoffe, den Verkauf damit ganz gehörig angekurbelt zu haben. Mitgenommen habe ich mir aus dem Verlag Rolf Krohns Kurzgeschichtensammlung „Bunte Lichter“. Klingt sehr interessaant, ich bin gespannt.
Arcanum und Scratch haben neue Heimat
Bei Saphir im Stahl entdeckte ich einige interessante Arcanum-Restbestände, unter anderem den Gedichtband „Balladen und Bänkelsänger“ mit Fantasy-Lyrik, zu dem ich vor Urzeiten mal das Gedicht „Die ganze lange Nacht“ beigesteuert hatte. Erik Schreiber ist durch die Übernahme von Arcanum und Scratch nun dreifacher Verleger. Wie macht der Mann das bloß? Wenig Neuigkeiten hatte er allerdings über eine Anthologie, zu der ich Ende April eine Geschichte eingereicht hatte. Anscheinend sind bislang nur zwei Beiträge vorhanden ... Abwarten. Jedenfalls nahm ich mir ein altes und ein neues Buch mit: „To bad to be god“ von Kristina Lohfeldt aus den Scratch-Verlag und Eriks neuen Beitrag zu den „Mystischen Schriften“ von Arcanum, die Novelle „Schwalbennest“.
Beim Blitz-Verlag schaute ich mir schon mal Teil drei des "Gespensterbuchs" an. Den hole ich mir aber erst, wenn ich mit Teil zwei durch bin. Also wohl zum BuCon. Es gibt übrigens noch ein paar Exemplare der Anthologie "Drachen! Drachen!", die ich zusammen mit Frank G. Gerigk im Blitz-Verlag herausgegeben habe. Holt sie euch.
Bei Torsten Low liebäugelte ich mit dem Reiseführer durch die Herbstlande. Das dazugehörige Buch kenne ich ja schon, aber das Heft sieht vielversprechend aus. Vielleicht auch beim BuCon. Beim Geisterspiegel stöberte ich in den Geisterschocker-Hörspielen. Auf meiner Einkaufsliste steht ja immer noch der aktuelle Malcolm Max, der war allerdings nicht da. Dafür entdeckte ich noch zwei alte Bessy-Hefte für meine Sammlung.
Anderthalb Lesungen
Ich habe mir anderthalb Lesungen angehört. Zuerst die von Markus K. Korb aus "Spuk": Horror, Grusel und eine Portion Humor, dazu eine schöne, volltönende Stimme mit südlichem Zungenschlag, da hätte ich noch stundenlang weiter zuhören können. Sehr schön war auch die erste Hälfte von Tom Dauts Lesung aus "ANNO SALVATIO 423 - Das Licht der Ketzer". Tom hat eine geniale Art vorzulesen, und die Soundeffekte verwandelten den Konferenzsaal tatsächlich in ein großes Hörbuch-Kino. Leider habe ich dann vor lauter Spannung einmal zu schnell geatmet und mich verschluckt. Wer meine Hustenanfälle kennt, weiß, dass sie nicht so schnell wieder aufhören. Da bin ich lieber rausgeschlichen und habe mich am Tresen mit Cola medizinisch versorgt.
Von Chili und Weltraumplaneten
Apropos Tresen: Das Chili war klasse. Ich hätte gut noch eine zweite Portion vertragen können. Die Bockwurst mit Senf und Brötchen war aber als Ersatz akzeptabel. Dirk van den Boom als Thekenkraft gewohnt charmant. Dank seiner Sticheleien über meinen geplanten Roman „Der Weltraumplanet“ habe ich nun auch schon einen Verleger: Hermann Schladt vom VSS-Verlag schrie gleich „Hier!“, als er hörte, ich arbeite an einem SF-Roman. Naja, wenn ich jetzt schon einen Titel und einen Verleger habe, dann sollte ich langsam anfangen über den Inhalt nachzudenken.
Demantin und Hödeken in Marburg
Am Abend las ich dann im Raum „Kegelbahn“ aus „Demantin“ und „Hödeken“ vor, beide erschienen im Hildesheimer Verlag Monika Fuchs. Beim „Demantin“ trug ich die Kandimant-Episode mit dem furchtbaren Meerweib vor, aus den Hödeken-Sagen die Geschichte, in der Hödeken die Frau eines Rosshändlers vor zudringlichen Freiern beschützen soll. Was der Geist allerdings nicht ahnte, als er den Auftrag annahm: Die Frau war, sagen wir: außerordentlich aktiv und lockte beinahe mehr Männer an als ein ehrenamtlicher Tugendwächter verscheuchen kann. Ein echter Knochenjob für den armen Hütchenträger.
Es gab eine sehr lebendige Diskussion, und trotz des eigentlich sehr hildesheimischen Stoffes waren wir schnell beim Vergleichen von indoeuropäischen Sagen und Mythen und, zogen Parallelen zwischen Demantins Irrfahrten und der Reise des Odysseus. Da hätte der „Crane“ fast noch besser gepasst.
Vincent-Preis und Marburg-Award
Am Abend wurden der Vincent-Preis und der Marburg-Award verliehen. Hier zunächst die Ergebnisse des Vincent-Preises:
Roman national
1. Platz: Vincent Voss: Frischfleisch
2. Platz: Michael Merhi: Candygirl
3. Platz: Jenny Wood: Letzter Plan
4. Platz: Sabine D. Jacob: Rabenauge
5. Platz: Arne Beitmann: Familientreffen
Roman international
1. Platz: Tim Curran: Skull Moon
2. Platz: Edward Lee: Header
3. Platz: Joe R. Lansdale: Gekreuzigte Träume
4. Platz: Greg F. Gifune: Bösartig
5. Platz: Jeff Strand: Dead Clown Barbecue
Anthologie
1. Platz: Constantin Dupien (Hrsg.): Heimgesucht
2. Platz: Bettina Ickselsheim - Förster (Hrsg.): Mysteriöse Orte
3. Platz: Markus Kastenholz (Hrsg.). Fleisch 4
4. Platz: Carolin Gmyrek (Hrsg.): Unheimliches Ungeziefer
5. Platz: Kastenholz/Ippensen (Hrsg.): Blutgrütze 1
Storysammlung
1. Platz: Tobias Bachmann: Liebesgrüße aus Arkham
1. Platz: Markus Kastenholz: Rotjäckchen und der perverse Wolf
2. Platz: A.C. Hurts: Gone Mad
3. Platz: Markus K. Korb: Xenophobia
4. Platz: Inhonourus: Morbid-Krankhaft
Kurzgeschichte
1. Platz: Faye Hell: Cock sucking †¦
2. Platz: Thomas Williams: Clown Syndrom
3. Renee Engel: Die Augen der Geisha
4. Platz: Juliane Schiesel: Grenzgebiete
5. Platz: Kaiser/Lohwasser: Im Zeichen der gestrengen Mutter
6. Platz: Inhonourus: Logout
Grafik
1. Platz: Markus Lawo: Gone Mad
2. Platz: Arndt Drechsler: American Wasteland
3. Platz: Markus Freier: BioPunk'd
3. Platz: Björn Ian Craig: Zwielicht 8
4. Platz: Jacqueline Spieweg: Besessen
Sonderpreis
Horror-Forum
Der Wettbewerb zum Marburg-Award hatte diesmal das Thema "Finstere Übernahme". Die Gewinner sind:
1. "Ihre Entscheidung!" von Sonja Hermeneit
2. "Die Welt retten" von Anke Höhl-Kayser
3. "Entmietung" von Anja Buchmann
3. "Symbiose" von Julia Annina Jorges
Ich habe mir das Buch zum Marburg-Award gekauft und die Sieger-Geschichte schon gelesen. Wirklich faszinierend und sehr mutig. Das ganze ist eigentlich keine Geschichte, sondern eher ein „Entscheide dich“-Abenteuer: Das und das passiert. Was tust du? Wenn du das und das machst, lies weiter bei Nummer 7, wenn du lieber dieses oder jenes tust, lies weiter bei 19. Die Veranstalter hatten im Vorfeld sogar überlegt, ob sie den Text nicht disqualifizieren sollten. Schon bemerkenswert, dass diese Ausnahme-Geschichte dann sogar gewonnen hat.
Und sonst? Es waren sehr viele Besucher da. Das Bürgerhaus war gut gefüllt. Trotzdem habe ich einige Freunde vermisst. Wir werden wohl alle nicht jünger und gesünder. Alles Gute an euch da draußen.
Herrenloses Warndreieck und verschwundene Autobahn
Ich kam spät in der Nacht nach Hause. Außergewöhnliche Vorkommnisse: Ein herrenloses Warndreieck auf dem Standstreifen und schon fast an der Fahrbahn kurz vor der Werratalbrücke. Eine weggemachte Autobahn, die kurz vor Seesen einfach verschwand (seit wie vielen Jahren komme ich nun schon aus Marburg nach Hause und taste mich durch Baustellen vor Bockenem?). Ein eigenartiger Lichtreflex beim Einfahren in eine hessische Ortschaft (Sollte ich zu schnell gewesen sein? Ich glaube eigentlich nicht). Wiedereintritt in die Silliumer Atmosphäre gegen 1.30 Uhr mit voller Büchertasche, leerem Geldbeutel, viel neuem Wissen über Verlaine dank der "Langen Nacht" des Deutschlandfunks und sehr kleinen Augen. Nächstes Jahr nehme ich mir bestimmt ein Zimmer in Marburg.
© Petra Hartmann
Zur Buchmesse muss man nicht unbedingt - zum Buchmesse-Convent schon. Klar, dass ich mir das phantastische Treffen in Dreieich nicht entgehen ließ. Klar, dass ich es wieder nicht geschafft habe, mir ein Zimmer zu nehmen. Und klar, dass ich mir abends nach der Verleihung des Deutschen Phantastik-Preises, als die meisten Freunde sich zum gemeinsamen Abendessen begaben, sagte: "Nächstes Mal bleibst du wirklich zwei Tage ..."
Diesmal hatte ich auf dem Weg ins Mekka der Phantastik zwei Mitfahrer an Bord meines "Sputnik". Auf der Strecke von Sillium bis Kassel (Start gegen 5.30 Uhr) begleitete mich Susanne Klickerklacker, mein neues, eigentlich aber schon etwas altes und altkluges Navigationsgerät, das mir mein Schwager freundlicherweise zur Verfügung gestellt hatte und das mich auf dem kurzen Abstecher ins Innenleben Kassels zum Treffpunkt mit Felix Woitkowski lotsen sollte. Leider ist Susanne nicht mehr ganz auf der Höhe ihrer Zeit, letzte Woche verlangte sie auf der A39 bei Braunschweig, ich solle in 120 Metern wenden, und forderte mich auf, im Kreisverkehr die dritte Ausfahrt zu nehmen, aber nach einigen Schlenkern und drei Ehrenrunden fand ich dann doch zum vereinbarten Treffpunkt. Als Felix ins Auto stieg, starb Susanne, ihr Akku ist halt nicht mehr der Jüngste, aber Felix wusste immerhin, wie man rauskommt aus diesem Kassel, und den Weg nach Dreieich fand ich dann beinahe wie im Schlaf, auch wenn die Autobahn wieder, wie letztes Jahr, plötzlich verschwunden war. Wir schafften es, das Bürgerhaus Sprendlingen um 10.30 Uhr, eine halbe Stunde vor der Lesung der Geschichtenweber zu erreichen.
Geschichtenweber stellen Anthologien vor
Die Geschichtenweber-Lesung im Raum "Far-Point stand diesmal ganz im Zeichen der Storyolympiade. Bronzemedaillengewinner Michael Edelbrock las "Kristallgrab", seinen Wettbewerbsbeitrag zum Thema "Labyrinthe" vor. Er hat eine sehr angenehme Stimme, und vor allem der einschmeichelnde Tonfall, in dem der Vertreter des Mnemonischen Kollektivs den Helden von seiner Expedition zu dem labyrinthischen Asteroiden abzubringen versucht, hat mir sehr gut gefallen. Außerdem erzählten die Geschichtenweber etwas von ihren Zukunftsplänen. In der Pipeline sind gerade zwei Anthologien, einmal geht es um phantastische Sportler und einmal um ein Dimensionsportal, in das ein genialer Wissenschaftler verschiedene Gegenstände hineinschiebt, die dann an den verschiedensten Orten und in den unterschiedlichsten Zeiten und Welten auftauchen können. Klingt spannend.
Dystopisches Intermezzo
Kurz darauf besuchte ich die Lesung von Esther M. Schmidt, die kurzfristig für Maja Loewe eingesprungen war. Esther stellte ein Buch vor, das demnächst erscheinen soll (und schon einmal auf meiner Wunschliste gelandet ist). Sie arbeitet gerade an einer Dystopie. Sehr eindrucksvoll ihre etwas heisere Stimme dazu, eigentlich hatte sie ja ein Mikrofon haben wollen, aber es ging auch so, und die Zuhörer forderten schließlich einhellig: "Weiterlesen." Merkt euch schon mal "Die zweite Finsternis" im Papierverzierer-Verlag vor.
Käfer, Ungeziefer und Irrlichter
Die dritte Lesung, die ich an diesem Tag besuchte, war die Veranstaltung des Verlags Torsten Low. Wie bei den Geschichtenwebern war ich auch hier vor allem wegen der Storyolympiade da, denn hier las der Goldmedaillengewinner Günter Wirtz seine Geschichte "Krickel" vor. Eine Story, die ihr unbedingt selbst lesen müsst, hochverdient mit dem ersten Platz belohnt.
Außerdem gab es bei der Lesung Einblicke in die im Verlag Torsten Low erschienen Anthologien "Ungeziefer" und "Irrlichter", beides war ziemlich gruselig und macht Lust auf mehr. Wobei, sollte man sich diese "Ungeziefer" wirklich kaufen und lesen? Die Art wie Torsten Scheib seine Story "Under my skin" vortrug, jagt einem ja noch 24 Stunden später das Grauen den Rücken rauf und runter.
Zur Siegerehrung der Storyolympiade schreibe ich hier jetzt mal nicht so viel, ich habe die vier ausgezeichneten Autoren hier im Blog einzeln vorgestellt:
Günter Wirtz
Joachim Tabaczek
Daniel Huster
und Michael Edelbrock.
Nur soviel: Moderatorin Tatjana Stöckler hat ihre Sache wieder sehr gut gemacht und mit Charme und Wortgewandtheit die Gewinner präsentiert. Aber das nächste Mal bitte kein rotes Kleid vor rotem Vorhang, liebe Tatjana, sagt die verzweifelte Fotografin.
Ein prall gefüllter Rucksack voller Bücher
Bleibt noch zu erwähnen, dass ich eine ziemlich prall gefüllte Con-Tüte und einen schweren Rucksack voller Bücher mit nach Hause brachte. Da waren zunächst drei Anthologien, nämlich die "Labyrinthe" und die "Herbstlande" (beides Verlag Torsten Low) sowie die Sammlung "Rund um die Welt in mehr als 80 SF-Geschichten" (Verlag Saphir im Stahl), dazu das von Felix Woitkowski neu herausgegebene Gespensterbuch, Teil II (Blitz-Verlag) - Teil I war schon fällig auf dem Marburg-Con. Dann noch "Cantals Tränen", die neu erschienene Sammlung von Armin Rößler mit Geschichten aus seinem Argona-Universum, und "Das Mädchen und der Leuchtturm" von Fabienne Siegmund und Thilo Corzilius.
Kurd-Laßwitz-Preis, BuCon-Preise und DPP
Und sonst? Ein hochverdienter Kurd-Laßwitz-Preis für das BuCon-Team für 30 Jahre Organisation des besten Tages der Buchmesse. Ein vollkommen perplexer Markus Heitz bei der Entgegennahme des BuCon-Ehrenpreises, als Laudator Bernhard Hennen aus dessen allererster Bewerbung für den BuCon zitierte ("Die haben meine Emails aufgehoben!"). Kai Meyers Laudatio auf Thomas le Blanc zum BuCon-Preis für das Lebenswerk. Die phantastische Bibliothek Wetzlar ... Oh ja, die ersten Goldmann-Fantasy-Taschenbücher mit dem Aufdruck "Fantasy aus Deutschland", mein Gott, war ich da noch jung ... Der Geehrte nimmt's mit Energie und Dynamik und plant, in 65 Jahren nochmal da oben zu stehen und einen zweiten Ehrenpreis fürs Lebenswerk entgegenzunehmen. Dann komme ich auch wieder hin.
Die Verleihung des Deutschen Phantastik-Preises, frisch und ohne "Matratze, neue Zeile" von Dirk van den Boom moderiert, hat mir noch ein paar Einträge auf der literarischen To-do-Liste beschert. Vor allem Susanne Pavlovic und ihren Roman "Feuerjäger 1 - Die Rückkehr der Kriegerin" werde ich im Hinterkopf behalten. Machte den Eindruck einer Autorin, die sich von einer Agentur nicht auf Mainstream-Maße zusammenkneten lassen will.
Hier die Gewinner und Nominierten im Überblick:
Bester deutschsprachiger Roman:
1) Susanne Pavlovic: Feuerjäger 1 - Die Rückkehr der Kriegerin (Amrûn)
2) J. H. Praßl: Chroniken von Chaos und Ordnung 3 - Bargh Barrowson (Acabus)
3) Tom Jacuba: Kalypto 1 - Die Herren der Wälder (Bastei-Lübbe)
4) Valerian Çaithoque: Amizaras 3 - Raphadona (Amizaras)
5) Elisabeth Ruetz: Der Schattenkristall 3 - Das Blut der Wächterin (GS Publishing)
6) M. H. Steinmetz: Hell's Abyss 1 - 666 (Papierverzierer)
Bestes deutschsprachiges Romandebüt:
1) Faye Hell: Keine Menschenseele (Amrûn)
2) Mona Silver: Verlorener Stern (Sieben)
3) Maja Loewe: Die Augen des Iriden (Papierverzierer)
4) Sandra Berger: Transformation am Feuersee (BookRix)
5) Luzia Pfyl: Cesario Aero - Kaiser der Lüfte (Ohneohren)
Bester internationaler Roman:
1) Terry Pratchett: Die Krone des Schäfers (Manhattan)
2) Patrick Rothfuss: Die Musik der Stille (Klett-Cotta)
3) Kevin J. Anderson: Resurrection Inc. (Papierverzierer)
4) Ben Aaronovitch: Peter Grant 5 - Fingerhut-Sommer (dtv)
5) Jonathan Stroud: Lockwood & Co 3 - Die raunende Maske (cbj)
Beste deutschsprachige Kurzgeschichte:
1) Oliver Plaschka: "Das öde Land" (aus: Das öde Land [Low])
2) Katharina Fiona Bode: "Erasmus Emmerich und der zinnoberrote Zinnsoldat" (aus: Die dunkelbunten Farben des Steampunk [Art Skript Phantastik])
3) Anna-Katharina Höpflinger: "Selig sind die geistig Armen" (aus: Verschlusssache [Ohneohren])
4) Georg Britzkow: "Gesang der Kröten" (aus: Der schwarze Gott des Wahnsinns [Sarturia])
5) Carmen Weinand: "Der große Stefano" (aus: Fleisch 3 [Eldur])
Beste Original-Anthologie/Kurzgeschichten-Sammlung:
1) Die dunkelbunten Farben des Steampunk (Art Skript Phantastik)
2) Oliver Plaschka: Das öde Land (Low)
3) Torsten Exter [Hg]: Zombie Zone Germany (Amrûn)
4) Ann-Kathrin Karschnick & Diana Kinne [Hg]: Die kleinen Köche (UBV)
5) Ingrid Pointecker & Fabian Dombrowski [Hg]: Verschlusssache (Ohneohren)
Beste Serie:
1) Nicole Böhm: Die Chroniken der Seelenwächter (Greenlight Press)
2) Andreas Suchanek: Heliosphere 2265 (Greenlight Press)
3) J. H. Praßl: Chroniken von Chaos und Ordnung (Acabus)
4) Perry Rhodan (VPM)
5) Allan J. Stark: Asgaroon (Papierverzierer)
Bester Grafiker:
1) Alexander Kopainski
2) Arndt Drechsler
3) Timo Kümmel
4) Grit Richter
5) Mark Freier
Bestes Sekundärwerk:
1) Alex Jahnke & Clara Lina Wirz: Das große Steampanoptikum (Edition Roter Drache)
2) phantastisch! (Atlantis)
3) Geek! (Panini)
4) Bettina Petrik & Stefanie Zurek: With Love, Mary Sue (iFuB)
5) Michael Haitel & Hermann Ritter [Hg]: Magira - Jahrbuch zur Fantasy 2014 (Amrûn)
6) Multimania (Devil Inc)
Dazu viele viele Phantasten, viele Gespräche, und doch zu wenig, ein paar Leute habe ich nur kurz im Vorbeigehen gesehen und mit "bis später" verabschiedet, und dann war schon wieder alles vorbei. Es folgte eine nächtliche Autobahnfahrt mit bangem Warten auf die nächste Tankstelle (Hessen ist wirklich ziemlich leer und ziemlich weit), eine verpasste Kasseler Ausfahrt, die Felix kurzfristig ins schöne Niedersachsen geraten ließ, zuletzt nur noch laute Musik und leises Vor-sich-Hindämmern der Fahrerin, bis sie gegen 1.30 Uhr in Sillium ins Bett und ins Koma fiel. Nächstes Jahr nehme ich mir ein Zimmer in Dreieich.
© Petra Hartmann
Was wäre das Autorenleben ohne das jährliche Treffen in Nürnberg? Drei hochkarätige Referenten, dazu kulinarische und literarische Erlebnisse, Gespräche mit Gleichgesinnten und die liebevolle Betreuung durch Organisatorin Ursula Schmid-Spreer machen den Himmelfahrtstag seit Jahren zu etwas Besonderem. Auch diesmal - zum 13. Mal - verbrachten wir einen herrlichen Tag in der Frankenmetropole. Wenn auch getrübt durch einen nicht nur kleinen, sondern recht großen Wermutstropfen. Ursulas Mann Heinz, die "Graue Eminenz" im Hintergrund, wie sie ihn oft liebevoll bezeichnete, ist von uns gegangen. So schnell kann es passieren. Er fehlt.
Für mich begann das Autorentreffen diesmal leider etwas verspätet - wegen einer Bahnbaustelle im Bereich Kassel-Wilhelmshöhe, die mir einen anderthalbstündigen Umweg bescherte und mich den Anschlusszug in Fulda verpassen ließ. Auch der Check-in im "Schwänlein" war nicht ganz unproblematisch, dreimal musste ich im Abstand von einigen Stunden dort antanzen, bevor ich den Schlüssel bekam. Ich hatte das Hotel ja ausgesucht, weil es recht nahe am Bahnhof liegt - aber mit dem schweren Rollkoffer über endloses malerisches Altstadt-Kopfsteinpflaster zu laufen, das ist nicht unbedingt eine schöne Erfahrung. Egal, es hat schließlich doch noch geklappt.
Gekonnte Prosaszenen - wie geht das?
Den Auftakt machte diesmal die Drehbuchautorin Iris Leister mit Tipps und Tricks zum Schreiben gekonnter Prosaszenen. Unter anderem ging es in ihrem Vortrag darum, wie man seine Figuren so handeln lässt, dass es ihrem Charakter entspricht. Sprich: Jede Person hat ihre eigene Art, auf Probleme zu reagieren und Konflikte zu lösen. Dies sollte beim Schreiben auch konsequent durchgehalten werden. Während Reacher, der Held eines Hardboiled-Thrillers, eher eiskalt bleibt, sein Pokerface aufsetzt und dann unvermutet zuschlägt, würde beispielsweise Oskar Schnell, der neunjährige Protagonist aus dem Roman "Extrem laut und unglaublich nah" eher weinen und versuchen, auf die Mitleidstour an seine Informationen heranzukommen.
Ich mag keine Cliffhanger
Wir sprachen auch über den Aufbau von Szenen und die Möglichkeiten, Spannung bzw. Tempo zu erzeugen. Ein Ratschlag lautete: "Enter late, leave early", was soviel bedeutet wie: in die Szene einsteigen, wenn sie schon im vollen Gange ist, und früh aussteigen, noch vor der Lösung des Konflikts - also mit einem Cliffhanger. An dieser Stelle kam ich etwas ins Grübeln. Ich glaube, wir alle haben inzwischen schon zu viele Cliffhanger gelesen. Wie viele moderne Genre-Romane bestehen aus zwei oder mehr Handlungssträngen, zwischen denen in schönster Regelmäßigkeit hin- und hergeschaltet wird - und jedesmal beim Umschalten: Cliffhanger, Cliffhanger, Cliffhanger. Manchmal hat man doch das Gefühl, dass alle jungen Autoren den gleichen Schreibratgeber gelesen haben und ihn seither sklavisch genau befolgen, oder? Jedenfalls überlegten wir danach, was es denn für Alternativen zum Cliffhanger gibt. Man könnte vielleicht etwas mit der Sprache machen oder ein Rätsel benutzen, vielleicht auch einfach noch irgend eine Frage ungeklärt lassen ... Eine Sache, der ich wohl noch einmal ausführlicher nachgehen werde.
Einladung zum Spiel mit der Perspektive
Titus Müller, der "Stamm-Referent" des Autorentreffens, widmete sich danach dem Thema "Perspektive". Klar, hat man alles im Deutschunterricht und Studium mal gehört, allwissender Erzähler, personaler, Ich-Erzähler, aber da gibt es durchaus noch mehr Möglichkeiten. Titus erzählte unter anderem, wie man mehrere Perspektiv-Figuren in einem Roman miteinander und gegeneinander agieren lassen kann, wie man am geschicktesten die Perspektive wechselt. Zum Beispiel hat er selbst einmal während einer Kuss-Szene "umgeschaltet", gerade in dem Augenblick, als sich die Lippen berührten. Wichtig war ihm dabei, dass die Erzählperspektive kein starres in Stein gemeißeltes Gesetz ist, sondern durchaus Variationen und pfiffige Blickwinkel zulässt. So war sein Beitrag vor allem eines: eine Einladung zum Spielen mit der Perspektive und zum Mut, sich auf Neues einzulassen.
Wilsberg und die Krimi-Hauptstadt Münster
Der dritte und letzte Beitrag des Seminars trug den Titel "Der dreifache Wilsberg". Jürgen Kehrer gab Einblicke in die Welt der Münster-Krimis um den Privatdetektiv und Briefmarkenhändler bzw. Antiquar Wilsberg. "Dreifach" bedeutet in diesem Fall, dass es die Abenteuer seiner Figur inzwischen als Buch, Fernsehserie und als Comic gibt - mit den unterschiedlichen Anforderungen und Variationen, die die jeweiligen Medien so mit sich bringen.
Der Autor erzählte über die Anfänge des Regionalkrimis in Deutschland und über das "kriminelle Pflaster" Münster. Immerhin war es zu der Zeit, als es losging mit Wilsberg, eigentlich noch üblich, Krimis in den USA spielen zu lassen. Inzwischen hat sich Münster jedoch längst als "Krimi-Hauptstadt" etabliert und ist nicht nur Schauplatz der Wilsberg-Serie, sondern auch Heimat des "Tatort"-Ermittlerduos Boerne und Thiel.
Schöne Anekdote: Kehrer wurde bei einem Fernsehinterview in einem Straßencafé gefragt, wie kriminell Münster tatsächlich sei und ob man in so einem verschlafenen Städtchen wirklich Krimis spielen lassen könne - justament in diesem Augenblick ging beim Juwelier gegenüber die Alarmanlage los: Zwei Räuber hatten einen Überfall versucht, wurden aber gestellt. Kann man nicht planen. Da wäre ich gern dabei gewesen.
Lesung im "Della Nonna"
Noch eine nicht planbare aber verblüffend gut inszeniert wirkende Situation gab es schließlich beim abendlichen Vorlesen der Teilnehmer nach dem italienischen Büfett im "Della Nonna": Volkmar Kuhnle verkündete den Titel seiner Kurzgeschichte: "der Aufbruch" - und genau in diesem Augenblick marschierte Titus Müller mit seinem Koffer über die Bühne und verließ den Raum. "Das war nicht abgesprochen", betonte der Autor. Klar, wer kann schon Bahnfahrpläne mit einplanen? Aber gepasst hat es verdammt gut.
Am Freitag nutzten einige der Autoren die Chance, an einem Seminar über das Plotten teilzunehmen. ich selbst war nicht dabei, es soll aber sehr gut gewesen sein, wie mir einige Kollegen später berichteten.
Mit Doctor Nikola im Weinlager
Ein besonderes Erlebnis war die Lesung am Freitagabend im Kunstverein im Weinlager. Nicht nur, weil ich dort mitlas, sondern auch durch die liebevolle Betreuung und das künstlerische Ambiente sowie durch den Charme des Veranstaltungsortes. Wir waren insgesamt zehn Autoren, und jeder von uns hatte sechs Minuten Zeit, seinen Text zu Gehör zu bringen. Außer mir waren Andrea Conrad, Paul Decrinis, Paul Pfeffer, Tanja Flade, Carmen Mayer, Birgit Juresa, Dolores Pieschke, Regina Werner und Martin Mayer mit von der Partie. Ich hatte mir einen kurzen Abschnitt aus meinem Roman "Das Serum des Doctor Nikola" ausgesucht und trug einen Auszug aus dem Kapitel vor, in dem Bankierssohn Felix Pechstein, Sohn eines Pleite gegangenen Bankiers, erstmals seit dem "Schwarzen Freitag" wieder die Berliner Börse betritt.
Ursula Schmid-Spreer hatte für uns ein "Herzschlag-Finale" vorbereitet: Kurz bevor unsere Lesezeit ablief, kam ein dumpfes Herzpochen aus dem Lautsprecher, und exakt nach sechs Minuten Lesezeit löste sich ein Schuss - gnadenlos.
Humor, Phantastik, Krimi, Liebe, Kunst und Gesang
Wir haben, denke ich, ein sehr abwechslungsreiches Programm geboten. Humor und Phantastisches, Krimi und Liebe, es war für jeden etwas dabei. Zwischen den Leseblöcken trat die Sängerin Laila Sunshine auf, deren Stimme mir sehr gut gefallen hat. Dazu ein kleiner Vorgeschmack auf das Bodypainting-Event, das einige von uns am Tag darauf noch miterleben durften, und die ausgestellten Bilder des österreichischen Künstlers Jürgen Bley, obendrein ein leckeres Büfett mit Baguette - an diesem Abend hat einfach alles Spaß gemacht.
Und sonst? Ich bin nach vielen Verabschiedungen - und Verabredungen für das nächste Jahr - langsam zurück zum Bahnhof getappt. Es war noch Zeit für eine kalte Cola. Irgendwann nach Mitternacht (und eine Viertelstunde verspätet) fuhr dann mein Zug los. Ich habe etwas geschlafen, den Rest der Zugfahrt im Halbschlaf verbracht, und kam gegen 6.20 Uhr in Hannover an. Eine Dreiviertelstunde später war der Wiedereinsturz in die Silliumer Atmosphäre, ich fiel ins Bett und blieb lange lange lange liegen ... Bis zum nächsten Autorentreffen werde ich mich aber bestimmt wieder aufgerappelt haben ... ;-)
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© Petra Hartmann
"Zurück" - für die einen ist es eine Heimkehr, für die anderen ein Comeback, die Sehnsucht nach der guten alten Zeit oder der Druck auf den Reset-Knopf. Acht Autorinnen, die für diese Anthologie zur Feder griffen, füllten dieses "Zurück" auf ihre eigene Art mit Leben.
Wie eine gefangene Weberin sich ihr altes Leben zurückwünscht, ein mystisches Schiff über Leben und Tod entscheidet oder ein Kaktusmädchen sich immer wieder verwandelt und dabei doch dasselbe bleibt - davon erzählen nur einige der Geschichten in diesem Buch. Ansonsten gibt es noch magische Spieluhren, einen ganz besonderen Kuss, tödliche Kämpfe, unerwartete Verwandlungen, penetrante Geister, schwermütige Vampire und vieles mehr.
Mit viel Phantasie und Herzblut erzählen Alexandra Balzer, Gabriele Behrend, Linda Budinger, Petra Hartmann, Ulrike Reineke, Christel Scheja, Fabienne Siegmund und Andrea Tillmanns ihre humorvollen, spannenden oder auch düsteren Geschichten aus den verschiedensten Bereichen der Fantasy und Phantastik.
Buch-Infos:
Petra Hartmann & Andrea Tillmanns (Hrsg.): Zurück. Phantastische Geschichten. Taschenbuch. Norderstedt: Book on Demand, 2026. 268 S., 13 Euro. ISBN 978-3-696-35181-6
Erhältlich unter anderem bei Amazon, Thalia, E-Book.de und in der Buchhandlung eures Vertrauens.
Was verbirgt sich hinter dem Tor des Krkt-jinn und warum verliert der Planet Light Lady seine Schwerkraft? Kann die Heimat der Regenbogenkatzen noch gerettet werden? Gibt es das sagenhafte Tier der Unordnung wirklich? Sind die irrsinnigen Prophezeiungen über das Wiedererwachen des unheiligen Urgottes Chthonio möglicherweise doch ernst zu nehmen? Und ist wirklich jeder dem Tod geweiht, der der Wurzel allen Übels begegnet?
Das Universum hat viele Wunder hervorgebracht, aber keines ist größer als das Leben. Ein paar der ungewöhnlichsten Lebewesen aller Welten sind in diesem intergalaktischen Bestiarium zu finden. Thomas Hofmann und Petra Hartmann haben sie aufgespürt.
Buch-Infos:
Das intergalaktische Bestiarium. Text: Petra Hartmann / Zeichnungen: Thomas Hofmann. Neustadt in Sachsen: Edition Dunkelgestirn, Mai 2025. 180 Seiten.
Reichhaltig mit Illustrationen von Thomas Hofmann versehen, zu denen die Texte von Petra Hartmann verfasst wurden. Gebunden in blaues Leinen, mit Leseband, silberner Prägung auf dem Buchrücken und Schutzumschlag. Versehen mit den Signumklischees der Autoren, nummeriert und auf 100 Exemplare limitiert. 32,90 Euro.
Ein Indianer taucht in dem verschlafenen Küstenstädtchen Kitty Hawk auf. Die Witwe Murdoch ist überzeugt, dass der Fremde ein Kundschafter ist und bald seine roten Spießgesellen zum Morden und Plündern mitbringen wird. Doch Junger Adler hat andere Pläne. Er träumt vom Fliegen und wartet auf das Eintreffen zweier verrückter Fahrradhändler.
Karl-May-Fans kennen Junger Adler bereits aus dem Roman Winnetous Erben. Die Vorgeschichte zu diesem Buch wird nun von Petra Hartmann erzählt.
Buch-Infos:
Petra Hartmann: Das Herz des Donnervogels
Band 18, Abenteuer-Roman
Exklusive Sammler-Ausgabe
Seiten: 282
Taschenbuch
VÖ: April 2023
2. Auflage: April 2024.
Künstler: MtP-Art (Mario Heyer)
Künstler (Innenteil): MtP-Art (Mario Heyer)
Preis: 12,95 Euro
Das E-Book ist zum Preis von Euro 3,99 erhältlich.
Unter anderem bei Amazon
oder direkt beim Blitz-Verlag.
Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Widar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus ...
Es ist eine schaurige Welt, in der sich die junge Walküre behaupten muss. Doch Valkrys wäre keine echte Falkin, wenn sie einem Kampf aus dem Weg gehen würde. Todesmutig und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor stürzt sie sich in die Begegnungen mit Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfen, Berserkern, Hexen, Meerungeheuern und dem furchtbaren Totenschiff Naglfari.
Petra Hartmann: Falkenblut.
Sibbesse: Hottenstein, 2020.
Broschiert, 247 S., Euro 11.
ISBN 978-3935928991
Bestellen im Hottenstein-Verlags-Shop
Bestellbar unter anderem bei Amazon
Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren. Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!
Die Autoren: Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Herausgeber: Petra Hartmann, Frank G. Gerigk
Sprecher: Tim Schmidt
Blitz-Verlag
Ungekürzte Lesung
mp3-Download
611 Minuten, 495.91 MB
9783991093435
Zu bestellen unter anderem bei Thalia oder bei Amazon.
Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.
Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?
Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.
Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 14,90, ISBN 978-3-977066-00-1
Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.
Bestellen bei Amazon.
Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?
Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR
Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?
Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR
Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.
101 S., Euro 7,95.
ISBN 978-3-940078-37-7
Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen
Petra Hartmann: Freiheitsschwingen
Personalisierter Roman
München: Verlag Personalnovel, 2015
ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.
(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)
Bestellen unter:
www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen
Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...
Beigaben:
Nachwort zur Entstehung
Original-Erzählung von Karoline von Günderrode
Autorinnenbiografien
Bibliografie
Petra Hartmann: Timur
Coverillustration: Miguel Worms
Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.
ISBN: 978-3-943948-54-7
Taschenbuch, 136 S.
Euro 9,95
Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.
Petra Hartmann:
Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.
eBook
Neobooks 2015
Euro 2,99
Erhältlich unter anderem bei Amazon
Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.
Petra Hartmann:
Vom Feuervogel. Novelle.
Erfurt: TES, 2015.
BunTES Abenteuer, Heft 30.
40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).
Bestellen unter:
eBook:
Neobooks, 2015.
Euro 1,99.
Unter anderem bei Amazon

Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom† sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.
Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten" müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen ...
Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR
Leseprobe unter
Weihnachten im Potte ...
... ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. - Greifen Sie zu!
Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.
144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.
Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.
Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...
Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste
Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7
Bestellen bei Saphir im Stahl

Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.
Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.
Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."
Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"
Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.
Erhältlich für den Amazon-Kindle

Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis
Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.
Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3
eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.
Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90
Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.
Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon
eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon
Samstag, 23. Januar 2027: Osna-Buch. 7. Osnabrücker Buchmesse. Haus der Jugend, Große Gildewart 6 - 9, 49074 Osnabrück. Ein Tisch ist angefragt.
Samstag, 8. Mai 2027: MarburgCon. Ein Tisch und eine Lesung sind angefragt.
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Zurück (7)Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.
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Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms: http://www.lovelyboo...nde/1201913120/
Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs:
http://www.lovelyboo...nde/1166725813/
Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl: http://www.lovelyboo...nde/1156671163/
Leserunde zu "Falkenblut" auf Lovelybooks: https://www.lovelybo...263/2687604262/
Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.
"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.
Mini-Buch
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.
eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.
Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)
Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.
Buch
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.
Hörbuch
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.
eBook
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.
Geschichten
Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.
Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.
Lesung
Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.
Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna
Bücher
Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.
eBooks
Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Hörbuch
Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.
Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften
Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.
Die Blaubeerbrücke. In: Met-Magie. Hrsg. v. Amandara M. Schulzke und Nadine Muriel. Hamburg: Acabus Verlag, 2022. S. 163-174.
Movennische Geschichten in Fanzines
Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)
Aufsätze
Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.
Movennische Texte online
Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs
Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht
Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen
Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"
Bücher
Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.
Falkenblut. Sibbesse: Hottenstein-Verlag, Sommer 2020.
eBooks
Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012. (vergriffen)
Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)
Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)
Aufsatz
Aegirs Flotte - ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...
Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Vergriffen.
Die 2026 bei Neobooks erschienene E-Book-Ausgabe ist zum Preis von 2,99 Euro überall im Online-Buchhandel erhältlich.

Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...
Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro
Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag
Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!
Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen
Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen - bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Nicht mehr lieferbar!
Neuausgabe in Vorbereitung.
Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.
Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1
Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.
Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...
Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.
Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag
Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus †¦
Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag
Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...
Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag
Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...
Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag
WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"
Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen
Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....
Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen
Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...
Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen
Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.
Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen
Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.
Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag
"Das Junge Deutschland“ - dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen - etwa die Debatte um Armut und Bildung - in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ - ihren Stil - zu bewahren.
Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag
Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.
Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag
"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.
Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.
Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist."
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