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PetraHartmann



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Jahresrückblick: Januar bis März 2015

Geschrieben von Petra , in Jahresrückblick 27 Dezember 2015 · 2.230 Aufrufe
Jahresrückblick
Ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. Mir hat dieses Jahr 2015 erneut eine Reihe von Veröffentlichungen beschert. Ein etwas unglückliches Timing sorgte dafür, dass drei Bücher innerhalb eines Monats herauskamen: Mein historischer Roman "Freiheitsschwingen" bei PersonalNovel, mein Sagenbuch "Hut ab, Hödeken!" im Hildesheimer Verlag Monika Fuchs und meine düstere Fantasy-Novelle "Timur" im Verlag Saphir im Stahl. Außerdem habe ich dieses Jahr zwei geliebte "Jugendsünden" aus den Jahren 1996 und 1997 veröffentlicht, nämlich den "Feuervogel" als Heftroman in der Reihe BunTES Abenteuer und "Ulf. Ein Romanexperiment in zwölf Kapiteln" als eBook bei Neobooks.
Doch nun ein Blick auf meine Lesefrüchte des vergangenen Jahres. Zunächst das erste Quartal. Es ist, wie im vergangenen Jahr, eine Menge "Wiedergelesenes" darunter, das ich als kostenloses oder günstiges eBook erstanden habe, ein paar neu entdeckte Klassiker, etwas Phantastik und etwas Lyrik. Viel Spaß damit - vielleicht ist ja etwas für euch dabei.

Legende:
Ein (e) hinter dem Titel bedeutet, dass ich den Text in der eBook-Fassung gelesen habe.
Blaue Schrift weist auf herausragend gute Bücher hin.
Rot markiert sind Bücher, die ich so abgrundtief schlecht finde, dass ich euch ausdrücklich davor warne.
Bei verlinkten Titeln landet ihr auf ausführlicheren Besprechungen innerhalb dieses Blogs.



Januar

Regine Mengel: Am 13. Tag II: Kis-Ba-Shahid (e)
Der zweite Teil einer zauberhaften Trilogie über ein Mädchen, das von Flaschengeistern abstammt und aus unserer Welt in die geheimnisvolle Welt "Kis-Ba-Shahid" hinüberwechselt (Tel 1 las ich letztes Jahr, gibt es als kostenlose Leseprobe). Sie landet in einem Land, das aus Tausendundeiner Nacht zu stammen scheint - mit sehr vielen humorvollen und parodistischen Elementen aus unserer Welt. Herrlich zum Beispiel die Seherin "Seherazade" und die technischen Errungenschaften der Wahrsagekugeln in Kis-Ba-Shahid, inklusive Faxgerät, oder der jugendliche Dieb Ali Baba, der sich als Haupt einer Bande von 40 Räubern bezeichnet, aber gerade mal sechs Leute aufbieten kann. Wunderbar auch die Schilderungen aus der magischen Bibliothek. Jawohl, auch Bücher haben eine Seele, und wer eines quält, etwa durch Unterstreichungen oder Eselsohren, der soll sich nicht wundern, wenn sie wegfliegen oder sich wehren. Fazit: Ein herrliches Abenteuer, man möchte mehr davon, mehr, mehr und immer mehr.

Lutz Seiler: pech & blende
Ein Fundstück im Lyrikregal beim Buchhändler meines Vertrauens. Ein Gedichtband eines Menschen, der eine ganze Menge kann, keine Frage. Aber mir persönlich gefiel es weniger, vor allem wegen des Zeilenfalls, der meinem Lesegefühl diametral entgegenlief. Anstrengend und unschön, hat mir keinen Spaß gemacht. Nun ist es nicht Aufgabe eines Lyrikers, mir Spaß zu machen, aber ich war mit der Lektüre einfach ziemlich unglücklich.

Günter Abramowski: vor den toren von tag & nacht

Tassilo 14: Die Stufen der Eliandysse

Karl Krolow: Schattengefecht
Ene Sammlung mit theoretischen Texten des Dichters, in denen er sich der Lyrikgeschichte und einigen Motiven widmet. Sehr interessant vor allem der titelgebende Dialog bzw. das Selbstgespräch am Schluss. Macht Lust darauf, sich einmal wieder mit Krolows Lyrik zu befassen.

Herder: Abhandlung über den Ursprung der Sprache (e)
Ein Text, den ich während des Studiums als Reclamheft gelesen habe. Unvergessen die Diskussionen im philosophischen Seminar von Karl-Friedrich Kiesow darüber. Ein Wiedersehen mit dem Lamm ("Du bist das Blökende") und dem Menschenkind, das unter Bären herumkraucht, und der Feststellung, dass der Mensch schon von Anfang an Sprache hat. Ein wichtiger, wenn auch stellenweise etwas verworrener Text. Zum Wiederlesen ist das kostenlose eBook ganz okay, Ensteigern würde ich für de Erstlektüre aber doch die kommentierte Reclamfassung empfehlen.

Valerian & Veronique 19: Am Rande des Großen Nichts
Valerian & Veronique 20: Das Gesetz der Steine
Valerian & Veronique 21: Der Zeitöffner
Letzter Band der Gesamtausgabe: Der Abschluss der wunderbaren Serie, erneut märchenhaft und bezaubernd, ein Eintauchen in eine andere Welt voller phantastischer Details. Diese Hardcover-Gesamtausgabe bei Splitter hat sich echt gelohnt, die jeweiligen Einleitungen und die Aufmachung stimmen, ein Buch, das jeden Cent wert ist.

Dirk van den Boom: Ein Leben für Leeluu (D9E 5)
Der fünfte Band der SF-Reihe "Die neunte Expansion" erzählt von der Vorbereitung einer Revolution und einem Sabotageakt in einer Welt, die etwas ganz anderes ist, als sie zu sein scheint. Sprache, Handlungsführung und Personenzeichnung sind hervorragend, und das Überraschungsmoment am Ende, als die geheimnisvollen Helfer ihr eigentliches Objekt der Begierde erlangen, hat mir sehr gut gefallen. Eine deutliche Steigeung gegenüber dem Auftaktband "Eine Reise alter Helden" (der ja auch nicht schlecht war). Ich freue mich schon auf die weiteren Abenteuer dieser Helden.

Stille. Die besten Geschichten der Storyolympiade 2013/2014
Das Buch enthält die besten Beiträge zum Wettbewerb, 29 sehr unterschiedliche Texte, in denen sich 30 Autoren mit dem Thema "Stille" auseinandergesetzt haben. Außer den drei Siegertexten "Namu" (Günter Wirz, Geschichte einer Art magischen Initiation oder Visionssuche), "Verbindungsabbruch" (Daniel Schlegel, eher Cyberpunk) und "Der Gesang der Engel" (Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser, eine Art Thriller mit Kindheitstrauma und Hexenhausmotiv) möchte ich vor allem "Helfen Sie der Vigilanz!" von Thomas Heidemann als einen der wenigen humoristischen Beiträge sowie den eher märchenhaften Text "Der Wassermann vom schwarzen Weiher" hervorheben. Aber auch die anderen sind ausgesprochen lesenswert, Totalausfälle gab es nicht.

Antonia Michaelis: Niemand liebt November
Wahrscheinlich habe ich es in diesem Blog schon ziemlich oft geschrieben: Ich liebe Antonia Michaelis. Und wenn niemand November liebt, ich liebe auch diese November. November ist der Name, den sich eine 17-Jährige gibt, die ihre Eltern finden will. Als Vierjährige wurde sie plötzlich von ihnen verlassen, stieg dann auf der Suche auch noch in eine Bahn und weiß nun nicht einmal, in welcher Stadt sie suchen soll. Nach Jahren in diversen Heimen schaffte sie es abzuhauen. Zusammen mit ihrer Katze macht sie sich auf die Suche. Sie hat nur einen Anhaltspunkt: Die Adresse einer Kneipe, in der ihr Vater oder ihre Mutter einmal verkehrt haben soll.
Antonia Michaelis gießt über ihre Heldin die ihr eigene ganz besondere Mischung aus Dreck und Zauber aus. November erlebt Dinge, die man einer Minderjährigen - und auch einer Erwachsenen - gar nicht begegnen lassen möchte. Alkohol, Zigarretten, Sex mit widerlichen älteren Männern, die sie bezahlen, Perversitäten. Doch immer ist da die Katze, die eigentlich gar nicht mehr leben dürfte, so alt ist sie, und da ist noch der geheimnisvolle Junge, der mitten im kältesten Winter in seinem Zelt liest und für November ein sanftes, freundliches Licht spendet. Immer wieder scheint die Spur ihres Vaters verloren zu gehen, immer wieder stößt November dann doch noch, wie von einer freundlichen, übernatürlichen Macht geführt, auf einen neuen Hinweis.Und wird es ihr gelingen, die verlorenen Eltern tatsächlich zu finden und wieder zu vereinen? Nun, Antonia Michaelis ist keine Schönwetterautorin, und ein Happy End mit rosa Wolken wäre wirklich nicht stimmig gewesen. Aber es ist ein gutes Buch, ein verdammt gutes.

Christoph Martin Wieland: Glycerion und Menander (e)
Wielands Briefromane über Helden aus der Antike gehören zum besten, was die deutsche Literatur zu bieten hat. Leider ist dieser Klassiker immer noch ein Geheimtipp und wird wohl auch immer einer bleiben. Vor allem, da seine Texte doch einige Ansprüche an mythologisches, literarisches und historisches Hintergrundwissen stellen. Ich habe den Briefwechsel von Glycerion, Menander und ihren jeweiligen Vertrauten Mitte der 90er Jahre erstmals gelesen, in der sehr schönen, leider unkommentierten Ausgabe bei Haffmanns. Anfang des 3. Jahrtausends gönnte ich mir die Hörbuchfassung, gelesen von Jan Philipp Reemtsma. Beide Ausgaben seien euch ans Herz gelegt. Auch die eBook-Fassung ist in Ordnung, ich würde sie aber wegen der Flüchtigkeit des Lesens am Reader eher für Wiederleser als für Erstleser empfehlen.
Wieland erzählt in diesem Buch eine Liebesgeschichte ganz eigener Art. Der Komödiendichter Menander, neben dem großen Aristophanes der bekannteste griechische Dichter in diesem Genre, und die junge Frau Glycerion, die bekannt wurde durch die schönen Blumenkränze, die sie zu binden weiß, verlieben sich in einander. Schon lange vor der ersten Begegnung sind beide dem jeweils anderen zugeneigt. Glycerion verehrt den Dichter und liebt seine Stücke, sie leidet schwer daran, wenn andere, weniger begabte Dichter bei den großen Dionysien den Preis davontragen. Als sie in Athen dabei ist, wie ein schlechter Dichter den Sieg über ihren Liebling davonträgt, verkündet sie im Theater, sie wolle für Menander einen Siegerkranz winden, der viel schöner ist als der Theaterlorbeer, den ein unverständiges Volk vergab. Doch auch Menander ist schon lange verliebt in Glycerion. Er sah ein Bild, für das sie Modell gestanden hatte, und kann seither nur an sie denken. Menander und Glycerion kommen sich näher, eine besondere Freundschaft, Liebe, Beziehung, was auch immer beginnt. Aber Wieland wäre nicht Wieland, wenn er es mit einer plumpen Heirat und einem Happy End ausklingen ließe. Nach und nach emanzipiert sich die schon von Anfang an sehr selbstsichere und kluge Glycerion und schafft es, sich sehr stilvoll von ihrem Idol zu verabschieden. Einfach ein besonderes, kluges Büchlein, das nicht zu Ende ist, wenn man den letzten Brief gelesen hat.

Michael Buttler: Der Teufels-Vers

Maraba: Gedichte vom höchsten Ast des Kirschbaumes (e)

Holger Ehrhardt (Hrsg.): Dorothea Viehmann
Dorothea Viehmann war eine der wichtigsten Quellen der Brüder Grimm, als sie sich auf die Suche nach Märchen machten. Im Vorwort der Kinder- und Hausmärchen ist sie beschrieben als eine alte, einfache Frau aus dem Volke, geradezu als die Ur-Märchenerzählerin und weise Frau schlechthin. Neben der "Ewig", der alten Kinderfrau im Hause Grimm, war sie es, die das Bild der Märchenerzählerin geprägt hatte. Genau so wollten es die Grimms ja haben: Anonym überlieferte Märchen, die sich im Herzen der alten, einfache Menschen bewahrt hatten, unverkünstelt, direkt aus dem Munde des deutschen Volkes, wobei die einzelnen schlichten Erzähler gar nicht selbst wussten, welche Schätze sie da in sich trugen; sie waren nicht gestaltende Schöpfer, sie waren nur das Medium, durch das etwas Älteres, Großes sich offenbarte. Die Grimms wollten es so sehen. Sie fanden, was sie suchten und sehen wollten.
Das hier vorliegende Büchlein versammelt einige Essays über die "Viehmännin" und ihre Lebensumstände, sehr interessant vor allem im Vergleich zu dem Buch über Marie Hassenpflug, das ich kurz zuvor gelesen hatte. Vor allem erscheint mir die Tatsache bemerkenswert, dass auch die angeblich so einfache und urdeutsche Frau genau wie die Hassenpflug-Schwestern hugenottische Vorfahren hatte, auch hier kommt also das französische Erbe unserer "deutschen Volksmärchen" zum Tragen. Eine sehr spannende Entdeckung aus der Ahnenforschung förderte zudem ans Licht, dass die Viehmännin, was sie selbst nicht wusste, Cousine vierten Grades sowohl Goethes als auch Savignys war. Letzterer hatte ja auch seinen Anteil daran, dass die Grimms auf die alter Frau aufmerksam wurden. Ein spannendes Buch also. Schade, dass es nicht dicker geworden ist.



Februar

Sunzi: Die Kunst des Krieges (e)
Absoluter Klassiker, der auch in der modernen Management-Literatur wieder eine Rolle spielt. Ich habe ihn mir vor einigen Jahren als kleines gebundenes Büchlein zu Gemüte gefürt, jetzt wiedergelesen als kostenloses eBook. Ich muss gestehen, dass es in beiden Versionen nicht ganz mein Fall ist, mir ist die fernöstliche Denkart einfach zu wesensfremd. Einige der Anekdoten sind auf jeden Fall nachdenkenswert, einige der enthaltenen Lehren sollte man natürlich beherzigen (kenne das Terrain, sei gut vorbereitet etc.).

Kurt Tucholsky: Rheinsberg. Ein Bilderbuch für Verliebte (e)
Meine große Tucholsky-Phase hatte ich in den Jahren 1988 und 89. In dieser Zeit las ich auch erstmals sein "Bilderbuch für Verliebte" als Taschenbuch (rororo). Sehr nett die Vorworte zu den jeweiligen Neuauflagen und die Seitenhiebe auf den armen Verleger, der immer "zusetzen" muss. Claires Sprache finde ich nach wie vor albern, auch wenn das Wiedersehen mit der Frage "Ob es hier Bärens gibt?" ganz nett war. Kein schlechtes Buch, aber den Vergleich zu "Schloss Gripsholm" hält es in keinster Weise aus. (Ach ja: Kennt eigentlich einer von euch den Film dazu? Ich habe ihn - wohl auch vor 20-25 Jahren mal gesehen und mich gefragt, wo eigentlich der Zusammenhang mit dem Buch liegt. Irgendwie passte das gar nicht zusammen.)

Kurt Tucholsky: Schloß Gripsholm (e)
Ebenfalls wiedergelesen. Die Taschenbuchausgabe las ich 1988 oder 89 im Aufenthaltsraum meiner alten Schule, kurz vor dem Abi. Eine Liebesgeschichte? Du liebe Zeit was soll das? Lieben Sie? Mit einem launigen Briefwechsel zwischen Verleger und Schriftsteller beginnt Kurt Tucholsky dieses Buch, das ich für sein schönstes halte. Eine Liebesgeschichte à la "Die Gräfin raffte ihre silberne Robe und fiel wortlos die Treppe hinunter" will sich der Autor denn doch nicht abgeben und schlägt stattdessen eine Sommergeschichte vor. Eine Sommergeschichte auf dem schwedischen Schloss Gripsholm, auf dem ein junger Mann und eine junge Frau ihren Urlaub verbringen. Später schauen noch Freund Karlchen und Freundin Bille herein. Es gilt, die Landschaft zu erkunden und ein Kind aus den Fängen einer herzlosen Kinderheim-Feldwebelin zu retten, daneben gibt es einige Seitenhiebe auf üble Chefs, und es ist sehr viel Sommer und Sonnenschein darin. Eine der drei schönsten Sommergeschichten, die ich kenne. Da können nur noch die "Ferien auf Saltkrokan" und Bergengruens "Rittmeisterin" mithalten. Erstaunlicherweise auch Bücher, in denen gar nicht so umwerfend viel "passiert". Nur Sommer und Sonne passieren dort und etwas Wasser.


Goethe: Götter, Helden, Wieland (e)
Kostenloses eBook aus der Public Domain. Nette, etwas böse Parodie vom Altmeister auf den Oberaltmeister der deutschen Literatur. Die Wieland-Lukianische Tradition der Göttergespräche auf die damalige moderne Zeit ausgeweitet und dabei den alten, liebenswerten Wieland gehörig durch den Kakao gezogen. Man braucht etwas Hintergrundwissen beim Lesen, es macht aber Spaß.

Reinhard Kleist: Der Traum von Olympia

Valerian & Veronique 22: Souvenirs der Zukunft
Das Album nach den Abenteuern der Raumzeitagenten ... Es bietet einige kürzere Episoden aus dem Leben einiger Begleiter der beiden Helden. Erneut zauberhaft, wundervoll und zum Träumen. Es ist eine Binsenweisheit, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist. So betrachtet, war dies wirklich ein guter Zeitpunkt aufzuhören. Ich hätte mich noch gern weiter in Valerians und Veroniques Welten verloren.

Linda Budinger: Im Keller des Killers (e)
Brrr ... Wie krank ist das denn? Da lädt man sich nichtsahnend einen Thriller seiner guten alten Freundin Linda Budinger auf den Reader, von der man so viele sensible und zauberhafte Fantasy-Abenteuer gelesen hat - und plötzlich steckt man mitten in einem Albtraum fest und irrt zusammen mit einem Liebespaar durch den Keller eines perversen Mörders und Plastinators, der aus Leichenteilen einen Horrortrip der übelsten Art zusammengestellt hat. Das eBook ist irre. Irre gut. Grauenerregend. Gänsehaut pur. Unvergesslich. Grandios gruselig. Ich weiß gar nicht, ob ich euch das jetzt empfehlen oder lieber verbieten soll. Auf jeden Fall würde ich keinem raten, es zu lesen, wenn er nachts allein im Haus ist. Brrr ...


Wilhelm Hauff: Das kalte Herz und andere Märchen (Reclam)
Absoluter Klassiker. Enthält außer der Titelgeschichte "Das kalte Herz" die Märchen vom "Gespensterschiff" und "Kalif Storch". Einer der ganz großen Märchenerzähler neben den Grimms und Hans-Christian Andersen, mit dem man sich als Märchenforscher unbedingt mehr befassen sollte.

Seneca: De vita beata / Vom glücklichen Leben. Lateinisch/Deutsch (Reclam)
Der Mann hat ziemlich oft Recht. Grundlegender, nicht allzu umfangreicher Text, gut aufbereitet, ordentliche und lesbare Übersetzung.

Gottfried Martin: Sokrates (Rowohlt-Monographie)
Gut geschriebene und eingängige Darstellung von Leben und Gedankenwelt des Sokrates in bewährter Rowohlt-Monographien-Qualität. Vielleicht ein wenig redundant, einiges wurde einfach so oft wiederholt, bis es selbst der Dümmste kapiert hat. Aber gerade darum auch empfehlenswert.

Die 5 Meeresfreunde

Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n)
Die Anthologie des Autorenvereins zur 1200-Jahr-Feier der Stadt Hildesheim erzählt Geschichten aus der Historie der Domstadt, beginnend mit dem Rosenstock-Wunder des Jahres 815, der Gründungslegende, über mittelalterliche und frühneuzeitliche Prominente aus Hildesheim (wie Albertus Magnus oder Didrik Pining, den Entdecker Amerikas), über Sagengestalten wie den Huckup und Hödeken (letzterem habe ich ein Denkmal im Buch gesetzt), über Arschlöcher wie die Nazis bis hin zu Spekulationen über die Zukunft und außerirdische Besucher. Ein sehr vielschichtiges Buch also. Auch für Nicht-Hildesheimer.

Laurence Sterne: Tristram Shandy (e)
Wer den Tristram Shandy nicht kennt, weiß überhaupt nicht, was ein humorvoller Roman ist. Ein umwerfendes Buch, absoluter Klassiker und unverzichtbarer Bestandteil einer jeden Bibliothek eines jeden Literaturliebhabers. Ich habe das Werk 1991 durch eine Vorlesung von Jürgen Peters an der Uni Hannover kennen gelernt und sofort gemerkt, dass es hier um etwas ganz Besonderes geht. Am nächsten Morgen holte ich mir die Reclamausgabe und hatte das ziemlich dicke Buch in wenigen Tagen durchgekaut. Die eBook-Ausgabe ist auch nicht unbedingt schlecht, allerdings muss ich vor der Anschaffung warnen: Da die elektronische Fassung auf die Zweitauflage zurückgeht, fehlen hier so wichtige Elemente wie die in der Sterne-Diskussion immer wieder zitierte schwarze Seite, die weiße Seite und die marmorierte Seite. Ihr werdet also nach Lektüre des eBooks im Gespräch mit Sterne-Kennern manchmal das Gefühl haben, dass euch etwas fehlt ...

Hörspiel

Geister-Schocker: Griff aus dem Dunkel (Earl Warren)
Sehr stimmungsvolles, akustisch hochdramatisches Hörspiel über einen Familienfluch. Sollte man nicht unbedingt nachts allein im Auto hören, wenn man etwas schreckhaft ist.


März

D.W. Schmitt: Perlamith 4 - Die Silberbrigade
Der Abschluss der Perlamith-Tetralogie, die ursprünglich mal eine Pentalogie hatte werden sollen. Schmitt schildert den Einsatz einer Eliteeinheit, die unter dem Kommando eines mysteriösen Fremden mit seltsamen Kräften einen außerirdischen bzw. außerperlamithischen Stützpunkt stürmen muss. Es geht um einen geheimnisvollen Treibstoff, sehr unterschiedliche nichtmenschliche kosmische Zivilisationen und die Frage nach der Verantwortung.
Ich halte diesen Abschlussband für den besten und am klarsten strukturierten Band der Serie. D.W. Schmitt führt seine Figuren diesmal sehr zielstrebig durch die Handlung, das Buch ist nicht ganz so verschlungen wie die Vorgängerbände. Eigentlich schade, dass es vorbei ist. Aber vielleicht liest man ja nochmal etwas Neues von diesem Autor?

Ludger Christian Albrecht: Neue Freiheit (e)
Lyrik, speziell Lyrik zur Verarbeitung einer gescheiterten Beziehung, autobiographisch, wie das Vorwort des Verfassers erläutert. Zum Teil etwas naiv und simpel, da reimt tatsächlich noch jemand "Herzen" auf "scherzen". Zum Teil sehr pathetisch. Hervorzuheben ist aber der leichte, unverkrampfte Tonfall und der am Ende doch recht positive Umgang mit der Trennung, immerhin sagt schon der Titel, was das Auseinandergehen auch bedeutet: Neue Freiheit. Was den Preis angeht: Ich glaube mich zu erinnern, dass ich es damals für Null Euro, meinethalben auch 99 Cent oder 1,99 erworben habe. Der aktuelle Preis von 9,99 Euro erscheint mir recht hoch - sowohl was die Qualität als auch die Quantität der Gedichte angeht.

Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts (e)
Neben "Des Lebens Überfluss" die wohl schönste und leichtfüßigste Novelle der deutschen Romantik. Manchmal möche man selbst wie Eichendorffs Taugenichts einfach so mit der Geige in die Welt hinausziehen. Ebenfalls ein Büchlein, das ich Anfang der 90er Jahre in der Reclamfassung kennen und lieben lernte und jetzt in der kostenlosen eFassung noch einmal entdeckte. Es hat in der Zwischenzeit nichts von seinem Zauber verloren.

Rabindranath Tagore: Gitanjali (e)
Die eBook-Ausgabe greift zurück auf die Übersetzung von Marie Luise Gotheim, die den Titel mit "Hohe Lieder" wiedergibt, anderswo habe ich auch schon "Sangesopfer" als Titel gefunden. Ein zum Teil sehr interessantes, schönes und weises Buch, mit dem ich aber doch nicht recht warm geworden bin. Letzten Endes blieben alle meine Ausflüge in die indische Literatur immer ein wenig ... funkenlos. Da ist nichts, was überspringt, auch wenn Tagore schon recht modern ist und sich von vielen Tradtitionen gelöst hat, er steht nun einmal in einer anderen Tradition als ich, vielleicht klappt es später irgendwann einmal mit uns.

Indische Liebeslyrik, übersetzt von Friedrich Rückert (e)
Eine Blütenlese aus indischen Klassikern, darunter Kalidasa und die Geschichte von Nala, übersetzt von Friedrich Rückert. Nicht direkt schlecht, aber ich bin weder Rückert- noch Indienfan, da kamen einfach zwei Tonfälle zusammen, die mir gar nicht liegen.

Gustav Schwab: Die schöne Melusine (e)
Ich hatte mich ja kürzlich hier mit der alten Sage um Melusine und mit dem Melusinenbuch von Thüring von Ringoltingen befasst. Während ich euch den Thüring-Text nicht unbedingt empfehlen kann, sei euch diese Nacherzählung von Gustav Schwab nachdrücklich ans Herz gelegt. Der Mann kann erzählen und versteht es, alte spröde Stoffe für moderne Leser aufzubereiten. Nicht umsonst ist sein Buch über die Sagen des Altertums so bekannt geworden. Auch seine Bearbeitungen alter deutscher und französischer Stoffe sind sehr lesbar. Also, ran an die Melusine.

Gedanken im Sturm (e)
Eine Anthologie, die von Nicole Rensmann nach den Anschlägen vom 11. September 2001 ins Leben gerufen wurde. Später auch als eBook erschienen. Ich habe ziemlich lange gebraucht, um mir die Sammlung anzuschaffen, wie man sieht. Aber als Nicole auf Facebook verkündete, sie werde das eBook nun endgültig aus dem Verkehr ziehen, musste ich einfach zugreifen. Eine sehr lesenswerte Anthologie, auch und gerade jetzt mit dem großen zeitlichen Abstand. Einiges ist inzwischen natürlich überholt, aber vieles davon kann man auch heute noch so unterschreiben. Gerade jetzt wieder nach den Anschlägen von Paris und und und ...

Andrea Tillmanns: Wo liegt denn nun die Leiche?

Theodor Mundt: Madonna (e)
Es gibt Bücher, die begleiten einen Menschen sein ganzes Leben lang. Ein Buch, das mich seit meinem ersten Semester an der Uni Hannover begleitet, ist die "Madonna" von Theodor Mundt. Mundt, mein Leib- und Magen-Autor, über den ich später auch meine Doktorarbeit verfasste, hatte diesem respektlosen, hochphilosophischen, schwerverdaulichen und dickleibigen Buch einiges zu verdanken, vor allem das Scheitern seiner Universitätskarriere und ein Berufsverbot sowie seinen, wenn auch kleinen, Eintrag in der Geschichte der deutschen Literatur als einer der Wortführer einer Bewegung, die man das "Junge Deutschland" nannte.
Die "Madonna" war das erste Buch, das ich mir in der niedersächsischen Landesbibliothek als Fernleihe besorgte, und da ich die uralten, frakturgedruckten Seiten nicht fotokopieren durfte, schrieb ich in guter alter Klostertradition das ganze Buch einfach ab. 436 Seiten. Das hat mich stark geprägt. Und man lernt ein Buch sehr gut kennen dadurch. Noch heute kann ich weite Passagen der Madonna nahezu auswendig zitieren, zumindest sinngemäß. Würde ich jedem Literatur-Studenten empfehlen, der sich in ein Buch richtig einleben möchte.
Zum Hintergrund gibt es hier im Blog zwei Einträge, in denen ihr noch etwas mehr über Mundt und seine Madonna erfahren könnt:
Rezension zur Zenodot-Ausgabe
Mundts Madonna, die Zensur und die verlorene Professorenstelle

A.S. Jones: Die schwarze Fledermaus 1 - Blutgeld
Ein Buch, das lange aus meinem SUB (Stapel ungelesener Bücher) lag. Ich habe es vermutlich auf dem Buchmesse-Convent in einer Con-Tüte erhalten und wusste nicht so recht etwas damit anzufangen. Aber irgendwann war es dann doch auf den Spitzenplatz des Stapels gelangt und wurde gelesen. Die schwarze Fledermaus ist ein Held, der seine hohe Zeit in der guten alten Pulp-Klassik-Epoche hatte, sich aber immer noch einer großen Fangemeinde erfreut. Jetzt also ein neues Abenteuer. Der Held ist eigentlich Anwalt, löst aber nachts in der Maske der "schwarzen Fledermaus" diejenigen Kriminalfälle, mit denen die Polizei nicht fertig wird. Die Assoziation an Batman liegt natürlich auf der Hand, aber auch eine gewisse Erinnerung an Marvels Daredevil schwingt mit, da das Alter Ego der Fledermaus vorgibt, blind zu sein. Der Fall "Blutgeld" selbst ist recht spannend und temporeich erzählt, lässt sich gut lesen und hat mir gefallen. Mal sehen, vielleicht finde ich mal wieder eine Fledermaus in einer Con-Tüte.

Carolyn Lucas: Vermächtnis der Engel (e)
Männliche und weibliche Engel befinden sich seit Äonen im Krieg. Seit einiger Zeit gibt es zwar eine Art Frieden, doch der ist brüchig und bedroht. Die junge Menschenfrau Sarah ist der Schlüssel, das Wesen, das über Krieg und Frieden und über die Macht entscheiden kann. Beide Parteien versuchen, ihrer habhaft zu werden. Doch nicht nur Machtpolitik und Ehik, sondern auch die Liebe hat ein Wort mitzureden. Ausgerechnet zwischen Sarah und einem Engel funkt es gewaltig. Für seine Chefs ein eindeutiger Sündenfall. Gibt es eine Zukunft für ihre Liebe?
Carolyn Lukas hart einen guten, flüssigen Schreibstil und versteht es, dem alten Thema der Liebe zwischen Mensch und Engel/Vampir/Werwolf/Wasauchimmer eine neue Seite abzugewinnen. Das eBook ist leicht und schnell zu lesen und viel eher zu Ende, als man erwartet. Ich war etwas verwirrt, bis ich schließlich feststellte, dass es der Auftakt zu einer Trilogie ist. Mal sehen, demnächst hole ich mir wohl den zweiten Teil.

Asbjörnsen/Moe: Norwegische Volksmärchen II (e)
Asbjörnsen und Moe sind für Norwegen ungefähr das, was die Grimm-Brüder für Deutschland sind. Sie sammelten alte norwegische Volksmärchen und vereinigten sie zu einer Sammlung, die sich vor den Kinder- und Hausmärchen nicht verstecken muss. Meine ersten Asbjörnsen-Moe-Märchen las ich als Kind, während eines Norwegen-Urlaubs mit Eltern und Schwester, das war vermutlich in Loen am Nordfjord, 1977. Ein recht dünnes Taschenbuch mit den drei bekannten Ziegenbock-Brüdern auf dem Titel. Ich habe es noch immer. Jetzt also die eBook-Ausgabe, die wesentlich umfangreicher ist. Teil 1 habe ich bereits letztes Jahr gelesen, Teil 2 war jetzt dran. Bevorwortet bemerkenswerterweise vom guten alten Ludwig Tieck. Enthält unter anderem die Geschichte der sieben Füllen, des norwegischen (männlichen) Aschenbrödels, der drei Böcke Brausewind, "Östlich der Sonne und westlich vom Mond" und den köstlichen Schmierbock. Unbedingt empfehlenswert.


Zu Teil 2 des Jahresrückblicks: April bis Juni 2015.
Zu Teil 3 des Jahresrückblicks: Juli bis September 2015.
Zu Teil 4 des Jahresrückblicks: Oktober bis Dezember 2015.


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Ulrich Wißmann: Tanz mit Schlangen

Geschrieben von Petra , in Indianer 27 Dezember 2015 · 2.122 Aufrufe
Indianer, Hopi, Navaho und 1 weitere...

Frank Begay, der Navaho-Cop mit dem sicheren Blick für Fährten und großem Respekt vor indianischen Traditionen, muss seinen vierten Fall lösen. Autor Ulrich Wißmann führt ihn diesmal - nach Ermittlungen bei den Lakota, Apachen und im Navaho-Land - ins benachbarte Gebiet der Hopi.
"Tanz mit Schlangen" lautet der programmatische Titel. Beim berühmten Ritual des Schlangentanzes ist der älteste und erfahrenste Tänzer umgekommen. Alles sieht nach einem Unfall aus - bis die Schlange, die ihn beim Tanz gebissen hat, näher untersucht wird.
Begay ermittelt an der Seite seines Freundes, des weißen FBI-Agenten Jackson Caldwalder, mit dessen Hilfe er bereits seinen dritten Fall gelöst hat, sowie seines Kollegen Charlie von der Hopi-Stammespolizei. Charlie hattte geistesgegenwärtig die Schlange "sichergestellt", die als Mordwaffe "präpariert" worden war. Bei dem Ritual werden gewöhnlich sattgefütterte Schlangen verwandt, die träge sind und ihren Giftvorrat verbraucht haben. Doch Albert Tasajeswa war eine hungrige, giftgfüllte und zum Überfluss auch noch mit zwei Messerschnitten verletzte Schlange gereicht worden. Kein Wunder, dass das Reptil zubiss.
Begay, Caldwalder und Charlie befragen alle Mitglieder der Schlangen-Kiva, die für das Ritual zuständig waren, doch viel erfahren sie nicht. Viele der alten Hopi-Riten sind geheim, vieles wird selbst Stammesgenossen nicht verraten. Ja, der Verstorbene hatte Streit mit den Weißen, die eine Kohlemine in der Nähe betrieben haben und nun die Förderung wieder aufnehmen wollen. Auch innerhalb der Schlangen-Kiva hatte der Traditionalist einige Gegner, die die Riten gern etwas "zeitgemäßer" durchführen und für Touristen öffnen wollten, um etwas Geld in die klamme Stammeskasse zu bringen. Aber ein Mord? Und gar durch die Hand eines Hopi? Eines Angehörigen des Volkes, das als eines der friedliebendsten Indianervölker überhaupt gilt? Für alle Befragten so gut wie undenkbar. Dann stellt sich heraus, dass es schon zuvor einen Mord gegeben hat ...
Ulrich Wißmann erweist sich erneut als Kenner indianischer Bräuche und Denkweisen. Man erfährt sehr viel über Kultur und Geschichte der Hopi in diesem Buch. Sehr nachdenkenswert ist auch das Gespräch, das Begay mit dem Weißen Randy führt, der in den Stamm aufgenommen wurde und jetzt bei den Hopi lebt.
Etwas weniger gelungen erscheinen erneut der Spannungsbogen und die Handlungsführung. Die Geschichte kommt nur sehr langsam in Fahrt. Begay und Caldwalder führen in der ersten Hälfte ziemlich viele ergebnislose Gespräche, die fast immer den gleichen Wortlaut und das gleiche Ergebnis hatten. Hier hätte man raffen oder variieren müssen. In der zweiten Hälfte nimmt die Sache dann deutlich Fahrt auf, das Tempo erhöht sich, die Spannung steigt bis hin zum dritten Mord und zur finalen Konfrontation. Sehr schön, auch wenn ich das dritte Mordopfer nicht so gern unter den Toten gesehen hätte. Etwas an den Haaren herbeigezogen ist auch die Art, wie Begay das Computer-Passwort des Mörders knackt. Das hatte das Niveau einer unterdurchschnittlichen Drei-Fragezeichen-Folge.

 

Fazit: Detailreicher und sachkundig geschrieberner Roman, in dem man sehr viel über das Leben der Hopis erfährt. An der Krimi-Handlung könnte noch einiges verbessert werden, ansonsten wieder ein interessanter und lesenswerter Fall eines besonderen Cops. Ich freue mich auf Teil fünf.

 

Ulrich Wißmann: Tanz mit Schlangen.Tödliche Zeremonie bei den Hopi. Ethno-Krimi. Hohenthann: TraumFänger Verlag, 2015. 183 S., Euro 9,90.

 

Weitere Frank-Begay-Krimis von Ulrich-Wißmann
Skalpjagd
Wer die Geister stört
Böser Zauber

 

© Petra Hartmann




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Emilia Jones: Michelles Verführung

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 26 Dezember 2015 · 2.516 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 4 weitere...

"Michelles Verführung" heißt ein kleiner erotischer Appetithappen aus der Feder von Emilia Jones. Die Novelle ist ein Seitenstück zur Romanserie um den Brüsseler Vampirclub "Club noir", war schon einmal als Beitrag zu einer Anthologie zu lesen und ist nun endlich auch als Separatdruck in Taschenbuchform erhältlich.
"Michelles Verführung" spielt zeitlich zwischen den Romanen "Club noir" und "Blutnächte" und wird auf dem Buchrücken als "Teil 1,5" der Serie bezeichnet. Es werden kurz die beiden Hauptfiguren aus Band eins, Andrew und Jesse, erwähnt und man erfährt, dass Michelle in Andrew verliebt war, doch dies hat keinen weiteren Einfluss auf den Handlungsverlauf. Man kann die Novelle also ohne Vorkenntnisse lesen und genießen.
In Brüssel betreiben die Vampire, statt Nacht für Nacht auf Menschenjagd zu gehen, einen Club, in dem auch Menschen, meist junge, hübsche Frauen verkehren, die sich den Vampiren, betört von der sinnlichen Ausstrahlung dieser Nachtschwärmer, sexuell hingeben und sich in der Ekstase auch gern etwas Blut abzapfen lassen. Michelle ist eine dieser menschlichen Club-Besucherinnen. Allerdings lässt sie sich auf keine erotischen Abenteuer mit den Vampiren ein, sondern spendet lediglich gegen Geld von ihrem Lebenssaft. Ein Verhalten, das die männlichen Vampire auf sie aufmerksam macht und sie provoziert. Einer der abgeblitzten Freier schlägt schließlich ene Wette vor. Der charismatische Raoul soll unter Beweis stellen, dass er wirklich jede Frau herumkriegen kann, und die spröde Michelle verführen.
Emilia Jones hat sich als Autorin erotischer Romane bereits einen Namen gemacht und zeigt hier, dass sie auch die "kleinere Form" der Novelle beherrscht. Auf nur 80 Seiten treibt sie die Handlung voran, lässt den Leser Charakterentwicklung und Emotionen der Heldin miterleben und bietet einige prickelnde Höhepunkte aus dem Liebesleben der Blutsauger dar. Wieder einmal ein kleines erotisches Kabinettstückchen, dem man es anmerkt, dass es mit sehr viel Herzblut geschrieben wurde.

 

Fazit: Vampir-Erotik vom Feinsten. Für Fans der Brüsseler Vampire aus dem "Club noir" ein Muss. Und für alle, die noch nicht wissen, was sie bei Emilia Jones erwartet, ein guter Einstieg in die Vampirsaga.

 

Emilia Jones: Michelles Verführung. Lautertal: Plaisir d'Amour Verlag, 2015. 84 S., Euro 6,90.

 

Mehr von Emilia Jones:
The Black Club, London
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Geschmeidig - erotische Tanz-Geschichten
Teufelskuss und Engelszunge
Sinnesrauschen I: Ginas Bar
Sinnesrauschen II: Spielsüchtig

 

Von Ulrike Stegemann:
Dämonenfriedhof
Weihnachtsmann auf Diät

 

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Lilith Kalluna: Kinder der Dunkelheit I - Der Prophet

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 26 Dezember 2015 · 1.543 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 3 weitere...

Erinnert ihr euch noch an die Reihe "Weltenwanderer" des Arcanum-Verlags? Eine der schönsten Novellen, "Kinder der Dunkelheit", ist nun in neuem Gewand wieder erhältlich. Autorin Lilith Kalluna (Lilith Kirchner) hat die Geschichte überarbeitet und nun als eBook bei Neobooks neu herausgegeben. Das Gute: Die Geschichte geht weiter. Auf den ersten Teil - jetzt unter dem Titel "Der Prophet" erhältlich - sollen noch zwei weitere folgen.
"Kinder der Dunkelheit" spielt in einer mittelalterlich geprägten Welt, in der eine an die christliche Kirche erinnernde Religionsgemeinschaft das Sagen hat. In streng dualistischer Tradition wird hier das Licht mit dem Guten und Göttlichen verbunden. Aber es gibt auch noch eine "dunkle Seite", die des angeblich Bösen und Widergöttlichen, die von den Priestern mit allen Mitteln bekämpft wird.
Von Zeit zu Zeit werden Kinder mit besonderen Fähigkeiten geboren. Fähigkeiten, die sich die Priester nicht erklären können - und daher eindeutig als böse brandmarken. Im besten Falle landen die Kinder in Heimen, und ihre Kräfte werden neutralisiert. Doch dann träumt einer der Priester von einem besonders starken Vertreter der "anderen Seite": Der "Prophet der Dunkelheit" werde erstarken und den Orden des Lichts womöglich besiegen und auslöschen, fürchtet er. In Träumen und Visionen versucht er, dem gefährlichen "Propheten" auf die Spur zu kommen, und stellt zu seiner Überraschung fest, dass es sich noch um ein Kind handelt. Ein Kind, das, der Logik der Lichtgläubigen zufolge, getötet werden muss, ehe es zu seiner vollen Macht gelangt ...
"Kinder der Dunkelheit" ist die Geschichte von Licht und Dunkel, die sich gegenseitig bedingen. Es ist auch ein Lehrstück darüber, wie auch ursprünglich wohlmeinende Glaubensgemeinchaften zu Tyranneien werden und in Aberglauben und Selbstgerechtigkeit versinken, wie Menschen im guten Glauben selbst vor Kindesmord nicht zurückschrecken und wie gefährlich das Anderssein in jeder Gesellschaft ist. Der Leser lernt den begabten, aber sonst recht normalen Junge Fhirn kennen und erlebt, wie er ohne sein Zutun plötzlich zum Zentrum eines Intrigenspiels und Mordplans wird. Vor allem aber erlebt man die Arbeit einer tüchtigen und beherzten Frau mit, die ein Heim für besondere Kinder gründet und sie dem Zugriff der Obrigkeit entzieht.
"Kinder der Dunkelheit" ist eine spannende und kluge Novelle in leicht lesbarer Sprache und mit einem Hauch Magie. Das Werk ist ein gelungener, vielversprechender Start für eine Trilogie. Man darf gespant sein, was nach dem Auftaktband aus der Welt und aus den Beteiligten wird.

 

Lilith Kalluna: Kinder der Dunkelheit I - Der Prophet. E-Book. Neobooks, 2015. Euro 2,99.

 

Mehr über Lilith Kirchner / Lilith Kalluna:
http://www.scifinet....lith-kirchner/

 

Meine Rezension zur Erstausgabe von "Kinder der Dunkelheit":
http://www.scifinet....er-dunkelheit/

 

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Sauberes Abendessen - ein Weihnachtsmärchen

Geschrieben von Petra , in Weihnachten 24 Dezember 2015 · 1.745 Aufrufe
Weihnachten

Die Geschenke sind eingepackt, alle Einkäufe erledigt, einen Baumkauf auf den letzten Drücker muss ich auch nicht mehr erledigen ... Zeit, endlich zur Ruhe zu kommen und euch allen ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest zu wünschen. Und wenn ihr noch etwas Lesestoff vor der Bescherung braucht - hier kommt mein neues Weihnachtsmärchen. Viel Vergnügen damit!

 

Sauberes Abendessen

 

„Heute Abend tun sie uns wieder ein Kind ins Essen.“
„Ich hoffe nur, dass die Windeln diesmal dicht sind.“
„Das sind sie nie.“
„Jedes Jahr an Heiligabend legen sie uns ein Kind ins Essen.“
„Ja, und jedes Jahr an Heiligabend schmeckt unser Heu nach Kinderkacke.“
Hans, der Esel, und Berta, die Kuh, starrten verdrossen in ihre Futterkrippe. Selma, Isolde und Benjamin, die drei Schafe, blökten vor sich hin und schauten auf ihre Vorderhufe. Keine guten Aussichten.
Das Krippenspiel mit echten Tieren im Stall von Bauer Heiner Silbermann erfreute sich seit Jahren großer Beliebtheit bei den Einwohnern von Kleinweltwinkel. Bei den zweibeinigen Einwohnern. Die Tiere, die als unfreiwillige Statisten mitspielten, hatten darüber jedoch eigene Ansichten. Selbst die Kuh Berta, die viel vom Christentum hielt, wurde verdrießlich, wenn es auf die Weihnachtszeit zuging. Dabei stammte sie doch, wie sie allen Stallbewohnern immer wieder mit stolzgeschwellter Brust erzählte, in direkter Linie von dem Ochsen aus dem Stall zu Betlehem ab. Auch wenn der Esel darüber spottete und behauptete, niemand könne von einem Ochsen abstammen. Jedenfalls war auch die fromme Kuh Berta beim Gedanken an das heutige Abendessen ausgesprochen missmutig.
„Es ist eine Missachtung“, sagte der Esel.
Die Schafe blökten: „Es schmeckt besch...“
„Schschsch, nicht so schlimme Wörter“, ermahnte die Kuh. „Bald werden Kinder anwesend sein.“
„Darum geht es ja gerade“, sagte der Esel und ließ die Ohren hängen. Es war einfach zu traurig. Doch plötzlich, wie von ungefähr, schoss ihm ein Gedanke durch seinen grauen Kopf, und die Ohren richteten sich wieder steil auf. „Hört mal“, sagte er, was haltet ihr davon, wenn wir einfach gemeinsam weggehen?“
„Du meinst: Abhauen?“, fragte Kuh Berta fassungslos. „Durchbrennen, ausbrechen, sich vom Acker machen, Land gewinnen, weglaufen ...?“
„I-jah“, sagte Hans und nickte bedächtig.
„Ja, das ist gut“, blökten die Schafe. „Lasst uns abhauen. Etwas Besseres als vollgemachtes Heu finden wir überall.“
„Also gut“, seufzte Berta. „Nun denn, Esel, sag an: Wo soll's denn hingehn?“
„Naja, wir könnten im Prinzip überall hingehen, zum Beispiel rechts entlang, den Weg zum Wald.“
„Ja, Wald ist gut, Wald ist Abenteuer und Märchen und Zauber“, blökten die Schafe. Und damit war alles entschieden.
Hans der Esel schob mit seiner Schnauze die Stalltür auf, lugte vorsichtig nach rechts und links, warf noch einen ärgerlichen Blick auf den leuchtenden Stern, den Bauer Silbermann wie jedes Jahr zum Krippenspiel über die Stalltür gehängt hatte, und trippelte dann auf Hufspitzen hinaus. Kuh Berta folgte ihm, wenn auch nicht ganz so leise, dann trappelten und sprangen die drei Schafe heraus und hopsten aufgeregt um die beiden herum. Ein Ausflug ohne Hütehund, das würde spannend werden. So zogen sie los.
Sie waren noch nicht allzu weit gekommen auf ihrer Wanderung, als sie am Wegrand ein Häuschen entdeckten.
„Wer mag darin wohnen?“, blökten die Schafe.
„Lass uns doch einfach einmal anklopfen“, riet Berta die Kuh, die sehr wohlerzogen war. So bollerte Esel Hans mit dem Vorderhuf gegen die Tür - viel lauter, als die höfliche Berta es sich vorgestellt hatte.
„Wer ist dort?“, kam eine alte, brüchige Stimme aus einem der hinteren Zimmer.
Esel, Kuh und Schafe sahen sich ratlos an. Sollten sie verraten, dass sie um sauberes Heu betteln wollten? Aber dann würde die alte Frau sie womöglich davonjagen, und der Magen knurrte den fünf Tieren schon ganz gewaltig.
„Enkeltrick“, flüsterte Hans, der sich in seinem klugen grauen Kopf schon einen Plan ausgeknobelt hatte. Er räusperte sich. „Rat doch mal, wer hier ist, Großmutter“, flötete er mit zuckersüßer Kleinmädchenstimme.
„Bist du etwas meine liebe Enkelin, das Rotkäppchen?“, fragte die heisere Stimme von drinnen zögernd.
„I-jah“, schrie der Esel freudig. „Ich bin das Brotköppchen, darf ich hereinkommen?“
„Was für ein komischer Name“, maulten die Schafe. Doch aus dem Haus kam ein freundliches: „Ach, dann komm doch herein zu deiner lieben alten Großmutter, du gutes Kind.“
„Da, bitte, sie hat's geschluckt“, sagte der Esel triumphierend. „Jetzt die Schafe vor. Geht rein, kuschelt euch an sie, und immer schön auf niedlich machen. Das ist die Art, wie man mit alten Damen umzugehen hat.“
Die Schafe trippelten flink in die gute Stube hinein. Und dann in die Kammer. Dort lag im Bett eine offensichtlich sehr alte Frau, die hatte die Nachthaube tief ins Gesicht gezogen und war bis obenhin zugedeckt. Plötzlich kam ihnen die Sache nicht mehr ganz astrein vor.
„Aber Großmutter, was hast du denn für riesengroße Pranken?“, fragte die kleine Isolde schüchtern.
„Damit ich dich besser packen kann!“ Die Großmutter sprang aus dem Bett auf Isolde zu, packte das Schaf am Nackenfell, riss ihren furchtbaren Wolfsrachen auf und - in diesem Augenblick sprang Hans dazwischen. Er bäumte sich auf, warf sich herum, bockte und jagte dem Wolf mit voller Kraft beide Hinterhufe in die Rippen, dass das Tier aus dem Fenster flog und heulend davonhinkte.
„Wir müssen vorsichtig sein“, stellte Hans fest. „In diesem Wald ist offenbar einiges nicht geheuer. Jetzt schnell, seht euch um. Könnt ihr hier irgendwo Heu entdecken?“
Berta, Selma, Isolde und Benjamin wandten hastig die Köpfe. Etwas Geld, Schmuck, eine goldene Uhr, aber nichts wirklich Wertvolles. Enttäuscht verließen sie das Haus. Ihr Magen knurrte. Kein sauberes Weihnachtsstroh von der Großmutter. Also weiter. Als sie an eine Weggabelung kamen, schlugen sie den Weg nach rechts ein. Und nach einer guten halben Stunde erreichten sie ein neues Häuschen. Huh, wie sah das komisch aus.
„Kann man das etwa alles essen?“, muhte Berta ungläubig.
„Schaut nur“, flüsterte Benjamin andächtig, „das sind Lebkuchenziegel. Und Fenster aus Zuckerguss. Und Spekulatiuskeks. Und Dominosteine. Und Mandeln, Nüsse, Äpfel. Da, der Türriegel, das ist eine Zuckerstange, seht doch nur.“
„Da ist bestimmt ein Haken dabei“, murmelte Hans. „Aber lasst uns doch mal ein bisschen kosten. Ganz vorsichtig.“ Und er brach mit den Lippen gaaanz vorsichtig ein Stück Christstollen vom Türklopfer ab.
„Knusper, Knusper, Knäuschen, wer knuspert an mein' Häuschen?“, klang da eine uralte Frauenstimme hinter der Tür hervor.
„Sagt niemandem in diesem Wald eure Namen“, flüsterte der Esel hinter vorgehaltenem Vorderhuf. Dann spitzte er die Lippen und flötete: „Der Wind, der Wind - und Brotköppchen, das himmlische Kind.“
„Du willst mich wohl vergackeiern“, schimpfte die alte Frau. Sie riss die Tür auf und starrte die fünf Tiere wütend an. „Na wartet, euch koche und backe ich, dass es ein herrliches Weihnachtsmahl geben wird. Ich heize gleich den Ofen an, haha.“
Die alte Frau nahm einen Arm voll Holz und trug ihn hinüber zu ihrem Ofen, in dem das Feuer schon munter flackerte. Doch als sie sich zur Ofenklappe hinab beugte, geschah es. Ihr Rock hob sich, und die leuchtend rote Unterhose der Alten wurde sichtbar.
„Haltet mich!“, flehte Berta. „Haltet mich fest, oder es geschieht ein Unglück!“
Doch Esel und Schafe blickten sich nur ratlos an. Und dann war es zu spät. Berta sah nur noch Rot. Berta stammte mütterlicherseits aus Spanien. Rot, das war die Farbe, die ihre Ahnen aus den spanischen Stierkampfarenen jahrhundertelang bis zur Ekstase gereizt hatte. Das Blut schoss der alten Kuh in die Nase. „Ole!“, schrie sie lauthals auf, dann senkte sie die Hörner und galoppierte auf die alte Frau zu.
„Ojeh!“, riefen Benjamin, Hans, Isolde und Selma.
Die alte Frau flog durch die Luft, landete mitten im Ofen, sprang heraus und rannte davon, wobei sie eine lange Spur aus Flammen und Rauch hinter sich herzog. „Hilfe! Polizei! Räuber! Diebe! Mörder! Feuerwehr!“, schrie sie.
„Lasst uns lieber abhauen“, blökten die Schafe.
Ein Rat, den Hans und Berta nur allzu gern befolgten. Die Fünf rannten davon, als sei der leibhaftige Teufel hinter ihnen her, und hielten erst wieder an, als der Weg sich erneut gabelte.
„Wir gehen rechts lang“, entschied Hans, „denn wir sind bisher immer rechts gegangen, und es gäbe ein furchtbares Kuddelmuddel, wenn wir jetzt die Richtung ändern würden.“
Der Weg war lang und kalt. Und es wurde immer dunkler. Die fünf Tiere hungerten und froren entsetzlich. Nun kam auch noch die Angst hinzu.
„Oh, ich wollte, wir hätten uns gar nicht auf dieses dumme Abenteuer eingelassen“, jammerte Selma.
„Ja, bleibe im Stall und nähre dich redlich“, brummelte Benjamin.
„Besser Heu mit Kinderkacke als gar keins“, maulte Isolde.
„Stopp mal“, unterbrach plötzlich Hans das Geblöke der Schafe. „Dort vorn sehe ich ein Licht. Vielleicht gibt es ja dort etwas zum Essen.“
Langsam schlichen sie auf das Licht zu, das sich bald als das Fenster einer weiteren Hütte entpuppte. Wobei Hütte nicht ganz das richtige Wort war. Dort stand ein kleines, gemütliches Glitzerpalästlein mit großem Garten, mit einem beheizten Swimming-Pool, einem kleinem Golfplatz und einer Tennisanlage. Hinter den Fenstern ging es hoch her. An einem langen Tisch saßen vierzig Herren in dunklen Anzügen, stapelten Geldscheine und Aktienpakete, lachten und tranken perlenden Champagner aus hohen Kristallgläsern. Befrackte Diener liefen eilfertig hin und her und reichten Schüsseln mit Kaviar und Austern herum. Und jedesmal, wenn einer der vierzig Herren sich eine dicke Zigarre anzündete, benutzte er dazu einen Tausend-Euro-Schein.
„Wenn diese Leute Geld wie Heu haben, dann ist sicherlich auch für uns etwas übrig“, freuten sich die Schafe.
„Dann ist ja endlich alles in Butter“, muhte Berta die Kuh.
„Dann wollen wir mal“, sagte Hans der Esel und drückte mit der Nase auf den Klingelknopf.
Erst tat sich gar nichts. Dann knisterte und knarzte etwas in der Gegensprechanlage. Eine Stimme näselte herablassend: „Ja?“
„Wir sind die Band für heute Abend“, flunkerte Hans geistesgegenwärtig.
„Die Herrschaften haben mir nichts von einer Band erzählt.“
„Natürlich nicht“, sagte Hans. „Der Live-Gig heute Abend soll ja eine Überraschung sein. Wir sind das original Glamorous City Musicians Quintett unter Leitung von the one and only Sir John Donkey himself, extra eingeflogen aus Bremen, und wenn wir hier noch lange im Schnee stehen müssen, ist meine Stimme hin, und wir müssen den Auftritt deinetwegen absagen. Du wirst mächtig Ärger mit deinen Chefs bekommen.“
Da fürchtete sich der Diener und öffnete die Tür. Entsetzt starrte er auf die fünf Tiere, die sich an ihm vorbei ins Warme drängten. Doch Hans hatte schon den Weg gefunden. Zielstrebig marschierte er auf den Festsaal zu und trat ein.
Vierzig Augenpaare richtete sich auf ihn. Fassungslos starrten die Männer den Esel an, der da mitten auf dem Parkett stand. Dann kam eine Kuh herein. Und dann begann der Raum vor Schafen nur so zu wimmeln.
„Was sollen wir tun?“, flüsterte Isolde nervös. „Alle starren uns an.“
„Showtime“, gab Hans gelassen zurück. „Zuerst etwas Akrobatik und dann Gesang. Danach werden sie uns ja wohl ein kleines Catering zukommen lassen.“
Akrobatik war etwas, das die fünf Freunde beim Grasen hinter Bauer Silbermanns Stall schon oft aus Langeweile versucht hatten. Vor allem ihre „große Pyramide“ war bei ihrem Publikum aus Hühnern und dem Hofkater immer sehr gut angekommen. Darum wusste auch jetzt jeder, was er zu tun hatte. Die kräftige Berta ging etwas in die Knie, erst vorn, dann hinten. Hans nahm direkt neben ihr Aufstellung, schaute allerdings in die entgegengesetzte Richtung, und ging ebenfalls in die Knie, erst hinten, dann vorn. Dies war das Startsignal für Benjamin und Selma, die nun die zweite Stufe der Pyramide bildeten. Benjamin stellte sich mit den Vorderhufen auf Bertas Nacken und mit den Hinterhufen auf Hans'˜ Po, Selma mit den Vorderhufen auf Hans' Nacken und mit den Hinterhufen auf Bertas Po. Vorsichtig balancierten die Schafe, bis die Gruppe ein gutes Gleichgewicht gefunden hatte. Schließlich kletterte Isolde, das kleinste und leichteste Schaf, auf die Spitze der Pyramide. Breitbeinig stand sie dort oben, zwei Hufe auf Benjamins Rücken und zwei auf Selmas.
„Und?“, fragte Berta, die mit dem Rücken zum Publikum stand. „Wie sieht es aus? Sind sie begeistert?“
„Ich würde sagen: Fassungslos“, sagte Benjamin, der die vierzig Männer gut im Blick hatte. Sie waren alle von ihren Stühlen aufgesprungen und starrten mit weitaufgerissenen Augen auf die Tierpyramide. Einigen stand der Mund weit offen.
„Sollen wir jetzt singen?“, fragte Benjamin.
„Ja, lass uns schnell singen und dann endlich etwas essen“, drängelte Isolde.
„Mir hängt der Magen schon auf den Knien“, jammerte Selma.
„Also los“, kommandierte Hans. „Eins, zwei drei und ...“
„Stihille Nacht!“, i-jahte, muhte und blökte die Tierpyramide.
Das Fensterglas zersprang, da der Esel leider einen halben Ton zu hoch gesungen hatte.
Da schrien die vierzig Männer vor Angst auf und rannten davon.
Verblüfft sahen sich die fünf Tiere an. Dann bauten sie langsam ihre Pyramide wieder ab.
„Banausen!“, sagte Berta.
Traurig sahen sie sich im Saal um. Und nun?
Isolde schnupperte neugierig an einem der Champagnergläser und quiekte erschrocken auf, als ihr die Perlen in die Nase stiegen.
„Hier hat einer in die Austern gespuckt“, stellte Hans verärgert fest. Er putzt den zähen Schleim mit einer Serviette aus und versuchte dann, etwas von der Schale abzubeißen. „Steinhart. Das kann man nicht essen.“
Berta schon ihre Nase in den Kaviar und wandte sich gleich darauf angeekelt ab. „Die Marmelade schmeckt nach Fisch und ist total versalzen“, murrte sie.
Benjamin spuckte gerade eine zerkaute Zigarre wieder aus und schüttelte sich vor Ekel. Und Selma knabberte an einigen Geldscheinen herum und stellte enttäuscht fest, dass man Geld nicht essen kann.
„Ich habe Hunger“, wimmerte Isolde.“
„Ich auch - ich auch - ich auch - ich auch.“
„Was tun wir also?“, fragte Berta
„Was bleibt uns übrig. Wir können entweder hier sitzen bleiben und verhungern. Oder wir gehen weiter“, sagte Hans.
„Ja, was bleibt uns auch anderes übrig. Aber bald kann ich wirklich nicht mehr.“
Die Tiere machten sich also schweren Herzens und leeren Magens erneut auf den Weg. Es war inzwischen stockfinster. Eisiger Wind strich ihnen durchs Fell. Sie zitterten und jammerten. Aber sie bissen die Zähne zusammen. Was sollten sie auch tun?
Nach einer Weile kamen sie erneut an eine Weggabelung. Sie gingen nach rechts, und wenig später lichtete sich der Wald. Offenes Feld lag vor ihnen. Darüber erstrahlte ein prachtvoller Sternenhimmel.
„Was mag das für ein Stern dort vorn sein?“, fragte Isolde.
„Keine Ahnung“, gab Hans zu.
„Aber er gefällt mir. Er leuchtet so hell und warm“, sagte Benjamin.
„Ich habe das Gefühl, der Stern leuchtet nur für uns so schön“, schwärmte Selma.
„Wir sollten ihm folgen“, sagte Berta. „Schon mein Urahn, der Ochse von Betlehem ...“
„I-jah, i-jah“, wir kennen die Geschichte“, kürzte Hans die Erzählung Bertas ab. „Also los, folgen wir dem Stern.“
Die fünf Freunde marschierten weiter. Immer dem Stern nach. Der Stern wurde größer und größer.
„Ich glaube, ich weiß, was das für ein Stern ist“, flüsterte Isolde nach einigen Minuten.
„Ja, ich habe auch eine Vermutung“, sagte Selma, als sie noch eine Weile weitergewandert waren.
„Ich bin ganz sicher“, meinte Benjamin, als der Stern noch größer geworden war.
„Ja, ich kenne ihn auch“, stellte Berta fest. Da standen sie schon vor dem Stern.
Hans stupste den in warmen Gelb- und Orangetönen leuchtenden Stern schließlich sanft mit der Nase an. Es war der große Stern des Stalles von Betlehem, den Bauer Heiner Silbermann in den Stalleingang gehängt hatte.
Als Hans die Stalltür aufschob, richteten sich alle Augen auf ihn. Fast 80 Besucher hatten sich um die kleine Krippe versammelt, um das Krippenspiel mit echten Tieren zu sehen. Maria, Joseph, Hirten, Engel und Könige, alle waren schon da. Doch diesmal hatten alle nur Augen für die Tiere, die man bereits schmerzlich vermisst hatte.
Würdevoll hielten die fünf Hauptpersonen des Stückes Einzug in den Stall. Hans voran, dann Berta, gefolgt von Benjamin und Selma, und zuletzt trippelte die kleine Isolde zur Tür herein. Langsam und feierlich schritten sie hinüber zur Krippe. Beinahe sanft stupste Hans das kleine Jesuskind mit der Nase an und schob es ein wenig zur Seite. Dann begannen sie zu essen.
„Schmeckt nach Weihnachten“, sagte Berta. Und sie fühlte sich ihrem Ahnherrn, dem Ochsen von Betlehem, ganz nahe in dieser Nacht.

 

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Kleines blaues Fahrrad rollt durch die Hildesheimer Allgemeine

Geschrieben von Petra , in Weihnachten 23 Dezember 2015 · 1.452 Aufrufe
Weihnachten
Mein Weihnachtsmärchen "Das kleine blaue Fahrrad" erscheint morgen in der Weihnachtsausgabe der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung. Also, wer im Kreis Hildesheim lebt und kein Abonnement hat, dem sei morgen der Gang zum Kiosk ans Herz gelegt.
"Das kleine blaue Fahrrad" entstand im Jahr 2013 und war zunächst als kleiner Weihnachtsgruß für Verwandte und Freunde gedacht. Im vergangenen Jahr habe ich es in der Sammlung "Blitzeis und Gänsebraten" veröffentlicht, und seitdem ist es eines meiner meist vorgelesenen Weihnachtsmärchen überhaupt. Freut euch also auf die Geschichte des "ganz total echten" Weihnachtsmannes, des arbeitslosen Karl Lehmann, der seltsamen Oma Trude und des kleinen blauen Kinderfahrrades mit der lauten Hupe am Lenker.


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Timur: "... was sich so alles aus einer alten Klamotte zaubern lässt"

Geschrieben von Petra , in Timur 22 Dezember 2015 · 1.368 Aufrufe
Timur
Ulrike Stegemann hat meine Novelle "Timur" auf der Elfenschrift-Seite besprochen. Sie zieht in ihrer Rezension einen Vergleich zur Schwesternovelle "Darthula", die in ähnlicher Aufmachung erschien, und staunt besonders darüber, was sich alles aus einer "alten Klamotte" (einer Erzählung von Karoline von Günderrode, die mir als Inspirationsquelle diente) zaubern lässt. Lob gab es auch für das Titelbild von Miguel Worms. Hier Ulrikes Rezension:

"Timur" heißt die zweite Fantasy-Novelle von Petra Hartmann im Verlag Saphir im Stahl. Die Aufmachung ist wie bei "Darthula": Ein kleines, aber feines Taschenbuch mit tollem Cover-Bild von Miguel Worms.
Inhaltlich gibt es nur beinahe Parallelen. So sind "Darthula" und "Timur" beides Fantasy-Geschichten und in beiden geht es um eine tragische Liebe, dennoch sind sie ganz verschieden.
War es bei "Darthula" noch die verschmähte Liebe, so ist es bei "Timur" ein Familienfluch, der ein junges Paar samt ihrer Angehörigen ins Verderben stürzt.
Hauptfigur ist hier die junge Prinzessin Thia. Sie führt ein behütetes und sorgenfreies Leben, bis sie unverhofft auf einen Gefangenen im Verlies stößt. Wer ist nur der blasse Jüngling, der ihr Inneres so sehr in Aufruhr versetzt? Der Gedanke an ihn lässt Thia fortan nicht mehr los. So wie der Jüngling in seinen Ketten gefangen ist, ist Thia von ihm gefangen. Nichts sehnlicher wünscht sie sich, als seinem Leid ein Ende zu bereiten. Sie bittet und bettelt und setzt alles daran, ihren Vater von der Freilassung des Jünglings zu überzeugen. Selbst die unheilverkündenden Worte einer alten Seherin können Thia nicht beruhigen. Schließlich gibt der König den Jüngling mit dem Namen "Timur" frei, wohl wissend, dass somit das Unheil seinen Lauf nehmen wird.
In Timur steckt eine tiefe Sehnsucht nach Rache, und danach handelt er auch, ehe er überhaupt einen ersten klaren Gedanken in Freiheit fassen kann. Zu spät erkennt er die Liebe, die alles hätte gut sein lassen.
Dem Nachwort von Petra Hartmann ist zu entnehmen, dass diese Geschichte dem Zufall zu verdanken ist. Bei Nachforschungsarbeiten entdeckte die Autorin die gerade einmal sechsseitige Originalerzählung "Timur" von Karoline von Günderrode aus dem Jahre 1804. Fasziniert, sowohl von der Autorin als auch von dem Lesestoff, entstand daraufhin diese fantastische Neuerzählung. Wieder einmal stellt Petra Hartmann wunderbar unter Beweis, was sich so alles aus einer "alten Klamotte" zaubern lässt. Mit modernen Worten und vielen neuen Ideen treibt sie die Originalgeschichte in spannende und dramatische Höhen. Wieder einmal ein tolles fantastisches Lesevergnügen!
Und wer sich für die Originalerzählung interessiert: Die ist ebenfalls im Buch enthalten.
(Ulrike Reineke, Dezember 2015)

Die Original-Rezension findet ihr hier:
http://www.elfenschr...cke.htm#Punkt10


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Neues von den Hildesheimlichen Autoren - Dezember 2015

Geschrieben von Petra , in Hildesheimliche Autoren 19 Dezember 2015 · 1.520 Aufrufe
Hildesheimliche Autoren und 1 weitere...

Die Vereinsnachrichten der Hildesheimlichen Autoren e.V. könnt ihr an jedem dritten Samstag im Monat auf Radio Tonkuhle in der Sendung "High Noon" hören. Für alle, die die Sendung verpasst haben, hier die Dezember-Nachrichten zum Nachlesen:

 

Hans-Jürgen Fischer ist neuer Vorsitzender der Hildesheimlichen Autoren.
Die Hildesheimlichen Autoren haben eine neuen Vorstand. Einstimmig wurde Hans-Jürgen Fischer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Fischer tritt die Nachfolge von Peter Hereld an, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr kandidierte. Neue Vizevorsitzende ist Sonja Klima. Im Amt bestätigt wurden Kassenführer Eckehard Haase und Schriftführerin Altje Hornburg. Als Beisitzer verstärken Peter Hereld, Anke Wogersien und Maria Marhauer den Vorstand.

 

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Jahresplan für das Vereinsleben erstellt
Der neue Vorsitzende Hans-Jürgen Fischer stellte auf der Mitgliederversammlung sein Konzept für die Treffen der Hildesheimlichen Autoren vor. Mitgliederversammlungen soll es im neuen Jahr nicht mehr monatlich, sondern nur noch vierteljährlich geben. Dazwischen plant er Schreibcafés und Autorenfortbildungen. Lesungen der Vereinsmitglieder sind auch für 2016 geplant, die Termine werden zeitnah in unserer Sendung bekannt gegeben. Ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier vervollständigen den Terminplan.

 

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Uta Jakobi veröffentlicht und verzaubert
Unter dem Titel "Verzaubert" veröffentlichte Uta Jakobi ein neues Buch. "Verzaubert ist eine Sammlung von weihnachtlichen und winterlichen Texten, wobei die Autorin sowohl Prosa als auch Verse rund um die Heilige Nacht präsentiert. Das Taschenbuch ist bereits ihrer drittes Buch nach ihrem Brasilien-Reisebericht und einer Sammlung unter dem Motto "Erlebt, beobachtet, erzählt".
"Verzaubert" ist als Taschenbuch bei CreateSpace erschienen und kann bei Amazon erworben werden. 50 Seiten kosten 6,99 Euro.

 

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50 Hildesheimliche Videos im Netz
Jens Volling hat für die Hildesheimlichen Autoren inzwischen das 50. Video bei Youtube hochgeladen. Die Filme und Audiodateien stammen von Lesungen der Vereinsmitglieder, ferner können Besucher dort die Mitschnitte der High-Noon-Sendungen nachhören. Einfach auf www.youtube.com in der Suchleiste das Stichwort "Hildesheimliche Autoren" eingeben und das Video Ihrer Wahl anklicken.

 

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Neu auf dem Youtube-Kanal der Hildesheimlichen Autoren

 

Weihnachtslesung am 15. Dezember im Michaelis Weltcafé mit Renata Maßberg, Anke Wogersien, Jens Volling, Elviera Kensche, Hans-Jürgen Fischer und Uta Jakobi:

 

Weihnachtslesung am 8. Dezember im Café Marie im Stadthaus Laatzen mit Uta Jakobi, Anke Wogersien, Altje Hornburg, Marlene Wieland, Hans-Jürgen Fischer und Petra Hartmann:

 

Weihnachtslesung am 3. Dezember im Familienzentrum Laatzen in Rethen mit Uta Jakobi, Marlene Wieland, Anke Wogersien und Petra Hartmann:

 

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Termine

 

Mittwoch, 30. Dezember: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Mit Altje Hornburg und Petra Hartmann. Beginn: 19 Uhr.

 

Dienstag, 12. Januar: Mitgliederversammlung und Schreibcafé in der NIL WEINkostBAR. Beginn: 18 Uhr.

 

Samstag, 16. Januar: High Noon auf Radio Tonkuhle. Beginn: 12 Uhr.

 

© Petra Hartmann




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Artur Rosenstern: Planet Germania

Geschrieben von Petra , in Kollegen 13 Dezember 2015 · 3.395 Aufrufe
Kollegen, Artur Rosenstern

Wie wird man eigentlich Deutscher? In seinem Buch "Planet Germania" erzählt Artur Rosernstern von zwei jungen Männern aus Kasachstan, die mit sehr unterschiedlichen Zielen nach Deutschland kommen. Was sie in Hannover, wo sie nicht nur das beste Deutsch der gesamten Bundesrepublik lernen wollen, erleben, ist manchmal brüllend komisch, manchmal eher zum Nachdenken anregend, oft beides und vor allem im Jahr 2015 aktueller denn je, obwohl Andrej und Murats Abenteuer auf dem Planeten Germania bereits vor einigen Jahren erschienen sind und nun im Verlag Monika Fuchs eine Neuauflage erleben.
Ich habe Artur Rosenstern vor einigen Jahren durch unsere gemeinsame Arbeit am Buch "Autorenträume" kennen gelernt. Damals steuerte er die Geschichte "Mein Agent" bei, in dem sich ein begeisterter, radebrechender und meist über das Ziel hinausschießender Murat als Literaturagent versucht und dabei seinen schriftstellernden Freund arg in die Bredouille bringt. Nun also gab es für mich ein Wiedersehen mit Murat, das der ersten Begegnung in nichts nachstand.
Der Protagonist des Buches ist Andrej, der aus Kasachstan nach Deutschland kommt und von einem Verwandten den Leitsatz mit auf den Weg bekommt: "Hascht du viele PS, bischt du was, hascht du wenig PS, bischt du nix." Was dieses "Etwas" ist, das er werden will, darüber nachzudenken hat Andrej während des Buches viel Zeit und Gelegenheit. Vor allem will er ein echter Deutscher werden, und zwar ein Wessi, unbedingt. Dazu gehört auch ein Sprachkurs in Hannover, der ihn in die vertrackte deutsche Sprache einführen soll.
Sein alter Schulfreund Murat ist da weniger akribisch. Bis zum Ende des Buches schwatzt er munter drauflos in seinem eigentümlichen Pidgin-Deutsch und versucht bei jeder Gelegenheit, irgendwelche Geschäfte zu machen. Sei Ziel: Millionär werden. Und dann Präsident von Kasachstan.
Andrej ist ein eher nachdenklicher Mensch. Er sinniert über die Tücken der deutschen Sprache, befasst sich mit deutscher Geschichte, Literatur, Philosophie. Von den psychotherapeutischen Sitzungen seines Freundes Murat, den er begleitet, profitiert er wesentlich mehr als der eigentliche Patient Endlich beschließt er, ein Buch über seine Erfahrungen in Deutschland zu schreiben. Unter anderem überlegt er, warum in der Presse immer detailliert die Nationalität genannt werden muss, wenn ein Ausländer eine Straftat begangen hat. Oder er stellt fest, dass Intergration eine Sache auf Gegenseitigkeit ist, und wünscht sich von den Deutschen mehr Vertrauen in die Fähigkeiten der Einwanderer.
Ganz anders geht Murat das Leben in der neuen Heimat an. Es sind vor allem Murats Business-Eskapaden, die das Buch vorantreiben. Immer wieder lässt er sich auf Rentnerausflügen Dinge wie Rheumadecken zum Sparpreis aufschwatzen, die er dann mit Gewinn weiterverkaufen will (todsicheres Geschäft), oder er steigt als Berater bei einem unabhängigen Finanzoptimierer als Berater ein (Wer mag das in Hannover nur sein?). Sein Versuch, deutschen Sperrmüll nach Königsberg zu transportieren und damit einen Riesengewinn zu machen, geht natürlich gnadenlos schief. Aber Freund Andrej bringt aus der alten Kant-Stadt eine Traumvision mit nach Hause, in der er mit den großen Dichtern und Philosophen Deutschlands zusammentrifft.
Unvergesslicher Höhepunkt des Buches ist die Weihnachtsfeier, zugleich Abschlussfeier des Deutschurses, die von Murat organisiert wird. Murat lädt selbstverständlich den niedersächsischen Ministerpräsidenten ein, spielt selbst den Weihnachtsmann, beschenkt alle Gäste großzügig mit Werbegeschenken seiner Firma, doch dann kommt es zu einem folgenreichen Konflikt zwischen dem russischen und dem deutschen Weihnachtsmann ... (Lieber Artur Rosenstern, bitte, bitte, sag mir, dass diese Geschichte autobiografisch ist.:-))
"Planet Germania" ist ein Buch, das ernst und augenzwinkernd zugleich vom Fremdsein und Ankommen oder Nicht-ganz-Ankommen erzählt. Ein Buch, das Probleme aufzeigt, aber auch Hoffnung macht. Sowohl aus Andrej als auch aus Murat ist schließlich trotz aller Kapriolen und Katastrophen "Etwas" geworden. Und wenn am Ende einer Einwanderungsgeschichte als (vorläufiges) Fazit ein Buch wie "Planet Germania" herauskommt, dann muss es doch irgendwie möglich sein, in diesen Deutschland anzukommen ...

 

Fazit: Ein flott geschriebener, abenteuerlicher Bericht über zwei ungleiche Einwanderer und ihre Erlebnisse in Deutschland, über Integration und Fremdsein, Gemeinsames und Trennendes, sehr humorvoll, mit einigen Haken und Ösen zum Dran-Hängenbleiben und Nachdenken. Das Buch lässt sich gut lesen und ist viel zu schnell zu Ende. Gern mehr davon.

 

Artur Rosenstern: Planet Germania. Über die Chance, fremd zu sein. Erzählung. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2015. 180 S., Euro 11,90.

 

© Petra Hartmann




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Darthula: kurz, bündig und sehr poetisch

Geschrieben von Petra , in Darthula 12 Dezember 2015 · 1.320 Aufrufe
Darthula
"Eine Geschichte über Liebe, Kummer und Widerstand" nennt Svenja Glaser meine Novelle "Darthula. Tochter der Nebel". In ihrer Rezension auf Amazon hält sie als Leseeindruck fest:

"Von den ganzen Charakteren erfährt man der Buchlänge entsprechend nicht so viel, aber dennoch haben sich die meisten Charaktere mit ihrer Art schnell meine Sympathie erschlichen."

Besonders gut gefiel ihr der Schreibstil:

"Schreibstil: Die Geschichte ist kurz und bündig, sowie sehr poetisch geschrieben. Die Sprache ist mal etwas anderes zum üblichen Schreibstil in Büchern. Sobald man erstmal mit dem Lesen begonnen hat kommt man schnell und locker durch. Ebenfalls gut war die Einteilung in die Kapitel, sodass man auch gut mal eine Pause einlegen konnte."

Auch das Coverbild gefiel der Rezensentin:

"Das Cover ist beeindruckend. Es zeigt Darthula und Nathos inmitten der Elemente bedroht von Cairbar, der über ihnen thront.

Punkt-Abzüge gab es lediglich für den Preis. Das Fazit lautet daher:

"Es ist eine Geschichte über Liebe, Kummer und Widerstand. Ein schönes Buch für zwischendurch. Leider meiner Meinung nach etwas teuer für 123 Seiten."

Die vollständige Rezension findet ihr hier:
http://www.amazon.de...ASIN=3943948250


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Podcast zur Lesung im Café Marie

Geschrieben von Petra , in Hildesheimliche Autoren 12 Dezember 2015 · 1.247 Aufrufe
Hildesheimliche Autoren
Die Weihnachtslesung der Hildesheimlichen Autoren im Café Marie (Stadthaus Laatzen) könnt ihr jetzt auf Youtube finden. Ich lese wieder "Das kleine blaue Fahrrad". Weiterhin sind mit von der Partie Altje Hornburg, Anke Wogersien, Marlene Wieland. Uta Jakobi und Hans-Jürgen Fischer als Lesende sowie Videoman Jens Volling hinter der Kamera und Eckehard Haase an der Musikanlage. Viel Vergnügen damit!

https://t.co/JmaLuEdEo5


Inhalt:
0:00:00 Intro
0:00:09 Uta Jakobi stellt sich vor und begrüßt die Gäste
0:00:58 Anke Wogersien stellt sich vor
0:01:53 Anke Wogersien liest „O Tannenbaum“
0:14:19 Altje Hornburg stellt sich vor
0:15:50 Altje Hornburg liest „Sagte ER und sagte SIE“
0:27:15 Uta Jakobi liest „Es gibt ihn“
0:48:43 Hans-Jürgen Fischer stellt sich vor
0:49:06 Hans-Jürgen Fischer liest „Von der unsichtbaren Hand des Marktes“
0:53:55 Marlene Wieland stellt sich vor
0:54:23 Marlene Wieland liest „Schlüsselerlebnis“ (1950)
1:01:36 Petra Hartmann stellt sich vor
1:01:44 Petra Hartmann liest „Das kleine blaue Fahrrad“
1:18:36 Verabschiedung


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Heimatbund entdeckt Hödeken

Geschrieben von Petra , in Hödeken 09 Dezember 2015 · 1.170 Aufrufe
Hödeken
Der Heimatbund Niedersachsen befasst sich mit meinem Sagenbuch "Hut ab, Hödeken!" In der Dezemberausgabe des Magazins "Heimatland" erschien eine Rezension des Büchleins. Heinz-Siegfried Strelow schreibt:

"Den 'Huckup' kennt in Hildesheim wohl fast jeder: Jener Kobold oder Dämon, der als 'Aufhocker' sagenhaften Ruhm und ein bekanntes Denkmal in der Domstadt erhielt. Wer aber kennt noch den Zwerg Hödeken? [...] Dieses fast völlig vergessene heimatliche Kulturgut, das auch Goethe und Heine schätzten, wird nun in einem kleinen Buch zu neuem Leben erweckt.
Die Autorin versteht es, die diversen Sagen um den Zwerg auf humorige und unterhaltsame Weise neu zu erzählen. So kommt die wohl berühmteste Hödekensage, nämlich das Wagenrennen mit Bischof Bernhard auf dem Rennstieg zwischen dem Hildesheimer Domhof und Winzenburg bei Freden ebenso vor, wie Hödekens folgenreiche Verkostung des Alfelder Bieres. Nicht fehlen darf auch die Geschichte, wie Hödeken nach dem schaurigen Mord an einem ihm übel wollenden bischöflichen Küchenjungen schließlich vertrieben wurde: Mit einer Austreibungs-Prozession durch die Stadt, bei der zugleich alle übrigen Kobolde und Geister aus dem Raum Hildesheim entflohen. Lediglich die 'Zwergenlöcher' am steilen Hang der Innerste erinnern noch an sie."

Sein Fazit:
"Eine gute Empfehlung des Büchleins als ein kleines, kurzweiliges Weihnachtspräsent für Heimatfreunde!"

Die Rezension erschien in:
Heimatland. Zeitschrift des Heimatbundes Niedersachsen. Heft 4 / Dezember 2015. S. 180f.

Online könnt ihr das Heft hier lesen:
http://heimatbund-ni...15_internet.pdf


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Hildesheimliche Weihnachtslesung jetzt auf Youtube

Geschrieben von Petra , in Hildesheimliche Autoren 05 Dezember 2015 · 1.462 Aufrufe
Hildesheimliche Autoren und 1 weitere...
Unsere Weihnachtslesung im Familienzentrum Laatzen könnt ihr jetzt auch online miterleben. Den Mitschnitt vom 3. Dezember findet ihr auf dem Youtube-Kanal der Hildesheimlichen Autoren. Mit dabei sind Marlene Wieland, Anke Wogersien, Uta Jakobi und Petra Hartmann, die Kameraführung hatte Jens Volling. Mich hört ihr ab 1:02:35 - mit sehr viel "Hoho-hoho".

Inhalt:
0:00:00 Intro
0:00:08 „Vom Wünschen“ (Marlene Wieland)
0:03:37 „Weihnachten am Hohnsensee“ (Marlene Wieland)
0:10:05 „O Tannenbaum“ (Anke Wogersien)
0:22:05 „Eine schöne Bescherung“ (Uta Jakobi)
0:40:03 „Purer Zufall“ (Marlene Wieland)
0:47:29 „Willis Weihnachtsgeschichte“ (Anke Wogersien)
1:02:35 „Das kleine blaue Fahrrad“ (Petra Hartmann)
1:20:12 Verabschiedung




Viel Vergnügen damit!


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Darthula: "Die Sprache ist einfach mal ne super Abwechslung"

Geschrieben von Petra , in Darthula 04 Dezember 2015 · 1.470 Aufrufe
Darthula
Leserin Annabo liebt an meinem Roman "Darthula" vor allem die Sprache. In ihrer sehr ausführlichen Rezension auf Lovelybooks - erschienen unter dem Titel "Traurig, aber trotzdem schön" - stellt sie heraus:

"Die Geschichte ist kurz (eigentlich schade, hätte gerne noch mehr davon gelesen) und bündig, sowie sehr poetisch geschrieben. Die Sprache ist einfach mal ne super Abwechslung zum üblichen Schreibstil ins Buch, sodass ich die Sprache echt genossen habe. Sobald man erstmal mit dem Lesen begonnen hat kommt man schnell und locker durch. Ebenfalls gut war die Einteilung in die Kapitel, sodass man auch gut mal eine Pause einlegen konnte. Inhaltlich ist die Geschichte sehr traurig, aber einfach schön geschrieben und voller Wendungen und Begegnungen, mit denen man nicht immer gerechnet hat. Von den ganzen Charakteren erfährt man der Buchlänge entsprechend nicht so viel, aber dennoch haben sich die meisten Charaktere mit ihrer Art schnell meine Sympathie erschlichen."

Vor allem widmet sie sich den Charakteren der Geschichte und analysiert Persönlichkeit und Handlungsweise Darthulas sowie ihres Geliebten Nathos und des Gegners Cairbar. Annabo vergibt vier Sterne für das Buch. Ihr Fazit lautet:

"Obwohl die Geschichte eine sehr traurige Seite hat, macht der außergewöhnliche Schreibstil sie zu einem absoluten Lesegenuss. Es ist eine Geschichte über Liebe, Kummer und Widerstand. Spannend und poetisch erfüllt sie das Leserherz. Eine echte Empfehlung für Zwischendurch!"

Die vollständige Rezension von Annabo findet ihr hier:
http://www.lovelyboo...ion/1209863767/


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Darthulas verschmähte Liebe

Geschrieben von Petra , in Darthula 01 Dezember 2015 · 1.367 Aufrufe
Darthula
"Verschmähte Liebe" nennt ein Amazon-Rezensent seine Besprechung meiner Novelle "Darthula, Tochter der Nebel". Er vergibt vier Sterne für das Buch und schreibt:

"Obwohl die eigentliche Geschichte sehr kurz ist, ist sie jedoch sehr stimmig und fesselnd dargestellt. Zusammen mit dem wunderschönen Cover ergibt sich ein schönes, stimmiges Bild. Man meint stellenweise das Meeresrauschen zu hören und den alten Kämpfer am Strand bei ihrem letzten Kampf zu zu sehen. Ich hätte gerne noch länger über die rauhe Welt und ihre Bewohner gelesen."

Die vollständige Rezension findet ihr hier:
http://www.amazon.de...ASIN=B00LL3YMAY


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Newsletter berichtet über Lesung in St. Lamberti

Geschrieben von Petra , in Hildesheimliche Autoren 30 November 2015 · 1.393 Aufrufe
Hildesheimliche Autoren und 2 weitere...
Im Dezember-Newsletter der Hildesheimlichen Autoren gibt es einen Bericht über unsere Lesung "Ein Gespräch in Hildesheim". Altje Hornburg und ich waren zu Gast in der St.-Lamberti-Gemeinde und lasen dort Altjes gleichnamigen Dialog aus der Jubiläums-Anthologie "Hildesheimer Geschichte(n)" vor. Hier der Artikel:


Lesung von Altje Hornburg mit Petra Hartmann am 22.11.2015 bei der Spielschar St. Lamberti

Die Geschichte Ein Gespräch in Hildesheim passt u. a. in eine Veranstaltung am Totensonntag, sagte Dieter Brönnecke, der Leiter der Spielschar St. Lamberti in der Begrüßung. Der in der Ankündigung genannte Untertitel Aktion Gnadentod veranlasste wohl etliche Hildesheimer/innen, dies mit der Historie der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Hildesheim in Zusammenhang zu bringen, von wo aus ab 1940 viele seelisch und geistig kranke Menschen im Zuge der so genannten gesundheitspolitischen Maßnahmen des Nazi-Regimes in Tötungsanstalten verschleppt wurden. Das lebhafte Gespräch im Anschluss an die Lesung zeigte, dass immer noch einige etwas darüber wissen - und dass gemeinsames Erinnern leichter fällt. Altje Hornburg schrieb die Geschichte als Dialog zwischen einem Touristen in Hildesheim, der mit einer Frau ins Gespräch kommt, die auf der Suche nach dem verlorenen Mitgefühl ist. Die Autorin Petra Hartmann sprach freundlicher Weise die Rolle des Touristen.
Ein nachdenklich stimmender Literatur- Nachmittag in Hildesheim.

Den Newsletter der Hildesheimlichen Autoren, der auch zahlreiche Bilder von der Lesung enthält, könnt ihr hier herunterladen:
http://www.hildeshei...r.htm?Auswahl=1


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Darthulas faszinierende Nebelgeister

Geschrieben von Petra , in Darthula 30 November 2015 · 1.650 Aufrufe
Darthula
Vor allem die Nebel und die Geister gefielen Leserin Anke3006 an meiner Novelle "Darthula, Tochter der Nebel". In ihrer Rezension vergibt sie vier Sterne für das Buch und schreibt unter der Überschrift "Darthulas eigener Weg" folgendes:

"Petra Hartmann hat die Legende in einer Version erzählt, die an den alten Erzählstil der Barden erinnert. Heldentum, Drama und die Liebe sind in dieser Kurzgeschichte gut wiedergegeben. Mich hat die Beschreibung der Nebel- und Geisterwelt sehr fasziniert."

Die komplette Rezension findet ihr unter anderem hier:
http://www.amazon.de...ASIN=B00LL3YMAY


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Hannoversche Allgemeine berichtet über "Die Schlagzeile"

Geschrieben von Petra , in Schlagzeile 28 November 2015 · 1.335 Aufrufe
Schlagzeile
Den Artikel über meine Lesung in Bennigsen könnt ihr jetzt auch vollständig online nachlesen. Ihr findet den von Reinhold Krause verfassten Bericht auf der Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung:

http://www.haz.de/Ha...aus-ihrem-Krimi

Den dazugehörigen Roman "Die Schlagzeile" könnt ihr hier anschauen und bestellen:
http://www.personaln...die-schlagzeile


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Antonia Michaelis: Das Blaubeer-Haus

Geschrieben von Petra , in Bücher - phantastisch 27 November 2015 · 2.423 Aufrufe
Bücher - phantastisch und 1 weitere...

Zauberhaft ist es, dieses "Blaubeer-Haus", der Titelheld von Antonia Michaelis' neuem Kinderbuch. Zauberhaft, ein wenig unheimlich und sehr abenteuerlich. Die Autorin entführt ihre Leser in eine unwirkliche, zauberhafte Welt, in der doch alles irgendwie erklärbar ist. Irgendwie.
Das Blaubeer-Haus ist eine Erbschaft. Die verstorbene Großtante Lene, die als etwas sonderbar galt, hinterließ ihren drei Nichten ein nicht minder sonderbares Haus mitten im Wald, fernab der Zivilisation, ohne Strom und fließendes Wasser, dafür mit Brunnen und Plumpsklo, auf dem sich ein Dachs häuslich eingerichtet hat. Die drei Schwestern samt zwei Ehemännern und Kinderschar machen sich also in den Ferien auf, das Haus zu erkunden, zu renovieren und es für den Verkauf vorzubereiten. Nach und nach werden sie aber gefangen genommen vom Zauber des Ortes und der eigentümlichen Welt des Blaubeer-Hauses. Mäuse, Eichhörnchen und Sonnenblumen haben das Haus längst erobert und zu einem kleinen Naturparadies gemacht, und zwei der Mädchen sind überzeugt, dass es im Wald Elfen und sogar ein Einhorn gibt. Seltsames Geglitzer auf dem Grund eines Sees scheint auf einen Schatz hinzudeuten. Ein selbst gebasteltes Elfenhaus aus Steinen findet sich am nächsten Morgen hoch oben in einer alten Kastanie wieder. Da ist ein geheimnisvolles Baumhaus, ein unentdeckter Dachboden wird erforscht, es gibt ein Geheimversteck im Keller, und als der Junge Leo und seine Cousine Imke auch noch das Tagebuch aus der Kinderzeit der alten Großtante Lene finden, beginnt eine spannende Spuren- und Schatzsuche.
Doch es ist nicht alles "heile Welt" im verwunschenen Haus. Schon die Datumsangaben der Tagebuchaufzeichnungen lassen Schlimmes ahnen. Lene und ihre Familie versteckten zur Nazizeit eine jüdische Familie im Blaubeer-Haus. Wenn Lene von ihren Abenteuern mit ihrem Freund Avi erzählt, die Leo und Imke recht ahnungslos und gespannt mitverfolgen, ahnt man als Leser natürlich, dass es für die Familie kein Happy End gibt ...
Erneut wagt Antonia Michaelis die schwere Gratwanderung zwischen der leichten, zauberhaften Märchenwelt und einem recht harten, sehr realen Thema. Doch was in ihrem großartigen Werk "Der Märchenerzähler" so beeindruckend gelang - hier ging es außer um Märchen um Kindemissbrauch, Vergewaltigung, Mord und Drogenhandel -, kommt für meinen Geschmack im Blauberhaus dann doch zu schwerelos daher. Und als eine der Mütter sich für die Kinder dann doch noch ein Happy End für Avis Familie ausdenkt und es ihren Kindern erzählt, hat man des Gefühl, dass es sich Antonia Michaelis diesmal ein wenig zu leicht macht.
Auffallend ist, dass die Autorin in diesem Buch manchmal den Überblick über ihre Figuren beziehungsweise über die jeweiligen Sprecher verliert. So ist es einmal "Der Riese" (Vater von Leo), der eine Schmerztablette für den verletzten Ference sucht (S. 158), obwohl der Riese gerade zu Fuß zur Werkstatt unterwegs ist, um einen Mechaniker für das Auto zu holen. Seine Rückkehr wird erst im nächsten Abschnitt beschrieben. Einmal ist es Leo, der sich "verschaltet" (S. 237), obwohl Leo doch auf dem Beifahrersitz sitzt und sein großer Bruder Luke den Wagen fährt (erst zwei Seiten später darf Leo auf Lukes Schoß sitzen und den Wagen steuern, ans Kupplungspedal und an den Schaltknüppel lässt Luke ihn aber auch da nicht). Einmal ist in den abwechselnd aus Leos und Imkes Perspektive erzählten Abschnitten der Sprecherwechsel nicht markiert. Man ist völlig verwirrt, als plötzlich von Leo in der dritten Person gesprochen wird. Hier hätten Autorin und Lektorat den Text ruhig ein wenig sorgfältiger durcharbeiten können.

 

Fazit: Alles in allem erneut ein zauberhaftes Buch aus der Feder einer Ausnahmeschriftstellerin. Bücher von Antonia Michaelis sind etwas Besonderes, und ich bin auch diesmal wieder gepackt und verzaubert worden. Aber die Autorin kann eigentlich mehr.

 

 

Antonia Michaelis: Das Blaubeer-Haus. Hamburg: Verlag Friedrich Oetinger, 2015. 347 S., Euro 14,99.

 

© Petra Hartmann




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"Freiheitsschwingen" jetzt auf Youtube

Geschrieben von Petra , in Freiheitsschwingen 24 November 2015 · 1.725 Aufrufe
Freiheitsschwingen, Tonkuhle und 1 weitere...
Die Radiosendung über meinen Roman "Freiheitsschwingen" könnt ihr jetzt auch online nachhören. Jens Volling, der Radiobeauftragte der Hildesheimlichen Autiren, hat die Novemberausgabe von "High Noon" (Radio Tonkuhle) auf Youtube eingestellt:



Viel Vergnügen damit!






Das intergalaktische Bestiarium, 2025

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Was verbirgt sich hinter dem Tor des Krkt-jinn und warum verliert der Planet Light Lady seine Schwerkraft? Kann die Heimat der Regenbogenkatzen noch gerettet werden? Gibt es das sagenhafte Tier der Unordnung wirklich? Sind die irrsinnigen Prophezeiungen über das Wiedererwachen des unheiligen Urgottes Chthonio möglicherweise doch ernst zu nehmen? Und ist wirklich jeder dem Tod geweiht, der der Wurzel allen Übels begegnet?

Das Universum hat viele Wunder hervorgebracht, aber keines ist größer als das Leben. Ein paar der ungewöhnlichsten Lebewesen aller Welten sind in diesem intergalaktischen Bestiarium zu finden. Thomas Hofmann und Petra Hartmann haben sie aufgespürt.

 

Buch-Infos:

Das intergalaktische Bestiarium. Text: Petra Hartmann / Zeichnungen: Thomas Hofmann. Neustadt in Sachsen: Edition Dunkelgestirn, Mai 2025. 180 Seiten.
Reichhaltig mit Illustrationen von Thomas Hofmann versehen, zu denen die Texte von Petra Hartmann verfasst wurden. Gebunden in blaues Leinen, mit Leseband, silberner Prägung auf dem Buchrücken und Schutzumschlag. Versehen mit den Signumklischees der Autoren, nummeriert und auf 100 Exemplare limitiert. 32,90 Euro.

 

 

 

Das Herz des Donnervogels, 2023

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Ein Indianer taucht in dem verschlafenen Küstenstädtchen Kitty Hawk auf. Die Witwe Murdoch ist überzeugt, dass der Fremde ein Kundschafter ist und bald seine roten Spießgesellen zum Morden und Plündern mitbringen wird. Doch Junger Adler hat andere Pläne. Er träumt vom Fliegen und wartet auf das Eintreffen zweier verrückter Fahrradhändler.
Karl-May-Fans kennen Junger Adler bereits aus dem Roman Winnetous Erben. Die Vorgeschichte zu diesem Buch wird nun von Petra Hartmann erzählt.

 

Buch-Infos:
Petra Hartmann: Das Herz des Donnervogels

Band 18, Abenteuer-Roman
Exklusive Sammler-Ausgabe
Seiten: 282

Taschenbuch
VÖ: April 2023

2. Auflage: April 2024.
Künstler: MtP-Art (Mario Heyer)
Künstler (Innenteil): MtP-Art (Mario Heyer)
Preis: 12,95 Euro

 

Bestellen beim Blitz-Verlag

 

Das E-Book ist zum Preis von Euro 3,99 erhältlich.

Unter anderem bei Amazon

oder direkt beim Blitz-Verlag.

 

 

 

Falkenblut, 2020

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Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Widar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus ...

Es ist eine schaurige Welt, in der sich die junge Walküre behaupten muss. Doch Valkrys wäre keine echte Falkin, wenn sie einem Kampf aus dem Weg gehen würde. Todesmutig und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor stürzt sie sich in die Begegnungen mit Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfen, Berserkern, Hexen, Meerungeheuern und dem furchtbaren Totenschiff Naglfari.

 

 

Petra Hartmann: Falkenblut.

Sibbesse: Hottenstein, 2020.

Broschiert, 247 S., Euro 11.

ISBN 978-3935928991

 

Bestellen im Hottenstein-Verlags-Shop

 

Bestellbar unter anderem bei Amazon

Hörbuch: Drachen! Drachen! 2020

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Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren. Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren: Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.

 

Herausgeber: Petra Hartmann, Frank G. Gerigk

Sprecher: Tim Schmidt

Blitz-Verlag

Ungekürzte Lesung

mp3-Download

611 Minuten, 495.91 MB

9783991093435

 

Zu bestellen unter anderem bei Thalia oder bei Amazon.

Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 14,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

Bestellen bei Amazon

Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom† sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten" müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen ...

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte †¦

†¦ ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. - Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

Eingefügtes Bild

Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

Eingefügtes Bild

Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

Eingefügtes Bild

Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

Eingefügtes Bild

Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

Eingefügtes Bild


Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

Eingefügtes Bild


Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

Eingefügtes Bild


Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Termine

Samstag, 10. Oktober: BuchmesseConBürgerhaus Sprendlingen, Fichtestraße 50, Dreieich. Ein Tisch und eine Lesung sind angefragt.

 

Samstag, 17 Oktober: Ich stelle meine Geschichte "Der blutrote Möwenschild" aus unserer neuen Anthologie "Zurück" in der Sendung "High Noon" auf Radie Tonkuhle vor. Beginn: 12 Uhr. Im Hildesheimer Raum auf 105,3 MHz zu empfangen und weltweit im Livestream.

 

Samstag, 8. Mai 2025: MarburgCon. Ein Tisch und eine Lesung sind angefragt.

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Mein Profil

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Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

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Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms: http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl: http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

 

Leserunde zu "Falkenblut" auf Lovelybooks: https://www.lovelybo...263/2687604262/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.

Die Blaubeerbrücke. In: Met-Magie. Hrsg. v. Amandara M. Schulzke und Nadine Muriel. Hamburg: Acabus Verlag, 2022. S. 163-174.

 

 

Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.
Falkenblut. Sibbesse: Hottenstein-Verlag, Sommer 2020.

eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte - ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

Eingefügtes Bild

Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen - bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus †¦


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
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Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
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"Das Junge Deutschland“ - dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen - etwa die Debatte um Armut und Bildung - in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ - ihren Stil - zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
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Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
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"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist."

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