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PetraHartmann



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Jahresrückblick I: Januar bis März 2017

Geschrieben von Petra , in Jahresrückblick 28 Dezember 2017 · 1.268 Aufrufe
Jahresrückblick
Das Jahr 2017 geht bald zu Ende. Zeit, meine Lesefrüchte zu sortieren und sie Revue passieren zu lassen. Im ersten Quartal waren es vor allem viele Hörspiele und Hörbücher, meist SF, da ich lange Autofahrten zu bestehen hatte. Dazu viel Märchenhaftes, ein bisschen Kinder- und Jugendliteratur und ein paar Klassiker. Hier also, gewohnt unstrukturiert und subjektiv, mein Rückblick auf die Monate Januar bis März 2017.


Hinweis:
Etwaige blau markierte Texte sind herausragende Spitzenbücher, rot steht für absoluten Mist, und hinter den Links verbergen sich ausführlichere Besprechungen innerhalb dieses Blogs.


Januar

Patricia Wrightson: Wirrun zwischen Eis und Feuer
Patricia Wrightson: Wirrun und das singende Wasser
Patricia Wrightson: Wirrun hinter dem Wind

Trilogie um einen jungen australischen Aboriginee, der dreimal berufen wird, die Welt zu retten. Wirrun begegnet den alten Traumwesen der australischen Mythen, er bewahrt das Land vor einer neuen Eiszeit, verhindert die Übernahme des Landes durch Dämonen, und das alles in einem so musikalischen Zauberton und mit einer so eigenen Sprechstimme, dass man tatsächlich glaubt, einem uralten australischen Homer zu lauschen. Ungewöhliche und sehr eigenständige Phantastik, manchmal mit einer gewissen nicht-europäischen Logik, sehr anders als klassische High Fantasy. Ich wollte mir die Trilogie eigentlich in meiner Jugend kaufen, aber es ist immer wieder etwas dazwischen gekommen. Jetzt fand ich sie also im Antiquariat. Hat sich gelohnt.

E.T.A. Hoffmann: Die Bergwerke von Falun. Der Artushof (Reclam)
Zwei klassische Erzählungen Hoffmanns. Ich war beim Lesen fest davon überzeugt, dass ich diese Bergwerksgeschichte schon kannte. Aber ich hatte sie noch nie gelesen. Das Nachwort schließlich brachte des Rätsels Lösung: Der Stoff wurde auch von Johann Peter Hebel in seinen "Kalendergeschichten" behandelt, daher kannte ich es. Aber sehr unterschiedlich in der Ausführung. Und eine sehr interessante Sichtweise auf das Bergmannsleben. Erinnerte mich auch etwas an Novalis und seinen "Heinrich von Ofterdingen". Es geht um einen jungen Mann, der im Berg verschollen ist. Erst Jahrzehnte später wird sein Leichnam wiedergefunden, er ist auf seltsame Art konserviert worden und sieht noch immer aus wie ein strahlender, jugendfrischer Bergmann, während seine damalige Braut längst eine uralte, dem Tode nahe Greisin ist.
Die Geschichte vom Artushof hat mit dem britischen König nichts zu tun. Der Artushof ist ein Gasthaus, in dem ein junger Kaufmann sitzt und eigentlich seine Rechnungen schreiben sollte. Aber es kommt einfach so über ihn, und er beginnt zu zeichnen. Sehr sympathischer Mensch. Eine Art Künstler-Novelle also.

Nikolai von Michalewsky: Kielwasser des Todes. Grüner Auftrag für "Fortuna"
Ein weiteres Umwelt-Abenteuer aus dem Mittelmeer mit dem Schiff Fortuna. Diesmal geht es um bedrohte Schildkröten.Spannend geschrieben, aber ein bisschen zerpflückt und ziemlich viel Zufälliges. Das Ende ist wirklich ein Schlag ins Gesicht.

Kathi Wallace: Assiniboin Girl

Karsten Kruschel: Das Universum nach Landau
Kurzgeschichtensammlung mit Geschichten aus einem Sonnensystem, das im gleichen Kosmos angesiedelt ist wie die Vilm-Romane und der Galdäa-Roman des Autors. In der Handlung lose mit diesen Büchern verbunden, aber durchaus eigenständig. Die meisten der Geschichten sind bereits in Anthologien erschienen, einen Großteil davon kannte ich schon. In den Einzelveröffentlichungen ist mir allerdings nie aufgefallen, dass der Autor jedesmal eine bestimmte Farbe für den Titel gewählt hat. Erst in der Zusammenstellung wurde dies nun geradezu zum Ordnungsprinzip des Buchs. Da ist ein Grün, das den verzweifelten und schließlich erfolglosen Kampf der Bevölkerung eines Planeten gegen das immer üppiger wuchernde Grünzeug charakterisiert, oder das Weiß als Signal für den drohenden Eistod der Siedler, als eine Klimakatastrophe hereinbricht. Gentechnik, Metamorphosen, Auseinandersetzungen mit fremden Lebensformen und die Frage nach dem Wohin der Menschheit ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch, und manchmal ergeben sich überraschende Zusamenhänge zwischen den Geschichten. Geschrieben ist das alles in einem unpathetischen, manchmal etwas kühlen, aber nie blutlosen Stil, sehr treffend und eingängig. Es hat nicht ganz den Zauber der Vilm-Bände, ist aber für den Fan durchaus eine gute Ergänzung.

Jonas Gawinski: Die Nacht wächst schnell nach

Die Welten von Thorgal: Thorgals Jugend 4 - Berserker

C.S. Forester: Brown von der Insel
Ich bin ein großer Fan von Foresters Hornblower-Romanen. Da war es nur eine Frage der Zeit, dass ich mir irgendwann einmal den Brown zulegen musste. Auch wenn mich zugegebenermaßen die Notiz etwas abgeschreckt hat, dass Adolf Hitler das Buch sehr geliebt haben soll ... Brown, der Titelheld, gehört zur Besatzung eines englischen Kriegsschiffs, das von dem deutschen Kreuzer "Ziethen" versenkt wird. Brown wird gefangen. Als die Ziethen auf der fiktiven Galapagos-Insel Resolution vor Anker geht, um einige Schäden am Schiff auszubessern, kann Brown fliehen. Er nimmt die Ziethen unter Feuer und schafft es durch geschicktes Ausnutzen der natürlichen Gegebenheiten, das feindliche Schiff so lange an seinem Platz festzuhalten, bis ein britisches Kriegsschiff erscheint und die gefürchtete Ziethen versenkt. Brown allerdings ist tödlich verwundet und erfährt nichts mehr von seinem Erfolg. Und der Kapitän des britischen Schiffs, der Browns unbekannter leiblicher Vater war, erfährt weder von Browns Beihilfe zu seinem Sieg noch davon, dass er überhaupt einen Sohn hatte.
Die Geschichte von der Zeugung Browns, als eine junge hübsche Frau aus gutem Hause einfach eines Tages beschließt, die Kutsche anspannen zu lassen, und vorgibt, zu einer Freundin zu fahren, dann aber in London eine mehrtägige sexuelle Beziehung zu einem ihr unbekannten Seemann pflegt und sich schließlich von ihm trennt, ohne ihm ihren Namen und ihre Herkunft zu verraten, gehört zu den schönsten Episoden des Buches und hat beinahe etwas Magisches. Diese eigenartige Geschichte steht in sehr auffallendem Widerspruch zu dem ansonsten recht kargen, nüchternen Realismus der marinehistorischen Erzählung. Fachlich und erzähltechnisch zieht der Autor alle Register seines Könnens, schildert detailreich und überzeugend das Leben an Bord eines britischen Kriegsschiffs, bietet also gewohnte Forester-Qualität. Das "David-Copperfield-Zeug", also die Beschreibung der Jugend des vaterlos aufwachsenden Brown, der von seiner Mutter konsequent auf eine Laufbahn in der Marine hin erzogen wird, hat ebenfalls etwas von den großen britischen Klassikern.
Dass das Buch mich zwar mitgenommen, aber nicht mitgerissen hat, liegt daran, dass dieser Brown einfach keinen Funken Hornblower-Persönlichkeit hat. Brown ist und bleibt ein schlichter, einfach gestrickter Mensch ohne jegliche Entwicklung, ein Soldat aus den unteren Rängen, der brav seine Pflicht erfüllt, der aber weder die Fähigkeiten noch den Ehrgeiz hat, Karriere zu machen oder Strategien auszuarbeiten, Führungsverantwortung zu übernehmen oder irgend etwas zu gestalten. Es ist so gut wie kein Innenleben vorhanden. Da ist einfach nur die Aufgabe, die er sieht, eben die Ziethen zu bekämpfen, und das tut er. Vielleicht liegt darin ja gerade die Größe dieses kleinen Menschen. Brown steht zur rechten Zeit am rechten Platz und tut, was getan werden muss. Dass er in dieser Einmannschlacht gegen den schwimmenden Goliath über sich hinausgewachsen ist, ist auf jeden Fall eine Leistung und hat eine eigene schlichte Größe. Aber mir fehlen einfach auch die Ängste und Selbstzweifel, die Reflexion eines Hornblower. Also eher 2+ als 1 mit Sternchen.


Hörspiel

Mark Brandis, Raumkadett 3: Tatort Astronautenschule
Jugendabenteuer aus der Ausbildungszeit von Mark Brandis. Der junge Mark Brandis und seine Mitschüler bereiten sich in der Astronautenschule auf Einsätze im All vor, und um Bewegungsabläufe ohne Schwerkraft trainieren zu können, wird im Wasser geübt. Doch aus dem Tauchgang wird blutiger Ernst, als die Schüler eine Leiche finden. Das ganze hält nicht ganz die Höhe der Originalromane um den erwachsenen Brandis von Nikolai von Michalewsky. Es ist eher ein Jugend- oder Kinderhörspiel und erinnert ein wenig an die Detektivbanden der alten Cassettenzeit, ist aber nicht schlecht gemacht, und technisch haben es die Hörspielmacher der Brandis-Serie ohnehin drauf.

Jan Tenner Classics 1: Angriff der grünen Spinnen
Alter Jugend-SF-Klassiker aus den 80ern, den ich mir schon seit Jahrzehnten mal reinpfeifen wollte. Sehr nett gemacht, wenn mir auch dieses ominöse Serum etwas unglaubwürdig erscheint. Naja, aber was heißt schon Unglaubwürdigkeit im phantastischen Bereich? Eine Horde von riesigen grünen Spinnen bedroht Westland und die gesamte Menschheit. Die einzige Chance, die Bestien zu stoppen, ist ein Zweikampf: Jan Tenner soll sich mit Hilfe des Serums in eine Riesenspinne verwandeln und das Leittier besiegen. Nicht gerade ganz großes Kino, aber es hat einfach diesen 80er-Jahre-Charme.



Februar

John Gurdon: Dramatic Lyrics
Ein im Jahr 1906 erschienener Lyrikband, der nun wieder als eingescanntes und on demand gedrucktes Taschenbuch erhältich ist. Ich bin vor einigen Jahren durch sein Drama "Erinna" auf John Gurdon aufmerksam geworden und habe letztes Jahr von seinen Nachkommen etwas zu seinen Lebensdaten erfahren (mein Englisch ist leider in der Korrespondenz etwas schwach auf der Brust, aber ich hoffe, dass ich alles richtig verstanden habe). Jedenfalls bekam ich dadurch Lust, noch etwas mehr von diesem Autor zu lesen. Dieses Buch ist zunächst einmal im Schriftbild außerordentlich klar und optisch sehr ansprechend, was bei Büchern dieser Machart ja selten ist. Die Sprache selbst sehr wohlklingend, die Gedichte traditionell gereimt und auch für den Laien recht gut lesbar. Gurdon widmet sich klassischen, mythologischen Themen, oft aus dem alten Hellas. Es gibt beispielsweise Gedichte über Antigone oder Callisto. Sehr gefallen hat mir ein Gedicht mit dem Titel "The Lament of Phrynichos". Gurdon erinnert hier an die Tragödie "Der Fall Milets", eine Tragödie, die damals mit einem Aufführungsverbot belegt wurde, weil es die Athener bei der Uraufführung so schockiert hat, als auf der Bühne der Untergang der Stadt und die Versklavung der griechischen Bevölkerung gezeigt wurde. Ein Vorläufer von Aischylos' "Persern". Jedenfalls gibt Gurdon hier dem Dichter seine Stimme zurück und lässt ihn einen Klagegesang über das von Persern eroberte Milet anstimmen. Außerdem ein wenig Indisches und etwas aus der altenglischen Sagenwelt. Ein schöner Gedichtband.



Anne Frank: Gesamtausgabe
- Tagebuch
- Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus
- Weitere Erzählungen
- Briefe
- Poesiealben-Einträge
- Das Schöne-Sätze-Buch
- Das Ägypten-Buch
- Fotos und Dokumente
- Miriam Pressler: Anne Franks Leben
- Miriam Pressler: Die Geschichte der Familie von Anne Frank
- Gerhard Hirschfeld: Der zeitgeschichtliche Kontext
- Francine Prose: Die Rezeption
- Anhang: Tagebuch-Version a und b, die neu gefundenen Blätter
Schon beindruckend, dass ein Mädchen, das nur knapp 16 Jahre alt wurde, eine so dicke Gesamtausgabe hat. Das Buch enthält die Ursprungs-Version des Tagebuchs, die von Anne Frank selbst überarbeitete Version, die sie erstellte, als sie im Radio einen Aufruf hörte, man solle doch Aufzeichnungen aus dieser Zeit machen, um sie später zu veröffentlichen, außerdem eine von ihrem Vater erstellte und nach ihrem Tode veröffentlichte Version, in die Teile aus der Urfassung wieder eingearbeitet wurden, sowie einige neu aufgetauchte einzelne Tagebuchblätter. Spannend fand ich, dass sie auch ein Buch mit Kurzgeschichten und Skizzen angefangen hat und dass sogar ein Romanfragment vorliegt.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die dieses Tagebuch in der Schule gelesen haben. Daher war die Geschichte für mich noch neu. Klar, man hatte schon mal Auszüge gelesen, hier und da Zitate gehört. Ich habe in ganz früher Zeit, glaube ich, auch mal die Verfilmung gesehen. Allerdings stellte ich dann irgendwann fest, dass ein bestimmtes Zitat, auf das ich die ganze Zeit gewartet habe, gar nicht kam, und merkte dann, dass ich es mit "Ein Stück Himmel" verwechselt hatte.
Diese Ausgabe ist eher etwas für den Wissenschaftler als für jemanden, der einfach nur das Tagebuch lesen möchte. Ich habe es mir in einer Art Wennschon-dennschon-Stimmung angeschafft, wollte natürlich alles haben. Was dann auch heißt, dass ich das Tagebuch in drei Fassungen nacheinander gelesen habe und vieles schon beim zweiten Mal auswendig hätte mitsprechen können. Vielleicht etwas ermüdend, aber ich habe es ja so gewollt. Die Ausstattung und die Beigaben sind reichhaltig und für den Hintergrund sehr hilfreich, man erhält eine Menge Material. Die Aufsätze im Anhang sind auf jeden Fall lesenswert. Eine gut gemachte und gut ausgestattete Neu-Ausgabe.
Der Inhalt dürfte bekannt sein. Es ist die Geschichte eines jüdischen Mädchens und seiner Familie zur Nazizeit in den Niederlanden. Die Familie taucht unter und lebt versteckt in einer geheimen Wohnung in der ehemaligen Firma des Vaters. Anne führt Tagebuch, erzählt von den zwischenmenschlichen Beziehungen im "Hinterhaus", von ihrer Lektüre und ihrer Art sich fortzubilden, von ihrem sich immer weiter verschlechternden Verhältnis zu ihrer Mutter, sie schreibt über ihre erwachende Sexualität und ihre Beziehung zu Peter, dem Sohn der zweiten im Hinterhaus untergetauchten Familie. Das Tagebuch bricht dann unvermittelt ab. Da war die Familie denunziert und abgeholt worden. Anne Frank starb im Februar oder März 1945 im KZ Bergen-Belsen.
Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, ob dieses Tagebuch eine bessere oder schlechtere Schullektüre zum Thema Nazizeit und Judenverfolgung ist als das, was wir damals gelesen hatten. In meiner Klasse waren es "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" und "Damals war es Friedrich". Anne Frank führte mehr oder weniger ein Inselleben in ihrem Versteck, auch wenn sie natürlich Nachrichten von draußen begierig aufnahm. An Lernstoff über diese Zeit und Informationen hat das Buch also sehr viel weniger zu bieten als die beiden anderen. Andererseits ist es wohl gerade die "Normalität" Annes, die ein großes Identifikationspotential für junge Leser bietet. Da ist kein erhobener Zeigefinger, keine in pädagogischer Absicht geschaffene Romanfigur, sondern einfach ein Mensch wie du und ich, der auch eine Mitschülerin hätte sein können. Möglich, dass Anne viel eher die Herzen der Schüler erreicht als Friedrich und das rosa Kaninchen. Zu wünschen wäre es jedenfalls ...

Mary Hooper: Vertrau mir, kleiner Dachs (Lucys Tiere 4)
Ein Kinderbuch, das mir ins Suchnetz geraten ist, weil ich Dachse einfach so liebe. Allerdings spielt der sehr junge Dachs in diesem Buch nur eine Nebenrolle. Es geht darum, ihn nach dem Tod seiner Mutter und Geschwister aus dem Bau zu locken. Tierfreundin Lucy, die Titelheldin der Serie, schafft es am Ende, sein Vertrauen zu gewinnen, und kann damit beginnen, ihn aufzupäppeln. Ansonsten geht es um Pferde und einen Kriminalfall. Lucy gelingt es, einen Pferdediebstahl zu verhindern. Ganz nett. Aber ich gehöre offenbar nicht mehr zur Zielgruppe, es war mir einfach zu einfach.

Sternengebrüll. Denk- und Fühlgeschichten
Moderne Märchen aus dem Lucy-Körner-Verlag in der Tradition der drei legendären "Farben"-Bücher. Zauberhaft und nachdenkenswert. Man merkt aber auch, dass die Sammlung etwas später entstanden ist als die Vorgängerbände, sie hat einen etwas moderneren Ton. Eben ein Kind der Jahrtausendwende, das noch von den 80ern träumt.

Hans Kruppa: Kaito
Zauberhaftes Märchen in zauberhafter Aufmachung, einfach ein wunderschönes Buch. Erzählt wird die Geschichte eines kleinen Jungen, der irgendwie in seinem Heimatdorf und in seiner Familie nicht am rechten Ort ist. Als 13-Jähriger zieht er von zu Hause fort und macht sich auf, einem geheimnisvollen Fremden ein verlorenes Amulett zu bringen. Dann hört er den Mann auf einer besonderen Flöte spielen, und als dieser ihm als Dank für das Amulett einen Wunsch erfüllen will, wünscht sich Kaito, von ihm die Kunst des Flötenspiels zu lernen. Alle halten ihn für geistesgestört, denn er hätte haufenweise Gold und Silber erhalten und bis ans Ende seiner Tage ausgesorgt haben können. Nur sein Meister versteht ihn. Eine Geschichte über Selbstfindung und das Streben nach künstlerischer Vollkommenheit. Fast so schön wie "Die Legende von Tay Manka". Hans Kruppa kann's einfach.


Hörspiel

Jan Tenner Classics 2: Tödlicher Nebel
Ein giftiger Nebel bedroht Westland und seine Bewohner. Die Quelle ist ein defektes außerirdisches Raumschiff. Jan Tenner kann den Schaden beheben und das Leck flicken, Gefahr gebannt und ein Meilenstein für die Völkerverständigung gesetzt. Etwas skurril erscheint mir die Art, wie Jan überhaupt durch den Nebel gelangen kann: Er schrumpft dank des Superserums von Professor Futura auf Mausgröße zusammen und kann so in einen speziellen Roboter hineinkriechen, der nur von einem Steuermann in Mini-Größe gelenkt werden kann. Wer konstruiert denn bitte solche Fahrzeuge? Tanja nervt auch. Kein Wunder, dass sie bereits nach der dritten Folge ausgetauscht wurde. Es ist eine Art weiblicher Peter Shaw, nur mit noch mehr Piepston und Hysterie in der Stimme. Sehr anstrengend. Und die Argumentation ist immer die Gleiche. Diagnose: Wir werden alle sterben. Einziger Ausweg: Jan Tenner benutzt das neue Serum. Tanja: Nein, Jan, ogottogott, das neue Serum ist viel zu gefährlich, es ist noch nicht ausreichend erprobt, wenn dir nun etwas passiert ... Unglaubwürdig ist auch, dass sie die wissenschaftlichen Fähigkeiten dieses jungen Mannes so in den Himmel hebt. Verdammt, die Frau ist Assistentin des größten Wissenschaftlers ihrer Zeit. Sie sollte mindestens Doktorandin sein. Und himmelt einen popeligen Studenten an, der eine Substanz analysieren kann. Ein solch biederer älterer Herr wie Professor Futura wird sich seine Assistentin doch nicht nach ihrem Brustumfang ausgesucht haben ...?

Mark Brandis, Raumkadett 4: Hinter den Linien
Der junge Astronautenschüler Mark Brandis erhält ein spezielles Training: Als Copilot der raubeinigen Super-Fliegerin Alba Bravo darf er einen Patrouillenflug entlang der Grenze zu den Vereinigten Orientalischen Republiken begleiten. Dabei kommt es zu einem Gefecht, der Flieger stürzt ab, und Mark und Alba landen mitten im feindlichen Gebiet. Zu Fuß kämpfen sie sich bis zur Grenze zurück. Doch dann stürzt die Fliegerin in eine Grube. Akustisch gut gemacht, der Handlungsverlauf linear und stringent, das Ende etwas überraschend. Nicht schlecht, aber ich komme mit der "erwachsenen" Serie besser klar.

Jan Tenner Classics 3: Landung der Giganten
Riesenhafte Wesen bedrohen Westland und entführen Kinder. Sie wollen die Geiseln erst herausrücken, wenn sich Professor Futura in ihr Raumschiff begibt. Aber niemand will das größte Genie der Welt und seine wissenschaftlichen Errungenschaften in den Händen der Fremdem wissen. Zeit, eine neue Variante des Serums zu testen: Jan Tenner verwandelt sich nach der Injektion in ein Double des Professors. Gut gefallen hat mir, wie überhaupt an der ganzen Serie, die Grundhaltung Tenners, der Konflikte mit Außerirdischen immer wieder gewaltfrei, mit viel Verständnis und zur beiderseitigen Zufriedenheit löst. Schwer erträglich Tanjas dämliche Hysteriespiralen, aber damit hat es ja nun ein Ende. Nett der obligatorische kleine Nasenstüber an den Herrn General zum Schluss.

Jan Tenner Classics 4: Gefahr aus dem All
Ein Offizier verschwindet. Seine Entführer sind Außerirdische namens Lakoten. Ein Fall für Jan Tenner und das neue Serum, diesmal ein Unsichtbarkeitsserum, das zunächst einmal Anlass für viele Blödeleien bietet, da eben nur die Menschen, nicht aber ihre Klamotten unsichtbar werden, Jan also diesmal nackt im Einsatz ist. Das ewige Störgeräusch Tanja ist verschwunden, gut so. Etwas herzlos erscheint mir die Art, wie sie aus der Serie herausgeschrieben wurde, aber akustische Schönheit fordert nun mal Opfer. Laura, die neue Assistentin an Professor Futuras Seite, zeigt Jan jedenfalls erstmal, wo der Hammer hängt. Vielversprechend.



März

Susanne Pawlowic: Feuerjäger I: Die Rückkehr der Kriegerin

Regina Scheer: Mausche mi-Dessau. Moses Mendelssohn. Sein Weg nach Berlin
Kleines Taschenbuch aus der Reihe "Jüdische Miniaturen", das sich mit dem Weg des jungen Moses Mendelssohn von Potsdam nach Berlin beschäftigt. Ich hatte vor einigen Jahren aus derselben Reihe bereits den Band "Gesetzestreuer Jude und deutscher Aufklärer" von Hermann Simon gelesen, das ich denjenigen, die an einem Einstieg und ersten Überblick über Mendelssohns Leben interessiert sind, ans Herz legen möchte. Das hier vorliegende Büchlein "Mausche mi-Dessau" befasst sich nur mit einem kleinen Abschnitt aus dem Leben des jungen Moses Mendelssohn, eben dem Umstand, dass er sich im Jahr 1742 von Dessau nach Berlin aufmachte, um bei seinem verehrten Lehrer David Fränkel, der nach Berlin berufen wurde, weiter lernen zu können. Man erfährt etwas über den bekannten und möglichen Verlauf seines Weges und zum historischen Hintergrund. Aber ein Schwerpunkt ist auch die Beschreibung eines Versuchs, diesen Weg nachzuwandern, den einige Wissenschaftler und Verehrer des Philosophen vor einigen Jahren unternahmen.

Mirja Dahlmann: Die althochdeutschen Zaubersprüche zwischen Heidentum und Christentum
Eine Untersuchung der Zaubersprüche in alten Zeiten. Man erfährt viel über magische Vorstellungen und die Art, wie solche Zaubersprüche aufgebaut sind. Auch das eigentümliche Zusammenspiel von heidnischen und christlichen Vorstellungen wird herausgearbeitet. Ein Schwerpunkt liegt auf dem zweiten Merseburger Zauberspruch, also dem Zauerspruch mit dem gebrochenem Pferdebein. Sehr klug und vielleicht nützlich für einen meiner nächsten Romane.

Wilhelm Busch: Umsäuselt von sumsenden Bienen. Schriften zur Imkerei
Hübsches kleines Geschenkbüchlein, das ich beim Besuch einer Rolf-Kauka-Ausstellung im Wilhelm-Busch.Museum entdeckt habe. Enthält drei Aufsätze Buschs zum Thema Bienenzucht. Hab bisher nicht gewusst, dass der Mann begeisterter Imker war. Insgesamt nicht unbedingt ganz großes Kino. Das Büchlein ist dünn, es hat sein Verkaufspotential eben durch den Verfassernamen. Interessant, dass Busch in einem Aufsatz kategorisch und bissig verneint, dass Bienen ihren "Bienenvater", den Besitzer, erkennen und von anderen Leuten unterscheiden können. Da werden manche Imker widersprechen. Ein netter Mitnahme-Artikel über eine bisher unbekannte Facette des Comic-Urvaters.

Dino Lares: Wolfgang Schadewaldt. Eine Lebensskizze / Wolfgang Schadewaldt: Einblick in die Werkstätte meiner Arbeit
Dünnes Bändchen mit zwei Aufsätzen. Eine kleine Schadewaldt-Reliquie. Ein kurzer biographischer Abriss und ein paar Worte Schadewaldts zu seiner Arbeit.

Wolfgang Mohr / Walter Hauf: Zweimal "Muspilli"
Ich habe immer noch keine Textausgabe Muspilis gefunden und gelesen. Muss irgendwann mal gezielt in der Bibliothek danach fahnden. Vielleicht schaffe ich es nächstes Jahr. Dieses Büchlein enthält zwei Aufsätze die sich mit dem eigenartigen Weltuntergangsfragment beschäftigen. Man erfährt ein bisschen zu den germanischen und christlichen Vorstellungen darin und etwas zur Forschung, die in vielen Fällen einfach zu dem Schluss kam, dass Muspili schwierig und dunkel sei. Ein etwas älteres Büchlein (1977), vermutlich ist die Wissenschaft inzwischen schon weiter gekommen.

Gustav Kühne: Eine Quarantäne im Irrenhause
Einer der wichtigen Texte des Jungen Deutschlands aus dem Jahr 1835. Ich habe seinerzeit ein Kapitel in meiner Magisterarbeit darüber geschrieben. Damals gab es das Buch nur als frakturgedruckten uralten Wälzer, den man per Fernleihe ordern und dann auch nur im Lesesaal lesen durfte. Ich habe mir große Teile davon abgeschrieben. Jetzt also ist eine Print-Version erhältlich. Die ist auch ganz erträglich, ich erinnere mich an keine größeren Scanfehler.
Der Ich-Erzähler, ein junger Philosoph und Bohemien, wird von seinem Onkel, der ihn politrischer Umtriebe verdächtigt, kurzerhand entführt und in eine Irrenanstalt gesteckt. In der Gefangenschaft beginnt er ein seltsames Tagebuch, in dem er die politischen und philosophische Wirren der Zeit analysiert, sich mit Hegel und Gott auseinandersetzt und sich am Faust-Mythos abarbeitet. Als er im Irrenhaus seine Jugendliebe, die Opernsängerin Elvira Weißschuh, wiederfindet, die tatsächlich verrückt ist, und seine aktuelle Liebe, die polnische Sängerin Victorine, die während des Aufstandes gegen Russland ihre gesamte Familie verloren hat, wiedertrifft, beschließen die drei die Flucht. Ein Ausbruch, der Victorie in den Tod führt und die zwischenzeitlich geheilte Elvira, die auf einer Opernbühne erneut im "Don Giovani" auftritt, zurück in den Wahnsinn. Ein hochinteressantes Buch voller Sprachschönheit und kluger Gedanken, allerdings für heutige Leser wohl etwas schwer verdaulich ...



Hörbuch

Schatztruhe der Märchen
(Aschenputtel, Jorinde und Joringel, Rotkäppchen, Die sechs Diener, Schneewittchen, Das blaue Licht, Hänsel und Gretel, Allerleirauh, Das tapfere Schneiderlein, die Prinzessin auf der Erbse, Dornröschen, Kalif Storch, Der Froschkönig, Der Wolf und die sieben Geißlein, Rumpelstielzchen, Zwerg Nase, Der gestiefelte Kater, Hans im Glück, Tischlein deck dich, die goldene Gans, Frau Holle, König Drosselbart, Brüderchen und Schwesterchen, Die zertanzten Schuhe, Der kleine Muck, Der falsche Prinz, Des Kaisers neue Kleider, Das Lumpengesindel, Schneeweißchen und Rosenrot, Rapunzel, Gullivers Reisen, Rübezahl, Ali Baba und die vierzig Räuber, Das fliegende Pferd, Pinocchio)
Dicke Hörspielbox mit 20 CDs, von denen die meisten jeweils zwei Märchen enthalten. Die letzten CDs sind etwas anders, darauf sind Klassiker wie Gullivers Reisen, Pinocchio und Rübezahl-Sagen zu finden. Angeschafft habe ich sie mir eigentlich, weil ich unbedingt Hans Paetsch wiederhören wollte, die große Märchenerzählerstimme meiner Kindheit. Genauer gesagt: Ich wollte mir noch einmal "Jorinde und Joringel" von Hans Paetsch erzählen lassen und habe den Rest dann einfach mal mitgenommen. Tja, was soll ich sagen. Es war nicht alles Hans Paetsch darin. Die anderen Sprecher haben natürlich ihre Arbeit ordentlich gemacht, ich will nicht meckern, es stand ja auch in der Beschreibung drin, dass da noch andere dabei waren. Jorinde und Joringel war zwar tatsächlich von ihm gesprochen, aber es war nicht die Version, die ich kannte und wollte, sondern eine etwas ausgeweitete, gestreckte Fassung, in die ein absonderliches Greifen-Abenteuer hineinmontiert worden war, wohl um eine angemessene Laufzeit zu bekommen. Die restlichen Märchen waren größtenteils okay, bei manchen hatte ich aber das Gefühl, es mit billig produziertem "Füllmaterial" zu tun zu haben. Die Anzahl der in Reimform nacherzählten Märchen war für meinen Geschmack etwas zu groß. Und manchmal war der Versuch, durch eine Rahmenhandlung einen neuen "Dreh" in der Märchenpräsentation zu finden, doch etwas nervig und wirkte aufgesetzt. Da war unter anderem eine Familie, die für ihre Oma oder Tante ein Märchentheaterstück aufführte, und dann halt das Grimm-Märchen darbot, und einmal fing die Rahmenandlung im Stau auf der Autobahn an, worauf ein Vater und sein Sohn dann das Radio einschalten und dort einem Märchenhörspiel lauschten. Nun gut. Die Märchenkiste ist dick und voll und gehaltreich, und wenn auch nicht alles Gold darin ist, es waren doch einige Fundstücke darin. Hätte halt gern mehr von Hans Paetsch gehört ...

Helen Macdonald: H wie Habicht
Wahnsinnig tolle Geschichte, zauberhafte, magische Sprache und obendrein ausgesprochen lehrreich. Es geht um eine Falknerin, die einen Habicht abrichtet. Offenbar die absolute Königsklasse der Falknerei. Der Habicht, beziehungsweise in diesem Fall eine Habicht-Dame, wird beschrieben als blutgierig, schwer zu zähmen und ausgesprochen eigenwillig. Für die Ich-Erzählerin eines große Herausforderung. Eine Herausforderung, die sich aber sehr bewusst sucht, um über den Tod ihres Vaters hinwegzukommen. Erinnerungen an ihren Vater und ihre ersten Schritte in der Falknerei spielen aber keine so große Rolle wie die Auseinandersetzung mit dem britischen Schriftsteller T.H. White ("Der König auf Camelot") und seinem Buch "The Goshawk". In dem Buch, in dem es ebenfalls um die Abrichtung eines Habichts geht, hat White, wie die Falknerin schon als Jugendliche diagnostizierte, so ziemlich alles falsch gemacht, was man im Umgang mit einem Greifvogel falsch machen kann. Die Tragödie zwischen White und seinem Habicht Goth (Schreibt er sich so? Oder ist es ein Gos wie Goshawk? Ich kenne ja nur das Hörbuch.) und der langsamen Annäherung zwischen Ich-Erzählerin und Habichtdame Mabel spiegeln sich sehr schön in einander. Ich habe viel über Falknerei, Habichte und White gelernt. Werde mir die Geschichte sicher nochmal anhören.

Weiterer Jahresrückblick:
Teil II: April bis Juni 2017
Teil III: Juli bis September
Teil IV: Oktober bis Dezember 2017

© Petra Hartmann


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Miriam Rademacher: Talisman und die Tänzer der Nacht

Geschrieben von Petra , in Bücher - Abenteuer 26 Dezember 2017 · 2.255 Aufrufe
Bücher - Abenteuer und 1 weitere...

Talisman und seine Freunde sind wieder da. Auf dem Mutmach-Hof für Kinder mit besonders schweren Angst-Störungen gibt es ein neues Rätsel zu lösen, und das kluge Islandpony hilft seinen jungen Schützlingen mit aller Kraft und viel Pferdeverstand.
"Talisman und die Tänzer der Nacht" heißt der zweite Teil der Kinderbuchserie von Miriam Rademacher über dem Mutmach-Hof im emsländischen Werpeloh. Wie bereits im ersten Teil sind die Kinder Cordula, Lars-Olaf und Katla auf der Suche nach dem Erbe der ehemaligen Hofbesitzerin. Das Geld ist dringend nötig, denn deren Nachkommen können den Hof ohne diese Finanzspritze nicht halten. Die "blauen Rätsel", die Hinweise auf das Erbe geben, locken die Kinder auf eine abenteuerliche Schnitzeljagd zu verschiedenen Orten im Emsland. Das Besondere: Nur Kinder mit besonderen Ängsten können die blauen Rätsel überhaupt finden - und um sie zu entdecken, müssen sich die Jansenhof-Gäste diesen Ängsten stellen und sie überwinden.
Diesmal geht es nach Schloss Clemenswerth in Sögel. Was als harmlose, fröhliche Kutschfahrt beginnt, wird jedoch schon bald zu einem unheimlichen Abenteuer, bei dem die ansonsten recht handfeste und taffe Katla auf einem nächtlichen Friedhof ihrem persönlichen Albtraum begegnet.
Auffallend ist die Art, wie die Kinder inzwischen mit ihren Ängsten umgehen. Wurden sie im ersten Band, "Talisman und die blauen Rätsel" noch einfach nur von beinahe lebensbedrohlichen Panikattacken durchflutet, so haben sie nun einen eigenartig wertschätzenden, beinahe pragmatischen Umgang mit ihren Ängsten entwickelt. Fast will es scheinen, als ob diese Ängste inzwischen für sie zu einem nützlichen Werkzeug geworden sind, das bei der Schatzsuche nur noch richtig und sachgerecht eingesetzt werden muss. Schon zu Beginn des Buches ist es Lars-Olaf, der, obwohl er eigentlich schon viel mutiger geworden ist, seine gesamten Schauspielkünste aufbietet und seine Eltern überzeugt, dass seine Insekten-Phobie zurückgekehrt ist. Nur so kann er seine Eltern überzeugen, ihn noch einmal auf den Jansen-Hof zu schicken und nicht zu doofen Sommerferien in Italien zu zwingen. Auch ansonsten gehen die Kinder das Angst-Problem sehr handwerklich an. Sie kommen ins Schloss, schauen sich um mit einem "Okay, wovor können wir uns hier fürchten?"-Blick und gehen dann zielsrebig auf Fledermaus-Nistkästen, dunkle Gänge oder eben den Friedhof zu.
Das Abenteuer ist spannend und flüssig geschrieben. Lediglich zu Beginn hakt es ein bisschen mit dem Erzählfluss, als Lars-Olaf seiner Mutter zum vermutlich hundertsten Mal erzählt, was er in den vergangenen Ferien alles erlebt hat. Das ist das alte Problem einer jeden Buchserie. Irgendwie müssen die Neuleser abgeholt und die Altfans wieder auf den aktuellen Stand gebracht werden. Hier wird versucht, die erneute Zusammenfassung durch die Zerstreutheit und Vergesslichkeit der Mutter zu begründen. Das ist zumindest eine Begründung. Aber vielleicht wäre für die folgenden Bände eine vier- bis fünfzeilige Beschreibung des Jansenhofs und seiner Ziele über der Personenvorstellung auf der ersten Seite die bessere Variante.
Ansonsten ein spannendes und vor allem ein etwas anderes Kinderbuch, das mit dem ungewöhnlichen Thema "Ängste" punktet und auch mit seinem emsländischen Lokalkolorit überzeugt.

 

Fazit: Spannendes Kinderbuch für Pferdefreunde, Emsland-Fans und alle, die ihre kleinen und großen Ängste überwinden wollen. Ein Buch, das Mut macht. Und Lust auf einen Besuch im Schloss Clemenswerth.

 

Miriam Rademacher: Talisman und die Tänzer der Nacht. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017. 138 S., Euro 12,90.

 

Weitere Bücher aus der Talisman-Serie:
Talisman und die blauen Rätsel
Talisman und das tote Dorf
Talisman und der reisende Riese

 

© Petra Hartmann




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Weihnachtsmärchen: Der kleine Trommler

Geschrieben von Petra , in Weihnachten 24 Dezember 2017 · 1.095 Aufrufe
Weihnachten

Die Weihnachtsgeschenke sind eingepackt, die Post erledigt, die letzten Einkäufe getätigt. Alles ist getan, was vor Heilig Abend noch erledigt werden muss. Nun ist es Zeit, sich zurückzulehnen und die Weihnachtszeit zu genießen. Ich wünsche euch allen ein frohes und friedliches Fest. Und für alle, die Freude an Weihnachtsgeschichten haben, gibt es hier mein neues Märchen. Viel Vergnügen damit!

 

 

Der kleine Trommler

 

„Ta-rattatta-tamm!“
„Hilfe!“ Die Mutter ließ vor Schreck die Puddingschüssel fallen. Die Schale zersprang klirrend. Brauner Schokoladenpudding verteilte sich auf dem gefliesten Küchenfußboden. Jonas blickte schuldbewusst nach unten. Er versuchte, die Sticks hinter seinem Rücken zu verbergen, aber die Trommel, die er vor dem Bauch trug, sah die Mutter natürlich sofort.
„Jetzt schau, was du angerichtet hast!“, schimpfte die Mutter. „Kannst du nicht wenigstens an Weihnachten einmal aufhören mit der dämlichen Trommelei!“
Jonas sah sie mit großen traurigen Augen an. Natürlich sagte er nichts. Jonas sagte nie etwas. Fünf Jahre war er nun schon alt, aber gesprochen hatte er noch nie. Nur getrommelt. Erst auf dem Tisch und auf Töpfen. Und nun eben auf der bunten Blechtrommel, die ihm sein Onkel zum Geburtstag geschenkt hatte. Onkel Ephraim fand das wohl lustig. Die Mutter nicht.
Wütend bückte sie sich und sammelte die Scherben auf. Dann holte sie das Wischtuch, um die dunkelbraune Sauerei aufzuwischen. Jonas sah ihr traurig zu. Er hatte sie nicht erschrecken wollen. Es tat ihm leid, wie sie da auf den Knien über den kalten Fußboden rutschte. Ganz leise, tröstend, klopfte er ein „Ta-rattatta-tamm“ für sie.
„Jetzt reicht es aber!“, schrie sie. Sie fuhr in die Höhe, holte aus und schlug ihm das dreckige Wischtuch um die Ohren. Jonas stand vor Schreck stocksteif da. Rechts und links klatschte das feuchte Tuch ihm ins Gesicht, hinterließ schmierige braune Schokoladenspuren und brannte in den Augen. Jonas hob die Hand, um die Schläge abzuwehren, und nun knallte das Tuch auf seinen Unterarm, schlug ihm die Trommelstöcke aus der Hand, die klappernd auf die Fliesen aufschlugen. Er weinte nicht. Weinen tat er nie. Sah die Mutter nur aus großen Augen an, dann bückte er sich und hob die Sticks wieder auf.
„Gib die Trommel her!“, sagte sie. „Ich habe die Nase voll.“
Aber Jonas schüttelte eigensinnig den Kopf. Da griff sie zu, wollte ihm das Instrument wegnehmen. Jonas wich erschrocken zurück. Mit einer Kraft, die man dem kleinen Jungen gar nicht zugetraut hätte, entriss er seiner Mutter die Trommel, dann rannte er aus der Küche.
„Du nichtsnutziger Wechselbalg! Ja, hau ab, verschwinde sofort und lass dich hier nie wieder blicken!“, schrie sie hinter ihm her. Dann hörte sie die Haustür klappen. Es wurde still in der Küche. Die Mutter verbarg ihr Gesicht in den Händen und weinte. Lautlos weinte sie. Dann seufzte sie und wischte die Reste der Pudding-Katastrophe auf.
Still war es im Haus. Gottseidank, endlich einmal Stille. Ohne dieses ständige „Ta-rattatta-tamm“, mit dem der Bengel sie immer dann erschreckte, wenn sie ihn gerade für eine Sekunde vergessen hatte. Verdammt, als ob es nicht schon schlimm genug war, dass er nicht sprach. Aber dieses ständige Trommeln. Nein, es war einfach nicht mehr zum Aushalten. Wer konnte es ihr verdenken, wenn sie da die Nerven verlor. Fünf Jahre ohne ein Wort. Die Blicke der Nachbarn. Als ob sie etwas dafür konnte. Ja, Schuld musste doch immer die Mutter sein, den Gedanken konnte sie ihnen an der Stirn ablesen. Die Ärzte hatten nichts feststellen können. Kerngesund sei er, hieß es. Und dumm? Gute Frau, was heißt schon dumm? Dafür hätten manche Menschen eben andere Talente. „Ta-rattatta-tamm“, hallte es in ihrem Kopf. Aber in Wirklichkeit war es still in der Küche. Im ganzen Haus. Seufzend richtete die Mutter sich wieder auf. Sie warf den Lappen in den Putzeimer und ging zur Haustür.
„Jonas!“, rief sie. „Komm halt wieder rein.“ Aber Jonas war verschwunden. Nur die dicke Katze des Nachbarn hockte auf dem Zaun. Und ein paar Schneeflocken trudelten zu Boden. „Jonas!“, rief die Frau erneut, nun etwas lauter, zorniger. Aber der Junge kam nicht. „Jonas! Verdammt nochmal, komm endlich her! Es ist kalt!“ Kein Jonas. Und kein „Ta-rattatta-tamm“. Stille.
Wütend riss sie den Mantel von der Garderobe. Jetzt musste sie den Bengel auch noch suchen. Eine schöne Bescherung. Nun, weit würde er nicht gegangen sein. Es war kalt, und er hatte noch nicht einmal seinen Anorak mitgenommen. Vermutlich war er nur bis zur nächsten Straßenecke gerannt und würde bald wieder umkehren. Höchstens bis zum Spielplatz. Na, dem würde sie etwas erzählen.
Aber Jonas war gar nicht zum Spielplatz gelaufen. Auch nicht zur Bushaltestelle oder zum Kiosk. Er war überhaupt nicht zu irgendetwas gelaufen. Nur weg wollte er. Einfach nur weg. Ängstlich hielt er seine Trommel umklammert. Wie einen kostbaren Schatz drückte er sie an sich. Niemand durfte sie ihm wegnehmen, niemand. Ganz fest hielt er sie. Er lief. So schnell, wie er mit seinen kurzen Beinen noch nie gelaufen war. Die Trommel fest an sich gepresst, die Hände wie Schraubstöcke um die Sticks geschlossen. Schneller als die Mutter, schneller als die Kälte, schneller als alle, die ihm seine Trommel wegnehmen wollten.
Die Straßen wurden enger und dunkler, er merkte es nicht. Längst waren die Küche und die Mutter und der Schokoladenmatsch hinter ihm zurückgeblieben, und nur auf seinen Wangen spürte er noch die kalte, klebrige Schokolade, die langsam trocknete. Er rannte noch immer. Auf und ab schlug die Trommel vor seinem Bauch, und sein Atem ging schwer. Schließlich konnte er nicht mehr laufen. Er blieb stehen, keuchend und vollkommen außer Puste, seine Wangen glühten, Schneeflocken trudelten auf ihn herab und schmolzen auf seinem Gesicht. Ganz vorsichtig zog er die verrutschte Trommel gerade. „Ta-rattatta-tamm“, machten die Sticks auf dem Trommelblech. Unsicher sah er sich um. Das sah alles ganz anders aus als zu Hause. Langsam, zögernd, ging er weiter. „Ta-rattatta-tamm“, machte die Trommel.
Die Mutter hatte inzwischen die ganze Straße abgesucht. Auf dem Spielplatz und an der Bushaltestelle hatte sie gesucht. Am Kiosk und hinter den Glascontainern. Kein Jonas. Dann hatte sie bei den Nachbarn geklingelt. Doch alle schüttelten nur stumm den Kopf. Nein, Jonas hatten sie nicht gesehen. Aber die Mutter konnte auf ihrer Stirn lesen, was sie dachten. Es war nichts Freundliches über den seltsamen Jungen und erst recht nichts Freundliches über sie selbst, die ihr Kind bei diesem Wetter allein auf die Straße gelassen hatte. Es schneite nun stärker. Sie suchte weiter. Lief die Straßen entlang und rief immer wieder seinen Namen. „Jonas! Jonas!“, rief sie. Aber Jonas war fort.
Der Junge war zu einem großen Einkaufszentrum gelangt. Ihm war kalt, und der Schnee fiel immer dichter. So ging er hinein, um sich zu wärmen. Er marschierte zwischen den Süßigkeitenregalen hindurch. Aus versteckten Lautsprechern klang „Stille Nacht“ durch das Kaufhaus. Das gefiel ihm sehr. „Ta-rattatta-tamm“, machte die Trommel dazu. Schön klang das. Jonas trommelte mit aller Kraft, und nun konnte er sogar wieder lachen. „Ta-rattatta-tamm, Ta-rattatta-tamm!“ Plötzlich stand ein großer Mann vor ihm, der hatte ein dunkelrotes Gesicht und schrie ihn an. Was das denn solle, schimpfte der Mann. So ein Krach in seinem Einkaufszentrum. Und überhaupt, Kinder ohne Begleitung von Erwachsenen seien verboten in dem Geschäft. Als Jonas nur stumm dastand und sich nicht bewegte, packte der Mann ihn am Arm, zog ihn grob zur Tür und schubste ihn zurück nach draußen. Jonas sah ihn mit großen, traurigen Augen an, aber da hatte der Mann sich schon ruckartig umgewandt und war ins Warme zurückgekehrt. „Ta-rattatta-tamm“, sagte die Trommel. Und Jonas stapfte weiter durch den Schnee.
Die Mutter war inzwischen zur Polizeidienststelle gelaufen. Aber die Beamten dort konnten ihr wenig Hoffnung machen. Immerhin versprachen sie, alle Streifenwagen-Besatzungen zu informieren, damit die nach einem kleinen Jungen mit Trommel Ausschau halten sollten. Es klang nicht sehr erfolgversprechend.
Und die Seitenstraße, in die Jonas nun abgebogen war, war viel zu eng für einen Streifenwagen. Die Mauern waren hoch, und zwischen ihnen pfiff der Wind hindurch. Das „Ta-rattatta-tamm“ der Trommel hallte unheimlich und hohl wider von den Wänden. Aber Jonas marschierte unverdrossen weiter. Und als die enge Gasse auf einem kleinen Platz endete, stand er genau vor einem Schnellimbiss. Es roch nach Fett und angebranntem Fleisch, und durch das trübe Fenster schien etwas Licht nach draußen. Jonas hatte schon ganz kalte Finger, aber die Sticks hielt er noch immer tapfer umklammert. „Ta-rattatta-tamm“, klopfte er. Dann stieß er die Tür auf und trat ein.
Es waren nur zwei Gäste darin. Der eine hockte zusammengesunken vor seinem halbleeren Bierglas. Der andere fütterte unentwegt den Spielautomaten mit Zwei-Euro-Stücken und fluchte vor sich hin. Immer wieder gab der Apparat laute Fanfarenstöße von sich, wenn es einen kleinen Gewinn zu vermelden gab, oder er spielte eine kurze traurige Melodie, wenn der Mann verloren hatte, aber wenn der Spielautomat schwieg, dann hörte man, dass im Radio gerade „Oh Tannenbaum“ lief. Jonas freute sich. Das Lied kannte er. Und begeistert begleitete er die Radiomusiker mit seiner Trommel. „Ta-rattatta-tamm“, machte er. „Ta-rattatta-tamm.“
„Was willst du?“, knurrte der Mann hinter dem Tresen.
„Ta-rattatta-tamm“, trommelte Jonas.
„Dann raus mit dir“, brummte der Mann. „Entweder du bestellst etwas, oder du fliegst.“
„Ta-rattatta-tamm“, trommelte Jonas, drehte sich um und ging zurück in die Kälte. Inzwischen konnte er schon zwei Geräusche machen: „Ta-rattatta-tamm“ mit der Trommel und ein Klappern wie von Kastagnetten mit den Zähnen. Das wunderte ihn etwas, aber es klang gar nicht schlecht zusammen, fand er. Wenn es nur nicht so kalt wäre.
Die Mutter irrte durch die Innenstadt. Ob Jonas zum Weihnachtsmarkt gegangen war? Bunte Lichter flackerten an einem Bratwurststand. Glühweindunst quoll ihr in dichten Schwaden entgegen. Schmalzkuchen, Crêpes und Waffeln dufteten. Ein paar Kinder kamen den Weg entlang, die hatten dicke Bäusche von Zuckerwatte vor dem Gesicht. Ihre Augen leuchten, und sie unterhielten sich über irgend einen Film aus dem Kinderprogramm. Nein, da war Jonas nicht dabei, dachte die Mutter. Diese Kinder konnten ja reden und sich freuen. Und es gab ihr einen kleinen Stich ins Herz, wenn sie an ihren kleinen, schokoladenverschmierten Nichtsnutz dachte.
Doch plötzlich stutzte sie. Vor dem hohen Weihnachtsbaum in der Mitte des Platzes waren eine Menge Kinder aufmarschiert. Jungen und Mädchen aus dem benachbarten Kindergarten stellten sich in drei Reihen ordentlich hin, und eine junge Frau, offenbar die Kindergärtnerin, hob die Hand. Sofort wurde alles still. Dann gab sie den Einsatz. Aus fünfzehn hellen Kinderkehlen erklang ein Weihnachtslied.
„Durch die stille Nacht ...“, sangen die Kinder.
„Ta-rattatta-tamm“, kam es da plötzlich hinter dem Tannenbaum her.
Die Mutter zuckte zusammen. Da stand er. Jonas. Um ein Haar hätte sie sich sofort auf ihn gestürzt und ihn gepackt und weggezerrt. Jetzt störte der Bengel auch noch den Auftritt der Kinder mit seinem ewigen Trommeln.
„... da ging ein kleiner Junge ...“, sangen die Kinder. Wunderschön klang das.
„Rattatta-tamm“, machte Jonas. Verdammt, jemand musste den Bengel da wegholen.
„Hielt seine Spielzeugtrommel in der Hand, wollt zu dem Stalle, wo die Krippe stand ...“
„Rattatta-tamm, rattatta-tamm, rattatta-tamm“, machte Jonas. Er stand breitbeinig und pausbäckig da, das schokoladenverschmierte Gesicht glänzte im Schein der elektrischen Tannenbaumkerzen. Sehr ernst und konzentriert schlug er die Trommel. „Ta-rattatta-tamm, rattatta-tamm, rattatta-tamm“, machte es. Und plötzlich hatte die Mutter das unbestimmte Gefühl, dass dieses scheußliche „Ta-rattatta-tamm“ gar nicht mehr so laut und furchtbar klang, wie sie immer gedacht hatte. Dass es einfach dazu gehörte zur Weihnacht und zu diesem Lied, und dass auch ein kleiner Trommler angehört werden musste, selbst wenn er nichts anderes von sich gab als „Ta-rattatta-tamm“.
„Die kleine Spielzeugtrommel sang und klang“, sangen die Kinder.
„Rattatta-tamm, rattatta-tamm“, machte Jonas.
„Und das Jesuskind lächelt ihn an“, schlossen die Kinder.
Als sie sich verbeugten, hörte er mit dem Trommeln auf. Erstaunt schaute er sich um. Sah die vielen applaudierenden Menschen an und wusste für einen Augenblick nicht so recht, was er davon halten sollte. Da entdeckte er seine Mutter mitten im Publikum. Wie sie in die Hände klatschte und strahlte. Erst wollte er weglaufen, aber er konnte sich einfach nicht von der Stelle bewegen. Es war zu kalt, und der Schnee fiel noch immer, setzte sich auf seine Schulten, die Haare, die Trommel. Da war die Mutter auch schon bei ihm. Sie kniete neben ihm nieder, schloss die Arme um ihn, weinte, dann zog sie ihm rasch ihren Mantel an. Verwirrt sah er sie an. Er konnte sich einfach keinen Reim auf ihr eigenartiges Verhalten machen. Nur, dass sie ihm offenbar nicht mehr böse war, verstand er. Und dass es ihm langsam wieder warm wurde.
„Sind Sie die Mutter von dem Jungen?“, fragte plötzlich eine Frauenstimme. Die Kindergärtnerin stand neben ihnen und sah freundlich auf sie herab. „Vielleicht hätte ihr Sohn ja Lust, uns einmal zu besuchen? Einen so tollen Trommler haben wir schon lange gesucht.“
„Ja, hättest du denn Lust dazu, in den Kindergarten zu gehen?“, fragte die Mutter zweifelnd.
„Ta-rattatta-tamm“, machte die Trommel.
„Ja“, sagte Jonas.

 

© Petra Hartmann




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Esther S. Schmidt: Die zweite Finsternis

Geschrieben von Petra , in Bücher - SF 23 Dezember 2017 · 1.587 Aufrufe
Bücher - SF, Dystopie und 1 weitere...

Eine erschreckende Zukunft zeichnet Esther S. Schmidt in ihrer Dystopie "Die zweite Finsternis". Der Roman spielt in einem Amerika, das sich in den vergangenen 200 Jahren zu einem Ödland entwickelt hat, in dem furchtbare Bestien lauern. Einzig in einigen wenigen Städten hat sich die Menschheit erhalten können. Doch die Technik ist veraltet, Funkgeräte anfällig, Maschinen werden seit Jahrzehnten nicht mehr erneuert und geben langsam den Geist auf. Dann bricht der Kontakt zu Dallas ab, und in der Nähe von Selimsburgh werden Spuren von "Reapern" gesichtet ...

 

Der Protagonist dieses Romans ist der Krieger-Mönch Kaleb, ein durchtrainierter Kämpfer im Dienst der herschenden Priesterkaste, die in den Städten herrscht. Ein schweigsamer, in sich ruhender Held der guten alten Schule, der den Reapern schon oft begegnet ist und überlebt hat. Die an Raptoren erinnernden gefährlichen Raubechsen sind die größte Bedrohung, die es außerhalb der Stäfte geben kann. Vor knapp 200 Jahren aus einem abgestürzten außerirdischen Raumschiff entkommen, haben diese Tiere längst außerhalb der Städte die Herrschaft über den Planeten erlangt. Kaleb übernimmt die gefährliche Aufgabe, nach den Raubechsen zu suchen.

 

Mehr als einmal wird er in gefährliche Kämpfe mit den Reapern verstrickt, wird schwer verwundet und kann nur durch die harte Ausbildung der Kriegermönche sein Leben retten. Doch es sind nicht nur die Reaper, mit denen er es zu tun bekommt. Inzwischen habe auch einige Menschen sich mit den Reapern verbündet, Ketzer, für die das Reaper-Sekret "Nachtmilch" eine Art Droge darstellt. Und wer sind die unheimlichen Erzengel, die versuchen, einen Gral nach dem anderen in ihren Besitz zu bringen?

 

Esther S. Schmidt hat ihre Welt erschreckend detailreich und präzise ausgestaltet. Der Priesterstaat, die Ödlande und die Gesellschaft der Ketzer, das alles ist ausgesprochen realistisch dargestellt, und wenn es nicht um eine Zukunftswelt sondern um eine historische Erzählung ginge, könnte man der Autorin eine ausgezeichnete Recherche bescheinigen. Die Verfasserin schreibt flüssig und spannend und schafft es schnell, den Leser in die Handlung hinein zu ziehen. Trotz der ausgesprochen actionreichen Geschichte, die von brutalen Kämpfen und von verzweifelten Fluchten erzählt, kommt die Charaktezeichnung nicht zu kurz, und dem Leser begegnen glaubwürdige Personen mit nachvollziehbaren zwischenmenschlichen Interaktionen. Der Autorin ist ein spannungsreicher, handwerklich geschickt aufgebauter Roman gelungen, der alles hat, was eine Dystopie braucht.

 

Fazit: Bedrückende, actionreiche Dystopie mit Raubsauriern. Spannend geschrieben und sehr gut lesbar. Gelungen.

 

Esther S. Schmidt: Die zweite Finsternis. Essen: Papierverzierer-Verlag, 2016. 427 S., Euro 14,95.

 

Weitere Bücher von Esther S. Schmidt:
Der Trollring
Das Erwachen der Hüterin

 

© Petra Hartmann




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Weihnachtssand-Lesung jetzt zum Nachhören

Geschrieben von Petra , in Nestis 22 Dezember 2017 · 946 Aufrufe
Nestis, Weihnachten und 1 weitere...
Mein Weihnachtsmärchen "Nestis und der Weihnachtssand" und weitere Beiträge der Hildesheimlichen Autoren aus unserer Dezember-Radiosendung könnt ihr jetzt hier nachhören:



Mit dabei sind Geschichten und Gedichte von Marlene Wieland, Elviera Kensche, Hans-Jürgen Fischer, Petra Hartmann und Jo Ahne-Heine. Das Nestis-Märchen beginnt bei 25.30.

Viel Spaß beim Zuhören!


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Nestis: Locker, spannend und mit toller Botschaft

Geschrieben von Petra , in Nestis 10 Dezember 2017 · 1.494 Aufrufe
Nestis
Die erste Amazon-Rezension zu "Nestis und die verbotene Welle" ist da. Ulrike Stegemann vergibt fünf Sterne und lobt besonders die Spannung und die augenzwinkernde Erzählweise sowie die tollen Illustrationen von Olena Otto Fradina.

In ihrer Besprechung schreibt sie:

"Ich freue mich immer, wenn ich eine neue Geschichte von Petra Hartmann lesen darf, nicht nur, weil sie so toll schreibt, sondern weil sie dabei auch noch so unglaublich vielseitig ist. Nachdem sie sich zuletzt eher einem schwierigen Stoff gewidmet und zwei Ritter-Epen neu erzählt hat, legt sie nun ein Kinderbuch vor, genauer gesagt handelt es sich hierbei um ihre vierte Geschichte rund um das Meermädchen Nestis und seine Freunde. In diesem Abenteuer geht es rockig-schwungvoll zu."

Ihr Fazit lautet:
"Auch diese Geschichte über die Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde erzählt Petra Hartmann auf lockere Weise mit Spannung, Augenzwinkern und einer tollen Botschaft. Ein wunderbares Abenteuer für Klein und Groß, auch dieses Mal mit schönen Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Ihre Kunst kann der Leser nicht nur im Buch bewundern, sondern auch an die Wand hängen, denn als kleiner Bonus liegt dem Buch ein passendes Poster bei."

Die komplette Rezension findet ihr auf Amazon oder in Ulrikes Blog.


Weitere Besprechungen zu "Nestis und die verbotene Welle"
Querblatt-Rezension von Thomas Lawall
Steffi Bieber-Geske im Biber-und-Butzemann-Blog
Kerstin Cornils in Kerstins Kartenwerkstatt
Erik Schreiber im Phantastischen Bücherbrief
Christel Scheja im Fantasyguide
Bericht im Kehrwieder am Sonntag


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"24 Türchen" erscheint in der Hildesheimer Allgemeinen

Geschrieben von Petra , in Weihnachten 08 Dezember 2017 · 901 Aufrufe
Weihnachten, Aus Petras Werkstatt
Mein Weihnachtsmärchen "24 Türchen" erscheint in der Weihnachtsausgabe der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung am 23. Dezember. Diesmal geht es um ein kleines Mädchen, dem ein unbekannter Krimineller das Furchtbarste antut, was man einem Kind in der Vorweihnachtszeit überhaupt antun kann: Er plündert der Kleinen den Adventskalender.
Aber Lina lässt sich das nicht gefallen. Sie kämpft um ihre tägliche Schokoladenportion und versucht, dem Räuber auf die Schliche zu kommen ...

Holt euch einfach die Zeitung, wenn ihr wissen wollt, wer der Täter war. ;-)


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Mit Nestis auf dem Helgoländer Lesefestival

Geschrieben von Petra , in Helgoland 30 November 2017 · 1.482 Aufrufe
Nestis, Helgoland

Das erste Helgoländer Lesefestival (26.- 28. Oktober) war ein Erlebnis für Nestis und mich. Ins Leben gerufen hatte die zweitägige Literaturveranstaltung Kim Scheider, die mit ihrem Jugendbuch "Der rote Feuerstein" ebenfalls ihren Beitrag zur Helgoland-Literatur geleistet hat. Klar, dass ich unbedingt mit dabei sein musste. Denn mein Meermädchen Nestis ist ja auf der Insel geboren, und hier entstand in einer stürmischen Novembernacht das erste Nestis-Abenteuer: "Nestis und der Weihnachtssand".

 

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Es begann mit einem gemütlichen Vortreffen am Donnerstagabend. Wir Autoren stießen im Restaurant "Galerie" unten im Hotel "Insulaner" (in dem ich vor zehn Jahren den Weihnachtssand verfasst hatte) mit einem Blutsekt auf die Veranstaltung an. Einige Gesichter kannte ich inzwischen aus dem Internet, von einigen Autorenkollegen hatte ich bereits Bücher gelesen. Und mit Pastor Eckhard Wallmann hatte ich vor Jahren sogar schon mal telefoniert. Damals war mein Buch "Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension" erschienen mit einem Artikel über die Jungdeutschen auf Helgoland, und er hatte mir einen Brief geschrieben. Interessanterweise fand er Theodor Mundts Helgoland-Briefe wesentlich toller als Ludolf Wienbargs "Tagebuch von Helgoland". Bei mir ist es gerade umgekehrt. Obwohl Mundt doch sonst mein Leib- und Magen-Autor ist. Aber Wienbarg ist einfach nicht zu toppen.

 

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Persönlich getroffen hatte ich zuvor noch keinen der literarischen Mitstreiter. Komisch eigentlich, die anderen hatten teilweise ähnlich viele Inseljahre auf dem Buckel wie ich.

 

Krimilesung mit Thomas Breuer und Marion Hinz

 

Zum spannungsvollen Start des Festivals gab es danach Kriminelles vom roten Felsen. Thomas Breuer las aus "Leander und der Lummensprung" vor, und von Marion Hinz gab es zwei Kurzkrimis, die auf der Insel spielten. Besonders bei "Tod einer bösen Frau" konnte man den Täter ja sooo gut verstehen.

 

Lyrische Liebeserklärung von Chris Runge

 

Der Freitag bot ein volles Programm. Den Auftakt machte Chris Runge. Sie las am Fahrstuhl aus ihrem Lyrikband "Liebe, Sehnsucht, Herzheimat" vor. Ja, Buntsandsteinmangel ist eine schwere Krankheit. Und wenn man nur für ein paar Stunden nach Helgoland kommt und gleich wieder abfahren muss, das tut sicher weh. Ein sehr dünnes Gedichtbuch im Hosentaschenformat, aber prall gefüllt mit Liebeserklärungen an den roten Felsen.

 

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Mit Kim Scheider von Helgoland nach Atlantis

 

Kim Scheider las auf der "MS Helgoland" aus ihrem Buch "Der rote Feuerstein" vor. Ein Junge und eine Fee, die in den Bunkeranlagen in eine Falle getappt sind und nicht das richtige Portal nach Atlantis erwischt haben, landen in einer Albtraumwelt ...

 

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Es schloss sich die Ehrung der Preisträger an, die beim Helgoland-Schreibwettbewerb gewonnen haben. Obwohl es erst kritisch aussah mit der Fähre, konnten doch alle Preisträger auf die Insel kommen und ihr Buchpaket in Empfang nehmen. Die Siegergeschichten sind im Helgoland-Litera-Tour-Führer abgedruckt. Den habe ich bei der anschließenden Mini-Buchmesse im Rathaus natürlich erstanden, und ich habe daraus unter anderem gelernt, dass es einen Lakritz-Äquator gibt.

 

Reimer Boy Eilers spricht mit Seezungen

 

Nach der Messe las Reimer Boy Eilers aus seinem Erzählband "Goethe, Glück und Helgoland" und der Gedichtsammlung "Sprechen mit Seezungen" vor. Das Prosa-Werk kannte ich schon in der eBook-Fassung, den Gedichtband habe ich mir angeschafft. Der Autor ist gebürtiger Helgoländer und machte aus seinem Ärger keinen Hehl, dass die Bewohner der Insel nicht mehr unten am Felsen entlang zur Langen Anna gehen dürfen. Und dann erzählte er noch von einer versteckten Höhle im Fels, in der er und seine Freunde in ihrer Kindheit gespielt haben. Die Höhle sei wohl noch da ...

 

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Am Abend stellte der ehemalige Pastor Eckhard Wallmann sein Buch "Helgoland - eine deutsche Kulturgeschichte" vor. Die Nordseehalle war rappelvoll. Die Lesung beziehungsweise das Erzählen ging bis spät in den Abend hinein. Ausnahmsweise fuhren aber die die Dünenfähre und der Fahrstuhl an diesem Tag bis 22 Uhr.

 

Von Vitalienbrüdern und Meerjungkindern

 

Der Sonnabend war der Tag der Kinderbücher. Und des Sturms. Die Fähre musste frühzeitig zum Festland zurück, die Dünenfähre fuhr gar nicht. Daher wurde auch meine geplante Nestis-Lesung, die ja im Bungalowdorf auf der Düne stattfinden sollte, auf die Insel verlegt, sodass wir vier Autoren allesamt in der James-Krüss-Schule unsere Werke vorstellten. Keine schlechte Alternative.
Den Anfang machte heldenmütig Michael Stoffers, der sich dem quasi-mitternächtlichen Lesungsbeginn um 9.30 Uhr stellte. Er las aus seinem Buch "Unheimliche Freunde" vor, in dem Seeräubergeister, aber auch einen freche und furchtlose Mitschülerin einen zwölfjährigen Neu-Helgoländer in Angst und Schrecken versetzen. Das Buch hatte ich schon im vergangenen Jahr gelesen, nun schaffte ich mir Michaels Möwenbuch "Waldemar hat einen Traum" an.

 

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Es folgte ein Mutter-Tochter-Duett: Elke Brachtendorf und ihre Tochter Antonella Lendi haben gemeinsam das Kinderbuch "Meerjungkind" verfasst, aus dem sie mit verteilten Rollen vorlasen. Sehr lebendig und gut aufeinander abgestimmt, dieses Team. Entstanden ist das Buch, oder zumindest die ersten Steiten, während einer stürmischen Überfahr nach Helgoland. Als Ablenkung von der Seekrankheit, wie die beiden erzählten. Eine sehr sinnvolle Therapie offenbar.

 

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Nestis-Lesung mit Weihnachtssand und verbotener Welle

 

Ich war danach dran und begann erstmal ganz artig mit dem Mini-Buch "Nestis und der Weihnachtssand". Im zweiten Teil habe ich dann losgerockt und ließ die verbotene Welle durch die James-Krüss-Schule rollen. Hat Spaß gemacht. Dem Publikum auch, denke ich. Und die James-Krüss-Schule war ein perfekter Ort für die Lesung über die verrückte Mathestunde mit Haifischmusik.

 

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Autorinnen-Auto im Parkhaus abgesoffen

 

Tja, das war dann auch schon der Tag, an dem ich von vielen Autorenkollegen Abschied nehmen musste, denn die meisten mussten schon wieder abfahren. Auf dem Festland hat der Sturm offenbar auch ganz schön getobt. Wie ich ein paar Tage später per SMS erfuhr, war eine Autoren-Kollegin mitbetroffen von der Parkhaus-Katastrophe in Cuxhaven: Das Parkhaus war mit Wasser vollgelaufen, und ihr Auto hat es auch erwischt. Wie gut, dass mein Wagen in Hildesheim stand ...

 

Drei Wochen Schreiburlaub und 30 Kegelrobben-Babys

 

Für mich schlossen sich noch drei Wochen Schreiburlaub und Leseurlaub auf Helgoland an. Ich habe einiges abzutippen, die Ergebnisse werdet ihr dann vielleicht irgendwann in gedruckter Form sehen. Ansonsten: Viel Sonne, viel Sturm, ein paar Möwen und andere Vögel. Knapp 30 Kegelrobben-Babys auf der Düne. Stellt euch einfach vor, dass ihr über einen wellenumtosten Strand stiefelt und dabei verdammt gut aufpassen müsst, dass ihr nicht versehentlich über schneeweiße, zweilitercolaflaschengroße Plüschtiere stolpert. 30 Meter Abstand halten ist natürlich Ehrensache, wenn man sie entdeckt. Mütter sind Raubtiere.

 

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Stürmische Rückfahrt mit der "Funny Girl" und ganz viel Bahn-Chaos

 

Und falls es euch interessiert, wie ich wieder von der Insel zurückgekommen bin ...? Aaalso, am Freitag entdeckte ich den Aushang am Schreibwarenladen, dass die Sonnabendfähre nicht kommen würde. Ob am Sonntag eine Fahrt zum Festland möglich sei, könne man erst Samstag um 13 Uhr sagen. Oha, das klang nicht gut. Und am Samstag hieß es dann auch tatsächlich: Morgen gibt's keine Fahrt nach Cuxhaven. Meine Wirtin hatte zum Glück nichts dagegen, mir das Zimmer noch eine Nacht länger zu lassen. Am Montag konnte ich dann endlich meinen schweren Koffer auf die gute alte "Funny Girl" schleppen. Ein treues, braves Schiff, das ich viel lieber mag als die große "MS Helgoland". Allerdings war die Abfahrtszeit am Montag - 16 Uhr - drei Stunden später als am Sonntag. Was bedeutete, dass sich auch der Rest der Reise nach hinten verschob.

 

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Ankunft in Cuxhaven gegen 18.30 Uhr. Kein Taxi zu bekommen, schließlich nahm mich ein freundliches Helgoländer Paar in seinem Taxi mit, ich erreichte den Bahnhof und schaffte es dank einer stuntverdächtigen Hechtrolle tatsächlich im letzten Augenblick noch in den Zug zu springen.
Die kleine Regiobahn brachte mich irgendwie nach Hamburg, was ziemlich lange dauerte. In Hamburg hatte ich rund eine Stunde Aufenthalt, den ich für den ersten Asia-Imbiss seit über vier Wochen nutzte. Die anschließende Fahrt nach Hannover war abenteuerlich. Eine durch Sturmschaden beschädigte Oberleitung vor Eschede und eine halbe Stunde Warten auf einen neuen Zugführer in Uelzen sorgten für eine Riesenverspätung. Ankunft in Hannover: 1.37 Uhr. Abfahrt des letzten Zuges nach Hildesheim: 1.34 Uhr. Und: Nein, es ist natürlich niemand auf die Idee gekommen, auf uns zu warten. Immerhin: So kam ich auch nicht in den Genuss des zwischen Algermissen und Hildesheim eingerichteten baustellenbedingten Schienenersatzverkehrs.
Ein freundlicher Taxifahrer brachte mich schließlich nach Hildesheim, wo mein kleiner Panda unversehrt und tatendurstig auf mich wartete.
Eine halbe Stunde später war ich in Sillium. Schob schnell ein paar Kilo schmutzige Wäsche in die Waschmaschine. Sichtete in der Zwischenzeit meine Emails. Dann wieder ins Auto, ostwärts, noch knapp anderthalb Stunden bis Gardelegen. Ankunft in der Hansestadt: 5.30 Uhr. Weckerklingeln: 9 Uhr. Dienstantritt in der Redaktion der Volksstimme: 10 Uhr. Punktlandung. Die Altmark hat mich wieder.

 

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© Petra Hartmann




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Nestis: "Die Moral heißt: Zusammenhalten"

Geschrieben von Petra , in Nestis 26 November 2017 · 1.465 Aufrufe
Nestis
"Großartig geschrieben" findet Erik Schreiber mein neues Kinderbuch "Nestis und die verbotene Welle". In seiner Rezension im "Phantastischen Bücherbrief" hebt er hervor, dass "der moralisch erhobene Zeigefinger in der Hosentasche bleibt". Er vergibt drei Smileys für das Meermädchen-Abenteuer.

In seiner Besprechung schreibt er:

"Petra Hartmann legt mit diesem Jugendbuch ihr drittes Abenteuer mit der kleinen Seejungfrau vor. Im Mittelpunkt steht nicht nur sie, sondern sie hat ein paar seltsame Freunde. Den Wassermann Nick, der immer so cool sein will, aber aufpassen muss, sieht er noch etwas cooler aus, gefriert das Wasser um ihn herum und er sieht aus wie ein Eiswürfel. Den Kraken Otto und den Streberzitteraal mit dem passenden Namen Kurzschluss will ich an dieser Stelle aber nicht vergessen.
Vordergründig geht es darum, das Konzert der Haifischband Ölpest zu besuchen. Da aber die Erwachsenen immer gegen das sind, was Jugendlichen Spass macht, soll die Band verboten werden. Klappt nur nicht ganz, denn es gibt da noch den Piratensender, der die Musik der Knorpelfischgang rauf und runter spielt.
Doch dann geschieht etwas, wo Nesti und ihre Freunde gefordert werden. Eine hochexplosive Seemine schwimmt plötzlich über dem Palast und ein führungsloser Öltanker steuert darauf zu. Alle bibbern vor der grossen Katastrophe die da kommen kann. Und dann ist die Band Ölpest dahin, wenn es eine wirkliche Ölpest gibt.
Das neue Abenteuer des kleinen Seejungfräuleins ist wieder mal grossartig geschrieben und Petra Hartmann gelingt es die Geschichte so zu beschreiben, dass der moralisch erhoben Zeigefinger in der Hosentasche bleibt. Sicher hat die Geschichte eine Moral. Und die heisst schlicht und einfach: Zusammenhalten."

Quelle: Erik Schreiber: Der Phantastische Bücherbrief, Ausgabe 649, Oktober 2017.

Zur Originalrezension.


Weitere Besprechungen zu "Nestis und die verbotene Welle"
Querblatt-Rezension von Thomas Lawall
Steffi Bieber-Geske im Biber-und-Butzemann-Blog
Kerstin Cornils in Kerstins Kartenwerkstatt
Ulrike Stegemann auf "Lesen, Schreiben usw."
Christel Scheja im Fantasyguide
Bericht im Kehrwieder am Sonntag


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Die Welten von Thorgal: Lupine 6 - Die Königin der Schwarzelfen

Geschrieben von Petra , in Comics 22 Oktober 2017 · 7.429 Aufrufe
Comics, Thorgal, Yann und 1 weitere...

"Die Königin der Schwarzelfen" heißt das sechste Abenteuer der Reihe "Lupine" innerhalb der "Welten von Thorgal". Thorgals Tochter Lupine wandelt in diesem Band auf den Spuren ihres Vaters Thorgal, sowohl des jungen als auch des erwachsenen.
Lupine hat beschlossen, sich auf die Suche nach ihrem verschwundenen Vater zu machen. Sie will nach Bagdad, trifft damit also eine ähnliche Entscheidung wie Kriss de Valnor, die im Abenteuer "Die Insel der verlorenen Kinder" den Thron der Nordlandreiche aufgibt, um Thorgal zu folgen und den gemeinsamen Sohn Aniel zu retten. Insofern laufen hier einige Fäden mit der Hauptserie zusammen, und ein Familientreffen in Arabien bahnt sich an.
Lupine, die ja mit Tieren sprechen kann, hat in der in einen Affen verwandelten Prinzessin Yasmina die optimale Begleiterin gefunden. Doch beide kommen nicht weit. Schon kurz nach dem Aufbruch treffen sie auf sehr alte Bekannte Thorgals und Aaricias. Der Zwerg Tjahzi, der im ersten (beziehungsweise achten) Thorgal-Abenteuer - "Der Sohn der Sterne" - auf der Suche nach dem "Metall, das es nicht gibt" Thorgals Freund wurde, taucht wieder auf. Erneut ist er auf der Suche nach dem geheimnisvollen außerirdischen Metall. Allerdings ist ihm diesmal die kleine Mutter, die Thorgal als Amulett um den Hals trug, nicht mehr genug. Ausgesandt von der kriegslüsternen neuen Königin der Schwarzelfen, die den alten König Ivaldir gefangennahm, muss er gezwungenermaßen Metall suchen, mit dessen Hilfe man die Wurzeln des Weltenbaums Yggdrasil abschlagen kann. Genug Metall würde die kleine Rettungskapsel hergeben, in der Thorgals Eltern ihren Sohn damals ausgesetzt hatten ...
Lupine, Yasmin und Tjahzi versuchen, die Pläne der Königin zu durchkreuzen. Aber da ist noch der in einen unansehnlichen Schwarzalfen verwandelte ehemalige Gott Vigrid, ursprünglich der Beschützer Aaricias und somit der Familie Thorgals, der nun zwischen den Fronten eine seltsam zwielichtige Rolle spielt. Und auch die neue Wächterin der Schlüssel entpuppt sich als wenig zugängliches, unfreundliches Wesen, als Lupine sie um Hilfe bittet. Zum Glück hat die entmachtete alte Wächterin, inzwischen zur Sterblichen degradiert, noch einen unscheinbaren bleiernen Schlüssel bei sich behalten können. Thorgals Zugang zum Tor des Feuers. Kein Spaziergang für Lupine.
Sehr schön sind die vielen kleinen Einzelheiten, mit denen diese "Welt von Thorgal" gestaltet ist. Die Ausgestaltung des Zwergenreichs mit den zeichnerischen Details - herrlich diese Reitmaulwürfe oder Tjahzis Igel - geht weit über das hinaus, was damals das erste Thorgal-Album zu bieten hatte. Auch das Wiedersehen mit vielen lieb gewonnenen Charakteren gefällt.
Ein wenig verwirrend ist, dass Lupine trotz der damaligen "Wiedervereinigung" ihres "zahmen" mit ihrem "wilden" Teil irgendwie noch immer keine Einheit geworden ist. Es ist zu 95 Prozent die "zahme" Lupine, die der Leser handeln sieht. Dabei trägt sie sehr bewusst das Wolfskostüm ihres Alter Egos, als sie auf die Suche nach Thorgal auszieht. Ihr wilder Teil taucht gelegentlich, sehr selten, als Gedankenstimme auf, die sich im Bedarfsfall zu Wort meldet und dann ihre Kampfkraft zeigt. Sehr seltsam. Die ganze Serie hindurch wird offenbar davon ausgegangen, dass die zahme Lupine auch die wahre Lupine ist. Das klingt ein wenig schizophren, nach einem abgespaltenen, weniger wichtigen Seelenteil, der nur dann an die Oberfläche kommt, wenn er eine eng bemessene Funktion erfüllen muss. Es sei ihr gegönnt, dass sie irgendwann wieder ein ungespaltenes "Individuum " werden darf.

 

Fazit: Detailreiches, liebenswertes Album mit viel Wiedersehensfreude für Altfans. Macht Spaß beim Lesen und Anschaun.

 

Die Welten von Thorgal: Lupine 6 - Die Königin der Schwarzelfen. Text: Yann, Zeichnungen: Roman Surzhenko. Bielefeld: Splitter, 2017. 48 S, Euro 14,80.

 

 

© Petra Hartmann

 

Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Thorgal 35: Scharlachrot
Thorgal 36: Aniel
Thorgal 37: Der Eremit von Skellingar
Thorgal 38: Die Selkie
Thorgal 39: Neokora
Thorgal 40: Tupilak
Thorgal 41: Tausend Augen

 

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder
Kriss de Valnor 7: Der Berg der Zeit
Kriss de Valnor 8: Der Herr der Gerechtigkeit

 

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald
Lupine 6: Die Königin der Schwarzelfen
Lupine 7: Nidhöggr

 

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker
Thorgals Jugend 5: Slive
Thorgals Jugend 6: Der Drakkar aus dem Eis
Thorgals Jugend 7: Blauzahn
Thorgals Jugend 8: Die zwei Bastarde
Thorgals Jugend 9: Die Tränen der Hel
Thorgals Jugend 10: Sydönia
Thorgals Jugend 11: Grym

 

Thorgal Saga: Adieu, Aaricia
Thorgal Saga: Wendigo




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Nestis - "weitab von süßlichen Märchenklischees"

Geschrieben von Petra , in Nestis 21 Oktober 2017 · 1.511 Aufrufe
Nestis
Christel Scheja hat mein neues Buch "Nestis und die verbotene Welle" gelesen. In ihrer Rezension im Fantasyguide schreibt sie:

"Heutzutage warten Meerjungfrauen nicht geduldig auf ihren Prinzen und sitzen Haare kämmend mit einem Lied auf den Lippen auf einem Felsen, nein, sie nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Vor allem wenn sie Nestis heißen und den ganz normalen Schulalltag und den Wahnsinn in der Familie durchstehen müssen."

Ihre Einschätzung des dritten Nestis-Bandes:

"Wieder einmal erzählt Petra Hartmann eine Geschichte jenseits aller Märchenklischees, bindet aber gleichzeitig auch das Alltagsleben ihrer Leser mit ein, die den Ärger mit Lehrern, Eltern und Großeltern, die ja so gut wie überhaupt nichts verstehen, am eigenen Leib miterleben.
Gleichzeitig sorgt auch ein weiteres Abenteuer für Spannung, denn die Bedrohung für alle ist nicht ohne.
Kindgerecht, ohne all zu viele Schnörkel, aber vor allem warmherzig, liebenswert und durchweg mit einem humorvollen Augenzwinkern weiß sie in den Bann zu schlagen. Selbst wenn man schon erwachsen ist, amüsiert man sich köstlich über die schrägen Ideen, die Umsetzung in die magische Unterwasserwelt und fühlt mit den jungen Helden, auch wenn es zum Ende hin eine nette Überraschung gibt."

Ihr Fazit lautet:

"Weitab von den süßlichen Märchenklischees bietet auch „Nestis und die verbotene Welle“ ein spannendes Abenteuer für alle jungen Leserinnen, die mehr möchten als eine zuckersüße Nixe, die brav auf ihren Prinzen wartet. Nestis packt da an, wo es gefordert wird und ist auch bereit dazu, jederzeit für das zu kämpfen, was ihr persönlich wichtig ist - so wie viele Mädchen in dem Alter oft sein wollen."

Die vollständige Rezension könnt ihr im Fantasyguide nachlesen:
https://fantasyguide...a-hartmann.html
Sie ist auch auf Phantastiknews zu finden:
http://www.phantasti...tene-welle-buch


Weitere Besprechungen zu "Nestis und die verbotene Welle":
Querblatt-Rezension von Thomas Lawall
Steffi Bieber-Geske im Biber-und-Butzemann-Blog
Kerstin Cornils in Kerstins Kartenwerkstatt
Ulrike Stegemann auf "Lesen, Schreiben usw."
Erik Schreiber im Phantastischen Bücherbrief
Bericht im Kehrwieder am Sonntag


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BuchmesseCon 2017 ... was ich mitgenommen habe

Geschrieben von Petra , in Unterwegs 15 Oktober 2017 · 3.298 Aufrufe
Unterwegs, BuchmesseCon
Die Buchmesse kann man sich schenken, den BuchmesseCon nicht. Klar, dass es mich am Samstag wieder ins schöne Dreieich zog, um dort alte und neue Freunde zu treffen, zu quatschen, Lesungen zu hören und haufenweise Bücher zu kaufen. Um das gleich vorwegzunehmen: Mein Kofferraum war ziemlich gut gefüllt mit Druckwerken, als ich spätabends wieder nach Hause fuhr.

Bereits am Eingang traf ich Volkmar Kuhnle, der, wenn alles gut geht, dereinst eine Anthologie herausbringen wird, zu der ich eine Geschichte beigesteuert habe, fand dann den Stand den Wurdackverlags und konnte mir von Armin Rösler die seit Jahrzehnten mit Spannung erwartete - und schon fast nicht mehr erwartete - druckfrische Ausgabe der "Nadir-Variante" abholen. Unfassbar, dass das Entheete-Universum nun tatsächlich einen vierten Teil hat.

Kurz darauf kam mir das Team des Leseratten-Verlags entgegen, und ich nutzte die Chance, mir die Lesung anzuhören. Vorgestellt wurde die neue Anthologie "Yo-ho Piraten", aus der Thomas Heidemann und Muna Bering je einen Auszug lasen. Sehr spannend, ich hätte wirklich den Hintern hochkriegen und etwas zur Ausschreibung einreichen sollen. Außerdem las Tanja Kummer aus ihrem neuen Roman "Sturm der Verbannten". Es handelt sich um einen High-Fantasy-Roman, und zwar eine abgeschlossene Geschichte, wie Autorin und Verleger betonten. Es muss eben nicht immer ein drei Ziegelsteine umfassende Mammuntwerk sein. Den Roman gibt es als Taschenbuch, aber auch als limitierte Hardcover-Ausgabe mit Illustrationen aus Tanjas Feder.

Beim Verlag Saphir im Stahl schaute ich mir die neue Serie mit Jugendabenteuern der Oriencrew an. Schöne Hardcover. Ich nahm mir mal den ersten Band mit. Außerdem noch ein Buch aus dem Arcanum-Altbestand, das ich mir schon vor ewigen Zeiten kaufen wollte.

Ich schaute auch bei den Geschichtenwebern vorbei und entdeckte "Die Welt im Wasserglas" eine Anthologie, die ich schon lange auf meiner "To-do-Liste" hatte. Ein Projekt aus dem ehemaligen Wortkuss-Verlag, das nun bei p.machinery erscheinen konnte. Außerdem habe ich dort Bettina Ferbus' neues Werk "Spiegelzauber" erstanden, betrauerte mit Oliver Hohlstein, dass "Kinder der Sonnenfinsternis" aus dem Programm genommen wurde, und habe mich von Tatjana Stöckler über Rechtschreibfehler in mittelalterlichen Schreibstuben aufklären lassen - und darüber, was das möglicherweise für den ersten Merseburger Zauberspruch bedeutet. Die Frau hat ziemlich viel Ahnung vom Mittelalter ...
Dass ich auf dem BuCon mal ein Reclambuch erwerben würde, hätte ich auch nicht erwartet, aber mir fiel dann Rudolf Simeks Buch über die Schiffe der Wikinger in die Hände. Klar, dass ich mir das ganz genau anschaun werde, auch für den neuen Teil der "Falkin".

Wenig später traf ich meinen Drachen-Herausgeber-Kollegen Frank G. Gerigk, der sich gerade mit einem Projekt zum Thema Küstenschutz trägt - und dem ich erklärte, wie Nordsee-Kronprinzessin Nestis die zerstörte Helgoländer Düne mit 500.000 Kubikmetern Weihnachtssand rettete.
Sehr schön war Franks abendliche Lesung aus seinem neuesten Buch. "Die Welten des Rainer Erler" ist eine Sammlung, die sämtliche phantastischen Kurzgeschichten Rainer Erlers enthält, und erschien im Verlag p.machinery. Frank hat da ein schönes Buch geschaffen und eine eindrückliche Lesung abgeliefert. Wenn ich auch die Sache mit den Schimmelpilzen etwas eklig fand. ;-)

Ein echter Höhepunkt des Tages war die Verleihung des Preises des Buchmessecons. Den BuCon-Ehrenpreis erhielt - hochverdient - Verleger Torsten Low. Und Laudator Tom Daut hat sich vermutlich unsterblich gemacht und dem Verlag einen unausrottbaren Beinamen verpasst - "Die Kelly Family der Literaturszene", *pruuust* - das wird hängen bleiben. :-D

Der Preis für das Lebenswerk ging an Herbert W. Franke. Die Laudatio hielt Vorjahresgewinner Thomas LeBlanc, eine sehr persönliche Würdigung für einen ganz Großen. Hat mir gefallen. Und viel schöner als das Durch-Namenslisten-Hetzen und Trophäen-Übergeben, das man beim Deutsche Phantastik-Preis so oft erlebt hatte.

Rücksturz in die Silliumer Atmosphäre muss gegen 1 Uhr gewesen sein. Konnte die Uhr nicht mehr erkennen mit meinen kleinen Augen, aber ich kenne die Strecke ja im Schlaf ... So, und nun habe ich ganz viel Lesestoff zum Abarbeiten. Mein Urlaub kann kommen.



© Petra Hartmann


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Leseprobe aus "Nestis und der Weihnachtssand" jetzt online

Geschrieben von Petra , in Nestis 12 Oktober 2017 · 1.174 Aufrufe
Nestis, Weihnachten, Helgoland und 1 weitere...
Die Leseprobe aus "Nestis und der Weihnachtssand" ist jetzt online. Auf "Book to Look" könnt ihr ein wenig im Helgoland-Weihnachtsmärchen blättern:
https://www.book2loo...book/eSJr1rEnC1
Schaut doch mal rein!
Das fertige Buch wird voraussichtlich nächste Woche aus der Druckerei kommen. Ich freue mich drauf.


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Jan-Eike Hornauer (Hrsg.): Wenn Liebe schwant

Geschrieben von Petra , in Lyrik 08 Oktober 2017 · 3.068 Aufrufe
Lyrik, Jan-Eike Hornauer
Mein lieber Schwan, was für eine Liebe. Unter dem Titel "Wenn Liebe schwant" versammelt der Herausgeber Jan-Eike Hornauer 69 humorvolle Liebesgedichte von 38 Lyrikern. Mal mit zarter Ironie, mal derb komisch und zotig, mal als eigenwillige Sprachakrobatik daherkommend, schlägt diese Anthologie einen weiten Bogen vom liebevoll-ironisch geschilderten Alltagsdrama bis zum Absurden und Widersinnigen.

Die Gedichte waren ursprünglich im Internet auf der Seite "Das Gedicht Blog" zu finden. Eine erste Serie komischer Liebeslyrik ging im Jahr 2014 anlässlich des Valentinstags in 20 Folgen online, wie in der Einleitung des Herausgebers geschildert wird. Zwei weitere 20-Teiler folgten in den Jahren darauf, sodass nun bei der Veröffentlichung ein recht ansehnliches Buch dabei herausgekommen ist. Die Sammlung enthält die 60 Blog-Gedichte sowie neun bisher unveröffentlichte Beiträge als Bonus, Sie gliedert sich, den Blog-Stafeln folgend, in drei Teile. Im ersten geht es unter dem Titel "Anflug von Liebe" und das erste Anbandeln, Zu-einanander-Finden oder eben nicht, um One Night Stands, Abblitzen oder das Aufkeimen von Leidenschaft. Teil zwei, überschrieben "Im halben Himmel", ist eher einer bereits laufenden Beziehung gewidmet, wobei die Übergänge hier manchmal fließend und nicht ganz eindeutig sind. Teil drei schließlich trägt den Titel "Landung - und Neustart?" und widmet sich dem Ende einer Liebe. (Warum eigentlich wird mit solcher Selbstverständlichkeit das Scheitern vorausgesetzt? Ist mit des Humores Mächten gar kein ew'ger Bund zu flechten?)

Die Sammlung ist vielseitig und lädt durchaus zum Lächeln, Grinsen, Schmunzeln ein. Sprachlich hat das Buch einiges zu bieten, vom bayerischen "Ich waar so gern a Zigarettn" Alfons Schweiggerts und dem "Umananda doa" von Anton G. Leitner über das herumalbernde, kindersprachliche "tuchelzuschel / kichertuschel / kuschelpuschel" von Christian W. Burbach bis hin zu Alex Dreppecs Chemiker-Dialog "Doofnickel", der nur aus den Kürzeln chemischer Elekmte besteht. Dreppec steuerte auch ein an Heinz Erhardts ledgendären G-Sketch erinnerndes V-Gedicht bei, in dem Venushügel, Vulkane und Verführung vibrieren, eine Tirade, die dann allerdings lapidar endet mit einem: "Vater verweigerte Volljährigkeit."
Ausführlich und sehr lehrreich kommt das Gedicht "Schneckenliebe" daher und berichtet wissenswerte Details aus dem Liebesleben der Weichtiere: "Samuraischnecke Euhadra subnimbosa / sticht 3.300 mal eine Stunde lang / Viele Tiere kommen bei diesem Vorspiel um / Da sagt keiner was", erfährt der geneigte Leser, und: "Bei der Weinbergschnecke Helix pomatia / Dauert das Ganze mindestens 24 Stunden". Na dann.
Doch auch das Tierreich hat sein tragisches Liebespaar, wie das Titelgedicht "Wenn Liebe schwant ..." von Roland Fritsch beweist, der die unmögliche Liebe eines schwarzen Schwans zu einem weißen Tretboot beschreibt. Wobei "unmöglich" eigentlich das falsche Wort ist, denn dem Gedicht liegt eine reale, wenn auch einseitige Liebesbeziehung einer Trauerschwänin zugrunde.
Sehr nett ist die "Entführung", die Matthias Kröner schildert. Ein Mann beobachtet, wie seine Frau von Aliens mitgenommen wird. Nach zwei Tagen ist sie wieder da. Was sie mit ihr gemacht haben, weiß man nicht: "Doch seither / hat sie weniger an mir auszusetzen und, / unter uns gesagt, / auch der Sex ist besser."
Eigentlich gar nicht komisch, eher mit einem liebevollen, herben Realismus im Ton, kommt Karin Jacobs Gedicht "Großstadtromantik" daher, ein Liebespaar im Hochhauswald der Großstadt, rauschende Autos statt Wind in den Bäumen, und statt des Mondes leuchtet ein Firmenschild. Dem Paar ist seine Liebe zu gönnen.
Desillusionierend liebevoll treten manchmal die Geliebten älterer Männer auf und treffen sie offenbar an ihrer empfindlichsten Stelle. Da muss sich das lyrische Ich Jan-Eike Hornauers schon mal nach einem heißen One-Night-Stand sagen lassen, "die alten Männer / die fände sie halt voll den Renner ..." Und in "Liebe ohne Unterschied" von Michael Schönen heißt es brutal ehrlich:

"Liebst du mich denn", frag ich leichthin,
"auch wenn ich alt und hässlich bin?"
Da spricht sie leise lächelnd: "Och,
mein dummer Schatz, das tu ich doch."

Fazit: Eine kleine, leichtfüßige Sammlung, die die Liebe nicht ganz so ernst nimmt und dem Leser ab und zu ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Wer Abgründe und Liebestragödien sucht, ist hier falsch, der Rest kann sich über ein liebenswürdiges Büchlein für den kleinen Lyrikhunger zwischendurch freuen und vielleicht an dem einen oder anderen Gedicht auch ein wenig länger verweilen.

Jan-Eike Hornauer (Hrsg.): Wenn Liebe schwant. München: muc Verlag, 2017. 136 S., Euro 9,90.



Weiterer Lyrikband von Jan-Eike Hornauer:
Das Objekt ist beschädigt


© Petra Hartmann


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Hildesheimer Krimi-Kalender erschienen

Geschrieben von Petra , in Aus Petras Werkstatt 07 Oktober 2017 · 1.425 Aufrufe
Aus Petras Werkstatt, Sillium und 3 weitere...
Der Hildesheimer Krimi-Kalender ist da. Gestern Abend beim Nach-Hause-Kommen fand ich das großformatige Stück Kleinliteratur in meinem Briefkasten. Ein schöner, krimineller Begleiter durch das Jahr, zu dem ich mit meiner Geschichte "Zittrige Hände" einen Beitrag aus meinem Heimatdorf Sillium beigesteuert habe.

Der Kalender hat 58 Seiten und enthält 53 Kurzkrimis aus der Stadt und dem Kreis HIldesheim. Erschienen ist er im Hottenstein-Verlag. Er kostet 21,50 Euro. Maße: 33,5 x 24 Zentimeter. Spiralbindung.

Einen Bericht über den Hildesheimer Krimi-Kalender gibt es in der Zeitung "RuBS - Rund um Bockenem und Bad Salzdetfurth":
http://ep.leinetal24...d=142408#page_2 (Seite 3)


Holen könnt ihr euch das gute Stück
beim Hottenstein-Verlag:
http://shop.hottenst...ender-2018.html
oder bei Amazon:
https://www.amazon.d.../dp/3935928769/


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Björn Kuhligk: Die Sprache von Gibraltar

Geschrieben von Petra , in Lyrik 23 September 2017 · 1.285 Aufrufe
Lyrik, Björn Kuhligk
Ein Mittelmeer voller Leichen, ein Europa, das sich abschottet, ein Flüchtlingslager an der afrikanischen Küste - nicht gerade die übliche Kulisse, die man bei einem Lyrikband erwartet. Björn Kuhligk hat für sein Langgedicht "Die Sprache von Gibraltar" die Reise nach Melilla angetreten, "an einem Montag der Unruhe" flog er bis an die Grenze Europas, über das Mittelmeer - "mare nostrum, nicht eures" - und sah ...
Es sind herbe, nüchterne, sehr sachliche Verse, in die er die Bilder aus dem Auffanglager gegossen hat. Trocken wie ein Dornbusch in der Wüste kommen die Zeilen daher, nüchtern wie das Mittelmeer, manchmal im harten, ungelenken Lapidarstil eines Schulaufsatzes über Geografie:

"Im Mittelmeerraum ist Mittelmeerboden
im Mittelmeerraum treiben Ertrunkene
die Ertrunkenen werden zu Mittelmeerboden
die Ertrunkenen werden zu Mittelmeerraum
die Ertrunkenen verändern die Geografie
die Ertrunkenen machen das"

Eine Woche lang folgt der Erzähler dem Leben im Lager. Betrachtet den Zaun. Vergleicht das Leben davor und dahinter. Er selbst: Ausgerüstet mit allem, was den Touristen vom Flüchtling unterscheidet, Sonnenbrille, Reisepass, die Möglichkeit, sich das Essen auszusuchen. Zwei Währungen, eine Visa-Karte, die ihn zum König macht. Blick auf Sportboothafen, Wüstenjeeps, Rennradfahrer, Jogger. "Papa, was hast du gemacht, als die Leute / von den Zäunen geschossen wurden / ich habe etwas für meinen Körper getan", heißt es lapidar. Und hinter dem Zaun Leute, die "ein Stück vom Kuchen" haben wollen, "nicht die Bäckerei", die musikalische Früherziehung wollen, Stundenhotels, Wunschkonzerte, "sie wollen von Glück verzerrte Gesichter / sie wollen sich in der Sonnenbrille der Tagesmutter spiegeln".
Wie kehrt man nach einer solche Reise wieder zurück? "Es gibt eine Grenze, den Grenzzaun, die Grenzzaunlichter", notiert Kuhligk "an einem Samstag der Unruhe" und stellt fest: "es gibt eine Möglichkeit, in einem 4-Sterne-Hotel / alles miteinander zu verknüpfen". Es bleibt die Rückreise über das Mittelmeer:

"die See ist ruhig, ruhig die See
oder ist es das Meer, ich sitze hier
und denk mir was, das Wort 'Heimar'
vermeidend, und schreib es auf
es ist 2015, Oktober, es ist Bewegung
auf den Kontinenten, die See, die große Trösterin
ist ruhig oder ist es das Meer, das Grab"

Darf man sagen, dass ein solcher Gedichtband schön ist? Ja, das Buch ist auch schön. In seiner klaren, manchmal scheinbar naiven und immer treffenden Sprache, mit seinen Assoziationen, Alltagsbeobachtungen und eigenwilligen Gegenüberstellungen, schließlich mit seinem lange Bögen schlagenden und den Leser in seinen Sog ziehenden Rhythmus ist dieses Buch ein ganz besonderes Stück Literatur, eines, das unter die Haut geht und das man nicht so schnell wieder vergisst.
Auf jeden Fall hat es kaum einen Gedichtband gegeben, der mir so notwendig erschienen ist wie dieser hier. Eine Reise, die daran erinnert, wozu Literatur da ist und was einen Dichter ausmacht: da sein, sehen, die Augen aufmachen. Ein besonderes Buch. Gut, dass es geschrieben wurde.


Björn Kuhligk: Die Sprache von Gibraltar. Gedichte. Hanser Berlin, 2016. 80 S., Euro 16.


© Petra Hartmann


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Kehrwieder berichtet über "Nestis und die verbotene Welle"

Geschrieben von Petra , in Nestis 23 September 2017 · 1.432 Aufrufe
Nestis

Die Hildesheimer Wochenzeitung "Kehrwieder" berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über "Nestis und die verbotene Welle". Unter dem Titel "Kinderbuch mit ernster Note" heißt es:

 

Sillium. "Rock die Nordsee!" Wenn die Haifisch-Band Ølpæst loslegt, wackeln die Wände. In Petra Hartmanns neuem Kinderbuch "Nestis und die verbotene Welle" geht es um ein Meermädchen, das sehr laute Musik liebt. Die Silliumer Autorin erzählt von Nixen, Rockmusik, einer explosiven Kugelmine und einem Piratensender in der Nordsee.
"Nestis und die verbotene Welle" ist bereits der dritte Band der Meermädchen-Serie um die freche und rabaukige Tochter des Nordseekönigs. Diesmal fiebern Nestis und ihre Freunde einem Konzert der Band Ølpæst in der Nordseeschule entgegen. Doch der Mathelehrer Herr Seestern ist schockiert über den Krach in seiner Lehranstalt. Er lässt das Konzert kurzerhand verbieten. Mehr noch: Er erwirkt per Eilantrag beim Kronrat ein nordseeweites Auftrittsverbot für die Gruppe. Klar, dass die Nordseekinder sich das nicht bieten lassen. Sie gründen einen Piratensender und kapern die Frequenz des Frühstücksradios, um die Hits ihrer Lieblingsband auszustrahlen. Doch als eine Kugelmine aus dem Zweiten Weltkrieg durch ihr Sendegebiet treibt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, wird es bitterernst im Studio der "Verbotenen Welle" ...
Petra Hartmann ist Journalistin und freie Schriftstellerin. Die 47-Jährige hat bereits rund 30 Bücher veröffentlich, darunter drei Kinderbücher über Nordsee-Nixe Nestis und ihre Freunde. Als Moderatorin der Sendung "High Noon" im Hildesheimer Lokalradio Tonkuhle hat sie auch einige Sende-Erfahrungen sammeln können.
Eine weitere Neuerscheinung in der Nestis-Serie wird es noch dieses Jahr geben: Das Weihnachtsmärchen "Nestis und der Weihnachtssand" soll im Oktober erscheinen. Es handelt sich um ein kleines Heft mit farbigen Illustrationen der Künstlerin Olena Otto-Fradina. In diesem Abenteuer wünscht sich Meermädchen Nestis vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand, um die Helgoländer Düne zu reparieren.

 

Buch-Infos: Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman. Mit Illustrationen von Olenea Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, mit Fadenheftung, Euro 12,90, ISBN 978-3-977066-00-1.

 

Zum ePaper geht es hier lang:
http://www.e-pages.dk/kehrwieder/101/

 

Den Artikel findet ihr auf Seite 11.




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Nestis 3: Das gekillte Kapitel

Geschrieben von Petra , in Nestis 21 September 2017 · 1.296 Aufrufe
Nestis

Mein Meermädchen-Roman "Nestis und die verbotene Welle" ist ja inzwischen erschienen. Da wird es Zeit, der Opfer zu gedenken, die ich auf dem Weg vom Manuskript zum fertigen Buch bringen musste.
Ein komplettes Kapitel ist ganz zu Anfang der Schere zum Opfer gefallen. Ich gebe zu, es war nicht allzu spannend, und das Buch hat einiges an Tempo gewonnen durch den rigorosen Schnitt. Trotzdem mag ich den Abschnitt nicht so sang- und klanglos verschwinden lassen. Ich gewähre dem ersten Tom-Kapitel also an dieser Stelle eine Beerdigung erster Klasse und bette es hier im Blog zur letzten Ruhe. Wer mag, darf es gern lesen und ein paar stille Minuten in Toms Bergeinsamkeit verbringen - während am Grund der Nordsee bereits die Submarine-Metal-Band Ølpæst ihre Hits schmettert ...

 

1. Kapitel

Flaschenpost nach Helgoland

 

Tom lag auf dem Bauch und starrte finster vor sich ins Gras der Almwiese. Er bemühte sich, nicht auf das ständige Gebimmel der Kuhglocken zu achten. Umsonst. Resi, die dunkelbraune, kräftige Chef-Kuh des Silberbauern, schien heute besonders stolz auf ihre große Bronze-Glocke zu sein, die an einem breiten, buntbestickten Band um ihren Hals hing. Bei jedem Schritt, bei jedem Grasrupfer, bei jedem Kopfheben des Rindviehs läutete es: „Bimm-Bamm-Bumm!“
Tom seufzte. Er schob den Lautstärkeregler seines iPods noch ein wenig höher. Dann schloss er die Augen und versuchte, sich den Geruch von Salzwasser, Fisch und Seetang herbeizufantasieren. Eine Klassenfahrt in die Berge war ja ganz nett. Aber unten im Hafen von Achterndiek wartete sein Großvater mit dem Kajütboot, der Schwankenden Jenny“, mit verkohlten Spiegeleiern und heißem Tee und Spukgeschichten und Seemannsgarn, und daneben lag das „Hüpfende Seepferdchen“, Toms kleines Segelboot, in der Box und dümpelte auf den Wellen auf und ab, und das alles wartete nur auf ihn, während er hier bei Kuhglockengeläut und Murmeltierpfeifen auf der Almhütte Königslust festsaß und vom Meer träumte. Es war einfach zu ungerecht.
„Bimm-Bamm-Bumm!“, machte die dunkelbraune Resi.
Mit ein bisschen Fantasie konnte man sich das Geräusch verwandeln in das Klingeln und Bimmeln, das über dem Hafen von Achterndiek lag. Wenn die Fallen an den Masten im Wind hin und her schlugen, Stahlseile mit Metallschäkeln, die in der Luft vibrierten, während die Schiffe sich auf den Wellen wiegten. Oh ja, das feine Singen und Klingen, das über dem Hafen von Achterndiek schwebte, er hatte es noch gut im Ohr.
„Bimm, Bimm, Bimm!“
„He, Tom, träumst du?“
Ein Schatten fiel auf ihn. Tom hob den Kopf. Einen Augenblick hatte er Mühe, die beiden dunklen Gestalten zu erkennen, die da mit der Sonne im Rücken vor ihm standen.
„Jan, Ollie, hallo.“
Die beiden Klassenkameraden hatten ziemlich viel Spaß an der Klassenfahrt auf die Alm, das konnte man deutlich sehen. Mit ihren zünftigen Lederhosen sahen sie beinahe schon wie Einheimische aus.
„Was hörst du denn da?“, fragte Jan und deutete mit dem Finger auf die kleinen Ohrstöpsel von Toms iPod. „Lass mich mal.“
„Ach nee“, wollte Tom schon sagen und die Hand schützend vor seine Ohren legen, aber Jan war schneller. Mit flinken Fingern zog er den Knopf aus Toms rechtem Ohr.
„Oh, kaputt“, sagte er enttäuscht. „Nur Rauschen.“ Dann runzelte er die Stirn und schaute Tom verwundert an.
„Lass mich mal“, sagte Ollie und angelte nach dem Ohrstöpsel. Er lauschte kurz, dann schüttelte er den Kopf. „Ich hör auch nur Rauschen.“
„Ja, klar“, murmelte Tom. Er nahm ihm den Hörknopf weg, schaltete das Gerät aus und wickelte das dünne Kabel auf. Langsam und bedächtig, wie ein Seemann eine Leine aufschoss, damit an Bord alles seine Ordnung hatte. „Das ist Meeresrauschen. Genauer gesagt: Das ist die Brandung am Strand von Achterndiek. Hab ich im letzten Sommer aufgenommen. Klingt toll, oder?“
„Ach, du bist ja nicht normal“, meinte Jan gutmütig. „Aber hör mal, Ollie und ich wollten dich eigentlich fragen, ob du mitkommst zum Wasserfall.“
Tom rappelte sich auf. Wasser war immer gut. Wasser, das bedeutete, dass dort ein Bach war, und ein Bach floss in einen Fluss, und alle Flüsse flossen irgendwann ins Meer. Unbedingt wollte er zum Wasserfall mitkommen.
Der Wasserfall war ein herrliches Naturschauspiel, das musste Tom schon zugeben. Aus fast siebzig Metern Höhe stürzte das eisige Gebirgswasser schäumend hinab ins Tal, das Wasser sprühte und spritzte weit über die Ufer hinweg bis hin zu der Holzabsperrung, hinter der die Touristen stehen bleiben mussten. Wassertropfen und Lichtblitze in allen Regenbogenfarben glitzerten in der Luft. Tom, Jan und Ollie beugten sich weit vor und atmeten den eisigen Sprühregen tief ein.
Später holten sie sich jeder eine Portion Pommes Frites und eine eiskalte Flasche Cola vom Kiosk. Tom kaufte dort auch eine Ansichtskarte, auf der der Wasserfall besonders wild schäumte und dampfte.
„Briefmarke dazu, junger Mann?“, fragte die Verkäuferin.
Doch Tom schüttelte den Kopf. Er fischte einen Bleistiftstummel aus den Tiefen seiner Hosentasche und krakelte auf die Rückseite der Postkarte:
„Liebe Nestis,
ich bin noch immer mit meiner Klasse in den Bergen. Hier gibt es Kühe mit Glocken um den Hals und einen großen Wasserfall. Ich vermisse die Nordsee und das Hüpfende Seepferdchen und euch alle. Zum Glück habe ich noch meinen iPod mit dem Brandungsrauschen von Achterndiek. Was hörst du eigentlich am liebsten für Musik?
Viele Grüße und bis bald
Dein Tom“
Als Adresse schrieb er: „An Prinzessin Nestis im blauen Glaspalast, Algenstraße 1, bei Helgoland, Nordsee.“
Er rollte die Karte zusammen, schob sie in die inzwischen leere Colaflasche und warf sie mit viel Schwung in den Wasserfall. Zwei- oder dreimal tauchte sie noch aus den Wellen auf, dann war sie nicht mehr zu sehen. Aber Tom war vollkommen sicher, dass seine Ansichtskarte ihre Empfängerin finden würde. Alle Flüsse flossen ja ins Meer.
„Was war das denn jetzt?“, fragte Jan, der heimlich über Toms Schulter mitgelesen hatte.
„Ach, Urlaubsgrüße halt“, sagte Tom.
„Mann, du bist wirklich nicht bei Trost“, brummte Jan und tippte sich mit dem Finger an die Stirn.
Aber Tom war das egal. Er hatte seine Ohrstöpsel wieder in die Ohren geschoben und den iPod eingeschaltet. Meeresrauschen. Gut so.

 

© Petra Hartmann




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Thorgal 35: Scharlachrot

Geschrieben von Petra , in Comics 21 September 2017 · 4.323 Aufrufe
Comics, Thorgal und 2 weitere...

"Scharlachrot" lautet der Titel des 35. Thorgal-Albums. Vielleicht eine Anspielung auf den ebenfalls sehr blutigen Kriss-de-Valnor-Band "Rot wie der Raheborg", in dem es ja auch sehr kriegerisch zuging. Das Album schließt beinahe nahtlos an den Vorgänger "Kah-Aniel" an, zeichnet sich ebenfalls durch den neuartigen, etwas verwaschenen "orientalisierenden" Zeichenstil Grzegorz Rosinskis aus und hat mit Xavier Dorison einen neuen Texter.
Die Geschichte spielt in Bagdad, wo die Roten Magier inzwischen ihr unseliges Ritual vollendet haben, das Aniel, Thorgals Sohn, zum Gefäß für den wiedergeborenen Kahaniel machen sollte. Thorgal ist Gefangener der Roten und wird gefoltert, da er sich immer noch erdreistet, Aniel als seinen Sohn zu bezeichnen. Doch Thorgal kann fliehen. Mehrfach kommt es zu Begegnungen mit Aniel, der allerdings nicht viel mit ihm zu tun haben will. Aniel wirft seinem Vater vor, sich niemals um ihn gekümmert zu haben, nie ein echter Vater gewesen zu sein. Bei den Roten Magiern fand er zum ersten Mal einen väterlichen Freund, Beachtung, Wertschätzung. Allerdings ist Aniels Metamorphose zum mächtigen Feuermagier offenbar noch nicht ganz vollzogen. Und so schmieden die Magier den ultimativen Plan, um Aniel in den nötigen Zorn zu versetzen: Thorgal soll als Mörder von Aniels Mentor Magon dastehen. Und schließlich kommt es sogar so weit, dass Thorgal einen Pfeil auf seinen eigenen Sohn anlegen muss ...
Die Geschichte ist spannend und optisch ansprechend erzählt. Der neue Stil Rosinskis kommt in den feurigen Rottönen, mit denen das Album aufwartet, in den Feuerbeschwörungen, Zornausbrüchen und Brandszenen sehr gut zur Geltung und bietet durchaus eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger. Schön auch, dass endlich mal wieder ein Abenteuer ohne ewig lange Rückblenden und Vorgeschichten flüssig durcherzählt wurde. Mit dem Hinweis auf Kriss de Valnor und ihre Karriere als mächtige Nordlandherrscherin wird auch langsam ein Fenster hinüber in die Parallelserie geöffnet, durch das die Mutter Aniels wohl bald wieder in die Hauptserie zurückkehren wird. Darauf werden sich sicher viele Fans freuen. Außerdem schön: Es gibt ein Wiedersehen mit den fliegenden Schiffen des Landes Qâ.
Ein kleines Fragezeichen möchte ich erneut hinter die mentale Entwicklung Aniels setzen. Wie kann es sein, dass der Junge, der deutlich jünger ist als seine Schwester Lupine um so vieles reifer und älter, oder sagen wir: altklüger, dargestellt wird als Thorgals Tochter Lupine in der Parallel-Serie? Und was sollen die eigenartigen Vorwürfe, Thorgal sei ihm nie ein richtiger Vater gewesen? Wenn Thorgals ältester Sohn Jolan Derartiges behauptet hätte, wäre es glaubwürdig gewesen. Aber Aniel, der erst seit Band 28 - "Alte Feindin" - mit dabei ist und von Thorgal und Aarica als Kleinkind in die Familie aufgenommen worden ist, kann sich nun wirklich nicht über einen abwesenden Vater beschweren ... Seit seinem Eintritt in Thorgals Familie hat er ununterbrochen Vater und Adoptivmutter zur Verfügung gehabt, bis eben die Roten Magier kamen und ihn entführten. Mag sein, dass hier die Magier ihn manipulierten und eine falsche Erinnerung einpflanzten. Aber warum widerspricht Thorgal dann nicht?
Das Album hält vielleicht nicht ganz die Höhe der besten Thorgal-Alben, ist jedoch eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorgängerband. Alles in allem aber ein schönes, spannendes Abenteuer, eher blutig als märchenhaft, aber es geht voran.

 

Fazit: Spannungsreiches, blutiges, kampfbetontes Abenteuer mit beeindruckenden Rottönen. Dramatische Vater-Sohn-Geschichte und ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Zielstrebig und zügig erzählt, lesenswert.

 

Thorgal 35: Scharlachrot. Text: Xavier Dorison, Zeichnungen: Grzegorz Rosinski. Bielefeld: Splitter-Verlag, 2017. 56 S., Euro 14,80.

 

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Weitere Thorgal-Abenteuer
Thorgal 31: Der Schild des Thor
Thorgal 32: Die Schlacht von Asgard
Thorgal 33: Schwertboot
Thorgal 34: Kah-Aniel
Thorgal 35: Scharlachrot
Thorgal 36: Aniel
Thorgal 37: Der Eremit von Skellingar
Thorgal 38: Die Selkie
Thorgal 39: Neokora
Thorgal 40: Tupilak
Thorgal 41: Tausend Augen

 

Kriss de Valnor 1: Ich vergesse nichts!
Kriss de Valnor 2: Das Urteil der Walküren
Kriss de Valnor 3: Einer Königin würdig
Kriss de Valnor 4: Bündnisse
Kriss de Valnor 5: Rot wie der Raheborg
Kriss de Valnor 6: Die Insel der verlorenen Kinder
Kriss de Valnor 7: Der Berg der Zeit
Kriss de Valnor 8: Der Herr der Gerechtigkeit

 

Lupine 1: Raïssa
Lupine 2: Die abgeschnittene Hand des Gottes Tyr
Lupine 3: Das Reich des Chaos
Lupine 4: Crow
Lupine 5: Skald
Lupine 6: Die Königin der Schwarzelfen
Lupine 7: Nidhöggr

 

Thorgals Jugend 1: Die drei Schwestern
Thorgals Jugend 2: Das Auge Odins
Thorgals Jugend 3: Runa
Thorgals Jugend 4: Berserker
Thorgals Jugend 5: Slive
Thorgals Jugend 6: Der Drakkar aus dem Eis
Thorgals Jugend 7: Blauzahn
Thorgals Jugend 8: Die zwei Bastarde
Thorgals Jugend 9: Die Tränen der Hel
Thorgals Jugend 10: Sydönia
Thorgals Jugend 11: Grym

 

Thorgal Saga: Adieu, Aaricia
Thorgal Saga: Wendigo




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Nestis-Lesung auf Helgoland: 10 Jahre Meermädchen-Abenteuer

Geschrieben von Petra , in Nestis 20 September 2017 · 1.059 Aufrufe
Nestis, Helgoland, Monika Fuchs und 1 weitere...
Nestis kehrt an den Ort ihrer Geburt zurück: Im Herbst 2017, genau zehn Jahre nach ihrer Geburt, stelle ich mein Meermädchen auf Helgoland vor, der Insel, auf der ich das erste Nestis-Abenteuer schrieb. Ich bin zu Gast beim 1. Helgoland-Lesefestival, und was läge auch näher, als dann den "Weihnachtssand für Helgoland" mitzubringen, der ja mit dem roten Felsen verbunden ist wie kaum eine meiner Geschichten?

Das Helgoländer Lesefestival beginnt am 26. Oktober und dauert bis zum 28. Oktober. Es gibt eine kleine Buchmesse mit Helgoland-Literatur und viele Lesungen. Mit dabei sind Reimer Boy Eilers, Marion Hinz, Elke Brachtendorf / Antonella Lendi, Michael Stoffers, Eckhard Wallmann, Thomas Breuer, Christine Runge, Petra Hartmann, Kim Scheider und Erich-Nummel Krüss.

Ich bin am Sonnabend, dem Märchentag, mit dabei und lese auf der Düne - wo Nestis zweifellos hingehört!

Ein paar Infos über den "Weihnachtssand":
Nestis erblickte das Licht der Welt an einem stürmischen Novemberabend, als Orkan Tilo sich über der Nordsee und auf Helgoland ausgetobt hatte. Die Düne verwüstet, verletzte Robben, Zerstörung überall. Und ich musste doch noch mein jährliches Weihnachtsmärchen schreiben! Kein Wunder, dass das Märchen in diesem Jahr etwas maritimer, salzhaltiger und stürmischer wurde als in den vergangenen Jahren.
Meermädchen Nestis tauchte nach dem Sturm aus den Fluten auf, sah die Robbenküste und war schockiert. Herzhaft und zupackend, wie sie nun einmal war, leistete sie Erste Hilfe, verpflasterte und verband die verletzten Seehunde und Kegelrobben und verpasste einem kleinen Heuler, der sich am Tetrapodenwall ein blaues Auge geholt hatte, auch noch eine Augenklappe, dass er aussah wie ein echter Pirat.
Aber wer sollte nun die Robbenküste reparieren? Der Meerkönig und sein Kronrat waren ratlos. Nur ein Meermädchen, das noch an den Weihnachtsmann glaubte, schrieb in dieser Nacht einen Wuschzettel an den alten Mann und wünschte sich zum Fest mal eben 500.000 Kubikmeter Sand für die Robbenküste ...

Das Märchen hat inzwischen drei verschiedene Entwicklungsstadien durchgemacht.

In seiner Erstfassung unter dem Titel "Eine Handvoll Weihnachtssand" ist es in mein Hörbuch "Weihnachten im Schneeland" eingeflossen, wo es mit der zauberhaften Märchenstimme von Karen Sünder zu hören ist. Das Hörbuch erschien im Jahr 2010 im Action-Verlag, zusammen mit den Weihnachtsmärchen "Der Reserve-Weihnachtsmann", "Die Weihnachtseisenbahn" und "Paulchen mit den blauen Augen".

Eine etwas überarbeitete Version der Geschichte erschien in der Schleswig-Holstein-Anthologie "Wenn die Biiken brennen". Eine wunderschöne Anthologie über unser nördlichstes Bundesland. Die Geschichte weicht in zwei Punkten von der Urfassung ab: Zum einen bat mich der Herausgeber, Bartholomäus Figatowski, die Sache doch noch ein bisschen mehr zu lokalisieren. So startete der Weihnachtsmann in dieser Fassung mit seinem Schlitten an der "Alten Liebe" in Cuxhaven zu seinem Törn aufs Meer hinaus (wodurch nun auch noch ein Stück Niedersachsen in die Anthologie hineingeriet), und außerdem wird die etwas brutale Art, wie Nestis sich ein Schreibgerät für ihren Weihnachtswunschzettel verschafft, etwas entschärft ... Außerdem wurde der Titel etwas "lokaler": Das Märchen hieß dort "Weihnachtssand für Helgoland".

Die aktuelle Fassung gibt es inzwischen als "Episode Null" meiner Nestis-Serie. Und da die anderen Bücher einen "Nestis und ..."-Titel haben, heißt das Abenteuer jetzt: "Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Erschienen ist das Märchen als eBook im Jahr 2013 im Verlag Monika Fuchs, als kleiner Begleiter des großen Hardcover-Abenteuerbuchs "Nestis und die verschwundene Seepocke". Auch hier gab es einige kleine Veränderungen gegenüber den beiden vorherigen Fassungen. Besonders meine oberflächliche Art, den Weihnachtsmann mit dem Nikolaus gleichzusetzen und ihn als christlichen Heiligen zu betrachten, missfiel der Verlegerin, die ja von Hause aus studierte Theologin ist. Also raus mit dem Nikolaus.
Das eBook enthält außerdem ein Exklusiv-Interview, das ich Wella Wellhorn, der rasenden Reporterin der Meereszeitung "Die Gezeiten", gegeben habe. Also, wenn ihr das Interview lesen wollt, dann kommt ihr um das eBook nicht herum. ;-)

Inzwischen ist die Druckversion in Arbeit. Es gibt herrliche farbige Innen-Illustrationen von Olena Otto-Fradina dazu. Die sind sooo süß! Ich bin ganz hin und weg. Also, ich freue mich drauf.
Hier geht's zur Verlagsvorschau:
https://verlag-monik...oland-maerchen/

Also, ihr merkt, Nestis und ich haben viel miteinander erlebt seit jenem stürmischen Überfall von Tilo auf Helgoland. Schaut und hört doch einfach mal rein, wenn ich auf der Düne bin und aus der aktuellen Fassung lese. Ich freue mich auf Besucher und Fragen:


Sonnabend, 28. Oktober: "Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen". Helgoländer Lesefestival. Bungalowdorf auf der Helgoländer Düne, 13.30 Uhr.



© Petra Hartmann






Vorschau: Das intergalaktische Bestiarium, 2025

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Was verbirgt sich hinter dem Tor des Krkt-jinn und warum verliert der Planet Light Lady seine Schwerkraft? Kann die Heimat der Regenbogenkatzen noch gerettet werden? Gibt es das sagenhafte Tier der Unordnung wirklich? Sind die irrsinnigen Prophezeiungen über das Wiedererwachen des unheiligen Urgottes Chthonio möglicherweise doch ernst zu nehmen? Und ist wirklich jeder dem Tod geweiht, der der Wurzel allen Übels begegnet?

Das Universum hat viele Wunder hervorgebracht, aber keines ist größer als das Leben. Ein paar der ungewöhnlichsten Lebewesen aller Welten sind in diesem intergalaktischen Bestiarium zu finden. Thomas Hofmann und Petra Hartmann haben sie aufgespürt.

 

Buch-Infos:

Das intergalaktische Bestiarium. Text: Petra Hartmann / Zeichnungen: Thomas Hofmann. Neustadt in Sachsen: Edition Dunkelgestirn, Mai 2025. 180 Seiten.
Reichhaltig mit Illustrationen von Thomas Hofmann versehen, zu denen die Texte von Petra Hartmann verfasst wurden. Gebunden in blaues Leinen, mit Leseband, silberner Prägung auf dem Buchrücken und Schutzumschlag. Versehen mit den Signumklischees der Autoren, nummeriert und auf 100 Exemplare limitiert. 32,90 Euro.

 

 

 

Das Herz des Donnervogels, 2023

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Ein Indianer taucht in dem verschlafenen Küstenstädtchen Kitty Hawk auf. Die Witwe Murdoch ist überzeugt, dass der Fremde ein Kundschafter ist und bald seine roten Spießgesellen zum Morden und Plündern mitbringen wird. Doch Junger Adler hat andere Pläne. Er träumt vom Fliegen und wartet auf das Eintreffen zweier verrückter Fahrradhändler.
Karl-May-Fans kennen Junger Adler bereits aus dem Roman Winnetous Erben. Die Vorgeschichte zu diesem Buch wird nun von Petra Hartmann erzählt.

 

Buch-Infos:
Petra Hartmann: Das Herz des Donnervogels

Band 18, Abenteuer-Roman
Exklusive Sammler-Ausgabe
Seiten: 282

Taschenbuch
VÖ: April 2023

2. Auflage: April 2024.
Künstler: MtP-Art (Mario Heyer)
Künstler (Innenteil): MtP-Art (Mario Heyer)
Preis: 12,95 Euro

 

Bestellen beim Blitz-Verlag

 

Das E-Book ist zum Preis von Euro 3,99 erhältlich.

Unter anderem bei Amazon

oder direkt beim Blitz-Verlag.

 

 

 

Falkenblut, 2020

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Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Widar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus ...

Es ist eine schaurige Welt, in der sich die junge Walküre behaupten muss. Doch Valkrys wäre keine echte Falkin, wenn sie einem Kampf aus dem Weg gehen würde. Todesmutig und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor stürzt sie sich in die Begegnungen mit Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfen, Berserkern, Hexen, Meerungeheuern und dem furchtbaren Totenschiff Naglfari.

 

 

Petra Hartmann: Falkenblut.

Sibbesse: Hottenstein, 2020.

Broschiert, 247 S., Euro 11.

ISBN 978-3935928991

 

Bestellen im Hottenstein-Verlags-Shop

 

Bestellbar unter anderem bei Amazon

Hörbuch: Drachen! Drachen! 2020

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Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren. Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren: Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.

 

Herausgeber: Petra Hartmann, Frank G. Gerigk

Sprecher: Tim Schmidt

Blitz-Verlag

Ungekürzte Lesung

mp3-Download

611 Minuten, 495.91 MB

9783991093435

 

Zu bestellen unter anderem bei Thalia oder bei Amazon.

Nestis und die verbotene Welle, 2017

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Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.

Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?

 

Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.

Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 14,90, ISBN 978-3-977066-00-1

 

Leseprobe

 

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.

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Demantin, 2016

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Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR

 

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Leseprobe

 

Crane, 2016

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Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?

 

Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR

 

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Leseprobe

Hut ab, Hödeken! 2015

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Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.

 

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

101 S., Euro 7,95.

ISBN 978-3-940078-37-7

 

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Leseprobe

Freiheitsschwingen, 2015

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Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen

 

Petra Hartmann: Freiheitsschwingen

Personalisierter Roman

München: Verlag Personalnovel, 2015

ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.

(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)

 

Bestellen unter:

www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen

 

Timur, 2015

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Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...

 

Beigaben:

Nachwort zur Entstehung

Original-Erzählung von Karoline von Günderrode

Autorinnenbiografien

Bibliografie

 

Petra Hartmann: Timur

Coverillustration: Miguel Worms

Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.

ISBN: 978-3-943948-54-7

Taschenbuch, 136 S.

Euro 9,95

 

 

Ulf, 2015

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Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.

 

Petra Hartmann:

Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.

eBook

Neobooks 2015

Euro 2,99

Erhältlich unter anderem bei Amazon

Vom Feuervogel, 2015

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Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.

 

Petra Hartmann:

Vom Feuervogel. Novelle.

Erfurt: TES, 2015.

BunTES Abenteuer, Heft 30.

40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).

Bestellen unter:

www.tes-erfurt.jimdo.com

 

eBook:

Neobooks, 2015.

Euro 1,99.

Unter anderem bei Amazon

Nestis und die Hafenpiraten, 2014

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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom† sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.

Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten" müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen ...

Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR

 

 

Leseprobe unter

 

www.tinyurl.com/nestis2

Blitzeis und Gänsebraten, 2014

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Weihnachten im Potte †¦

†¦ ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. - Greifen Sie zu!

 

 

Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.

Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |

ISBN 978-3-9400787-57-5
8,90 EUR

 

Leseprobe

Beim Vorderhuf meines Pferdes, 2014

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Das Messer zuckte vor. Fauchend wich die riesige Katze zurück. Doch nur, um sofort wieder anzugreifen. Das Mädchen, das auf dem Leichnam seiner Stute kauerte, schien verloren.
Acht Jahre ist Steppenprinzessin Ziris alt, als sie bei einem Sandkatzenangriff ihr Lieblingspferd verliert. Ist es wirklich wahr, was ihr Vater sagt? "Alle Pferde kommen in den Himmel ..."
Drei Erzählungen aus der Welt der Nearith über edle Steppenrenner, struppige Waldponys und die alte graue Stute aus Kindertagen.

Petra Hartmann: Beim Vorderhuf meines Pferdes. Neue Geschichten aus Movenna. eBook, ca. 30 Seiten. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014. Euro 0,99.

Erhältlich unter anderem bei Amazon.

Darthula, 2014

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Darthula ist die Tochter eines irischen Kleinkönigs, der über das nebelreiche Land Selama herrscht. Als schönste Prinzessin Irlands lebt sie allerdings nicht ungefährlich. Als sie den mächtigen König Cairbar abweist und ihm nicht als seine Braut folgen will, nimmt das Unheil seinen Lauf. Cairbar überzieht das kleine Selama mit Krieg und Vernichtung und rottet Darthulas Familie aus. Mit ihrem Geliebten Nathos wagt die junge Frau die Flucht über die stürmische See. Aber Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...

Beigaben zur Neuausgabe:
Vorwort der Autorin mit Infos zur Entstehungsgeschichte
Übersetzung des "ossianischen Originals"
Autorinnenbiographie und Veröffentlichungsliste

Buch-Informationen:
Petra Hartmann: Darthula, Tochter der Nebel.
Bickenbach: Verlag Saphir im Stahl, 2014.
Taschenbuch. 126 S., Euro 9,95.
ISBN 978-3-943948-25-7

Bestellen bei Saphir im Stahl

Pressearbeit für Autoren, 2014

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Petra Hartmann, Autorin und langjährige Lokalredakteurin, gibt Tipps für die Pressearbeit vor Ort. Sie erklärt die Wichtigkeit der „Ortsmarke“ für eine Zeitung, gibt Tipps zum Schreiben von Artikeln, zum guten Pressefoto und zum Umgang mit Journalisten. Anschaulich, verständlich, praxisorientiert und für Autoren jedes Genres anwendbar.

Petra Hartmann: Pressearbeit für Autoren. So kommt euer Buch in die Lokalzeitung.
eBook. Neobooks, 2014. Ca. 30 Seiten.
Euro 1,99
Diverse Formate, für alle gängigen eBook-Reader.
Erhältlich z.B. bei Amazon, eBook.de, Thalia, Hugendubel, Weltbild u.a.

Nestis und der Weihnachtssand, 2013

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Als kleine Weihnachtsüberraschung gibt es für Fans des "großen" Nestis-Buchs "Nestis und die verschwundene Seepocke" jetzt ein kleines bisschen Weihnachtssand: Der Verlag Monika Fuchs hat aus der "Ur-Nestis", einem Helgoland-Märchen aus dem Jahr 2007, jetzt ein eBook gemacht. Mit einem wunderschönen Cover von Olena Otto-Fradina und mit ein paar exklusiven Einblicken in Nestis' Nordseewelt.

Klappentext:
"November 2007: Orkantief Tilo tobt über die Nordsee und reißt große Teile der Helgoländer Düne ins Meer. Wer soll nun die Robbenküste reparieren? Meerjungfrau Nestis wünscht sich einfach mal vom Weihnachtsmann 500.000 Kubikmeter Sand ..."

Bonus-Material:
Die Autorin im Interview mit Wella Wellhorn von der Meereszeitung "Die Gezeiten"
XXL-Leseprobe aus "Nestis und de verschwundene Seepocke"

Petra Hartmann: Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013. 99 Cent.

Erhältlich für den Amazon-Kindle

Nestis und die verschwundene Seepocke, 2013

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Eine ausführliche Leseprobe findet ihr hier:
www.tinyurl.com/nestis


Wütend stampft Meerjungfrau Nestis mit der Schwanzflosse auf. Ihre Schwester Undine ist von den Menschen gefangen worden – und weder Meerkönig noch Kronrat wagen, die Kleine zu retten. Aber Nestis fürchtet sich nicht einmal vor den furchtbarsten Monstern des Meeres. Zusammen mit ihren Freunden bricht sie auf zur Rettungsaktion, und es zeigt sich, dass tollpatschige Riesenkraken und bruchrechnende Zitteraale großartige Verbündete sind.
Petra Hartmann entführt ihre Leser in eine etwas andere Unterwasserwelt mit viel Humor und Liebe zum Detail. Trotz des phantastischen Meermädchen-Themas findet der Leser auch sehr viel naturnahe Beobachtungen aus Nord- und Ostsee, lernt die Meerbewohner und ihre Probleme kennen. Dabei werden unter anderem auch die Meeresverschmutzung, Fischerei und die wenig artgerechte Haltung von Haien in Aquarien behandelt.
Zauberhaft dazu die Zeichnungen von Olena Otto-Fradina.

Text: Petra Hartmann
Bilder: Olena Otto-Fradina
| Hardcover | 14,8 x 21 cm
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2013
151 S., Euro 14,90
ISBN 978-3-940078-64-3


eBook:
Amazon-Kindle, 2154 KB
Euro 6,99
http://amzn.to/JJqB0b

Autorenträume, 2013

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Autorinnen und Autoren schicken ihre Leser in vergangene Zeiten, ferne Länder, phantastische Welten, spannende Abenteuer und bringen sie zum Träumen.
Wovon aber träumen Autoren? Vom Nobelpreis? Vom Bestseller? Vom Reich-und-berühmt-werden? Oder einfach nur davon, eines Tages vom Schreiben leben zu können? Vom Lächeln auf dem Gesicht eines Kindes, wenn das neue Märchen vorgelesen wird? Oder sind es schreckliche Albträume, die der angebliche Traumberuf mit sich bringt? Werden Schriftsteller nachts im Schlaf gar von Verlegern, Lektoren, Rezensenten oder Finanzbeamten bedroht?
Monika Fuchs und Petra Hartmann starteten eine »literarische Umfrage«, wählten aus den über 300 Antworten 57 phantasievolle Beiträge aus und stellten sie zu diesem Lesebuch zusammen. Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen des Autorenalltags und träumen Sie mit!
Von jedem verkauften Buch wird 1 Euro an das Hilfswerk Brot & Bücher e.V. der Autorin Tanja Kinkel gespendet, die auch das Geleitwort zum Buch schrieb.

Petra Hartmann und Monika Fuchs (Hrsg.):
Autorenträume. Ein Lesebuch.
ISBN 978-3-940078-53-7
333 S., Euro 16,90

Bestellen beim Verlag Monika Fuchs

Mit Klinge und Feder, 2013

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Phantasie statt Völkerschlachten - das war das Motto, unter dem die Phantastik Girls zur Schreibfeder griffen. Mit Humor, Gewitztheit und ungewöhnlichen Einfällen erzählen sieben Autorinnen ihre Geschichten jenseits des Mainstreams der Fantasy. Kriegerinnen und gut bewaffnete Zwerge gehören dabei genau so zum Personal wie sprechende Straßenlaternen, Betonfresser oder skurrile alte Damen, die im Bus Anspruch auf einen Behindertensitzplatz erheben. Dass es dennoch nicht ohne Blutvergießen abgeht, ist garantiert: Immerhin stecken in jeder der Storys sechs Liter Herzblut. Mindestens.

Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns.
Mit Geschichten von Linda Budinger, Charlotte Engmann, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl.
Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. 978-3943378078
247 S., Euro 9.
Bestellen bei Amazon

eBook:
396 KB, Euro 5,49.
Format: Kindle
Bestellen bei Amazon

Das Serum des Doctor Nikola, 2013

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Berlin, 1927. Arbeitslos, pleite und mit der Miete im Rückstand: Bankierssohn Felix Pechstein ist nach dem "Schwarzen Freitag" der Berliner Börse ganz unten angekommen. Da erscheint das Angebot, in die Dienste eines fremden Geschäftsmannes zu treten, eigentlich als Geschenk des Himmels. Doch dieser Doctor Nikola ist ihm mehr als unheimlich. Vor allem, als Felix den Auftrag erhält, Nikola zu bestehlen ...

Petra Hartmann: Das Serum des Doctor Nikola
Historischer Abenteuerroman.
ISBN 978-3-938065-92-1
190 S., 12,95 Euro.
Bestellen beim Wurdack-Verlag

Leseprobe

Hörbuch: Der Fels der schwarzen Götter, 2012

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Bei einer Mutprobe begeht der junge Ask einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat.
Bald wissen die Völker des Berglandes nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...

Der Fels der schwarzen Götter.
Hörbuch. 8 Stunden, 57 Minuten.
Sprecherin: Resi Heitwerth.
Musik: Florian Schober.
Action-Verlag, 2012.
CD/DVD: 16,95 Euro
mp3-Download: 11,95 Euro

Hörbuchfassung des 2010 im Wurdackverlag erschienenen Buchs "Der Fels der schwarzen Götter".

Termine

Lesungen

 

Freitag, 4. April: "Das Herz des Donnervogels". Lesung im Wäschegeschäft Holzberg Dessous und mehr, Hokenstraße 13, Goslar. Beginn: 18.30 Uhr.

 

Samstag, 26. April: Kurzgeschichten und Vorgucker auf das "intergalaktische Bestiarium". Lesung auf dem Conventus Leonis, Kinder- und Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig. Beginn: 12.30 Uhr.

 

Samstag, 10. Mai: Lesung aus "Das intergalaktische Bestiarium" auf dem Marburg-Con. Zusammen mit Künstler Thomas Hofmann und Verleger Eric Hantsch. Bürgerhaus Weimar (Lahn) - Niederweimar, Herborner Straße 36, 35096 Niederweimar. Uhrzeit folgt.

 

Donnerstag, 26. Juni: Lesung aus "Das intergalaktische Bestiarium". Haus des Buches / Literaturhaus, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. Zusammen mit Thomas Hofmann. Beginn: 19.30 Uhr. Eintritt: 2 Euro.

 

 

Buchmessen, Cons, Büchertische

 

Samstag, 10. Mai: Marburg-Con. Bürgerhaus Weimar (Lahn) - Niederweimar, Herborner Straße 36, 35096 Niederweimar. Beginn: 10 Uhr. Ich bin mit einem Büchertisch und einer Lesung vertreten. Infos folgen.

 

Donnerstag, 29. Mai: Ich bin beim Nürnberger Autorentreffen mit dabei und werde auch auf dem Büchertisch vertreten sein.

 

 

Links

Meine Heimseite:

www.petrahartmann.de

 

Facebook-Autorenseite:

www.facebook.com/AutorinPetraHartmann/

 

Nestis auf Facebook:

www.facebook.com/nestis.net/

 

Die Falkin auf Facebook:

https://www.facebook.com/FalkinValkrys

 

Neueste Kommentare

Biografie

Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

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Leserunden zum Nachlesen

Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms: http://www.lovelyboo...nde/1201913120/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs:

http://www.lovelyboo...nde/1166725813/

 

Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl: http://www.lovelyboo...nde/1156671163/

 

Leserunde zu "Falkenblut" auf Lovelybooks: https://www.lovelybo...263/2687604262/

Geschichten über Nestis

Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

 

Mini-Buch

"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.

eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.

"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.

Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)

Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.

Hödeken-Lesestoff

Buch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

 

Hörbuch

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.

 

eBook

Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.

 

Geschichten

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.

Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.

 

Lesung

Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.

 

Movenna-Kompass

Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna


Bücher

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.

 

eBooks

 

Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.

Hörbuch

Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.


Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften

Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.

Die Blaubeerbrücke. In: Met-Magie. Hrsg. v. Amandara M. Schulzke und Nadine Muriel. Hamburg: Acabus Verlag, 2022. S. 163-174.

 

 

Movennische Geschichten in Fanzines

Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)


Aufsätze

Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.


Movennische Texte online

Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs

Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht

Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen

Die Bibliothek der Falkin

Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"

Bücher

Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.
Falkenblut. Sibbesse: Hottenstein-Verlag, Sommer 2020.

eBooks

Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)

Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)


Aufsatz

Aegirs Flotte - ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion

Drachen! Drachen! 2012

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Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag

Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!

Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!

Die Schlagzeile, 2011/2012

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Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen

Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen - bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...

Falkenblut, 2012

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Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro

 

Nicht mehr lieferbar!

Neuausgabe in Vorbereitung.


Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.

Meine Bücher 1998 - 2011

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Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1

Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.

Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...

Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.

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Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag

Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus †¦


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Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag


Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...


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Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag


Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...


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Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag

WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"



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Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen

Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....


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Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen


Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...


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Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen

Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.


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Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen

Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.


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Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Das Junge Deutschland“ - dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen - etwa die Debatte um Armut und Bildung - in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ - ihren Stil - zu bewahren.


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Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag

Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.


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Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag


"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.

Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.

Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist."

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