
"Freiheitsschwingen" jetzt auf Youtube

Viel Vergnügen damit!
Die Vereinsnachrichten der Hildesheimlichen Autoren e.V. könnt ihr an jedem dritten Samstag im Monat auf Radio Tonkuhle in der Sendung "High Noon" hören. Für alle, die die Sendung verpasst haben, hier die November-Nachrichten zum Nachlesen:
Hans-Jürgen Fischer veröffentlicht "Unbequemes Lesebuch"
"Auf den zweiten Blick" heißt des neue Buch von Hans-Jürgen Fischer. Es handelt sich um eine Sammlung von Erzählungen, die zeitgleich als Taschenbuch und als eBook erschienen ist.
Der Klappentext lautet:
"Auf den zweiten Blick" ist ein unbequemes Lesebuch, das zum Hinterfragen vermeintlicher Gewissheiten auffordert. Denn nichts ist so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Hinter menschlichen Gemeinheiten steckt stets eine Absicht, die leider zu oft im Verborgenen bleibt. Nur wer solche Absichten erkennen kann, ist fähig, den Aggressoren dieser Welt etwas entgegenzusetzen. Sich zu trauen, einen zweiten Blick zu wagen, die erkannte Wahrheit hinter der Lüge zu benennen und sie anderen mitzuteilen, ist somit eine lohnende Lebensstrategie.
"Auf den zweiten Blick" erschien bei Books on Demand und ist im Buch- und Online-Buchhandel erhältlich. Das Taschenbuch hat 212 Seiten und kostet 9,99 Euro. Das eBook gibt es für 6,99 Euro.
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Peter Hereld verfasst düstere Alternativ-Historie
Was wäre, wenn Hitler den Zweiten Weltkrieg gewonnen hätte? Dieser Frage geht Peter Hereld in seinem neuen Roman "Teutonia - Wenn ein Albtraum wahr wird" nach. Das Szenario ist düster:
Die Wehrmacht hat den Krieg gewonnen. Hitlers Reich Teutonia beherrscht den ganzen Erdball, die Welt spricht deutsch - Computer heißen Elektronengehirne, Handys Funktelefone. Es gibt kein Internet, keine Medienvielfalt, weder Presse- noch Meinungsfreiheit. Es hat auch niemals ein Mensch den Mond betreten, die technische Entwicklung schlug seit dem Ende des Krieges eine völlig andere Richtung ein - so entstand das Projekt IDOL, das dem Führer ewiges Leben schenken soll - doch zu welchem Preis? 20. April 2012 Es gilt das größte Fest des Jahres zu feiern, Adolf Hitlers 123. Geburtstag. Schwerstarbeit für Trutz Marburg, seinem Psychologen, denn den Weltenlenker hat sämtlicher Lebensmut verlassen. Eine bitterböse Groteske vor dem Hintergrund einer der erschreckendsten Dystopien der Menschheitsgeschichte.
"Teutonia - Wenn ein Albtraum wahr wird" erscheint im Verlag Eclipse Books. Das Taschenbuch hat 286 Seiten und kostet Euro 12,99. Das eBook ist für Euro 6,99 erhältlich.
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Hödeken-Buch erhält Zweitauflage
Soeben wurde die zweite Auflage von Petra Hartmanns Buch "Hut ab, Hödeken!" aus der Druckerei ausgeliefert. Es handelt sich um eine Sammlung von Kurzgeschichten und Erzählungen rund um eine Sagengestalt, die vor allem im Alfelder Raum bekannt ist. Außerdem ist das dazugehörige eBook seit kurzem erhältlich. Die Hödekengeschichten sind auch im "Akustischen Stadtkalender" auf Radio Tonkuhle zu hören und werden demnächst als Hörbuch erscheinen.
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Neu auf dem Youtube-Kanal der Hildesheimlichen Autoren:
Lesung im Michaeliscafé vom 10. November: Bernward Schneider stellt seinen neue Roman "Unterm Galgenberg" vor:
Die Oktoberausgabe von "High Noon": Anke Wogersien stellt ihren neuen Krimi "Ostsee-Deal" vor:
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Termine
Sonntag, 22. November: Altje Hornburg und Petra Hartmann lesen Altjes Dialog "Ein Gespräch in Hildesheim" (aus dem Buch "Hildesheimer Geschichte(n)") bei der Spielschar St. Lamberti in Hildesheim vor. Beginn: 16 Uhr.
Sonntag, 29. November: Petra Hartmann liest aus aus "Hut ab, Hödeken!" in der Heimatstube in Sibbesse, Kirchstraße 8, 14-16 Uhr.
Donnerstag, 3. Dezember: Die Hildesheimlichen Autoren lesen Weihnachtliches im Familienzentrum Laatzen-Rethen, Braunschweiger Straße 2 D in Rethen. Beginn: 19.30 Uhr.
Samstag, 5. Dezember: Weihnachtsfeier. WEINkostBAR, Rathausstr. 8 (Ecke Osterstr.), Hildesheim. Beginn: 19 Uhr.
Montag, 7. Dezember: Mitgliederversammlung. Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.
Dienstag, 8.Dezember: Die Hildesheimlichen Autoren lesen Weihnachtliches im Café Marie im Stadthaus Laatzen, Marktplatz 2. Beginn: 15 Uhr.
Dienstag, 15. Dezember: Weihnachtslesung. Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.
Samstag, 19. Dezember: High Noon auf Radio Tonkuhle. Beginn 12 Uhr.
© Petra Hartmann
Mit "Auf den Pfaden des Luchses" legt die Autorin Tanja Mikschi ihren Debütroman vor. Es handelt sich um die Geschichte eines "Halbbluts", dessen Eltern ein weißer Trapper und eine Ojibwe-Indianerin sind. Der Junge Mino-nokomis wächst in einem Dorf bei Weißen auf, lebt dort aber ziemlich isoliert. Doch endlich lernt er auch den indianischen Teil seiner Familie kennen. Und später auch das Volk der Cheyenne.
Mino-nokomis lebt in einer Blockhüte, abseits gelegen am Wald, nahe dem Dorf St. Peter. Sein Vater, der nur selten zu Hause auftaucht, pflegt ein gutes Verhältnis zum Stamm der Ojibwe, bei denen er regelmäßig zu Gast ist, Tauschgeschäfte macht und gemeinsame Jagden unternimmt. Es war wohl eher die Bequemlichkeit als die große Liebe, als er seinen indianischen Freund um dessen Tochter als Ehefrau bat, irgendjemand sollte sich halt um das Haus kümmern und kochen, so kam es zur Heirat mit Winonah. Dass die junge Indianerin sich einsam fühlen oder gar unglücklich sein könnte, weitab von ihrem Stamm und von den Weißen gemieden und verachtet, kommt ihm nie in den Sinn. Als schließlich der Junge geboren wird, den der Vater auf den Namen Silas taufen lässt, die Mutter aber in Gedenken an die Legenden ihres Volkes Mino-nokomis (Gute Mondfrau) ruft, wird er von Winonah konsequent indianisch erzogen und weiß mehr von den Legenden und Gebräuchen der Ojibwe als von denen der Weißen. Nur die Literatur der Weißen liebt er, liest fasziniert immer wieder den "Oliver Twist", auch wenn dessen letzte Seiten in seinem Buch fehlen, ansonsten hat er im Dorf keine Freunde. Erst als der Kaufmannssohn David neugierig wird und den Kontakt sucht, beginnt eine wunderbare, abenteuerliche Jugendfreundschaft, die später auf sehr harte Proben gestellt werden soll.
Von den Ojibwe zu den Cheyenne
Auf seinem ersten und einzigen Besuch bei den Ojibwe erweist er sich als wahrer Sohn des Stammes, geht auf Visionssuche, bekommt in Visionen und Träumen Kontakt zum Totem seiner Familie, dem Luchs, dessen Namen er später tragen wird: Bizhiu. Dies ist das letzte Stück heile Indianerwelt, das er erleben darf. Ab da stürzen die Ereignisse über ihn herein: Bizhiu verliebt sich in Charlotte, eine weiße Altersgenossin aus St. Peter, diese wird schwanger, beide flüchten zusammen, sicherheitshalber aber nicht zu den Ojibwe, wo man sie vermutlich zuerst suchen würde ...
Doch bei den freundlichen Cheyenne, die Bizhiu und seine Frau aufnehmen, wartet nicht nur das große Glück auf die beiden. Von den Weißen eingeschleppte Krankheiten, Hungersnöte und die weißen Soldaten bedrohen den Stamm, Überfälle und Massaker durch das US-Militär trotz mehrfach neu ausgehandelter Friedensverträge fordern einen hohen Blutzoll auch von Bizhius Familie.
Tanja Mikschi schreibt einen sachkundigen und spannenden Indianerroman
Tanja Mikschi hat einen beeindruckenden, zugleich spannenden und sachkundigen Roman geschrieben. Sie schafft es, glaubwürdige Charakterzeichnungen und indianische Legenden mit einer Handlung zu verbinden, die mitreißend ist, ohne actionlastig zu werden. Vor allem im Beziehungsgeflecht zwischen Bizhiu, David und der von beiden geliebten Charlotte oder in der Darstellung der Eltern Bizhius gelingen ihr glaubwürdige und authentische Schilderungen.
Eine Stärke des Buches ist die Art wie Tanja Mikschi unterschiedliche Bräuche und Traditionen aufeinander treffen lässt. Berührend etwa die ungeduldige Frage Winonahs an ihren Ehemann, welchen Namen ihr Sohn denn nun erhalten hat. Der Trapper ist vollkommen verwirrt, immerhin ist der Junge schon ziemlich lange wieder zu Hause und hat mit seiner Mutter gesprochen. Nein, natürlich hat er ihr seinen neuen Namen nicht mitgeteilt, das konnte er gar nicht: Ein Ojibwe würde niemals protzig seinen eigenen Namen hinausposaunen, ein absolutes Tabu.
Unterschiedliche Bräuche bei Ojibwe und Cheyenne
Herrlich und tragisch zugleich auch Bizhius unterschiedliche Erfahrungen im Umgang mit Hunden bei Ojibwe und Cheyenne. Bei den Ojibwe gibt es die herzerwärmende Sage vom ersten Menschen, dem der Hund seine Liebe schenkte, woraufhin beide für immer zusammen blieben. Bei den Cheyenne schließt Bizhiu den Hund ins Herz, der ihm als erstes entgegenläuft und ihn begrüßt - und muss, als er sich ausgerechnet diesen Hund als Geschenk aussucht, erfahren, dass er ihn gewissermaßen schon erhalten hat - denn traditionell wird dort der erste Hund, der einem Fremdling entgegenläuft und ihn begrüßt, geschlachtet und dem Gast als Mahlzeit vorgesetzt.
Historische Fakten und fiktive Biographien
Tankja Mikschi hält sich beim Ablauf der Ereignisse eng an die historischen Tatsachen und das tatsächliche Schicksal der indianischen Stämme, vor allem der Cheyenne, die in der zweiten Hälfte des Romans die zentrale Rolle spielen. Friedensverträge und immer wieder von den Weißen gebrochene Versprechungen, das Sand-Creek-Massaker, das alles sind historische Stationen auf einem Weg, in den sich die Geschichte Bizhius und seiner Familie einfügt, als hätte es sie tatsächlich gegeben. Ein Buch, an dem fast nichts erfunden ist, bis auf die Hauptfiguren. Dennoch schafft es die Autorin, eine sehr individuelle Geschichte zu erzählen und ein Ende zu finden, das von traditionellen Indianer-Roman-Abschlüssen etwas abweicht. Aber lest es selbst.
Fazit: Hervorragendes Debüt einer Autorin, von der hoffentlich noch viel mehr Bücher erscheinen werden. Handwerk und Zauber perfekt gelungen, unbedingt empfehlenswert.
Tanja Mikschi: Auf den Pfaden des Luchses. Von den Ojibwe zu den Cheyenne. Historischer Roman. Hohenthann: TraumFänger-Verlag, 2015.
Weiteres Buch von Tanja Mikschi
Als der Mond zu sprechen begann
© Petra Hartmann
Julia Jäger heißt die Heldin in Andrea Tillmanns' neuer Jugendbuch-Serie. Ein alltäglicher Name, und das ist Programm, denn Julia ist eigentlich eine ganz normale Jugendliche ... Eigentlich. Bis sie eines Tages feststellt, dass sie mit Gedankenkraft Gegenstände bewegen kann. Julia Jäger besitzt die Fähigkeit der Telekinese.
"Julia Jäger und die Macht der Magie" heißt der Auftaktband, der jetzt im Verlag O'Connell Press erschien. Ein zweiter Teil wird für August 2016 angekündigt. Und der ist auch dringend nötig, denn wer sich erst einmal mit Julia angefreundet hat, will sicher wissen, wie es weitergeht, und mehr von der sympathischen Schülerin hören.
Den Charme der Titelheldin macht zunächst einmal ihre Normalität und Natürlichkeit aus. Eine Teenagerin mit normalen Schulproblemen (frühes Aufstehen, Probleme in Mathe, Schwärmerei für einen gut aussehenden Mitschüler, der sie nicht beachtet), das alles aber ohne zickig und tussig zu wirken - es geht nicht um Glitter, Glamour und Haarspliss oder pubertäre Gefühlsturbulenzen. Julia ist eine eher ruhige, nachdenkliche Heldin, die nicht automatisch daran denkt, sich beim "Supertalent" zu bewerben, als sie ihre eigenartige übersinnliche Begabung entdeckt. Ausgerechnet im ungeliebten Matheunterricht stellt sie fest, dass sich das Kreidestück bewegt, wenn sie sich darauf konzentriert - und das, nachdem sie gerade überraschenderweise ein kniffliges Kegelschnitt-Problem gelöst hat.
Julia ist verwirrt und fasziniert gleichermaßen. Zu Hause übt sie und trainiert ihre neue Fähigkeit - zunächst mit Stift und Radiergummi, dann an der Katze, die sie mit etwas Konzentration vom Fensterbrett schubsen kann. Aber es bleibt die Frage: Was macht man nun mit dieser Entdeckung? Soll sie Superheldin werden? Und wenn ja, was tut man eigentlich als Superheldin? Und muss sie jetzt stündlich darauf gefasst sein, dass sonnenbebrillte Anzugträger vor ihrem Haus auftauchen und sie im Namen irgend einer Behörde in Gewahrsam nehmen?
Als ein Schulkamerad bei einem Ausflug in einen Seilgarten beinahe verunglückt, rettet Julia ihn, und nun beginnt das eigentliche Abenteuer. Denn ihr neuer Freund Tim und seine uralte Münze haben einen Verbrecher der übelsten Art angelockt. Es geht um Mord, Macht und Magie - und Tim kann eine Telekinetin an seiner Seite sehr gut gebrachen ...
Andrea Tillmanns erweist sich erneut als geübte und gelassene Erzählerin, die es nicht nötig hat, mit Actionszenen und überbordender Gewalt aufzuwarten - obwohl es im Finale bei der Begegnung mit dem Bösen sehr deutlich zur Sache geht und obwohl dessen Helfershelfer nicht vor Tätlichkeiten zurückschrecken. Auch ein eiskalter Mord an nicht mehr benötigtem Hilfspersonal ist für Julias Gegner durchaus eine Handlungsoption. Der Schwerpunkt der Geschichte liegt jedoch eindeutig auf der Charakterzeichnung, vor allem auf der Entwicklung Julias, auf den zwischenmenschlichen Beziehungen und auf Alltagssituationen, besonders in der Schule, wie sie vermutlich jeder Schüler nachempfinden kann.
Etwas unbefriedigend ist, dass am Ende einige Fragen offen bleiben. Wer der geheimnisvolle Alexander ist und welche Rolle er in der Münzgeschichte spielt, bleibt offen. Des weiteren bleiben Herkunft und Geschichte der Münze ungeklärt. Man hätte gern gewusst, wie Tims Opa das gefährliche Stück erlangt hat. Und woher genau Julias seltsame Kräfte kommen? Soviel wird verraten: Es hat wohl etwas mit der Münze zu tun. Genaueres erfährt man noch nicht. In Teil 2, der im nächsen Jahr herauskommen soll, gibt es vielleicht Antworten. Fasse wir uns in Geduld.
Fazit: Unaufgeregtes Jugendbuch über eine sympathische Heldin mit telekinetischen Kräften. Detailreich und liebenswert ohne Gewaltorgien und Teeniegezicke. Ein Serienstart mit Potential, lesenswert.
Andrea Tillmanns: Julia Jäger und die Macht der Magie. Weingarten: O'Connell Press, 2015. 157 S., Euro 8,90.
Weiterer Band der Julia-Jäger-Reihe:
Julia Jäger und die Legende des Lichts
Julia Jäger und die Welt der Wächter
Weitere phantastische Kinder- und Jugendbücher von Andrea Tillmanns:
Der kleine Troll kehrt heim
Das magische Trio: Geister im alten Gemäuer
Der kleine dicke Pinguin
Lena lernt zaubern
© Petra Hartmann
Die Vereinsnachrichten der Hildesheimlichen Autoren e.V. könnt ihr an jedem dritten Samstag im Monat auf Radio Tonkuhle in der Sendung "High Noon" hören. Für alle, die die Sendung verpasst haben, hier die Oktober-Nachrichten zum Nachlesen:
Bernward Schneider schreibt Hildesheim-Krimi
"Unterm Galgenberg" heißt Bernward Schneiders neuer Roman. Der Hildesheimer Autor und Jurist, der sich bislang vorwiegend durch Berlin-Romane einen Namen gemacht hat, lässt nun einen Krimi in seiner Heimatstadt Hildesheim spielen. Der Klappentext lautet: "Die schöne neue Mandantin des Hildesheimer Anwalts Michael Bendis kommt ihm näher als es das Anwalt-Mandanten-Verhältnis gebietet. Bis sie eines Tages tot ist. Selbstmord heißt es, auch bei der Polizei. Doch kurz zuvor hatte sie ihrem Anwalt noch Geld für einen neuen Auftrag gegeben. Bendis glaubt nicht an einen Freitod und nimmt die Spur eines Unbekannten auf, der sich in der Nacht ihres Todes vor der Wohnung seiner Geliebten herumgedrückt hat."
"Unterm Galgenberg" ist als Taschenbuch im Sutton-Verlag erschienen. 208 Seiten kosten 12,99 Euro. Das Buch ist überall im Buchhandel und Online-Buchhandel erhältlich.
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Hödeken im Akustischen Stadtkalender
Petra Hartmanns Buch "Hut ab, Hödeken!" ist ab dem 15. November im akustischen Stadtkalender auf Radio Tonkuhle zu hören. Die Autorin hat die insgesamt sieben Abenteuer der Sagenfigur, die vor allem im Alfelder Raum bekannt ist, komplett eingelesen. Die Aufnahmedatei soll im Anschluss auch für ein Hörbuch verwendet werden, das in Kürze erhältlich sein wird. Die Gesamtlaufzeit beträgt etwa zwei Stunden.
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Anke Wogersien schreibt Lyrik für Flüchtlinge
Anke Wogersien beteiligt sich an der Aktion "Dichter für Flüchtlinge". Die Hildesheimliche Autorin steuerte ein Gedicht zu der geplanten Lyrikanthologie bei, deren Erlöse für die Flüchtlingshilfe bestimmt ist. Wer ebenfalls mithelfen will - ob als Schreiber oder als Leser - findet nähere Informationen unter www.sternenblick.org.
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Petra Hartmann veröffentlicht "Zahltag"
Mit ihrer Story "Zahltag" ist Petra Hartmann in der Anthologie "Kinder der Sonnenfinsternis" der Autorenvereinigung Geschichtenweber vertreten. Die Geschichte ist der düsteren Phantastik zuzurechnen und erzählt von einem Jungen, der kurz nach der Sonnenfinsternis 1999 geboren wurde und über eine seltsame Begabung verfügt. Er ist nicht der einzige Jugendliche dieser Art, und Behörden sowie private Wirtschaftsunternehmen machen Jagd auf die Begabten.
"Kinder der Sonnenfinsternis" erscheint als Taschenbuch im UlrichBurgerVerlag. Erstverkaufstag ist der Buchmessesamstag, 17. Oktober.
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Neu auf dem Youtube-Kanal der Hildesheimlichen Autoren
High Noon - Septemberausgabe: Elviera Kensche stellt ihr neues Buch "Was wird denn hier gespielt?":
Szenische Lesung bei Decius am 22. September: Peter Herelds Version der Gründungslegende der Stadt Hildesheim: "Es war einmal vor 1200 Jahren ..."
Szenische Lesung bei Decius am 22. September: Altje Hornburgs Geschichte "Ein Gespräch in Hildesheim":
Szenische Lesung bei Decius am 22. September: Bernward Schneiders HIldesheimer Kriminalgeschichte "Im Dunkeln":
https://youtu.be/an_4uJRTdK0
Lesung im Michaeliscafé vom 13. Oktober: Petra Hartmann liest aus ihrer Novelle "Timur":
https://youtu.be/Ry2qPkzl7Ro
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Termine
Dienstag, 20. Oktober: Mitgliederversammlung. Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.
Montag, 2. November: Lesung in der Salze-Klinik, Bad Salzdetfurth. Mit Altje Hornburg und Petra Hartmann. Beginn: 19 Uhr.
Dienstag, 10. November: Bernward Schneider liest aus seinem Hildesheim-Krimi "Unterm Galgenberg". Michaelis Weltcafé, Langer Hagen 36, Hildesheim. Beginn: 18 Uhr.
Samstag, 21. November: High Noon auf Radio Tonkuhle. Beginn: 12 Uhr.
© Petra Hartmann
Na, werdet ihr euch heute Nacht die totale Mondfinsternis anschaun? Der blutrote Mond ist ein Phänomen, das man in Deutschland zuletzt 1982 beobachten konnte, und muss ein sehr eindrucksvolles Schauspiel sein.
Da die "totale Phase" erst nach 4 Uhr morgens beginnt, gebe ich euch hier noch etwas Lesestoff für die lange Nacht. Immerhin spielt der "blutige Mond" in meiner Novelle "Timur" eine nicht unwesentliche Rolle. Also, viel Vergnügen mit der Leseprobe aus meiner schaurigen Geschichte aus dem Land der Küstennebel, der schwarzen Dämonenpferde und des riesigen Blutmonds.
Erstes Kapitel
„Sie schlang um ihn die Arme
und gab ihn nie wieder her.
'Da, wo du hingehst, da will auch ich sein!'˜
Und sprang mit ihm ins Meer.“
Längst war das alte Lied verklungen. Doch Thia saß noch immer am Turmfenster, den Kopf aufgestützt, den Blick in die dunklen Weiten der Sturmnacht verloren. Blass war sie. Ein zartes, zierliches Kind von nicht einmal vierzehn Sommern. Doch die Geisterstimmen, die im Sturm ihren Namen greinten, schienen schon seit Jahrhunderten auf sie zu warten. Auf sie und ... Sie wusste es nicht.
Der Blick auf die Wolkenfetzen, die vor der blutigen Mondscheibe wie schwarze Dämonenpferde vorüberhuschten, ließ ihr Herz schneller pochen, dunkelglühend schoss ihr das Blut durch die Adern, färbte ihr helles Gesicht mit Fieberglut und ließ ihre schwarzen Augen im Widerschein des Mondes unheimlich aufglänzen.
Irgendwo dort draußen, irgendwo in den Dämonenwolken und Geisterstimmen mochte die Antwort liegen, die Antwort auf die unbestimmten, drängenden Fragen, die ihr die Brust eng machten und ihr das Herz im Leibe zusammenpressten. Irgendwo, irgendwann. Im Schatten eines Traumes, im Licht einer erloschenen Kerze †¦
„Prinzessin?“
Das Mädchen sah ängstlich zu ihr hinüber. Doch sie regte sich noch immer nicht. Einzig ihre Schultern bebten.
„Prinzessin, ist Euch nicht wohl?“
Das Mädchen ließ die Harfe sinken. Unsicher trat es näher und strich sich den geflickten Kittel glatt. Ein Bettlerkind mit hübscher Stimme und gefälligem Gesicht, wie es viele gab. Ein Spielzeug, das der alte König seiner einzigen Tochter geschenkt hatte, nicht das erste, nicht das letzte, schon gar nichts Besonderes. Doch das Lied des Mädchens hatte eine Saite tief im Innern Thias angeschlagen, hatte eine Wunde berührt, so alt, dass die Prinzessin nicht einmal wissen konnte, was dort in ihr antwortete, was dort widerklang unter den Tönen der alten Ballade, die sie doch wahrhaftig schon kannte, von Kindesbeinen an kannte und niemals auch nur mit einem ernsteren Gedanken gestreift hatte.
„Soll ich ein anderes Lied spielen? Etwas Lustiges vielleicht? Ich könnte Euch die Bauernhochzeit von Kuu-lay singen oder vielleicht ...“
„Nein.“
Thia senkte den Kopf. Mühsam beherrscht trat sie vom Fenster zurück. Noch immer glühten Wangen und Augen ihr wie von einem unheimlichen Fieber, doch die Lippen waren bleich und zitterten.
„Es ist gut, Kind“, sagte sie tonlos. Sie hielt sich aufrecht, sehr aufrecht, wie ein schlanker, weißer Birkenstamm im Herbststurm, ein Baum, dem der Wind das Laub durcheinanderwirbelt und der sich doch bei jedem Atemholen des Sturms wieder erhob. „Du kannst nach Hause gehen.“
„Aber ...“
„Es ist gut, Kind!“, wiederholte sie eine Spur schärfer.
Das Mädchen fuhr zusammen. Es knickste artig und trat vor ihr zurück. Rückwärts huschte es zur Tür davon, klein und verloren wie ein junger grauer Vogel, der aus dem Nest gefallen war.
„Es ist gut, Kind“, flüsterte Thia sanft, erschrocken über den eigenen Tonfall und die Angst des Mädchens. „Geh nach Hause und grüß deine Großmutter von mir. Ich will nach dir schicken, wenn mir wieder nach Gesang zumute ist. Es ist gut.“
Dass das Mädchen die Tür hinter sich zuzog und ging, nahm sie nicht mehr wahr. Sie sank auf das Bett nieder und vergrub ihr Gesicht in den Händen. Ihre Schultern bebten noch immer. Tränen rannen ihr über die Wangen, tropften zwischen ihren Fingern hervor auf ihr Kleid, sie spürte es kaum. Nur das heftige Schlagen ihres Herzens schmerzte.
Was war nur los mit ihr? Das dumme alte Lied, die schwarze Sturmnacht und der Mond, der wie ein blutiges Eisen zum Fenster hineinschien, wie konnte all dies ihr die Brust so eng machen? Sie atmete tief durch. Langsam und ruhig sog sie die Luft ein und stieß sie wieder aus. Einmal, zweimal, ein drittes Mal.
Nur ein Lied, flüsterte sie sich selbst beruhigend zu. Nur der dumme alte rote Blutmond über dem Turm und der Sturm, der in den Klippen heulte. Geistergeschichten waren etwas für kleine Kinder. Gewiss nicht für die Tochter des ruhmreichen Ermar. Sie musste sich schämen vor allen Königen und Kriegsfürsten ihres Geschlechts, die die Klippen von Norderland schon seit Jahrhunderten beherrschten.
Sturmgeister, Wolkengeister, Nebelgeister ... Schwächlinge und Verräter mochten an die Dämonen glauben, die auf schwarzen Pferden über den Himmel rauschten. Untreue, Verrat und Mord, davon mochten die Stimmen heulen und krächzen in den Ohren derer, die es etwas anging.
Zornig schüttelte sie den Kopf. Sie ballte die Hände zu Fäusten und bemerkte verbittert, dass ihre Finger nass waren. Mit dem Handrücken fuhr sie sich über die Augen und wischte die Tränen fort. Ihr Pulsschlag hatte sich wieder ein wenig beruhigt. Sie biss die Zähne zusammen. Gleichmütig trat sie zurück ans Fenster und sah hinaus.
Der Mond hatte inzwischen eine dunkelgoldene Farbe angenommen und blickte wie ein verwirrter, wunderlicher Greis durch zerschlissene Wolkenvorhänge. Unter ihr donnerten Flut und Wrackholz gegen die Klippen, wie sie es seit Jahrhunderten taten im Königreich ihres Geschlechts.
Ihre Haltung straffte sich. Nein, Ermars einzige Tochter kannte keine Furcht. Im ganzen Klippenland gab es nichts, das sie in Angst versetzen konnte. Und das andere, das nicht Angst war, was immer es sein mochte, sie würde ihm begegnen, wie es der Tochter Ermars würdig war.
Ein Klopfen an der Tür ließ sie zusammenfahren. Rasch strich sie sich die Haarsträhnen aus dem Gesicht und zupfte ihr Kleid zurecht. Vergebens. Ermar, der alte König der Klippenburg, brauchte sie nur anzusehen, um zu erkennen, dass sie geweint hatte. Erschrocken fuhr er zurück beim Anblick seiner Tochter. Dann trat er auf sie zu und nahm sie sanft in den Arm.
„Was ist los mit dir, mein Kleines?“, fragte er besorgt. „Du zitterst ja am ganzen Leibe.“ Seine Hand strich ihr sanft über die Wange und wischte eine verirrte Träne fort. „Du hast geweint?“
„Ach“, schnaubte Thia trotzig. Sie war kein kleines Kind mehr. Entschlossen schob sie seine Hand beiseite und befreite sich aus seinen Armen. Dabei, wisperte eine dünne Stimme in ihrem Herzen, dabei hätte sie gerade jetzt jemanden gebraucht, der sie im Arm hielte. Weich und warm, wie es ihr Vater einst getan hatte auf den gemeinsamen Ausritten, als sie noch ein Kind war und die klammen Nebelfinger nach ihr greifen wollten. Laut sagte sie: „Es ist nichts, Vater. Nur eine dumme Stimmung des Augenblicks.“
Ermar blickte sie besorgt an. „Was ist passiert, Kind?“
„Nichts. Es ist wirklich nichts. Das Mädchen hat ein dummes Lied gespielt, irgendetwas mit Herzschmerz und Tod, du weißt ja selbst, was die Mädchen aus dem Dorf manchmal für dummes Zeug singen den lieben langen Tag. Und ich war so dumm, da hab ich halt geweint.“
Sie schnaubte erneut vor Empörung und funkelte ihn aus tränenverschleierten Augen an.
„Und das war wirklich schon alles?“, fragte der alte König zweifelnd.
„Das war alles. Es war nichts.“
Sie lauschte in sich hinein, ob die Stimmen sich erneut regen würden. Doch es blieb stumm in ihr. Nur der Sturm rüttelte an den Fensterläden. Eine einsame Möwe schrie. Die Brandung brüllte. Es
war nichts.
„Du solltest keine traurigen Lieder hören, mein Kind“, sagte der alte König. Er strich ihr sanft übers Haar. „Ich ertrage es nicht, wenn du weinst. Versprich mir, dass du es nicht wieder tust.“
Thia senkte stumm die Augenlider.
„Und um das Mädchen werde ich mich kümmern“, krächzte der Alte heiser. „Sie wird nicht wiederkommen und dich mit ihren dummen Liedern belästigen.“
„Aber sie hat doch nur ...“
„Nein, lass es gut sein. Ich dulde es nicht, dass jemand meinem Augenstern wehtut. Unten im Dorf sollen sie jetzt einen Jungen haben, der spielt Flöte. Und er hat zwei zahme Murmeltiere, die tanzen dazu. Würdest du das gern sehen, Thia?“
„Vater, ich bin ...“
... kein Kind mehr, wollte sie sagen.
Doch der alte König fuhr unbeeindruckt fort, begeistert von seinem Gedanken: „Ja, das ist etwas für dich, darüber wirst du lachen und dich freuen, mein gutes, liebes Kind. Ich lasse ihn dir gleich morgen früh rufen. Dann sollst du einmal wieder richtig lachen, kleine Thia.“
Er schob sie nachdrücklich ins Bett und deckte sie mit einer warmen Decke zu. Als er sich vorbeugte und ihr einen Gutenachtkuss auf die Stirn gab, kitzelten sein Bart und seine Haare auf ihrem Gesicht. „Träum was Schönes“, flüsterte er.
Er schloss die Fensterläden. Nun konnten der dumme Mond und die dummen Dämonenpferde seiner Tochter nicht mehr die Ruhe rauben. Leise schlich er zur Tür. Im Türrahmen zögerte er. Er drehte sich noch einmal um und blickte mit feucht glänzenden Augen auf seine einzige Tochter.
„Ich liebe dich, Thia“, flüsterte er.
„Ich dich auch, Vater“, sagte sie leise.
Dann schloss er die Tür hinter sich.
Eine Weile stand er sinnend da und lauschte auf die Atemzüge seiner Tochter. Es schien, als habe sich die Prinzessin beruhigt. Ruhige und tiefe Atemzüge wie die einer jungen Frau, die reinen Gewissens im Schlaf lag.
Dann straffte sich der Rücken des Königs. Mit energischen Schritten marschierte Ermar auf die Treppe zu, stieg hastig die Stufen hinunter und rief, schon bevor er den Fuß der Treppe erreichte, nach den Wachen.
Drei Gepanzerte, angeführt von einem vierten in schwarzem Eisen gewappneten Hünen, eilten herbei und pflanzten ihre Hellebarden vor ihm auf.
„Zu Diensten, mein König“, klang der tiefe Brummbass des Hünen unter dem schwarzen Helm hervor.
„Das Mädchen?“
„Im Kerker, wie Ihr befohlen habt.“
„Tötet sie.“
„Zu Befehl, mein König.“
Mit festem Schritt marschierten die Wachen davon.
Der König blieb allein zurück.
Draußen heulte der Wind um den schwarzen Turm.
Aus:
Petra Hartmann: Timur. Novelle. Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.
Taschenbuch, 136 S., erhältlich für Euro 9,95 beim Verlag Saphir im Stahl.
eBook erhältlich für Euro 4,99, unter anderem bei Amazon.
© Petra Hartmann
Ein weiteres Dokument zur Entstehung meines Romans "Freiheitsschwingen": Es geht um den Schriftsteller Theodor Mundt und seine geplatzte Antrittsvorlesung, die in den "Freiheitsschwingen" eine kleine, aber wichtige Rolle spielt. Meine Heldin ist Augenzeugin, als Mundts Universitätskarriere vor dem Start beendet wird. Hier ein Text, in dem ich die Hintergründe anhand seines Buchs "Madonna" näher untersucht habe.
Vor einigen Jahren habe ich ein paar Vorträge über Zensur zur Zeit des Vormärz und des Jungen Deutschlands gehalten und mich dabei vor allem auf Theodor Mundt und seinen Roman "Madonna" fokussiert. Erstmals habe ich über Mundts "Madonna" im "Literarischen Salon" an der Uni Hannover gesprochen, das war 1991, und ich versuchte damals, meine Kommilitonen für "Die beiden spannendsten Jahre im Leben Theodor Mundts" zu begeistern. Später hielt ich meinen Mundt-Vortrag, jeweils in überarbeiteter Form, zweimal beim Förderverein Rudolf von Bennigsen. Teile davon sind auch in meine Doktorarbeit eingeflosssen, die 2003 unter dem Titel "Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll" veröffentlicht wurden.
Hier also mein Mundt-Vortrag aus den "Nuller Jahren" in der bislang letzten Form und noch in alter deutscher Rechtschreibung. Viel Vergnügen damit!
"Ich will mir selbst etwas blasen! Jetzt fange ich an, es zu glauben, daß von einer allgemeinen Tonlosigkeit dies unser Zeitalter ergriffen sein muß, denn auch die deutschen Postillons lassen jetzt ihr schmetterndes Mundstück ungenutzt und schläfrig herunterhängen, und jeder sagt mir mißmuthig, ihm sei das Horn verstopft. Auf meiner ganzen Reise durch Deutschland habe ich noch keinen vernünftigen Schwager gehabt, der mir und dem lauschenden Waldecho ein lustiges herzerfrischendes Trarara! Trara! Trara! zum Besten gegeben hätte. Ihnen ist das Horn verstopft. Und ein Postillon ist doch kein deutscher Schriftsteller. Wovor fürchten sich denn die Postillons? Ist es die Censur? Sind es die großen demagogischen Untersuchungen? Mein Gott, ich will mir selbst etwas blasen!"
(Theodor Mundt: Madonna. Unterhaltungen mit einer Heiligen. Leipzig, 1835. S. 1.)
Der junge Mann, der hier so fröhlich auf dem Postwagen sitzt und ins Horn stößt, ahnt nicht, dass diese „Posthornsymphonie“ ihm wenige Monate später seine Universitätskarriere ruinieren wird. Und er weiß auch noch nicht, dass ihn der Deutsche Bundestag für das Buch, aus dem diese Sätze stammen, zum verbotenen Schriftsteller erklären wird, der nie wieder in seinem Leben einen Text veröffentlichen darf.
„Wie bitte?“ werden Sie fragen. „Ein harmloses, etwas überspannt klingendes Trarara vom durch die Lande rumpelnden Postwagen herabgeschmettert - dafür kann man doch nicht verboten werden.“
Aber wir schreiben das Jahr 1835, der Mann mit dem Posthorn ist der Schriftsteller Theodor Mundt, und der deutsche Bundestag hatte zu dieser Zeit nur den Namen mit dem Gremium gemein, das wir heutzutage als Bundestag bezeichnen.
Theodor Mundt hatte geschrieben: „Wovor fürchten sich denn die Postillons? Ist es die Censur?“ Es gab im Jahr 1835 keine harmlosen Sätze, die das Wort „Censur“ enthielten. Der junge Reiseschriftsteller hatte den Namen des Teufels ausgesprochen - und er kam.
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Theodor Mundt, Jahrgang 1808, wuchs auf in einer Zeit, die wir heute als „Vormärz“ bezeichnen. Also in den Jahrzehnten vor der so genannten Märzrevolution des Jahres 1848, nach der in der Frankfurter Paulskirche erstmals ein frei gewähltes deutsches Parlament zusammentrat. Im Paulskirchenparlament 1848/49 wurden für die Bewohner der deutschen Staaten auch die Grundrechte formuliert. Rechte, wie sie uns heute selbstverständlich vorkommen. Darunter das Recht auf die Gleichheit vor dem Gestz und vor allem das Recht, die eigene Meinung frei zu äußern und sie in Wort und Schrift zu veröffentlichen.
Zu der Zeit, als Theodor Mundts Reiseroman „Madonna“ erschien, konnten die deutschen Schriftsteller und Journalisten von unser heutigen Meinungs- und Pressefreiheit nur träumen. Sie konnten auch von einem Staat namens „Deutschland nur träumen, denn statt eines einheitlichen Staatsgebildes gab es auf der damaligen Landkarte einen bunten Flickenteppich aus knapp 40 mehr oder weniger bedeutenden Kleinstaaten, von denen nur Preußen und Österreich als die beiden größten und vielleicht noch Bayern und Hannover überhaupt ein gewisses außenpolitisches Gewicht hatten.
Fast allen diesen Staaten aber war gemeinsam, dass sie von einem König oder Fürsten mehr oder weniger autoritär regiert wurden und dass der gemeine Mann in der Politik nichts zu melden hatte. Kritik am Herrscher war tabu, Kritik an der Kirche ebenfalls, der Bürger hatte seine Steuern zu zahlen und ansonsten die Klappe zu halten.
Allen diesen kleinen souveränen und zum Teil absolutistisch regierten Ländern war noch etwas weiteres gemeinsam: Sie besaßen eine „Zensurbehörde“. Das war ein Amt, in dem jeder, der etwas drucken lassen wollte, sein Werk vorzuzeigen hatte und um Genehmigung bitten musste.
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Das Institut der Zensur ist schon sehr alt in den deutschen Ländern. Doch seit 1819 sind die Karlsbader Beschlüsse in Kraft, die den Umgang der Behörde mit Druckerzeugnissen extrem verschärft haben.
Das Amt für Zensur hatte sich auch beileibe nicht nur mit politischen Schriften auseinander zu setzen, die möglicherweise den herrschenden Fürstenhaus unbequem sein könnten. Sondern es ging wirklich um alles, was in die Druckerpresse sollte: Chinesische Grammatiken, Liebesromane, Eintrittsbillets, Fahrkarten, Skatblätter, Speisepläne, Gebrausanweisungen, Fahrpläne, Anatomische Lehrbücher, gedruckte Einladungen oder Glückwunschkarten, Lyrikbände, Homerübersetzungen, Bastelbögen, Reiseführer, Lexika, Adressenverzeichnisse, Stadtpläne ... Und der Beamte nahm dann seinen Rotstift und strich alles irgendwie missliebige aus. Im Druck standen dann meist an den Stellen Gedankenstriche.
Gestrichen wurden dabei: Politisch anstößiges, Erotisches, kritische Bemerkungen über die Kirche oder die Religion, persönliche Beleidigungen und meistens auch alle Äußerungen über die Einrichtung der Zensur selbst.
Wozu das alles? Nun, seit der Französischen Revolution von 1789 ging die Angst um unter den Herrschern. Auf diese Weise sollte verhindert werden, dass das Volk auf die Idee kam zu rebellieren. Und gerade erst - im Jahr 1832 - hatte es im Nachbarland Frankreich mit der Julirevolution eine Neuauflage von „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit gegeben. Die Regierungen waren also hypernervös, die Zensoren in Alarmstimmung, und die jungen Schriftsteller freiheitsbegeistert und ständig dabei, ihre Grenzen auszutesten.
Ein Schlupfloch gab es, der Vorzensur zu entkommen: Von der Pflicht, sein Buch dem Zensor vorzulegen, war der Auto entbunden, wenn seine Schrift mehr als 20 Druckbogen umfasste. Ein Druckbogen sind 16 Seiten. Wer also ein Buch mit mehr als 320 Seiten schrieb, der konnte darin zunächst einmal alles sagen, was er wollte. Er durfte über Freiheit schreiben, über Wahlrecht, über die Gleichberechtigung der Frauen und Juden, über die Verschwendungssucht seines Landesherrn, über ungerechte Gesetze, über Sex, es war der Behörde egal. Jenseits der 320-Seiten-Schallmauer lag die große Meinungsfreiheit.
„Man verbietet, mit Schrot zu schießen, aber man erlaubt das Schießen mit Kanonen“, spottete der Journalist und Schriftsteller Ludwig Börne. Aber aus der Sicht der Behörden war diese Regel durchaus sinnvoll und logisch.
Ein Flugblatt war gefährlich. Ein dünnes politisches Programm. Eine kleine Kampfschrift gegen eine neue Steuer. Da kann es schnell passieren, dass die Volksseele überkocht, und plötzlich finden sich ein paar Weber, Bauern und Fischhändlerinnen zusammen und spielen Französische Revolution. Aber, du liebe Zeit, wer liest denn schon 320 Seiten dicke Bücher? Ein paar verstaubte Professoren und Studierstubengelehrte, die sitzen dann einsam sechs Treppen hoch in ihrer einsamen Spitzweg-Dachkammer, und wenn sie nach der Lektüre des Buches ganz doll erregt sind, dann setzen sie sich hin und schreiben ein neues Buch, das erscheint dann ein bis zwei Jahre später und hat ebenfalls mehr als 320 Seiten. Aber von solchen harmlosen, weltfremden Spinnern macht natürlich niemand eine Revolution. Gefährlich war allein die Masse. Und deren Lektüre wurde kontrolliert. Das hat seit 1819 auch recht gut funktioniert.
Bis zu dem Zeitpunkt, als eine neue Dichtergeneration die Augen aufschlug. Heinrich Heine stieg am Literaturhimmel auf, in Frankfurt machte der Journalist Ludwig Börne von sich reden. Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Ludolf Wienbarg und Theodor Mundt, die man später in Literaturgeschichten unter dem Namen „Das junge Deutschland“ zusammenfassen wird, machten eine Entdeckung: Sie fanden heraus, wie man auch ganz normale und weniger gebildete, also weniger kleidensfähige Leser über 320 Seiten bei der Stange hält.
Sie entwickelten einen völlig neuen Schreibstil, spickten ihre Texte mit Wortspielen, kühnen Metaphern und witzigen Anekdoten, schoben zwischenzwei kurzen politischen Absätzen mal eben eine fast pornografische Liebesszene ein und - was die Behörden bis zur Weißglut reizte - sie begannen, mit der Zensur zu spielen.
Plötzlich ist es nicht mehr nur ein pflichtbewusster Beamter, der Wörter und Sätze ausstreicht. Plötzlich setzen die Autoren selbst an den spannendsten Stellen ihre eigenen schwarzen Zensurlücken-Gedankenstriche und nehmen die Arbeit der Behörde ironisch vorweg. Einen der einprägsamsten Texte über das Thema Literaturzensur hat Heinrich Heine im 12. Kapitel von „Ideen. Das Buch le Grand“ geschrieben:
Die deutschen Zensoren - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - Dummköpfe - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - .
Ludwig Börne, der seine Kritik an den politischen Zuständen in Theaterkritiken zwischen den Zeilen ins Publikum schmuggelte, oder doppeldeutige Buchbesprechungen verfasste, schrieb in einer Rezension eines politischen Buches zum Beispiel frech: „Dass dieses Buch gut ist, kann ich leichter behaupten als beweisen. Denn das Buch hat mehr als 20 Bogen - und meine Zeitschrift weniger."
Können Sie sich einen triumphierenderen Titel vorstellen als den Namen, den Georg Herwegh für eine Aufsatzsammlung fand: „21 Bogen aus der Schweiz“? Mehr Freiheit auf einem Buchdeckel anzukündigen ist eigentlich kaum möglich.
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Als Theodor Mundt Anfang im Sommer 1835 seinen Roman „Madonna. Unterhaltungen mit einer Heiligen“ veröffentlichte, waren die Behörden bereits extrem gereizt. Sie witterten ein Komplott der Schriftsteller. Und der junge Theodor Mundt, der bereits durch einige politische Schriften von sich reden gemacht hatte, was ein Autor, auf den sie ein besonderes Augenmerk gerichtet hatten.
Mundts Buch ist 436 Seiten dick, musste also vor dem Druck nicht durch die Zensur. Aber was genau ist das eigentlich für ein Buch, und mit welcher Technik hält Mundt seine Leser wach?
Modern gesprochen betreibt Mundt „Literarisches Zapping“. Der äußere Rahmen ist eine Reisebeschreibung. Ein namentlich nicht genannter Ich-Erzähler ist unterwegs nach Prag und schildert seine Reiseeindrücke. Die Reisebeschreibung war ein beliebtes Genre der jungdeutschen Schriftsteller. Schließlich kann man unterwegs über Gott und die Welt plaudern und so ziemlich jedes Thema anschneiden. Und so ist auch Mundts Buch eher ein Literatur-Mix. Es finden sich darin eine Liebesgeschichte, mehrere Briefe mit Kunstschilderungen und Geschichtstheorien, eine historische Novelle, Angriffe auf Kirche, Adel und auf eine verklemmte Sexualmoral, ein Loblied auf Casanova und eine Literaturtheorie des „Nicht-Romans“.
Im Nachwort schreibt Mundt daher mit gespielt biederer Philologenverzweiflung:
"Und ihr Richter, wie wollt ihr dies Buch taufen, da es doch nun einmal ein christlich erzeugtes Buch ist, und als solches, wie jedes gute Kind, Namen und Taufe zu erhalten verdient? Wollt ihr ihm die Nothtaufe eines Romans geben, es mit dem Unschuldsnamen der Novelle benennen? Helft mir bei Zeiten aus dieser Verlegenheit da der Setzer stündlich auf das Titelblatt wartet! Oder besser, wir zerbrechen uns lieber alle durchaus nicht den Kopf damit. Ich erkläre mit feierlicher Resignation, daß es eigentlich gar kein Buch ist, das ich herausgebe, sondern bloß ein, Stück Leben, das sich, wie Schlangenhäutung, auf diesen zerstreuten Blättern abgelöst hat. Macht also nicht so viele Umstände mit einem Stück Leben! Seht zu, ob ihr es brauchen könnt, ob nicht, und taugt es euch zu keinem Dinge, so laßt es laufen, wie einen jungen Menschen, mit dem sich vor der Hand noch nichts Solides anfangen läßt. Laßt es laufen, laßt es laufen! Es läuft gern, denn es liebt die Bewegung!
Ja, wollt ihr ihm durchaus einen Büchernamen geben, so nennt es ein Buch der Bewegung! Nicht bloß, weil es der vagabundirende Verfasser auf Reisen geschrieben hat, sondern weil wirklich alle Schriften, die unter der Atmosphäre dieser Zeit geboren werden, wie Reisebücher, Wanderbücher, Bewegungsbücher aussehen. Die neueste Aesthetik wird sich daher gewöhnen müssen, diesen Terminus ordentlich in Form Rechtens in ihre Theorieen und Systeme aufzunehmen. Die Zeit befindet sich auf Reisen, sie hat große Wanderungen vor, und holt aus, als wollte sie noch unermeßliche Berge überschreiten, ehe sie wieder Hütten bauen wird in der Ruhe eines glücklichen Thals. Noch gar nicht absehen lassen sich die Schritte ihrer befriedigungslosen Bewegung, wohin sie dieselben endlich tragen wird, und wir Alle setzen unser Leben ein an ihre Bewegung, die von Zukunft trunken scheint. Und daher das Unvollendete dieser Bewegungsbücher, weil sie noch bloß von Zukunft trunken sind, und keiner Gegenwart voll!"
(Theodor Mundt: Madonna. S. 433f)
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Werfen wir noch einige weitere in das Buch „Madonna“. Das Eingangskapitel, die „Posthornsymphonie“ hatten wir bereits gestreift. Es folgt eine Beschreibung des böhmischen Landes, allerdings unter der Maßgabe: „Schöne Gegenden werde ich nie beschreiben - die Zeit und ich, wir sind zu unruhig dazu.“
Es soll um Menschen gehen, um Politik, Geschichte und Lebensphilosophie. Daher ist auch anlässlich eines Besuches auf dem Schloss Dux eine lange Laudatio auf Casanova und seine Lebensweise eingefügt, die allein schon jedem Zensor die Schamesröte in die Bleistiftspitze treiben konnte. Und dann, endlich, begegnen wir der Titelfigur, dem böhmischen Mädchen Maria, vom Reiseschriftsteller als eine „weltliche Heilige“ bezeichnet.
Maria ist fromm, sehr fromm. Aber zugleich auch voller Weltliebe. Von ihrem Vater, einem bigotten alten Schulmeister unterdrückt und an religiöse Formen gefesselt, versauert sie hinter den böhmischen Bergen und träumt von der Welt. Maria und der Reiseschriftsteller schließen, da sie sich von Anfang an als verwandte Seelen erkennen, einen Pakt. Der Schriftsteller schreibt ihr Briefe von seinen Fahrten, und Maria bittet ihn ausdrücklich darum, ihr von der Welt zu schreiben und ihr auch die verbotenen Stellen darin mit sympathetischer Tinte zu zeichnen.
Hier mal eine der „verbotenen Stellen“, Mundt spielt mit der Betonung des Wortes "Damals“:
"Denn diese Mächte [Preußen und Österreich, P.H.] hatten schon nach der Schlacht bei Culm am 30. August 1813 ihre Hauptquartiere nacht Teplitz verlegt, um es für die vielen Bedrängnisse, welche diese Stadt erlitten, zu entschädigen, und unterzeichneten im September desselben Jahres jene Allianz-Tractate, die damals für die Befreiung Deutschlands von so großen Folgen wurden. Und ich bin wahrhaftig unschuldig daran, wenn hier jemand einfallen sollte, den Ton auf Damals zu legen. Was in aller Welt geht mich die Betonung meiner Sätze an. In diesem accentlosen deutschen Leben habe ich längst den Muth verloren, auf die rechte Stelle den Ton zu setzen, wo ich wohl möchte. Die Lehre, mit Accent und Nachdruck zu sprechen, ist eine gefährliche Wissenschaft, und sie wird Einem abgewöhnt in der Spießbürgerprosa unserer Redefreiheit. Ein mattes Leben, seine Aussprache ohne Accente! Da kann kein Schulmeister helfen!"
(Madonna, S. 154f)
Maria schickt ihm im Gegenzug ihre Lebensgeschichte. Und während sie von ihm aus Prag drei Briefe mit dem zensorenalarmierenden Titel „Katholizismus, Legitimität, Wiedereinsetzung des Fleisches“ erhält, schickt sie ihm im Tausch die „Bekenntnisse einer weltlichen Seele“.
"So wenig hat wohl nie ein Kind von sich selbst gewußt, als ich bis in mein neuntes Jahr. Frühere Erinnerungen sind mir fast gar nicht übrig geblieben, und nur eines einzigen bestimmten Gefühls erinnere ich mich sehr deutlich. Dies war, daß mich Vater und Mutter gar nicht liebten, und mir nie ein Vergnügen machten. Und noch eine Aeußerung ist mir im Gedächtniß geblieben, denn welches Mädchen würde so etwas nicht behalten? Nämlich, daß einst der Pfarrer uneres Orts sagte, er habe noch nie ein Kind so hübsch lachen gesehn, wie mich. Es ist seltsam, daß manches Wort, das wir als Kind in der ungewissen Dämmerung unserer Sinne nur wie aus weiter Ferne über uns hören, wie ein Blitz in uns einschlägt, und, ich glaube, noch auf dem Sterbebette uns wieder einfallen kann. Diese Aeußerung, daß ich hübsch lachen konnte, habe ich nie vergessen. Ich muß also doch schon auf meine eigene Hand viel gelacht haben, ungeachtet mir meine harten Eltern nie Vergnügen machten. Aber der freundliche Pfarrherr schenkte mir auch ein Rothkehlchen, das ich sehr lieb hatte, mit dem ich viel sprach und mich freute. Es durfte auch nicht oft aus der Stube gehen, sowie ich, und mußte sich in seinen jungen Tagen damit abgeben, Fliegen zu fangen, sowie ich Sorgen. Ich half ihm redlich Fliegen fangen, und es half mir seinerseits, durch seine possirlichen Sprünge, über die ich herzlich lachen mußte, mir die Sorgen zu verscheuchen. Nur die Dummheit konnte ich ihm nie vergeben, daß er sich die Flügel hatte stutzen lassen, und wenn ich ihn mir auf die Hand stellte, und ihn vor mir aufrichtete, setzte ich ihn ordentlich deshalb zur Rede. Hätte ich Flügel, dachte ich, nie sollten sie mir die stutzen. Ich flöge gerade mitten ins Leben hinein, über alle die finstern böhmischen Berge hinweg, hinter denen ich geboren bin. Aber das Rothkehlchen wetzte sich den Schnabel, und schien sich mit seinen grellen närrischen Augen über mich lustig zu machen.
Ich hatte, ich weiß nicht mehr wo, etwas vom Leben gehört oder in meiner Bilderfibel gelesen, denn ich konnte schon lesen. Ich stellte mir unter diesem räthselhaften Worte etwas vor, das weder in meinem böhmischen Dorfe zu Hause ist, noch von dem Vater oder Mutter eine Ahnung hätten. Etwas ganz außerordentlich Liebreiches und Angenehmes, das hinter den Bergen zu haben wäre. Nie ging ich ins Bett, ohne beim Abendgebet daran zu denken, und jedesmal bat ich den lieben Gott von ganzem Herzen um Leben. So that ich in meinem thörichten Sinn auch beim Morgengebet. Mein Vater durfte nichts davon wissen, weil er mich sonst geschlagen hätte. Freilich wußte ich auch selbst nicht, um was ich bat, aber es war mir doch unbeschreiblich süß, immer auf ein so ahnungsvolles Wort meine Hoffnung zu setzen. Es war wie eine geheime Liebschaft, welche die Kinderseele mit der Zukunft führte, und oft jauchzte es in mir auf, wenn ich mir lebhaft vorstellte, was Alles hinter den Bergen sein müsse. Entweder hinter dem großen Milleschauer oder dem ernsten Erzgebirge dachte ich mir das Leben verborgen. Ich stand oft stundenlang, und wartete ab, bis die Sonnenscheibe hinter diesen Berggipfeln untersank.
So stand ich auch einstmals am Fenster, als ich plötzlich hinter mir die Worte hörte, daß ich nach Dresden solle. Ich sah mich erschrocken um, und die Thränen stürzten mir vor Ueberraschung aus den Augen. Der Vater hatte einen Brief in der Hand, und die Mutter sah ihm, mit lang vorgestrecktem Hals, lesend über die Schulter. Endlich erfuhr ich, daß eine reiche Tante in Dresden mich als ihr Kind anzunehmen wünsche, und daß sich nichts Vortheilhafteres für mein Glück finden lassen könne. Ich hörte zum ersten Mal etwas von Dresden, und fragte, indem alle Sehnsucht in mir losbrach, ob es hinter dem Milleschauer liege, wo auch das Leben sei? Dann wolle ich mit Freuden hingehn. Ich wurde über meinen Vorwitz ausgescholten, und nur die Mutter, die etwas milder war, lächelte, und nahm mich auf den Schooß, und machte mir die Zöpfchen zurecht, damit ich hübsch aussähe, wann ich nach Dresden käme. Der Vater ging aus dem Zimmer, um seine Schulstunden abzuhalten, und sagte kein Wort. Ich ließ mir doch im Stillen die Hoffnung nicht nehmen, daß ich in Dresden das Leben finden würde." (Madonna, S. 188ff)
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War die „Madonna“ ein gefährliches Buch? Auf uns heutige wirken die politischen Forderungen wie banale Selbstverständlichkeiten, und die damals als frivol und schlüpfrig empfundenen Szenen könnte man locker im Kinderprogramm der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten senden.
Damals war das anders. Das verrät ein Blick auf die Folgen des Buches. Mundt, der Philosophie studiert und im Jahr 1830 seinen Doktortitel mit einer Arbeit über die Redekunst im antiken Sizilien erworben hatte, wollte eigentlich als Professor an die Universität gehen. In Berlin hatte er bereits Vorlesungen gehalten. Im Jahr 1834 hatte er sich für eine Professur beworben. Er hatte einflussreiche Fürsprecher wie zum Beispiel den Kultusminister von Altenstein. Im Juni 1835 war sein Habilitationsverfahren bereits so gut wie abgeschlossen, und alle Professoren bescheinigten ihm eine „geistreiche Auffassung, lebhafte, aufregende Darstellung und fleißiges Eindringen in den Stoff.“ Bereits im Sommersemester wollte Mundt seine Lehrtätigkeit aufnehmen. Einzig die Antrittsvorlesung stand noch aus und wurde von allen Beteiligten als eine reine Formsache betrachtet ...
Aber am Morgen vor dieser Vorlesung lagen plötzlich Auszüge aus der gerade erschienenen „Madonna“ auf dem Schreibtisch von Universitätsrecktor Heinrich Steffens. Mundts Denunziant hatte dem Rektor hilfsbereit sogar die gefährlichsten Stellen herausgeschrieben. Und Steffens, der es mit der Angst zu tun bekam, ließ in der ersten Panik die Aula der Universität sperren und vertagte die Veranstaltung auf unbestimmte Zeit.
Ich stelle mir die Geschichte immer so vor wie in der Feuerzangenbowle: Studenten scharen sich vor dem Tor, lesen auf einem Schild: „Wegen der Bauarbeiten ist die Aula heute geschlossen“ und gehen achselzuckend wieder weg.
Das Buch wird vom Preußischen Oberzensurkollegium nachträglich verboten. Das war gängige Praxis im Umgang mit Büchern, die die Vorzensur umgangen hatten. Damit konnten Mundt und seine Kollegen und Verleger rechnen. Aber dann passierte etwas, womit Mundt nicht rechnen konnte:
In Stuttgart begann der damalige Literaturpapst Wolfgang Menzel einen Feldzug gegen die „Junge Literatur“. Er warf den bekannteren Autoren der jungen Generation vor, sie seien gottlos und verderben die Jugend. Das war fast wörtlich die Anklage, mit der man in Athen Sokrates zum Tode verurteilt hatte.
Menzels Hauptgegner ist Karl Gutzkow, der zeitgleich mit Mundt seinen Roman „Wally die Zweiflerin“ veröffentlicht hatte. Auch dieses Buch ist ein Gemisch aus Briefen, politischen und theologischen Essays, Novellen und einer Liebesgeschichte. Die „Wally“ erregte einen Literaturskandal, da in einem Kapitel die Titelheldin sich ihrem Geliebten nackt zeigt.
Menzels monatelange Hasstiraden in Zeitungen gegen Gutzkow und seine angeblichen Spießgesellen zeigen langsam Wirkung. Schließlich ergreift Metternich die Initiative. Der österreichische Kanzler ist zu dieser Zeit der einflussreichste Politiker in allen deutschen Staaten. Als der Bundestag - die Versammlung der Abgesandten aller deutschen Landesfürsten - am 10. Dezember 1835 tagt, beschließen die Abgeordneten, reinen Tisch zu machen. Sie verbieten die Autoren Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Heinrich Laube und Ludolf Wienbarg - und weil man gerade so schön dabei ist, kann man im gleichen Atemzug auch mit dem ungeliebten Heinrich Heine abrechnen.
Verboten werden in allen deutschen Staaten alle Werke dieser fünf Autoren und - das ist bisher noch nie vorgekommen - auch alle ihre zukünftigen Werke. Für einen Berufsschriftsteller, der von den Werken seiner Feder leben muss, bedeutet dies das absolute Aus.
Heinrich Laube und Karl Gutzkow haben zusätzlich Gefängnisstrafen zu verbüßen. Wienbarg flüchtet in seine Heimatstadt Altona, die damals noch unter dänischer Herrschaft stand. Er kommt mehr und mehr herunter, ergibt sich schließlich dem Alkohol, verliert am Ende den Verstand und vegetiert die letzten zehn Jahre seines Lebens in einer Irrenanstalt dahin.
Theodor Mundt ist bei dem allen noch am glimpflichsten davongekommen, er ging zunächst auf Reisen nach Frankreich, England und in die Schweiz. Nach einiger Zeit wurden die Verbotsbestimmungen dann auch tatsächlich etwas gelockert. Die Autoren konnten unter verschärfter Spezialzensur wieder veröffentlichen, aber es war vorbei mit der Herrlichkeit des Jungen Deutschlands. Ein Buch wie die Madonna hat Mundt nie wieder schaffen können.
Mehr zum Hintergrund der "Freiheitsschwingen":
Das Hambacher Fest
© Petra Hartmann
Was verbirgt sich hinter dem Tor des Krkt-jinn und warum verliert der Planet Light Lady seine Schwerkraft? Kann die Heimat der Regenbogenkatzen noch gerettet werden? Gibt es das sagenhafte Tier der Unordnung wirklich? Sind die irrsinnigen Prophezeiungen über das Wiedererwachen des unheiligen Urgottes Chthonio möglicherweise doch ernst zu nehmen? Und ist wirklich jeder dem Tod geweiht, der der Wurzel allen Übels begegnet?
Das Universum hat viele Wunder hervorgebracht, aber keines ist größer als das Leben. Ein paar der ungewöhnlichsten Lebewesen aller Welten sind in diesem intergalaktischen Bestiarium zu finden. Thomas Hofmann und Petra Hartmann haben sie aufgespürt.
Buch-Infos:
Das intergalaktische Bestiarium. Text: Petra Hartmann / Zeichnungen: Thomas Hofmann. Neustadt in Sachsen: Edition Dunkelgestirn, Mai 2025. 180 Seiten.
Reichhaltig mit Illustrationen von Thomas Hofmann versehen, zu denen die Texte von Petra Hartmann verfasst wurden. Gebunden in blaues Leinen, mit Leseband, silberner Prägung auf dem Buchrücken und Schutzumschlag. Versehen mit den Signumklischees der Autoren, nummeriert und auf 100 Exemplare limitiert. 32,90 Euro.
Ein Indianer taucht in dem verschlafenen Küstenstädtchen Kitty Hawk auf. Die Witwe Murdoch ist überzeugt, dass der Fremde ein Kundschafter ist und bald seine roten Spießgesellen zum Morden und Plündern mitbringen wird. Doch Junger Adler hat andere Pläne. Er träumt vom Fliegen und wartet auf das Eintreffen zweier verrückter Fahrradhändler.
Karl-May-Fans kennen Junger Adler bereits aus dem Roman Winnetous Erben. Die Vorgeschichte zu diesem Buch wird nun von Petra Hartmann erzählt.
Buch-Infos:
Petra Hartmann: Das Herz des Donnervogels
Band 18, Abenteuer-Roman
Exklusive Sammler-Ausgabe
Seiten: 282
Taschenbuch
VÖ: April 2023
2. Auflage: April 2024.
Künstler: MtP-Art (Mario Heyer)
Künstler (Innenteil): MtP-Art (Mario Heyer)
Preis: 12,95 Euro
Das E-Book ist zum Preis von Euro 3,99 erhältlich.
Unter anderem bei Amazon
oder direkt beim Blitz-Verlag.
Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Widar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus ...
Es ist eine schaurige Welt, in der sich die junge Walküre behaupten muss. Doch Valkrys wäre keine echte Falkin, wenn sie einem Kampf aus dem Weg gehen würde. Todesmutig und mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor stürzt sie sich in die Begegnungen mit Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfen, Berserkern, Hexen, Meerungeheuern und dem furchtbaren Totenschiff Naglfari.
Petra Hartmann: Falkenblut.
Sibbesse: Hottenstein, 2020.
Broschiert, 247 S., Euro 11.
ISBN 978-3935928991
Bestellen im Hottenstein-Verlags-Shop
Bestellbar unter anderem bei Amazon
Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren. Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!
Die Autoren: Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Herausgeber: Petra Hartmann, Frank G. Gerigk
Sprecher: Tim Schmidt
Blitz-Verlag
Ungekürzte Lesung
mp3-Download
611 Minuten, 495.91 MB
9783991093435
Zu bestellen unter anderem bei Thalia oder bei Amazon.
Meerprinzessin Nestis und ihre Freunde sind sauer: Lehrer Seestern meint, dass laute Haifischmusik nichts für Kinder ist. Und der Kronrat stimmt ihm zu. Deshalb bekommt die Band »Ølpæst« Auftrittsverbot in der gesamten Nordsee. Doch plötzlich ist deren Musik überall zu hören: Ein Piratensender strahlt die Hits der Knorpelfischgang lautstark aus.
Als eine hochexplosive Kugelmine über dem blauen Glaspalast im Meer dümpelt und ein führungsloser Öltanker in die Nordsee einfährt, droht eine wirkliche Ölpest. Gelingt es den Meerkindern, ein Unglück zu verhindern?
Petra Hartmann: Nestis und die verbotene Welle. Mit Illustrationen von Olena Otto-Fradina. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Voraussichtlich ab Juni 2017 erhältlich.
Buch-Infos: ca. 152 Seiten, 14,2 x 20,6 cm, Hardcover, zahlreiche s/w-Illustrationen, mit Fadenheftung, Euro 14,90, ISBN 978-3-977066-00-1
Bestellen beim Verlag Monika Fuchs.
Bestellen bei Amazon.
Demantin, der junge König von Antrium, liebt die griechische Königstochter Sirgamot. Doch ihr Vater ist strikt gegen die Hochzeit. Immerhin ist Sirgamot erst zwölf Jahre alt. So zieht Demantin in die Welt, um Ruhm zu erwerben, den Namen seiner Geliebten durch seine Taten zu verherrlichen und sich dem griechischen König als Schwiegersohn zu empfehlen. Er besteht heldenhafte Kämpfe, erwirbt sich die Freundschaft der Königin und des Königs von England und besiegt ein schauriges Meerweib. Letzteres allerdings erweist sich als verhängnisvoll. Denn die sterbende Unholdin verflucht Demantin und prophezeit, dass seine Geliebte mit dem üblen König Contriok verlobt werden soll. Kann Demantin noch rechtzeitig zurückkehren, um die Hochzeit zu verhindern?
Berthold von Holle / Petra Hartmann: Demantin. Ein Ritter-Epos
128 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 9-78-3-940078-34-6
8,95 EUR
Gayol, der Sohn des ungarischen Königs, hat in jugendlichem Übermut den alten Hofmarschall seines Vaters zum Wettkampf herausgefordert und eine peinliche Niederlage erlitten. Aus Scham flüchtet er und gerät ins Reich des deutschen Kaisers, wo er unerkannt unter dem Namen Crane (Kranich) eine Stellung als Kämmerer annimmt und bald sehr beliebt ist. Doch als der Fremde und die Kaiserstochter einander näher kommen und Hofbeamten Unzucht und eine unstandesgemäße Liebschaft wittern, beginnt eine schwere Zeit für Königssohn und Kaiserstochter. Kann Gayol sich auf die Treue Acheloydes verlassen? Und kann die lebensbedrohliche Krankheit der Prinzessin noch geheilt werden?
Berthold von Holle / Petra Hartmann: Crane. Ein Ritter-Epos
84 Seiten | 12 x 17 cm | Softcover | Klebebindung |
Verlag Monika Fuchs | Hildesheim 2016
ISBN 978-3-940078-48-3
6,95 EUR
Ein rasender Bischof auf dem Rennstieg.
Wegweiser, die sich wie von Geisterhand drehen.
Jäger in Todesangst.
Bierkutscher mit unheimlicher Fracht.
Ein stammelnder Mönch,
der plötzlich zum brillanten Redner wird.
Sollte da Hödeken seine Hand im Spiel haben?
Sagen um einen eigenwilligen Geist
aus dem Hildesheimer Land,
frisch und frech nacherzählt
von Petra Hartmann.
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken!
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.
101 S., Euro 7,95.
ISBN 978-3-940078-37-7
Deutschland in den 1830er-Jahren: Für Handarbeit, arrangierte Ehe und Kinderkriegen hat die junge Bürgermeistertochter wenig übrig. Stattdessen interessiert sie sich für Politik und Literatur und greift sehr zum Leidwesen ihres Vaters selbst zur Feder, um flammende Texte für die Gleichberechtigung der Frau und die Abschaffung der Monarchie zu verfassen. Angestachelt von der revolutionären Stimmung des Hambacher Festes versucht sie, aus ihrem kleinbürgerlichen Dasein auszubrechen und sich als Journalistin zu behaupten. Gemeinsam mit ihrer großen Liebe verschreibt sie sich dem Kampf für ein freies, geeintes Deutschland und schlägt den Zensurbehörden ein Schnippchen. Die Geheimpolizei ist ihnen jedoch dicht auf den Fersen, und die junge Journalistin begeht den verhängnisvollen Fehler, ihre Gegner zu unterschätzen
Petra Hartmann: Freiheitsschwingen
Personalisierter Roman
München: Verlag Personalnovel, 2015
ca. 198 Seiten. Ab Euro 24,95.
(Einband, Schriftart und -größe, Covergestaltung etc. nach Wahl.)
Bestellen unter:
www.tinyurl.com/Freiheitsschwingen
Wer ist der bleiche Jüngling im Verlies unter der Klippenfestung? Prinzessin Thia will ihn retten. Doch wer Timurs Ketten bricht, ruft Tod und Verderben aus der Tiefe hervor. Als der Blutmond sich über den Horizont erhebt, fällt die Entscheidung ...
Beigaben:
Nachwort zur Entstehung
Original-Erzählung von Karoline von Günderrode
Autorinnenbiografien
Bibliografie
Petra Hartmann: Timur
Coverillustration: Miguel Worms
Bickenbach: Saphir im Stahl, 2015.
ISBN: 978-3-943948-54-7
Taschenbuch, 136 S.
Euro 9,95
Ein Roman-Experiment mit ungewissem Ausgang: Ulf (Magisterstudent unbekannter Fachrichtung), stammt aus einem Dorf, das mehrmals jährlich überschwemmt wird. Zusammen mit Pastor Dörmann (Geistlicher unbekannter Konfession) und Petra (Biografin ohne Auftrag) überlegt er, was man dagegen tun kann. Als ein vegetarisches Klavier die Tulpen des Gemeindedirektors frisst und das Jugendamt ein dunkeläugiges Flusskind abholen will, spitzt sich die Situation zu. Nein, Blutrache an Gartenzwergen und wütende Mistgabelattacken sind vermutlich nicht die richtigen Mittel im Kampf für einen Deich ...
Mal tiefgründig, mal sinnlos, etwas absurd, manchmal komisch, teilweise autobiografisch und oft völlig an den Haaren herbeigezogen. Ein Bildungs- und Schelmenroman aus einer Zeit, als der Euro noch DM und die Bahn noch Bundesbahn hieß und hannöversche Magister-Studenten mit dem Wort "Bologna" nur eine Spaghettisauce verbanden.
Petra Hartmann:
Ulf. Ein Roman-Experiment in zwölf Kapiteln.
eBook
Neobooks 2015
Euro 2,99
Erhältlich unter anderem bei Amazon
Ein Tempel in der Wüste. Heilige Männer, die sich dem Dienst des Feuervogels geweiht haben. Ein Hirtenjunge, der seinem Traum folgt. Aber wird der alte und kranke Phönix wirklich zu neuem Leben wiederauferstehen, wenn der Holzstoß niedergebrannt ist? Eine Novelle von Idealen und einer Enttäuschung, die so tief ist, dass kein Sonnenstrahl je wieder Hoffnung bringen kann.
Petra Hartmann:
Vom Feuervogel. Novelle.
Erfurt: TES, 2015.
BunTES Abenteuer, Heft 30.
40 Seiten, Euro 2,50 (plus Porto).
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eBook:
Neobooks, 2015.
Euro 1,99.
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Endlich Sommerferien! Nestis und ihre Freunde freuen sich auf sechs Wochen Freiheit und Abenteuer. Doch ausgerechnet jetzt verhängt der Kronrat ein striktes Ausgehverbot für alle Meerkinder. Denn in der Nordsee treibt plötzlich ein furchtbares “Phantom† sein Unwesen. Möwen, Lummen und Tordalke werden von einem unheimlichen Schatten unter Wasser gezerrt und verschwinden spurlos.
Nestis beschließt, den Entführer auf eigene Faust zu jagen. Als ein Dackel am Strand von Achterndiek verschwindet, scheint der Fall klar: Die gefürchteten “Hafenpiraten" müssen dahinter stecken. Zusammen mit ihrem Menschenfreund Tom wollen die Meerkinder der Bande das Handwerk legen ...
Petra Hartmann: Nestis und die Hafenpiraten
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014
ISBN 978-3-940078-84-1
14,90 EUR
Leseprobe unter
Weihnachten im Potte †¦
†¦ ist so vielfältig wie die Menschen, die dort leben. Und deshalb findet sich auf diesem Bunten Teller mit 24 Hildesheimer Weihnachtsgeschichten für jeden etwas: romantische Erzählungen und freche Gedichte, Erinnerungen an die Nachkriegszeit, Geschichten von neugierigen Engeln, eifrigen Wichteln und geplagten Weihnachtsmännern. Der Huckup und die »Hildesheimer Weisen« fehlen auch nicht. Was es aber mit dem Weihnachtswunder an der B6 auf sich hat, erfahren Sie auf Seite 117. - Greifen Sie zu!
Petra Hartmann & Monika Fuchs (Hrsg.): Blitzeis und Gänsebraten. Hildesheimer Weihnachtsgeschichten.
Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.
144 Seiten | 12 x 17 cm | Paperback |
Lesungen
Freitag, 4. April: "Das Herz des Donnervogels". Lesung im Wäschegeschäft Holzberg Dessous und mehr, Hokenstraße 13, Goslar. Beginn: 18.30 Uhr.
Samstag, 26. April: Kurzgeschichten und Vorgucker auf das "intergalaktische Bestiarium". Lesung auf dem Conventus Leonis, Kinder- und Jugendzentrum Mühle, An der Neustadtmühle 3, 38100 Braunschweig. Beginn: 12.30 Uhr.
Samstag, 10. Mai: Lesung aus "Das intergalaktische Bestiarium" auf dem Marburg-Con. Zusammen mit Künstler Thomas Hofmann und Verleger Eric Hantsch. Bürgerhaus Weimar (Lahn) - Niederweimar, Herborner Straße 36, 35096 Niederweimar. Uhrzeit folgt.
Donnerstag, 26. Juni: Lesung aus "Das intergalaktische Bestiarium". Haus des Buches / Literaturhaus, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig. Zusammen mit Thomas Hofmann. Beginn: 19.30 Uhr. Eintritt: 2 Euro.
Buchmessen, Cons, Büchertische
Samstag, 10. Mai: Marburg-Con. Bürgerhaus Weimar (Lahn) - Niederweimar, Herborner Straße 36, 35096 Niederweimar. Beginn: 10 Uhr. Ich bin mit einem Büchertisch und einer Lesung vertreten. Infos folgen.
Donnerstag, 29. Mai: Ich bin beim Nürnberger Autorentreffen mit dabei und werde auch auf dem Büchertisch vertreten sein.
Meine Heimseite:
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Petra Hartmann, Jahrgang 1970, wurde in Hildesheim geboren und wohnt in Sillium. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Hannover. Auf den Magisterabschluss folgten die Promotion mit einer Doktorarbeit über den jungdeutschen Schriftsteller Theodor Mundt und ein zweijähriges Volontariat bei der Neuen Deister-Zeitung in Springe. Anschließend war sie dort fünf Jahre Lokalredakteurin. Ferner arbeitete sie für die Leine-Zeitung in Neustadt am Rübenberge, die Nordsee-Zeitung in Bremerhaven, die Neue Presse in Hannover und die Volksstimme in Gardelegen. Derzeit ist sie bei der Goslarschen Zeitung beschäftigt.
Als Schriftstellerin liebt sie vor allem das fantastische Genre. Sie verfasst hauptsächlich Fantasy und Märchen. Bekannt wurde sie mit ihren Fantasy-Romanen aus der Welt Movenna. Mit den Abenteuern der Nordsee-Nixe Nestis legte sie ihre erste Kinderserie vor. Sie errang mit ihren Geschichten dreimal den dritten Platz bei der Storyolympiade und wurde 2008 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.
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Leserunde zu "Darthula, Tochter der Nebel" auf Lovelybooks. Mit Autorin Petra Hartmann und Cover-Künstler Miguel Worms: http://www.lovelyboo...nde/1201913120/
Leserunde auf Lovelybooks zu "Nestis und die verschwundene Seepocke": Mit Autorin Petra Hartmann und Verlegerin Monika Fuchs:
http://www.lovelyboo...nde/1166725813/
Leserunde auf Lovelybooks zu "Mit Klinge und Feder": Mit den Autorinnen Linda Budinger, Petra Hartmann, Stefanie Pappon, Christel Scheja, Andrea Tillmanns und Petra Vennekohl: http://www.lovelyboo...nde/1156671163/
Leserunde zu "Falkenblut" auf Lovelybooks: https://www.lovelybo...263/2687604262/
Bücher
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.
"Nestis und die verbotene Welle. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.
Mini-Buch
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2017.
eBooks
"Nestis und der Weihnachtssand. Ein Helgoland-Märchen." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die verschwundene Seepocke. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2013.
"Nestis und die Hafenpiraten. Ein Meermädchen-Roman." Hildesheim: Verlag Monika Fuchs, 2014.
Hörbuch
"Eine Hand voll Weihnachtssand." In: Petra Hartmann: "Weihnachten im Schneeland". Gelesen von Karin Sünder. Mit Musik von Simon Daum. Essen: Action-Verlag, 2010. (mp3-Download und CD-ROM)
Beiträge zu Anthologien
"Weihnachtssand für Helgoland." In: "Wenn die Biiken brennen. Phantastische Geschichten aus Schleswig-Holstein." Hrsg. v. Bartholomäus Figatowski. Plön: Verlag 71, 2009. S. 163-174.
Buch
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. 101 S., Euro 7,95. ISBN 978-3-940078-37-7. Unter anderem erhältlich bei Amazon.
Hörbuch
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. 2 CD. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs. Euro 14,95. ISBN: 978-3940078414. Unter anderen erhältlich bei Amazon.
eBook
Petra Hartmann: Hut ab, Hödeken! Sagen aus dem Hildesheimer Land. Hildesheim: Verlag Monika Fuchs.
Geschichten
Das Wagenrennen auf dem Rennstieg. In: Hildesheimliche Autoren e.V.: Hildesheimer Geschichte(n). Ein Beitrag zum 1200-jährigen Stadtjubiläum. Norderstedt: Book on Demand. 196 S., Euro 9,99. ISBN 978-3734752698. Unter anderem erhältlich bei Amazon.
Die glücklose Hasenjagd. In: MVP-M. Magazin des Marburger Vereins für Phantastik. Marburg-Con-Ausgabe. Nr. 19b. S. 36-40.
Lesung
Das Wagenrennen auf dem Rennstieg, Radio Tonkuhle, Sendung vom April 2015.
Übersicht über die Romane und Erzählungen aus Movenna
Bücher
Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2004. 164 S.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2007. 188 S.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2010. 240 S.
eBooks
Geschichten aus Movenna. Fantasy. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Ein Prinz für Movenna. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Der Fels der schwarzen Götter. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Beim Vorderhuf meines Pferdes. Nittendorf: Wurdack-Verlag, 2014.
Hörbuch
Der Fels der schwarzen Götter. Action-Verlag, 2012.
Movennische Geschichten in Anthologien und Zeitschriften
Die Krone Eirikirs. In: Traumpfade (Anthologie zur Story-Olympiade 2000). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2001. S. 18-25.
Flarics Hexen. In: Geschöpfe der Dunkelheit (Anthologie zur Story-Olympiade 2001). Hrsg. v. Stefanie Pappon und Ernst Wurdack. Dresden, 2002. S. 22-28.
Raubwürger. In: Kurzgeschichten, September 2004, S. 20f.
Furunkula Warzenkraish. Elfenschrift, dritter Jahrgang, Heft 2, Juni 2006. S. 10-14.
Der Leuchtturm am Rande der Welt. In: Elfenschrift, vierter Jahrgang, Heft März 2007, S. 18-21.
Gewitternacht. In: Im Bann des Nachtwaldes. Hrsg. v. Felix Woitkowski. Lerato-Verlag, 2007. S. 57-60.
Pfefferkuchen. In: Das ist unser Ernst! Hrsg. v. Martin Witzgall. München: WortKuss Verlag, 2010. S. 77-79.
Winter-Sonnenwende. In: Mit Klinge und Feder. Hrsg. v. Petra Hartmann und Andrea Tillmanns. Homburg/Saar: UlrichBurger Verlag, 2013. S. 51-59.
Der Reiter auf dem schwarzen Pferd. Ebd. S. 60-68.
Die Blaubeerbrücke. In: Met-Magie. Hrsg. v. Amandara M. Schulzke und Nadine Muriel. Hamburg: Acabus Verlag, 2022. S. 163-174.
Movennische Geschichten in Fanzines
Föj lächelt. In: Alraunenwurz. Legendensänger-Edition Band 118. November 2004. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 23.
Raubwürger. In: Drachenelfen. Legendensänger-Edition Band 130. Januar 2006. Hrsg. v. Christel Scheja. S. 3-5.
Goldauge. In Phantastische Geschichten mit den Phantastik Girls. (Broschüre der Phantastik Girls zum MarburgCon 2007)
Aufsätze
Wie kann man nur Varelian heißen? Über das Unbehagen an der Namensgebung in der Fantasy. In: Elfenschrift, 5. Jahrgang, März 2008. S. 16f.
Movennische Texte online
Aus "Geschichten aus Movenna":
König Surbolds Grab
Das letzte Glied der Kette
Brief des Dichters Gulltong
Der Kranich
Die Rückkehr des Kranichs
Aus "Ein Prinz für Movenna":
Der Leuchtturm am Rand der Welt
Furunkula Warzenkraish
Gewitternacht
Aus "Der Fels der schwarzen Götter":
Der Waldalte
Hölzerne Pranken
Im Bann der Eisdämonen
Übersicht über die Romane und Novellen über die Walküre Valkrys, genannt "die Falkin"
Bücher
Die letzte Falkin. Heftroman. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2010.
Falkenblut. Sibbesse: Hottenstein-Verlag, Sommer 2020.
eBooks
Falkenblut. Vier Fantasy-Romane. eBook-Ausgabe. Chichili und Satzweiss.com, 2012. (vergriffen)
Falkenfrühling. Novelle. eBook. Dortmund: Arcanum Fantasy Verlag, 2011. (vergriffen)
Falkenfrühling. Novelle. In: Best of electronic publishing. Anthologie zum 1. Deutschen eBook-Preis 2011. eBook. Chichili und Satzweiss.com, 2011. (unter anderem erhältlich bei Thalia und Amazon)
Aufsatz
Aegirs Flotte - ein Nachruf. In: Fandom Observer, Dezember 2011. S. 16-18. Online-Magazin und Blogversion
Frank G. Gerigk & Petra Hartmann (Hrsg.)
DRACHEN! DRACHEN!
Band 01, Drachen-Anthologie
ISBN: 978-3-89840-339-9
Seiten: 384 Taschenbuch
Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier
Preis: 14,95 €
Bestellen beim Blitz-Verlag
Fatal wäre es, Drachen zu unterschätzen! Wer glaubt, genug über sie zu wissen, hat schon verloren.
Diese 23 meisterlichen Geschichten aus verschiedenen literarischen Genres belegen, dass das Thema aktuell, überraschend und packend ist - und gelegentlich fies!
Die Autoren:
Rainer Schorm, Achim Mehnert, Andrea Tillmanns, Malte S. Sembten, Frank G. Gerigk, Christel Scheja, Fiona Caspari, Hendrik Loy, Christiane Gref, Linda Budinger, Miriam Pharo, Carsten Steenbergen, Rebecca Hohlbein, Frank W. Haubold, Melanie Brosowski, Astrid Ann Jabusch, Thomas R. P. Mielke, Karsten Kruschel, Marc A. Herren, Petra Hartmann, Monika Niehaus, Uwe Post.
Originalveröffentlichung!
Petra Hartmann: Die Schlagzeile.
Personalisierbarer Roman.
PersonalNovel Verlag, 2011.
eBook: PersonalNovel, 2012.
Personalisieren und bestellen
Verschlafen und idyllisch liegen sie da, die Orte Barkhenburg, Kleinweltwinkel und Reubenhausen. Doch dann stört der Diebstahl einer Heiligenfigur die Ruhe: Ein jahrhundertealter Hass bricht wieder aus und ein hitziger Streit entflammt, der aus Freunden Feinde und aus friedlichen Nachbarn sich prügelnde Gegner macht. Mittendrin: Eine Journalistin, die bereit ist, für eine Schlagzeile im Sommerloch alles zu geben. Mit viel Einsatz und einer Prise Humor versucht sie, das Geheimnis um die verschwundene Hubertus-Statue aufzuklären, und muss sich dabei mit erregten Politikern, aufgebrachten Dorfbewohnern und einem nervösen Chefredakteur herumschlagen. Aber die Journalistin lässt sich nicht unterkriegen - bis ihr ein Anruf fünf Minuten vor Redaktionsschluss die Schlagzeile zunichtemacht...
Petra Hartmann: Falkenblut.
Vier Romane in einem Band.
E-Book
Satzweiss.com - chichili agency, 2012.
3,99 Euro
Nicht mehr lieferbar!
Neuausgabe in Vorbereitung.
Die Abenteuer der jungen Walküre Valkrys beginnen an ihrem ersten Arbeitstag und ausgerechnet dort, wo die germanischen Götter- und Heldensagen enden: Ragnarök, die Endzeitschlacht, ist geschlagen, Götter und Riesen haben sich gegenseitig aufgerieben, die wenigen Überlebenden irren ziellos durch die Trümmer des zerbrochenen Midgard. An der Seite des neuen Götterkönigs Widar muss sich Valkrys nun behaupten. Dabei trifft sie auf Jöten, Thursen, Reifriesen, Seelenräuberinnen, Werwölfe, Berserker, Hexen, riesenhafte Meerungeheuer und das furchtbare Totenschiff Naglfari. Leseempfehlung ab 12 Jahren.
Petra Hartmann
Falkenfrühling
eBook
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN: 978-3-939139-59-1
Wegen Verkauf des Arcanum-Verlags ist die Ausgabe nicht mehr erhältlich, aber die Zweitveröffentlichung in der eBook-Anthologie "Best of electronic publishing" gibt es noch als epub oder Kindle-Ausgabe.
Valkrys träumt davon, eine echte Walküre zu sein. Sie springt, noch Kind, vom Dach des Langhauses.
Alle Ermahnungen ihrer Eltern sind vergeblich, sie macht sich an den Aufstieg zum Gipfel der nahen Klippe, besessen vom "Traum vom Fliegen" ...
Fünfter Platz beim Deutschen eBook-Preis 2011.
Petra Hartmann
Die letzte Falkin
Roman.
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-62-1
Bestellen beim Arcanum-Verlag
Blut und Tod, so weit die Falkenaugen reichen: So hatte sich Valkrys ihren ersten Flug als Walküre nicht vorgestellt. Ragnarök, die Endzeit-Schlacht, ist geschlagen. Die Götter tot, die Welt ein Flammenmeer, das Götterreich Asgard droht, in die Tiefe zu stürzen. Einzig Vidar, den Sohn und Erben Odins, kann die Walküre retten. Doch der neue Götterkönig schweigt sich über seine Ziele aus †¦
Petra Hartmann
Der Fels der schwarzen Götter
Roman
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-64-8
Bestellen beim Wurdack-Verlag
Hochaufragende Felswände, darin eingemeißelt weit über tausend furchteinflößende Fratzen, die drohend nach Norden blicken: Einer Legende zufolge sind die schwarzen Klippen das letzte Bollwerk Movennas gegen die Eisdämonen aus dem Gletscherreich.
Doch dann begeht der junge Ask bei einer Mutprobe einen folgenschweren Fehler: Er schlägt einem der schwarzen Götter die Nase ab. Der unscheinbare Dreiecksstein wird Auslöser eines der blutigsten Kriege, die das Land jemals erlebt hat. Und die Völker des Berglandes wissen bald nicht mehr, wen sie mehr fürchten sollen: die schwarzen Götter, die weißen Dämonen oder die sonnenverbrannten Reiter aus den fernen Steppen ...
Petra Hartmann
Darthula
Heftroman
Arcanum Fantasy Verlag
ISBN 978-3-939139-32-4
Bestellen beim Arcanum-Verlag
Darthula, die schönste Prinzessin der Nebellande, beschwört Krieg, Tod und Vernichtung über ihr heimatliches Selama herauf, als sie den Heiratsantrag des mächtigen Königs Cairbar ausschlägt. Zusammen mit ihrem Geliebten flüchtet sie in einem kleinen Segelboot übers Meer. Doch Wind und Wellen sind unzuverlässige Verbündete ...
Petra Hartmann
Weihnachten im Schneeland
Hörbuch
Action-Verlag
Download bei Audible
CD bestellen beim Action-Verlag
WEIHNACHTEN IM SCHNEELAND von Petra Hartmann vereint vier wundervolle Kurzgeschichten für Kinder ab 6 Jahren. Schon die Titel regen die Phantasie der Kleinen an und verleiten zum Schmunzeln und Staunen:
- "Der Reserve-Weihnachtsmann"
- "Die Weihnachts-Eisenbahn"
- "Eine Handvoll Weihnachtssand"
- "Paulchen mit den blauen Augen"
Petra Hartmann
Ein Prinz für Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-24-9
Bestellen
Mit dem Schild oder auf dem Schild
- als Sieger sollst du heimkehren oder tot.
So verlangt es der Ehrenkodex des heldenhaften Orh Jonoth. Doch der letzte Befehl seines sterbenden Königs bricht mit aller Kriegerehre und Tradition: "Flieh vor den Fremden, rette den Prinzen und bring ihn auf die Kiesinsel." Während das Land Movenna hinter Orh Jonoth in Schlachtenlärm und Chaos versinkt, muss er den Gefahren des Westmeers ins Auge blicken: Seestürmen, Riesenkraken, Piraten, stinkenden Babywindeln und der mörderischen Seekrankheit ....
Petra Hartmann
Geschichten aus Movenna
Paperback
Wurdack Verlag
ISBN 3-938065-00-1
Bestellen
Verwünschte Hexen!
Warum zum Henker muß König Jurtak auch ausgerechnet seinen Sinn für Traditionen entdecken?
Seit Jahrhunderten wird der Kronprinz des Landes Movenna zu einem der alten Kräuterweiber in die Lehre gegeben, und der Eroberer Jurtak legt zum Leidwesen seines Sohnes großen Wert auf die alten Sitten und Gebräuche. Für den jungen Ardua beginnt eine harte Lehrzeit, denn die eigenwillige Lournu ist in ihren Lektionen alles andere als zimperlich ...
Wovon träumt der Mond?
Hrsg. v. Petra Hartmann & Judith Ott
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-37-2
Bestellen
Der Mond - König der Nacht und gleichsam Verbündeter von Gut und Böse ... Seit jeher ranken sich Legenden voller Glauben und Aberglauben um sein Licht, das von den einen als romantisch verehrt und von den anderen als unheimlich gefürchtet wird. Seine Phasen stehen für das Werden und Vergehen allen Lebens, er wacht über die Liebenden, empfängt die Botschaften der Suchenden, Einsamen und Verzweifelten und erhellt so einiges, was lieber im Dunkeln geblieben wäre. 39 Autorinnen und Autoren im Alter von 12 bis 87 Jahren sind unserem nächtlichen Begleiter auf der Spur gewesen. In 42 erfrischend komischen, zutiefst nachdenklichen und manchmal zu Tränen rührenden Geschichten erzählen sie die Abenteuer von Göttin Luna und Onkel Mond, von erfüllten und verlorenen Träumen, lassen Perlmuttschmetterlinge fliegen und Mondkälber aufmarschieren. Und wer denkt, dass nur der Mann im Mond zuweilen die Erde besucht, irrt sich! Auch umgekehrt erhält er gelegentlich unverhofften Besuch dort oben.
Drachenstarker Feenzauber
Herausgegeben von Petra Hartmann
Wurdack Verlag
ISBN 978-3-938065-28-0
Bestellen
Öko-Feen, Büro-Feen, Todes-Feen und Bahn-Feen, geschäftstüchtige Drachen, goldzahnige Trolle, Sockenmonster, verzauberte Kühlschränke, Bierhexen, Zwirrrrrle, Familienschutzengel, Lügenschmiede, ehrliche Anwälte, verarmte Zahnärzte und andere Märchenwesen geben sich in diesem Buch ein Stelldichein.
51 Märchenerzähler im Alter von zwölf bis 76 Jahren haben die Federn gespitzt und schufen klassische und moderne Märchen, lustige, melancholische, weise und bitterböse Erzählungen, so bunt wie das Leben und so unvergesslich wie das Passwort eines verhexten Buchhalters.
Zwischen Barrikade, Burgtheater und Beamtenpension.
Die jungdeutschen Autoren nach 1835.
ibidem-Verlag
ISBN 978-3-89821-958-7
Bestellen beim Ibidem-Verlag
"Das Junge Deutschland“ - dieser Begriff ist untrennbar verbunden mit dem Bundestagsbeschluss vom 10. Dezember 1835, durch den die Werke der fünf Schriftsteller Heinrich Heine, Theodor Mundt, Karl Gutzkow, Ludolf Wienbarg und Heinrich Laube verboten wurden. Das Verbot markierte Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt einer literarischen Bewegung, die erst wenige Jahre davor begonnen hatte. Die Wege der Autoren trennten sich. Und doch gab es auch danach immer wieder Begegnungen und Berührungspunkte.
Petra Hartmann zeichnet die Wege der Verbotenen und ihrer Verbündeten nach und arbeitet Schnittstellen in den Werken der alt gewordenen Jungdeutschen heraus. Sie schildert insbesondere die Erfahrungen der Autoren auf der Insel Helgoland, ihre Rolle in der Revolution von 1848, aber auch die Versuche der ehemaligen Prosa-Schriftsteller, sich als Dramatiker zu etablieren. Irgendwo zwischen Anpassung und fortwährender Rebellion mussten die Autoren ihr neues Auskommen suchen, endeten als gescheiterte Existenzen im Irrenhaus oder als etablierte Literaten, die doch körperlich und seelisch den Schock von 1835 nie ganz verwunden hatten, sie leiteten angesehene Theater oder passten sich an und gerieten nach Jahren unter strenger Sonderzensur beim Publikum in Vergessenheit. Die vorliegende Untersuchung zeigt, was aus den Idealen von 1835 wurde, wie vollkommen neue Ideen - etwa die Debatte um Armut und Bildung - in den Werken der Jungdeutschen auftauchten und wie die Autoren bis zum Ende versuchten, ihr „Markenzeichen“ - ihren Stil - zu bewahren.
Von Zukunft trunken und keiner Gegenwart voll
Theodor Mundts literarische Entwicklung vom Buch der Bewegung zum historischen Roman
Aisthesis-Verlag
ISBN: 3-89528-390-8
Bestellen beim Aisthesis-Verlag
Theodor Mundt - Schriftsteller, Zeitschriftenherausgeber, Literaturwissenschaftler und Historiker - verdankt seinen Platz in der Literaturgeschichte vor allem dem Umstand, daß seine Veröffentlichungen am 10. Dezember 1835 verboten wurden. Das vom deutschen Bundestag ausgesprochene Verbot, das sich gegen die vermeintlichen Wortführer des "Jungen Deutschland", Heine, Gutzkow, Laube, Wienbarg und eben Theodor Mundt richtete, war vermutlich die entscheidende Zäsur in den literarischen Karrieren aller Betroffenen. Daß sie mit dem schon berühmten Heinrich Heine in einem Atemzug genannt und verboten wurden, machte die noch jungen Autoren Gutzkow, Laube, Mundt und Wienbarg für ein größeres Publikum interessant. Doch während Gutzkow und auch Laube im literarischen Bewußtsein präsent blieben, brach das Interesse an Mundt und seinen Werken schon bald nach dem Verbot fast gänzlich ab. Seine weitere Entwicklung bis zu seinem Tod im Jahr 1861 wurde von der Literaturwissenschaft bislang so gut wie vollständig ignoriert. Diese Lücke wird durch die vorliegende Studie geschlossen. Nachgezeichnet wird der Weg von den frühen Zeitromanen des jungen Mundt bis hin zu den historischen Romanen seines Spätwerks.
Faust und Don Juan. Ein Verschmelzungsprozeß,
dargestellt anhand der Autoren Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt
ibidem-Verlag
ISBN 3-932602-29-3
Bestellen beim Ibidem-Verlag
"Faust und Don Juan sind die Gipfel der modernen christlich-poetischen Mythologie", schrieb Franz Horn bereits 1805 und stellte erstmalig beide Figuren, speziell den Faust Goethes und den Don Giovanni Mozarts, einander gegenüber. In den Jahren darauf immer wieder als polar entgegengesetzte Gestalten aufgefaßt, treten Faust und Don Juan in den unterschiedlichsten Werken der Literaturgeschichte auf.
Bei Lenau sind sie Helden zweier parallel aufgebauter Versepen, bei Grabbe begegnen sie sich auf der Bühne und gehen gemeinsam zugrunde. Theodor Mundt stellt als Lebensmaxime auf, man solle beides, Faust und Don Juan, in einer Person sein und beide in sich versöhnen.
Anhand der Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Wolfgang von Goethe, Nikolaus Lenau, Christian Dietrich Grabbe, Gustav Kühne und Theodor Mundt zeichnet Petra Hartmann die Biographien Fausts und Don Juans in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach, einer Zeit, die beide Helden stark prägte und auch für heutige Bearbeitungen beider Stoffe grundlegend ist."
Verantwortlich für den Inhalt:
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